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Autor: Möbelfertigung

Wieder Umsatzplus im August

Nach dem vorübergehenden Einbruch im Juli registriert das Statistische Bundesamt (vermittelt über VdDK) für die deutsche Küchenmöbelindustrie im August wieder Zuwächse: Um 37,88 Prozent ist demnach der Umsatz im Vorjahresvergleich gestiegen. Das Plus im Inland lag 32,94 Prozent über August 2021, im Ausland waren es sogar 44,84 Prozent. Darin enthalten sind auch Teuerungszuschläge. Wobei der Verband zugleich auf die niedrigen Vergleichswerte aus dem Vorjahresmonat hinweist, denn im August 2021 hatte die deutsche Küchenmöbelindustrie einen Umsatzrückgang von rund 8 Prozent verzeichnet.

Für die acht Monate zusammen ergeben sich damit 12,77 Prozent Zuwachs für 2022 (Inland: +11,56%, Ausland: +14,29%).

Als Klimaschutz-Unternehmen ausgezeichnet

Die Möbelwerke A. Decker wurden am Dienstag in Berlin zusammen mit fünf weiteren Unternehmen, darunter Grohe, im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit einer Urkunde als neues Mitglied im Verband Klimaschutz-Unternehmen ausgezeichnet. Alle Unternehmen hatten in einem mehrstufigen und anspruchsvollen Auswahlverfahren den Beirat des Verbands Klimaschutz-Unternehmen überzeugt, heißt es in einer Pressemitteilung. „Besonders hervorzuheben sind ihre innovativen Strategien zur Erreichung der Klimaziele. Neben schnellen und innovativen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, beeindrucken die Investitionen in erneuerbare Energien, in Digitalisierung und im Einsatz von grünem Wasserstoff. Kreative Projekte der Mitarbeitermotivation für Energie- und Ressourceneffizienz beweisen, dass das gesamte Unternehmen beim Thema Klimaschutz an einem Strang zieht.“ Hohe Maßstäbe, mit denen die Experten des Verbandes ihre Entscheidung begründeten.

Als Vorbilder für andere Unternehmen, es ihnen gleich zu tun, würdigte sie Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. „Die Aufnahme sechs weiterer Unternehmen in unser Netzwerk unterstreicht, dass sich immer mehr Firmen auf den Weg Richtung Klimaneutralität begeben. Die Unternehmen haben erkannt, dass sich ihr Einsatz für den Klimaschutz auszahlt. Mehr noch, dass sich der Einsatz für Umwelt und Klima als echter Wettbewerbsvorteil zeigt“, so der Vorstandsvorsitzende der Klimaschutz-Unternehmen, Jörg Schmidt.

Seit 2009 zeichnen das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundesumweltministerium und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag Firmen als Klimaschutz-Unternehmen für ihre ambitionierten Klimaschutzziele sowie Anstrengungen bei der Energieeffizienz und dem Einsatz Erneuerbarer Energien als Klimaschutz-Unternehmen aus. Aktuell gehören 51 Unternehmen als Klimaschutz-Unternehmen zu dem Verband.

„Wir verhalten uns schon seit der Unternehmensgründung ökologisch verantwortlich. Lange Zeit wurde dieser unternehmerische Blick einer Nische zugeordnet. Nun ist das Thema Klimaschutz existenziell geworden. Auch der Verbraucher übernimmt immer mehr Verantwortung und konsumiert nachhaltiger. Es ist wichtiger denn je, ihn zu informieren, aufzuklären und ihm ehrliche Produkte anzubieten. Aus diesem Grund ist es notwendig, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen und diese sichtbar zu machen. Wir stellen uns immer wieder selber auf den ökologischen Prüfstand und haben klare Ziele für unser Unternehmen definiert“, erklärte Andreas Decker, Inhaber und Geschäftsführer der Möbelwerke A. Decker.

Hat Decotec zu 100 Prozent übernommen

Interprint, einer der weltweit führenden Hersteller dekorativer Oberflächen für die Holzwerkstoff-, Möbel- und Fußbodenindustrie, stärkt seine globale Marktpräsenz durch die vollständige Übernahme von Decotec Printing, S.A., Spanien und erwirbt damit den verbleibenden Minderheitsanteil der Financiera Maderera S.A. Interprint und Decotec sind bereits Teil des japanischen Druckkonzerns Toppan, Inc. Künftig agiert der spanische Produktionsstandort unter dem Markendach der Interprint als IP Decor Spain, S.A.U.

IP Decor Spain wird der neunte Produktionsstandort in der globalen Struktur der Arnsberger Unternehmensgruppe Interprint. Durch die strategische Erweiterung wird Interprint sein Portfolio ausbauen und seinen Kunden einen neuen Imprägnier- und Druckservice anbieten. Der Produktionsstandort in Spanien ermöglicht zudem die Erschließung der Märkte im Mittelmeerraum sowie in Mittelamerika.

Interprint gibt außerdem die Ernennung von Martijn Huisman zum Geschäftsführer von IP Decor Spanien ab dem ersten November 2022 bekannt. Er wird Nachfolger von Juan Carlos Benito, der in den wohlverdienten Ruhestand geht. Martijn Huisman arbeitet seit 2011 mit Toppan zusammen und war an der Entwicklung neuer Geschäftsfelder beteiligt und Vorstandsmitglied von Decotec.

Hideo Yoshikawa, CEO von Interprint, sagte: „Wir heißen IP Decor Spain herzlich in unserer Familie willkommen und ich freue mich sehr, Martijn Huisman bei Interprint begrüßen zu dürfen. Er hat eine hervorragende Erfolgsbilanz bei der Führung leistungsstarker Teams in verschiedenen Geschäftsbereichen und Funktionen. Sein Geschäftssinn und seine Kenntnisse von Toppan und unserer Branche sowie seine Erfahrung als Führungskraft werden eine wertvolle Ergänzung für unser Interprint-Team sein. Ich möchte auch Juan Carlos Benito meinen Dank für sein unermüdliches Engagement aussprechen und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute.“

„Die Übernahme wird uns helfen, unsere führende Position innerhalb der Branche weiter auszubauen und künftig noch umfassender auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen“, ergänzte Martijn Huismann.

Decotec wurde 1997 im spanischen Tordera gegründet und hat sich zu einem anerkannten Anbieter bedruckter dekorativer Oberflächen sowie als Hersteller von Melaminharz imprägnierten Folien für die Holzwerkstoffindustrie entwickelt. Durch die 100%ige Übernahme der Anteile wird Interprint zum alleinigen Anteilseigner von IP Decor Spain.

Über Interprint: „Think global, act local” – das ist seit über 50 Jahren gelebte Interprint-Philosophie. Mit rund 1.400 Mitarbeiter:innen an nun neun Produktionsstandorten und fünf Vertriebsbüros ist Interprint eine der führenden Dekordruckereien weltweit. Die innovativen und kreativen Dekore gestalten die Oberflächen zahlreicher Holzwerkstoffe, die zu Möbeln oder Fußböden weiterverarbeitet werden und im Innenausbau zum Einsatz kommen. Seit 2019 gehört Interprint zur global agierenden japanischen Toppan-Gruppe, wodurch sich die Produktvielfalt und die technischen Möglichkeiten vervielfachten.

Über Toppan: Toppan wurde 1900 in Tokio gegründet und ist ein führender und vielseitiger globaler Anbieter, der nachhaltige, integrierte Lösungen in Bereichen wie Druck, Kommunikation, Sicherheit, Verpackung, Dekorationsmaterialien, Elektronik und digitale Transformation anbietet. Das globale Team von mehr als 50.000 Mitarbeitern bietet optimale Lösungen, die auf branchenführendem Fachwissen und Technologien beruhen, um die vielfältigen Herausforderungen aller Geschäftsbereiche und der Gesellschaft zu bewältigen und zur Erreichung gemeinsamer Nachhaltigkeitsziele beizutragen.

3,5 Prozent mehr Umsatz im August

Im Ausland waren Polstermöbel aus Deutschland im August gefragt, im Inland brach der Umsatz ein. Trotzdem konnten die Polstermöbelhersteller mit 50 oder mehr Mitarbeiter:innen ihre Erlöse im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,52 Prozent auf 65,34 Millionen Euro steigern. Das teilte der Verband der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP) gestern mit. Im Inland konnten 38,365 Mio. Euro (-5,94 %) eingenommen werden, im Export 26,975 Millionen Euro (+20,82 %), wobei die Eurozone mit 9,489 Millionen Euro (+33,15 %) sogar noch besser abschnitt. Auch im Jahresverlauf sieht es für die Polstermöbelindustrie noch besser aus als im Vorjahr. Bis Ende August ist ein Umsatz von 730,837 Millionen Euro (+ 14,76 %) aufgelaufen, wobei der Lockdown 2021 beim Zahlenvergleich zu berücksichtigen ist.

Spendet Videolaryngoskop für Afrika

Bei der ZDF Spendengala „Ein Herz für Kinder“ am 4. Dezember 2021 stellte Professor Martin Lacher die Arbeit der Stiftung Kinderchirurgie in Afrika vor. Gemeinsam mit Chirurgen, Anästhesisten und Fachpflegekräften ist er dort regelmäßig im Einsatz, operiert Babys und Kinder und schult das medizinische Personal vor Ort. In der Sendung berichtete er von den teils katastrophalen Umständen, unter denen die kleinen Patienten behandelt und versorgt werden müssen.

Zum Team um Professor Lacher gehört auch der Tettnanger Anästhesist Dr. Dietmar Craß. Er hatte mehrfach von seinen Einsätzen berichtet und auf die wichtige Arbeit der Stiftung aufmerksam gemacht. Nachdem Jürgen Layer, Geschäftsführer Layer-Grosshandel, den Auftritt von Professor Lacher im ZDF gesehen hatte, nahm er Kontakt auf und erfuhr, welche medizinischen Werkzeuge und Geräte am dringendsten gebraucht werden – darunter ein sogenanntes Videolaryngoskop. Mitte Oktober übergab er dieses im Namen der Firma Layer-Grosshandel an Dr. Dietmar Craß.

Das Videolaryngoskop kostet einen höheren fünfstelligen Betrag und ist die modernste Technik, um bei schwierigen anatomischen Verhältnissen den Atemweg während der Narkose zu sichern. Erst dadurch wird gewährleistet, dass Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder während einer Narkose sicher mit Sauerstoff versorgt werden. Denn Sauerstoff ist lebenswichtig für jede einzelne Zelle unseres Körpers. Ohne sichere und kontinuierliche Sauerstoffzufuhr in den Körper sterben bereits nach drei Minuten die ersten Gehirnzellen, nach wenigen Minuten ist der Patient tot.

Das gespendete Videolaryngoskop wird beim nächsten Einsatz Anfang November in Guinea-Bissau (Westafrika) eingesetzt. Dort werden Prof. Lacher und Dr. Craß mit ihrem Team für eine Woche schwerkranke Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder operativ versorgen. Organisiert wird dieser Einsatz durch die Stiftung Kinderchirurgie.

Anschließend wird das Videolaryngoskop in eine Klinik in Äthiopien versandt, zu der eine jahrelange Partnerschaft mit der Stiftung Kinderchirurgie besteht. Dort bleibt das Gerät dauerhaft, um die Sicherheit der Narkose zukünftig essenziell zu verbessern. Weiterhin dient es zur Ausbildung von Anästhesisten vor Ort.

Forststrukturerhebung 2022: 43 % des deutschen Waldes in Privatbesitz

In Deutschland gibt es laut der ersten umfassenden Strukturerhebung der Forstbetriebe 2022 rund 10,2 Millionen Hektar Waldfläche. 4,4 Millionen Hektar und damit 43 Prozent der Waldflächen befinden sich in der Hand von rund 760.000 privaten Waldeigentümerinnen und -eigentümern. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, werden etwa 3,3 Millionen Hektar Landeswald (32 %) von den zuständigen Forstverwaltungen der Bundesländer betreut. 2,2 Millionen Hektar (22 %) der Waldfläche ist den Körperschaften (Einrichtungen des öffentlichen Rechts, zum Beispiel Zweckverbände und Kommunen) zugeordnet. Der Bundeswald macht mit nur 310.000 Hektar (3 %) den mit Abstand kleinsten Anteil an der bundesdeutschen Gesamtwaldfläche aus.

Von den insgesamt rund 760.000 privaten Waldeigentümern bewirtschaften rund 700.000 (92 %) kleinere Waldflächen von unter 10 Hektar, insgesamt 1,4 Millionen Hektar. Dies entspricht 31 Prozent des gesamten Privatwaldes. Im Gegensatz dazu verfügen die größten 800 privaten Waldeigentümer mit jeweils 500 Hektar und mehr über eine Waldfläche von insgesamt über 1,0 Millionen Hektar und somit 24 Prozent der im Privateigentum stehenden Waldflächen.

Waldreichstes Bundesland ist Bayern mit 2,5 Millionen Hektar, gefolgt von Baden-Württemberg mit 1,4 Millionen Hektar und Niedersachsen mit 940.000 Hektar. In Bayern haben Privatwälder mit 1,3 Millionen Hektar (54 %) den größten Anteil an der Waldfläche, gefolgt vom Landeswald mit 810.000 Hektar (32 %). In Baden-Württemberg machen die Körperschaftswälder mit 540.000 Hektar (40 %) den größten Anteil aus, gefolgt vom Privatwald mit 470.000 Hektar (35 %). In Niedersachsen machen die Privatwälder mit 430.000 Hektar (46 %) den größten Teil der Waldfläche aus. Weitere 300.000 Hektar (32 %) befinden sich in Besitz des Landes.

Neues Konzept für Kreislauflösungen mit alternativen Rohstoffen

Alternative Rohstoffe sind ein wichtiger Pfeiler beim Aufbau einer Kreislaufwirtschaft. Der Werkstoffhersteller Covestro setzt dabei auf eine verstärkte Nutzung von Biomasse, Rezyklaten und grünem Wasserstoff. Unter dem neuen Label „CQ“ bietet das Unternehmen nun Produkte mit einem Mindestanteil von 25 Prozent an alternativen Rohstoffen an. CQ steht für „Circular Intelligence“, einem intelligenten Ansatz für nachhaltigere Materialien und Lösungen. Kunden können Produkte, die auf alternativen Rohstoffen basieren, anhand des CQ-Labels im Produktnamen leicht von Produkten auf fossiler Basis unterscheiden.

„Alle unsere Lösungen unter dem Dach von ,CQ‘ zeigen, dass wir weiter daran arbeiten, unsere Vision der Kreislaufwirtschaft zu verwirklichen, um Kunden und Partner bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeits- und Klimaziele zu unterstützen. Wir wollen damit auch Verbraucherwünsche an nachhaltigere Produkte erfüllen“, sagt Sucheta Govil, Vertriebs- und Marketing-Vorständin von Covestro. „Und das ist erst der Anfang. Langfristig will Covestro jedes seiner Produkte auch in einer klimaneutralen Variante anbieten.

„Innovationspreis Holz“

Das sind die Gewinner

Am Abend des ersten Messetags der „Holz“ in Basel wurden die Gewinner des diesjährigen Innovationspreises verkündet. Die Firmen Oertli Werkzeuge AG, Arthur Bründler AG und Fagus Suisse SA konnten die Fachjury mit ihren innovativen Projekten überzeugen.
Der Innovationspreis Holz 2022 zeichnet bereits zum fünften Mal herausragende Projekte, die eine technologie-, verfahrens- oder produktorientierte Innovation zum Thema Holz bieten, aus.

„Wir gratulieren den Siegern ganz herzlich, die mit ihren eingereichten Projekten die Innovationskraft der Holzbearbeitungsbranche mit stärken und zeigen, dass sich stetiges Weiterdenken lohnt, aber auch ein Muss ist”, so Jurypräsident Erich Zeller am Abend. Die Sieger setzten sich gegen insgesamt 33 eingereichte Projekte durch und gingen aus fünf im Vorfeld von der Fachjury nominierten Eingaben hervor.

Gewinner „Gold“: Oertli Werkzeuge AG – „Castor“ Sprint Bohr- / Universalfräser.
Mit dem Sprint Bohr- / Universalfräser können Materialstärken bis 400 mm problemlos mit hoher Effizienz von einer Seite bearbeitet werden. Das Werkzeug eignet sich hervorragend zur Bearbeitung von Hart- und Weichholz, Brettsperrholz und Leimbinder auf CNC Abbundanlagen und dient vorzugsweise zum Nut- und Taschenfräsen sowie Fälzen und Fügen. Zudem ist es als Bohrfräser verwendbar.

Gewinner „Silber“: Arthur Bründler AG – „Altendorf Hand Guard“.
Die „Hand Guard“ ist ein weltweit neues, höchst reaktives Sicherheitssystem für Altendorf Formatkreissägen, das auf künstlicher Intelligenz und Kameraerkennung basiert. Die proaktiv wirkende, gesundheitsbewahrende Erfindung kann nachhaltig dazu beitragen, die Zahl der Unfälle mit Kreissägen zu reduzieren. Das  System unterscheidet sich wesentlich dadurch, dass eine Vorerkennung der Hand und auch bei Annäherung mit höherer Geschwindigkeit möglich ist, was zu einer kontrollierten Abschaltreaktion der Maschine führt.

Gewinner „Bronze“: Fagus Suisse SA – Hochfestes Stabschichtholz aus Buche und anderen heimischen Laubholzarten für anspruchsvolle konstruktive Anwendungen.
Die Fagus Suisse SA führte mit den Stabschichtholz-Produkten aus Massivbuche eine neuartige Produkte-gattung im Schweizer Konstruktionsholz-Markt ein – denn besonders die Buche eignet sich hervorragend für anspruchsvolle Tragkonstruktionen. Dank der durch das innovative, vollautomatische Herstellverfahren erzielbaren hohen Festigkeiten eröffnen sich neue Möglichkeiten im großvolumigen Holzbau. Durch die hervorragenden mechanischen und statischen Eigenschaften der heimischen Laubhölzer können so energieintensive Baumaterialien durch Holz ersetzt werden.

Beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung

„Gerade in diesen unsicheren Zeiten aktualisieren wir nicht nur unser Sortiment, sondern müssen auch an der Aufstellung der Gesellschaften in der Hülsta Gruppe arbeiten. Die Flexibilisierung der Organisation und die schlanke, effiziente Ausrichtung sind wichtig, um die Unternehmen in diesen herausfordernden Zeiten auf die Zukunft auszurichten,“ so leitete Hülsta-Geschäftsführer Dr. Thomas Knecht heute Mittag die Ankündigung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung für Hülsta und die Dienstleistungsgesellschaft DIHUG ein, deren Belegschaft heute informiert wurde.

Das operative Geschäft laufe unverändert weiter. „Wir konzentrieren uns in einem herausfordernden Umfeld darauf, die Unternehmensgruppe an den Anforderungen des Marktes und der Kunden auszurichten und die Zukunft der dazugehörigen Unternehmen aktiv zu gestalten“, so Dr. Thomas Knecht. Alle anderen Mitglieder der Hülsta Gruppe, zu der zum Beispiel das Furnierwerk Hobb und die Spedition SLC gehören, würden bereits Maßnahmen zur Bewältigung der aktuellen wirtschaftspolitischen Lage umsetzen und seien nicht von dieser Art der Neuausrichtung betroffen.

Am Gerichtsstand Münster sei bereits ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für die Hülsta-Werke Hüls GmbH & Co. KG und die DIHUG GmbHauf den Weg gebracht worden. „Die wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen haben sich grundlegend geändert: Die staatlich angeordneten Maßnahmen des Lockdowns im Zuge der Pandemie haben uns in unserem anhaltenden Restrukturierungsprozess erheblich ausgebremst. Hinzu kommen jetzt beispielsweise horrende Energiekosten für die etwa 100.000 qm Produktionsfläche der Hülsta-werke und massive Preissteigerungen bei Rohstoffen und in der Zulieferung sowie eine allgemeine Kaufzurückhaltung, die im Gesamtmarkt deutlich wird“, erläutert Dr. Thomas Knecht den Hintergrund des Vorgehens.

Bereits seit 2019 eingeleitete Maßnahmen wie Investitionen in den Maschinenpark, Digitalisierungsstrategien und ein bereinigtes Sortiment würden zwar greifen; und auch das Objektgeschäft im Auftrag von Hülsta individual wachse nach Plan. Auffangen könne die positive Entwicklung die aktuelle Lage mit ihren herausfordernden Marktbedingungen allerdings nicht, sodass an einer grundlegenden Überarbeitung der Organisation der Gesellschaft kein Weg vorbeiführe. Die notwendigen Maßnahmen sollen bei gleichzeitig laufendem Betrieb umgesetzt werden. Die Gruppe produziere und liefere das umfangreiche Sortiment sowie die positiv besprochenen Neuheiten der Herbst-Hausmesse in der üblichen Lieferfrist aus, heißt es.

Dr. Thomas Knecht unterstreicht: „Wir alle gemeinsam – die Teams der Hülsta-Werke Hüls GmbH & Co. KG und DIHUG GmbH– führen das operative Geschäft mit großem Engagement weiter fort, auch wenn die Rahmenbedingungen derzeit extrem schwierig sind. Auf der Herbstmesse in Stadtlohn haben wir umfangreiche Neuheiten und Erneuerungen von Hülsta-Topsellern gezeigt, das Feedback unserer Handelspartner war sehr positiv: Trotz aller Tradition haben wir dort schon eindrucksvoll gezeigt, dass in uns eine große Kraft zur Transformation steckt. Wir alle richten uns nun auf den neuen Rahmen aus und werden gestärkt aus dieser Zeit hervorgehen.