Der Druck nimmt zu
Die deutsche Möbelindustrie verzeichnet zur Jahresmitte 2025 ein Umsatzminus von 5,1 Prozent – vor allem der Inlandsmarkt schwächelt weiter. Während sich einzelne Segmente wie die Küchenmöbelindustrie vergleichsweise stabil zeigen, bleibt das Konsumklima angespannt. Hoffnung kommt aus dem Ausland: Trotz Zöllen und geopolitischen Unsicherheiten legen einzelne Exportmärkte leicht zu.
möbelfertigung: Herr Kurth, leider konnten Sie auf der Wirtschafts-Pressekonferenz am 26. August nur wenige positive Nachrichten verbreiten. Wie ist der Zustand der Möbelindustrie?
Jan Kurth: Wir haben es tatsächlich mit unterschiedlichen Herausforderungen zu tun – einige sprechen sogar von einer „Stapelkrise“. So weit würde ich nicht gehen, aber unsere Branche sieht sich weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegenüber: international aufgrund der vielfältigen Auswirkungen der US-Zollpolitik, vor allem aber auf dem Heimatmarkt. Die größte Sorge bereitet unseren Unternehmen das schwache Konsumklima, wie eine aktuelle Verbandsumfrage zeigt.
möbelfertigung: Der Importanteil auf dem deutschen Markt beträgt nun fast 60 Prozent – nach einem kräftigen Sprung in diesem Jahr.
Jan Kurth: Ja, der Importdruck ist enorm hoch und hat einen neuen Höchststand erreicht – vor allem bei Wohn- und Polstermöbeln. Auch das hängt mit den US-Zöllen zusammen; wir gehen insofern von einem Sondereffekt aus. Da die Absatzmöglichkeiten für chinesische Möbel auf dem amerikanischen Markt infolge der Zölle erschwert sind, drängen noch mehr China-Möbel auf den deutschen Markt als bislang. In der ersten Jahreshälfte stiegen die Einfuhren aus China um rund 25 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Damit steht China für 30 Prozent der deutschen Möbelimporte. Wir sehen natürlich mit Sorge, dass dadurch eine Überflutung des Marktes stattfindet, die den zukünftigen Absatz zusätzlich erschwert.
Das komplette Interview lesen Sie in der möbelfertigung Ausgabe 5/2025. HIER GEHT ES DIREKT ZUM E-MAGAZIN.
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