Erwirbt Pasing Arcaden in München für dreistelligen Millionenbetrag
Die Pasing Arcaden in München sind von Ikea gekauft worden. Der Einrichtungskonzern zahlt für das Einkaufszentrum einen dreistelligen Millionenbetrag an den bisherigen Eigentümer Unibail-Rodamco-Westfield (URW).

Offiziell hat URW das Einkaufszentrum mit 46.300 Quadratmeter Einzelhandels- sowie etwa 7.000 Quadratmeter Büro- und Wohnfläche an die Ingka Group veräußert. Diese betreibt nach eigenen Angaben 482 Ikea-Möbelhäuser, -Geschäfte und -Planungsstudios in 31 Ländern sowie 33 Einkaufszentren in 15 Ländern. Als Nettopreis wurden 388 Millionen Euro vereinbart, wobei URW nur 51 Prozent der Eigentumsanteile hält, wie der bisherige Eigentümer mitteilt.
Laut Süddeutscher Zeitung (SZ) plant der Konzern, eine neue, größere Filiale im Münchner Westen zu eröffnen. Die SZ erklärt mit Verweis auf informierte Kreise, dass Ikea den Kauf „nicht zum Spaß getätigt“ habe und sein Filialkonzept derzeit überdenke. Bisher befinden sich keine großen Einrichtungshäuser in München – diese liegen nördlich und südöstlich davon in Eching und Brunnthal. Der Westen der Stadt erhielte so auch einen deutlich näheren Standort.

Neu ist der Einrichtungskonzern im Einkaufszentrum nahe dem drittgrößten Münchner Bahnhof aber nicht: Eines seiner beiden Planungsstudios in der bayerischen Landeshauptstadt befindet sich in den Pasing Arcaden, das andere in den Riem Arcaden. In diesen können Kund:innen sich beim Einrichten von Küchen, Schranksystemen oder Räumen von Experten beraten lassen. Findet man ein passendes Möbelstück, nimmt man es nicht direkt mit, sondern kann es sich nach Hause liefern lassen oder es in einem der großen Einrichtungshäuser abholen.
Man sei sehr zufrieden damit, wie dieses Format angenommen werde, sagt ein Sprecher des Unternehmens laut SZ. „Wir glauben an den Standort in Pasing und prüfen daher kontinuierlich unsere Möglichkeiten, um unseren Kund:innen in der Nachbarschaft auch zukünftig das bestmögliche Ikea-Erlebnis bieten zu können.“
Als Grund für den Verkauf gibt URW an, den eigenen Schuldenabbau fortsetzen zu wollen. Man werde das Einkaufszentrum in einer Übergangszeit von bis zu 24 Monaten weiter betreiben, teilt das Unternehmen mit. Wie ein Sprecher von Ikea der SZ und dem Münchner Merkur erklärte, gehe man davon aus, dass der Ankauf „voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein“ werde. Was auch bereits kommuniziert wurde: „Operativ ändert sich in den Pasing Arcaden nichts“, sagt Centermanagerin Sabine Leuthner laut SZ. „Für Mitarbeiter:innen und Mieter:innen bleibt alles beim Alten und Bewährten.“
Ikea Ikea Deutschland Ingka Group Ingka Group/Ikea Ingka Gruppe









