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Autor: Möbelfertigung

Sedus

„se:desk home“ von TÜV Rheinland als Schreibtisch für Wohnbereich zertifiziert

Offiziell getestet und für sicher befunden – der Arbeitstisch „se:desk home“ hat die TÜV Rheinland/LGA Zertifizierung „Sitz-Steharbeitstische für den Wohnbereich“ als erster elektromotorisch höhenverstellbarer Tisch erhalten.

Für die Prüfung im Wohnbereich wurde eine komplett neue Grundlage entwickelt, da Schreibtische seither vor allem für Büros getestet und zertifiziert wurden. Bei der neuen Prüfung stand neben den üblichen sicherheitsrelevanten Aspekten auch die besondere Sicherheit für Kinder im Fokus. Der Tisch mit seiner elektromotorischen Höhenverstellung hat die strengeren Vorgaben erfüllt und ist nun für die Nutzung im Home-Office zertifiziert. Dabei wird das Verfahren des Tisches über eine spezielle Tastenkombination am Handtaster gesichert. Der Nutzer hat so die Möglichkeit zu entscheiden, ob und wann der Tisch „gesperrt“ sein soll.

„se:desk home“ überzeugt mit mehreren Attributen: Seine hochwertige Technik und die intuitive Höhenverstellung fördern den wichtigen Haltungswechsel am Arbeitsplatz. So kann problemlos im Sitzen oder im Stehen gearbeitet werden. Dank seiner kompakten Abmessungen und dem wohnlichen Charakter fügt sich „se:desk home“ optimal im Home-Office ein. Gerade für die Bildschirmarbeit ist ein ergonomischer Arbeitsplatz wichtig – dazu lässt sich der Schreibtisch gut mit einem hochwertigen Drehstuhl oder Stehhocker kombinieren.

Vertragsverlängerung bei Rainer Gausepohl bis 2026

Der Aufsichtsrat der Homag Group AG hat die Bestellung von Finanzvorstand Rainer Gausepohl bis zum 28. Februar 2026 verlängert. Der 50-Jährige gehört dem dreiköpfigen Vorstand des Unternehmens seit Februar 2020 an. Sein Vertrag hatte ursprünglich eine Laufzeit bis 28. Februar 2023 und wurde nun frühzeitig um drei weitere Jahre verlängert.

Gerhard Federer, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Homag Group AG: „Rainer Gausepohl ist ein versierter Finanzexperte, der sich im Maschinenbaugeschäft hervorragend auskennt und für einen strukturierten, langfristig ausgerichteten Management-Stil steht. Seit seinem Einstieg bei Homag hat er dort die kaufmännischen Prozesse, die Organisation und die IT-Landschaft entscheidend mitgeprägt und dadurch erhebliche Effizienzsteigerungen ermöglicht. Seine Vertragsverlängerung ist ein wichtiges Signal dafür, dass das Umsatzwachstum von Homag auch weiterhin von einer kontinuierlichen Optimierung der Strukturen und Prozesse im Unternehmen flankiert wird.“

Rainer Gausepohl bildet den Vorstand der Homag Group AG gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Daniel Schmitt und Dr. Sergej Schwarz. Vor seinem Eintritt in den Homag-Vorstand war er kaufmänischer Leiter der Division Application Technology des Homag-Mutterkonzerns Dürr

Webinar Cyber Resilienz

Das Thema der Hacker-Angriffe auf Unternehmen ist inzwischen bekannt aus Fernsehen und Zeitung. Die Digitalisierung und Vernetzung der Unternehmen schreiten weiter voran. Das Risiko von Cyber-Angriffen wird immer größer. Im Jahr 2022 sehen Unternehmen weltweit das Risiko von Cybervorfällen auf dem ersten Platz. In Deutschland sieht das Bild ähnlich aus. Die deutschen Unternehmen bewerten das Risiko der Cybervorfälle auf Platz 2 nach dem Top 1 Risiko: Betriebsunterbrechungen.

Mit diesen Fragen und Risiken müssen Unternehmen zunehmend professioneller umgehen. Das Thema Cyber-Resilienz spielt eine große Rolle.

In diesem Webinar wird für Vorstände, Geschäftsführer, Logistiker, Einkäufer, sowie SCM Verantwortliche ein 360° Blick auf das Thema Informationssicherheit gelegt und es werden durch verschiedene Experten Antworten und Lösungen diskutiert.

  • Die IT-Sicherheitsexperten von PCO erläutern was zum Aufbau von Cyber-Resilienz notwendig ist und wie in einem Angriffsfall vorgegangen wird.
  • Die Gothaer-Versicherung gibt einen Einblick in die aktuelle Sicherheitslage in Deutschland und was für eine Roadmap nach einem Sicherheitsvorfall aufzustellen ist.
  • Der Logistiker Hellmann teilt die strategische Learnings nach einem Cyber-Vorfall.
  • Die SCM Experten von GOcon ordnen das Thema Cyber-Resilienz in den Gesamtkontext des Risikomanagements in der Lieferkette ein.

Die Experten diskutieren hybrid in der Maze eSport Factory in Osnabrück unter der Moderation von Gerold Ohlendorf.

Dafür begrüßen wir Sie herzlich am 30. August um 10 Uhr im Live-Stream, oder vor Ort in Osnabrück.

Kurzzusammenfassung

  • Thema: Cyber Resilienz: 360° Hybrid-Webinar zur Informationssicherheit in der Lieferkette
  • Termin: 30.08.2022: 10.00 – 11.30
  • Ort: Maze GmbH, Sandforter Straße 65, 49086 Osnabrück oder Vimeo Link
  • Moderation: Gerold Ohlendorf (Geschäftsführer und Interim CIO)

Hier geht es zur Anmeldung

Umsatzrekord im Jahr 2021

Die Rahmenbedingungen waren alles andere als günstig: Gestörte Lieferketten, deutlich gestiegene Rohstoffkosten und lange Lieferzeiten stellten die Plansee Group im vergangenen Geschäftsjahr vor große Herausforderungen. Doch die starke Konjunktur, interne Verbesserungsmaßnahmen und die Vollkonsolidierung der Hartmetalltochter Ceratizit führten die Tiroler Unternehmensgruppe zu einem neuen Umsatzrekord.

Insgesamt erzielte die Plansee Group im Geschäftsjahr 2021/22 einen Umsatz von 2,02 Milliarden Euro – 56 Prozent mehr als im Vorjahr. Rechnet man den Effekt heraus, der sich durch die erstmalige Vollkonsolidierung des Tochterunternehmens Ceratizit ergeben hat, hätte das Umsatzplus 15 Prozent betragen. Die Plansee Group war in der Vergangenheit mit 50 Prozent an der Hartmetall-Tochter Ceratizit beteiligt und hatte zum 1. März 2021 die Mehrheit an dem Luxemburger Unternehmen übernommen. Das organische Wachstum basiert auf der raschen Erholung vieler Branchen nach der Pandemie und der starken Nachfrage aus der Medizintechnik sowie der Halbleiter- und Bauindustrie.

„Erst die Pandemie, dann Lieferkettenprobleme, jetzt der Ukrainekrieg. Diese Herausforderungen waren und sind ein Kraftakt für unsere Mitarbeitenden und Führungskräfte. Ein Kraftakt, den wir erfolgreich meistern“, sagte Karlheinz Wex, Sprecher des Vorstands der Plansee Group, im Rahmen eines Pressegesprächs in Reutte. Die Unternehmensgruppe habe im 101. Jahr ihres Bestehens rasch auf die anziehende Konjunktur reagiert, Marktpositionen ausgebaut und viel Kraft in die Weiterentwicklung der Organisation gesteckt. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr gab sich Wex für das erste Halbjahr optimistisch. Die Plansee Group stehe auf soliden wirtschaftlichen Beinen und die Auftragsbücher seien gut gefüllt. Gleichzeitig wies Wex aber auch auf die Risiken hin:  die unabschätzbaren Folgen des Ukraine-Kriegs, die unsichere Gasversorgung, steigende Inflation, zunehmende Handelsbarrieren zwischen Ländern und Regionen und „Hamsterkäufe“ in den Lieferketten. „Das macht uns zu schaffen und wird Folgen für unsere wirtschaftliche Entwicklung im zweiten Halbjahr haben“, so der Vorstandssprecher.

Mit der Verabschiedung einer Nachhaltigkeitsstrategie hat die Plansee Group einen Technologiewechsel eingeläutet. „Seit 20 Jahren wird bei uns Wasserstoff überwiegend aus Erdgas erzeugt. Wasserstoff wird in mehreren wesentlichen Produktionsschritten als Prozessgas benötigt. Künftig soll Wasserstoff vorwiegend über die Elektrolyse mithilfe von grünem Strom gewonnen werden. Damit können wir den eigenen CO2-Fußabdruck in der Gruppe in den kommenden drei bis fünf Jahren aus eigener Kraft um bis zu 60 Prozent senken“, so Vorstandsmitglied Wolfgang Köck. Zu diesem Ziel sollen laut Köck zudem die Steigerung des Recyclinganteils bei Wolframprodukten sowie die Erhöhung der Material- und Energieeffizienz beitragen.

Für eine erfolgreiche Energiewende nimmt Karlheinz Wex auch die Politik in die Pflicht: „Aufgrund der Energiemengen, die auch künftig in der industriellen Produktion benötigt werden, fordern wir die Politik auf, die notwendigen Rahmenbedingungen für eine sichere, wettbewerbsfähige und nachhaltige Energieversorgung zu schaffen“.

Beim Wissenschaftskongress „Plansee Seminar“ Anfang Juni in Reutte wurden die in der Plansee Group verarbeiteten Werkstoffe Molybdän und Wolfram erstmals in einem Nachhaltigkeitsranking mit anderen Werkstoffen verglichen. Wolfgang Köck: „Die hier vorgestellten Ergebnisse bieten interessante Anknüpfungspunkte, mit denen wir uns noch klarer als bislang im Wettbewerb unterscheiden können“. Details dazu sollen im Herbst veröffentlicht werden.

Mit der Übernahme der Ceratizit hat die Plansee Group die Wolframpulverfertigung neu geordnet und wettbewerbsfähiger aufgestellt. Sie basiert zunehmend auf Recycling. Um die ehrgeizigen Recyclingziele zu erreichen, hat Ceratizit eine Initiative gestartet, soviel Wolframschrott wie möglich wieder einzusammeln und dem Recycling zuzuführen. Das recycelte Wolfram wird in der Plansee Group für die Herstellung neuer Produkte eingesetzt. Moderne Recyclingtechnologien stellen sicher, dass Produkte aus wiederverwertetem Wolfram über identische Eigenschaften verfügen wie Produkte aus „frischem“ Wolfram.

Am größten Produktionsstandort der Gruppe, in Breitenwang/Reutte (Österreich), steht eine neue Produktionshalle der Ceratizit kurz vor der Fertigstellung. Die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage mit einer Maximalleistung von 385 Kilowatt in der ersten Ausbaustufe wird demnächst in Betrieb genommen. Zudem hat Plansee eine neue Sinterei gebaut und die Produktionskapazitäten für Bauteile für die Medizintechnik und die Halbleiterindustrie ausgeweitet. Der Standort hat seine Produktionsleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr um 23 Prozent auf 747 Millionen Euro gesteigert. Insgesamt wurden in Breitenwang/Reutte im Geschäftsjahr 2021/22 62 Millionen Euro in Sachanlagen investiert. In der gesamten Gruppe waren es 154 Millionen Euro. Für Innovationen gab die Gruppe 86 Millionen Euro aus.

Die Neupositionierung des Standorts Mamer (Luxemburg) ist abgeschlossen. Hier wurden die Weichen dafür gestellt, das Werk künftig noch stärker auf die Herstellung von verschleißfesten Komponenten aus Hartmetall für die produzierende Industrie und von Wendeschneidplatten für die Werkzeugindustrie zu fokussieren.

Alle Aktivitäten zur Herstellung von Wolframpulver aus Erz oder Schrott am Standort Towanda (USA) wurden in den Unternehmensbereich Ceratizit integriert. Die Energie- und Umweltbilanz des Standorts ist aufgrund des hohen Anteils von recycelten Wolframschrotten in der Produktion besonders gut. Im Vergleich zur Produktion aus Wolframerz sind beim Recycling Energieverbrauch und CO2-Emissionen deutlich niedriger.

In der Plansee Group Functions wurden wesentliche Servicefunktionen der Gruppe wie IT, HR, Controlling und Finanz- und Rechnungswesen gebündelt. Die Servicegesellschaft ist an den Standorten Reutte, Kempten, Mamer und Towanda aktiv. Mit einer Joboffensive wirbt die Plansee Group Functions insbesondere um IT-Fachkräfte. Die Spezialisten werden dringend benötigt, um die weitere Digitalisierung der Unternehmensaktivitäten zu stemmen.

Die Plansee Group geht auch im laufenden Geschäftsjahr von schwierigen Randbedingungen aus. Steigende Strom- und Gaspreise, die steigende Inflation, Logistik- und Versorgungsprobleme auf den Beschaffungsmärkten und fehlende Fachkräfte in mehreren Berufsgruppen gehören zu den Herausforderungen. Positiv entwickeln sich weiterhin die Märkte im Maschinenbau, der Halbleiterindustrie und in der Medizintechnik. „Die gute Nachfrage in diesen Industrien zeigt, dass unsere Produkte und Werkzeuge aus den Werkstoffen Molybdän und Wolfram auch in Zukunft in vielen Hightechanwendungen gefragt sein werden“, so Karlheinz Wex. Mit der weiteren kraftvollen Umsetzung des internen Optimierungsprojekts „better together“ in den kommenden zwei Jahren, gezielten Unternehmensübernahmen und Prozessverbesserungen arbeite man in der Plansee Group weiterhin daran, sich noch leistungsfähiger und wettbewerbsfähiger aufzustellen.

Zweistelliger Zuwachs im ersten Halbjahr

Mit Rückenwind ist die Büromöbelbranche in das „Orgatec“-Jahr gestartet. Rund drei Monate vor der internationalen Leitmesse für moderne Arbeitswelten in Köln, die vom 25. bis 29. Oktober stattfindet, blicken die Hersteller auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Vor allem die ganzheitliche Arbeitsplatzgestaltung hat bei Arbeitgebern in dieser Zeit entscheidend an Bedeutung gewonnen, das zeigen Nachfrage und Umsatz.

Insgesamt meldet der Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) für das erste Halbjahr des Jahres 2022 einen Umsatzanstieg in der Büromöbelproduktion von 10 Prozent – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – auf knapp 1,2 Mrd. Euro. Nachdem lange Zeit vor allem Sitzmöbel gefragt waren und der Fokus neben der Ausstattung der Homeoffice-Arbeitsplätze auf der Einrichtung einzelner Kommunikationszonen lag, verschiebt sich nun die Nachfrage. Das unterstreicht ein Plus von 15,4 Prozent bei Büromöbeln, zu denen neben dem klassischen Arbeitstisch und Schränken vermehrt auch komplexere Ausstattungen gehören. Aber auch bei den Sitzmöbeln stiegen seit Jahresbeginn die Umsätze, allerdings nur um 4,2 Prozent.

„Gefragt sind umfassende Bürolösungen, die den veränderten Anforderungen an attraktive, vielfach hybride Büroarbeitsplätze Rechnung tragen. Hier wollen Arbeitgeber investieren und fragen neben den Ausstattungen auch nach qualifizierten Beratungsleistungen unserer Mitglieder und unserer Partner aus Planung und Fachhandel“, erläutert der IBA-Vorsitzende Helmut Link den aktuellen Trend. Vor diesem Hintergrund freue sich die Branche sehr auf die in Kürze – und erstmals seit Beginn der Pandemie – stattfindende „Orgatec“ in Köln: „Hier finden die Besucher die Konzepte und Innovationen, mit denen sich die Kunden unserer Branche fit für die nächsten Jahre machen können. Denn wo man arbeitet, wie man arbeitet und welche räumlichen Möglichkeiten auch zur effizienten digitalen Kollaboration bestehen, war noch nie so wichtig wie jetzt. Das gilt auch mit Blick auf die Gewinnung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter“, so der IBA-Vorsitzende.

Unternehmen in ganz Europa haben dies erkannt und legen einen Fokus auf eine passende Umgestaltung ihrer Büroarbeitsflächen. Während viele Arbeitgeber im Vorjahr noch zögerlich agiert haben, haben in den zurückliegenden Monaten selbst die unbeständigen Rahmenbedingungen den angestrebten Wandel bislang nicht gedämpft: sowohl im Inland (plus 11,9 Prozent) als auch im Ausland (plus 4,8 Prozent) ist eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die durchschnittliche Exportquote sank leicht von 26,8 Prozent zum Jahreswechsel auf jetzt 26,0 Prozent.

Wie der IBA und seine Mitglieder betonen, komme es bei der Gestaltung der anstehenden Transformation nicht nur auf die passenden Produkte zum Beispiel für Teamarbeitsräume, projektbasiertes Arbeiten, hybride Meetings und neue Lernwelten an. Erst im durchdachten Zusammenspiel ergebe sich der ganze Mehrwert, denn althergebrachte Konzepte werden in Frage gestellt, neue Ideen sind gefragt: „Die Arbeitsplatzgestaltung ist zur Managementaufgabe geworden. Gleichzeitig ist unsere Branche nicht mehr so sehr als Ausstatter, sondern als Wegbegleiter in einem Veränderungsprozess gefordert“, stellt beispielsweise Hendrik Hund, Geschäftsführer der Hund Möbelwerke, fest.

Neben der Schaffung funktionaler Voraussetzungen für die Arbeit im Büro, im Homeoffice und an dritten Orten geht es immer mehr darum, die Bindung der Beschäftigten an das Unternehmen zu stärken, Kultur sicht- und spürbar zu machen und sich als Arbeitgeber attraktiv zu zeigen. Dies erfordert spezifische Impulse, die zum jeweiligen Unternehmen passen. Daniel Kittner, Vorstand der Sedus Stoll AG hebt vor diesem Hintergrund die Bedeutung des persönlichen Erlebens hervor – auch mit Blick auf das anstehende Messe-Event: „Bei den Besuchern in unseren Showrooms und besonders an unserem Unternehmenssitz in Dogern erleben wir regelmäßig, wie groß derzeit der Informationsbedarf ist. Mit der ,Orgatec‘ hat unsere Branche die Chance, all das an einem Ort zu bündeln.“

Die Messe, die vom 25. bis 29. Oktober in Köln stattfinden wird, gibt erstmals seit langer Zeit wieder die Chance, mögliche Gestaltungslösungen für eine zukunftsfähige Arbeitsplatzgestaltung „live“ zu erleben. Vor diesem Hintergrund erhoffen sich die Aussteller neben vielen persönlichen Kontakten und Gesprächen auch weitere Impulse für die Branchenkonjunktur. Der IBA-Vorsitzende Helmut Link blickt – stellvertretend für die gesamte Branche – sehr optimistisch auf die „Orgatec“: „Der Industrieverband Büro und Arbeitswelt und die Koelnmesse laden alle, die sich für richtungsweisende Bürolösungen, agile Produkte und Gestaltungsideen sowie den fachlichen Austausch zu den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft begeistern, zu einem ganz besonderen internationalen Messeevent nach Köln ein!“

Im Vorfeld der „Orgatec“ schafft der IBA außerdem ein ergänzendes digitales Angebot zur Messe. Aussteller haben die Möglichkeit, ihren Messeauftritt um eine Präsenz auf dem IBA Forum, der digitalen Branchenplattform und Kompetenzzentrum für die Arbeitswelt von morgen, zu erweitern. Hier werden auch über den Messezeitraum hinaus Produkte und Gestaltungskonzepte in den virtuellen Showrooms erlebbar gemacht. Weitere Informationen und Anmeldung für Aussteller können unter https://www.orgatec.de/die-messe/iba-forum/ eingesehen werden.

Durfte sich über einen „German Brand Award“ 2022 freuen

Die Linak GmbH in Nidda hat für die Marketingkampagne „Design meets movement 2.0 den „German Brand Award“ erhalten. In der Kategorie Excellence in Brand Strategy and Creation ist Linak sogar als Gewinner hervorgegangen. Die Kategorie „Excellence in Brand Strategy and Creation“ zeichnet die stärksten Kampagnen, Konzepte und Strategien einzelner Fachdisziplinen aus.

Die Linak die Kampagne ‚Design meets movement 2.0‘ startete 2021. Das Leben wandelt sich, das Arbeiten ändert sich, Räume definieren sich neu. Studenten:innen des Fachbereichs Design der Universität Wuppertal setzten sich in der Kampagne mit der Frage auseinander, welche Rolle Möbel in Zukunft einnehmen und welche Funktionen sie haben werden? Daraus entstanden beeindruckende Möbelprojekte. „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung“, freut sich Geschäftsführer Christoph Messing, denn damit habe die Kampagne nicht nur für Anerkennung innerhalb der Branche gesorgt und Innovationsimpulse geliefert, sondern wurde nun auch von Deutschlands hochkarätigsten Markenexperten wahrgenommen und prämiert.

Initiiert wird der Preis von der Design- und Markeninstanz Deutschlands, juriert von einem hochkarätigen Expertengremium aus Markenwirtschaft und Markenwissenschaft: Der German Brand Award ist die Auszeichnung für erfolgreiche Markenführung in Deutschland. Er entdeckt, präsentiert und prämiert einzigartige Marken und Markenmacher. Die Jury setzt sich zusammen aus unabhängigen, interdisziplinären Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Wissenschaft, Beratung, Dienstleistung und Agenturen. Die Bewertung der Einreichungen erfolgt nach den Kriterien Eigenständigkeit und Markentypik, Markenprägnanz, Differenzierung zum Wettbewerb und Zielgruppenrelevanz. Die Markenführung sollte Aspekte wie Nachhaltigkeit, Innovationsgrad, Kontinuität und Zukunftsfähigkeit berücksichtigen. Auch Faktoren wie die Gestaltungsqualität des Markenauftritts, die Homogenität des Markenerlebnisses und der ökonomische Erfolg spielen eine entscheidende Rolle im Jurierungsprozess. Der Initiator ist der Rat für Formgebung – eine unabhängige international agierende Institution, die Unternehmen darin unterstützt, Design- und Markenkompetenz effizient zu kommunizieren, und die gleichzeitig darauf abzielt, das Designverständnis der breiten Öffentlichkeit zu stärken.

Jetzt Farbe bekennen

Die Macher der Koelnmesse setzen nach wie vor auf eine starke „Imm Cologne“. Das zeigte bereits das neue Konzept, das Anfang Juni, noch vor dem Mailänder „Salone“ vorgestellt wurde. Doch die Branche treibt derzeit vieles um, was für Verunsicherung sorgt: Inflation, Lieferengpässe, Materialknappheit, abflauendes Konsumklima, Krieg in der Ukraine. Und die Corona-Pandemie ist auch noch nicht vorbei. Deshalb stellt sich die Frage: Sollte die „Imm Cologne“ an dem Termin im Januar festhalten – oder nicht? Der Fachbeirat der „Imm Cologne“ und der „Livingkitchen“ hat die Koelnmesse beauftragt, alternative Termine im ersten Halbjahr 2023 zu prüfen. Diese Prüfung nimmt die Messe aktuell vor. Nach einer Abstimmung mit den beteiligten Verbänden, unter anderem mit dem Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) als ideellem Träger sowie der Möbel- und Küchenindustrie soll das Ergebnis Ende August, noch vor den Möbel- und Küchenmessen in Ostwestfalen, kommuniziert werden. Das ist Fakt.

Doch sollte sich die Branche nicht auch fragen, warum sie es in den letzten Jahren, vor allem seit der Pandemie, nicht fertigbringt, gemeinsam auf eine starke, internationale Messe hinzuarbeiten, diese zu unterstützen und nach vorne zu bringen? Warum funktioniert das in Mailand, aber in Deutschland nicht? Reicht es wirklich, nur auf Hausmessen oder kleine Messeformate zu setzen? Wird das der Vielfalt der deutschen Möbelindustrie gerecht?

Sicher ist, dass die Branche vor großen Herausforderungen steht – und die Koelnmesse auch. Denn die Industrie muss derzeit mehr denn je auf ihre Kosten achten. Aber es müssen ja beispielsweise auch nicht zwingend große Messestände sein, auf denen sich die Unternehmen präsentieren. Kleinere, günstigere Formate könnten eine Lösung sein, ergänzt um digitale Angebote. Wobei die letzten Messen und Veranstaltungen gezeigt haben, dass Handel, Verbände und Industrie den persönlichen Austausch suchen, diesen während der Pandemie wirklich vermisst haben. Und sicherlich gehört es in so einer Phase auch dazu, Dinge auszuprobieren, zu verändern und immer wieder anzupassen.

Deshalb ist es gut, dass die Koelnmesse jetzt frühzeitig und ganz offen eine Terminverschiebung gemeinsam mit allen Beteiligten diskutiert. Die Industrie ist nun aber auch gefordert, klar zu formulieren, was sie will. Es muss ein wirkliches Commitment, einen Zusammenhalt zwischen der Messe und der Industrie geben. Denn die Leitmesse in Köln, wie sie es viele Jahre war, hat auch international noch immer eine große Bedeutung. Sie bietet den Herstellern die Chance, komprimiert an einem Standort, die Stärken der deutschen Möbel- und Küchenindustrie zu demonstrieren. Dafür müssen ganz bestimmt neue Wege gegangen werden, von der Koelnmesse und von allen anderen Beteiligten. Dann kann es ab 2023 – unter neuen Vorzeichen – wieder eine erfolgreiche, internationale Möbelmesse in Köln geben.

Drei neue Digitaldruck Patente in den USA und China

I4F und Hymmen vermelden, dass das US-Patent- und Markenamt zwei neue Hymmen-US-Patente erteilt. Die Patente, die sich auf die Anmeldungen „16/494,308“ und „16/494,309“ beziehen, betreffen digitale Prägetechnologien, die eine verbesserte Strukturoptik auf Platten ermöglichen. Gleichzeitig erhielt Hymmen auch eine Patenterteilung aus China, Patentnummer „ZL 201880011317.1“, die ein Verfahren zur Herstellung einer strukturierten Oberfläche abdeckt. Lizenzen für die nun erteilten Patente in den USA und China sind exklusiv über die Firma I4F erhältlich und bieten sicheren Schutz zum Betreiben der modernen Digitaldruckanlagen des Bielefelder Unternehmens zur Herstellung aller Arten von Plattenmaterial.

Die neuen Hymmen-Patente sind Teil des I4F-Clusters für Digitaldrucktechnologien, das die weltweit fortschrittlichsten Digitaldruck- und Digitalprägetechnologien umfasst. Das I4F-Patentportfolio deckt alle relevanten Patentrechte ab – einschließlich USA, China und Europa – und bietet damit laut Aussage Hymmens eines der umfassendsten Digitaldruck-Patentportfolios für Fußbodenbeläge, das derzeit angeboten wird.

Zwei Tage gefüllt mit spannenden Fachvorträgen und Networking

Das GreCon Brandschutzsymposium ist aus seiner pandemiebedingten Pause zurück. Expertinnen und Experten aus der Industrie, Wissenschaft, Forschung und Versicherungswirtschaft präsentierten im Berliner NHOW-Hotel neueste Erkenntnisse über Trends- und Entwicklungen im Brand- und Explosionsschutz.

Das abwechslungsreiche Programm mit vierzehn Vorträgen enthielt für die zahlreichen Teilnehmer eine breite Palette an typischen Fachthemen aus Brand- und Explosionsschutz. Aber auch der Blick über den Tellerrand war mit Präsentationen sichergestellt, die sich zum Beispiel mit Arbeitsschutz und der heutigen Arbeitswelt befassten.

In seiner Eröffnungskeynote ging Uwe Kahmann, Geschäftsführer bei Fagus-GreCon Greten GmbH und Co. KG, auf die Herausforderungen und Megatrends ein, welche derzeit einen besonderen Einfluss auf den Brandschutz haben. Durch die Veranstaltung führte Mathias Fischer, Vertriebsleiter in der Business Unit Brandschutz bei Fagus-GreCon.

Vielfältige Vorträge

„Wir sind froh darüber, nach den vielen ausgefallenen Events der letzten Jahre, die Brandschutz-Szene wieder zusammenbringen zu können“, unterstreicht Mario Haas, Leiter der Business Unit Brandschutz. „Das breite Themenspektrum des Symposiums bot allen Teilnehmern die Gelegenheit aktuelle Trends aufzunehmen und setzte die richtigen Impulse für die Fachgespräche.“

Einer der behandelten Megatrends ist „Cybersecurity“. Per IP-Verbindung angebundene Brandschutzlösungen und die Etablierung von Shared Services, Remote Monitoring und Virtualisierung setzen diese Lösungen neuen Risiken aus. Eine Abschottung der einstmals wenig vernetzten Systeme ist nicht mehr möglich. Hier helfen neue Richtlinien und unabhängige Qualitätsaussagen mit entsprechenden Siegeln, um den Herstellern Orientierung zu geben und um Betreibern Vergleichbarkeit zu bringen und Sicherheit zu gewährleisten.

Aus aktuellem Anlass änderte Dr.-Ing. Johannes Lottermann sein Vortragsthema und nahm die Teilnehmer mit auf eine Reise in die Praxis der Brandbekämpfung in explosionsgefährdeten Bereichen. Sein mit zahlreichen Beispielen von Staubexplosionen und falschen Löschtaktiken mit fatalen Folgen stieß auf großes Interesse. In seinem Fazit machte Lottermann deutlich, wie wichtig es ist, Experten heranzuziehen und Vorbereitungen zu treffen, damit keine Explosion eintreten kann.

Neben den fachlichen Themen des Brand- und Explosionsschutzes begeisterten Vorträge, die neue Perspektiven aufzeigten. Hon.-Prof. Dr. Lars Vollmer stellte die provokante These in den Raum, dass zu wenig gearbeitet würde. In den meisten Unternehmen würden Mitarbeiter die Hälfte ihrer Zeit mit Tätigkeiten verbringen, die zwar wie Arbeit aussähen, aber keine Arbeit seien und damit keine Wertschöpfung erzeugen würden. „Wir brauchen wieder mehr Arbeit und weniger Beschäftigung!“

Networking nach der Corona-Pause

Das GreCon Brandschutzsymposium findet üblicherweise im Vierjahresrhythmus statt. Auch diese Veranstaltung musste aufgrund der Pandemie mehrmals verschoben werden, um das vertraute und etablierte Format mit einer Mischung aus Networking, Fachgesprächen und Vorträgen zu wahren. „Eine Virtualisierung dieses Formats war für uns keine Option“, sagt Uwe Kahmann, Geschäftsführer bei Fagus-GreCon.“ Das positive Feedback der Teilnehmer macht deutlich: Der persönliche fachliche Austausch bei einer solchen Veranstaltung lässt sich nicht virtualisieren.“