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Author: Hahn, Sebastian

Nachhaltigkeitsreport 2022 als wichtiger Meilenstein

Pfleiderer hat im Juni den Nachhaltigkeitsbericht für das Berichtsjahr 2022 veröffentlicht. Der Bericht schließt an den ESG Framework Report 2021 an und folgt dabei zum ersten Mal dem Standard der Global Reporting Initiative (GRI). „Mit dem Nachhaltigkeitsreport 2022 präsentieren wir einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung von Pfleiderer“, erklärt Dr. Frank Herrmann, CEO der Pfleiderer Group. „Entsprechend unserem Bekenntnis „Natürlich Nachhaltig“ blicken wir auf eine langjährige erfolgreiche Transformation zurück. Konkrete Erfolge bei der Sicherung unserer Holzlieferkette, der Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und der Recyclingquote sowie der Senkung unserer Treibhausgasemissionen untermauern unsere Anstrengungen. Ebenso erfolgreich sind wir bei der Erhöhung der Arbeitssicherheit im Unternehmen, der Korruptionsbekämpfung und Compliance-Integration. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter und präsentieren Ergebnisse und Zielsetzungen in diesem Nachhaltigkeitsbericht.“

Bereits mit dem 2021 veröffentlichten ESG Framework Report bekennt sich Pfleiderer klar zu den Pariser Klimazielen und strebt an, bis 2050 Netto-Null-CO2-Emissionen zu erreichen. Außerdem hat Pfleiderer sich den Zielen des UN Global Compact verpflichtet und fördert die zehn Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und null Toleranz gegenüber Korruption. Der Nachhaltigkeitsreport 2022, ausgerichtet am Standard der Global Reporting Initiative (GRI), gliedert sich zur transparenten Nachvollziehbarkeit in die drei Fokusbereiche Werkstoffe, Klima und Menschen mit insgesamt dreizehn quantitativen und qualitativen Einzelzielen.

Das Handlungsfeld Werkstoffe basiert auf Grundsätzen zu Kreislaufwirtschaft, erneuerbaren Ressourcen, verantwortungsvoller Beschaffung und dem Schutz der biologischen Vielfalt. Dr. Stefanie Eichiner, Head of Sustainability bei Pfleiderer, erläutert: „Wir sorgen dafür, dass unser Werkstoff Holz seinem Ruf als besonders nachhaltiges Material gerecht wird. Dafür erhöhen wir den Anteil an recyceltem Holz in unseren Produkten bis 2025 auf 50 Prozent. Ebenfalls bis 2025 steigern wir den Ertrag des für die Produktion verwendeten Holzes auf 90 Prozent. Und auch beim Bindemittel denken wir nachhaltig: Bis 2025 fertigen wir mindestens 10 Prozent unserer Holzwerkstoffe mit einem Anteil von Bioharz.“

Im Handlungsfeld Klima dreht sich alles um umweltverträgliche Produktion, erneuerbare Energie und um Netto-Null-CO2-Emissionen. „Unser Ziel ist es, unseren Netto-CO2-Fußabdruck bis 2050 schrittweise auf null zu reduzieren“, führt Dr. Eichiner aus. „Dazu analysieren und optimieren wir bei Pfleiderer schon heute kontinuierlich alle Prozesse unseres unternehmerischen Handelns. Damit haben wir unsere Emissionen aus Stromeinkauf und Prozesswärmeerzeugung um 31 Prozent im Vergleich zu 2020 reduziert. Bis 2025 arbeiten wir daran, auch die indirekten Treibhausgas-Emissionen im Zusammenhang mit eingekauften chemischen Produkten um 21 Prozent zu reduzieren.“

Faire und motivierende Arbeitsbedingungen, das zu tun, was richtig ist, sowie loyale und engagierte Stakeholder sind die Grundsätze im Handlungsfeld Menschen. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von zentraler Bedeutung, wenn es um die nachhaltige Transformation geht“, erklärt Dr. Eichiner.

Philipp and Martin Blum
Blum

Schließt Wirtschaftsjahr mit zwölf Prozent Umsatzrückgang ab

Blum schließt das Wirtschaftsjahr 2022/2023 per 30. Juni 2023 mit einem Umsatz von 2.324,59 Mio. Euro ab. Das sind 317 Mio. Euro weniger als im Jahr zuvor und entspricht einem Umsatzrückgang von zwölf Prozent zum Vorjahr.
Das ist nach dem überproportionalen Wachstum eine nachvollziehbare Entwicklung, mit der die Geschäftsführer Martin und Philipp Blum gerechnet haben. Denn die Möbelbranche erlebt seit dem zweiten Halbjahr 2022 einen starken Rückgang der Nachfrage.
„Wir beobachten nach hohen Investitionen in die eigenen vier Wände seit Herbst 2022 eine Trendumkehr“, rekapituliert Philipp Blum, Geschäftsführer der Blum-Gruppe. „Die hohe Inflation und Teuerung sowie das Thema Energieversorgung haben die Endkonsumenten stark verunsichert. Das zeigt sich in einem zurückhaltenden Kaufverhalten.“
Ergänzend zum schwierigen Marktumfeld bleiben die Kosten für Rohstoffe, Energie und Personal auf einem hohen Niveau. Chinas beinahe ein Jahr dauernde strikte Pandemiepolitik und der Lieferstopp nach Russland bremsten das Geschäft zusätzlich.

„Der Umsatzrückgang ist nach zwei Jahren überproportionalen Wachstums eine nachvollziehbare Entwicklung. Mit einem Abschwung war zu rechnen, für uns überraschend war jedoch die Geschwindigkeit. Auch wenn wir uns an diese herausfordernde Situation anpassen müssen, halten wir an unserer grundsätzlichen Strategie fest“, so Philipp Blum. Geschäftsführer Martin Blum unterstreicht: „Unsere langfristige Unternehmensphilosophie und Wertehaltung sind weiterhin unser Kompass, wir setzen bei unserem Kurs konsequent auf Kundennähe, Innovationen und die Weiterentwicklung unserer weltweit über 9.330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“


Die Effekte der Inflation und der Unsicherheit im abgelaufenen Wirtschaftsjahr waren vor allem in den europäischen Märkten spürbar. Die Umsatzentwicklung im asiatisch-pazifischen Raum ist mit Ausnahme von China stabil. Auch die nordamerikanischen Märkte zeichnen ein zufriedenstellendes Bild, vor allem in den USA sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen robuster als in Europa.

Blum bewegt sich bei den Investitionen in Vorarlberg und weltweit weiterhin auf einem hohen Niveau. Das Gesamtvolumen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2022/2023 betrug 390 Mio. Euro, davon entfallen 255 Mio. Euro auf Vorarlberg. In den nächsten Jahren entstehen am Hauptstandort Vorarlberg über 52 000 m² Produktions- und Lagerfläche mit mehr als 16 000 Palettenplätzen. Noch im Sommer 2023 stellt Blum das Werk 6 in Gaißau fertig, die Erweiterungen im Werk 2 in Höchst und im Werk 4 in Bregenz gehen ebenfalls zügig voran. Nach dreijähriger Bauzeit wurde im März der chinesische Produktionsstandort in Shanghai feierlich eröffnet. Für ein weiteres Werk evaluiert das Familienunternehmen derzeit mögliche Standorte im Osten Österreichs, um zusätzliche Kapazitäten für die Produktion von Boxsystemen zu schaffen. Die Inbetriebnahme ist frühestens in vier bis fünf Jahren geplant. Eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft ist für Martin Blum, junge Menschen im Unternehmen auszubilden. „Sie sind als angehende Fachkräfte unsere Lebensversicherung“, betont er die Lehrlingsausbildung als einen Erfolgsfaktor. Ab September 2023 erweitert Blum sein Ausbildungsportfolio um einen zusätzlichen Lehrberuf in der Informatik: Applikationsentwicklung und Coding im Ausbildungsmodell der Dualen Akademie richtet sich an Maturantinnen und Maturanten, aber auch Studierende. Insgesamt bildet das Familienunternehmen derzeit weltweit 399 Lehrlinge in elf verschiedenen Berufen aus, neben Vorarlberg auch in den USA und Polen. Mit seinem langjährigen Partner, der Fachhochschule Vorarlberg, hat Blum 2022 eine Stiftungsprofessur für Digital Business Transformation ins Leben gerufen. „Dass wir gemeinsam mit der FH Vorarlberg ein Forschungsinstitut anbieten, das sich mit digitalen Fragen, den Veränderungen und vielfältigen Herausforderungen unserer Gesellschaft beschäftigt, sehen wir als große Chance, den Wirtschaftsstandort Vorarlberg weiterzuentwickeln”, sagt Martin Blum.


Die Innovationskraft des Traditionsunternehmens bleibt unvermindert hoch: Im Ranking des österreichischen Patentamtes lag Blum 2022 mit 79 Neuanmeldungen auf Platz zwei.


Per 1. Juli 2023 hat Blum seine Geschäftsleitung um drei Personen erweitert. Neben Martin und Philipp Blum sowie Gerhard Humpeler sind neu Wolfgang Heinzle, Alexander Roloff und Klaus Wendel mit an Bord. Sie sind allesamt langjährige Mitarbeiter und bewährte Führungskräfte. Philipp und Martin Blum begründen die Entscheidung mit der zunehmenden Größe und Komplexität sowie dem Wachstumspotenzial des Unternehmens. „Wir freuen uns über die Verstärkung durch unsere drei kompetenten und erfahrenen Kollegen. Unser Team wird gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus allen Bereichen das Unternehmen weiterentwickeln und die Herausforderungen angehen. Denn diese Aufgabe ist nur gemeinsam zu schaffen“, erläutert Philipp Blum.


Die beiden Blum-Geschäftsführer gehen weiterhin von einer schwierigen Auftragslage aus: „Wir brauchen noch einen längeren Atem, bis sich das Konsumentenvertrauen und damit die Märkte wieder stabilisieren“, meint Philipp Blum. „Die langfristige Orientierung sowie engagierte und flexible Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unsere starke Basis, um unseren Kunden täglich ein verlässlicher Partner zu sein. Unserem weltweiten Team, das den schwierigen Zeiten tagtäglich standhält, gelten unser Dank und unsere Wertschätzung“, schließt Martin Blum.

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Frankfurt Fair

Erwartet rund 600 Millionen Euro Umsatz

Kann ihren Wachstumskurs schneller als gedacht fortsetzen: Die Messe Frankfurt erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen weiteren Umsatzanstieg. So werden 2023 rund 340 Veranstaltungen unter dem Dach der Messe Frankfurt stattfinden. Nach einem sehr dynamischen ersten Geschäftshalbjahr sind auch die Prognosen für die zweite Jahreshälfte gut. Nicht zuletzt durch die Entscheidung des Managements während der drei vergangenen Krisenjahre auf Entlassungen zu verzichten, kann die Unternehmensgruppe operativ aus dem Vollem schöpfen. Mit Investitionen in ihr Kerngeschäft sowie in die digitale Transformation und den Schwerpunkt Nachhaltigkeit entwickelt die Messe Frankfurt ihre langjährige Unternehmensstrategie konsequent weiter.

„Die Rückkehr eines intensiven Veranstaltungsgeschäfts mit hohen Internationalitäts- und Zufriedenheitsraten zeigt das Commitment durch alle Branchen. Das Geschäftsjahr 2023 liegt deutlich über unseren Erwartungen. Wenn sich alles so gut weiterentwickelt, rechnen wir für 2023 wieder mit einem positiven operativen Ergebnis und können trotz eines turnusbedingt veranstaltungsärmeren Eigenveranstaltungsjahres am Heimatstandort einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro erreichen. Damit ist die Messe Frankfurt im weltweiten Wettbewerb zurück in der Top-Liga“, betonte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, heute auf der Unternehmenspressekonferenz.

Nach Vorlage des finalen Finanzberichts für das Geschäftsjahr 2022 haben sich die Umsatzerlöse trotz eines noch pandemiebedingt eingeschränkten Veranstaltungsjahres mit 454,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (2021: 153,8 Mio. Euro) nahezu verdreifacht. Davon wurden im Inland rund 314 Millionen Euro erwirtschaftet, das ist ein Anteil von 69 Prozent an den Konzern-Umsatzerlösen. Der erwirtschaftete EBITDA erreichte 40,6 Millionen Euro (2021: -74,9 Mio. Euro). Der Konzernjahresfehlbetrag hat sich verringert und liegt bei -25,7 Millionen Euro (2021: -139,2 Mio. Euro). Die Kennzahlen im Geschäftsjahr 2022 haben sich gegenüber dem Vorjahr wesentlich verbessert. Insgesamt fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr 310 Veranstaltungen statt mit mehr als
46.500 ausstellenden Unternehmen und über 2,4 Millionen Besucherinnen und Besucher.

Auch das Thema Nachhaltigkeit nimmt eine zentrale Bedeutung ein. Auf Basis einer Wesentlichkeitsanalyse werden zunächst Teilziele formuliert und diese in einer Nachhaltigkeits-Roadmap für die Messe Frankfurt abgebildet. Im Fokus steht dabei das Erreichen der Treibhausgasneutralität und die Etablierung eines nachhaltigen Wassermanagements. Planmäßig läuft die Umsetzung der Bearbeitungsprozesse für die angehende EMAS Zertifizierung – den europäischen Standard – im November 2023. Bis spätestens 2040 soll der Messeplatz Frankfurt klimaneutral sein. Im Rahmen ihres Texpertise Network hat die Messe Frankfurt ihren ersten Sustainability Development Goals (SDG) Report veröffentlicht. „Der Report soll Inspiration und Ansporn sein, gemeinsam Aktivitäten weiterzuentwickeln und sich intensiv für das Erreichen der SDGs in der globalen Textilbranche bis 2030 einzusetzen,“ verdeutlichte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, das Engagement.

Seit rund fünfzehn Jahren unterstützt die Messe Frankfurt auf ihren weltweiten textilen Veranstaltungen strategisch anhand themenspezifischer Formate und Inhalte die Erreichung der von den UN ausgegebenen Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) und ist damit Vorreiterin ihrer Art. Seit 2019 arbeitet das Unternehmen eng mit dem United Nations Conscious Fashion and Lifestyle Network zusammen, einer gemeinsamen Initiative des United Nations Office for Partnerships und des Fashion Impact Fund.

Forcieren wird die Messe Frankfurt auch ihre Auslandsaktivitäten. Rund 20 Premierenveranstaltungen sind zwischen 2023 und 2025 geplant. In der strategischen Unternehmensausrichtung spielt das globale Portfolio der Unternehmensgruppe an mehr als 50 Standorten sowie das weltumspannende Vertriebsnetz aus 28 Tochtergesellschaften und über 50 Sales Partner seit mehr als drei Dekaden eine wichtige Rolle. Die Unternehmensgruppe ist einer der weltweit größten Global Player in der Branche.

 Planmäßig verlaufen die Bauarbeiten rund um das Projekt Eingang Messeplatz und Sparda-Bank Tower – Eigentümer und Bauherr ist die Sparda Bank – an der Südseite des Frankfurter Messegeländes. Mit der Realisierung des Eingangs Messeplatz bis 2026 wird das neue repräsentative Gesicht der Messe Frankfurt die ohnehin schon gute Erreichbarkeit des Messegeländes noch einmal für Gäste optimieren und zudem die Qualität des Aufenthalts weiter erhöhen.
https://www.messefrankfurt.com

Dieffenbacher

Greenpanel erweitert Auftrag für MDF-Anlage

Der indische MDF-Pionier Greenpanel Industries Ltd. hat bei Dieffenbacher

eine Maier-Hackerlinie für seine neue MDF-Anlage in Routhusuramala, Andhra Pradesh, bestellt. Die MDF-Linie, die im Sommer 2024 in Betrieb gehen soll, ist bereits die dritte, die Greenpanel bei Dieffenbacher in Auftrag gegeben hat.

Highlight der Auftragserweiterung ist ein Maier-Trommelhacker mit einem Rotordurchmesser von 1600 mm. Der Auftrag umfasst zudem die Hacker-Vorstrecke, bestehend aus einem Kettenbettförderer mit Mehrfachkranaufgabe, einer Reinigungsstrecke und einem Hackervorband mit Metallsuchspule. Mit der neuen Hackerlinie wird Greenpanel bis zu 60 Tonnen (atro) pro Stunde an hochwertigen Hackschnitzeln aus Eukalyptusholz für die MDF-Produktion erzeugen.

„Innerhalb des Dieffenbacher-Gesamtanlagenportfolios decken die Maier-Maschinen und -Anlagen die Prozessschritte Holzzerkleinerung und Materialaufbereitung ab“, erklärt Alexander Hoffmann, Geschäftsführer der Dieffenbacher-Tochter B. Maier Zerkleinerungstechnik. „Eine unserer Kernkompetenzen ist die Planung, der Bau und die Lieferung kompletter Hackerlinien mit Trommelhackern bis zu einem Rotordurchmesser von 2400 mm.“

„Es ist großartig, dass wir bei Dieffenbacher unsere neue Anlage komplett aus einer Hand bekommen“, so Shobhan Mittal, Geschäftsführer und CEO von Greenpanel. „Als Teil unserer neuen Gesamtanlage wird uns der Maier-Holzplatz dabei helfen, die wachsende Nachfrage nach hochwertigem MDF in Indien zu bedienen.“

„Die neue Maier-Hackerlinie für Greenpanel ist bereits die zweite Anlage dieser Art, die wir innerhalb von nur zwei Jahren nach Indien liefern“, so Hoffmann abschließend. „Die erste wird derzeit im neuen Spanplattenwerk von Merino Industries Ltd. in Halol, Gujarat, installiert.“

Moralt

Umsatz um 15,5 Prozent gesteigert

Am 16. Juni 2023 konnte Klaus Feile, Hauptaktionär und Vorstand der Moralt AG, auf der Ordentlichen Hauptversammlung des Unternehmens positive Inhalte für das Geschäftsjahr 2022 präsentieren. „Moralt hat trotz großer Herausforderungen das Jahr 2022 erfolgreich gemeistert“, betonte er.

Der Umsatz gegenüber Vorjahr konnte um 15,5 Prozent gesteigert werden, wobei auch ein deutlich positives Ergebnis ausgewiesen wurde. Die Exportquote lag im Jahr 2022 bei 68 Prozent. Dabei war eines der prestigeträchtigsten Objekte des Jahres 2022 das Mandarin-Oriental Hotel in Maskat/Oman, an der berühmten Shatti-Al-Qurum Strandpromenade.

Die Steigerung des Eigenkapitals und damit auch die Wert-steigerung der Moralt-Aktie beträgt 12,4 Prozent. Das Eigenkapital liegt bei 66 Prozent.

Bei der Wahl der Aufsichtsräte wurden die bisherigen Amtsinhaber, Harry Henningsen, Meinolf Hering und Albert Lipp von der Hauptversammlung für eine weitere Amtsperiode bestätigt. So können seit 2019 Mitarbeitende der Moralt AG Aktien zum Vorzugspreis erwerben. Durch die damit verbundenen Eigentums-, Stimm- und Vermögensrechte bindet Holzwerkstoffspezialist ihre Belegschaft immer stärker in die Unternehmensentwicklung ein. Aktuell ist Moralt in den Händen von insgesamt 15 Aktionärinnen und Aktionären, wobei der Vorstand Klaus Feile nach wie vor 80 Prozent der Anteile hält. Bis Ende Juli werden nun im Rahmen des laufenden Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes jedem Bezugsberechtigten weitere Aktienpakete angeboten.

Unilin/Swiss Krono

Unterzeichnen Digitaldruck-Lizenzvertrag

Unilin Technologies hat die Unterzeichnung eines Digitaldruck-Lizenzvertrags mit Swiss Krono bekannt gegeben. Die Vereinbarung gewährt Swiss Krono Zugang zum Digitaldruck-Patentportfolio von Unilin Technologies für seine bisherigen und zukünftigen Roll-to-Roll-Digitaldruckaktivitäten.

„Wir freuen uns sehr über diese Vereinbarung mit Unilin Technologies“, sot Max von Tippelskirch, Mitglied der Geschäftsleitung von Swiss Krono. „Sie wird es uns ermöglichen, die sich entwickelnden Anforderungen unserer Kunden unter dem sicheren Dach des starken Patentportfolios von Unilin Technologies zu erfüllen. Diese Vereinbarung gibt uns die Möglichkeit, unser Produktangebot mit fesselnden Designs und überlegenen Druckfähigkeiten weiter zu verbessern und unsere Position als Branchenführer zu stärken.“

„Wir freuen uns, unsere Partnerschaft mit Swiss Krono zu erweitern und ihnen Zugang zu unserem umfassenden Patentportfolio für den Digitaldruck zu gewähren“, ergänzt Bart Van der Stockt, Präsident von Unilin Technologies. „Unsere Lizenzpartnerschaft mit Swiss Krono begann vor vielen Jahren und wir sind sehr froh, dass wir unseren Partnern weiterhin neue Innovationen anbieten können, die unserer Branche zugutekommen.“

Würth

350 Teilnehmer aus sieben Ländern beim Fachforum

Zur sechsten Auflage des Würth-Fachforums „C-Teile-Management“ kamen am Dienstag, den 13. Juni und Mittwoch, den 14. Juni 2023 350 Teilnehmende aus sieben Ländern in den Industriepark in Bad Mergentheim.

„In den vergangenen Jahren konnten wir seit der Erstauflage 2017 über 2.400 nationale sowie internationale Gäste an unserem Firmenstandort in Bad Mergentheim begrüßen. Neben richtungsweisenden Denkanstößen zu Lösungsansätzen rund um eine sichere, resiliente Produktionsmittel- und Betriebsmittelversorgung, stehen bedeutende Impulse zu Markttrends sowie globale Herausforderungen im Fokus. Dabei entstehen nicht nur intensive Diskussionen, wertvolle Business-Netzwerke und langfristige Kooperationen, sondern insbesondere auch kundenorientierte Innovationen. Wir möchten damit unseren Beitrag leisten, dass unsere Kunden die Zukunft fest im Visier haben können.“, so Martin Jauss, Geschäftsführer der Würth Industrie Service.

Unternehmen stehen angesichts von Industrie 4.0 vor sich verändernden Märkten. Dabei sind es nicht mehr nur Automatisierung und Digitalisierung, welche die Industriebranche beschäftigen. Hinzu kommen globale Themenstellungen über alle Länder und Kontinente hinweg: es sind die anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie, eine volatile Situation auf den Beschaffungsmärkten, Klimawandel und Nachhaltigkeit, geopolitische Unsicherheiten, die zunehmende Inflation sowie ein sich verschärfender Mangel an qualifizierten Fach- und Arbeitskräften.

Mit welchen Stellhebeln es diese Entwicklungen zu bewältigen gilt, darüber sprachen hochkarätige Experten aus Industrie, Handel, Wissenschaft und Beratung im Rahmen des diesjährigen Fachforums. Während Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Horst Wildemann, TCW Management GmbH & Co. KG, in seinem Vortrag über die Bedeutung einer resilienten Unternehmensführung mit besonderem Fokus auf ihre Auswirkungen in der Supply Chain sprach, griff David Reger, CEO & Gründer von Neura Robotics, in seinem Vortrag zu „Kognitive Roboter – eine neue Ära der Kollaboration zwischen Mensch und Maschine“ einen weiteren bedeutenden Themenkomplex auf. Hierbei fokussierte er die Zukunft einer neuen, veränderten Arbeitswelt. Einer Arbeitswelt, in der Mensch und Maschine erfolgreich Hand in Hand zusammenarbeiten.

Wie es disruptive Trends zu managen gilt und was GPT, Robotik, KI und Home-Office gemeinsam haben – und was nicht – darüber klärte Prof. Dipl. Inf. Univ., MBA, Dominik B.O. Bösl, CEO bei Innomancer, auf. In diesem Zusammenhang erläuterte er die aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt und wie sich diese ergänzen.

Außerdem trug Franz Kühmayer, Experte für Leadership und New Work beim Zukunftsinstitut GmbH sowie CEO bei Reflections Research & Consulting, mit seinem Expertenvortrag „Jahrhundertchance Mittelstand: Hidden Champions oder wahre Zukunftshelden?“ zu zahlreichen Gedankenanstößen im Hinblick auf mögliche Potenziale mittelständischer Unternehmen für weiterführende Diskussionen bei. Als visionäre Trendforscher, Top-Manager und Berater verfolgten alle Referenten getreu dem Motto “Zukunft. Gemeinsam gestalten.” das Ziel, konkrete Ideen, Konzepte, Maßnahmen sowie erfolgreiche Praxisbeispiele aus Industrie, Handel und Wissenschaft aufzuzeigen.

"Sicam" 2023

Online-Anmeldungen ab sofort möglich

Besucher können sich jetzt für die „Sicam“ 2023 anmelden. Eine Liste der Aussteller, die vom 17. bis 20. Oktober in Pordenone ihre Innovationen zeigen, ist auf www.exposicam.it einsehbar. Dort gibt es auch das Anmeldeformular, um den persönlichen QR-Code bequem und rechtzeitig für den Zugang zur Messe zu erhalten. Der Eintritt, der Geschäftsleuten vorbehalten ist, ist kostenlos.

Eine gute Nachricht erwartet die Aussteller und Besucher der „Sicam“ 2023: Die Halle 5 des Messegeländes wird vergrößert, mit neuen direkten Verbindungen zu den Pavillons 4 und 6 und einem weiteren Café. 3.000 m² zusätzliche Fläche für Stände und Dienstleistungen werden in der neuen Struktur zur Verfügung stehen: eine erneuerte Aufteilung der Halle, für eine andere, aber immer einfache Besuchsroute mit einem direkten Zugang vom zentralen Eingang des Messegeländes.

Hawa

Die Produktion läuft wieder

Nach einem Cyberangriff auf die IT-Systeme der Hawa Sliding Solutions AG Ende April 2023 ist der Schweizer Schiebebeschlaghersteller seit 22. Mai wieder lieferfähig. Inzwischen hat das Unternehmen die IT-Infra­struktur auf einem höheren Sicherheitslevel neu aufgebaut und seine Waren in den beiden Werken in Mettmenstetten und Sirnach vollstän­dig inventarisiert. In der Woche ab 5. Juni lief die Produktion nach fünfwöchiger Unterbrechung wieder an. Die Arbeiten, um zu den ge­wohnten Leistungskapazitäten zurückzukehren, werden aber noch die nötige Zeit in Anspruch nehmen.

„Die gründliche Überprüfung, die Bereinigung und die Wiederherstel­lung der Systeme war mit einer hohen Kraftanstrengung verbunden“, er­klärt Gianni Belotti, Manager Business Applications. Die Mühe habe sich aber gelohnt, um die Gefahr eines erneuten Angriffes zu minimieren. In­zwischen kann Hawa seinen Distributionscenter in Deutschland wieder beliefern; die gesamte Standard-Produktpalette ist verfügbar. Nur bei ausgewählten Produkten kommt es voraussichtlich noch bis Juli zu län­geren Lieferzeiten.

Der Kundenservice, der zu jeder Zeit für die Hawa-Partner erreichbar war, prüft derzeit jeden Auftrag einzeln und bespricht Liefer- und Abhol­zeiten individuell mit den Kunden. Aufträge, die vorübergehend nur ma­nuell entgegengenommen werden konnten, stehen inzwischen im ERP-System. Aktuelle Aufträge werden wieder direkt erfasst und teilautoma­tisiert weiterbearbeitet. In Absprache mit den internationalen Vertriebs­teams priorisiert Hawa Bestellungen bzw. führt sie – in Abhängigkeit von der Warenverfügbarkeit – in Teillieferungen aus.

Für die Planung von größeren Projektaufträgen sei die individuelle Ab­stimmung mit dem Vertrieb nötig, um Lieferzeiten einschätzen zu kön­nen, sagt der Leiter des Kundenservices, André Saiu: „Diese direkte Kommunikation ist uns wichtig, um unsere Kunden bestmöglich zu un­terstützen und Planungssicherheit zu bieten.“

Es sei dem Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie dem ständigen Dialog mit Kunden und Lieferanten zu verdanken, dass Hawa nun wieder zukunftsorientiert agieren könne, betont CEO Ezequiel Di Claudio.

https://www.hawa.com