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Autor: Möbelfertigung

Startet eigenen Podcast

„Light Talks“, der neue Podcast der Zumtobel Group, möchte beleuchten, was Licht alles bewirken kann und wie Licht die Menschen, die Natur und Innovationen zusammenbringt. Mit internationalen Gästen aus den unterschiedlichsten Disziplinen sowie Expertinnen und Experten der Zumtobel Group wird über diverse Themen im Zusammenhang mit Licht gesprochen.

„Wir möchten Einblicke in unsere Welt des Lichts geben. Licht hat viele Facetten und spielt eine große Rolle in unserem täglichen Leben. Wir werden in unseren Light Talks jedoch nicht nur über Licht sprechen, sondern auch zu anderen Themen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Kunst & Kultur oder zum Beispiel dem mangelnden Zugang zu leistbarem Wohnraum. Das würde man vermutlich nicht sofort mit unserem Kerngeschäft in Verbindung bringen. Wir schätzen es sehr, im stetigen Austausch Input von außen zu bekommen, denn Partnerschaft und Wissensaustausch sind für uns Grundpfeiler für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens“, so Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group.
Für den ersten Light Talks-Podcast war Moderatorin Diana Panzirsch im Gespräch mit Ben van Berkel, Gründer und Hauptarchitekt des niederländischen Architekturbüros UNStudio, und Zumtobel Group CEO Alfred Felder: Die Folge ist inspiriert durch den erst kürzlich veröffentlichten, künstlerischen Geschäftsbericht der Zumtobel Group mit dem Titel „Transform“, der von UNStudio, Ben van Berkel, in Zusammenarbeit mit dem Grafikdesign-Duo Bloemendaal & Dekkers entstanden ist und eine visuelle Reflexion zum Thema Transformation in der Architektur und der gebauten Umwelt zeigt. Der Talk beleuchtet den Wandel aus verschiedenen Perspektiven, beantwortet unter anderem die Fragen nach: „Welchen Wandel hat die Architektur, die gebaute Umwelt aber auch die Lichtindustrie in den letzten Jahrzehnten erfahren? Was können wir in Bezug auf Architektur und Beleuchtung in Zukunft erwarten? Oder, welche Rolle spielen Licht und Gesundheit?“

Ben van Berkel, UNStudio: „Für mich interessant im Moment ist, dass sich viele Dinge in der gebauten Umwelt, aber auch, wie wir arbeiten, seit der Pandemie sehr verändert haben. Unsere Mobilität ist im Wandel, viele Aspekte geben uns neue Einblicke, vielleicht auch in die Art und Weise, wie wir Dinge anders angehen müssen als früher. Ich glaube unter anderem, dass die gebaute Umwelt mit der sozialen, körperlichen und geistigen Gesundheit verbunden sein muss. Wir versuchen zum Beispiel, die Menschen heute dazu anzuregen, sich mehr in Gebäuden zu bewegen.“

Energiekrise bedroht Teile des Mittelstandes

Die Energiekrise setzt den kooperierenden Mittelstand weiterhin stark unter Druck und stellt bereits jetzt für einen Teil der Unternehmen eine existenzielle Bedrohung dar. Dennoch ist die wirtschaftliche Lage vorerst relativ stabil. Dabei werden Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen wichtiger, wie die aktuelle Konjunkturumfrage des Mittelstandsverbundes unter seinen Mitgliedern ergab. An dieser hatten sich 57 Verbundgruppenzentralen mit rund 42.000 angeschlossenen Unternehmen aus insgesamt 16 Branchen beteiligt.

Während im zweiten Quartal mit mehr als 64 Prozent noch das Gros der Verbundgruppen ihren wirtschaftlichen Status Quo als gut bewerteten, waren dies im dritten Quartal 2022 nur noch rund 40 Prozent. Diese Verschiebung spiegelt sich auch bei der Zahl der Kooperationen wider, deren wirtschaftlicher Status Quo derzeit befriedigend ist – das waren zwischen Juli und September mehr als 52 Prozent der Unternehmen und damit rund 20 Prozentpunkte mehr als noch im Vor-Quartal. „Hier zeichnet sich eine alarmierende Verschiebung ab. Der Mittelstand ist nicht nur tragende Säule der deutschen Wirtschaft, er ist absolut systemrelevant. Damit sich diese Verschiebung nicht verstetigt, müssen kleine und mittlere Unternehmen jetzt mit aller Entschlossenheit in den Mittelpunkt politischen Handelns rücken und eine zielgerichtete und wirksame Unterstützung erfahren. Ansonsten droht bei vielen Betrieben für immer das Licht auszugehen.“, mahnt Dr. Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer Der Mittelstandsverbund. 

Auch bei der Entwicklung der Umsätze zeigt sich im dritten Quartal Bewegung: Nur weniger als die Hälfte der Verbundgruppen konnten ihren Umsatz im letzten Quartal steigern, mehr als 21 Prozent verzeichneten einen Umsatzrückgang das ist ein Anstieg von mehr als zwölf Prozentpunkten im Vergleich zum Vor-Quartal (Q2: 8,9 Prozent).

In den kommenden Monaten erwarten mehr als 26 Prozent der Unternehmen ein Minus bei den Umsätzen (Q2: 16,1 Prozent), während mit 49,1 Prozent weniger Kooperationen als im Vorquartal (Q2: 55,4 Prozent) mit einem Anstieg rechnen. 

Eine ähnliche Lage ist bei den Anschlusshäusern der Kooperationen erkennbar: nur vier von zehn Unternehmen verzeichneten in den vergangenen drei Monaten steigende Umsätze, mehr als 31 Prozent hatten mit einem Rückgang zu kämpfen. Das sind rund 14 Prozentpunkte mehr im Vergleich zum Vor-Quartal. 

Die Ertragslage zeigt sich im dritten Quartal 2022 gedämpft. So waren bei rund 30 Prozent der Unternehmen die Erträge von Juli bis September rückläufig, was einem Anstieg von etwa 14 Prozentpunkten im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 entspricht. Parallel dazu sank die Zahl der Verbünde, die ein Ertragswachstum zurückmeldeten von 41,1 Prozent auf 31,6 Prozent. Auch für die nahe Zukunft erwartet ein Drittel der Kooperationen hier eine Abnahme (Q2: 23,2 Prozent), während rund 30 Prozent von einem Plus ausgehen (Q2: 35,7 Prozent). Gleichzeitig rechnen 35,1 Prozent der Verbünde mit einer Verstetigung der Erträge. 

Bei den Investitionen hat rund ein Viertel der Verbundgruppen im dritten Quartal durchschnittlich etwas tiefer in die Tasche gegriffen als im Vor-Quartal (Q2: 19,6 Prozent). Bei mehr als 63 Prozent der Unternehmen blieben die Investitionen auf gleichem Level (Q2: 69,6 Prozent). Für den Rest des Jahres planen 56,1 Prozent der Verbünde keine Anpassung (Q2: 62,5 Prozent) – mehr als 26 Prozent der Unternehmen wollen in diesem Zeitraum aber mehr investieren. 

Gedämpft, aber stabil zeigten sich im 3. Quartal die Beschäftigungszahlen im kooperierenden Mittelstand – so haben zwar 19 Prozent der Unternehmen neues Personal eingestellt, dies entspricht aber einem Rückgang von knapp sechs Prozentpunkten im Vergleich zum Vor-Quartal. Gleichzeitig hat sich jedoch die Zahl der Beschäftigten bei 73,7 Prozent der Unternehmen nicht verändert. Perspektivisch plant rund ein Viertel der Kooperationen für die kommenden Monate aber wieder mehr Personal ein. 

Auch bei den Anschlusshäusern der Verbünde stagnierten die Beschäftigungszahlen in den Monaten Juli bis September bei rund 60 Prozent der Unternehmen – 17,5 Prozent meldeten einen Rückgang (Q2: 10,7 Prozent).

Die steigenden Preise für Energie setzen den Mittelstand zunehmend unter Druck. So schätzen mehr als ein Drittel der Verbundgruppen, dass die Energiekrise für einen großen Teil ihrer Mitglieder existenzgefährdend wird, wenn die Politik nicht mit Überbrückungsmaßnahmen gegensteuert. Noch vermelden 59 Prozent der Kooperationen keine Zurückhaltung bei Investitionen, während 14 Prozent der Unternehmen allerdings ihre Investitionen deutlich auf Energieeffizienzmaßnahmen verlagern. Weitere zehn Prozent der Verbundgruppen überlegen allerdings derzeit, sämtliche betriebliche Investitionen vorerst zurückzustellen.

Intensiv-Workshop mit Lignum Consulting

Wie auch in den vergangenen Jahren startet der beliebte Kongress „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ optional für die Teilnehmer mit einem Intensiv-Workshop mit Lignum Consulting. Die beiden Senior Manager Marcel Hinger und Malte Hasenpusch widmen sich mit ihrem großen Erfahrungsschatz aus der Beratung in den verschiedensten Unternehmen der Frage, wann eine Produktion effizient ist. Hierzu wird unter anderem ein reales Praxisbeispiel entlang einer eingekürzten Wertschöpfungskette analysiert, natürlich haben die Teilnehmer ebenso die Chance, eigene Themen aus heimischen Produktionen zu diskutieren.

Der Intensiv-Workshop beginnt am 23. November um 10:30 Uhr im Kongresshotel „Kö59“ in Düsseldorf und geht bis 15:00 Uhr. Er kann auch ohne Teilnahme an der Konferenz „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ separat gebucht werden, die am gleichen Tag um 16 Uhr anfängt. Zudem sichert eine kleine Gruppengröße (Teilnehmerzahl beschränkt!) eine konzentrierte Auseinandersetzung mit dem Thema.

Die Anmeldung zum Workshop erfolgt über die Microsite https://www.moebel-events.de/effiziente-moebelfertigung/. Dort gibt es die Möglichkeit, entweder die Workshop- und Kongress-Teilnahme als Paket zu buchen oder beide Bausteine jeweils für sich allein.

Feiert zehnjährigen Geburtstag

Wird zehn Jahre alt: der MMFA, der Verband der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge e. V. Seit seiner Gründung im Jahr 2012 in München setzt er sich für die Interessen der mehrschichtig modularen Fußbodenbranche ein, indem er für Hersteller und Lieferanten als Plattform zum Austausch von Marktinformationen dient, ein Bewusstsein für die Branche schafft, an einer Normung arbeitet (um einschlägige Normen für Bodenbeläge auf CEN- und ISO-Ebene einzuführen) und den guten Ruf seiner Mitglieder und ihrer Produkte stärkt. Der scheidende Präsident des MMFA, Matthias Windmöller (Windmöller) bemerkt: „Ich bin stolz auf das, was wir seit der Gründung des MMFA erreicht haben, angefangen mit dem, was wir im Bereich der Normung erreichen konnten, bis hin zu unserer Mitwirkung an Nachhaltigkeitsinitiativen wie CISUFLO, EuFCA und CPA und dem Ausbau unserer Mitgliederbasis. Während der Verband von sieben Gründungsmitgliedern im Jahr 2012 auf 63 Mitglieder im Jahr 2022 angewachsen ist, ist es uns erfolgreich gelungen, unsere Stärken zu bündeln und eine einheitliche Stimme für die Branche der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge zu bleiben.“ Der designierte Präsident Jan Dossche (COREtec Floors) ergänzt: „Wir können mit einem Gefühl von Stolz und dem Gefühl, etwas erreicht zu haben, auf die letzten zehn Jahre zurückblicken. Dank der harten Arbeit der MMFA-Geschäftsleitung und unserer Mitglieder freuen wir uns auf die nächsten zehn Jahre und werden uns dabei auf unsere nachhaltigen Zielsetzungen sowie das stets herausfordernde regulatorische Umfeld unserer Mitglieder konzentrieren.“ Seit seiner Gründung dient der MMFA als Fachverband, der die Nische der Hersteller mehrschichtig modularer Fußbodenbeläge zusammenbringt. Um die Branche besser zu verstehen, hat der MMFA an einer Optimierung und Festlegung von Produktkategorien gearbeitet – wie Wood, Polymer und Mixed – und seit 2016 die Vertriebsdaten seiner Mitglieder erfasst, um eine Einschätzung des MMF-Marktes vorzunehmen. Während das Thema Normung zunächst Priorität hatte, hat sich das Aufgabenspektrum des MMFA mittlerweile ausgeweitet, um die Ausrichtung der Branche auf EU-Politik widerzuspiegeln. Die Mitglieder haben den Verband als Plattform genutzt, um EU-weite und globale regulatorische Herausforderungen anzugehen und sich aktiv an dem breiteren Dialog rund um die Themen Nachhaltigkeit, Rezyklierbarkeit und Zirkularität der Branche zu beteiligen. Einige der nennenswerten Initiativen des MMFA sind beispielsweise: Die Gründung der European Flooring Coverings Association (EuFCA) im Jahr 2019 neben EPLF, ERFMI und ECRA, die Beteiligung an der Circular Sustainable Flooring Initiative (CISUFLO) und die Unterzeichnung der Circular Plastics Alliance (CPA). In Zukunft wird sich der Verband auf die Zusammenarbeit mit den Gesetzgebern konzentrieren, um für die Branche der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge und ihre Kunden eine nachhaltigere Zukunft zu garantieren. Der MMFA wurde 2012 von sieben Mitgliedern gegründet: Akzenta Paneele + Profile GmbH, Hamberger Flooring GmbH & Co. KG, Li & Co AG, MeisterWerke Schulte GmbH, Parador GmbH & Co. KG, Skema S.r.l. und Windmöller Flooring Products GmbH. Aktuell zählt der Verband 63 Mitglieder, darunter 29 ordentliche Mitglieder (Hersteller von MMF-Bodenbelägen oder ihre europäischen Vertretungen), 31 außerordentliche Mitglieder (Zulieferunternehmen) und drei fördernde Mitglieder (wissenschaftliche Institute).

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im August gesunken

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) ist der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im August 2022 gegenüber Juli 2022 kalender- und saisonbereinigt um sechs Prozent gesunken. Im Vorjahresvergleich zum August 2021 ging der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 15,6 Prozent zurück. Nominal (nicht preisbereinigt) lag der Auftragseingang jedoch aufgrund der gestiegenen Baupreise mit einem Volumen von 7,9 Milliarden Euro 0,8 Prozent über dem Vorjahresniveau.

In den ersten acht Monaten des Jahres 2022 sanken die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum real um 5,2 Prozent, während sie nominal um 10,3 Prozent stiegen. Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im August 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,1 Prozent zurückgegangen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Baupreise um 11,2 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. 

In den ersten acht Monaten des Jahres 2022 sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 4,3 Prozent und stiegen nominal um 11,5 Prozent. 

Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen erhöhte sich im August 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,4 Prozent.

Nach guter erster Jahreshälfte starker Nachfragerückgang im dritten Quartal

Surteco erlebte im dritten Quartal 2022 einen drastischen Nachfragerückgang. So blieben die Quartalsumsätze angesichts der zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen, insbesondere im europäischen Markt, um sechs Prozent unter dem Vorjahreswert. Aufgrund der Weitergabe der weiterhin hohen Rohstoffpreise und der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr lag der konsolidierte Umsatz für die ersten drei Quartale mit 593,0 Mio. Euro noch um fünf Prozent über dem Vorjahreswert von 566,1 Mio. Euro. Die stark rückläufige Nachfrage sowie die hohen Rohmaterialkosten drückten jedoch auf die Ergebnismarge. Insofern lag das EBIT für das dritte Quartal um 62 Prozent unter dem Vorjahr. In den Monaten Januar bis September gab das EBIT in 2022 mit 41,1 Mio. Euro um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr (59,1 Mio. Euro) nach.

Auf Segmentebene steigerte Decoratives die Umsätze in den ersten drei Quartalen von 410,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 426,9 Mio. Euro, während das EBIT von 50,7 Mio. Euro auf 37,4 Mio. Euro nachgab. Technicals konnte die Umsätze von 52,8 Mio. Euro auf 53,6 Mio. Euro leicht erhöhen. Das EBIT sank von 4,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 0,4 Mio. Euro. Eine positive Entwicklung wies hingegen das Segment Profiles aus. Die Umsätze stiegen von 102,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 112,5 Mio. Euro und das EBIT von 10,4 Mio. Euro auf 12,3 Mio. Euro.

„Die Nachfrage hat sich im dritten Quartal 2022 mit zunehmender Dynamik verschlechtert. Gegenmaßnahmen können die Effekte aus der fehlenden Auslastung und den weiterhin hohen Einkaufspreisen nicht mehr ausgleichen. Insofern erwarten wir nun für das Gesamtjahr 2022 zwar einen Umsatz im Prognoserahmen von 730 bis 750 Mio. Euro. Für das EBIT wird jedoch statt der bisher erwarteten 55 Mio. Euro ein Korridor von 37 bis 42 Mio. Euro angepeilt“, so Wolfgang Moyses, der Vorstandsvorsitzende der Surteco Group SE.

Silber und Bronze bei den „WorldSkills“

Blum schickte für die Teilnahme an den „WorldSkills Competition 2022 Special Edition“ vier Weltmeisteranwärter ins Rennen. Dabei erreichte Lukas Schwärzler in der Kategorie Industriemechanik den zweiten Platz und kehrte als Vizeweltmeister aus Kanada zurück. „Es ist so ein gutes Gefühl, dass sich die ganzen Anstrengungen und die harte Arbeit ausgezahlt haben. Ich wurde fachlich und mental im Unternehmen sehr gut auf den Wettbewerb vorbereitet. Trotzdem hätte ich nicht damit gerechnet, mit der Silbermedaille nach Hause zu fahren“, zeigt sich der 22-Jährige Dornbirner glücklich und erleichtert.

Lucas Dolinar durfte in Bordeaux in der Kategorie Maschinenbau CAD sein Können unter Beweis stellen und belegte den dritten Platz. „So gut wie bei den ,WorldSkills‘ ist es im Training bei meinem Arbeitgeber Blum selten gelaufen. Ich bin stolz, dass ich jeden Tag meine volle Leistung abliefern konnte und es sogar fürs Podium reichte“, so Lucas Dolinar.
Atakan Kocaman und Kevin Emhofer reisten ins benachbarte Baden-Württemberg nach Stuttgart. Mit dem 10. Platz ist Atakan Kocaman in der Kategorie CNC-Fräsen der zweitbeste Europäer und freut sich über die Medaillon for Excellence. Diese Auszeichnung wird für herausragende Leistungen – nach den Podiumsplätzen – vergeben. „Ich bin stolz, dass ich nicht aufgegeben, sondern weitergemacht habe, obwohl die Wettkampftage sehr herausfordernd waren“, berichtet der 23-Jährige. Auch Kevin Emhofer ist mit seinem 7. Platz und der Medallion for Excellence in der Kategorie CNC-Drehen sehr zufrieden: „Die Projekte und die gesetzten Zeitlimits waren enorm anspruchsvoll, umso glücklicher bin ich mit diesem Ergebnis.“
Die Austragung der 46. „WorldSkills“ fand covidbedingt nicht wie geplant in Shanghai statt, sondern an alternativen Austragungsorten – auf 15 Länder und drei Kontinente verteilt. Die ungewohnten Bedingungen, nicht gemeinsam an einen Ort reisen zu können, war eine ganz neue Erfahrung für die jungen Fachkräfte und die Coaches. Für Marco Simma, Skills-Leiter bei Blum, kann sich das Ergebnis der vier Teilnehmer sehen lassen: „Wir haben sehr gut abgeschnitten. Schließlich sind wir gegen große Nationen angetreten und unsere vier Teilnehmer haben trotz der Verschiebungen und Änderungen immer mentale Stärke bewiesen, ihre Leistungen abgerufen und Ruhe bewahrt.“

Übernimmt das italienische Unternehmen ICA

Sherwin-Williams hat Industria Chimica Adriatica S.p.A. (ICA) übernommen. Bei ICA handelt es sich um einen italienischen Entwickler, Hersteller und Vertreiber von industriellen Holzbeschichtungen für Küchenschränke, Möbel und Dekoration, Bauprodukte, Bodenbeläge und andere Spezialanwendungen. Das übernommene Unternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 150 Millionen Euro und ist weltweit tätig. Es hat Produktionsstätten in Italien und Polen sowie eine Beteiligung an dem in Indien ansässigen Joint Venture ICA Pidilite. ICA beschäftigt rund 600 Mitarbeiter und wird Teil des operativen Segments der Sherwin-Williams Performance Coatings Group. Die Transaktion wird voraussichtlich bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

„Dieses Unternehmen bringt uns innovative Technologien für wässrige und lösemittelhaltige Flüssiglacke, einschließlich einer preisgekrönten Reihe von ultramatten Schutzlacken und einem wachsenden Portfolio von BIO-Wasserlacken, die aus recycelten Rohstoffen hergestellt werden“, erklärt John G. Morikis, Chairman und Chief Executive Officer von Sherwin-Williams. „Zusätzlich zu dieser starken technischen Expertise verfügt ICA über ausgezeichnete Beziehungen zu multinationalen und lokalen Kunden, mehrere Produktspezifikations- und Zulassungspositionen, strategisch gelegene Produktions- und Vertriebsstandorte und ein hervorragendes Vertriebsteam. Die Kombination unserer Unternehmen bietet zahlreiche Möglichkeiten, das profitable Wachstum in der Region und darüber hinaus zu beschleunigen. Die hervorragende Führung und die talentierten Mitarbeiter von ICA haben in den letzten 50 Jahren eine bewundernswerte Erfolgsbilanz aufgebaut, und wir freuen uns darauf, sie nach Abschluss der Transaktion in der Sherwin-Williams-Familie willkommen zu heißen.“

Wechsel in der Geschäftsführung zum 100. Geburtstag

Zum 100. Geburtstag von Häfele im kommenden Jahr übergibt Sibylle Thierer (CEO) – nach 20 Jahren an der Spitze des Unternehmens – den Vorsitz der Geschäftsleitung an den 45-jährigen geschäftsführenden Direktor Gregor Riekena. „Zuversichtlich unterstreichen wir mit diesem Wechsel an der Spitze unseren Aufbruch in das nächste Häfele Jahrhundert“, sagt die scheidende Unternehmensleiterin und bleibt mit dem Statement: „Es geht nicht darum alles so zu machen wie bisher, es geht darum die Branche weiter zu entwickeln“, ihrem Lebensmotto „Stillstand ist Rückschritt“ treu.

Sibylle Thierer bleibt Vorsitzende des Verwaltungsrats. Mit dem jetzt stattfindenden Generationswechsel setzen die Gesellschafterfamilien eine von langer Hand geplante und gut vorbereitete Nachfolgeregelung zum 1. Januar 2023 um. Mit der Ernennung von Gregor Riekena zum fünften Unternehmensleiter in der Häfele Geschichte, knüpft man an gute Erfahrungen aus der Vergangenheit an. Der erste nicht aus den Familien Häfele und Thierer stammende Geschäftsführer Hans Nock (1982-2003) hatte dem Unternehmen mit Weitsicht den Weg zum Global Player geebnet. Riekena wird nun zum zweiten nicht familienangehörigen Vorsitzenden der Geschäftsleitung (CEO) der Häfele Gruppe gekürt.

Der Betriebswirt Gregor Riekena startete 2011 bei Häfele als Marketingleiter und verstärkt seit 2015 als Chief Marketing Officer (CMO) die Geschäftsleitung. Auf seinem Weg zum designierten Nachfolger von Sibylle Thierer hat er das Unternehmen national und international intensiv kennengelernt. Er zeichnete unter anderem für die Markenstrategie der Häfele Gruppe und den Aufbau einer globalen E-Commerce Plattform verantwortlich. Seit kurzem steht der Aufbruch ins nächste Jahrhundert mit dem Projekt „Unternehmensstrategie 2030“ im Fokus. „Hier haben wir gemeinsam das Fundament für die Gestaltung der Zukunft gelegt. Während dieser intensiven Phase der Zusammenarbeit wurde klar, dass die Zeit für eine Übergabe der Verantwortung an Gregor Riekena jetzt reif ist. Er bringt die besten Voraussetzungen für diese Aufgabe mit und genießt mein Vertrauen“, sagt Sibylle Thierer.

Häfele, so betont Sibylle Thierer, ist auf die anstehenden Veränderungen mit seiner traditionell erfolgreichen Kombination von Kontinuität und Innovation gut vorbereitet. Kontinuität sieht Thierer vor allem im Fortbestand des Familienunternehmens und der Pflege des sprichwörtlichen Family-Spirits in der zwischenzeitlich auf über 8000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nahezu 2 Milliarden Euro Jahresumsatz gewachsenen Gruppe. Desgleichen aber auch in der gelebten Internationalität, verbunden mit einer weltoffenen Grundeinstellung. Die Gesellschafterfamilien Thierer und Häfele sind Garanten für diese Haltung. Sie leben auf zwei Kontinenten, in Amerika und in Europa.

Während Häfele Geschäftsführer Walther Thierer (1949-1982) die in der Branche heute noch hochgelobte Häfele Logistik erfolgreich auf den Weg brachte, den heute weltweit in über 20 Sprachen verfügbaren Katalog „Der Große Häfele“ erfand und sich der Markenpolitik widmete, steht der Name seiner Tochter wohl für die größte Änderung in der Geschichte der Beschlagtechnik.

Sie gab den Möbelbeschlägen, diesen lange als rein technisches Zubehör gehandelten Metallteilen im Möbelgeschäft ein Herz und eine Seele, holte sie heraus aus der Unscheinbarkeit. Die Erkenntnis, dass Beschlagtechnik der eigentliche Schlüssel zur Emotionalisierung und Individualisierung von Möbeln und Einrichtungen ist, machte Sibylle Thierer zu ihrem Credo. „Ohne Beschläge sind Möbel nicht mehr als ein Haufen Bretter,“ dieser von ihr bereits 2007 kreierte Slogan war jedermann sofort verständlich. Er beförderte den Möbelbeschlag in einer Zeit, in der Funktionalität von Möbeln und Einrichtung immer bedeutsamer wird, aus seinem Schattendasein ins Zentrum des Interesses von Planern, Designern und Möbelbauern. Hinzu kam dann die Entdeckung der überragenden Bedeutung von Licht in Möbel und Räumen, die Häfele mit Loox und Nimbus ein ganz neues Geschäftsfeld bescherte und die Branche vom Schreiner über den Innenausbauer bis zum Architekten immer aufs Neue begeistert. Die digitale Vernetzung all dieser Möglichkeiten hat sich Häfele in der Ära Thierer ebenfalls zur Aufgabe gemacht und rüstet z.B. mit seinem elektronischen Schließsystem Dialock Hotelketten weltweit aus.

„Es ging mir bei allem was ich bewegt habe immer darum, Lebensräume für die Menschen zeitgemäß lebenswerter zu machen“, sagt Sibylle Thierer. Das gehe aber nur, wenn man Möbel und Einrichtungen ganzheitlich betrachtet. Nur so konnte Häfele unter der Leitung von Sibylle Thierer vom Beschlaghändler und -produzenten zum weltweit gefragten Spezialisten und Berater für die Einrichtung von Räumen aller Art werden.

Das in 20 Jahren absolvierte Wachstum von gut 500 Mio. Euro Jahresumsatz auf heute nahezu 2 Milliarden zeigt, dass man bei Häfele den richtigen Weg eingeschlagen hat. Und weil die Häfele Familie zudem auch immer mit Mut und Optimismus in die Zukunft schaut, hat man heute schon die dritte Milliarde im Visier.