Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Wird von EcoVadis mit Gold ausgezeichnet

Die Felix Schoeller Group hat konkrete Maßnahmen definiert, um die unternehmerische Tätigkeit in den drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Soziales und Ökonomie – zu optimieren. Dabei ist ein wichtiger Baustein in der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie die externe Prüfung und Auditierung, um den eigenen Anspruch auch extern überprüfen zu lassen.

Deshalb hat die Felix Schoeller Group mit EcoVadis einen der renommiertesten und anerkanntesten Auditierungsunternehmen als Auditor gewählt. Ziel des Auditierungs- und Prüfungsverfahrens ist es, Optimierungspotenziale aufzudecken und sich Jahr für Jahr zu verbessern. Im aktuellen Auditierungszeitraum Mai 2021 bis Mai 2022 konnte sich die Schoeller Technocell GmbH & CO KG erneut verbessern und im Sustainability Ranking von EcoVadis erneut Gold holen.

Der Goldstatus mit 68/100 Punkten setzt sich unter anderem aus 80/100 Punkten im Bereich Umwelt und 70/100 Punkten im Themenfeld Arbeits- und Menschenrechte zusammen. Die Auszeichnung unterstreicht eindrucksvoll die Nachhaltigkeitsstrategie der Felix Schoeller Group. Diese geht bei dem Familienunternehmen aus Osnabrück weit über den Umweltaspekt hinaus. Nachhaltigkeit ist erst dann erreicht, wenn ökonomische, ökologische und soziale Zielsetzungen in einer guten und ausgewogenen Balance stehen. Um dies zu erreichen, wurde eine ganzheitliche Strategie in den Bereichen Produktionsverfahren, Produkte und deren Kreislauffähigkeit sowie in sozialen Aspekten entwickelt.

„Als Familienunternehmen mit einer über 125-jährigen Tradition ist für uns Verantwortung kein Marketing-Begriff, sondern Teil unserer Unternehmens-DANN“, so Felix Schoeller-CEO Hans-Christoph Gallenkamp. „Wir sind uns bewusst, dass nachhaltiger Konsum und nachhaltiges Wirtschaften eines der zentralen Themen des 21. Jahrhunderts sind. Die Auszeichnung durch EcoVadis zeigt, dass wir mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie auf dem richtigen Weg sind.“

Große Feier zum 125. Firmenjubiläum

Kürzlich feierte Rauch zum 125-jährigen Bestehen ein großes Mitarbeiterfest. Rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Familien sowie ehemalige Kolleginnen und Kolleginnen kamen anlässlich des Jubiläums auf das Werksgelände nach Freudenberg.

1897 von Wendelin Rauch als kleine Schreinerfabrik im badischen Freudenberg gegründet, ist Rauch heute – 125 Jahre später – einer der größten Anbieter von Schrank- und Schlafzimmerprogrammen. Bei der offiziellen Eröffnung gab Gesellschafterin Marina Steininger unter anderem auch private Einblicke in die Entwicklung des Unternehmens, das vor allem in den Nachkriegsjahren, von den drei Brüdern Wendelin, Heinz und Günter Rauch – den drei Enkeln des Firmengründers – zu einem leistungsstarken Unternehmen konsequent und richtungsweisend aufgebaut wurde. Im direkten Anschluss stellte sich die im Juni 2022 neu aufgestellte Geschäftsführung vor, ehe Rainer Hribar, CEO, mit dem Bieranstich das Fest offiziell als eröffnet erklärte. Nach den Grußworten von Christoph Schauder, Landrat des Main-Tauber-Kreises, und Roger Henning, Bürgermeister der Stadt Freudenberg, erwartete die Gäste ein buntes Programm.

Tagsüber sorgten die Stadtkapelle Freudenberg und der Musikverein „Germania Bürgstadt“ für musikalische Umrahmung, während es als Highlight des Abends mit der Band „Best Canadians“ einen besonderen Live-Act zu sehen gab. Mit einem breiten, kulinarischen Essensangebot, Werksführungen, Führungen im Rauch-Zoo, zahlreichen Aktivitäten für Kinder und weiteren Programmpunkten bot das Sommerfest ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Beim Menschenkicker-Turnier wurde die Teamfähigkeit der Mitarbeiter:innen unter Beweis gestellt. Neben kleineren Sachpreisen gab es bei der großen Tombola als Hauptpreis ein Schlafzimmer zu gewinnen. Der gesamte Tombola-Erlös kommt dem AKHD Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Miltenberg mit Sitz im benachbarten Kleinheubach zu Gute.

Digitalisierung der Branche als Marathon statt Sprint

Bestandaufnahme: Bei der letzten Teilnahme an der „Holz-Handwerk“ in Nürnberg im März 2018 steckte Tapio noch in den Kinderschuhen. Während die ganze Welt über Digitalisierung und IoT gesprochen hat, ist das Unternehmen drangeblieben und hat es gemacht. Abseits des Trubels und auch während der Coronajahre ist sich Tapio treu geblieben und hat gemeinsam mit den Partnern daran gearbeitet, die Digitalisierung der Branche voranzutreiben. Was als Sprint begann entwickelt sich immer mehr zu einem Marathon mit konstantem Wachstum des Tapio Ökosystems. In der Zwischenzeit ist Tapio stark gewachsen und mittlerweile mit Kunden in mehr als 35 Ländern rund um den Globus aktiv.

Während Europa nach wie vor die starke Basis von Tapio bildet, wachsen auch Amerika und Asien stark und profitieren von dem neuen Wiederverkäufersystem. Ebenso ist die Applikationsvielfalt signifikant gestiegen (von drei auf mehr als 20 Anwendungen). Damit umfasst die App-Landschaft von Tapio heute sämtliche Anwendungsfälle entlang der Prozesskette. Tapio Kunden nutzen im Schnitt vier Lizenzen, woraus sich schließen lässt, dass der Mix auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt ist. Mit einer sehr niedrigen Wechselrate bei Lizenzen (Churn Rate) von unter 15 Prozent wird deutlich, dass die Tapio Partner und Tapio auf dem richtigen Weg sind.

Auf der „Holz-Handwerk“ vor vier Jahren hat Tapio erstmals die Anbindung von Maschinen unterschiedlicher Hersteller in eine zentrale Anwendung gezeigt und diese für Kunden zugänglich gemacht. Hierfür wurde bereits damals der heute etablierte Kommunikationsstandard OPC/UA genutzt. Ausgehend von dieser Basis verarbeitet Tapio aktuell 1,2 Milliarden Transaktionen pro Monat (40 Millionen innerhalb von 24 Stunden) und kann stolz sagen, dass Konnektivität kein Show-Stopper mehr für die Realisierung von von Ideen in der Holzbranche ist. Die nun vorliegende erste Version der branchenspezifischen Companion Specification („Izy“) ist hier eine mögliche Ergänzung. Für den Erfolg der Digitalisierung sind diese technischen Details allerdings sekundär, ein umfassendes Verständnis für die Branche, die Anwendungsfälle der Kunden und ein neues Mindset in der Art der Kooperation sind der Schlüssel.

Spätestens seit der „Ligna“ 2019 stehen für Tapio die Anwendungsfälle im Mittelpunkt, da die Konnektivität gemeistert wurde. Dank unserer 49 Partner ist Tapio deutlich vielfältiger geworden, als das noch in 2018 mit nur drei Anwendungen der Fall war. Mittlerweile bietet das Unternehmen Anwendungen für fast jede Prozessstufe an -– von der Bestellung bis zur Produktion. Dank neuer Schnittstellen zu „Borm“, „iFurn“, „iX“, „Swood“, SmartWOP und der Datenintegration von starken Partnern wie Leuco, Ake, Agefa, Kanefusa, Aigner, Rehau und Ostermann profitieren die Kunden jetzt von einer digitalen Durchgängigkeit. In 2018 bewegte der Gedanke: „Was wäre, wenn die Maschinen und Materialien und Werkzeuge sich kennen würden?“ Heute ist es Realität. Statt dem mühsamen Einstellen von korrekten Werkzeugdaten oder Kantenparametern reicht ein Scan und schon fließen die Daten vom Hersteller über Tapio zum Kunden. Alles im Handumdrehen und geschützt vor Eingabefehlern.

Daher steht für Tapio immer mehr die Verknüpfung diverser Partner im Zentrum der Aktivitäten, sodass Kunden nahtlos zwischen den verschiedenen Welten interagieren können. Ein großer Fokus der letzten Jahre lag auf dem Thema „Werkzeuge und Materialien“. Tapio konnte in diesem Rahmen sieben namhafte Partner, nämlich Aigner, Ake, Agefa, Kanefusa, Leuco, Ostermann und Rehau gewinnen, die es ermöglichen, dass Kunden das erste Mal echt von digitalen Zwillingen profitieren.

Mit der Web-App „Twinio“ lassen sich einfach und schnell Werkzeuge digital verwalten, damit es immer den vollen Überblick darüber gibt, wo sich welches Werkzeug befindet. Zusätzlich profitieren User von der Konnektivität von „Twinio“ mit ausgewählten Maschinen, indem sie die IST-Werkzeugdaten direkt in die Maschinensteuerung auf der Maschine holen können oder wahlweise via „Twinio App“ an die Maschine senden. Neben der Möglichkeit, Fräser mit Aufnahmen digital „zu verheiraten“, können Nutzer einzelne Prozessparameter wie beispielsweise die Schnittlänge (m) bei einem Sägeblatt analysieren. Eine weitere Neuigkeit gibt es noch: Die „Twinio“ Familie wird schon bald Zuwachs bekommen, denn „Twinio Office“ steht in der Startlöchern…

Damit das Anlegen und Verwalten von Werkzeugen reibungslos funktioniert, haben sich die fünf Werkzeughersteller Leuco, Ake, Agefa, Kanefusa und Aigner aktiv in die Applikation integriert. Sie stellen ihren Kunden vorab Originalwerkzeugdaten zur Verfügung, die mit einem einfachen Scan die Werkzeuge digitalisieren können und somit ihre Werkzeugbegleitkarte in digitaler Form immer greifbar haben.

1,15 Mrd. Euro Umsatz und bestes operatives Ergebnis der letzten fünf Jahre

Mit dem Jahresabschluss 2021/22 schließt die Zumtobel Group nahtlos an die positive Ergebnisentwicklung der letzten zwei Geschäftsjahre an. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, zuletzt noch verschärft durch den Ukrainekrieg, erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2021/22 Umsatzerlöse auf dem Niveau von vor dem Ausbruch der Coronapandemie: Der Gruppenumsatz stieg um 9,9 % auf 1.148,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1.044,5 Mio. EUR). Die positive Entwicklung spiegelt sich auch im EBIT wider: Hier kann das Unternehmen mit 60,8 Mio. EUR das beste operative Ergebnis der letzten fünf Jahre vorweisen, die EBIT-Marge beträgt 5,3 %. Damit konnte die Zumtobel Group ihre selbst gesteckten Ziele für das Geschäftsjahr übertreffen – ursprünglich hatte das Unternehmen einen Anstieg der Umsatzerlöse zwischen 4 % und 7 % sowie eine EBIT-Marge zwischen 4 % und 5 % geplant.
CEO Alfred Felder kommentiert: „Wir blicken nicht ohne Stolz auf das vergangene Jahr zurück, das wir trotz exorbitant gestiegener Rohstoffpreise, unterbrochener Lieferketten sowie der chronischen Unterversorgung mit kritischen Komponenten gemeistert haben.“

Bereinigt um Währungseffekte stiegen die Umsatzerlöse der Zumtobel Group im Geschäftsjahr 2021/22 um 8,8 %. Der Umsatz im Lighting Segment stieg um 6,4 % auf 844,7 Mio. EUR (Vorjahr: 794,1 Mio. EUR). Im Components Segment stieg der Umsatz sogar um 19,9 % auf 363,0 Mio. EUR (Vorjahr: 302,8 Mio. EUR), teilweise getrieben durch Vorratsaufbau der Kunden. In der für die Zumtobel Group umsatzstärksten Region D/A/CH stieg der Umsatz um 4,2 % – ein etwas geringerer Zuwachs im Vergleich zu den übrigen Regionen, da die Zumtobel Group speziell in der Schweiz und Österreich im Vorjahr trotz Covid-19 noch Wachstum verzeichnen konnte. In der Region Nord- und Westeuropa sowie in Süd- und Osteuropa stiegen die Umsätze hingegen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Besonders in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien konnte die Zumtobel Group deutliche Zuwächse erzielen. Ebenso erreichte das Unternehmen in der Region Asien & Pazifik ein zweistelliges Umsatzwachstum.

Zum Ausblick heißt es in der Pressemitteilung: Die kontinuierliche Verbesserung auch im Geschäftsjahr 2021/22 zeigt, dass die Zumtobel Group auf dem richtigen Weg ist, um nachhaltig profitables Wachstum erzielen zu können. Die weitere Entwicklung in der Ukraine, die steigenden Kosten für Rohstoffe, Transport und Energie sowie die Verfügbarkeit von Halbleitern werden indes einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Weltwirtschaft und somit auch auf die Entwicklung der Zumtobel Group haben. Die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind ebenfalls noch nicht im Detail absehbar. Dennoch sieht sich die Zumtobel Group gut positioniert, diese Herausforderungen zu bewältigen. Mit Hinweis auf die genannten Unwägbarkeiten rechnet der Vorstand daher für das Geschäftsjahr 2022/23 mit einer Steigerung der Umsatzerlöse in einer Größenordnung von 3 % bis 6 % sowie einer EBIT-Marge von 4 % bis 5 %.

Erneutes Umsatzwachstum trotz verschärfter Marktbedingungen

Der Höchster Beschlägespezialist Blum blickt erneut auf ein außerordentlich gutes Geschäftsjahr zurück und schließt das Wirtschaftsjahr 2021/22 per Stichtag 30. Juni 2022 mit einer Umsatzsteigerung von 11,2 Prozent und einem Gruppenumsatz von 2.643,65 Millionen Euro ab. Das entspricht einem Umsatzzuwachs von 266 Millionen gegenüber dem Vorjahr.

Philipp Blum, Geschäftsführer der Julius Blum GmbH, betont während der heutigen Pressekonferenz, dass die globale Nachfrage nach Küchen und Möbeln trotz der wirtschaftlich angespannten Situation weiterhin auf einem hohen Niveau ist. „Der Homing-Trend, das Wohnen und Einrichten, stand bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern auch im vergangenen Jahr hoch im Kurs. Wir sehen einen wirklich langfristigen, belastbaren Trend der Investitionsbereitschaft in ein hochwertig eingerichtetes Zuhause“, so Philipp Blum

Trotz aller wirtschaftlichen Widrigkeiten mit der Corona-Pandemie – die erneut eine große Rolle gespielt hat –, einer problematischen Materialverfügbarkeit, permanent steigenden Materialpreisen und zuletzt noch der Kriegerklärung Russlands gegenüber der Ukraine, ist es Blum gelungen, in nahezu allen Märkten an Umsatz zuzulegen. „In Europa liefen die Märkte Deutschland, Italien und Großbritannien sehr gut“, berichtet Philipp Blum. „Trotz anhaltender, sehr restriktiver Lockdowns in China wuchs für uns der Asia-Pazifik Raum als Absatzmarkt. Wir spüren eine Eintrübung in Osteuropa, nicht zuletzt, weil wir unsere Lieferungen nach Russland eingestellt haben, obwohl wir dort eine eigene Tochtergesellschaft haben – und dennoch stieg der Absatz in Osteuropa in der Gesamtheit. Die südamerikanischen Märkte leiden unter den erschwerten Bedingungen beim Transport mit fehlenden Containern und Schiffen, gestiegenen Logistikkosten und ähnlichem, und trotzdem hatten wir auch dort ein Wachstum.“

Zugute kommt Blum aktuell, dass strategisch regelmäßig weltweit investiert wird. „Überall dort, wo ein Markt es hergibt, werden wir regional vollstufig produzieren. Damit machen wir uns gleichzeitig auch ein Stück weit unabhängig von allgemeinen Logistikproblemen und steigenden Preisen.“ Im abgelaufenen Geschäftsjahr flossen 339 Millionen Euro in den Ausbau von Produktionsanlagen, aber auch regionale Ausstellungen bei den 33 Tochtergesellschaften, verbesserte Logistikzenten und ähnliches. 66 Prozent der Investitionen tätigte das Vorarlberger Familienunternehmen in der Heimatregion, 34 Prozent international. Ein gutes Beispiel ist Polen: Der Standort entwickelte sich in der Vergangenheit von einer Logistik-Drehscheibe zur Produktion, im Herbst 2023 soll eine erneute Fertigungserweiterung vollendet sein und auch in China konnte trotz aller Herausforderungen in diesem Frühjahr ein neues Werk mit 60.000 Quadratmetern „ans Netz gehen“.

Ein weiterer Investitionsschwerpunkt für Blum ist die Entkoppelung von fossilen Brennstoffen. „Das wird nicht von heute auf morgen gehen und an vielen Stellen fehlt es auch noch an grundlegenden technischen Entwicklungen“, bekräftigt Mitgeschäftsführer Martin Blum. „Und doch wollen wir als gutes Beispiel vorausgehen und machen uns an vielen Stellen Gedanken, aktuell vor allem wie und wo wir uns ganz unabhängig von russischem Gas machen können.“ Die Aktivitäten in erneuerbare Energien seitens Blum sind vielfältig und reichen von einer kontinuierlichen Umstellung der 13 innerbetrieblichen Shuttle-LKWs auf Bio-Gas, die Nutzung von Sonnenenergie und Wasserkraft sowie Wärmerückgewinnung in den Werken. „In Vorarlberg arbeiten die Werke 7 und 8 bereits jetzt völlig unabhängig von fossilen Brennstoffen“, so Martin Blum.

Trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten freut sich Blum, in innovativen Produkten zu denken. „Als Unternehmen müssen wir Widerstandsfähigkeit besitzen, flexibel sein und mit Kreativität punkten – das haben die letzten Monate erneut gezeigt“, berichtet Philipp Blum. „Es war schön zu sehen, an wie vielen Stellen unsere neuen Produkte auf der ‚Eurocucina‘ in trendigen Küchen verbaut waren. Das zeigt uns, dass wir nach wie vor mit unseren Entwicklungen auf dem richtigen Weg sind. Dass wir nicht nur an die Probleme denken dürfen, sondern nach wie vor an Stauraum und herausragendes Design denken müssen.“

Das Pocketsystem „Revego“ bietet neue Gestaltungsmöglichkeiten für Räume und war bei den Kunden von Blum in Mailand stark vertreten. Der Vermarktung dieses neuen Produkts sieht der Beschlägehersteller zuversichtlich entgegen. Auch der seines jüngsten Boxsystems „Merivobox“ – mit wenigen Komponenten ermöglicht diese Plattform vielfältige Auszugsvarianten bei gleichbleibender Verarbeitung und Montage. Im Bereich der Klappensysteme stehen sowohl die neue „Aventos top“-Familie mit zahlreichen neuen Funktionen als auch die integrierte Beschlaglösung „Aventos HKi“ für designorientierte Möbel kurz vor der Markteinführung. Sehr erfolgreich läuft auch die Farbe „Onyx-Schwarz“ bei herkömmlichen Beschlägen, die gerade beim Trend mit dunklen Oberflächen quasi mit den anderen Werkstoffen zu einer Einheit verschmelzen. Auch für die Zukunft sieht das Vorarlberger Familienunternehmen ein großes Potenzial für innovative Beschlaglösungen: „Wir tüfteln an Möglichkeiten, Schubladen intelligent zu elektrifizieren. Um beispielsweise Handys verdeckt laden zu können oder mit Licht in diesem Bereich zu spielen.“

Weltweit engagieren sich bereits 9.422 Mitarbeitende, internationalen Blum-Kunden ein verlässlicher Partner zu sein. 6.981 davon arbeiten in Österreich, 644 kamen zuletzt weltweit hinzu. „Erfreulich ist, dass es uns in den letzten Monaten durch den Ausbau unserer Fertigungskapazitäten und die zusätzlichen Mitarbeitenden gelungen ist, die Lieferzeiten bei vielen Produktgruppen wieder deutlich zu verkürzen“, informiert Philipp Blum.

Gerade die hohe Inflation und die laufenden Preissteigerungen im Alltag beobachtet das Vorarlberger Familienunternehmen mit Sorge „Die Menschen überlegen sich momentan genau, wofür sie ihr Geld ausgeben. Auch die fragile Situation der internationalen Lieferketten und Transportlogistik sowie die stark schwankenden Rohstoffpreise bleiben eine Herausforderung“, so Philipp Blum. Mit der Auftragslage ist das Unternehmen zufrieden und bleibt trotz allem für die weiteren Entwicklungen verhalten optimistisch.

Rechnet mit nachlassender Dynamik im 2. Halbjahr

In den Mitgliedsländern des Europäischen Holzhandelsverbandes ETTF (European Timber Trade Federation) ist das Geschäft im ersten und teilweise auch im zweiten Quartal sehr gut gelaufen. Das gilt insbesondere für das Bauwesen als Abnehmer, Konstruktionshölzer, Massivhölzer und Hobelwaren. Der DIY-Markt ist dagegen rückläufig, was insbesondere die Mitglieder aus Spanien und Frankreich berichten. Es gilt aber auch für alle Übrigen. Insgesamt sind die Läger des Handels gut gefüllt und werden im Jahresverlauf abverkauft,

Für den europaweiten Holzimport ergeben sich erhebliche Konsequenzen aus dem 5. Sanktionspaket der EU, dass den Import von Holz und Holzprodukten aus Russland und Weißrussland verbietet. Die Ersatzbeschaffung von Birkensperrholz oder Lärche wird nach dem Abverkauf der Lagerware spätestens ab 2023 derzeit als sehr schwierig eingeschätzt. Offen bleibt die Frage, ob sich beispielsweise die Chinesen stärker auf dem russischen Markt bedienen und daher Exporte aus dem Binnenmarkt nach Ostasien geringer werden.

Für das zweite Halbjahr erwartet der europäische Holzhandel ein deutliches Nachlassen der Geschäftsdynamik. Noch sind die Auftragsbücher der wichtigsten Abnehmergruppen voll, allerdings wird bezweifelt, ob es danach im selben Umfang zu neuen Aufträgen kommt. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation, Inflation, steigender Hypothekenzinsen und schwieriger Preiseischätzungen wird eine größere Zurückhaltung erwartet. Die Logistiksituation ist in weiten Teilen Europas weiterhin angespannt, aus West-Europa wird von einem erheblichen Mangel an Arbeitskräften an allen Stellen berichtet, der sich nach Einschätzung der Verbände in den kommenden Jahren noch verschärfen kann.

Finanzaufsicht verhängt Rekordstrafe

Eine Rekordbuße von 11,29 Millionen Euro hat die Finanzaufsicht Bafin jetzt gegen den Steinhoff-Konzern verhängt. Wie ein Sprecher der Behörde gegenüber dem „Manager Magazin“ erklärte, sei das die höchste Geldstrafe, die man dort bislang für Verstöße gegen Veröffentlichungspflichten verhängt habe.

Nach dem Auffliegen des Bilanzskandals durch das „Manager Magazin“ 2017 und der Nicht-Genehmigung des Jahresabschlusses durch die Wirtschaftsprüfer, hatte Steinhoff den Geschäftsbericht der niederländischen Holding für 2016/17 erst Mitte 2019 vorgelegt. Nach den Vorschriften sei das aber viel zu spät gewesen. Ein weiterer Grund für die hohe Strafe sei, dass der Konzern Stimmrechtsmitteilungen seiner Aktionäre ebenfalls zu spät veröffentlicht habe. Gegen die Geldbuße kann der Konzern noch Widerspruch einlegen.

Sechs innovative Projekte für „Design Competition“ nominiert

Die Expertenjury der diesjährigen „Vario Design Competition“ hat sechs innovative Projekte von insgesamt sieben jungen Gestaltern als Preisträger nominiert. Unter dem Motto „Sehnsuchtsort Büro“ waren Studierende und junge Absolventen der Studiengänge Architektur und Innenarchitektur bundesweit aufgerufen, zukunftsweisende Konzepte für eine neue Arbeitswelt zu entwickeln. Ziel des mit einem Preisgeld von insgesamt 6.000 EUR dotierten Wettbewerbs ist es, den Nachwuchs dieser beiden Fächer zu fördern und ihm den Weg in die Branche zu ebnen. Die finalen Platzierungen werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im September 2022 in Frankfurt am Main bekanntgegeben. 

Komplettlösungen für die Arbeitswelt von morgen

Das innovative Nürnberger Planungs- und Einrichtungshaus Bsk Büro + Designhaus GmbH, eine Tochter der Dauphin-Gruppe, vereint als „Projekthaus Zukunft“ künftig alle Raum- und Einrichtungsdimensionen unter einem Dach. Ab sofort macht die Hartmann-Thoma Plan Werk GmbH das Lösungs-Portfolio für die Arbeitswelt von morgen komplett. Die Bsk hat das auf technischen Um- und Ausbau spezialisierte Unternehmen aus Nürnberg mit Wirkung zum ersten April übernommen.

„Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Räume die funktionellen Anforderungen an die neue Arbeitswelt erfüllen, für das jeweilige Unternehmen stehen, die Mitarbeiter motivieren und Kunden durch ihre positive Atmosphäre begeistern“, so die Bsk-Geschäftsführer Norbert Haas und Thomas Vitzthum, die gemeinsam mit Plan Werk-Geschäftsführer Hans Hartmann-Thoma das „Projekthaus Zukunft“ leiten. „Unser Anspruch ist es, positive und funktionierende Räume zu schaffen, die eine Quelle der Inspiration bieten, und in denen Menschen einfach gerne arbeiten“.

Als kompetenter Partner im raumbildenden Innenausbau und der energetischen Sanierung ergänzt die Hartmann-Thoma Plan Werk GmbH das bisherige Portfolio der Bsk perfekt. Diese betreut namhafte Kunden aus dem Energie-, Banken- und Spielwarensektor in der Metropolregion Nürnberg und darüber hinaus. Das „Projekthaus Zukunft“ ermöglicht es, alle Leistungen – vom Konzept über die Bau- und Kostenplanungen bis hin zur Realisation samt fixierten Kostenrahmen und Budgets – aus einer Hand anbieten zu können.

Gut 50 Raumliebhaber, Innenarchitekten, Planer sowie Um- und Ausbauprofis sind im „Projekthaus Zukunft“, bestehend aus Bsk, Tool.z und Hartmann-Thoma Plan Werk GmbH, tätig. Das konzeptionelle Haus arbeitet dabei mit rund 300 Marken und Herstellern aus dem Einrichtungsbereich zusammen – darunter auch alle Dauphin-Marken – und zeigt seine Kompetenz in einem sehenswerten Showroom auf über 1.800 Quadratmetern im Nürnberger Milchhofpalais in der Kressengartenstraße 2.