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Autor: Möbelfertigung

Hat erneut das „CrefoZert“ für nachhaltiges Wirtschaften und gesundes Wachstum erhalten

Gute Arbeit zeichnet sich aus: Auch in diesem Jahr wurde die Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG mit dem „CrefoZert“ der Creditreform Osnabrück/ Nordhorn Unger KG ausgezeichnet. Damit erhielt das Familienunternehmen aus Melle nun schon zum neunten Mal in Folge das Bonitätszertifikat für nachhaltiges Wirtschaften und gesundes Wachstum und konnte wiederholt eine gute Geschäftsentwicklung nachweisen. „Gerade in diesen besonders von Unsicherheit geprägten Zeiten freue ich mich, dass wir stabile Strukturen haben und für unsere Geschäftspartner ein nachhaltig verlässlicher Partner sind“, so Dirk Aßmann, geschäftsführender Gesellschafter. In dieser Woche nahm Dirk Aßmann persönlich das Zertifikat von Armin Trojahn, Prokurist der Creditreform Osnabrück, entgegen.

„Es ist beeindruckend, mit welcher Dynamik, aber auch Beständigkeit sich das Familienunternehmen Assmann entwickelt. Schön, dass wir hier so gute Firmen mit dem ,CrefoZert‘ auszeichnen dürfen“, sagte Trojahn. Gerade in dieser von Pandemie und Ukrainekrieg geprägten Zeit ist es für den Fachhandel und Kunden besonders wichtig, sich auf ein starkes Team, die gewohnte Assmann Produktqualität und Zuverlässigkeit verlassen zu können. In der Summe konnte sich Assmann damit zum wiederholten Mal behaupten. Mit der Erlangung des „CrefoZert“ gehört Assmann zu den zwei Prozent der deutschen Unternehmen, die die strengen Kriterien der Creditreform erfüllen. Das „CrefoZert“ bestätigt als unabhängige Bescheinigung, dass das geschäftliche Verhalten von Assmann einwandfrei ist und die Prognose für die Zukunft positiv.

Endlich wieder Hausmesse im Oktober

Nach zwei Jahren Pause lädt Layer-Grosshandel in Tettnang wieder zu seiner traditionellen Hausmesse ein – am Donnerstag, 13.10. mit langer Einkaufsnacht von 10:00 bis 21:00 Uhr und am Freitag, 14.10. von 10:00 bis 17:00 Uhr.

Wie bei den vorherigen Veranstaltungen können sich die Besucher auf ein spannendes Programm freuen. Zahlreiche Hersteller präsentieren ihre Produktneuheiten, geben praxisnahe Tipps und führen Werkzeuge und Maschinen live vor. Mit dabei ist die Bosch Erlebnistour auf über 200 Quadratmeter Fläche. Neben der großen Tombola und einer Cocktailbar sorgen eine Live-Band und eine Schnellzeichnerin für die passende Unterhaltung. Für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt.

Eingeladen sind alle, die sich für Werkzeug, Werkzeugmaschinen, Arbeitsschutz, Berufsbekleidung sowie Sicherheits- und Lichttechnik interessieren.

Besonderes Highlight: Während der Hausmesse bietet Layer Führungen durch den neuen Lager- und Logistikkomplex an, sodass Interessierte einen Blick hinter die Kulissen werfen können. Weitere Informationen gibt es unter shop.layer-grosshandel.de.

Trauert um Wolfgang Wilmsen

Mit großem Bedauern gab die Weinig Gruppe bekannt, dass der langjährige Vorstandsvorsitzende; Herr Wolfgang Wilmsen, im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Wolfgang Wilmsen war von 1982 bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2003 Vorstandsvorsitzender von Weinig.

Zusammen mit den Gesellschaftern Bertold Weinig und Georg Demuth entwickelte er unmittelbar nach seinem Eintritt die Firma zu einem auf allen Kontinenten agierenden, erfolgreichen Unternehmen. Mit seinen weitsichtigen, klugen Entscheidungen und seinem unermüdlichen Engagement führte er Weinig zu einer Reputation, die bei den Holzfachleuten rund um den Globus noch heute geschätzt wird.

Für diejenigen, die Herrn Wilmsen noch persönlich im Unternehmen kennenlernen durften, war die Begegnung mit ihm immer eine beeindruckende Erfahrung. Für die jüngere Generation wiederum ist sein Name in den Werkshallen, den Büros und auch in vielen Niederlassungen noch immer präsent, sein Wirken bleibt unvergessen.

„Mit seiner menschlichen Nähe zu Mitarbeitern und Kunden hat Wolfgang Wilmsen die Unternehmenskultur bei Weinig nachhaltig geprägt“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Thomas Bach. „Er hat mit seinem Selbstbewusstsein und seiner unternehmerischen Weitsicht Weinig zu bis dahin ungeahnten Erfolgen geführt und zu einer Weltmarke gemacht. Dabei hat er immer seine Bodenständigkeit bewahrt und war auch aus diesem Grunde ein mittelständischer Unternehmer im besten Sinne. Es war mir ein Privileg, über viele Jahre hinweg seinen unternehmerischen Weg zu begleiten und sein ,Sparringspartner‘ zu sein. Sein Erbe wirkt im Unternehmen fort und ist für uns alle bei Weinig Verpflichtung. Unsere Gedanken sind besonders in diesen schweren Tagen bei seiner Frau Karin und seiner Familie.“

In tiefem Respekt vor einer großen Lebensleistung nimmt die gesamte Weinig Gruppe Abschied von Wolfgang Wilmsen, ist sich bewusst wie viel sie Wilmsen zu verdanken hat und will ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Begrüßt 24 neue Auszubildende

Bei Vauth-Sagel wird das Thema Ausbildung großgeschrieben. Deshalb war es allen Beteiligten auch in diesem Jahr ein wichtiges Anliegen, die neuen Auszubildenden im Unternehmen willkommen zu heißen. Nach dem erfolgreichen Azubi-Tag im vergangenen Jahr entschied man sich in diesem Jahr dazu, dem Nachwuchs am Standort Erkeln gleich drei volle Tage zu widmen, um das Arbeitsumfeld und die neuen Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen. „Wir wollen als Ausbildungsunternehmen attraktiv sein und jungen Menschen die Chance geben, einen zukunftsfähigen Beruf zu erlernen“ betonen Vertreter der Geschäftsführung und Verantwortliche aus den entsprechenden Fachabteilungen. Insgesamt starten in diesem Jahr 24 junge Raumentdeckerinnen und Raumentdecker ihre Ausbildung innerhalb der Vauth-Sagel Gruppe und legen so den Grundstein für eine Karriere „Made in Germany“.

Nach einer kurzen Begrüßung im Showroom und einem gemeinsamen Blick auf die Agenda, stand für die neuen Auszubildenden an ihrem ersten Tag eine umfangreiche Vorstellungsrunde auf dem Programm. Nicht nur das Unternehmen und die Ausbilder wurden vorgestellt, auch die „alten“ und „neuen“ Auszubildenden untereinander sollten sich näher kennenlernen. Auch Firmengründer „Senior“ Heinrich Sagel ließ es sich nicht nehmen, die Neuankömmlinge kennenzulernen und gab ihnen sein Leitmotto mit auf den Weg: „Wer Schaffen will, muss fröhlich sein“. Es folgte eine Einführung in die Geschäftsprozesse. Bei der anschließenden Gruppenarbeit konnten die Auszubildenden auf erste Tuchfühlung mit der Produktpalette des Unternehmens gehen und ihr Geschick beim Einbau der Produkte unter Beweis stellen. Abgerundet wurde der erste Tag mit Werksführungen an den Standorten Erkeln und Beverungen.

Am zweiten Tag ging es für die neuen Auszubildenden nach Paderborn. Dort bekamen sie einen Einblick in die einzelnen Produktionsschritte und die organisatorischen Abläufe innerhalb der Unternehmensgruppe. Tag drei stand ganz im Zeichen des Standorts Korbach, wo die Auszubildenden neben einer Werksführung eine für ihren zukünftigen Arbeitsalltag wichtige Sicherheitsunterweisung erhielten.

Initiiert wurden die Azubi-Tage von Regina Kraft, Ausbildungsleiterin für kaufmännische Auszubildende und Eduard Schmidt, Ausbildungsleiter für gewerbliche Auszubildende. Beide sind sich einig, dass eine Ausbildung bei Vauth-Sagel einen großen Mehrwert bietet. In diesem Jahr beginnen 24 junge Menschen ihre Ausbildung in dem Familienunternehmen an den Standorten Brakel-Erkeln, Beverungen, Paderborn und dem nordhessischen Korbach, darunter Industriekaufleute, Mechatroniker/-innen und Fachlagerist/-innen. Dies ist nur ein kleiner Teil der Ausbildungsberufe, die Vauth-Sagel für einen Karrierestart vorzuweisen hat. Insgesamt bildet das Unternehmen Auszubildende und Studierende in 13 Lehrberufen und drei dualen Studiengängen aus. Auch bei Vauth-Sagel spürt man den bundesweit bestehenden Fachkräfte- und Ausbildungskräftemangel. Umso stolzer ist man, dass es gelungen ist, fast alle freien Ausbildungsstellen zu besetzen. Um zukünftig gezielter auf Vauth-Sagel als attraktiven Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb in der Region aufmerksam zu machen, präsentiert das Unternehmen passend zum Ausbildungsbeginn seine neue Ausbildungsbroschüre. „Wir entwickeln uns von Jahr zu Jahr weiter und arbeiten ebenso an unseren Ausbildungsstandards. Mir der neuen Broschüre zeigen wir, dass wir auch hier mit der Zeit gehen“, so Geschäftsführer Thomas Sagel.

Geschäftsanbahnungsreise für deutsche KMU der Möbel- und holzverarbeitenden Industrie

Wie sieht der Markt für Holz- und Möbelindustrie in Serbien / Bosnien und Herzegowina aus? Wer sind die wichtigsten Marktakteure und welche Mitbewerber:innen gibt es? Welches Geschäftspotential gibt es für mein Unternehmen und welche Marktchancen haben meine Produkte?

Die Möbel-/Holzverarbeitende Industrie haben sowohl in Serbien als auch in Bosnien und Herzegowina lange Tradition und sind die mit am weitesten entwickelten Wirtschaftszweige, die einen erheblichen Überschuss im Außenhandel verzeichnen. Beide Länder haben einen dominanten und weiter ansteigenden Exportanteil von Produkten mit höherem Fertigungsgrad. Hiermit ist die Herstellung von Massivholzmöbeln hervorzuheben. Der Prozess der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen lndustrie eröffnet die Chancen für deutsche Technologieanbieter, die von der Modernisierung der gesamten Branche profitieren können.

Ziel dieser Geschäftsanbahnungsreise ist die Unterstützung deutscher KMU aus der Holzverarbeitungsmaschinenindustrie bei der Kontaktaufnahme mit potenziellen Geschäftspartnern in beiden Zielmärkten. Das Projekt soll die teilnehmenden Unternehmen in die Lage versetzen, erforderliche Vorentscheidungen für eine künftige Geschäftstätigkeit in Serbien sowie Bosnien und Herzegowina zu treffen und wichtige Kontakte zu knüpfen. Die Geschäftsanbahnung wird in Form von fachlichen Präsentationsveranstaltungen in Belgrad und Sarajewo umgesetzt und im Rahmen eines Webinars, das im Vorfeld der Geschäftsreise stattfinden wird, erhalten deutsche Unternehmen detaillierte Informationen zum Eintritt in den serbischen und bosnisch-herzegowinischen Markt, umfangreiche Informationen zu den jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Angaben zu konkreten Mitbewerbersituationen.

Die Reise richtet sich an deutsche Unternehmen, die Lösungen, Produkte und Dienstleistungen für Sägewerke und die Holzwerkstoffindustrie anbieten, ebenso wie für Hersteller von Möbeln, Fußböden, Bauelementen oder Holzbauten.

Teilnahmebedingungen und Kosten: Deutsche KMU bezahlen neben den persönlichen Reise- und Übernachtungskosten (Flug, Transfer, Hotel, Verpflegung) einen Eigenanteil. Dieser richtet sich nach der Unternehmensgröße:

  • 500 EUR (netto) für Teilnehmende mit weniger als 2 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitenden
  • 750 EUR (netto) für Teilnehmende mit weniger als 50 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeitenden
  • 1.000 EUR (netto) für Teilnehmende ab 50 Mio. EUR Jahresumsatz oder ab 500 Mitarbeitenden

Die Geschäftsanbahnungsreise wird von der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer (AHK Serbien) in Zusammenarbeit mit der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Bosnien und Herzegowina (AHK BiH) und dem Projektpartner em&s GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) durchgeführt. Anmeldeschluss ist der 31. August 2022, aktuell gibt es noch wenige freie Plätze.

Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Juni leicht gesunken

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2022 gegenüber Mai 2022 saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent gefallen. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen ergab sich ein Anstieg von 0,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2021, der durch ein sehr hohes Niveau gekennzeichnet war, lag der Auftragseingang im Juni 2022 kalenderbereinigt 9,0 Prozent niedriger.

Maßgeblich für die sinkenden Auftragseingänge im Vormonatsvergleich war der Rückgang der Aufträge aus der Nicht-Eurozone um 4,3 Prozent. Für das gesamte Ausland ergab sich ein Rückgang von 1,4 Prozent. Dagegen stieg das Volumen der Aufträge aus der Eurozone um 3,4 Prozent sowie das der Inlandsaufträge um 1,1 Prozent. Beide wurden insbesondere durch Großaufträge beeinflusst.

Bei den Herstellern von Investitionsgütern lag der Auftragseingang im Juni 2022 um 1,8 Prozent unter dem Vormonatsniveau. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern stieg der Auftragseingang um 1,2 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter stieg der Auftragseingang um 1,7 Prozent.

Für Mai 2022 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein leichter Rückgang gegenüber April 2022 um 0,2 Prozent (vorläufiger Wert: +0,1 %).

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Juni 2022 saison- und kalenderbereinigt 3,0 Prozent höher als im Vormonat. Für Mai 2022 ergab sich nach der Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg um 2,5 Prozent gegenüber April 2022 (vorläufiger Wert: +3,2 %).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2021 lag der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe kalenderbereinigt 3,4 Prozent höher.

Trotz rückläufiger Auftragseingänge und deutlichem Anstieg der Umsätze war das Auftragseingangsvolumen auch im Juni 2022 immer noch leicht höher als das Umsatzvolumen. Der Nachfrageüberhang dürfte auf die anhaltend hohe Knappheit an Vorprodukten zurückzuführen sein. Gestörte Lieferketten infolge des Kriegs in der Ukraine und anhaltender Verwerfungen durch die Corona-Krise führen nach wie vor zu Problemen beim Abarbeiten der Aufträge. Laut dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung klagten im Juni 2022 74,1 Prozent der befragten Industrieunternehmen über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Den Zusammenhang von Materialknappheit und Industrieaktivität stellt das Statistische Bundesamt in einer Analyse mit fortlaufend aktualisierten Zahlen dar.

Führt die 4-Tage-Woche ein

Für ihre Innovationen ist die Schreinerei und Möbelmanufaktur Mayr aus Manching weit über die Region hinaus bekannt. Egal ob moderne oder zeitlose Möbel und Einbauten, eine digitale Produktion und Auftragsabwicklung oder auch in der Arbeitssicherheit hat die Schreinerei aus Manching immer frühzeitig Trends erkannt und ist neue Wege gegangen.

Bereits seit 2015 hat die Möbelmanufaktur gemeinsam mit der Handwerkskammer das Projekt „unternehmensWert:Mensch“ im Betrieb eingeführt. Mit „unternehmensWert:Mensch“ wird seitdem die psychische Belastung im Arbeitsalltag reduziert und die Mitarbeiterzufriedenheit erhöht.

„Durch den permanenten Dialog mit den Mitarbeitern kann immer schnell auf individuell Bedürfnisse und die geänderten Anforderungen in der Arbeitswelt reagiert werden“, so Geschäftsführer Andreas Mayr und weiter: „So hat sich nun die Belegschaft gemeinsam mit der Geschäftsleitung für die Einführung einer modifizierten Vier-Tage-Woche entschieden.“

Mit der gleichen Stundenleistung in einer 4-Tage-Woche werden in Produktion und Montage die Kapazitäten ressourcenschonend gebündelt. Für die Mitarbeiter entfällt jeweils eine An- und Abfahrt und auch die Montage-Tage werden entsprechend bei gleichbleibendem Output reduziert. Durch den zusätzlichen freien Tag entsteht mehr Freiraum zur Verwirklichung einer echten Work-Life-Balance.

Um den hohen Dienstleistungsgedanken weiterhin aufrecht zu erhalten, bleibt das Büro mit einer Rumpfbesetzung auch Freitags besetzt und in Auftragsspitzen können die Arbeitszeiten flexibel angepasst werden.

Punktet mit dem Standortvorteil Brasilien

Seit 20 Jahren produziert Inter Link seine Möbel in Brasilien. Das deutsch-französisch-brasilianische Unternehmen galt deshalb lange als Exot, da sich der deutsche Möbel-Import in den vergangenen Jahren in Richtung Osten verlagert hat. Die aktuell so oft zitierte Zeitenwende betrifft auch die Einrichtungsbranche und führt dazu, dass Made in Brasil für den europäischen Markt nun ins Rampenlicht rückt – aus politischen, preislichen und klimasensiblen Motiven.

„Politische Faktoren gewinnen im Sourcing an Relevanz. Ausgelöst durch den Russland-Schock wird zukünftig genauer hingeschaut werden, in welchen Ländern mit welchen politischen Systemen Waren eingekauft werden – allein schon aus Compliance-Gründen“, erklärt Martin Link, CEO der Link Unternehmensgruppe.

Auch auf eine andere europäische Herausforderung gibt es Antworten in Brasilien: Der Holz-Engpass. In Brasilien bietet die dort heimische Kiefer (Pinus teada) eine im Vergleich mit der hiesigen Eiche schnell wachsende, nachhaltige Alternative – als Massivholz für die Möbel-Produktion. Die Weihrauch-Kiefer ist nicht gefährdet, ein wirtschaftlich wichtiger Lieferant von Harz und Holz, sie ist frei von Schadstoffen und lässt sich vielseitig verarbeiten.

„Der europäische Markt ist bestrebt, ökologische Lösungen zu etablieren und recycelte Materialien sowie nachhaltige natürliche Rohstoffe wie Holz, Naturfarben und Leder zu verwenden, die in Brasilien bereits weit verbreitet sind“, erklärt Irineu Munhoz von Abimóvel, dem brasilianischen Verband der Möbelhersteller.

Bisher gingen die größten Teile der brasilianischen Möbelproduktion in den heimischen Markt und in die USA, nun werden Móveis do Brasil auch in Europa preislich immer attraktiver. Viele Produkte aus dem Werk Inter Link do Brasil sind außerdem mit den Gütesiegeln „GS TÜV“, „TÜV Rheinland“ und „LGA geprüft“ ausgezeichnet. Da die Möbel am Firmensitz an der deutsch-französischen Grenze auf Lager genommen werden, sind die Lieferzeiten an die Lager der Handelspartner oder per Dropshipping an die Endkunden extrem kurz.

„Wir sind ein Teil der starken brasilianischen Holz- und Möbelwirtschaft. Bereits 1988 waren wir vor Ort sind und haben alles von Beginn an mit aufgebaut und strukturiert und 2002 Inter Link do Brasil zu einer modernen und sehr leistungsfähigen Produktion ausgebaut. Deshalb können wir unseren Standortvorteil für den europäischen Handel jetzt voll ausspielen“, sagt Martin Link, CEO der Link Unternehmensgruppe.

Aufträge im Wert von über 1 Mrd. Euro im ersten Halbjahr

Nach dem Rekordauftragseingang im Auftaktquartal hat sich die starke Nachfrage bei der Homag Group im zweiten Quartal fortgesetzt. Auch bei Umsatz und Ergebnis konnte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2022 deutlich zulegen.

In den ersten sechs Monaten 2022 erhöhte sich der Auftragseingang der Homag Group gegenüber dem bereits sehr hohen Vorjahreswert um 18 Prozent auf 1.031 Millionen Euro (Vorjahr: 872 Mio. Euro). „Damit haben wir erstmals die Marke von 1 Milliarden Euro in einem Halbjahr übertroffen“, betont der Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Schmitt. „Erfolgreich waren wir sowohl im Einzelmaschinengeschäft als auch im Systemgeschäft mit kompletten Produktionslinien sowie mit unseren Serviceleistungen. Bei den Regionen hat sich vor allem Nordamerika sehr stark entwickelt. Besonders hoch war dort die Nachfrage nach Systemen für die Produktion von Bauteilen für nachhaltige Holzhäuser.“ Der Auftragsbestand stieg aufgrund des hohen Auftragseingangs zum 30. Juni 2022 auf 1.269 Millionen Euro (30.06.2021: 839 Mio. Euro).

Der Umsatz legte das sechste Quartal in Folge zu und verbesserte sich im ersten Halbjahr 2022 um 21 Prozent auf 782 Millionen Euro (Vorjahr: 647 Mio. Euro). Als Gründe für die Umsatzsteigerung nennt Dr. Daniel Schmitt „eine effiziente Kapazitätsausnutzung, die verbesserte Anpassung an die Materialknappheit sowie positive Wechselkurseffekte und ein temporär höherer Anteil an Handelsware ohne eigene Wertschöpfung bei einem US-Großauftrag.“

Ihr EBIT vor Sondereffekten konnte die Homag Group um 45 Prozent auf 58,6 Millionen Euro (Vorjahr: 40,3 Mio. Euro) steigern, obwohl die Lieferkettenprobleme weiter zu Mehraufwendungen führten und der Umsatzanteil der margenschwächeren Handelsware überdurchschnittlich hoch war. Positiv auf das Ergebnis wirkten sich die hohe Auslastung, das wachsende Service-Geschäft und die Effizienzsteigerungen der Vorjahre aus.

Zum 30. Juni 2022 hat sich die Beschäftigtenzahl im Unternehmen auf 7.333 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (30.06.2021: 6.800) erhöht. Personal hat die Homag Group insbesondere in den strategisch wichtigen Bereichen Service und Holzbau aufgebaut.

Mit der Messe „Holz-Handwerk“ in Nürnberg fand im Juli erstmals seit der Corona-Pandemie wieder eine große Messe in Präsenz statt. Dr. Daniel Schmitt zieht ein positives Fazit: „Auf der Messe konnten wir viele gute Gespräche mit Kunden führen. Unsere Innovationen kamen gut an und wir haben ein großes Interesse an unseren Lösungen in den Bereichen Digitalisierung und Automatisierung festgestellt. Somit blicken wir optimistisch auf das weitere Jahr.“