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Autor: Hahn, Sebastian

COISS

„Ein digitaler Mitarbeiter für die Werkstatt“

Digitalisierung muss weder teuer noch kompliziert sein. Marco Kner von COISS erklärt im Gespräch, wie Holzverarbeiter ihren Maschinenpark – egal ob neu oder 80 Jahre alt – in wenigen Minuten smart machen, warum WhatsApp dabei eine zentrale Rolle spielt und wie Sensorik sogar bei Versicherungsproblemen hilft.

möbelfertigung: Herr Kner, was ist die Mission von COISS?

Marco Kner: Unsere Mission ist es, Holzverarbeitern zu helfen, einfache Systeme zu schaffen und diese schnell zu implementieren, ohne die Produktion aufzuhalten. Wir wollen der regionale Ansprechpartner sein, der Lösungen integriert, während die Maschinen weiterlaufen. Unser Produkt ist genau darauf ausgelegt: In einem Tischler- oder Schreinerbetrieb haben wir die Maschinen oft innerhalb von 20 Minuten ausgerüstet und digital angebunden. Es geht um einfache, kostengünstige Lösungen.

möbelfertigung: Das Stichwort „kostengünstig“ ist für viele Betriebe entscheidend. Was zeichnet COISS da aus?

Marco Kner: Die Frage ist immer, welche Daten der Betrieb wirklich braucht. Meistens will man wissen: Läuft die Maschine? Ist sie produktiv? Gibt es eine Hitzequelle? Ich kann nicht immer zum Maschinenhersteller gehen, der für eine Schnittstelle 5.000 Euro verlangt, plus ein System für 43.000 Euro. Und das für jeden Maschinensatz.
Durch unsere Sensoren kostet die Digitalisierung einer Maschine nur etwa 300 Euro. Zudem haben wir gelernt, dass viele Kunden kein Abo-Modell wollen. Davon haben alle ohnehin schon zu viele. Deshalb bieten wir neben einer Mietvariante auch den Kauf an. Wir vermeiden bewusst teure Cloud-Lösungen wie AWS oder Azure, die immense monatliche Kosten verursachen können. Bei uns hat jeder Kunde eine eigene Serverinstanz.

möbelfertigung: Sie setzen auf eigene Sensorik. Was genau wird gemessen?

Marco Kner: Wir entwickeln und fertigen unsere Sensoren selbst mitten in Linz. Die Platinen kaufen wir natürlich ein, werden aber auch extra für unsere Anforderungen speziell hergestellt. Wir nutzen aktive Sensoren, die einfach an die Maschine angedrückt werden und Thermalkameras. Ein einziger Sensor misst Aktivität, Temperatur, Vibration und Lage. Wir erkennen sofort: Steht die Maschine? Gibt es Vibrationen, Crashs oder Metallkontakt? Das sieht einfach aus und ist auch einfach in der Anwendung, aber im Inneren sind die Sensoren sehr komplex. Im Grunde muss man nur einschalten und dann läuft es. Dann muss nur alle fünf Jahre die Batterie gewechselt werden.

möbelfertigung: Wie kommen diese Daten dann zum Anwender?

Marco Kner: Neben einer zentralen Plattform setzen wir stark auf eine Chat-Integration, etwa per WhatsApp oder anderen Messenger-Diensten. Der Bot meldet sich proaktiv, wie ein digitaler Mitarbeiter. Er schreibt zum Beispiel: „Maschine 5 hat seit drei Stunden wiederkehrende Hitze. Noch nicht kritisch, aber bitte ansehen.“ Oder er meldet Crashs. Ziel ist eine „blinde Fertigungsüberwachung“: Der Betreiber muss nicht ständig auf einen Monitor schauen, sondern wird benachrichtigt, wenn Handlungsbedarf besteht. Dazu gibt es automatische Wochenreports über Produktivität und Auffälligkeiten. Mit der genauen Uhrzeit von Auffälligkeiten.

möbelfertigung: Muss man das System aufwendig anlernen?

Marco Kner: Nein. Der Algorithmus arbeitet sofort und erreicht spätestens nach 48 Stunden eine Genauigkeit von 98 Prozent. Das funktioniert auch bei Sondermaschinen. Wir geben bei der Montage lediglich Tipps für den idealen Sitz des Sensors.

möbelfertigung: Funktioniert das auch bei sehr alten Maschinen, wie sie im Handwerk oft noch stehen?

Marco Kner: Gerade dort funktioniert es hervorragend. Wir haben Maschinen digitalisiert, die 80 oder 100 Jahre alt sind. Je älter die Maschine, desto robuster und eindeutiger ist oft das Vibrationsmuster. Wir sind bisher noch auf keine einzige Maschine gestoßen, bei der unsere Sensoren nicht funktioniert haben.

möbelfertigung: Sie thematisieren auch Vorteile beim Versicherungsschutz. Was hat Sensorik damit zu tun?

Marco Kner: In der Holzbranche gibt es derzeit massive Versicherungskündigungen. Versicherer identifizieren Gefahrenquellen und wenn es zu viele gibt,, ist ein Betrieb nicht mehr versicherbar. Genau an diesen Gefahrenquellen können wir Sensoren platzieren, um Risiken – etwa durch Hitzeentwicklung – zu minimieren. Das kann Kündigungen verhindern, wenn man sich mit seinem Versicherer mal ernsthaft auseinandersetzt. Unser System kann zudem Alarmanrufe an bis zu fünf Personen auslösen, was oft effektiver ist als manche Brandschutzanlage.

möbelfertigung: Haben Sie ein konkretes Beispiel, was die Überwachung in der Praxis bringt?

Marco Kner: In einem Sägewerk konnten wir bei einem Förderband durch drei Sensoren und einen Strommesser einen potenziellen Stillstandsschaden von ca. 23.000 Euro verhindern. Wir haben erkannt, wann das Band rutscht oder nachgespannt werden muss. Viele Kunden berichten uns zudem, dass unser Planungstool ihnen im Alltag quasi einen Mitarbeiter einspart, weil unnötige Wege wegfallen.

möbelfertigung: Wo seht ihr euren Kernmarkt?

Marco Kner: Unser Fokus liegt auf der DACH-Region. Das System kann aber weltweit eingesetzt werden und in jeder Sprache gesteuert werden. Wir konzentrieren uns bewusst auf die Holzbranche vom mittelgroßen Handwerksbetrieb bis zum großen Betrieb mit alten Maschinen. Die Branche ist sehr persönlich, man arbeitet von Mensch zu Mensch. Das gefällt uns.

Marco Knerr wird sein System am 12. März um 13.30 Uhr auf der MIKO Connect in Bielefeld präsentieren. Außerdem am 24. März, 14 Uhr im Zukunftsraum auf der Holz-Handwerk in Nürnberg.

Mann im Büro, Pflanze im Hintergrund
Homag Group

Weniger Umsatz, aber deutlich besseres Ergebnis

Die Homag Group hat ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 aufgrund der umgesetzten Kostensenkungs- und Optimierungsmaßnahmen deutlich verbessert. In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld nahm der Auftragseingang leicht zu, während der Umsatz das Niveau des Vorjahres leicht unterschritt.
Der Auftragseingang der Homag Group legte im Jahr 2025 nach vorläufigen Zahlen leicht auf 1.380 Mio. Euro (Vorjahr: 1.357 Mio. Euro) zu.

„Die Nachfrage bei den Produktionsanlagen für den Holzhausbau hat sich positiv entwickelt“, betont der Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Schmitt. In diesem Bereich erzielte Homag einen neuen Rekordauftragseingang, der unter anderem den bisher größten Auftrag aus dem Holzbausektor enthält. „Im Möbelsektor konnten wir hingegen keine Erholung feststellen, die Zollkonflikte haben die Verunsicherung in der Möbelindustrie eher nochmals verstärkt“, so der Vorstandsvorsitzende. Der Auftragsbestand hat sich zum 31. Dezember 2025 auf 726 Mio. Euro (31.12.2024: 781 Mio. Euro) reduziert.

Aufgrund der anhaltend schwierigen Auftragslage im Geschäft mit Möbelherstellern verringerte sich der Umsatz 2025 leicht auf 1.372 Mio. Euro (Vorjahr: 1.413 Mio. Euro). Das EBIT vor Sondereffekten konnte die Homag Group um rund 50 Prozent auf 76,1 Mio. Euro (Vorjahr: 50,8 Mio. Euro) verbessern. Dies entspricht einer Marge von 5,5 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent). Die deutliche Ergebnissteigerung ist in erster Linie auf Kostensenkungen aufgrund der durchgeführten Personalmaßnahmen sowie auf das stabile Service-Geschäft zurückzuführen. Dr. Daniel Schmitt: „Wir haben 2025 erstmals vollumfänglich von unseren verringerten Kosten profitiert. Das abgelaufene Geschäftsjahr hat gezeigt, wie wichtig die Anpassung unserer Kapazitäten angesichts der anhaltenden Nachfrageschwäche im Möbelsektor war.“

Die Zahl der Mitarbeitenden hat sich zum 31. Dezember 2025 auf 6.471 (31.12.2024: 6.802) Mitarbeitende reduziert.

Für das laufende Jahr erwartet Homag unterschiedliche Entwicklungen in seinen Geschäftsfeldern. In der Produktionstechnik für den Holzhausbau dürfte sich der positive Nachfragetrend fortsetzen. Im größeren Geschäft mit der Möbelindustrie ist aktuell schwer absehbar, wann die Nachfrage wieder nachhaltig anziehen wird. Für das Gesamtunternehmen werden Umsatz und Auftragseingang aus heutiger Sicht auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Das Ziel für die EBIT-Marge vor Sondereffekten beträgt 5,0 bis 6,0 Prozent.

Baumann Group

Wechsel in der Exportleitung

Bei der kitchen family in der Baumann Group stehen die Zeichen auf Neuausrichtung: neue Strukturen und Zuständigkeiten im Vertrieb sollen Perspektiven eröffnen und Wachstum vorantreiben. Vor allem im Export-Bereich will man einen neuen Kurs einschlagen und die nächste Phase der Weiterentwicklung einleiten.

Begleitet wird dieser Schritt von einer personellen Neubesetzung: Kay der Heer wird ab dem 01.04.2026 die Position der Exportleitung Vertrieb für die gesamte Unternehmensgruppe übernehmen.

Mit seiner langjährigen Erfahrung in der Küchenbranche, zuletzt bei Nolte Küchen, und seiner umfassenden Kenntnisse im internationalen Marktumfeld wird Kay der Heer neue Impulse im Exportgeschäft der baumann group setzen und den Wandel aktiv mitgestalten. „Wir freuen uns, ein neues Gesicht in der kitchen family zu begrüßen und sind überzeugt, dass Kay de Heer frische Energie in die Organisation bringen wird, um die nächste Etappe unserer Neuausrichtung einzuläuten“,  so Kai Menke, Geschäftsleitung Vertrieb.

81.000 Fachbesuchende aus 141 Ländern

Mit ihrer Premiere im Jahr 1966 als Fachmesse für „Moderne Läden und Schaufenster“ begann die Erfolgsgeschichte der EuroShop. Sechs Jahrzehnte später ist die 23. EuroShop nach fünf intensiven Messetagen in Düsseldorf erfolgreich zu Ende gegangen. Mit über 81.000 Fachbesuchenden aus 141 Ländern und 1.840 Ausstellern aus 61 Nationen unterstreicht die Weltleitmesse für den Investitionsbedarf des Handels ihren Anspruch als „Global Retail Festival“. Zwei Drittel der Besuchenden kommen aus dem Ausland, jeder Fünfte aus Ländern außerhalb Europas. Die Stimmung bei den Ausstellenden war insgesamt sehr gut, gelobt wurde neben der Internationalität vor allem auch die hohe Entscheidungskompetenz der Fachbesuchenden. Diese wiederum zeigten sich hoch zufrieden mit der Präsenz der Marktführer und der Vollständigkeit des Angebots in den 14 Messehallen.

„Die EuroShop 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass der Handel in seine Zukunft investiert – strategisch, technologiegetrieben und zugleich mit klarem Fokus auf Effizienz und Kundenerlebnis“, resümiert Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. „Die internationale Strahlkraft, die enorm hohe Entscheidungskompetenz der Besuchenden sowie die konkrete Investitionsbereitschaft bestätigen, wie wichtig die EuroShop als globale Leitmesse der Branche ist.“ Die EuroShop zeigte, dass Budgets gezielt dort eingesetzt werden, wo Effizienzsteigerung und Kundennutzen zusammenkommen. Im Mittelpunkt standen vor allem KI-basierte Anwendungen und Checkout-Lösungen, energieeffiziente Kältetechnik, moderne LED-Lichtsysteme sowie flexible Ladenbaukonzepte.

„Auf der EuroShop werden nicht nur die zentralen Themen des Handels, sondern auch dessen große Wandlungsbereitschaft sichtbar“, erklärt Ulrich Spaan, Geschäftsführer des EHI Retail Institute. „Der Handel nutzt alle Chancen, seine Zukunft kreativ und aktiv zu gestalten. Dabei dienen beispielsweise KI und digitale Technologien nicht nur der Effizienzsteigerung, sondern auch dazu, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und das Einkaufserlebnis weiter zu verbessern.“

Die nächste EuroShop findet vom 18.02. bis 22.02.2029 statt. Vom 16. bis 18.02.2027 öffnet die EuroCIS wieder ihre Tore

Saueressig Group

Kontinuität trifft auf ­unternehmerische Dynamik

Die Geschäftsbereiche Saueressig Packaging und Saueressig Surfaces wurden am 16. Dezember 2025 im Rahmen eines Manage­ment-Buyouts von Markus Pennekamp und dem bestehenden Führungsteam übernommen. Die neu gegründete Saueressig Group GmbH bildet das Herz des internationalen Unternehmensverbunds mit Standorten in Europa und Asien. Getragen wird dieser Schritt von Investor:innen aus der ­Region sowie von Partner:innen mit einem starken regionalen Netzwerk, die Wert auf nachhaltige Investments legen. Auch Mitarbeitende konnten sich an der Finanzierung beteiligen. Weltweit zählt die Gruppe rund 790 Mitarbeitende. Die möbelfertigung sprach mit Markus Pennekamp, CEO Saueressig Group, und Steffen Völker, Chief Growth Officer (CGO) Saueressig Group.

möbelfertigung: Herr Pennekamp, Herr Völker, was bedeutet die neue Eigentümerstruktur konkret für Ihre Kunden – etwa in Bezug auf Produktentwicklung, Lieferfähigkeit und langfristige Partnerschaften?

Steffen Völker: Für unsere Kunden bedeutet die neue Eigentümerstruktur vor allem Kontinuität mit zusätzlicher unternehmerischer Dynamik. Durch den Management-Buyout liegt die Verantwortung vollständig bei einem Führungsteam, das die Märkte, Technologien und Kundenbedürfnisse seit vielen Jahren kennt. Das ermöglicht schnellere Entscheidungen, kürzere Wege und ein noch stärkeres Handeln aus Kundensicht.

Gleichzeitig investieren wir gezielt in Produktentwicklung, digitale Prozesse und neue Technologien, um unsere Innovationskraft weiter auszubauen. Lieferfähigkeit, Qualität und Verlässlichkeit bleiben auf dem gewohnt hohen Niveau – ergänzt um mehr Flexibilität, höhere Reaktionsgeschwindigkeit und langfristige Partnerschaften mit klarer Zukunftsperspektive.

möbelfertigung: Welche Veränderungen ergeben sich für die Mitarbeitenden, insbesondere im Hinblick auf Mitbestimmung, Unternehmenskultur und persönliche Entwicklungsperspektiven?

Markus Pennekamp: Der MBO gibt uns die Freiheit, Entscheidungen schneller und näher an den Bedürfnissen der einzelnen Standorte zu treffen. Das schafft Stabilität und eröffnet neue Chancen. Starke lokale Verantwortung bedeutet, dass Entscheidungen dort getroffen werden, wo die Expertise sitzt – in Vreden, ­Mönchengladbach, Polen und Indonesien.

Gleichzeitig investieren wir gezielt in Qualifikationen und Technik, also in unsere Mitarbeitenden, Maschinen und Prozesse, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern. Durch die Eigenständigkeit ergeben sich neue Entwicklungsmöglichkeiten, denn sie eröffnet neue Rollen, Karriereschritte und Verantwortungsbereiche. Ein wesentlicher Punkt ist zudem die Sicherung der Arbeitsplätze. Der MBO stärkt die Zukunftsfähigkeit der Standorte und schafft eine langfristige Per­spektive für alle Teams. Unsere Mitarbeitenden sind das Herz unseres Erfolgs.

Das komplette Interview lesen Sie ->HIER<- in der möbelfertigung 1/26.

MIKO Connect 2026

Alle geplanten Stände sind gebucht

Die MIKO Connect 2026, organisiert vom Netzwerk möbelfertigung aus dem Vincentz Network, ist bereits vollständig ausgebucht und bestätigt damit die hohe Relevanz des neuen BoutiqueNetworkingFormats für die Möbel, Interior und Zulieferindustrie.  

Am 11. und 12. März 2026 treffen sich in der Stadthalle Bielefeld führende Unternehmen und Entscheider aus Möbel und Küchenindustrie, Innenausbau, Material und Komponentenfertigung, Design, Planung, Entwicklung sowie Handwerk, darunter renommierte Marktteilnehmer wie HOMAG, Schattdecor, SURTECO, SwissKrono, Henkel, Viefe und Felix Schoeller.  

Mit dem nun veröffentlichten Programm präsentiert die MIKO Connect ein dichtes Lineup aus hochkarätigen Beiträgen und praxisnahem Wissenstransfer. Ein besonderes Highlight ist der Auftritt von Wolfgang Bosbach (CDU), der den Besucherinnen und Besuchern einen aktuellen Blick auf die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen vermittelt – ein Impuls, der angesichts der dynamischen globalen Entwicklungen wichtige Orientierung bietet.  

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zukunft des digitalen Zwillings: Im Rahmen von FurnitureX erhalten Fach- und Führungskräfte sowohl in einem Vortrag am Vormittag des 11. März als auch in einem vertiefenden Workshop einen kompakten Überblick über den Status der Initiative, die Fortschritte aus LighthouseProjekten sowie die Rolle kommender regulatorischer Anforderungen wie ESPR und Digital Product Passport. Diese Sessions beleuchten nicht nur die Pflichten, sondern vor allem die Chancen, die sich aus der digitalen Transformation ergeben.  

Darüber hinaus bietet die MIKO Connect zahlreiche weitere Impulse. So sprechen unter anderem Elke Malek vom Hadi Teherani Design Studio, technologisch orientierte Expertinnen und Experten wie Thomas Bickel sowie Vertreter führender Industrieunternehmen, darunter Kleiberit, Hymmen, Henkel, Schattdecor, VHI, Gentherm, Lignum Consulting und die TH OWL. Ergänzt wird das Programm durch praxisorientierte MaterialkundeWorkshops von Hannes Bäuerle (Material Bank), einen Materialrundgang mit Fokus auf neue Oberflächen und Technologien sowie die MIKO Insight Tours, die Besucher strukturiert zu den wichtigsten Ausstellern und Produktneuheiten führen.  

Die MIKO Connect setzt auf ein bewusst kompaktes, effizientes Messeformat mit kurzen Wegen, persönlicher Atmosphäre, CONNECT hubs für Networking, kostenfreiem Eintritt und Catering sowie einer smarten MesseApp für Matchmaking und Leadgenerierung – ein Konzept, das in der europäischen Möbelregion auf großes Echo stößt und die Veranstaltung schon zur Premiere zu einem vollen Erfolg macht. 

Alle Infos zum Ausstellerverzeichnis, Programm und Ticketshop: www.miko-connect.de 

Harmuth CNC-Frästechnik

30 Prozent mehr Geschwindigkeit beim Fräsen

Seit 25 Jahren fertigt Harmuth CNC-Frästechnik leistungsfähige Maschinen für ­Anwendungen in der Werbe­technik sowie in der Holz-, Kunststoff- und Aluminiumbearbeitung. Nun hat das Unternehmen ­gemeinsam mit Penta-Tec und Mitsubishi Electric einen weiteren Entwicklungsschritt realisiert: Durch die Integration neuer Software in die CNC-Steuerung wurde die Bearbeitungsgeschwindigkeit um 30 ­Prozent erhöht.

Volle Leistung für präzises Fräsen

Die Fräsmaschinen von Harmuth in Kombination mit der Penta-Tec-Software ermög­lichen präzise Fräsbewegungen, automatisierte ­Abläufe und eine einfache Bedienung. Die Software berechnet Fräsbahnen automatisch, vereinfacht Änderungen direkt an der Maschine und sorgt für eine optimierte Materialausnutzung: Werkstücke werden automatisch ­angeordnet, sodass Abfall minimiert wird.

Mit der Hochleistungssteuerung von Mitsubishi Electric kann dieses Potenzial optimal umgesetzt werden. Alle technischen Parameter übertreffen das bis dahin eingesetzte Steuerungs- und Antriebskonzept deutlich. Satzverarbeitungszeiten, Beschleunigungs- und Abbremsrampen, Spindelleistung und Positioniergenauigkeit sind bis zu 30 Prozent besser. Die Steuerung sorgt für hohe Rechenleistung, zuverlässige Bewegungskontrolle und moderne Kommunikationsschnittstellen. ­Dadurch werden Fräszeiten, Beschleunigungs- und Abbremsrampen, Spindelleistung und Positioniergenauigkeit deutlich verbessert.

Den kompletten Bericht lesen Sie ->HIER<- in der möbelfertigung 1/26.

EMF

Zwischen Resilienz, KI und neuen Wachstumspfaden

Im achten Jahr seines Bestehens setzte der Branchenkongress „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ (EMF) erneut ein deutliches Ausrufezeichen. Über 100 Entscheider kamen auf Initiative von möbelfertigung am 3. und 4. Dezember 2025 nach Köln, um über die Zukunftsfähigkeit der Möbelindustrie zu diskutieren.

Praxisnaher Austausch, kritische Debatten, ein interessierter Blick über den Tellerrand und das gemeinsame Weiterdenken der Branche – das war die EMF 2025. Im Mittelpunkt stand diesmal die Frage, wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Industrie-4.0-Konzepte zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen können. Zwölf hochkarätige Speaker adressierten zentrale Zukunftsthemen der Branche – vom Faktor Mensch über effizienten Materialfluss und integriertes Daten- und Prozessmanagement bis hin zu Anlagentechnik, Cyber Security und belastbaren Return-on-Investment-­Szenarien. Die Schlagworte der Stunde: Resilienz, Sicherheit, operative Exzellenz, Geopolitik, KI und Führung, neue Wachstumspfade.

Mehr zur Veranstaltung, vor allem jede Menge Bilder und Eindrücke finden Sie ->HIER<- in der möbelfertigung 1/26.

Moldtech

Das letzte Puzzleteil für durchgängige Vernetzung

Moldtech hat sein Portfolio strategisch erweitert und eine Partnerschaft mit dem Softwareanbieter Ardis geschlossen. Im Gespräch mit der möbel­fertigung erläutern Jan Oliver Brockmann und André Rusche, warum diese Kooperation die Lücke ­zwischen Konstruktion und Produktion schließt, welche Rolle KI im CAD/CAM-Bereich spielt und warum der „innere Schweinehund“ oft das größte Hindernis bei der Digitalisierung ist.

möbelfertigung: Herr Brockmann, die große Meldung zum Jahresstart war Ihre Partnerschaft mit Ardis. Was ändert sich dadurch für Moldtech und vor allem für Ihre Kunden?

Jan Oliver Brockmann: Ardis ist für uns das fehlende Puzzleteil für die durchgängige Vernetzung unserer Kunden. Der Markt verlangt nach Innovation und einer Abkehr von isolierten Insellösungen. Mit dieser Partnerschaft schließen wir die Lücke zwischen Kon­struk­tion, Produktion und der Steuerung bis hin zur Montage. Das hatten wir bisher so nicht; meist endete unser Bereich bei CAD/CAM. Jetzt sind alle Prozesse vernetzt und wir sorgen dafür, dass alle Informationen zum richtigen Zeitpunkt an jeder Stelle im Betrieb verfügbar sind. Das eröffnet uns auch neue Möglichkeiten in der Industrie, etwa bei Büromöbelherstellern oder Küchenproduzenten.

möbelfertigung: Für diejenigen, die Ardis noch nicht im Detail kennen: Können Sie das Portfolio kurz skizzieren?

André Rusche: Ardis ist seit über 40 Jahren am Markt und startete ursprünglich mit dem „Ardis Optimizer“, einer Verschnittoptimierung. Die große Stärke von Ardis ist die Maschinenunabhängigkeit. Egal ob ein Kunde Maschinen von zum Beispiel Homag, Mayer, SCM oder anderen Herstellern im Einsatz hat: Ardis bietet die passenden Postprozessoren.

Neben der Optimierung kam „Ardis Stock“ hinzu, eine Lager- und Resteverwaltung, die nicht nur Plattenreste, sondern auch Kanten oder Beschläge managt. Das für uns aktuell wichtigste Produkt ist „Ardis Perform“. Das ist ein MES-System (Manufacturing Execution System) zur Produktionsplanung und -steuerung. Man kann sagen: „Ardis Perform“ wird das GPS-­System der Produktion. Es verbindet Büro, Maschine und Mitarbeiter.

möbelfertigung: Gibt es bei dieser Konstella­tion Redundanzen zu Ihrer CAD/CAM-Software?

Jan Oliver Brockmann: Es gibt minimale Schnittmengen im Bereich der Schnittoptimierung, aber technologisch ist Ardis eine ganz andere Liga. Es war eine strategische Entscheidung, weil es eine absolut starke Ergänzung ist. Wir verbinden zwei zentrale Bausteine: „Top­Solid Wood“ als leistungsstarke CAD/CAM-­Engine für Kon­struk­tion und CNC-Ausgabe, und Ardis als Optimierungs- und Logistikplattform oben drauf. Das Ergebnis ist eine ganzheitliche Lösung. Wir können Prozesse komplett optimieren. Zudem sind wir offen für die Anbindung an jegliche ERP-, CRM- oder CAD-Systeme.

Das komplette Interview lesen Sie ->HIER<- in der möbelfertigung 1/26.