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Autor: Möbelfertigung

Fertigt klimaneutral

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) hat dem niedersächsischen Unternehmen Beckermann Küchen jetzt das RAL Gütezeichen für klimaneutrale Möbelherstellung verliehen. Dafür musste der Hersteller aus Cappeln im Landkreis Cloppenburg seine CO2-Emissionen vollständig bilanzieren und durch den Kauf hochwertiger Klimaschutzzertifikate ablösen.

Laut Berechnung der CO2-Bilanz für das Jahr 2021 emittiert das 1896 gegründete Traditionsunternehmen Beckermann Küchen derzeit knapp 2.042 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Diesen Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck) möchte der Hersteller von Küchen sowie weiteren Möbeln für den Wohnbereich, den Hauswirtschaftsraum und das Homeoffice fortan stetig verkleinern, indem vermeidbare Emissionen weiter identifiziert und schließlich so weit wie möglich reduziert werden. Ungeachtet der angestrebten CO2-Einsparmaßnahmen hat der Hersteller jetzt bereits 4.084 Klimaschutzzertifikate erworben und sich damit bilanziell für zwei Jahre klimaneutral gestellt. Jedes Zertifikat neutralisiert eine Tonne CO2 und kommt einer Klimaschutzinitiative beispielsweise im Bereich Aufforstung, erneuerbare Energien oder Trinkwasseraufbereitung an unterschiedlichen Projektstandorten auf der Welt zugute. Die Projekte dienen sowohl der Infrastruktur vor Ort als auch der globalen CO2-Bilanz und damit als Unterstützung zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels der Vereinten Nationen (UN).

„Wir sind froh und dankbar, dass sich Beckermann Küchen dem Klimapakt für die Möbel-industrie angeschlossen und gleich die größtmögliche Verantwortung für den Klimaschutz übernommen hat – nämlich die Bilanzierung, Reduzierung und Neutralisierung von CO2-Emissionen“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning. Mit jedem weiteren Möbelhersteller wachse der Beitrag, den die deutsche Möbelindustrie zum Erreichen wichtiger Klimaziele der UN, der Europäischen Union und der Bundesregierung leiste.

Anfang 2016 hatte die DGM den Klimapakt für die Möbelindustrie als Brancheninitiative gegründet. Darauf aufbauend wurden bis Anfang 2022 die zwei offiziell anerkannten RAL Gütezeichen „Möbelherstellung Klimaneutral“ und „Möbel Klimaneutral“ entwickelt. „Es sind die ersten Gütezeichen für den Klimaschutz im Qualitätssicherungssystem von RAL überhaupt, wodurch die Möbelbranche ihre führende Rolle bei diesem wichtigen Thema weiter unterstreichen konnte“, so Winning. Mit den RAL Gütezeichen erfahre jeder klima-bewusste Hersteller eine angemessene Würdigung seines Engagements für den Klima-schutz und erhalte ein weiteres bedeutsames Verkaufsargument im Möbelhandel neben dem „Goldenen M“ für geprüfte Möbelqualität.

„FSC Furniture Award“ 2022

Jetzt bewerben

FSC sucht die nachhaltigsten Möbelhersteller und -händler Europas. Die Gewinner werden mit dem „FSC Furniture Award“ 2022 ausgezeichnet. Der europaweite Wettbewerb wurde vom Forest Stewardship Council ins Leben gerufen, um das Engagement für FSC und Nachhaltigkeit von Unternehmen im europäischen Innen- und Außenmöbelsektor zu würdigen. Teilnahmeberechtigt sind Inhaber von FSC-Zertifikaten und Werbelizenzen in der Möbelbranche, die ihren Hauptsitz in einem der folgenden europäischen Länder haben: Österreich, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Tschechische Republik, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Montenegro, Niederlande, Nordmazedonien, Polen, Portugal, San Marino, Serbien, Slowenien, Spanien, Schweiz und das Vereinigte Königreich.

Dabei gibt es die Gelegenheit, in einer der drei Preiskategorien zu gewinnen: Commitment, Brands und Communication (jeweils eine Auszeichnung für Hersteller und eine für Händler in jeder Kategorie). Die Teilnahme ist kostenlos, die Bewerbungsfrist endet am 8. September. Den Link zur Online-Bewerbung gibt es hier. Die Preisverleihung geht Ende Oktober 2022 in Mailand über die Bühne.

„Schöner Wohnen“ zeichnet Home Office-Schreibtisch „X-Press“ aus

Der Klapptisch „X-Press“ des internationalen Büromöbelherstellers Bene gibt Raum für Kreativität und die individuelle Gestaltung des Arbeitsplatzes. Seine filigrane Formensprache verbindet sich mit cleveren Features und zeigt, wie Design für das Arbeiten und Leben zu Hause aussieht. Ein Unikat, dass sich in jeden Wohnraum einfügt – inspirierend, wohnlich, funktional und mit einzigartiger Ästhetik. Für diese außergewöhnliche Vielseitigkeit wurde X-PRESS nun mit dem „Best of design award“ von „Schöner Wohnen“ ausgezeichnet. Das renommierte Magazin für Interior Design prämiert mit dem Award herausragendes Design aus verschiedenen Bereichen der Einrichtung. Entworfen wurde „X-Press“ von Designer Christian Horner für die „Bene for Home“-Kollektion.

„Orgatec“ 2022

Über 600 Unternehmen belegen rund 120.000 Quadratmeter

Noch sind es etwas mehr als drei Monate, bis die internationale Fachmesse für moderne Arbeitswelten ihre Tore öffnet. Und schon jetzt kann man sagen: Es läuft gut für die „Orgatec“ 2022 in Köln. Vom 25. bis 29. Oktober finden die internationalen Fachbesucherinnen und Fachbesucher auf rund 120.000 Quadratmeter Messegelände zahlreiche Ideen, Innovationen und Inspiration für die aktuellen Herausforderungen an unsere Arbeitsumgebungen. Dieses für die aktuell herausfordernden Zeiten ausgezeichnete Ergebnis unterstreicht, dass auch nach der pandemiebedingten Zwangspause das Interesse an der „Orgatec“ 2022 unverändert groß ist. So haben rund 600 Unternehmen ihre Teilnahme bereits zugesagt. Damit ist die „Orgatec“ in diesem Jahr die weltweit größte Businessplattform der Branche.

Dazu gehört auch die Firma Palmberg. Für Uwe Blaumann, Geschäftsführer der Palmberg Büroeinrichtungen + Service GmbH, ist Teilnahme an der „Orgatec“ gesetzt: „Palmberg steht zu 100 Prozent hinter der Messe, denn es gibt keine andere Möglichkeit, auf nationalem und internationalem Parkett die eigenen Produkte so konzentriert zu präsentieren wie hier. Deshalb haben wir unsere Präsenz auf der diesjährigen Messe bereits frühzeitig eingeplant und werden unseren Kund:innen in gewohnter Art und Weise und auf gleicher Quadratmeterzahl wie die Jahre zuvor wieder einen eindrucksvollen Messestand präsentieren.“

Doch nicht nur die Unternehmen blicken erwartungsvoll auf den Oktober. Auch der Handel setzt auf die „Orgatec“. Der Handelsverband Büro und Schreibkultur (HBS) ist beispielsweise mit einem eigenen Stand auf der Messe vertreten und empfiehlt seinen Mitgliedern einen Besucher der „Orgatec“ 2022. Laut HBS Geschäftsführer Christian Haeser sei es dem Fachhandel extrem wichtig, endlich wieder in direktem Kontakt mit den Produkten und Vertretern der Industrie zu kommen. Die „Orgatec“ sei für den Handel der Ankerpunkt, wo man gemeinsam mit den Branchenakteuren das Leitthema New Work erleben und weiter gestalten könne.

Auch in den Terminkalendern der Innenarchitektinnen und -architekten ist die „Orgatec“ 2022 fest eingeplant. Das bestätigt die Präsidentin des Bunds Deutscher Innenarchitekten (bdia), Pia A. Döll: „Alle Kolleginnen und Kollegen freuen sich, Kunden, Hersteller und Auftraggeber endlich wieder persönlich zu treffen. Denn die ,Orgatec‘ ist eine ideale Plattform zum persönlichen Austausch und zur fachlichen Diskussion. Neben dem internationalen Ausstellerfeld und dem hochkarätigen Fachpublikum bietet das Konferenz- und Eventprogramm der ,Orgatec‘ zudem eine Vielzahl neuer Lösungsansätze und Inspirationen für die drängenden Herausforderungen, denen sich unsere Verbandsmitglieder aktuell stellen müssen.“
Für die Mitglieder seien das die idealen Grundvoraussetzungen, um ihre Projekte voranzubringen und ihr Wissen zur Arbeit nah am Menschen zu optimieren. „Darum“, so Döll weiter, „werden wir als Verband, aber sicherlich auch viele unserer Mitglieder, auf der ,Orgatec‘ in Köln sein und viele spannende Gespräche und Diskussionen führen.“

Natürlich hält die Messe für die Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus aller Welt auch ein hochkarätiges und abwechslungsreiches Eventprogramm bereit. Gemeinsam mit Ausstellern und Partnern wie Cisco, Sony, Epson oder der Telekom macht die „Orgatec“ die Veränderungen hautnah erleb- und greifbar, die sich durch die rasant fortschreitende Flexibilisierung der Lebens- und Arbeitswelten ergeben. Dies ist einer der großen Erfolgsfaktoren der Messe. Denn nur so lässt sich das Verständnis dafür schaffen, wie moderne Arbeitswelten in Bezug auf deren Abläufe, Ausstattung und Verortung geschaffen sein müssen, um die hohen Anforderungen an kreativem Freiraum, Flexibilität, Effizienz, Design oder technischer Ausstattung zu erfüllen.

Neben dem stringent an den Besucherzielgruppen ausgerichteten Eventprogramm rücken die Messeorganisatoren die besonderen Vorteile einer Präsenzveranstaltung wieder in den Mittelpunkt, die durch die Pandemie viel zu kurz gekommen sind. Das Networking, die persönliche Begegnung und das für das Geschäft so wichtige Matchmaking werden wieder deutlich unterstrichen. Zudem wird auch die große Stärke der „Orgatec“ – ihre Themenvielfalt – stärker hervorgehoben.

Überdies bietet die „Orgatec“ geführte Touren über die Messe an, die speziell von Architekten für Architekten zusammengestellt wurden. Die Führungen bieten einen Überblick über das gesamte Angebot der „Orgatec“ und ermöglichen den Fachleuten untereinander einen direkten Austausch zu den wichtigsten Fragen der Branche.
Diese Touren werden von renommierten Architekturbüros kuratiert und geben zu Themen wie Hybrid Work, Green Office oder Design einen zielgerichteten Einblick in die wichtigsten Konzepte und Lösungen. Das ganze immer aus dem individuellen Blickwinkel des jeweils führenden Architekten zu den jeweiligen Themen.

Hoher Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Mai 2022

Die globale Nachfrage nach neuen Maschinen und Anlagen ist trotz aller Widrigkeiten in den Lieferketten intakt. Im Mai übertraf der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau sein Vorjahresniveau um real 13 Prozent. Die Inlandsorders stiegen um sechs Prozent, die Aufträge aus dem Ausland sogar um 16 Prozent. Auffällig ist dabei der Zuwachs der Bestellungen aus dem Euro-Raum um 33 Prozent, während die Orders aus dem Rest der Welt um acht Prozent zulegten.

„Der Mai ist ein Lichtblick in herausfordernden Zeiten, auch wenn Monatswerte im Maschinenbau traditionell immer wieder stärkeren Schwankungen unterliegen“, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. „Der statistische Basiseffekt hat hier sicher eine große Rolle gespielt: Mai 2021 war der zweitschwächste Monat des gesamten vergangenen Jahres. Außerdem gab es nun einige Aufträge für Großanlagen aus dem Ausland. Die Zuwächse der Bestellungen zeigen aber, dass die Kunden des Maschinenbaus trotz zahlreicher Belastungen ihre Investitionspläne nicht begraben. Es bleibt eine große Herausforderung, diese Aufträge jetzt ohne größeren Zeitverlust abzuarbeiten“, erläuterte Wortmann.

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum März bis Mai 2022 gingen die Bestellungen um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Aus dem Inland kamen vier Prozent weniger Orders, die Auslandsaufträge legten dagegen um ein Prozent zu.

Exporte gesunken, Importe gestiegen

Die deutschen Exporte sind m Mai 2022 sind gegenüber April 2022 kalender- und saisonbereinigt um 0,5 Prozent gesunken und die Importe um 2,7 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, stiegen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2021 um 11,7 Prozent und die Importe um 27,8 Prozent. Die Exporte in die Russische Föderation stiegen im Mai 2022 gegenüber April 2022 um 29,4 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro, nachdem sie im März 2022 um fast 60 Prozent gegenüber Februar 2022 und im April 2022 um 9,9 Prozent gegenüber März 2022 eingebrochen waren. Gegenüber dem Vorjahresmonat Mai 2021 lagen sie um 54,6 Prozent niedriger. Die Importe aus Russland gingen im Mai 2022 gegenüber April 2022 um 9,8 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurück.

Insgesamt wurden im Mai 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 125,8 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 126,7 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss im Mai 2022 mit einem negativen Saldo von 1,0 Milliarden Euro ab. Im April 2022 hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik bei plus 3,1 Milliarden Euro gelegen, im Mai 2021 bei plus 13,4 Milliarden Euro. 

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Mai 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 67,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 61,8 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber April 2022 sanken die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 2,8 Prozent, die Importe aus diesen Staaten stiegen um 2,5 Prozent. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 46,8 Milliarden Euro (minus 2,8 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 42,5 Milliarden Euro (plus 1,6 Prozent) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 20,6 Milliarden Euro (minus 2,9 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 19,3 Milliarden Euro (plus 4,7 Prozent) von dort importiert. 

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Mai 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 58,3 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 65,0 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber April 2022 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 2,3 Prozent und die Importe von dort um 2,9 Prozent zu. 

Die meisten deutschen Exporte gingen im Mai 2022 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 5,7 Prozent mehr Waren exportiert als im April 2022. Damit stiegen die Exporte in die Vereinigten Staaten auf einen Wert von 13,4 Milliarden Euro. Die Exporte in die Volksrepublik China stiegen um 0,5 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro und die Exporte in das Vereinigte Königreich sanken um 2,5 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. 

Die meisten Importe kamen im Mai 2022 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 18,0 Milliarden Euro eingeführt, das waren 1,6 Prozent weniger als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 9,7 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 2,0 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro ab. 

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im Mai 2022 Waren im Wert von 130,3 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 129,8 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2021 stiegen die Exporte damit um 19,0 Prozent und die Importe um 33,6 Prozent. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im Mai 2022 mit einem Überschuss von 0,5 Milliarden Euro ab. Im Mai 2021 hatte der Saldo  plus12,4 Milliarden Euro betragen. 

Im Mai 2022 wurden nominal Waren im Wert von 1,1 Milliarden Euro nach Russland exportiert. Damit lag die Russische Föderation im Mai 2022 auf Rang 25 der wichtigsten Bestimmungsländer für deutsche Exporte.  Im Mai 2021 belegte die Russische Föderation noch Rang 14 der Handelspartner.

Spatenstich für zwei neue Produktionsanlagen für Polyurethan-Dispersionen und Elastomere in Shanghai

Der Werkstoffhersteller Covestro hat den Grundstein für zwei neue Anlagen in Shanghai gelegt, um die steigende Nachfrage nach Polyurethan-Dispersionen (PUDs) und Elastomeren zu decken. Diese neuen Anlagen, die zusammen eine Investition in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrages darstellen, werden am Standort Shanghai von Covestro angesiedelt sein.
„Diese Projekte werden zu einer hochwertigen und nachhaltigen Entwicklung in China und darüber hinaus beitragen“, sagte Holly Lei, Präsidentin von Covestro in China. „Sie stärken auch unseren Standort in Shanghai, der eine Schlüsselrolle bei der Erfüllung des Ziels von Covestro spielen wird, bis 2035 klimaneutral zu werden.“

Die neue Anlage für PUDs sowie eine weitere Linie für Polyesterharze, aus denen PUDs hergestellt werden, sollen im Jahr 2024 fertiggestellt werden. PUDs werden in umweltverträglicheren Beschichtungen und Klebstoffen für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, zum Beispiel in der Automobil-, Bau-, Möbel-, Schuh- und Verpackungsindustrie. So werden beispielsweise die Rohstoffe „Bayhydrol“ und „Bayhytherm“ von Covestro in Basislacken für die Erst- und Reparaturlackierung von Autos sowie in Holz- und Möbellacken und robusten Bodenbeschichtungen verwendet, während Klebstoffe, die mit „Dispercoll U“ formuliert sind, in der Möbel- und Schuhherstellung sowie in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Unabhängig von der Investition von Covestro in Shanghai umfasst das große Portfolio an wässrigen Polyurethan-Lackrohstoffen auf Basis von PUDs für verschiedene Anwendungen auch Produkte der Reihen „Baybond“, „Impranil“, „NeoPac“ und „NeoRez“.

„Mit der neuen Investition sind wir noch besser positioniert, um die steigende Nachfrage nach umweltverträglicheren Beschichtungen und Klebstoffen auf der ganzen Welt zu bedienen“, sagte Zhong Xiaobin, Senior Vice President des Segments Coatings and Adhesives von Covestro in der Region Asien-Pazifik. „Als eines der weltweit führenden Unternehmen in diesem Segment werden wir weiterhin den Trend nutzen, dass unsere Kunden auf nachhaltigere wässrige Systeme mit ebenso guten Eigenschaften setzen, um lösemittelbasierte Produkte zu ersetzen.“

Die neue Anlage für Polyurethan-Elastomere, die in der Offshore-Windindustrie, der Solarenergie und der Materialhandhabung weit verbreitet sind, soll bereits 2023 in Betrieb genommen werden. Der Markt für diese flexiblen und langlebigen Materialien wächst in China und im asiatisch-pazifischen Raum schneller als das Bruttoinlandsprodukt und die nachgelagerten Branchen.

„Die neue Anlage für Polyurethan-Elastomere wird sicherstellen, dass wir über eine starke Kapazität verfügen, um die Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen“, sagte Simon Chen, Leiter des Segments Elastomers von Covestro in der Region Asien-Pazifik. „Unsere Polyurethan-Elastomere auf „Desmodur“-Basis werden ein breiteres Spektrum an Anwendungen bedienen, da sie eine hervorragende Leistung bieten, insbesondere im Bereich nachhaltiger Energie.“

Seit 2001 hat Covestro 3,6 Mrd. Euro in den Aufbau des integrierten Standorts in Shanghai investiert, der elf Anlagen umfasst und der größte Standort des Unternehmens weltweit ist. Im vergangenen Jahr erhielt der Standort Shanghai die ISCC PLUS-Massenbilanz-Zertifizierung, was bedeutet, dass er Kunden mit größeren Produktmengen aus erneuerbar attribuierten Rohstoffen beliefern kann.

Baut mit der „Vietnamwood“ das Woodworking-Portfolio aus

Die „Vietnamwood“, Südostasiens führende Fachmesse im Bereich der primären und sekundären Holzbe- und -verarbeitung, wird ab sofort von der Nürnbergmesse gefördert und unterstützt. Der Organisator Chan Chao International Co., Ltd. und die Nürnbergmesse gaben die Vereinbarung im Rahmen der „Holz-Handwerk“ 2022 in Nürnberg bekannt und arbeiten erstmals für die „Vietnamwood“ 2022 zusammen. „Wir sind dankbar, mit der Nürnbergmesse einen der weltweit führenden Messeveranstalter mit ausgewiesener Kompetenz im Bereich Holzbe- und -verarbeitung für eine Zusammenarbeit gewonnen zu haben“, sagt Judy Wang, Executive Director Overseas, Chan Chao International Co., Ltd. Damit einher geht die Eingliederung der „Vietnamwood“ in die Produktfamilie Woodworking Events der Nürnbergmesse. Das bestehende Portfolio wächst dadurch auf insgesamt fünf Veranstaltungen für den Holzbearbeitungsbedarf: „Mit den Messen in Deutschland, Indien und nun Vietnam bieten wir unseren Kunden die führenden Plattformen in den wichtigen Märkten der Holzbe- und ‑verarbeitung“, so Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung, Nürnbergmesse. „Die ,Vietnamwood‘ ist eine Top-Messe im südostasiatischen Markt und bietet uns im Netzwerk unserer bisherigen Woodworking Events ein großes Wachstumspotenzial.“

Vietnam ist auf dem Weg, das führende Land der Möbelherstellung in Asien zu werden. Die Nachfrage nach modernen Fertigungstechnologien und -fähigkeiten ist hoch, und die „Vietnamwood“ gilt als wichtigste Beschaffungs- und Technologieplattform der Branche. Das Ausstellungsportfolio umfasst unter anderem Maschinen und Verfahren für die Holzverarbeitung und Oberflächenbehandlung, Werkzeuge, Möbelzubehör, Rohstoffe und Entsorgungstechnik.

„Die ,Vietnamwood‘ ergänzt das Quartett unserer Woodworking Events mit der ,Holz-Handwerk‘ in Deutschland sowie ,Indiawood‘, ,Delhiwood‘ und ,Mumbaiwood‘ in Indien auf ideale Weise“, erklärt Stefan Dittrich, als Director Exhibition bei der Nürnbergmesse verantwortlich für die Produktfamilie Woodworking Events, deren vier Eigenveranstaltungen flankiert werden von Durchführungen deutscher Gemeinschaftsbeteiligungen in Brasilien, Kenia, der Ukraine – und Vietnam. International baut die Nürnbergmesse ihr Engagement nun im Rahmen einer bilateralen Vertriebs- und Marketingpartnerschaft mit Chan Chao International Co., Ltd. weiter aus: „Unsere Kunden profitieren bereits heute von den Vorteilen, die sich ihnen bei der Erschließung neuer Märkte mit der Nürnbergmesse als international erfahrenem Partner bieten. Auch beim Ausbau unserer Präsenz im Zukunftsmarkt Vietnam unterstützen wir ab sofort mit über 30 Jahren Kompetenz und Expertise in der Durchführung erfolgreicher Holzbearbeitungsmessen. Wir freuen uns sehr auf dieses neue Projekt“, so Dittrich.

Die „Vietnamwood“ findet seit 2001 – zunächst jährlich, seit 2007 im zweijährigen Turnus – in Ho Chi Minh City statt und konnte in der Vergangenheit bei allen erfolgsrelevanten Kennzahlen zulegen – ob bei Ausstellern, Fläche oder Besuchern. Die lokale Holz- und Möbelindustrie wächst seit Jahren zweistellig und investiert auf hohem Niveau; die Möbelproduktion weist seit 2005 jährliche Wachstumsraten von 15 Prozent auf. So gehört Vietnam mittlerweile zu den global führenden Exporteuren von Holzmöbeln, mit einer zentralen Bedeutung des holzbe- und -verarbeitenden Sektors für die vietnamesische Wirtschaft. „Damit bietet der Markt ein großes Potenzial für Lösungsanbieter aus Europa“, begrüßt auch Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer VDMA Holzbearbeitungsmaschinen, als Co-Veranstalter der „Holz-Handwerk“ die Erweiterung der internationalen Aktivitäten der Nürnbergmesse: „Wir freuen uns, dass die Mitgliedsunternehmen im Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen auch bei Messebeteiligungen im vietnamesischen Markt von der Nürnbergmesse bestmöglich beraten und begleitet werden.“

Die 14. „Vietnamwood“ ist – nach einer pandemiebedingten Pause 2021 – vom 18. bis zum 21. Oktober 2022 auf dem SECC-Saigon Exhibition & Convention Center in Ho Chi Minh City geplant. Der nächste Termin ist turnusgemäß im Herbst 2023. Weitere Informationen gibt es unter www.wood-working-events.com

Geht mit neuem Vorstand in die kommenden drei Jahre

Die Jahresversammlung des Acimall – der italienische Fachverband der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen und -werkzeugen – hat neue Vorstandsmitglieder für die Amtszeit bis zum Jahr 2025 gewählt. Neu in den Vorstand aufgenommen wurden Giorgio Casati (Casati Macchine; Marnate, Varese), Roberto Ghizzoni (Dierregi; Carpi, Modena), Stefania Maggi (Maggi Technology; Certaldo, Florenz) und Pierluigi Paoletti (Paoletti Energy; Borgo Valbelluna, Belluno). Die Versammlung stimmte darüber hinaus für die Verlängerung des Mandats von Vorstandsmitglied Aldo Zaffaroni (Mario Zaffaroni e Figli; Turate, Como).

Der Präsident Luigi De Vito (SCM; Rimini) und die Vizepräsidentin Marianna Daschini (Greda; Mariano Comense, Como) bleiben noch bis Juni 2023 im Amt, um die Kontinuität der Vorstandsarbeit zu gewährleisten. Erst dann stehen auch diese Ämter zur Neuwahl oder Verlängerung an.

Die Versammlung bedankte sich bei den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Umberto Pizzi (Pizzi by PGS; Borgosesia, Vercelli) und Filippo Pellitteri (TWT; Rovereto, Trento) und dankte ihnen für ihren Beitrag zu den Aktivitäten des Zusammenschlusses.

Die Abstimmung und Neuwahl war der letzte Punkt der diesjährigen Versammlung, die nach den Berichten des Präsidenten Luigi De Vito und des Schatzmeisters Umberto Pizzi einstimmig die Bilanz des Acimalls von 2021 und 2022 genehmigte. Die einstimmige Genehmigung erstreckte sich auf die gesamte Tätigkeit des Vorstands, die De Vito für die Mitglieder in einem Bericht zusammenfasste.

De Vito unterstrich in seiner Rede noch einmal die Einzigartigkeit der Ereignisse, die sich in den letzten Jahren in der ganzen Welt ereignet haben, und die vielen, oft kritischen Fragen, die kurzfristig beantwortet werden mussten und an vielen Stellen auch Problemstellungen für die Zukunft aufwerfen: „Die vergangenen zwei Jahre waren für unseren Verband ein Wendepunkt, da wir alle unsere Ressourcen einsetzen mussten, um vital und proaktiv zu bleiben und unseren Mitgliedsunternehmen in einer Zeit großer Unsicherheit wirksam zu helfen“, sagte De Vito.

Aus wirtschaftlicher Sicht waren die letzten beiden Jahre durchaus zufriedenstellend, denn die italienische Produktion von Holzbearbeitungsmaschinen und -werkzeugen belief sich auf 2,5 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 36 Prozent im Jahr 2020 und 11 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht. Gute Ergebnisse wurden auch im Export erzielt mit 1,7 Milliarden Euro – einem Plus von 30 Prozent gegenüber 2020 und 10 Prozent gegenüber 2019. Das Ergebnis im Inland war mit 790 Millionen Euro ebenfalls positiv: Ein Wachstum von 52 Prozent gegenüber 2020 und 15 Prozent gegenüber 2019. Auch der Import wuchs (244 Millionen Euro, 59 Prozent mehr als 2020 und 21 Prozent mehr als 2019) und unterstrich damit den gestiegenen Bedarf an Technologien in Italien. Er überschritt die Milliardengrenze mit einem Plus von 54 Prozent gegenüber 2020 und 16 Prozent gegenüber 2019. Die Handelsbilanz war ebenfalls sehr positiv und belief sich letztlich auf 1,5 Milliarden Euro, 27 Prozent mehr als 2020 und 8 Prozent mehr als 2019.

Luigi De Vito betonte, dass die italienische Industrie die schwierige zweijährige Periode glänzend gemeistert habe. „Staatliche Anreize spielten sicherlich eine Schlüsselrolle, aber ohne die Marktentwicklung übermäßig zu beeinträchtigen. Das Wachstum, das wir jetzt erleben, ist nicht nur auf die Anreize zurückzuführen, die eine Konzentration der Investitionsentscheidungen innerhalb eines kürzeren Zeitraums bewirkt haben. Sondern die Expansion ist auch das Ergebnis einer strukturellen Erholung, die den Markt zu seinen normalen Entwicklungslinien zurückgeführt hat.“

Natürlich blieben auch die neusten politischen Entwicklungen mit der russischen Invasion in der Ukraine nicht unerwähnt: „Wenn wir die Schlagzeilen betrachten, können wir sagen, dass die Russland-Ukraine-Krise bisher nur begrenzte Auswirkungen auf unseren Export hatte. Auf Russland, die Ukraine und Weißrussland entfällt zusammengenommen ein bedeutender Anteil der italienischen Exporte, etwa 5 Prozent der Gesamtexporte. Diese Exporte scheinen jedoch trotz eines erheblichen Rückgangs aufgrund des derzeitigen Embargos, das mit der Verhängung fortschreitender Sanktionen schrittweise ausgeweitet wurde, weiterzugehen.“

Für die Zukunft herrscht Optimismus vor, auch wenn Versorgungsschwierigkeiten, krisenbedingte Probleme sowie ein mögliches Wiederaufflammen der Covid-Pandemie die Karten jederzeit neu mischen könnten. Wir können davon ausgehen“, so De Vito, „dass die italienische Produktion von Holzbearbeitungsmaschinen und -werkzeugen bis zum Ende 2022 ein neues historisches Rekordhoch erreichen wird.“

Der Präsident von Acimall gab anschließend einen Überblick über die Werbemaßnahmen, ein Schwerpunktbereich des Verbandes, der von der wirtschaftlichen und organisatorischen Unterstützung durch ICE-Agenzia profitiert. Und auch über Initiativen gemeinsam mit Confindustria, CFI-Comitato Fiere Industria und Eumabois. Hervorzuheben ist, das De Vito in beiden Verbänden in der Vorstandsarbeit tätig ist und damit die Interessen des Acimall vorbildlich vertritt.

Bestandteil in De Vitos Bericht war auch die italienische Maschinenmesse „Xylexpo“. „Dieses Projekt stellt das Kerngeschäft des Acimalls dar, dieser Veranstaltung widmet der Verband den größten Teil seiner Bemühungen“, so Luigi De Vito. „Nach der Absage der Ausgabe 2020 aufgrund der weltweiten Covid-Situation haben wir ein verändertes Ausstellungsprojekt ins Leben gerufen, das die ,Xylexpo‘ und die ,Bimu‘, die internationale Ausstellung für Metallbearbeitungsmaschinen, Roboter und Automatisierung, vereint. Zwei Messen, die zu einer großen Veranstaltung für Fertigungstechnologie verschmelzen. Diese Entscheidung erforderte eine Änderung der Termine und eine Neuordnung der Ausstellungshallen für unsere Veranstaltung. So findet die Xylexpo vom 12. bis 15. Oktober in den Hallen 22 und 24 in Fieramilano Rho statt, direkt gegenüber den Bimu-Hallen, um die Interaktion und Integration zwischen den beiden Veranstaltungen und ihren Besuchern zu fördern.
Die ,Xylexpo‘ wird kleiner sein als in der Vergangenheit, da zwei große Produzenten – einer aus Italien und einer aus Deutschland – nicht teilnehmen werden. Entscheidungen, die wir nicht verheimlichen wollen. Ich hoffe, dass sich diese Entschlüsse auf die Ausgabe im Jahr 2022 beschränken werden und für eine anhaltenden allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit stehen. Letztlich sollten die Ergebnisse des laufenden Jahres für die künftigen Entwicklungen entscheidend sein.
Dennoch kann ich vermelden, dass die beiden der ,Xylexpo‘ zugewiesenen Hallen mit einer belegten Fläche von fast 18.000 Nettoquadratmetern und 250 Ausstellern ausverkauft sind. Mit diesem Bereich, der ausschließlich der Technologie gewidmet ist, bleibt die ,Xylexpo‘ höchstwahrscheinlich und trotz allem die größte Industrieausstellung in Südeuropa im Jahr 2022.“
Nicht teilnehmen wollen die Biesse Group und die Homag Group – entscheidende Player am Markt.
Am Ende ließ es sich De Vito nicht nehmen und sprach auch mahnende Worte, rief die Mitglieder des Acimalls zur Reflexion auf: „Acimall soll für uns alle eine ,Heimat‘ sein. Ein Verband, der eine aktive Beteiligung eines jeden Mitglieds benötigt, um seinen Auftrag, die Branche zu vertreten und zu fördern, erfüllen zu können. Ein Verband lebt, wenn seine Mitglieder mit ihrer Erfahrung und ihrer Präsenz dazu beitragen. Er bietet einmalige Chancen, miteinander zu diskutieren, sich auszutauschen, ein gemeinsames Ziel zu finden, sich zusammenzuschließen. Andernfalls handelt es sich um ein reines Dienstleistungsunternehmen, das jedoch einer Marktlogik folgt, die nicht dem Geist eines Verbandes entspricht, und das war sicherlich nicht die ursprüngliche Absicht unserer Gründer.“