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Author: Hahn, Sebastian

Jowat SE

Errichtet Produktionsstandort in China

Mehr Kundennähe und Wettbewerbsstärke im weltweit größten Klebstoffmarkt: Das sind die strategischen Ziele, mit denen die Detmolder Jowat SE im Sommer 2022 die Jowat China Adhesives Co. Ltd. gegründet hat, eine 100prozentige Tochtergesellschaft. Nun wurde der Grundstein für den Betrieb des neuen Produktionsstandortes im chinesischen Dushan, Pinghu City, Jiaxing in der Provinz Zhejiang gelegt. Auf einem 17.300 Quadratmeter großen Areal entsteht dort neben einer Produktions- und Lagerhalle ein modernes Forschungs- und Entwicklungszentrum.


Für Jowat gewinnt der chinesische Markt zunehmend an Bedeutung. Bereits heute macht das dortige Geschäft mehr als zehn Prozent des Gesamtgeschäfts des Herstellers aus. Um insbesondere hochvolumige Absatzbereiche mit hohem Wettbewerbsdruck in Zukunft noch erfolgreicher bedienen zu können, erfolgt nun die konsequente Optimierung der Produktionslandschaft und der Lieferketten für diesen wichtigen Zielmarkt.


„Mit unserem Engagement und Invest in China stellen wir außerdem wichtige Weichen zur Erschließung neuer Märkte, die hier ihre Produktionsschwerpunkte haben, wie zum Beispiel der Wachstumsmarkt der „Consumer Electronics“, konstatiert Dr. Ralf Schelbach, Vice President Asia Pacific der Jowat SE. „Mehr als 80 Prozent dieser Produkte werden in China produziert. Will man den spezifischen Kundenanforderungen dieser Branche mit starken Entwicklungsleistungen und schneller Marktreife bestmöglich begegnen, ist der Aufbau lokaler Produktentwicklungen eine notwendige Voraussetzung. Auch nachhaltige Klebstofflösungen werden hier zukünftig eine wichtige Rolle spielen.“


Der mehr als 11.000 Quadratmeter umfassende Neubau des Jowat Klebstoffzentrums in China soll bis Ende 2023 fertiggestellt werden. Läuft alles planmäßig, erfolgt der Startschuss für die Produktion zum Chinesischen Neujahr 2024.

Lectra

Karine Calvet und Pierre-Yves Roussel werden Mitglieder des Verwaltungsrats

Auf der Jahreshauptversammlung von Lectra am 28. April wurden zwei neue Verwaltungsratsmitglieder, Karine Calvet und Pierre-Yves Roussel, für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt. Beide werden Mitglieder des Strategieausschusses und lösen damit Bernard Jourdan, den leitenden Direktor, und Anne Binder ab. Karine Calvet wird auch Mitglied des Ausschusses für soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR).

Die Lectra-Gruppe bietet Software, Schneidegeräte, Datenanalyselösungen und damit verbundene Dienstleistungen an, mit denen ihre Kunden von den Fortschritten der Industrie 4.0 profitieren können.

Mit ihrer neuen strategischen Roadmap für 2023-2025 will die Gruppe ihre Expansion – vor allem durch die Übernahme von Gerber im Juni 2021 – nutzen, um ihr Wachstum zu beschleunigen, den Anteil von SaaS am Umsatz deutlich zu erhöhen und Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Unterstützt durch das Engagement seiner Mitarbeiter und anerkannt durch seine Kunden, wird Lectra auch in Zukunft eine Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit einnehmen.

Daniel Harari, Präsident und CEO von Lectra, sagte anlässlich der Generalversammlung: “Zunächst möchten wir Anne Binder und Bernard Jourdan herzlich für ihr Engagement und ihren wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Lectra in den letzten zwölf Jahren danken. Wir freuen uns, Karine Calvet und Pierre-Yves Roussel im Verwaltungsrat von Lectra begrüßen zu dürfen. Karine Calvet verfügt über ausgezeichnete Kenntnisse des IT- und Industriesektors sowie über fundierte Fachkenntnisse in den Bereichen Strategie, Management und nachhaltige Entwicklung. Pierre-Yves Roussel seinerseits verfügt über fundierte Kenntnisse des Mode- und Luxusmarktes sowie über Fachwissen in den Bereichen Strategie, Management und Governance.”

Karine Calvet ist Vizepräsidentin EMEA und zuständig für Partner bei AVEVA, einer Tochtergesellschaft von Schneider Electric. Sie begann ihre Karriere 1993 bei CGI und hat die meiste Zeit in der IT-Branche verbracht: sechzehn Jahre in Dienstleistungsunternehmen, sieben Jahre in der Telekommunikation und sechs Jahre in der Softwarebranche. Sie hatte Führungsrollen in Telekommunikationsumgebungen für führende globale Unternehmen (CGI, Capgemini, Alcatel-Lucent, Verizon, Microsoft und derzeit Schneider-Aveva) inne, wobei ihr Schwerpunkt auf der digitalen Transformation lag.

Karine Calvet war Leiterin des Bereichs Industrie bei Capgemini, leitete dann als Vizepräsidentin für Osteuropa weltweite Teams bei Alcatel-Lucent und war anschließend als Geschäftsführerin bei Verizon tätig. Während ihrer Zeit bei Microsoft konnte sie ihr Software-Fachwissen, ihre Kenntnisse über direkte und indirekte Vertriebskanäle sowie ihre Erfahrung im Bereich IT-Services ausbauen.

In den letzten zwei Jahren hat Karine Calvet als Vizepräsidentin für Südeuropa und dann als Vizepräsidentin für Partner und Allianzen bei Schneider-Aveva eng mit Industrieunternehmen zusammengearbeitet, um sie bei der Bewältigung der Herausforderungen in den Bereichen Betriebseffizienz, Sicherheit, Kostenmanagement, Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung zu unterstützen, indem sie die Vorteile der Digitalisierung nutzt.

Karine Calvet ist Absolventin von Sciences Po und der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne.

Pierre-Yves Roussel ist seit Januar 2019 CEO des führenden US-Modelabels Tory Burch. Er begann seine Laufbahn im Investmentbanking bei HSBC in Brüssel und anschließend bei Morgan Stanley in London. Im Jahr 1990 wechselte er zur Unternehmensberatung McKinsey & Company in Frankreich, wo er zahlreiche Beratungsaufträge in den Bereichen Mode, Luxus, Vertrieb und Medien in Europa und Asien leitete. Im Jahr 1998 wurde er zum Partner und 2004 zum Global Senior Partner (Director) gewählt.

Im Jahr 2004 wurde er Mitglied des LVMH Group Executive Committee als Executive Vice-President, Strategy and Operations, und berichtet direkt an Bernard Arnault. Im Jahr 2006 wurde er zum Chairman und CEO der LVMH Fashion Group ernannt, einem der fünf operativen Geschäftszweige der LVMH-Gruppe.

Von 2006 bis 2018 war er Vorstandsvorsitzender der Marken Céline, Givenchy, Loewe, Kenzo, Pucci, Rossimoda, Marc Jacobs, Donna Karan, Berluti, JW Anderson und Nicolas Kirkwood. Außerdem war er Mitglied mehrerer renommierter Modejurys, darunter Andam, CFDA Fashion Incubator und LVMH Fashion Prize. Von 2010 bis 2018 war er Mitglied des Verwaltungsausschusses der Chambre Syndicale de la Mode et de la Couture. Im Jahr 2018 verließ er die LVMH-Gruppe, um den Posten des CEO des Unternehmens Tory Burch mit Sitz in New York zu übernehmen. Das 2004 von seiner Frau gegründete private Familienunternehmen hat weltweit mehr als 350 Geschäfte, 13 Einzelhandels-Websites und fast 5.000 Mitarbeiter.

Pierre-Yves Roussel ist Absolvent der Universität Brüssel und der Londoner Handelskammer. Er besitzt außerdem einen MBA der Wharton Business School (University of Pennsylvania).

VDMA

Maschinenexporte verbuchen erfreulichen Jahresauftakt

Die exportstarken Maschinen- und Anlagenbauer aus Deutschland haben im ersten Quartal ein gutes Ergebnis ihrer Ausfuhren erzielt. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes stiegen die Maschinenexporte im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um nominal 13,8 Prozent auf 51,3 Milliarden Euro. Preisbereinigt verzeichneten die Maschinenausfuhren in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ein Plus von 4,4 Prozent. „Die erfreulichen Exportzuwächse sind teils inflationsgetrieben, teils darauf zurückzuführen, dass sich die Lieferketten in vielen Bereichen entspannt haben. Dadurch können die Maschinen- und Anlagenbauer viele ihrer Kunden endlich beliefern und reduzieren ihre hohen Auftragsbestände“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Die Maschinenlieferungen in die USA, wichtigster Exportmarkt, verzeichneten weiterhin ein hohes Wachstum von nominal 26,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Exportwert von Maschinen und Anlagen „Made in Germany“ in die USA betrug im ersten Quartal rund 6,9 Milliarden Euro. Die deutschen Maschinenexporte nach China legten dagegen nur um nominal 2,9 Prozent auf insgesamt 4,6 Milliarden Euro zu. „Das Exportgeschäft mit China konnte nach dem Wegfall der Corona-Maßnahmen Ende letzten Jahres noch nicht wie erhofft an nennenswerter Dynamik gewinnen“, ergänzt Wiechers.

Die Maschinenexporte in die EU-Partnerländer Deutschlands legten um nominal 10,4 Prozent zweistellig zu. Sie kamen somit im ersten Quartal auf einen Wert von mehr als 22,4 Milliarden Euro. Die Maschinenexporte in die fünf wichtigsten Abnehmerländer innerhalb der EU-27 entwickelten sich wie folgt: Frankreich: plus 18,2 Prozent, Italien: plus 10,6 Prozent, Niederlande: plus 10,3 Prozent, Österreich: plus 1,6 Prozent und Polen: plus 11,6 Prozent. Auch die Maschinenexporte aus Deutschland in andere europäische Länder wie Großbritannien (plus 14,8 Prozent) und die Schweiz (plus 19,2 Prozent) legten kräftig zu.

Die Maschinenexporte nach Russland sind bereits im vergangenen Jahr infolge des Ukraine-Krieges um nominal 49,6 Prozent deutlich zurückgegangen. Dieser Trend hat sich verfestigt: Im ersten Quartal dieses Jahres lagen die Maschinenausfuhren nominal 48,9 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Damit liegt der Anteil Russlands an den gesamten deutschen Maschinenexporten inzwischen unter 1 Prozent. Russland ist auf Rang 25 in der Exportrangliste abgerutscht. Vor der Annexion der Krim im Jahr 2014 hatte das Land noch Platz 4 belegt. Dagegen entwickeln sich die deutschen Maschinenexporte nach Indien weiterhin sehr positiv. Der Exportzuwachs nach Indien betrug im ersten Quartal nominal 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Sedus Stoll AG and Watson Furniture Group

Globale Partnerschaft besiegelt

Die Sedus Stoll AG und Watson Furniture Group beschließen eine strategische Zusammenarbeit: Im Rahmen der Orgatec 2022 war es so weit – die formalisierte globale Partnerschaft wurde unterzeichnet. Für beide Unternehmen ist sie ein logischer Schritt. Gemeinsame Werte und ähnliche Marktstrategien und Kompetenzen in den Bereichen Technik und Fertigung sind eine ideale Basis, um die strategische Zusammenarbeit einzugehen.

„Durch die Partnerschaft mit Watson erweitern wir unser internationales Netzwerk und können auch bestehenden Kunden ab sofort weltweit eine noch breitere Palette an komplementären Produkten anbieten“, erklärt Daniel Kittner, Vorstand Vertrieb und Technik der Sedus Stoll AG. „Gemeinsam mit Watson werden wir zukünftig neue Produkte entwickeln, aber auch bestehende Lösungen unter Einhaltung regionaler Vorschriften so anpassen, dass den Kunden global ein einzigartiges Erlebnis angeboten wird.“

Clif McKenzie, CEO von Watson, ergänzt: „Wir freuen uns mit einem so angesehenen Unternehmen zusammenzuarbeiten, das unser Engagement für Nachhaltigkeit, Unternehmensverantwortung und Designintegrität teilt. Die Gemeinsamkeiten in der Art und Weise, wie wir nicht nur das Design, sondern auch die Produktionseffizienz angehen, sichern eine sinnvolle und vorteilhafte Beziehung.“

„Ligna“ 2023

Weltleitmesse der Superlative

Die „Ligna“ 2023, die weltweit führende Messe für die Holzbe- und -verarbeitung, zeigte fünf Tage voller Innovationen, Inspiration und Networking. Vom 15. bis 19. Mai 2023 präsentierten 1.300 Unternehmen aus 50 Ländern ihre Lösungen für die Holz- und Möbelindustrie, das Holzhandwerk sowie den Primärbereich. Im Mittelpunkt standen die Megatrends Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Entsprechend groß war auch der Zuspruch aus Deutschland und aller Welt. 80.000 Besucher:Innen aus 160 Ländern informierten sich über smarte Maschinen und ressourcenschonende Produktionsverfahren.

Die Vorfreude auf die Messe war groß. Aussteller und Besucher:Innen waren gleichermaßen begeistert, nach vier Jahren Pause endlich wieder persönlich zusammenzukommen und die geballte Innovationskraft der Branche hautnah zu erleben. „Die ,Ligna‘ 2023 hat die hohen Erwartungen der ausstellenden Unternehmen und der Besucher:Innen übertroffen und gezeigt, dass die Maschinen, Anlagen und Lösungen, die auf der Messe präsentiert wurden, den Weg zu einer nachhaltigen und digitalisierten Holz-, Möbel- und Bauindustrie ebnen“, sagte Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe AG. „Beeindruckende 60 Prozent der Besucher:Innen kamen aus dem Ausland. Damit hat die ,Ligna‘ ihre Position als globale Weltleitmesse weiter ausgebaut.“

„Die ,Ligna‘ 2023 war nicht nur eine Plattform für die Präsentation neuer Technologien, sondern auch ein Ort des Wissenstransfers und der Vernetzung“, sagte Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer VDMA Holzbearbeitungsmaschinen. „Die Messe hat gezeigt, dass die Branche der Holzbe- und -verarbeitung ihren Kunden die notwendigen Technologien für eine wettbewerbsfähige und zugleich nachhaltige Produktion bietet. Angesichts der unsicheren Rahmenbedingungen, mit der sich die holzbe- und verarbeitende Industrie gerade konfrontiert sieht, spricht der Erfolg der ,Ligna‘ 2023 für ihren Status als Impulsgeber. Sie ist nicht nur in guten Zeiten ein Motor der Branche, sondern liefert vor allem auch Lösungen für die herausfordernden Momente.“

Smarte, vernetzte Maschinen, Anlagen und Verfahren, die die Kosten und die Produktion effizienter gestalten, standen daher bei der Community besonders hoch im Kurs. Auch die Nachfrage nach Automatisierungs- und prozessoptimierenden Lösungen, um die Auswirkungen des Fachkräftemangels abzufedern, war groß.

„In den Messehallen war die Transformation der Industrie live erlebbar“, so Köckler weiter. Zu sehen gab es die gesamte Bandbreite der Wertschöpfungskette, von Holzbearbeitungsmaschinen und -anlagen über Werkzeuge und Arbeitsverfahren bis hin zu Industrierobotern oder auch Exoskeletten als Unterstützung für die Expert:Innen aus Handwerk und Forst. Die ausgestellten Maschinen sind dabei oftmals längst nicht mehr ausschließlich für die Verarbeitung von Holz geeignet, sondern auch für Glas, Kunststoffe oder Verbundwerkstoffe. Köckler: „Möbel oder auch Bauelemente beispielsweise bestehen aus den unterschiedlichsten Materialen. Da ist es nur folgerichtig, dass die Aussteller der ,Ligna‘ ihr Angebotsportfolio entsprechend erweitern und ihren Kunden vielfältige Möglichkeiten bieten.“

Ein zentrales Thema der Messe war die Bedeutung von Holz als nachwachsender Rohstoff und seine Rolle bei der Dekarbonisierung. In dem Zuge gewinnt der Holzbau zunehmend an Bedeutung und eröffnet neue Marktchancen für den Maschinenbau.

Die Aussteller der „Ligna“ 2023 präsentierten Lösungen, die alle Prozessschritte im Holzbau deutlich optimieren. So können Kosten eingespart und auch der Einsatz des kostbaren Rohstoffes möglichst ressourcenschonend gestaltet werden. Auch die Bodenbelagsbranche und die Möbelindustrie setzen verstärkt auf Holz als bevorzugten Rohstoff, da Nachhaltigkeit für die Endverbraucher:Innen immer wichtiger wird. So helfen beispielsweise auch innovative Klebstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe dabei, den CO2-Ausstoß zu verringern.

Die „Ligna“ 2023 bot den Besuchern ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Konferenzen, Live-Präsentationen, Sonderschauen und Preisverleihungen. Auf der „Ligna.Stage“ in Halle 12 präsentierten rund 90 Sprecher:Innen aktuelle Marktentwicklungen und Trendthemen. Auch der Fachkräftemangel und das Recruiting wurden in einem eigenen Bereich thematisiert, der den Austausch zwischen Fachkräften und potenziellen Arbeitgebern förderte.

Köckler: „Die ,Ligna‘ 2023 hat einmal mehr gezeigt, dass sie eine unverzichtbare Plattform für die holzverarbeitende Industrie ist. Die Messe hat nicht nur den Austausch von Wissen und Erfahrungen gefördert, sondern auch die Weichen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Holzbe- und -verarbeitung gestellt.“

Die nächste „Ligna“ findet vom 26. bis 30. Mai 2025 statt.

"Interzum"

Bestätigt ihren Status als Weltleitmesse

Heute ging die „Interzum“ in Köln zu Ende. Die Weltleitmesse für Möbelzulieferer und Interior Design verbuchte sehr gute 62.000 Fachbesucherinnen und Fachbesuchern aus etwa 150 Ländern und sorgte vier Tage lang für ausgezeichnete Stimmung an den Ständen und zahlreichen Eventflächen. Vier Jahre mussten die 1.600 ausstellenden Unternehmen warten, um endlich wieder auf ihrem globalen Branchenevent zusammenkommen zu können. Die Industrie hatte sich mit ihren innovativen Lösungen und Produktneuheiten an der „Interzum“ ausgerichtet und präsentierte sich in beeindruckender Form. „Überzeugender kann eine Messe ihre Bedeutung für die eigene Branche kaum zum Ausdruck bringen“, freute sich Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse. Für ihn ist dieser Erfolg ein klares Signal, „dass starke Leitmessen wie die „Interzum“ heute mehr denn je unverzichtbar sind.”

Unterstrichen wurde die Bedeutung des Events für die Branche auch durch die hohe Internationalität des Fachpublikums. Die Top-Besucherländer waren Deutschland, Italien, Spanien und Polen. Sehr erfreulich entwickelten sich die Besucherzahlen aus der Türkei, die sich um 16 Prozent im Vergleich zur Vorveranstaltung steigerten. Mehr Fachbesucherinnen und Fachbesucher kamen auch aus Indien. Die Besucherzahlen aus China waren mit Blick auf die aktuellen Rahmenbedingungen rund um die Visa-Vergabe ebenfalls zufriedenstellend. Länderübergreifend wurde zudem die hohe fachliche Qualität der Messebesucherinnen und -besucher hervorgehoben.

Das zentrale Thema der Messe war Nachhaltigkeit: Unter dem Oberbegriff „Neo-Ökologie“ hatte die „Interzum“ schon im Vorfeld der Messe Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ressourcenschonung, sowie die zukunftsorientierte Planung in den Fokus gerückt. Wie sehr die Messe damit den Nerv der Branche getroffen hatte, zeigte sich an den Messeständen: Nahezu alle Unternehmen haben die wachsende Bedeutung ökologischer Aspekte für sich erkannt. Punkte wie Ressourcenschonung, Smart Materials, erneuerbare Energien oder Re- und Upcycling spielten für viele Innovationen der Aussteller eine maßgebliche Rolle.

Auch das vielfältige Eventprogramm griff diese Themen mit Erfolg auf. So stießen die drei Trend Foren, die „Interzum Product Stage“ sowie die „Interzum Trend Stage“, auf der namhafte Expertinnen und Experten über die wichtigsten Entwicklungen, Trends und Zukunftsthemen für Möbel, Materialien und Einrichtung diskutierten, auf großes Interesse des internationalen Fachpublikums.

Doch nicht nur Produkte, Dienstleistungen und Events drehten sich um ökologische Aspekte. Auch viele Messestände wurden nachhaltig und unter dem Gesichtspunkt der Ressourcenschonung geplant. Darüber hinaus hat die „Interzum“ Verantwortung übernommen und sich selbst aktiv im Klimaschutz engagiert. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte die „Interzum“ eine Initiative gestartet, um das weltweit größte Branchenevent für Möbelfertigung und Innenausbau in Zukunft nachhaltiger zu gestalten. Aufbauend auf den Erfahrungen in diesem Jahr wird die „Interzum“ das Thema Nachhaltigkeit für die kommenden Veranstaltungen weiterentwickeln.

Die Messe in Zahlen: An der „Interzum“ 2023 beteiligten sich auf einer Bruttoausstellungsfläche von 186.000 m² (2019: 190.000 m²) 1.600 Unternehmen aus 59 Ländern (2019: 1.806 Unternehmen aus 61 Ländern). Darunter befanden sich 255 Aussteller aus Deutschland (2019: 356 Aussteller) sowie 1.345 Aussteller aus dem Ausland (2019: 1.450 Aussteller. Der Auslandsanteil lag bei 84 Prozent (2019: 80 Prozent). Schätzungen für den letzten Messetag einbezogen, kamen rund 62.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus rund 150 Ländern auf die Messe (2019: 74.000 aus 152 Ländern), davon rund 76 Prozent (2019: 75 Prozent) aus dem Ausland. 

Die nächste „Interzum“ in Köln findet vom 20. bis 23. Mai 2025 statt.

Homag Group

Komplexität managen: Technologisch und regional

Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis in 2022 – und weiteres Wachstum im Blick. Die Homag Group löst aktuell ihren Investitionsstau der vergangenen Jahre auf und investiert unter anderem in mehrere Logistikzentren. Die größten Erwartungen liegen mittelfristig auf dem Segment Holzhausbau. Kapazitätsmanagement und der Aufbau von Zweit- und Drittlieferanten sind weitere strategisch wichtige Themen, so Vorstands-Chef Dr. Daniel Schmitt im Exklusiv-Interview.

Das komplette Interview können Sie hier lesen: https://moebelfertigung.page.link/iW57

Homag Group

Umsatz im ersten Quartal 2023 gestiegen

Die Homag Group konnte seinen Umsatz im ersten Quartal 2023 um 10 Prozent steigern. Der Auftragseingang hat sich nach zwei außergewöhnlich starken Jahren im ersten Quartal 2023 erwartungsgemäß abgeschwächt.

Der Auftragseingang lag im ersten Quartal 2023 bei 353 Mio. Euro (Vorjahr: 574 Mio. Euro). „Wir haben diese Abkühlung beim Auftragseingang so erwartet“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Schmitt. „Wir blicken auf zwei Jahre mit außerordentlich hohen Investitionen unserer Kunden zurück – mit dem absoluten Rekordwert im ersten Quartal 2022. Seit Mitte 2022 sehen wir eine Normalisierung der Bestellungen. Erfreulich ist aber, dass der Auftragseingang in den ersten drei Monaten 2023 über dem Wert des verhaltenen vierten Quartals 2022 liegt.“ Der Auftragsbestand verringerte sich zum 31. März 2023 auf 1.036 Mio. Euro (31.03.2022: 1.213 Mio. Euro), befindet damit aber weiterhin auf einem hohen Niveau.

Aufgrund dieses hohen Auftragsbestands stieg der Umsatz der Homag Group um 10 Prozent auf 404 Mio. Euro (Vorjahr: 367 Mio. Euro). Das EBIT vor Sondereffekten lag mit 27,0 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau (26,8 Mio. Euro). Es beinhaltet unter anderem gestiegene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung für neue Produktinnovationen, die auf der Branchenleitmesse LIGNA vorgestellt werden. Zum 31. März 2023 waren 7.570 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Egger

Deshalb war die Akquisition in den USA so wichtig

Egger hat in letzter Zeit nicht nur die Mehrheit des italienischen Unternehmens Saib übernommen sondern mit Novem Industries auch eine Akquisition in den USA getätigt. „Mit dieser Investition verbreitern wir unsere Rohstoffbasis durch den Einsatz von Recyclingholz in Lexington und können dadurch unsere Bemühungen im Sinne der Kreislaufwirtschaft weiter ausbauen“, so Michael Egger jun. Gegenüber der „möbelfertigung“. „In unserem Werk in Lexington, NC haben wir gerade Anfang März mit der Inbetriebnahme einer neuen Recyclinganlage begonnen. Diese können wir dank dieser Akquisition ideal mit Holz versorgen. So können wir das recycelte Verpackungsholz aus der Region, das wir an dem neuen Standort sammeln, einer stofflichen Verwendung zuführen und daraus wiederum hochwertige Produkte fertigen.“
Der österreichische Werkstoffspezialist ist sehr zufrieden, wie man sich bereits am US-amerikanischen Markt ­etablieren konnte. „Wir sind nun seit Herbst 2020 als ­lokaler Produzent vor Ort und haben bereits die Marktgegebenheiten kennengelernt“, so Egger. „Wir konnten unsere dritte Kurztaktpresse in unserem Werk in Lexington, NC (US) in Betrieb nehmen, das Papier für die Beschichtung werden wir ab Sommer vor Ort imprägnieren.“

Wie Michael Egger jun. die konjunkturelle Lage für sein Unternehmen insgesamt einschätzt und wie er mit der kritischen Berichterstattung in Sachen illegalem Holzeinschlag in Rumänien umgeht, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „möbelfertigung“.