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Autor: Hahn, Sebastian

Swiss Krono Group

Rosario Ingarao übernimmt Position als Head Sales Director Interior

Die Swiss Krono Group hat Rosario Ingarao zum Head Sales Director Interior berufen. Ingarao wird diese strategische Schlüsselposition ab dem 01. 03. 2026 besetzen, die globale Vertriebsstrategie im Interior-Segment verantworten und gleichzeitig zentrale Funktionen im Produktmanagement und Design übernehmen. Zuvor war Rosario Ingarao als Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei der Saviola Gruppe tätig.

Die Position ist auf Holding-Ebene angesiedelt und unterstreicht die strategische Bedeutung der Rolle für die Weiterentwicklung des internationalen Interior-Geschäfts der Swiss Krono Group. Von hier aus steuert Rosario Ingarao die marktorientierte Ausrichtung des Produktportfolios, initiiert strategische Vertriebsaktivitäten und gestaltet aktiv die zukünftige Positionierung der Interior-Produkte in den internationalen Märkten.

Neben der Vertriebsverantwortung umfasst sein Aufgabenbereich insbesondere die strategische Weiterentwicklung des Produktportfolios, die Definition marktgerechter Design- und Produktkonzepte sowie die enge Verzahnung von Vertrieb und Produktmanagement. Ziel ist es, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Swiss Krono Group weiter zu stärken und nachhaltige Wachstumsimpulse in bestehenden und neuen Märkten zu setzen.

Rosario Ingarao verfügt über langjährige internationale Führungserfahrung in der Holzwerkstoff- und Interior-Industrie. In seinen bisherigen Funktionen war er maßgeblich an der Entwicklung neuer Produkte, der strategischen Markterschließung sowie am Aufbau nachhaltiger Kunden- und Partnernetzwerke beteiligt. Seine umfassende Expertise in Vertrieb, Produktentwicklung und Marktstrategie wird eine zentrale Rolle bei der weiteren Positionierung der Swiss Krono Group als führender Anbieter im Interior-Segment spielen.

Mit neuer Website im Netz präsent

Venjakob hat eine neue Unternehmenswebsite veröffentlicht. Das gab Geschäftsführer Christian Nüßer in einem aktuellen LinkedIn-Post bekannt. Die neue globale Online-Präsenz ist ab sofort unter www.venjakob.com erreichbar.

Nach Angaben des Geschäftsführers wurde in den vergangenen Monaten intensiv an einem klareren, moderneren und zukunftsorientierten digitalen Auftritt gearbeitet. Die Website soll die strategische Weiterentwicklung der Venjakob-Gruppe widerspiegeln und das Unternehmen als starken Industriepartner für Oberflächen- und Beschichtungslösungen positionieren.

Im Fokus des Relaunchs stehen eine verbesserte Struktur, eine klarere Marktsegmentierung sowie eine stärkere Betonung der internationalen Aktivitäten. Damit sollen Kunden, Partnern und Bewerbern die Kompetenzen und die strategische Ausrichtung des Maschinenbauunternehmens noch transparenter vermittelt werden.

Über 80 Prozent der Fläche belegt

Mehr als ein Jahr vor der Ligna 2027 verzeichnet die Weltleitmesse für die holzbe- und -verarbeitende Industrie einen ausgezeichneten Buchungsstand. Mehr als 80 Prozent der Fläche sind bereits belegt, alle führenden Unternehmen der Branche haben ihre Teilnahme angemeldet – und das über sämtliche Ausstellungsbereiche der Ligna hinweg. Damit bestätigt die Woodworking Community – trotz einer weiterhin sehr angespannten globalen Wirtschaftslage – ihr ungebrochen hohes Bekenntnis zu ihrer Weltleitmesse.

„Das klare und umfassende Commitment der Unternehmen zeigt, dass die Ligna für die internationalen Marktakteure weiterhin der zentrale Branchentreffpunkt ist“, sagt Stephanie Wagner, Projektleitung Ligna bei der Deutschen Messe AG. „Wir haben aktuell – 15 Monate vor der Ligna 2027 – bereits mehr als 80 Prozent der Fläche im Vergleich zum Endstand der LIGNA 2025 belegt. Zwei Drittel der Aussteller haben Ihre Messeteilnahme schon jetzt angemeldet“, ergänzt Wagner. (LIGNA 2025: 113.318 Quadratmeter Ausstellungsfläche und 1.425 Aussteller).

Unter den branchenführenden Unternehmen sind Größen wie beispielsweise Homag, Weinig, Biesse, SCM, Leitz, Leuco, Dieffenbacher, Siempelkamp, Sennebogen, Liebherr, Barberan, Cefla, Robert Bürkle, Ledinek, Linck, Microtec, Festool, Mafell, Hundegger und Felder. Stephanie Wagner: „Diese Unternehmen stehen stellvertretend für die gesamte Woodworking Community, die den Messestandort Deutschland stärkt, die internationale Holzindustrie alle zwei Jahre nach Hannover holt und damit einen gemeinsamen Anspruch an die Erfüllung und Weiterentwicklung des Labels ‚Globaler Branchentreffpunkt‘ formuliert. Der hohe Buchungsstand zur Ligna 2027 zeigt, dass die ausstellenden Unternehmen die Messe als internationale Plattform nutzen, um – gerade in einem herausfordernden Umfeld – Kompetenz, Stärke, Innovationen und internationale Präsenz zu demonstrieren. Deutlich wird mit dem Anmeldestand auch, wie wichtig den Unternehmen die Ziele der Ligna aktuell sind: ob technologische Weiterentwicklungen, neue Marktanforderungen oder der Bedarf an internationalem Austausch auf Entscheider-Level – die Aussteller sehen in der Ligna einen stabilen Ankerpunkt in einer Zeit, in der zahlreiche Märkte gleichzeitig unter Druck stehen.“

Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer des VDMA Holzbearbeitungsmaschinen sieht die Chancen in einer sich schnell verändernden Weltwirtschaft: „Die globale Unsicherheit und die Veränderungen in der Weltwirtschaft – so ungelegen sie oft kommen – bieten für unsere Branche auch Chancen. Produktionsstandorte werden häufiger als früher verschoben. Der Investitionsdruck durch gesellschaftliche Trends wächst immer mehr und viele geplante Investitionen wurden jetzt schon länger aufgeschoben. Auch in Bereichen, an die man nicht gleich denkt, wie etwa die Recyclingtechnologie oder in der Messtechnik, werden immense Fortschritte offensichtlich. Die Ligna wird im Mai 2027 als zentraler Marktplatz der Branche Orientierung geben. Sie wird auf dem neuen Termin ohne Feiertag ihrer herausragenden Bedeutung als Innovationsmesse gerecht werden. Die moderne Holzverarbeitung lebt von Innovation, und die findet in unserer Branche oft auf der Ligna statt – einfach weil sie hier am sichtbarsten wird. Diesen Effekt nutzen die Aussteller gerne aus.“

Schweikart

Hightech-Holz für ein maritimes ­Wahrzeichen

Mit dem Neubau der Maritim Seebrücke hat Timmendorfer Strand ein neues touristisches Wahrzeichen erhalten. Nach fünfjähriger Planung und dreijähriger Bauzeit wurde das Bauwerk am 20. September 2024 feierlich eröffnet. ­Die ­Seebrücke erstreckt sich 250 Meter ins Meer, bildet mit ihrem Rundweg eine 427 Meter lange Flaniermeile und kostete 11,8 Mio. Euro. Hinter der eleganten Architektur und der geschwungenen Form steckt ein hoher konstruktiver und fertigungstechnischer Aufwand – insbesondere im Holzbereich. Hier kam Schweikart hightech Holzteile ins Spiel.

Der Erstkontakt entstand eher un­spektakulär: Über ein Online-­Portal suchte das ­Stahlbauunternehmen SSM aus dem ostfriesischen ­West­overledingen, nahe Papenburg, das unter anderem Seebrücken und Hubschrauber­landeplätze realisiert, einen Partner für die Bearbeitung von Holzbauteilen. Schnell wurde klar, dass es sich nicht um Standard-Holz­arbeiten handeln würde. „Im Stahlbau ist SSM extrem erfahren, beim Holz brauchten sie einen Partner, der nicht nur fertigt, sondern berät“, beschreibt Frank Busch, Geschäftsführer von Schweikart hightech Holzteile, die Ausgangslage.

Den kompletten Bericht zu dem Projekt lesen Sie ->HIER<- in der möbelfertigung 1/26.

VDM

Deutscher Gemeinschaftsauftritt auf der KBIS

Die deutsche Küchenindustrie präsentierte sich bereits im fünften Jahr in Folge mit einem Gemeinschaftsstand auf der Kitchen & Bath Industry Show (KBIS). Die wichtige Küchen- und Badfachmesse fand vom 17. bis 19. Februar 2026 in Orlando, Florida, statt und zählte rund 650 Aussteller.

Mittelfristig großes Wachstumspotenzial

Trotz der aktuellen Herausforderungen infolge der US-Zollpolitik sehen Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK), und Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK), mittelfristig großes Wachstumspotenzial für die deutsche Küchenbranche in den Vereinigten Staaten. „Bei den amerikanischen Inneneinrichtern stehen Küchen ‚Made in Germany‘ wegen ihres innovativen Designs und der erstklassigen Qualität hoch im Kurs“, berichtet Irle. Kurth ergänzt: „Nicht nur im privaten Einrichtungsbereich, sondern auch im stark wachsenden Objekt- und Hospitality-Segment bieten sich unseren Herstellern attraktive Chancen.“ Die Vereinigten Staaten sind der wichtigste außereuropäische Exportmarkt für die deutsche Küchenmöbelindustrie.

Zehn deutsche Aussteller auf Gemeinschaftsstand

Der gemeinsam von AMK und VDM organisierte Gemeinschaftsstand umfasste zehn deutsche Aussteller: Neben dem Outdoorküchenproduzenten Burn Outdoor Kitchen zählen dazu die Küchenzulieferer und -dienstleister Aluminium Féron, Elektra, Hettich, Imos, Kesseböhmer, Kirchhoff und Vauth-Sagel, der Bad- und Sanitärspezialist A. u. K. Müller sowie die AMK. Die deutsche Gemeinschaftsbeteiligung wurde durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Im Rahmen des Auslandsmesseprogramms können deutsche Unternehmen auf wichtigen Auslandsschauen zu vergünstigten Konditionen ausstellen.

Geschäftsanbahnungsreise im Mai

Zum Ausbau der Aktivitäten in den Vereinigten Staaten findet darüber hinaus auf Initiative des VDM vom 11. bis 15. Mai 2026 eine Geschäftsanbahnungsreise nach Chicago und New York statt. Angesprochen sind kleine und mittelständische deutsche Möbelunternehmen, die neue Geschäftskontakte auf dem zweitgrößten Möbelmarkt der Welt knüpfen möchten.

Der nächste deutsche Gemeinschaftsstand für das Möbelsegment ist vom 19. bis 21. Mai 2026 auf der Clerkenwell Design Week in London geplant.

Egger Gruppe

Globaler Trendsetter und innovativer Mainstream

Klaus Monhoff gilt als Erfinder des Dekor- und ­Designmanagements bei der Egger Gruppe. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen ­Jahrzehnten vom Holzwerkstoff-Hersteller zum ­internationalen Trendsetter entwickelt. Klaus Monhoff hat maßgeblich dabei mitgeholfen, ­dafür im 4-Mrd-Familienunternehmen Strukturen zu schaffen und das Mindset zu ändern. Nach mehr als 30 Jahren übergibt er die Verantwortung für diesen Bereich jetzt an Matthias Wombacher, der ­bereits seit Längerem eingearbeitet wurde. Im exklusiven Interview wagen Monhoff und ­Wombacher einen Blick in die Zukunft, sprechen aber auch über Meilensteine.

möbelfertigung: Herr Monhoff, wenn Sie an Ihren Einstieg 1992 bei Egger zurückdenken: Was waren damals die größten Herausforderungen?

Klaus Monhoff: Als ich 1992 vom Dekordrucker Interprint zu Egger wechselte, war meine erste Aufgabe, die Dekorpalette zu koordinieren. Michael Egger sen. hatte einen bemerkenswerten Weitblick: Wir mussten die Synergien der Gruppe stärker nutzen und vermeiden, dass verschiedene Vertriebsorganisationen für verschiedene Märkte parallel oder zeitversetzt ähnliche Dekore entwickelten.

Bei meinem Einstieg musste ich feststellen, dass strukturell wenig vorhanden war. Es gab keine gezielte Dekorentwicklung – alles lief auf Wunsch und Zuruf der Vertriebsleute. Eine konzeptionelle Steuerung der Kollektionen existierte nicht. Das war jedoch auch eine Chance, denn ich konnte bei Null anfangen und frei aufbauen.

möbelfertigung: Also war die Entwicklung ­damals sehr kundengetrieben?

Klaus Monhoff: Genau. Diese kundengetriebenen Entwicklungen führten dazu, dass die Kollektionen eher Patchwork-Charakter hatten, aber nicht konzeptionell durchdacht waren. Ich habe dann zu Michael Egger sen. gesagt: So ­können wir das nicht angehen – wir müssen das Ganze gesamtheitlich denken.

Holzdekore wie Buche, Ahorn und Birke ­waren damals das Ein und Alles. Wir haben dann erkannt: Wir müssen auch schauen, ­welche Unifarben zu diesen Naturtönen passen, welche Arbeitsplattendekore dazu gehören. Das Ganze muss aus einem Guss sein. So haben wir es geschafft, den Märkten gerecht zu werden und trotzdem ein schlüssiges Kollektionskonzept zu erstellen.

möbelfertigung: Herr Wombacher, Sie übernehmen eine Abteilung, die stark mit Klaus Monhoff verbunden ist. Wie fühlt sich das an?

Matthias Wombacher: Das Thema „große Fußstapfen“ habe ich oft gehört. Mir ist die Größe der Aufgabe bewusst. Und ich begegne ihr mit dem nötigen Respekt.

Klaus hat die Abteilung nicht nur über 30 Jahre geführt, sondern auch gegründet und aufgebaut. Er ist ein wichtiger Eckpfeiler bei Egger. Aber es ist keine Einzelveranstaltung: Klaus hat in den letzten 15 bis 20 Jahren ein Team mit kompetenten Personen aus verschiedenen Bereichen aufgebaut. Wir haben Spezialbereiche, die eigenverantwortlich arbeiten. Wir sind ein Team, das diese Aufgabe gemeinsam trägt.

möbelfertigung: Wie sehen Sie die Entwicklung in den nächsten zehn bis 15 Jahren – auch mit Blick auf Nachhaltigkeit und Künstliche Intelligenz?

Klaus Monhoff: Bei KI sprechen wir bereits ­darüber, wie sie die Umsetzung von Holzreproduktionen unterstützen kann. Ein Mitarbeiter arbeitet heute etwa drei bis vier Wochen an einem Dekor, das wird mit KI künftig sehr viel schneller gehen.

Allerdings kann die KI nicht in allen Bereichen uneingeschränkt Lösungen schaffen. Wir haben mit Kunden diskutiert und gehört: Je mehr Information die KI bekommt, desto schlechter kann das Ergebnis werden. Wenn vier, fünf Möbelhersteller dasselbe Thema ­priorisieren, gibt die KI das vielleicht als Trend aus – aber am Markt wird es keiner.

Wir sehen bereits Möglichkeiten, noch ­näher ans Furnier und Massivholz zu kommen. Das zahlt dann wieder auf das Thema Kunden­nutzen ein: Wenn unsere Produkte dem Furnier näherkommen, muss der Tischler nicht mehr aufwendig furnieren, verleimen, schleifen und lackieren.

Beim Thema Nachhaltigkeit beobachten wir, dass die ältere Bevölkerung bei Used-Look-­Optiken skeptisch ist, während die Generation Z anders denkt: Sie muss noch 50 Jahre in dieser Welt leben und akzeptiert auch Recyclingpapier statt durchgefärbtem Weiß.

Das komplette Interview lesen Sie ->HIER<- in der möbelfertigung 1/26.

MCA Furniture

Insolvenzantrag, aber operativer Geschäftsbetrieb läuft weiter

Die MCA Furniture GmbH hat beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Wie der Importspezialist mitteilt, erfolgt dieser Schritt „bewusst frühzeitig und vorausschauend, um auf die anhaltend schwierige Marktsituation im Möbelhandel sowie den kurzfristigen Ausfall eines zentralen Lieferanten strukturiert zu reagieren und die Zukunft des Unternehmens aktiv zu sichern.“

Das vorläufige Insolvenzverfahren betrifft laut Pressemitteilung ausschließlich die MCA Furniture GmbH. Weitere Gesellschaften der MCA Group sind rechtlich eigenständig und nicht Teil des Verfahrens.

Wegfall des Hauptlieferanten als Auslöser

Auslöser der Antragstellung sei insbesondere der Wegfall des Hauptlieferanten Contorte Grupa, Spezialist für voll- und teilmassive Möbel aus Kroatien, der nicht mehr lieferfähig ist. Diese Sortimentsgruppe stehe für einen signifikanten Anteil des Gesamtumsatzes von MCA Furniture und habe somit kurzfristig nicht ersetzt werden können.

In Verbindung mit drei insgesamt sehr herausfordernden Geschäftsjahren mit entsprechenden Umsatzrückgängen habe sich daraus eine Situation ergeben, die nun neu geordnet werden müsse.

Operativer Geschäftsbetrieb läuft weiter

Der operative Geschäftsbetrieb läuft nach Unternehmensangaben stabil weiter. Alle nicht vom Lieferantenausfall betroffenen Sortimente – darunter Stühle und Tische aus Asien sowie folierte Kastenmöbel aus Polen – werden weiterhin regulär produziert, importiert und ausgeliefert. Kundenaufträge in diesen Bereichen sollen planmäßig erfüllt werden.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Schmidt erklärt: „Nach meiner bisherigen Prüfung sind die operativen Strukturen tragfähig. Der laufende Geschäftsbetrieb kann vollumfänglich fortgeführt werden. Gespräche mit Kunden, Lieferanten und Finanzierungspartnern werden unmittelbar aufgenommen. Ziel ist es, die Sanierungsoptionen zügig zu bewerten und tragfähige Maßnahmen umzusetzen.“

Ziel: Stabilisierung und Fortführung

Der nach dem Weggang von Benjamin Dobrott alleinige MCA-Furniture-Geschäftsführer Marco Tölle betont, dass die Antragstellung ausdrücklich nicht mit dem Ziel einer Abwicklung erfolge, sondern der Stabilisierung und geordneten Fortführung des Unternehmens diene.

Das ist dem Unternehmen, das seit 1977, damals als Teil der Schieder Gruppe von Rolf Demuth gegründet, am Markt agiert, sehr zu wünschen. In der Spitze gehörte MCA Furniture mit einem Umsatz von mehr als 150 Mio. Euro zu den größten Möbelimporteuren Deutschlands.

möbelfertigung 1/26

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Top-Themen der Ausgabe: Highlights vom Branchenkongress Effiziente Möbelfertigung in der Praxis (EMF), Die vierte Generation von Hesse Lignal im Interview, Egger-Designmanager Klaus Monhoff und sein Nachfolger Matthias Wombacher exklusiv, IMA Schelling-Geschäftsführer Maximilian Lehner über den Stand der Branche, wie Mitsubishi Electric und Penta-Tec das CNC-Fräsen beschleunigen, Expertenkolumnen von Verena Fink, Roger Reichert, Rolf Göbel und noch viel mehr.

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Deutsche Möbelindustrie verzeichnet im Jahr 2025 ein Umsatzminus von 3,4 Prozent 

Die deutsche Möbelindustrie hat im vergangenen Jahr laut vorläufiger amtlicher Statistik rund 15,8 Milliarden Euro umgesetzt, ein Minus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit verzeichnete die Branche im dritten Jahr in Folge einen Umsatzrückgang. „Besonders herausfordernd stellt sich für unsere Unternehmen die Lage auf dem Heimatmarkt dar“, berichtet Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie. So sank der Inlandsumsatz um 4,4 Prozent auf rund 10,4 Milliarden Euro, während die Einbußen im Ausland mit einem Umsatzrückgang von 1,2 Prozent auf rund 5,4 Milliarden Euro deutlich geringer ausfielen. Zur Überbrückung der Nachfragedelle plant ein Drittel der befragten Betriebe im ersten Quartal dieses Jahres mit Kurzarbeit, wie eine aktuelle Verbandsumfrage zeigt.

„Hierzulande setzen unserer Branche vor allem das nach wie vor schwache Konsumklima und der seit Jahren rückläufige Wohnungsbau mit den entsprechenden negativen Auswirkungen auf den Einrichtungsbedarf zu“, stellt Kurth fest. Die Politik sieht er dringend in der Pflicht, über den beschlossenen Bau-Turbo hinaus weitere Maßnahmen zur Belebung des Wohnungsbaus in die Wege zu leiten. Ansatzpunkte sieht Kurth in einer Senkung der Baunebenkosten sowie steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten auch für Privatinvestoren. Der jüngste Anstieg der Baugenehmigungszahlen sei zwar erfreulich, werde sich Prognosen zufolge aber frühestens 2027 auf die Fertigstellungszahlen auswirken – und dies auch nur in überschaubarem Umfang. „Zudem wartet unsere Branche immer noch auf ein wirtschaftspolitisches Gesamtkonzept der Bundesregierung. Statt eine abgestimmte ‚Agenda 2030‘ vorzulegen, werden die Menschen mit Einzelforderungen wie jüngst der Gesundheitsabgabe verunsichert.” 

Als weitere Belastung für die deutschen Möbelproduzenten erweist sich dem Verbandsgeschäftsführer zufolge die US-Zollpolitik. Die Einfuhrzölle dämpften zum einen die deutschen Möbelausfuhren auf den amerikanischen Markt. Außerdem steige hierzulande der Importdruck, da chinesische Hersteller ursprünglich für die Vereinigten Staaten produzierte Möbel infolge der US-Zölle nach Europa umlenkten. Dadurch verschärfe sich der Preiswettbewerb auf dem deutschen Markt. 

Von den einzelnen Sparten der deutschen Möbelindustrie erreichte das Küchen-Segment im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro (minus 0,3 Prozent) annähernd das Vorjahresniveau. Bei den Büro- und Ladenmöbelherstellern lag der Umsatz mit rund 4,2 Milliarden Euro um 2,7 Prozent unter dem Vorjahr. Das Segment der sonstigen Möbel (darunter Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel) setzte 4,7 Milliarden Euro um (minus 5,5 Prozent). Einen Rückgang von 7,2 Prozent auf 873 Millionen Euro verbuchte die Polstermöbelindustrie. Die Hersteller von Matratzen erlitten eine Umsatzeinbuße von 15,2 Prozent auf 420 Millionen Euro. 

Die interne Auftragseingangsstatistik der Möbelverbände zeigt eine Stabilisierung der Auftragslage in der Küchenmöbelindustrie. Dagegen leiden die Polster- und Wohnmöbelhersteller weiter unter einer schwachen Nachfrage. 

Im Jahresdurchschnitt 2025 waren in den 398 Betrieben der Branche mit 50 und mehr Beschäftigten (minus 4 Prozent) 68.342 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, rund 4 Prozent weniger als im Vorjahr. 

Auf das laufende Jahr schaut Kurth mit vorsichtigem Optimismus. „Im ersten Halbjahr rechnen wir mit einer Stabilisierung des Umsatzes auf dem Vorjahresniveau“, sagt er. „In der zweiten Jahreshälfte, in der die Verbraucherinnen und Verbraucher das Thema Einrichten erfahrungsgemäß stärker in den Fokus nehmen, hoffen wir auf eine leichte Belebung.“ Schon 2025 sei die Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr (minus 1,5 Prozent) besser verlaufen als in den ersten sechs Monaten (minus 5,1 Prozent).

Mit Blick auf die kommenden Monate setzt der Verbandsgeschäftsführer auf eine verbesserte Konsumstimmung in Deutschland sowie Wachstumschancen im Ausland. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert er einen Umsatz mindestens auf dem Vorjahresniveau bis hin zu einem Plus im kleinen einstelligen Prozentbereich.