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Author: Hahn, Sebastian

Pfleiderer CEO Dr. Frank Herrmann
Pfleiderer

Erneut herausragendes Ratingergebnis bei Sustainalytics

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Erneut ist die PCF GmbH (Pfleiderer) für ihre ESG-Aktivitäten ausgezeichnet worden. ESG (englisch für Environmental, Social and Governance) steht dabei für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Wie im letzten Jahr hat die unabhängige Ratingagentur Morningstar / Sustainalytics über ihre ESG-Risiko-Erhebung die exzellente Position und vorbildliche Entwicklung von Pfleiderer im Bereich der nachhaltigen Unternehmensführung bescheinigt.

Auf Platz 2 von 149 Unternehmen verbessert

Dabei konnte sich das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr nochmals in die höchste Bewertungsstufe verbessern und gehört weiterhin zu den Champions in der internationalen Baustoffindustrie. Nach einem sehr guten dritten Platz im Vorjahr konnte Pfleiderer nun auf Rang zwei aller 149 bewerteten Unternehmen der Sparte Bauprodukte aufsteigen. Im Gesamtvergleich gehört Pfleiderer zu den besten zwei Prozent aller mehr als 15.000 global bewerteten Unternehmen.

„Pfleiderers Engagement für Nachhaltigkeitsthemen hat eine lange Tradition“, erläutert Dr. Frank Herrmann, CEO der Pfleiderer-Gruppe. „ Seit einigen Jahren haben wir dieses fest in unserer strategischen Ausrichtung verankert und unsere ESG-Aktivitäten verbreitert und intensiviert. Nach zahlreichen Auszeichnungen von externer Stelle freue ich mich mit dem gesamten Team über die Sustainalytics-Ratingverbesserung und die erneute Spitzenplatzierung.“

Das komplette Rating von Morningstar / Sustainalytics ist einsehbar (Suchbegriff PCF GmbH) unter www.sustainalytics.com/esg-rating. Details und Weiterführende Informationen zur Nachhaltigkeit bei Pfleiderer sind verfügbar unter https://www.pfleiderer.com/dach-de/nachhaltigkeit.

Hettich headquarters
Hettich

Zusammenschluss mit FGV angestrebt

Hettich und FGV wollen künftig ihre Zukunft in der Branche gemeinsam gestalten. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht derzeit noch aus. Erst im Anschluss gehören beide Unternehmen tatsächlich zusammen.

Nach dem Zusammenschluss wollen Hettich und FGV die Stärken des jeweils anderen ergänzen, um die bestehenden Geschäftsaktivitäten kontinuierlich weiterzuentwickeln und ihren Kunden noch bessere Mehrwertlösungen anzubieten. „Wir – Hettich und FGV – sind zwei Familienunternehmen mit langer Geschichte in unserer gemeinsamen Branche, der Möbelbeschlagindustrie. Wir freuen uns, bald gemeinsam in die Zukunft zu gehen, voneinander zu lernen und zusammen noch kraftvoller zu werden, wobei das Interesse und die Zufriedenheit der Kunden absolute Priorität haben werden“, sagt Dr. Andreas Hettich, Gesellschafter und Beiratsvorsitzender der Hettich Gruppe. „Hettich ist ein Weltmarktführer, der wie wir über große Erfahrungen im Bereich Möbelbeschläge verfügt. FGV möchte baldmöglichst sein Know-how und seine Flexibilität mit der Hettich Gruppe zusammenbringen, um sich gemeinsam erfolgreich weiterzuentwickeln und dem Management und den Mitarbeitenden von FGV eine erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen“, erklärt Renato Formenti, Chairman of the Board von FGV.

Da sowohl Hettich als auch FGV als Marken und Unternehmen innerhalb des Gesamtunternehmensverbundes Hettich eigenständig bleiben, werden die Kunden beider Unternehmen auch nach dem angedachten Zusammenschluss ihre vertrauten Ansprechpartner behalten, so dass der Kundenservice wie gewohnt fortgeführt wird. Die versierten Management-Teams von Hettich und FGV werden die nötige Kontinuität und die kontinuierliche gemeinsame Weiterentwicklung sicherstellen.

„Wir werden im Hintergrund künftig eng vernetzt zusammenarbeiten. Unsere Kunden werden weiterhin die Leistung von ihren etablierten Ansprechpartnern bekommen, die sie jeweils kennen und schätzen“, betonen Silvana Riboldi, Head of Sales von FGV, und Uwe Kreidel, Geschäftsführer bei Hettich gemeinsam.

Hettich und FGV verbinden gemeinsame Werte: Zwei europäische Familienunternehmen mit langer Geschichte in einer gemeinsamen Industrie, die bodenständig und verantwortungsvoll immer mit dem Blick auf die nächsten Generationen handeln.

Hettich erwirtschaftete mit rund 8.000 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2022 rund 1,5 Mrd. Euro. Bei FGV arbeiten 1.130 Menschen und der Umsatz liegt bei rund 270 Mio. Euro (Geschäftsjahr 2021).

Evosteam from Dieffenbacher
Dieffenbacher

Beschleunigt Produktion bei Masisa in Chile

Im Juni 2023 hat Masisa S.A. in seinem Spanplattenwerk in Cabrero, Chile, eine „Evosteam” Dampfvorwärmung von Dieffenbacher in Betrieb genommen. „Diese bietet große Verbesserungen bei geringem Investitionsaufwand, zum Beispiel die Erhöhung der Kapazität unserer Spanplattenproduktion in Cabrero“, so Roberto Stück, technischer Direktor bei Masisa. „Er beschleunigt unsere Produktion und verbessert gleichzeitig die mechanischen Platteneigenschaften,“ fügt er hinzu.

Unmittelbar am Presseneinlauf montiert, heizt das System die Matte durch das Einbringen von Wasserdampf vor. So wird die Dauer für das Erhitzen der Matte innerhalb der Presse reduziert, die Produktionsgeschwindigkeit und damit schließlich auch die Kapazität der Anlage um bis zu 20 Prozent erhöht. „Die obere Einheit der Dampfvorwärmung kann entweder in abgehobener Fahrweise als Dampfdusche oder in aufgelegter Fahrweise zum direkten Einbringen des Dampfes in die Matte verwendet werden“, erklärt Tobias Hempel, Produktmanager bei Dieffenbacher.

„Angesichts der stark gestiegenen Gaspreise, die auch zu einem enormen Anstieg der Leimpreise geführt haben, hat der ,Evosteam‘ neben der Kapazitätssteigerung einen weiteren wichtigen Vorteil: Er hilft, Ressourcen, insbesondere Leim, einzusparen“, so Hempel. „Wenn die höhere Mattentemperatur nicht zur Steigerung der Produktionsgeschwindigkeit genutzt wird, hat der Leim in der kontinuierlichen Presse mehr Zeit zum Aushärten. So bilden sich ausreichend ‚Leimbrücken‘, um auch mit weniger Leimeinsatz qualitativ hochwertige Platten zu produzieren“, ergänzt er

Darüber hinaus verhindert das System Kondensatbildung auf den Bändern sowie eine daraus resultierende Beeinflussung der Plattenoberfläche, indem er Thermalöl aus dem Sekundärheizkreis der Presse zum Vorheizen der Dampfplatte verwendet.

Auch andere Unternehmen, darunter Pfleiderer und die Sumitomo-Tochter Vina Eco Board, haben den „Evosteam“ bereits im Einsatz.

„Nach einer sehr kurzen Installationszeit arbeiten wir nun schon seit mehr als zwei Jahren mit dem System“, berichtet Christoph Liese, Produktionsmanager bei Pfleiderer. „Er ist uns eine große Hilfe. Vom ersten Tag an konnten wir unsere Produktionsgeschwindigkeit erhöhen und deutlich mehr Platten pro Tag produzieren als vor der Nachrüstung “, fügt er hinzu.

Scheuch Ligno Management Burgstaller and Anhofer
Scouring Ligno

Geschäftsführung erweitert

Die Scheuch Ligno GmbH hat mit Jörg Anhofer seit 1. September 2023 neben Alois Burgstaller einen zusätzlichen operativen Geschäftsführer.

„Um das langfristige Wachstum und die weitere Internationalisierung sicherzustellen, hat die Scheuch Ligno GmbH mit Jörg Anhofer per 1. September einen neuen zweiten Geschäftsführer installiert. Mit Jörg Anhofer wollen wir unser Tagesgeschäft noch effizienter organisieren und unsere Strukturen optimieren, damit wir alle unsere Agenden auch in Zukunft mit gewohnt hoher Qualität abwickeln können“, erklärt Alois Burgstaller, der weiterhin Geschäftsführer von Scheuch Ligno bleibt.

Jörg Anhofer verantwortet die Agenden Einkauf, Fertigung und Service. Der Diplom-Ingenieur studierte International Industrial Management in Kapfenberg und bringt jahrelange Führungserfahrung für seine neue Aufgabe mit. Zuletzt war der 35-jährige Steirer als Fertigungsleiter bei der Andritz Hydro GmbH in Weiz tätig.

„Ich freue mich auf diese interessante berufliche Herausforderung. Familiengeführte Unternehmen, wie die Scheuch Ligno, benötigen strategisch langfristiges Denken. Dies hat mich bei der Entscheidung für die Scheuch Ligno besonders angesprochen“, betont Anhofer. „Mein Ziel ist es, die Scheuch Ligno GmbH weiter voranzubringen, neue Geschäftsfelder und Märkte zu erschließen, die Internationalisierung auszubauen und die Digitalisierung weiter zu forcieren. Ich sehe mich als Team-Player – es ist nur im Zusammenspiel als Team möglich, alle unsere Ziele zu erreichen und erfolgreich umzusetzen.“

Orgatec 2024

Erfindet sich mit „Work Culture Festival” und mehr Event-Charakter neu

Eine verkürzte Messelaufzeit, neue Hallenplanung, Highlight-Themen, digitale Innovationen und mehr Event-Charakter: Gestern Abend stellte die Koelnmesse gemeinsam mit dem Industrieverband Büro und Arbeitswelt e.V. (IBA) im Rahmen eines Pressedinners in Frankfurt am Main das neue Messekonzept für die Orgatec vom 22. bis 25. Oktober 2024 vor. Die moderne Arbeitswelt unterliegt einem großen Wandel und somit verändern sich auch die Anforderungen an Messen. Um dieser Entwicklung – die auch schon auf der Orgatec 2022 trotz guter Ergebnisse deutlich wurde – gerecht zu werden, führte die Koelnmesse gemeinsam mit dem IBA, eine umfassende Befragung unter Messebesuchern durch, um die sich verändernden Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher zu erfassen.

„Basierend auf den Befragungsergebnissen haben wir in enger Kooperation mit dem IBA das Konzept der Orgatec neu ausgerichtet. Die Messe rückt 2024 die essenziellen Branchenthemen in den Mittelpunkt, intensiviert die Diskussion vor Ort sowie im Vorfeld der Messe und legt besonderen Wert auf die Vernetzung und den persönlichen Austausch der Teilnehmenden”, führte Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse, in Frankfurt aus. Helmut Link, Vorsitzender des IBA, fügt hinzu: „Neben der wachsenden Bedeutung des Dialogs vor Ort, hat die Besucherbefragung auch gezeigt, dass unsere Stakeholder die Messe als Chance sehen, verschiedene Ansätze für neue Formen des Arbeitens hautnah und live zu erleben. Damit ist und bleibt die Orgatec ein wichtiges Event für unsere Branche. Aber: die Orgatec ist nicht mehr der Ort allein für Produktshows und fertige Konzepte, vielmehr müssen wir gemeinsam im Prozess Lösungen gestalten. Deshalb muss sich die Orgatec erweitern: Wir brauchen eine Plattform, wo wir gemeinsam mit den Besuchern unterschiedliche Bereiche erkunden können.” Daniel Kittner, Vorstandsmitglied des IBA ergänzt: „Wir als IBA haben immer konstruktiv mit der Koelnmesse an einer Weiterentwicklung der Messe gearbeitet. Aber uns war nun klar: eine Evolution des Messekonzepts reicht für 2024 nicht mehr, wir brauchen eine Revolution und müssen die Dinge grundsätzlich anders machen, damit die Orgatec auch in Zukunft erfolgreich ist und die Besucher begeistert. Denn deren Erwartungshaltung hat sich in Bezug auf Messen nach der Pandemie ganz klar geändert.“

Auch wenn die Orgatec im kommenden Jahr noch nicht in allen Bereichen komplett neu aufgestellt präsentieren kann, so will sie bereits diverse frische Ansätze bieten. Herzstück der Neukonzeption bilden die in jeder Halle gelegenen Focus-Areas mit ihren individuellen Schwerpunkten und Erlebniswelten. Diese Flächen sollen mit zielgruppenrelevanten Themen bespielt werden und den Messeteilnehmenden einen ganzheitlichen Einblick in die neuesten Trends und Entwicklungen rund um die Zukunft der Arbeit bieten. Die Orgatec 2024 will mit diesem Marktplatzkonzept zum interaktiven Hub für Denkanstöße, Austausch und Gestaltung der Arbeitswelt von morgen werden. Ein besonderes Highlight erwartet die Besucherinnen und Besucher zudem mit dem „Wherever Whenever – Work Culture Festival“ des IBA in den Hallen 6 und 9. Dieses soll zu einem lebhaften Ort der Inspiration und des Dialogs über die zukünftige Arbeitskultur werden. Neben den ausstellenden IBA-Mitgliedern soll es hier Bühnen für Talks und Panels, Workshop-Areas, Ausstellungen, Gemeinschaftscatering/Food-Zonen und weitere Event-Formate geben.

Durch die zentral angeordneten Focus-Areas gruppieren sich die Ausstellerstände künftig um diese Highlight-Themen. Zusätzlich wird die Fläche um die Hallen 4.2, 5.1 und 5.2 erweitert und der gesamte Süd-Nord-Boulevard geöffnet. Die Hallenplanung wird somit zur Orgatec 2024 komplett umstrukturiert und ermöglicht eine optimierte und themenorientierte Führung der Besucherströme, eine vereinfachte Orientierung für die Messeteilnehmenden und ein erweitertes Angebot an Ausstellungsfläche. Auch kulinarisch erleben Besuchende und ausstellende Unternehmen eine Neuerung: Ein überarbeitetes und verjüngtes Gastronomie-Konzept soll für eine vielfältige Auswahl an hochwertigen Speisen und Getränken sorgen.

Mit der App-Neuentwicklung „Lead+Meet“ können ausstellende Unternehmen künftig direkt mit ihren Zielkundinnen und -kunden in Verbindung treten. Mithilfe von Kriterien wie Interessen, Branche und Herkunft qualifizieren Aussteller die für ihr Unternehmen relevanten Besuchenden, die eine individualisierte Nachricht auf ihre Messe-App erhalten. Über die integrierte Indoor-Navigation werden sie dann zielsicher zum Stand des Ausstellers geleitet. Auch die innovative Technologie „Post-Fair-Leads“ ermöglicht ausstellenden Unternehmen eine zielgruppenspezifische Kommunikation, mit der auch nach der Messe relevante und bisher nicht erreichte Kundinnen und Kunden direkt angesprochen werden. Mit dem dynamischen Logistikmanagement-System „eSlot“ sollen Aussteller von zusätzlichen digitalen Vorteilen profitieren. Die optimierte Routing-Technologie ermöglicht einen schnellen und effizienten Auf- und Abbau der Messestände und sorgt für reibungslose Abläufe. Die digitalen Möglichkeiten sollen übrigens auch den Ausstellern die Vorbereitung und den Aufbau erleichtern. Durch buchbare E-Slots werden u.a. Schlangen von Lkw an den Toren vermieden.

Zufrieden sind die Messemacher auch mit dem aktuellen Anmeldestand: Rund 110 Aussteller, darunter viele wichtige Player, haben ihre Teilnahme bereits gebucht. Der Early-Bird-Termin endet am 15. September 2023, bis dahin rechnet Matthias Pollmann noch mit einigen weiteren Zusagen.

Egger

Moderates Umsatzplus und starker Rückgang im Ergebnis

Egger blickt auf ein äußerst volatiles Geschäftsjahr 2022/2023 zurück, denn das Umfeld war gekennzeichnet von stark steigenden Zinsen, hoher Inflation, rückläufigen Neubauzahlen, sehr volatilen Rohstoff- und Energiemärkten sowie geopolitischen Unsicherheiten. Trotzdem erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von 4.449,7 Mio. Euro (plus 5,1 Prozent zum Vorjahr). Das EBITDA belief sich auf 602,5 Mio. EUR (minus 31,3 Prozent zum Vorjahr) und die EBITDA-Marge betrug 13,5 Prozent (Vorjahr: 20,7 Prozent). Die Eigenkapitalquote liegt bei 45,9 Prozent (Vorjahr: 50,9 Prozent).

„Wir freuen uns, dass wir insbesondere in der aktuell herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr abschließen konnten. Die letzten Jahre sind für unsere Branche als außergewöhnlich einzustufen, die Nachfrage nach unseren Produkten war während der Pandemie aufgrund des einhergehenden Cocooning-Effekts extrem hoch. Wir sehen nun eine Rückkehr unserer wesentlichen Kennzahlen auf ein stabiles und langfristig nachhaltiges Niveau“, so Thomas Leissing, Gruppenleitung Finanzen/Verwaltung und Sprecher der Gruppenleitung, bei der Jahrespressekonferenz am Stammsitz in St. Johann in Tirol. „Wobei das Wachstum im vergangenen Geschäftsjahr von Preisen getrieben wurde, während es im Jahr zuvor noch mengengetrieben war. Auch hatte Egger deutlich höhere Kosten von der Rohstoff- und Produktionsseite zu bewältigen. Und wir konnten nicht alle Kosten weitergeben.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 wurden Investitionen inklusive Akquisitionen in der Höhe von 540,6 Mio. Euro (Vorjahr: 293,6 Mio. Euro) getätigt. Dabei lag der Investitionsfokus auf den Bereichen Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energie und optimierte Logistik sowie auf weiteren Veredelungskapazitäten. Schon jetzt stammen 65 Prozent des von Egger eingesetzten Holzes aus Recycling oder Nebenprodukten industrieller Holzbearbeitungsschritte, wie Hackschnitzel oder Sägespäne. 70 Prozent der eingesetzten Energie werden aus erneuerbaren Quellen bezogen. Der Holzwerkstoffhersteller verfolgt die Zielsetzung, beide Anteile künftig noch weiter zu steigern. „Als produzierendes Unternehmen sieht Egger sich in der Verantwortung, aktiv zum Klimaschutz beizutragen und hat den Anspruch, die eigenen klimawirksamen Emissionen stetig zu verringern. Diese Ambitionen werden in künftigen Investitionsvorhaben klar zum Ausdruck kommen“, so Frank Bölling, Gruppenleitung Logistik.

Die Gruppe produzierte im Geschäftsjahr 2022/2023 9,6 Mio. m³ Holzwerkstoffe und Schnittholz – diese Menge speichert 6,4 Mio. Tonnen CO2. „Wir konnten unsere Primäranlagen trotz Herausforderungen in unseren Lieferketten im abgelaufenen Geschäftsjahr gut auslasten. Die allgemein gestiegene Nachfrage nach unserer wichtigsten Ressource Holz setzt uns zunehmend unter Druck und unterstreicht einmal mehr die Relevanz der kaskadischen Holznutzung, von der wir seit jeher überzeugt sind“, schildert Hannes Mitterweissacher, Gruppenleitung Technik/Produktion, die aktuelle Lage.

Die Entwicklung in den einzelnen Produktbereichen fiel im abgelaufenen Geschäftsjahr unterschiedlich aus. „Die Marktlage ist eine völlig andere als in den vergangenen Boom-Jahren. Auswirkungen auf die Nachfrage ergeben sich insbesondere durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten und den Rückgang der Baugenehmigungen“, so Michael Egger jun., Gruppenleitung Vertrieb/Marketing. „Dieser Rückgang stellt natürlich eine Herausforderung dar. Auch sehen wir die Rezession in Deutschland natürlich mit Sorge, da dies ein enorm wichtiger Markt für Egger ist.“
Der Bereich Decorative Products (Produkte für den Möbel- und Innenausbau) erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022/2023 einen unkonsolidierten Umsatz von 3.783,4 Mio. Euro (plus 8,9 Prozent / EBITDA minus 16,2 Prozent zum Vorjahr). Die Division Flooring Products liegt mit einem unkonsolidierten Umsatz von 511,1 Mio. EUR um +0,8 % ebenfalls leicht über dem Vorjahr (EBITDA minus63 Prozent). In beiden Produktbereichen erklären sich die Umsatzzuwächse im Wesentlichen durch die kostenbedingten Preissteigerungen. In der Division Building Products (Bauprodukte wie OSB und Schnittholz) fiel der unkonsolidierte Umsatz um minus 18,7 Euro auf 434,8 Mio. Euro (EBITDA minus 80,6 Prozent). Das Marktumfeld für Bauprodukte ist aufgrund der rückläufigen Neubauwirtschaft herausfordernd.  

Die Zahl der Mitarbeiter liegt aktuell bei 10.987 (Vorjahr: 10.629). „Dabei kommt hinzu, dass unsere Mitarbeiter im Durchschnitt immer qualifizierter sind, da die Anforderungen, zum Beispiel durch die Digitalisierung steigen. Hier investieren wir natürlich kontinuierlich in die Weiterbildung“, so Thomas Leissing.

Die Aussichten für das aktuelle Geschäftsjahr sind gedämpft: Die anhaltende Krise in der Ukraine, die volatilen Energie- und Rohstoffmärkte, die in wesentlichen Absatzregionen anhaltend hohe Inflation und weitere drohende geopolitische Krisen sowie die enormen Herausforderungen des Klimawandels sind bestimmende Elemente im gesamtwirtschaftlichen Ausblick. Für Egger ergeben sich aus der Währungsentwicklung in Argentinien zusätzliche Herausforderungen. Der Ausblick in der Umsatz- wie auch der Ergebnisentwicklung der Egger Gruppe ist gedämpft. „Eine Vorausschau für die nächsten Monate ist überaus schwierig. Wir sind dennoch überzeugt, dass wir mit unserer strategischen Ausrichtung des langfristigen Wachstums aus eigener Kraft die richtigen Weichen gestellt haben. Wir setzen weiterhin auf Produktvielfalt, Marktdiversifizierung, stabile Beziehungen mit unseren Partnern und stetige Innovationen für unsere Kunden. Zudem werden wir uns stark auf eine weitere Verbesserung unserer Nachhaltigkeitsleistung fokussieren“, so Thomas Leissing. „Auch werden wir in einem ähnlich hohen Maße wie in diesem Jahr investieren. Denn Investitionen sind für uns keine Jahresthemen. Darüber hinaus steht die Gruppe finanziell sehr stabil da, so dass wir uns Investitionen nicht nur leisten wollen sondern auch konnen.“
In der herausfordernden Zeit sieht Egger auch Chancen im Wettbewerb – auch weil man technisch besser aufgestellt sei als einige Marktbegleiter. „Das gilt es zu nutzen. Trotzdem werden die kommenden Monate sicher nicht einfacher“, betont Leissing abschließend.

Read Interzum Visions 3 online now
Interzum Visions

INTERZUM VISIONS 3/23 jetzt digital lesen

Die dritte Ausgabe INTERZUM VISIONS ist da und Sie können sie direkt online lesen! INTERZUM VISIONS ist das einzige von der der Koelnmesse offiziell lizenzierte Magazin zur Weltleitmesse Interzum. Herausgegeben von den Redaktionsteams möbelfertigung und arcade bündelt es die geballte Innovationskraft der Branche: Trends und Technik, Design und Funktion. Die dritte Ausgabe dreht sich natürlich um die Highlights der Messe und bietet einen Überblick über die innovativsten Neuheiten aus Köln.

Und falls Sie die bisherigen Ausgaben verpasst haben:

HIER geht es zu INTERZUM VISIONS 1

HIER geht es zu INTERZUM VISIONS 2

www.interzum.com

L'Engineers

Den Nagel auf den Kopf getroffen

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Nach langer Pause konnten L‘Engineers zusammen mit der Zimmer Group auf der „Ligna“ die Gelegenheit nutzen, innovative Konzepte sowie aktuelle und zukunftsorientierte Schwerpunkte rund um die Holz- und Möbelindustrie vorzustellen.

Mit der Zimmer Group haben L‘Engineers dem Thema „Auto­matisierung / Robotik“ viel Raum gewidmet. Der Messestand zeigte eindrucksvoll, wie Robotik die Produktionsprozesse in der Holz- und Möbelindustrie verändert. Mithilfe von fortschrittlichen Robotern und kollaborativen Robotersystemen werden Prozessschritte automatisiert, während gleichzeitig die Flexibilität und Qualität der Produktion verbessert werden. Die Besucher hatten die Gelegenheit, die Roboter in Aktion zu erleben und ihre vielfältigen Anwendungen für die Produktion zu entdecken. Von den Möglichkeiten im Bereich Handling bis hin zur präzisen Bearbeitung von Werkstoffen demonstrierten die Exponate das enorme Potenzial der Robotik in der Branche.

Zum Themenbereich Fabrikplanung zeigte L‘Engineers eine realisierte Planung auf Basis eines verschlankten und innovativen Materialflusskonzeptes. Kern des Konzeptes ist die Kombination von Transport, Entkopplung und Distributionsstufen. Dies in Verbindung mit einer funktionalen Erweiterung des Be- und Entladens von Kernprozessen ermöglicht eine Reduzierung der Logistik­flächen sowie die effektive Nutzung der eingesetzten Maschinen.

L’Engineers legte einen weiteren Schwerpunkt des Messestands auf das Thema Energiemanagement in der Möbelindustrie. Besucher erhielten Einblicke in intelligente Systeme zur Reststoffnutzung in Kombination mit regenerativen Energien sowie der Steuerung des Energieverbrauchs, die zur nachhaltigen Entwicklung der Branche beitragen.
Mehr Infos: www.lengineers.de

Surteco Group Logo
Surteco Group SE

Anpassung der Prognose für 2023

Die Surteco Group SE gibt die Anpassung der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 bekannt. Der vorläufige Umsatz für das erste Halbjahr 2023 beträgt 428 Mio. Euro (1 HJ 2022: 415 Mio. Euro) und das vorläufige EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) 7,6 Mio. Euro (1 HJ 2022: 33.5 Mio. Euro).

Wesentlich für den Ergebnisrückgang ist ein anhaltend schwieriges Marktumfeld in Europa und in Nordamerika, Einmalkosten im Zusammenhang mit der Omnova Akquisition sowie die Kaufpreisallokation. Die Gesellschaft hat Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet, die jedoch für ein Erreichen der ursprünglichen EBIT-Prognose für 2023 von 45 bis 55 Mio. Euro nicht mehr ausreichen dürften. Diese Maßnahmen führen im zweiten Halbjahr 2023 zu zusätzlichen einmaligen Restrukturierungsaufwendungen. Insofern wird nun für das Geschäftsjahr 2023 mit einem EBIT im Bereich von 20 bis 30 Mio. Euro gerechnet. Das EBIT adjusted (bereinigt um Akquisitions- und Integrationskosten, die Kaufpreisallokation (PPA) aus dem Erwerb der Omnova Geschäftsbereiche und Kosten aus dem Restrukturierungsprogramm) soll im Bereich von 45 bis 55 Mio. Euro liegen.

Alle Maßnahmen sollen dazu führen, dass ab dem Geschäftsjahr 2024 dauerhaft ein EBIT von über 60 Mio. Euro und ein EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern) über 110 Mio. Euro vor Sondereffekten erzielt werden.

Aufgrund der weiterhin schwachen Nachfrage wird auch der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2023 leicht unterhalb der ursprünglichen Prognose von 920 bis 950 Mio. Euro liegen.