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Autor: Möbelfertigung

„Holz-Handwerk“/„Fensterbau Frontale“

Zufriedenheit trotz deutlich niedrigerer Besucherzahlen

Nach langer Zwangspause meldete sich das Messeduo „Holz-Handwerk“ und „Fensterbau Frontale“ mit der „Summer Edition“ zurück. 708 Aussteller aus 33 Ländern (2018: 1.329 Aussteller aus 42 Ländern) waren vertreten. An vier Tagen informierten sich rund 28.500 Fachbesucher aus über 100 Ländern (2018: über 110.000 aus 123 Nationen) über die neuesten Trends in der Holzbe- und -verarbeitung sowie im Fenster-, Türen- und Fassadenbau. Die Ausstellung in dreizehn Hallen wurde ergänzt durch ein umfangreiches Fachprogramm mit themenspezifischen Sonderschauen, Vortragsforen und weiteren Programmelementen.

Zu den thematischen Highlights gehörten das neue Forum „Digitalisierung praktisch gestalten im Handwerk“ mit Impulsvorträgen und Produktpräsentationen rund um die Digitalisierung von Betriebsabläufen, die kreativ-inspirierende Sonderschau „DesignObjekt – ObjektDesign“ des Fachverband Schreinerhandwerk (FSH) Bayern, der „Holz-Handwerk Campus“ als Präsentationsfläche von Fach- und Meisterschulen, der vom Bund geförderte Gemeinschaftsstand „Innovation made in Germany“, das „Fensterbau Frontale Forum“, die Sonderschau „Green Deal“ des ift Rosenheim und der NürnbergMesse zu CO2-Effizienz und Schutz vor Klimaextremen, das 10. Forum Architektur-Fenster-Fassade mit dem Motto „Robust – Ressourcenverantwortung – Resilienz – Wandelbarkeit“, die „Glaswelt Guided Tours“, die neuen Expert Talks sowie der neue „MetallbauTreff“.

Endlich wieder möglich waren Zusammentreffen nach Messeschluss: Bei bestem Wetter feierte die Fenster-, Türen- und Fassaden-Community eine einmalige Party im Messepark, und die „Holz-Handwerk“ Geburtstagsgäste das Jubiläum ihres Branchentreffpunkts – darunter nicht wenige Teilnehmer, die alle 20 Ausgaben besucht haben.

Neben den Teilnehmern vor Ort hatten auch Interessierte, die nicht nach Nürnberg kommen konnten die Möglichkeit, digital am „Fensterbau Frontale Forum“ im Livestream teilzunehmen. Das Programm sowie die Guided Tours und das Forum „Digitalisierung praktisch gestalten im Handwerk“ wurden aufgezeichnet. Die Beiträge und Präsentationen bleiben unter www.live.frontale.de weiterhin abrufbar.

 „Die Vorfreude auf das persönliche Wiedersehen war im Vorfeld groß, und das spiegelte auch die Stimmung in den Hallen“, berichtet Stefan Dittrich, Leiter „Holz-Handwerk“. „‚Endlich wieder Messe!‘ war oft zu hören. Entdecken, Erleben, Machen bleibt auch für die 20. Jubiläumsausgabe der ,Holz-Handwerk‘ die treffende Beschreibung für eine Messe mit Mitmach- und Erlebnischarakter, der nur live und vor Ort erlebbar ist.“

Gelobt wurde von den Ausstellern insbesondere die Qualität der Gespräche sowie die hohe Entscheidungskompetenz und die konkreten Beschaffungsabsichten der Besucher. Die Teilnehmer nutzten die Zeit für die intensive Beratung und die Besprechung konkreter Ideen und Projekte. Viele Teilnehmer räumten ein, dass sie aufgrund des Termins im Sommer keine große Erwartung an das Event gehabt hätten, aber dann doch sehr zufrieden mit der „Summer Edition“ gewesen seien.

„Wir freuen uns über den großen Zuspruch und das Vertrauen in das Format Messe“, so Stefan Dittrich weiter. 

Elke Harreiß, Leiterin „Fensterbau Frontale“, ergänzt: „Jede Branche braucht ihren Treffpunkt. Eine Vielzahl an internationalen Entscheidern, hohes Neukundenpotenzial, den Vergleich mit dem Mitbewerb und die Möglichkeit zum Schulterschluss mit Mitstreitern finden Branchenbeteiligte auf Fachmessen. Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel, Materialknappheit und steigende Energiepreise gehören zu den aktuellen Themen, die die Diskussionen in den Hallen und Vortragsforen geprägt haben. Mit der ,Fensterbau Frontale‘ bieten wir unseren Kunden auch 2024 wieder die Plattform, um die drängenden Fragen zu besprechen, die die Branchen beschäftigen.“ 

Die „Holz-Handwerk“ und „Fensterbau Frontale“ finden turnusgemäß wieder vom 19. bis 22. März 2024 im Messezentrum Nürnberg statt.

VDDK

Umsatzplus von fast 25 Prozent

Deutlicher Zuwachs bei Küchen: Nach der Delle im April konnte die deutsche Küchenmöbelindustrie im Mai laut VdDK ein Wachstum von 24,67 Prozent verbuchen. Im Ausland erhöhte sich dabei der Umsatz um 21,97 Prozent, im Inland um 27,05 Prozent. Preiseffekte spielen hierbei sicher ebenso eine Rolle wie die Tatsache, dass der diesjährige Mai zwei Arbeitstage mehr hatte als der Vorjahresmonat.

Insgesamt liegt der Umsatz bis einschließlich Mai bei einem Plus von 15,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – davon 15,39 Prozent Zuwachs im Inland und 15,19 Prozent im Ausland. Die Exportquote liegt bei 44,48 Prozent.

Alarmierende Trends im öffentlichen Buchenholzeinschlag

In den vergangenen Jahren klagt die Laubholzindustrie über rückläufige Verfügbarkeiten. Die Statistik zeigt: Der Buchenholzeinschlag der im Landesbesitz befindlichen Wälder in Deutschland nahm zuletzt drastisch ab. Die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR) fordert die Politik zu klaren Bekenntnissen für die Laubholznutzung auf.

Es galt zu klären, welche Dimension der Rückgang des Buchenholzeinschlages in Deutschland und speziell in den Landesforsten der buchenreichen Bundesländer angenommen hat. Letzteren kommt aufgrund ihrer Größe eine besondere Bedeutung bei der Rundholzversorgung der regionalen Industrie zu und insbesondere seit dem vergangenen Jahr klagt die deutsche Laubholzindustrie über eine stark abnehmende Rohstoffverfügbarkeit.

Die Auswertung der Landeswalddaten aus Hessen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zeigte: In Deutschland nahm der Buchenholzeinschlag insgesamt und insbesondere in den Jahren 2020 und 2021 drastisch ab (Abb. 1). So wurden im Vorkalamitätsjahr 2017 deutschlandweit 827.000 Kubikmeter, 2021 noch 616.500 Kubikmeter eingeschlagen. Eine Abnahme um 210.500 Kubikmeter oder 25 Prozent nach zwischenzeitlichen kalamitätsbedingten Anstiegen in den Jahren 2018 und 2019.

Bei den Bundesländern zeigte lediglich Hessen (Abb. 2) einen leichten Anstieg des Einschlags von 2020 zu 2021. Allerdings war dieser im Jahr 2020 nach einem politisch angeordneten Einschlagsstopp bereits auf rund 47 Prozent des Niveaus von 2017 gesunken. So ergibt sich in Hessen eine Verminderung des Einschlags im Buchenstammholz von rund 42 Prozent im Vergleich zu 2017. Spitzen wie in Thüringen (Abb. 3), wo 2021 ein Rückgang auf rund 64 Prozent im Vergleich zu den Vorkalamitätsjahren verzeichnet wurde, zeigen die Problematik deutlich auf.

Fragt man nach den Gründen der Versorgungsengpässe, so hört man verschiedene Erklärungen: Lokaler Verlust des Unterstandes durch Dürren, verringerte Erntekapazitäten durch hohen Arbeitsaufwand im Nadelholz und eine kurzfristig hohe internationale Nachfrage nach Laubholz, die zu Nachteilen der regionalen Versorgung führt. Oft werden aber auch Unsicherheiten bezüglich der Bewirtschaftung von FFH-Gebieten oder politischen Initiativen wie der hessische Einschlagsstopp und die im Koalitionsvertrag des Bundes angekündigte Nutzungsverbotsinitiative für „alte Buchenwälder“ genannt.

„Es mag im Einzelfall forstfachlich Gründe geben, beim Einschlag der Buche zurückhaltend zu sein. Das kann und muss der Förster mit seiner Erfahrung vor Ort im Bestand am besten beurteilen. Wenn wir aber in die Dimension vermeintlich umweltpolitischer „Leitlinien“ kommen, muss den Entscheidern auf allen Ebenen klar sein, dass die Landesbetriebe eine existenzielle Verantwortung auch für den Laubholzindustriestandort Deutschland haben. Einmal verlorenes Know-how in der laubholzverarbeitenden Industrie ist mit der Betriebsaufgabe meist unwiederbringlich weg. Hier muss Deutschland besonders vor dem Hintergrund des in künftigen Waldgenerationen zu erwartenden hohen Laubholzvorrates gegensteuern“, kommentiert Lukas Freise, Geschäftsführer der AG Rohholz.

„IF Design Award“ für Elektro-Hubwagen

Funktional und „schön“: Jungheinrichs Elektro-Hubwagen „ERE 225i“ wurde mit dem weltweit renommierten „IF Design Award“ in der Kategorie „Automobile und Fahrzeuge“ ausgezeichnet. Der Stapler überzeugte die Jury mit hoher Innovationskraft und herausragender Designqualität. Mit seiner vollständig in das Fahrzeugchassis integrierten Lithium-Ionen-Batterie vereint der „ERE 225i“ in einzigartiger Weise Agilität, Sicherheit, Komfort und Nachhaltigkeit.

„Gelungenes Design visualisiert die Eigenschaften eines Produktes und bietet Nutzerinnen und Nutzern dabei gleichzeitig Orientierung“, sagt Andreas Knie, Industrial Design bei Jungheinrich. „Beim ,ERE 225i‘ werden auf den ersten Blick all jene Leistungsversprechen deutlich, auf die sich Jungheinrich Kunden verlassen können: Er ist kompakter, komfortabler und sicherer als alle anderen Stapler seiner Klasse und das sieht man ihm an.“

Dank des innovativen Designs des „ERE 225i“ ist das L2-Maß des Staplers gegenüber dem Vorgängermodell um 270 Millimeter kürzer. Dadurch reduziert sich der Wendekreis des Fahrzeugs maßgeblich. Die Fahrerinnen und Fahrer profitieren von erheblich verbesserter Manövrierbarkeit, die sichere Transporteinsätze auf engstem Raum ermöglicht. Feste Seitenschutzwände bieten optimalen Schutz und sorgen gleichzeitig für hohen Arbeitskomfort.

Laut der Jury des „IF Design Award“ zählt der „ERE 225i“ damit in vielerlei Hinsicht zu den besten Fahrzeugen seiner Klasse. Das spiegelt sich auch in der durchgehend hohen Punktevergabe wider. In einem dreitägigen Auswahlprozess ermittelte die aus 75 namhaften internationalen Designexpertinnen und -experten bestehende Jury die diesjährigen Gewinner. Insgesamt kürte der „IF Design Award“ auch im Jahr 2022 wieder kreative Marken, Newcomer und Startups in neun Disziplinen und insgesamt 81 Kategorien für exzellentes Design.

„Wir freuen uns sehr, mit dem ,ERE 225i‘ diesen renommierten Design Award gewonnen zu haben. Er ist nicht nur für uns als Designteam eine herausragende Auszeichnung, sondern auch Wertschätzung und Motivation für alle, die an der Entstehung des Produkts mitgewirkt haben“, sagt Knie.

Mehr als 100 Mio. Euro Umsatz im Mai

Mit einem Umsatz von 100,25 Millionen Euro haben die deutschen Polstermöbelhersteller mit 50 oder mehr Mitarbeiter:innen einen starken Mai hingelegt. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist das nach Angaben des Verbands der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP) ein Plus von 25,18 Prozent, wobei Preiseffekte hierbei ebenso mit hineinspielen wie der Umstand, dass der Mai 2022 zwei Arbeitstage mehr hatte als der Vorjahresmonat.

Der größte Zuwachs mit 35,54 Prozent wurde im Inland erzielt. Hierzulande betrug der Umsatz 68,138 Millionen Euro. Im Ausland wurden 32,114 Millionen Euro erzielt, was einem Anstieg von 7,72 Prozent entspricht. In der Eurozone kletterte der Umsatz um 1,93 Prozent auf 12,814 Millionen Euro nach oben. Die Exportquote sank um 5,19 Prozent auf 32,03 Prozent.

Schließt sich dem Klimapakt der Möbelindustrie an

Das passt zu 100 Prozent zur vorbildlichen Umweltstrategie des Unternehmens: Die ADA Möbelfabrik hat sich dem Klimapakt für die Möbelindustrie angeschlossen. Das österreichische Unternehmen mit Hauptsitz in Anger in der Oststeiermark hat seinen Carbon Footprint ermittelt, um seine CO2-Emissionen fortan stetig zum Wohle der Umwelt und kommender Generationen zu verringern. Der Klimapakt ist eine Initiative der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM), um branchenweit für das 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen zu werben und beizutragen.

Jochen Winning, Geschäftsführer der DGM, erklärt: „Die Mitglieder des Klimapakts möchten menschengemachte Klimaveränderungen nicht einfach hinnehmen, sondern gemeinsam Verantwortung zeigen für eine gesunde Erde. Die ADA Möbelfabrik hat jetzt einen wichtigen Schritt gemacht, um Stück für Stück klimagerechter zu fertigen und zu handeln.“

Die Geschichte der ADA Möbelfabrik geht zurück bis ins Jahr 1900, als Karl Derler in Anger eine kleine Seilerei gründete. Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte sein Sohn Alois Derler das Unternehmen zur ersten steirischen Matratzenfabrik weiter. Dessen Sohn Oskar Derler machte daraus einen der größten Möbelhersteller Österreichs mit heute fünf Standorten und über 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Europa. Seit 2002 ist ADA Mitglied in der DGM und damit Träger des RAL Gütezeichens „Goldenes M“, dem umfassendsten Nachweis über Möbelqualität in Europa. Weiter trägt das Unternehmen die DGM-Emissionslabel für Betten, Sitzmöbel und Matratzen sowie das DGM-Boxspringlabel, mit denen ADA großes Engagement für qualitätsgeprüfte und nachhaltige Möbel beweist. „Um die Möbelfabrik zukunftssicher aufzustellen und den nächsten Schritt auf dem Weg nachhaltigen Wirtschaftens zu gehen, folgte jetzt der Beitritt zum Klimapakt für die Möbelindustrie, wodurch ADA seinen Fokus auf klimafreundliche Prozesse weiter schärft und nach außen deutlich macht“, ist Winning überzeugt.

Neuer Deutschland-Chef

Führungswechsel: Ab 1. Oktober übernimmt Walter Kadner die Aufgaben von Dennis Balslev, Country Retail Manager & CSO von Ikea Deutschland. Balslev selbst hat eine neue Aufgabe als Deputy Core Business Franchise Manager bei der Inter Ikea Gruppe.

Seit 1. Januar 2018 führt Dennis Balslev die Geschäfte von Ikea Deutschland und „hat wesentlich zum Wachstum, zur Entwicklung der Omnichannel-Agenda und zur Stabilität während der Corona-Pandemie beigetragen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Unter seiner Führung sei es gelungen, die Bedeutung des Lebens zu Hause hervorzuheben und Nachhaltigkeit einen neuen Stellenwert zu gegeben. Mit der Eröffnung neuer Einrichtungshausformate zum Beispiel in Berlin und deren vollständiger Omnichannel-Anbindung sowie der Weiterentwicklung von Services und Fulfillment wurde ein neues Einkaufserlebnis bei Ikea Deutschland geschaffen.

Walter Kadnar bringt umfangreiche Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen von Ikea mit. Der gebürtige Österreicher begann seine Reise bei Ikea Österreich im Jahr 1988. 2004 wechselte Kadnar zu Ikea Frankreich, um als Store Manager in Paris zu arbeiten, 2007 wurde er Deputy Country Retail Manager in Deutschland. Im Jahr 2010 übernahm er die Rolle des Country Retail Managers für Ikea Polen, 2013 wechselte er als Country Retail Manager zu Ikea Russland. Von 2017 bis heute war Kadnar als Country Retail Manager & CSO für Ikea Frankreich tätig.

Neuer Markenauftritt zum Jubiläum

Zum 40. Geburtstag gönnt sich Schlosser Holzbau einen neuen Markenauftritt. Die neue Ära in ihrer Unternehmensgeschichte visualisiert die Schlosser Holzbau GmbH jetzt mit einem überarbeiteten Corporate Design und modernen Internetauftritt, begleitet von zielgerichteter Kommunikation.

„Wir verstehen uns durch und durch als Zukunftsgestalter. Seit vierzig Jahren. Das leben wir und zeigen es nun auch unseren Partnern und Kunden mit unserem neuen Auftritt“, so Marlen Schlosser, Geschäftsführerin der GmbH, über das moderne Design. Das in der Branche bekannte alte Logo blieb deshalb in seiner Grundform bestehen, erhielt jedoch einen neuen Anstrich und erstrahlt für die Zukunft in mattem Gold. Damit spiegelt das Design wider, was Schlosser ausmacht: Die Leidenschaft für das Handwerk, die Wertschätzung des Baustoffs Holz und das Streben nach Spitzenleistungen. „Mit dem Logo bringen wir auf den Punkt, was Menschen spüren, die mit uns arbeiten: Schlosser schafft wertige Gebäude, die stolz und glücklich machen“, erläutert die Tochter des Firmengründers.

Der Marken-Relaunch lebt nicht allein durch das Logo sowie die neue und moderne Website. Die Kommunikation nach innen und außen wurde ebenfalls strategisch überarbeitet und an den inzwischen erweiterten Zielgruppen ausgerichtet. Zusammen mit der einheitlichen Bildsprache, die die Menschen und ihre Arbeit zeigt, erweckt der neue Markenauftritt damit die Werte des Unternehmens zum Leben. So wurden in den vergangenen Jahren cross-funktionale und agile Teamstrukturen geschaffen und das Building Information Modeling (BIM) vorangetrieben, um gemeinsam im Bauteam die Projekte umzusetzen. 

Nachbarn, Fachleute der Baubranche sowie Handwerker und angehende Auszubildende sind deshalb herzlich eingeladen, sich selbst ein Bild des Holzbau-Unternehmens zu machen. Schlosser Holzbau öffnet am 18. September 2022 anlässlich des 40. Firmenjubiläums und des Deutschen Klimaschutztages Tür und Tor und präsentiert seine Arbeitsmethoden und Ideen vom Holzbau der Zukunft.

Würth-Gruppe

18,4 % Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr 2022

Die Würth-Gruppe, nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Herstellung und im Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial, konnte trotz instabiler Wirtschaftslage die Wachstumsdynamik aus dem Geschäftsjahr 2021 in das erste Halbjahr 2022 mitnehmen. Der weltweit tätige Konzern verzeichnet in den ersten sechs Monaten einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 18,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Währungsbereinigt sind es 17,0 Prozent.

„Liefer- und Materialengpässe, Preissteigerungen, Corona-Pandemie und seit Februar der Konflikt in der Ukraine: Die Bewältigung dieser Krisenherde, die gerade geballt über die Wirtschaft hereinbrechen, ist für uns alle sehr herausfordernd. Aktuell spitzt sich die Energiekrise zu und wir suchen alle nach Alternativen – was wiederum im Hinblick auf die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit eine Chance sein kann. Vor diesem Hintergrund so positive Ergebnisse zu erzielen, stellt uns mehr als zufrieden. Dennoch ist uns klar, dass wir angesichts der abkühlenden Konjunktur diese hohen Wachstumsraten voraussichtlich nicht halten werden können“, erklärt Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe.

Die Würth-Gruppe erwirtschaftete in Deutschland einen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro (+ 12,7 Prozent). Vor allem die Gesellschaften des deutschen Elektrogroßhandels zeigten eine sehr robuste Umsatzentwicklung. Auch die eiSos-Gesellschaft in Waldenburg konnte nahtlos an das starke Jahr 2021 anknüpfen. Nach Monaten der eher verhaltenen Geschäftsentwicklung erholte sich der Geschäftsbereich Handel und wuchs zweistellig. Die Gesellschaften im Ausland erzielten einen Umsatz von 6,0 Milliarden Euro (+ 22,3 Prozent). Wachstumstreiber waren die Gesellschaften in Spanien, Italien, Nord- und Südamerika. Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, größte Einzelgesellschaft der Würth-Gruppe, erwirtschaftete einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro inklusive konzerninterner Umsätze (+ 10,1 Prozent). Der weitere Ausbau des Multi-Kanal-Vertriebs zahlte sich aus: Vor allem der Umsatz im Bereich E-Business wuchs um 21,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was einem Anteil von 20,2 Prozent am Gesamtumsatz entspricht.

Die deutsche Wirtschaft erholt sich seit Jahresbeginn allmählich von den Auswirkungen der bereits zweieinhalb Jahre andauernden Corona-Pandemie, die positive Entwicklung wird aber stark gebremst: Der Konflikt in der Ukraine und die Null-Covid-Strategie Chinas treiben die Preise in die Höhe, gestiegene Energiekosten sowie Lieferengpässe wirken ebenfalls preistreibend. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie stauen sich auch die Containerschiffe an der Nordsee entlang der deutschen, holländischen und belgischen Häfen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft geht davon aus, dass derzeit mehr als elf Prozent aller weltweit verschiffter Waren nicht abgefertigt werden können.

„Trotz der angespannten Lage haben wir die Versorgung unserer Kunden mit Material im Griff, das hat für uns oberste Priorität. Der anhaltende Kundenzuwachs zeigt, dass sich unsere Kunden auf unsere Lieferfähigkeit im Wettbewerbsvergleich verlassen können. Dieses Vertrauensverhältnis aufrechtzuerhalten, darauf konzentrieren wir uns“, so Friedmann.

Das Betriebsergebnis der Würth-Gruppe liegt Stand Juni 2022 bei 720 Millionen Euro – und damit deutlich über dem Vorjahr (520 Millionen Euro). Grund für die positive Entwicklung sind Produktivitätssteigerungen vor allem bei den großen, etablierten Gesellschaften in Deutschland, Südeuropa und den USA.

Die Würth-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2022 insgesamt 1.311 neue Beschäftigte hinzugewonnen. Aktuell arbeiten im Konzern 84.494 Personen, davon 41.829 im Vertrieb. Ende 2021 lag die Zahl der weltweit tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei 83.183. In Deutschland beschäftigt der Konzern 25.807 Mitarbeitende.

Das Unternehmen investiert in seine Zukunftsfähigkeit und legt damit den Grundstein für weiteres Wachstum. Die Erweiterung des Lager- und Logistikzentrums am Firmensitz in Künzelsau-Gaisbach, die größte Logistikinvestition in der Unternehmensgeschichte des Konzerns, ist ein klares Bekenntnis von Würth zur Region Hohenlohe. Zusätzlich hat das Unternehmen am Hauptsitz ein neues Innovationszentrum gebaut, um die eigene Herstellerkompetenz und Innovationskraft zu stärken. Dieses wird am 28. September 2022 eingeweiht und in Betrieb genommen. 

„Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sicherheit zu bieten. Mit unseren Investitionen schaffen wir Stabilität – ein positives Signal nicht nur in die Mitarbeiterschaft, sondern auch für künftige Mitarbeitende. Nach den Erfahrungen aus der Corona-Pandemie ist das für viele ein entscheidendes Kriterium“, erklärt Friedmann.

Wie sich die Wirtschaft weiter entwickeln wird, lässt sich aufgrund der volatilen Lage nur schwer beurteilen. Lieferengpässe werden der Industrie und dem Bausektor weiter zu schaffen machen. Gleiches gilt für die hohen Rohstoffpreise, die Entwicklung der Inflation sowie der Zinsen. Unsicher bleibt auch die weitere Gasversorgung, nachdem das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz am 23. Juni 2022 die zweite Stufe des Gas-Notfallplans in Deutschland ausgerufen hat.

„Die Aussichten auf das zweite Halbjahr 2022 sind aufgrund erschwerter Rahmenbedingungen sicherlich alles andere als optimal. Dennoch gehen wir aktuell von einer weiteren, positiven Entwicklung des Unternehmens mit einem zweistelligen Umsatzwachstum im Jahr 2022 aus – vorausgesetzt die weltwirtschaftliche und -politische Lage verschlechtert sich nicht drastisch“, resümiert der Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe.