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Autor: Hahn, Sebastian

König + Neurath AG

Neuer Finanzvorstand Rainer Raschke komplettiert den Vorstand

Der Aufsichtsrat der König + Neurath AG hat Rainer Raschke mit Wirkung vom 01.11.2025 zum neuen Finanzvorstand (CFO) des Unternehmens bestellt. Mit seinem Eintritt ist die Neuausrichtung des Vorstand abgeschlossen.  

 „Mit Herrn Raschke gewinnen wir einen erfahrenen Finanzexperten, der über umfassende Kenntnisse in den Bereichen Controlling, Finanzen und Unternehmenssteuerung verfügt“, erklärt Thomas M. Reimann, Aufsichtsratsvorsitzender der König + Neurath AG. „Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Steffen Schwerd ist das Unternehmen damit hervorragend für die kommenden Aufgaben aufgestellt.“ Rainer Raschke bringt langjährige Erfahrung aus leitenden Finanzfunktionen in mittelständischen und international agierenden Industrieunternehmen mit. In seiner neuen Rolle wird er insbesondere die finanzielle Steuerung und die strategische Weiterentwicklung der König + Neurath AG unterstützen.

König + Neurath, einer der führenden Anbieter von Büromobiliar und Raumlösungen „Made in Germany“, setzt mit dieser Personalentscheidung ein klares Zeichen für Kontinuität und Zukunftsorientierung.

CAD+T

Präsentiert Release 26 – mehr Performance, Präzision und KI-Power

Mit dem Release 26 bringt CAD+T ein großes Update seiner Software auf den Markt, das auf maximale Performance und intelligente Prozessoptimierung setzt. Herzstück ist die neue G4 Engine (in Kürze verfügbar), die Layout-Berechnungen laut Hersteller bis zu zehnmal schneller verarbeitet – selbst bei komplexen Projekten.

Zusätzlich wurden die Stücklistenfunktionen für gebogene Teile überarbeitet, um Genauigkeit und Zuverlässigkeit weiter zu steigern. Eine automatische Erstellung von Fräsungen aus Text sorgt zudem dafür, dass Beschriftungen ohne zusätzlichen Aufwand präzise umgesetzt werden.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Integration von KI-basierten Funktionen, die Planungsprozesse unterstützen und die Qualitätssicherung bereits in der Konzeptphase verbessern sollen. Darüber hinaus erleichtern neue dynamische 3D-Explosionsdarstellungen die Visualisierung komplexer Bauteile und Zusammenhänge.

Mit Release 26 will CAD+T Anwendern ein leistungsstarkes, praxisorientiertes Werkzeug an die Hand geben, das Abläufe vereinfacht und Projekte auf ein neues Level hebt. Termine für das Update können über die Website vereinbart werden: www.cadt-solutions.com

Wechsel im Management

Die SHD-Unternehmensgruppe hat ihre Finanzleitung neu besetzt. Seit Oktober verantwortet Ralf Gentejohann als Chief Financial Officer (CFO) die finanzielle Steuerung und strategische Weiterentwicklung des IT-Spezialisten für die Möbel- und Küchenbranche. Er folgt auf Bernd Anspach, der das Unternehmen verlassen hat.

Mit der Ernennung von Ralf Gentejohann zum Chief Financial Officer (CFO) stellt der IT-Dienstleister SHD seine Finanzführung neu auf. Gentejohann verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in leitenden Finanzfunktionen, darunter Stationen bei der Ewerk Group, Zeppelin Power Systems und Meritus Business Advisors. Seine Schwerpunkte liegen auf strategischer Finanzsteuerung, der Umsetzung von Transformationsvorhaben und der wirtschaftlichen Weiterentwicklung internationaler Geschäftsfelder.

Strategische Neuausrichtung und Internationalisierung

In seiner neuen Rolle verantwortet der Finanzprof die finanzielle Steuerung sowie die strategische Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe. Dabei soll der Fokus auf Internationalisierung, Skalierbarkeit und einer stärkeren Vernetzung des Produktportfolios liegen.
„Gemeinsam mit dem Team möchte ich die finanzielle Steuerung weiter schärfen und die internationale Entwicklung von SHD gezielt vorantreiben“, erklärt Gentejohann. CEO Dietmar Meding sieht in der Berufung einen wichtigen Schritt zur Umsetzung der Unternehmensstrategie: „Mit Ralf Gentejohann haben wir einen CFO gewonnen, der operative Stärke mit strategischer Weitsicht verbindet.“

Konzernweite Transformation im Fokus

Die Neubesetzung erfolgt im Rahmen der laufenden strategischen Weiterentwicklung der SHD-Gruppe. Ziel ist es, Prozesse zu vereinheitlichen, die Transparenz zu erhöhen und das internationale Produkt- und Serviceangebot auszubauen. Damit soll das Unternehmen noch stärker auf die Bedürfnisse seiner Kunden ausgerichtet werden.

Abschied von langjährigem Finanzchef

Bernd Anspach, der die Funktion des CFO bislang innehatte, hat SHD nach vielen Jahren verlassen. Das Unternehmen dankte ihm für seine langjährige Arbeit und seinen Beitrag zur Entwicklung der Gruppe.

Second Life für Haushaltsgeräte

Der Hausgerätehersteller Beko treibt seine Nachhaltigkeitsstrategie weiter voran und erweitert das Programm „Reduce – Refurbish – Recycle“ auf Fabrikebene in ganz Europa. Rückgeführte Geräte werden geprüft, repariert und als Second-Life-Produkte wieder in Umlauf gebracht. So kombiniert der Hausgerätehersteller Ressourcenschonung, Qualität und Kundenorientierung zu einem geschlossenen Kreislaufsystem. Ziel ist es, Kreislaufwirtschaft zur industriellen Norm zu machen.

Beko baut sein Engagement in der Kreislaufwirtschaft deutlich aus: Mit der europäischen Erweiterung seines Second-Life-Programms „Reduce – Refurbish – Recycle“ schafft das Unternehmen Strukturen, die weit über klassische Reparaturkonzepte hinausgehen. Zurückgegebene Geräte werden geprüft, bei Bedarf generalüberholt und als hochwertige Second-Life-Produkte erneut in den Markt gebracht.

Fatih Özkadı, Leiter für Nachhaltigkeit, Qualität und Kundenbetreuung bei Beko, bezeichnet die Initiative als wesentlichen Bestandteil einer nachhaltigen Industrieentwicklung: „Refurbishment ist für uns mehr als die Reparatur. Es geht darum, Lebenszyklen gezielt zu verlängern und geprüfte, erschwingliche Geräte zugänglich zu machen.“ Die europaweit entstehenden Refurbishment-Center sollen zugleich ökologische wie auch ökonomische Vorteile sichern.

Qualitätsstandards und Kreislaufgedanke

Im Mittelpunkt des Programms steht die Verbindung von Kundendienst und Materialkreislauf. Viele Defekte lassen sich laut Beko bereits durch Fernwartung oder Servicetermine beheben. Geräte, die dennoch zurückkehren, durchlaufen einen festgelegten Prozess: von der Prüfung über die Reparatur mit Originalteilen bis zur Endkontrolle und Wiederklassifizierung. So entsteht ein geschlossener Kreislauf, der Abfall vermeidet und Produktqualität erhält. Ein Vorzeigeprojekt ist das 5.000 Quadratmeter große Refurbishment-Center im britischen Peterborough. Seit 2019 arbeitet der Standort ohne Deponieabfälle, verwaltet mehr als 100.000 Ersatzteile und über 50 Verpackungsarten. Rund 30 Prozent der wiederaufbereiteten Geräte werden vor dem Verkauf einer zusätzlichen Qualitätsprüfung unterzogen.

Neue Standorte und lokale Anpassung

Auch auf dem europäischen Festland wächst das Netzwerk. In Carinaro (Italien) bereitet ein 15-köpfiges Team seit 2024 Geräte aus den Bereichen Waschen, Kochen, Kühlen, Spülen und Trocknen auf. Die Second-Life-Produkte werden zu Preisen angeboten, die zehn bis 30 Prozent unter dem Neupreis liegen. In Rumänien will Beko zudem mehr als drei Viertel der geeigneten Geräte wieder in den Markt zurückführen – ein wichtiger Schritt für die Skalierbarkeit des Programms.

Nachhaltigkeitsstrategie und industrielle Verantwortung

Bekos Initiative ist eng in die unternehmenseigene Nachhaltigkeitsstrategie eingebettet, die sich an den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung orientiert. Sie verbindet eine europaweite Perspektive mit lokaler Anpassungsfähigkeit und unterstützt das Ziel, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Nach mehr als 40 Jahren insolvent

Das Wohnstudio Steinkamp in Hamburg hat Insolvenz angemeldet. Die „Verbraucherinformationsplattform“ Diebewertung.de berichtete am 15. Oktober als erste darüber. In dem Geschäft im Stadtteil Barmbek werden auf gut 1.000 qm Designer- und Kindermöbel angeboten. Partner des Wohnstudios Steinkamp sind u. a. Team 7, Brühl, Moll, Moizi, Wagner, Varier, Hüsler Nest, Lifetime Kidsrooms und Hag.

Der Möbelhändler ist seit mehr als 40 Jahren eine beliebte Anlaufstelle in der Region. Das Hamburger Abendblatt zitiert Geschäftsführer Thomas Steinkamp: „Der Grund für die Insolvenz ist die aktuelle schwierige politische und wirtschaftliche Lage.“ Für den Möbelhändler habe sich die Situation in den vergangenen Jahren immer weiter verschlechtert: „Wir kämpfen gegen das Internet als größte Konkurrenz beim Möbelverkauf an“, so Steinkamp. Das Geschäft bleibt vorerst geöffnet, die Belegschaft an Bord.

Gründer Ivo Wissler verlässt das Unternehmen

Küchenheld, einer der Pioniere für digitale Küchenplanung, stellt die Weichen für die Zukunft neu: Zum 31. Dezember 2025 verabschiedet sich Gründer und Geschäftsführer Ivo Wissler aus dem Unternehmen, um sich neuen Herausforderungen zu widmen. Zum 1. November 2025 übernimmt mit Christian Ritter, ein erfahrener Branchenexperte, die Geschäftsführung. Unter der Führung der Möbel Martin-Gruppe sind ab 2026 weitere Showroom-Eröffnungen in deutschen Großstädten geplant.

Nach sieben Jahren an der Spitze von Küchenheld hat sich Gründer und Geschäftsführer Ivo Wissler entschieden, das Unternehmen zum Jahresende 2025 zu verlassen. Rund ein Jahr nach dem Verkauf an die Möbel Martin-Gruppe ist für Wissler nun der richtige Zeitpunkt, um neue Wege zu gehen – in einer stabilen Phase, in der sich auch das Unternehmen weiterentwickelt und die nächste Wachstumsphase vorbereitet.

„Als wir Küchenheld gegründet haben, hatten wir eine einfache Idee: Küchenplanung sollte digital, transparent und an die Bedürfnisse der Kunden im 21. Jahrhundert angepasst sein“, sagt Wissler. „Dass wir die Branche inspiriert haben, mutiger zu denken, und heute mit eigenen Showrooms und einem starken Team in vielen Städten vertreten sind, erfüllt mich mit großem Stolz.“

Seit der Gründung im Jahr 2018 durch Ivo Wissler und Dr. Love Edquist hat sich Küchenheld von einem digitalen Newcomer zu einem festen Bestandteil der deutschen Küchenlandschaft entwickelt. Das Unternehmen steht heute für eine moderne, hybride Beratung – digital vernetzt, aber mit persönlichem Anspruch – und beschäftigt ein erfahrenes Team an acht Standorten in Deutschland.

Nachfolge durch Christian Ritter und Wachstumsstrategie

Zum 1. November 2025 übernimmt Christian Ritter, ein erfahrener Experte aus der Möbel- und Küchenbranche, die Geschäftsführung bei Küchenheld. Ritter bringt über 20 Jahre Erfahrung mit, unter anderem aus Führungsrollen bei Porta Möbel, Möbel Walther AG, Sconto SB und Depot. Gemeinsam mit dem bestehenden Team wird er die Marke in die nächste Wachstumsphase führen. „Ich glaube an das Geschäftsmodell der digitalen Küchenvermarktung. Die digitale Transformation der Küchenbranche bietet enormes Potenzial und ich freue mich darauf, die Erfolgsgeschichte von Küchenheld weiterzuschreiben“, so Ritter.

Unter der Führung von Möbel Martin, die Küchenheld mittlerweile vollständig übernommen hat, wird das bewährte Konzept konsequent weiterentwickelt. Ab 2026 ist die Eröffnung mehrerer neuer Showrooms in deutschen Großstädten geplant, um die hybride, digitale und persönliche Küchenplanung einem noch breiteren Publikum zugänglich zu machen. „Küchenheld hat sich in den vergangenen Jahren als Innovationsführer etabliert. Wir freuen uns, das bestehende Konzept mit Christian Ritter weiter auszubauen“, erklärt Dr. Isabel Martin, Gesellschafterin von Küchenheld und Mitglied der Geschäftsführung von Möbel Martin.

Ivo Wissler blickt ebenfalls optimistisch nach vorn: „Ich bin überzeugt, dass jetzt der richtige Moment ist, Platz für Neues zu schaffen – für das Unternehmen und für mich persönlich. Ich wünsche Christian Ritter und dem gesamten Kh. Team viel Erfolg und freue mich künftig als Freund und Unterstützer zu begleiten.“

Technologische Weiterentwicklung durch KH Digital Solutions

Mit der Ausgründung der KH Digital Solutions GmbH wird die technologische Kompetenz von Küchenheld künftig eigenständig weitergeführt. Unter Leitung von Dr. Love Edquist und Yannick Lorentz bietet das Unternehmen mit der Marke „Planelio“ digitale Lösungen speziell für die Küchen- und Möbelbranche an. Das Herzstück ist ein innovatives CRM-System, das den gesamten Customer Life Cycle – von der Lead-Generierung bis zur Auslieferung – digital abbildet. Bereits heute setzen zahlreiche Großflächenfilialisten auf das System, das durch Automatisierungen, zentrale Datenführung und gezielte Kundenkommunikation die Effizienz steigert und die Customer Experience verbessert.

„Mit KH Digital Solutions und Planelio stellen wir unsere technologische Innovationskraft auch anderen Unternehmen zur Verfügung und tragen so zur Digitalisierung der gesamten Branche bei“, erklärt Dr. Love Edquist.

Garant Gruppe

Finanzen, Farbe, KI: Garant Forum setzt Impulse

Mit Themen, die den Möbel- und Küchenhandel bewegen, lud die Garant Gruppe zum 4. ERFA Forum nach Kassel. Fachhändler:innen aus den Bereichen Küche, Wohnen und Gutes Schlafen zu Zukunftsthemen wie KI, Erbrecht und Raumgestaltung aus. Workshops mit renommierten Referent:innen boten praxisnahe Impulse und Anreize zur Weiterentwicklung. Das Fazit: ein rundum gelungenes Netzwerkevent mit Mehrwert.

Vier Workshops, ein Ziel: Weiterentwicklung

Das Garant Erfa Forum bot den Teilnehmenden vier Workshops zu essenziellen Themenfeldern. Im Workshop „Clever vorsorgen“ zeigte Ingo Mühring, Geschäftsführer von Mission Finanzen, Wege auf, wie Unternehmer ihre finanzielle Zukunft absichern und Vermögen klug aufbauen können. Das Interesse an der Kombination aus Finanzwissen und Unternehmerpraxis war groß.

Mit Farbdesignerin Bettina Duwentäster von Colourtube tauchten die Teilnehmer:innen in die Welt der Farb- und Raumgestaltung ein. Unter dem Titel „Farbe bekennen“ lernten die Handelspartner, wie Farben gezielt Emotionen und Funktionen von Räumen steuern können. Das praxisorientierte Format überzeugte besonders durch den direkten Nutzen für Beratung und Ladeninszenierung.

Rechtsanwältin Anna Maria Göbel beleuchtete im Workshop „Kein Erbrecht ohne Vorsorge“ die juristische Seite der Unternehmensführung. Ihre praxisnahen Tipps zur Nachfolgeplanung sorgten für viele Denkanstöße bei den Geschäftsinhabern.

Handelsexperte Frank Rehme brachte mit dem Programmpunkt „Von Kein Interesse zu Kann Ich“ das Zukunftsthema Künstliche Intelligenz auf die Bühne. Anhand konkreter Anwendungen zeigte er, wie KI im Handel Prozesse optimieren und Ressourcen schonen kann – ein Thema, das auch in der abschließenden Podiumsdiskussion für angeregte Debatten sorgte.

Starkes Feedback vom Handel

Von praxisnahen Impulsen über inspirierende Redner:innen bis zur exzellenten Organisation – die Resonanz der Teilnehmer:innen fiel durchweg positiv aus. Viele lobten die Vielfalt der Inhalte und die lebendige Atmosphäre, die echte Lern- und Austauschmomente ermöglichte. „Eine rundum gelungene Veranstaltung mit spannenden Einblicken und direkt umsetzbarem Wissen“, bilanzierte etwa das Team von Dietmann Wohnen und Küchen.

Fortsetzung fest im Blick

Erik Ewald Schillig, Leiter der Garant Akademie, zog ein ebenso positives Fazit: „Unser Ziel ist es, Fachhändlern eine Plattform für den bereichsübergreifenden, konstruktiven Austausch zu bieten – ergänzt durch Expertenwissen und praxisorientierten Input.“ Angesichts der hohen Teilnehmerzufriedenheit kündigte Schillig bereits an, das Format im kommenden Jahr fortzuführen, flankiert von weiteren ERFA-Tagungen im Frühjahr.

Hochschule Rosenheim

Blickt bei Festakt auf 100 Jahre Bildungsgeschichte zurück

Mit einem Festakt als Höhepunkt des Jubiläumsjahres hat die TH Rosenheim ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Etwa 800 Gäste, darunter Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, waren bei der Veranstaltung im Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum dabei. Sie unternahmen eine lebendige Zeitreise in die Vergangenheit und erhielten einen interessanten Ausblick in die Zukunft der Hochschule. Zudem gab es Gesprächsrunden mit Studierenden und Alumni sowie mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft.

Professor Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim, spannte in seiner Begrüßung einen Bogen von der Gründung des privaten Holztechnikums im Jahr 1925 bis in die Gegenwart. „Die Geschichte der TH Rosenheim erzählt von visionärer Kraft, von Mut und Erfindergeist“, so Köster. Der Werkstoff Holz habe die Grundlage gelegt für eine Bildungsinstitution, die weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist. „Als Anfang der 70er-Jahre die ersten Fachhochschulen in Bayern gegründet wurden, war die FH Rosenheim die kleinste von ihnen. Heute ist die Technische Hochschule Rosenheim eine der wichtigsten Bildungseinrichtungen in Südostbayern mit fast 8.000 Studierenden an vier Standorten“, betonte der Präsident.

In seiner Rede würdigte Köster seine Vorgänger, die mit Weitsicht und Entschlossenheit den Boden für den heutigen Erfolg bereitet hätten. Ebenso dankte er den zahlreichen Partnern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hochschule. „Vor allem aber danke ich den Studentinnen und Studenten, die sich für die TH Rosenheim entschieden haben. Ohne sie wären wir nicht das, was wir sind“, sagte Köster.

Mit Blick auf die Zukunft ging er auf den gerade begonnen Neubau des Technologieparks und des Studierendenzentrums am Campus Rosenheim ein. „Das bedeutet für uns einen Quantensprung in der Lehre und Forschung für die Ausbildung der Fachkräfte von morgen. Ein großer Dank geht hier an die Staatsregierung, die für das Bauvorhaben mehr als 300 Millionen Euro aus den Mitteln der Hightech Agenda Bayern bereitstellt.“

Söder: „Eine der wichtigsten Hochschulen in Bayern“

Ministerpräsident Markus Söder hob in seiner Rede die Bedeutung der TH Rosenheim in der akademischen Bildungslandschaft hervor. „Sie ist zu einer der wichtigsten Hochschulen in Bayern geworden. Die Entwicklung ist ein Musterbeispiel dafür, was man mit Fleiß, Gestaltungswillen und Innovationskraft erreichen kann“, so der Regierungschef. Der kontinuierliche Aufstieg sei hervorragend gemanagt worden und zeichne sich gerade in der jüngeren Vergangenheit durch ein ausgezeichnetes Zusammenspiel zwischen Hochschule, Politik und Wirtschaft aus.

„Die TH Rosenheim hat ein funktionierendes und ambitioniertes Team, das gerne mit neuen Ideen bei uns in München um die Ecke kommt. Wir wissen dann schon, dass es wieder teuer werden könnte, aber bislang haben wir noch keine Investition bereut“, sagte Söder mit einem Augenzwinkern. Angesichts der Herausforderungen der Zukunft betonte er: „Wir brauchen euren Ideenreichtum und eure Dynamik auch weiterhin. Nehmt den Schwung mit für die nächsten 100 Jahre!“ Nach seinem Auftritt bekam der Ministerpräsident vom Hochschulratsvorsitzenden Klaus Stöttner das erste Exemplar der Chronik überreicht, die anlässlich des 100-jährigen Jubiläums erstellt wurde.

Würdigung als „bayerisches Harvard“

Als Vertreterin des Wissenschaftsministeriums sprach Amtschefin Stephanie Jacobs. Sie griff die Würdigung der Hochschule als „bayerisches Harvard“ auf. Diese hatte Wissenschaftsminister Markus Blume kürzlich beim Spatenstich für das Bauvorhaben am Campus Rosenheim verwendet. „Das kommt nicht von ungefähr. Die TH Rosenheim ist als Innovationsmotor ein wichtiger Baustein für die Zukunftsstrategie der Staatsregierung im Bereich Wissenschaft. Ihre Hochschule zeichnet sich durch Spitzenlehre, Spitzenforschung und Spitzentransfer aus“, hob Jacobs hervor.

In einer Gesprächsrunde berichteten aktuelle und frühere Studierende von ihrer Zeit an der TH Rosenheim. „Ich habe hier das nötige Rüstzeug bekommen, um in den Familienbetrieb einzusteigen und schließlich die Leitung zu übernehmen“, sagte Unternehmerin Dagmar Fritz-Kramer, Chefin des Fertighausherstellers Baufritz GmbH. Die ehemaligen Studierenden Emma Graupner und Vitus Zenz hoben im Gespräch mit Moderatorin Ursula Heller die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich Forschung hervor und verwiesen auch auf die Unterstützung der Hochschule bei der Gründung von Start-Ups.

Für die Politik sprachen Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März, Rosenheims Landrat Otto Lederer und der Vorsitzend des Kuratoriums, Landtagsabgeordneter Daniel Artmann. „Unsere Stadt profitiert von der Hochschule nicht nur durch das vielfältige Bildungsangebot, sondern durch die zahlreichen jungen Leute auch sozial und kulturell“, unterstrich März. Um die Erreichbarkeit zu verbessern, wolle man versuchen, eine direkte Busanbindung vom Bahnhof aus zu ermöglichen. Als Stimme der Wirtschaft äußerte sich Gerald Rhein, ehemaliger Student und Vorsitzender des Seeoner Kreises. Er verwies auf die engen Bande zwischen regionalen Unternehmen und der Hochschule. „Das gehört seit der ersten Stunde zum Erfolgsrezept und ist dadurch in der DNA verankert“, so Rhein.

Goldene Bürgermedaille für Heinrich Köster

Zum Abschluss der Veranstaltung erhielt Professor Heinrich Köster eine besondere Auszeichnung der Stadt Rosenheim. Der Oberbürgermeister überreichte ihm die Goldene Bürgermedaille, mit der verdiente Persönlichkeiten geehrt werden. „Sie haben als Präsident mit unermüdlichem Einsatz und großer Leidenschaft die Strahlkraft des Leuchtturms TH Rosenheim verstärkt“, so März.

Sicam

Besucher von 9.300 Unternehmen aus 113 Ländern

Die 16. Ausgabe der SICAM, der Internationalen Fachmesse für Komponenten, Halbfertigprodukte und Zubehör für die Möbelindustrie, ist nach vier intensiven Tagen in Pordenone erfolgreich zu Ende gegangen. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz und sprachen von einer Atmosphäre voller Optimismus und Energie, die in den Messehallen zu spüren war. Die Veranstaltung präsentierte die neuesten Innovationen und Designs, die die Möbelkollektionen der kommenden Saison prägen werden.

Nach ersten Schätzungen besuchten vom 14. bis 17. Oktober 23.818 Fachleute von mehr als 9.300 Unternehmen aus 113 Ländern die Messe. Der größte Anteil der Besucher kam mit 61 % aus Italien, gefolgt von starken Kontingenten aus Deutschland, Spanien, China und Osteuropa. Ihnen präsentierten sich 692 Aussteller aus 33 Ländern auf der gesamten verfügbaren Nettoausstellungsfläche von 19.150 Quadratmetern.

„Die SICAM ist seit mehreren Ausgaben ein unumgängliches Ereignis für alle Akteure der Möbellieferkette“, kommentiert Carolina Giobbi vom Veranstalterteam. Sie betont, dass der Erfolg der Messe vor allem der Anziehungskraft der ausstellenden Unternehmen zu verdanken sei.

Neben dem geschäftlichen Fokus trug auch das Rahmenprogramm „Enjoy Pordenone with SICAM“ zum Erfolg bei. Die Mischung aus professionellem Austausch auf der Messe und informellen Treffen bei Abendveranstaltungen schaffe eine ideale Umgebung für neue Ideen, Inspirationen und Geschäftsmöglichkeiten.

Eine mittlerweile etablierte Tradition wurde am letzten Messetag fortgesetzt: Eine große Gruppe von Studierenden lokaler Schulen und Designinstitute folgte der Einladung der ADI (Italienische Vereinigung für Industriedesign), um sich über berufliche Perspektiven in der Design- und Möbelbranche zu informieren.

Die nächste, 17. Ausgabe der SICAM, findet vom 20. bis 23. Oktober 2026 statt.