Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Holger Geesmann übernimmt die Gesamtvertriebsleitung des Kunststoffverarbeiters

Holger Geesmann (55) hat zum 1. August 2022 die neu geschaffene Funktion des Gesamtvertriebsleiters beim Spezialisten für Kunststoff-Formgebung und Oberflächenveredelung Ninkaplast GmbH (Bad Salzuflen) übernommen.

Geesmann beendete die Fachhochschule Bielefeld 1998 mit dem Abschluss als Diplom-Ingenieur (FH). Der studierte Maschinenbauer arbeitete danach viele Jahre erfolgreich im Zulieferbereich der Möbelindustrie und bringt damit die notwendige Qualifikation sowie Erfahrung mit, um seine neue Aufgabe als Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung von Ninka erfolgreich auszuüben und weiterzuentwickeln. Mit ihm wird das Führungsteam des Unternehmens und die Position von Ninkaplast im Markt nachhaltig gestärkt. Geschäftsleitung und Mitarbeiter freuen sich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Kein Investor gefunden

Die Hoffnung auf eine Rettung des Qualitätsmöbel-Herstellers Schlapp Möbel/Die Klare Linie aus Neu-Anspach hat sich nicht erfüllt. Sämtliche Investoren, die Interesse an einer Übernahme des Betriebes im Ganzen oder in Teilen signalisiert hatten, haben sich aus den Gesprächen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Frank Schmitt von Schultze & Braun zurückgezogen. Gründe hierfür waren unter anderem die allgemein unsichere wirtschaftliche Lage, ein hoher Investitionsbedarf bei Schlapp Möbel sowie ungünstige Geschäftsaussichten. Weil das Fortführen des Geschäftsbetriebs nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens nur mit Verlusten möglich gewesen wäre, kann Schmitt den Geschäftsbetrieb nicht weiterführen.

„Diese Entscheidung fällt alles andere als leicht“, sagt Frank Schmitt, „auch wenn von Beginn an klar war, dass es ohne einen Investor nicht gehen wird. Nachdem sich – auch aufgrund des Mitarbeitervideos – weitere Interessenten gemeldet haben, haben wir bis zuletzt gehofft, das Unternehmen erhalten zu können. Nach dem Rückzug der letzten Interessenten haben wir aber keine andere Wahl und müssen auch aus Rücksicht auf die Gläubiger das Kapitel Schlapp Möbel/Die Klare Linie beenden.“

Die 23 Mitarbeiter werden bereits ab heute, also den ersten August 2022, freigestellt. „Ich hätte es den Mitarbeitern gerne ermöglicht, weiter für Schlapp Möbel/Die Klare Linie tätig zu sein. Sie haben sich unglaublich für den Erhalt ihres Unternehmens engagiert und sind bis zuletzt an Bord geblieben. Eine dermaßen starke Identifikation mit dem eigenen Unternehmen und den eigenen Produkten sieht man tatsächlich sehr selten“, lobt der vorläufige Insolvenzverwalter die Belegschaft. „Umso mehr sehe ich mich nun in der Pflicht, die Mitarbeiter beim Übergang in andere Beschäftigungsverhältnisse so gut wie möglich zu unterstützen.“

Schlapp Möbel/Die Klare Linie hatte Ende Mai 2022 Insolvenzantrag gestellt. Eine der wesentlichen Ursachen für die wirtschaftliche Schieflage war ein deutlicher Auftragsrückgang durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Verschiebung von Aufträgen.

Eckhard Wefing gehört nicht mehr zur Geschäftsführung

Es gab keinen Konsens mehr über die weitere strategische Ausrichtung von Nolte Küchen und Express Küchen – darum hat sich die Nolte Group vom bisherigen Geschäftsführer Vertrieb und Marketing Eckhard Wefing getrennt. Und zwar per sofort, seine Aufgaben werden bereits ab heute, den 1. August, von Melanie Thomann-Bopp zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben interimistisch übernommen. Thomann-Bopp ist seit Mai vergangenen Jahres kaufmännische Geschäftsführerin bei Nolte Küchen.

12 Jahre lang gehörte Wefing der Gruppe an, begann 2010 als Geschäftsführer für den Aufbau des Express Küchenwerkes, bevor er 2015 auch die Vertriebs- und Marketingverantwortung für Nolte Küchen übernahm.

„Eckhard Wefing war ein Glücksfall für den Küchenbereich unserer Gruppe. Unter seiner Führung sind unsere Küchenunternehmen kontinuierlich gewachsen und heute bestens aufgestellt“, so Georg Konrad Nolte, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Nolte Gruppe, zum Ausscheiden Wefings. „Ich bedanke mich ausdrücklich, auch im Namen meiner Familie, des Aufsichtsrats und des Beirates, für seine erfolgreiche Arbeit und seinen Einsatz zum Wohle der Gruppe. Seine Leistungen verdienen unsere vollste Anerkennung.“

Jetzt online: Die Kompetenzplattform der Büroeinrichter

Eine neue Online-Plattform bietet der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. jetzt unter seiner bekannten Internetadresse www.iba.online. Das neue „IBA Forum“ ist das digitale Zuhause für ein umfassendes multimediales Informationsangebot. Es kombiniert Themen wie den „Workspace of tomorrow“ mit vielfältigen Inspirationen rund um Arbeitgeberattraktivität, ganzheitliche Büroraum­gestaltung und New Work. Das Angebot richtet sich gleichermaßen an Unternehmer, Führungskräfte und Arbeitnehmer wie an Büroplaner und -ausstatter.

Mit dem neuen IBA Forum bündeln der Verband und seine Mitglieder ihre Aktivitäten. Hierdurch etablieren sie eine Anlaufstelle für Know-how und zukunftsweisende Konzepte und unterstützen Besucher mit einem vielfältigen Angebot bei ihren Planungs- und Entscheidungsprozessen. Helmut Link, der Vorsitzende des IBA, erläutert: „Wo und wie wir arbeiten, ändert sich gerade grundlegend. Gleichzeitig macht sich der Arbeitskräftemangel bemerkbar, Arbeitgeberattraktivität wird zum zentralen Erfolgsfaktor. Beides führt zu einem hohen Anpassungsbedarf bei den Einrichtungen. Das IBA Forum mit seinen vielfältigen Impulsen und Anregungen verstehen wir daher als Unterstützung für Unternehmen, die gerade ihre Kultur und ihre Arbeitsformen neu überdenken. Schließlich muss nicht jede Suche nach geeigneten Lösungen bei null beginnen.“

Wie die Arbeitswelt der Zukunft aussehen kann und mit welchen Produkten sie sich realisieren lässt, kann ausgiebig in den Showrooms des IBA Forum erkundet werden. Sie sind das Herzstück der neuen Plattform.

Das IBA Forum soll zum Stöbern einladen, gleichzeitig aber auch ein schnelles Auffinden gesuchter Inhalte ermöglichen. So zeigen die Showrooms aktuelle Trends und exemplarische Umsetzungen von Büroeinrichtungen für verschiedene Anwendungsfelder. Zum Launch der neuen Kompetenzplattform am 1. August präsentierten der IBA seine Mitglieder die ersten elf Showrooms, weitere spannende Präsenzen sind in Vorbereitung. In einem neu angelegten „Newsroom“ des IBA Forum vertiefen die Experten des Verbands, seiner Mitglieder und Partner Themen wie (hybride) Arbeitskultur, Nachhaltigkeit, Innovationen und aktuelle Trends. Eine virtuelle Bühne und eine Mediathek mit Expertenbeiträgen und Aufzeichnungen von Talks und Panels runden das neu aufgestellte Angebot ab.

Für das IBA Forum nutzt der Verband seine bereits vielen Entscheidern und Branchenvertretern bekannte Internetadresse www.iba.online. Die dort bisher schon existierenden Angebote wie das Online-Planungstool IBA OfficePlaner und die fachlichen Inhalte zu Büroformen und -planung, Vorschriften und Regelwerken wurden unter der Bezeichnung „IBA Knowledge“ in die neue Plattform überführt. Einen schnellen Einstieg in das vielfältige Angebot des IBA Forum ermöglicht eine neukonzipierte Navigation. Gestaltet als Grundriss ermöglicht sie einen schnellen Überblick und das direkte Ansteuern von Showrooms, Newsroom, Mediathek, Bühne und Expertenwissen. Alternativ führt ein Themen-Hub direkt auf die Inhalte beispielweise zu Arbeitsräumen der Zukunft (Workspaces of tomorrow), hybridem Arbeiten und Nachhaltigkeit.

Mit dem IBA Forum gibt es eine neue Anlaufstelle für alle, die nach konkreten Informa­tionen suchen, einen Blick in die Zukunft der Büroarbeit werfen wollen oder sich einfach nur inspirieren lassen möchten. Stefan Kokkes, beim IBA für das neue digitale Angebot verantwortlich betont: „Wir sind in der glücklichen Lage, auf ein breites Netzwerk von Projektpartnern zurückgreifen zu können, die alle in ihren jeweiligen Bereichen eine Vordenkerrolle einnehmen. Das kommt dem neuen Angebot vom Start weg zugute.“ Ausgesprochen wertvoll, so Kokkes, seien auch die Erfahrungen aus einem Pilotprojekt im Oktober 2020 gewesen. Anlässlich der damaligen, pandemiebedingten Absage der ORGATEC hatten die Branchenvertreter und die Koelnmesse das für die Präsenz­veranstaltung geplante Programm kurzfristig auf eine virtuelle Bühne gebracht. „Viele positive Rückmeldungen und punktuell sehr hohe Zugriffszahlen haben uns in unserem Vorhaben bestärkt. So haben wir auch den Namen des Pilotprojekts ‚IBA Forum‘ für die neue Kompetenzplattform übernommen. In den letzten beiden Jahren haben wir aber auch gelernt, welcher Content besser offline in der physischen Begegnung stattfindet und wo andererseits noch Inhalte und Angebote fehlten. All das ist in die neue IBA Forum eingeflossen.“

Neben dem digitalen Format wird das neue IBA Forum immer wieder auch in der realen Welt präsent sein. Gleich zu Beginn steht hier mit der „Orgatec“ 2022 in Köln ein echtes Highlight an. Dort wird der IBA gemeinsam mit den Partnern Frame, New Work SE mit den Marken Xing und Kununu, Personalmagazin und Quality Office ein umfassendes Programm auf die dann größte Bühne der Messe in Halle 6, C088/E089 bringen.

Zweistelliges Umsatz- und Ergebniswachstum im dritten Quartal 2022

Die Stabilus SE, einer der weltweit führenden Anbieter von Motion-Control-Lösungen für eine Vielzahl von Branchen, hat heute ihre Quartalsmitteilung für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2022 (endete 30. Juni 2022) veröffentlicht. Nach einem bereits starken zweiten Quartal GJ2022 hat sich das Umsatz- und Ergebniswachstum im dritten Quartal weiter beschleunigt. Zu dieser Entwicklung haben insbesondere die operativen Segmente (Regionen) Americas und APAC beigetragen, unterstützt vor allem durch starkes globales Wachstum in der Geschäftseinheit Automotive Powerise.

Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal GJ2022 gegenüber dem Vorjahresquartal um 18,5% auf 271,1 Mio. Euro (Q3 GJ2021: 228,7 Mio. Euro). Das bereinigte betriebliche Ergebnis (bereinigtes EBIT[1]) stieg im Q3 GJ2022 um 22,7 Prozent auf 37,9 Mio. Euro (Q3 GJ2021: 30,9 Mio. Euro).

Nach Geschäftseinheiten verzeichnete Stabilus sowohl bei Automotive Gas Spring als auch bei Automotive Powerise organisches Umsatzwachstum im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2022.

Stabilus hat seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2022 nach dem positiven Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten angehoben und erwartet nun einen Umsatz von ca. 1.070 Mio. Euro bei einer bereinigten EBIT-Marge von ca. 14 Prozent.

Sechs Unternehmen ausgezeichnet – Start für die Bewerbung 2023

Im Rahmen der Preisverleihung in der BMW Welt in München nahmen Vertreter der Unternehmen Jungheinrich, Locus Robotics, Noyes Technologies, Robominds, SSI Schäfer und Synaos die auch „Oscar der Intralogistik“ genannte Auszeichnung „Ifoy Award“ 2022 aus den Händen von sechs Laudatoren entgegen. Eine Laudatio hielten Steffen Bersch (Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik), Andre Kranke (Head of Corporate Research & Development, Dachser), Raimund Paetzmann (Vice President Real Estate & Logistics Network Expansion bei Zalando), Julia Jocher (Projektmanagement Group7), Udo Schmidt (Managing Director Cascade Europe) und Dr. Michael Nikolaides (Senior Vice President Production Network, Logistics, BMW Group).

Der „Ifoy Award“ gilt als wichtigste Intralogistikauszeichnung der Welt. 2022 traten zwölf internationale Unternehmen mit 14 Produkten und Lösungen beim zehnten Durchgang des Awards an. „Zehn Jahre ,Ifoy Award‘ stehen für zehn Jahre herausragende Innovationen“, betont die Juryvorsitzende Anita Würmser. „Auch 2022 haben die Finalisten wieder Spitzenprodukte im Rahmen des Wettbewerbs präsentiert, die die Zukunft der Intralogistik langfristig prägen werden“, führt sie an.

Den „Ifoy Award“ in der Kategorie „Special Vehicle“ holte sich Jungheinrich mit seinem Doppelstock-Stapler „ERD 220i“. Das Fahrzeug setze neue Maßstäbe für einen sicheren, optimal geschützten und dennoch superkompakten Elektrohubwagen, urteilte die Jury. Die Leistung sei erstklassig und fordere die Konkurrenz heraus, so das weitere Fazit.

Den Sieg in der Kategorie „Automated Guided Vehicle (AGV/AMR)“ sicherte sich Locus Robotics mit seiner Locus Robotics „AMR“ Solution. Der kollaborative „AMR“, mit dem Einzelhändler, Kontraktlogistiker, aber auch Industrieunternehmen ihre Effizienz stark verbessern können, punktete bei den Testern und Innovation Checkern durch seinen hohen Innovationsgrad und seine hohe Marktrelevanz vor dem Hintergrund des stark wachsenden Onlinehandels und der Nachfrage nach kostengünstigen Lösungen zur Durchsatzerhöhung.

Insgesamt drei junge Unternehmen hatten sich in diesem Jahr mit ihren innovativen Produkten und Lösungen für die Endrunde in der Kategorie „Start-up of the Year“ qualifiziert. Den Sieg trug am Ende das Münchner Start-up Noyes Technologies mit seinem ersten robotikbetriebenen, automatisierten und hochflexiblen Nano-Logistiksystem „Noyes Storage“ für die urbane Logistik davon. Für die Lösung hatten die „Ifoy Innovation Checker“ in den Rubriken Marktrelevanz, Kundennutzen, Innovationsgrad und Funktionalität/Art der Umsetzung die jeweils mögliche Höchstpunktzahl vergeben. Dass Kunden aus nahezu allen Industrien mit Hilfe des Systems von einer deutlich verbesserten Flächennutzung profitieren können, beeindruckte darüber hinaus das Test-Team und die Jury.

Zum zehnten Durchlauf des weltweiten Wettbewerbs ist beim „Ifoy Award“ 2022 der Fachverband Robotik + Automation im VDMA als Träger für die Kategorie „Robot“ eingestiegen. Hier siegte die Münchner Firma Robominds mit ihrem KI-basierten „Robobrain.Neuros“ – einem industrialisierten Betriebssystem für intelligente Robotik. Die Marktrelevanz eines herstellerneutralen und zuverlässigen Robotik-Betriebssystems mit Unterstützung KI-basierter Prozesse ist nach Ansicht der Jury als sehr hoch einzuordnen.

Zu den Königsklassen beim „Ifoy Award“ zählt die Kategorie „Integrated Warehouse Solutions“. Im Finale setzte sich SSI Schäfer mit seinem Ikea Project „Flat Pack Picking“ durch. Mit Flat Pack Picking hat das Unternehmen eine automatisierte und schlüsselfertige Systemlösung für die sichere und volumenoptimierte Palettierung schwerer und großer Artikel umgesetzt. Der Einsatz von Portalrobotern ermöglicht dabei die effiziente Handhabung eines sehr heterogenen Artikelspektrums. Die „Ifoy“ Tester bewerteten die Lösung als ausgereift und interessant – auch für andere Branchen.

Sieger in der Kategorie „Special of the Year“ wurde in diesem Jahr Synaos mit seiner „Synaos IMS – Vehicle Localization“ zur lückenlosen Lokalisierung von Transportfahrzeugen. „Die einfache Echtzeitlokalisierung von Flurförderzeugen aller Art mithilfe dieses sehr überzeugenden Lokalisierungssystems hilft den Kunden auf ihrem Weg zur vollständigen Digitalisierung der Intralogistik“, urteilten die „Ifoy“ Tester. Im „Ifoy Innovation Check“ punktete die Lösung durch ihre hohe Marktrelevanz.

Die Bewerbungsphase für den „Ifoy Award“ 2023 startet heute.

SCM Group

Verbesserte Kundenbetreuung mit neuem Ersatzteillager

Im großen Stil hat der italienische SCM Konzern die Kundenbetreuung auf ein neues Level gehoben: Seit Anfang 2022 ist ein neues automatisches Lager in Betrieb, das für 30.000 Artikel ausgelegt ist und in dem 19 Robotern die Kommissionierung übernehmen. „Autostore“, das neue Prunkstück bei SCM, wurde im Rahmen eines umfangreichen Modernisierungsprojekts auf dem Gelände der ehemaligen Gießerei errichtet.

Und ist ein Projekt mit Zukunft, wie die Zahlen zeigen: Für die 30.000 Artikel stehen 900 Quadratmetern zur Verfügung. Das Lager besitzt bei einer Höhe von 5,5 Metern 13 Lagerebenen und ist mit 24.000 Behältern im modularen Format ausgestattet. Bis zu 30 Kilogramm schwere Teile halten die Behälter aus. Zum Vergleich: Das direkt angrenzende, ältere Lager für größere Ersatzteile kann 4.000 Teile auf einer fast gleich großen Fläche „beherbergen“. Mit der neuen Lagerlogistik wird demnach eine deutlich bessere Flächennutzung erzielt.

Aber es ist nicht allein die Mende an Artikeln, die zu einem effizienteren Kundenservice führt. Sondern die Tatsache, dass die automatisierten Prozesse im neuen Lager die Kommissioniervorgänge um 75 Prozent beschleunigen – was letztlich die Versandzeiten um 30 Prozent reduziert. Mittlerweile werden täglich rund 300 Lieferungen mit tausend Bauteilen mit einer Vorlaufzeit von maximal 24 Stunden ab Bestellung abgewickelt.

Diese Leistung erzielen 19 Roboter mit einem Antrieb mit jeweils zwei 12-Volt-Akkus. Die Roboter können alle 45 Sekunden ein Teil kommissionieren, arbeiten 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche. Ein weiterer großer Vorteil besteht in der maximalen Energieeffizienz mit einem Verbrauch von unter 0,1 Kilowattstunde pro Roboter bei langer Lebensdauer.

„Wir wollten einen weiteren Schritt in die Zukunft gehen, und entschieden uns dabei für das Beste, was das Logistikmanagement derzeit zu bieten hat“, erklärt Luca Maggiani, Service&Parts Business Development Manager bei SCM. „Diese Technologie wurde bisher noch nicht im Ersatzteilmanagement in der Holzbearbeitung eingesetzt“, so Maggiani weiter. „,Autostore‘ ist ein System mit einer im E-Commerce gängigen Leistung, das nicht nur die Ersatzteile sicher zum Mitarbeiter bringt, sondern mit hoher Leistung und Geschwindigkeit arbeitet. Aus unserem Anspruch, dies auf Ersatzteile in der Holzbearbeitung zu übertragen, entstand eine Partnerschaft mit Swisslog, um eine individuelle Lösung zu entwickeln.“

„Die Lieferung des richtigen Ersatzteils in der kürzest möglichen Zeit: Diese technologische Herausforderung hat SCM dazu veranlasst, sich auf ein so modernes System einzulassen“, fügt Alessandra Benedetti, Customer Care Manager von SCM, hinzu. „Dies belegt sehr eindrucksvoll, dass der Konzern auch weiterhin in das Angebot hochwertiger Dienstleistungen unter anderem im Kundendienstbereich investiert. Denn der Kunde steht im Mittelpunkt all unserer Entscheidungen.“

Trotz der 19 Roboter-Kollegen im Ersatzteillager ist die Mitarbeiterzahl im Team Service&Parts konstant geblieben. „Die Mitarbeiter sind dieselben wie früher. Sie führen heute jedoch Steuerungs- und Kontrolltätigkeiten aus, die weniger ermüdend und repetitiv sind“, fügt Maggiani hinzu. „Im Bereich ,Ersatzteile‘ wenden wir die Grundsätze der technologischen Lösungen ,Smart&Human‘ an, die wir auch unseren Kunden anbieten. Wir machen in diesen Fällen den Mitarbeiter zum Regisseur der einzelnen Prozesse. Gemäß der Philosophie unseres Projekts ,Go digital, stay human‘ sind es natürlich auch im Kundendienst die Menschen, die den Unterschied ausmachen. Wir unterstützen die Weiterbildung unseres Teams und fördern dabei Tätigkeiten, die die künstliche Intelligenz nicht ausführen kann, um die Kundenservices immer weiter zu verbessern.“

Doppelte Ecovadis Platin-Medaille für unternehmerische Gesamtverantwortung

Am Puls der Zeit greifen Unternehmen auf der Suche nach fundierten Informationen und zur Verbesserung des Nachhaltigkeitsmanagements in ihren Lieferketten zunehmend auf Gutachten unabhängiger Institutionen zurück. Genau in diesem Bereich ist Ecovadis eine führende Bewertungsplattform, deren anspruchsvollen Audits sich Nowy Styl bereits seit vielen Jahren mit Erfolg unterzieht. In diesem Jahr erlangte das Unternehmen erneut zwei Medaillen für sich: Nowy Styl und ihre Tochtergesellschaft Nowy Styl Deutschland GmbH erhielten das höchstmögliche Rating und wurden jeweils mit der Ecovadis-Platin-Medaille ausgezeichnet.

Ecovadis bewertet Unternehmen in Form von ganzheitlichen Ratings im Bereich der unternehmerischen Gesamtverantwortung. Dabei eruiert Ecovadis diverse Kriterien in den vier Themenbereichen: Menschen- und Arbeitsrechte, Umwelt, Ethik und nachhaltige Beschaffung. Die angewandten Kriterien beruhen dabei auf internationalen Nachhaltigkeitsstandards – wie beispielsweise dem Global Compact der Vereinten Nationen, der GRI und der ISO-Norm 26000.

Im Jahr 2022 wurde der Fokus verstärkt auf das Management von Treibhausgasemissionen und deren Reduktion gelegt. Die Ecovadis-Analysten bezogen sich bei der Bewertung einerseits auf externe Quellen, anderseits verifizierten sie die Daten auf Grundlage der Dokumentationen des Nowy Styl Expertenteams, welches für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele des Büromöbelexperten verantwortlich ist.

Als Gold-Medaillengewinner erzielte Nowy Styl im vergangenen Jahr 71 Punkte. 2022 freute sich das Unternehmen mit insgesamt 78 Punkten über die Platin-Medaille. Den größten Fortschritt konnte das Unternehmen jetzt im Bereich der nachhaltigen Beschaffung vorweisen. Einzelheiten hierzu können im Bericht „Der Weg zu einer nachhaltigen Lieferkette“ nachgelesen werden. Auch im Bereich Ethik konnte Nowy Styl das Rating verbessern und die bisherigen Höchstwerte in den Bereichen Umwelt sowie Menschen- und Arbeitsrechte halten. Die Tochtergesellschaft Nowy Styl Deutschland GmbH wurde bereits 2021 mit Platin ausgezeichnet und bestätigte diese großartige Leitung aktuell erneut.

Heute, in Zeiten des Wertewandels, wird die Bedeutung des Ecovadis-Gutachtens mehr denn je hochgeschätzt und ist auch bei Kunden und Partnern äußerst beliebt. „Unsere Kunden geben sich nicht mehr nur mit einer Erklärung zu Nachhaltigkeitsmaßnahmen seitens des Lieferanten zufrieden. Sie fordern stattdessen ein unabhängiges, standardisiertes Gutachten, wie es Ecovadis bietet. Wir freuen uns über die Anerkennung und den kontinuierlichen Fortschritt. Die Platin-Medaille ist ein großartiger Erfolg, auf dem wir uns jedoch nicht ausruhen wollen. Das erwarten unsere Kunden von uns und das erwarten wir auch von uns selbst und unserem Unternehmen“, sagt Bartosz Karasiński, Export Director bei Nowy Styl.

Mit der jüngsten und höchsten Ecovadis-Auszeichnung beweisen Nowy Styl und die Nowy Styl Deutschland GmbH erneut, dass ihre ganzheitliche, unternehmerische Nachhaltigkeitspolitik in allen Bereichen des täglichen Handelns gelebt und stetig verbessert wird.

Fördert E-Mobilität mit Schnellladesäule

Seit dieser Woche sind am Wini-Werk in Marienau vier neue Ladepunkte einsatzbereit. An zwei Ladesäulen können jeweils zwei E-Autos gleichzeitig geladen werden: Ein DC-Schnellader und eine AC Ladesäule. Beide Ladesäulen sind öffentlich und durchgehend im 24-Stunden-Betrieb zugänglich. So können nun E-Auto-Besitzende in Marienau ihr Auto mit Strom „volltanken“.

„Die Ladeinfrastruktur für E-Autos im ländlichen Raum und damit auch in unserer Umgebung ist noch stark ausbaufähig. Es freut mich daher umso mehr, dass wir mit den vier Ladepunkten die Elektromobilität in der Region stärken können“, erklärt Jan Hendrik Karsch, Geschäftsführer von Wini Büromöbel. „Zudem profitieren auch unsere ,Winis‘ und Besucher von den Lademöglichkeiten.“ Im letzten Jahr wurden bereits zwei Wallboxen für den Wini eigenen Fuhrpark installiert. Die neuen Ladepunkte stehen nun frei zur öffentlichen Verfügung.

Der DC-Schnellader ist direkt an der Einmündung Bertramstraße auf die B1 am Trafohaus platziert. In der Umgebung von Marienau bietet die Ladesäule die erste öffentliche Schnelllademöglichkeit. Das DC steht für Gleichstrom – der Strom fließt also direkt aus der Ladestation in die Autobatterie. Dadurch sind die Autos deutlich schneller wieder aufgeladen als bei einer AC-Ladesäule. Der DC-Schnellader bei Wini hat eine Ladeleistung von 50kW pro Stunde (brutto). Für längere Aufenthalte steht auf dem gegenüberliegenden Parkplatz der Wini Sandsteinhalle eine AC-Ladesäule mit 22kW Ladeleistung zu Verfügung.

Laden ist sowohl im sogenannten ad Hoc Verfahren möglich als auch über das klassische eRoaming bei insgesamt 42 Elektromobilitätsanbietern (E-Mobility Service Provider – EMP). Über die Apps dieser EMP Partner sind die vier Ladepunkte bereits zu finden. Mit dem AdHoc-Verfahren kann auch spontan ohne Vertrag geladen werden. Dazu benötigen Nutzer ein Smartphone, mit dem der QR-Code auf der Ladesäule gescannt wird, um dann einen Zahlungsvorgang über das Smartphone (Kreditkarte, Überweisung, etc.) zu starten.