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Autor: Möbelfertigung

Dr. Hermann kommt für Dr. Gorella

Zum ersten November 2022 wird Dr. Boris Gorella, CEO der Pfleiderer Group, seine leitenden Funktionen bei Pfleiderer aufgeben, um sich anderen Aufgaben zu widmen. Er wird die polnische Tochtergesellschaft Silekol, in der das harzbasierte Klebstoffgeschäft von Pfleiderer gebündelt ist, weiterhin beratend unterstützen. Zum gleichen Zeitpunkt wird COO Dr. Frank Herrmann zum CEO von Pfleiderer befördert.

Miguel Kohlmann, Vorsitzender des Beirats von Pfleiderer, sagte: „Ich möchte Boris Gorella für seinen Beitrag in den letzten zwei Jahren danken, in denen Pfleiderer Rekordergebnisse erzielt hat. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm in beratender Funktion bei Silekol.“ Er fügte hinzu: „Ich bin überzeugt, dass Frank Herrmann und das Führungsteam Pfleiderers großartige Entwicklung in der Branche fortsetzen und das Unternehmen durch das aktuell herausfordernde Marktumfeld führen, es stärken und auf zukünftiges Wachstum ausrichten werden.“

Boris Gorella erklärte: „Ich möchte dem Management Team von Pfleiderer, unseren Aktionären und Miguel Kohlmann für ihre starke Unterstützung danken, Pfleiderer mit mir gemeinsam dahin entwickelt zu haben, wo wir heute stehen. Dies ist ein großartiges Unternehmen, und ich bin stolz darauf, zu seiner Entwicklung beigetragen zu haben. Ich bin überzeugt, dass Pfleiderer unter Franks Führung weiter wachsen und gedeihen wird.“

Dr. Frank Hermann sagte: „Ich danke Miguel und unseren Investoren für ihr Vertrauen und freue mich sehr darauf, mit dem gesamten Pfleiderer-Team daran zu arbeiten, das Unternehmen auf die nächste Stufe zu bringen.“

Unterstreicht Unternehmensphilosophie mit neuem Logo

Die Biesse Group gibt sich „ein neues Gesicht“ und launcht eine neue Identität in Form komplett überarbeiteter Logos. „Es gibt uns seit 1969 – und wir haben uns seit diesem Zeitpunkt permanent weiterentwickelt“, erklärt Biesse Group Marketingleiter Raphaël Prati anlässlich einer Online-Pressekonferenz heute. „Wir hatten sehr früh das Ziel, unsere Maschinen weltweit zu verkaufen. Mittlerweile sehen wir uns als ,international natives‘ mit weltweiten Niederlassungen und der Bemühung, nicht nur beim Kunden direkt vor Ort zu sein, sondern auch die weltweiten Kulturen unserer Mitarbeiter und Kunden ins italienische Headquarter zu holen. Unsere Aufgabe ist es, unseren Kunden auf der ganzen Erde und bei jedem Material die bestmögliche Lösung anzubieten. Wir können hierfür sehr oft Lösungen von bestimmten Werkstoffen bei anderen adaptieren, haben uns aber über Jahrzehnte auch zu Spezialisten für bestimmte Materialien entwickelt. All das spiegeln wir mit neuen Logos wider. Einerseits für das gesamte Unternehmen, andererseits aber eben auch für die einzelnen Werkstoffe“, so Prati. „Die Logos sollen Flexibilität und Stabilität signalisieren, genauso eine klare Richtung vorgeben.“

Startschuss, um die neuen Piktogramme weltweit bekannt zu machen, ist ab sofort. Bis sie überall zu finden sind und auch das Maschinendesign ebendieses zeigt, werden viele Monate vergehen. „Wenn ein Schokoriegel ein neues Layout bekommt, dann findet sich die neue Optik weltweit nach etwa 45 Tagen in jedem Shop. Bei uns dürfte das Ganze bis zu 24 Monate dauern“, ist Prati realistisch. Und freut sich dennoch über diesen Weg der Biesse Group, ihr Selbstverständnis zu visualisieren.

HIER geht es zum entsprechenden Imagefilm des Launches.

Führungswechsel im kommenden Sommer

Bei dem Schweizer Möbelhersteller Girsberger steht 2023 – im 135. Jahr der Firmengeschichte – ein Generationenwechsel an: Michael Girsberger wird, nach 30 Jahren als CEO der Girsberger Holding AG und in vierter Generation für das Unternehmen im Familienbesitz tätig, zum ersten August die Führung des Unternehmens an eine neue Geschäftsleitung übergeben.

Zurückblickend betrachtet, hat sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren in einem längeren arbeits- und kapitalintensiven Prozess der Veränderung und Diversifikation stark gewandelt. Wichtiges Anliegen für die Zukunft ist Michael Girsberger bei diesem Führungswechsel daher, dass das Unternehmen auch weiterhin zwischen Tradition und Transformation immer in Bewegung bleiben wird. Er übergibt dabei die Verantwortung an bewährte Führungskräfte, die ihre Kompetenz und ihre Vertrauenswürdigkeit durch langjährige Tätigkeit und Innovationsfreude im Unternehmen unter Beweis gestellt haben: Als Nachfolgerin und CEO der Girsberger Holding AG übernimmt Danielle Quaile die Führung der Unternehmensgruppe mit den Tochtergesellschaften: Girsberger AG (CH), Girsberger GmbH (D), Mobimex AG (CH), Boreal doo sowie Bo-Real Estate doo (SRB). Danielle Quaile ist seit 2018 Geschäftsführerin der Girsberger AG mit Marktverantwortung für die Schweiz und Frankreich, sowie mit zentraler Verantwortung für die Geschäftsbereiche Girsberger Home, Customized Furniture, Remanufacturing und Holzhandel.

Zu ihrem Nachfolger als Geschäftsführer der Girsberger AG (CH) einschließlich des Marktes Frankreich wurde ebenfalls mit Wirkung ab ersten August 2023 Davide Mastrodomenico ernannt, bisher Mitglied der Geschäftsleitung Girsberger AG, sowie Leiter der Geschäftsbereiche Customized Furniture und Remanufacturing. Wer dessen Nachfolge in diesen Bereichen antreten wird, ist derzeit noch offen.

Michael Girsberger übernimmt nach seinem Rückzug aus dem operativen Geschäft zukünftig eine Funktion im Verwaltungsrat der Girsberger Holding AG.

Die Führung der weiteren Tochtergesellschaften wird unverändert unter der bisherigen Leitung fortgesetzt: Henning Schweizer, CEO der Girsberger GmbH (D) einschließlich Girsberger Benelux und Markt Österreich; Philippe Walther, CEO Mobimex AG (CH) mit den Marken „Zoom by Mobimex“ und „Studio by Mobimex“, sowie Petar Borović als CEO für „Boreal doo“ und „Bo-Real Estate doo“ (SRB).

Villeroy & Boch

Umsatz- und Ergebnisprognose bestätigt

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 erzielte der Villeroy & Boch-Konzern einen Umsatz (inkl. Lizenzerlöse) in Höhe von 728,3 Millionen Euro und lag damit um 43,8 Millionen Euro bzw. 6,4 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die insgesamt gute Umsatzentwicklung wurde allerdings durch die infolge der hohen Inflation einsetzende Konsumzurückhaltung im Verlauf des dritten Quartals 2022 etwas gebremst. Auf kursbereinigter Basis wurde ein Umsatzzuwachs von 4,8 Prozent erzielt. Der Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2022 auf 171,7 Millionen Euro und lag somit um 6,5 Millionen Euro über dem Vorjahresstand. Davon entfielen 140,9 Millionen Euro auf den Unternehmensbereich Bad & Wellness und 30,8 Millionen Euro auf den Unternehmensbereich Dining & Lifestyle.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Prozent auf 64,3 Millionen Euro. Der Ergebnisanstieg basiert vor allem auf der guten Umsatzentwicklung, welche die zusätzlichen Kostenbelastungen durch die stark gestiegenen Material- und Energiekosten kompensieren konnte. Zudem hatte die Verschiebung der Betriebsferien in den Werken in Deutschland und Ungarn vom Sommer in den Dezember 2022 einen positiven Ergebniseffekt.

Der Unternehmensbereich Bad & Wellness erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 einen Umsatz in Höhe von 506,3 Millionen Euro und lag damit um 6,0 Prozent über dem Vorjahr. Dabei wurde in allen Geschäftsfeldern ein Umsatzwachstum erzielt. Hervorzuheben ist vor allem das Geschäftsfeld Sanitärkeramik mit einem Umsatzanstieg von 23,3 Millionen Euro beziehungsweise 8,0 Prozent. Hier konnte besonders im deutschen Heimatmarkt mit den Neuheiten gepunktet werden.

Des Weiteren wurden im chinesischen Markt deutliche Umsatzzuwächse vor allem im Projektgeschäft erreicht. Der Unternehmensbereich Bad & Wellness schloss die ersten neun Monate 2022 trotz der zusätzlichen Kostenbelastung durch die stark gestiegenen Material- und Energiekosten mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 53,9 Millionen Euro (Vorjahr: 50,2 Mio. Euro ; +7,4 %) ab. Grund hierfür ist vor allem die positive Umsatzentwicklung.

Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 trotz des angespannten Marktumfelds einen Umsatz in Höhe von 219,5 Millionen Euro und lag um 7,3 Prozent beziehungsweise 14,8 Millionen Euro über dem Vorjahr. Dabei wurden erfreuliche Umsatzsteigerungen in allen Regionen erzielt, obwohl negative Einflüsse aus dem weiterhin andauernden Krieg in der Ukraine und der spürbaren inflationsbedingten Konsumzurückhaltung der Kund:innen bestehen.

Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich im Verlauf des dritten Quartals 2022 eingetrübt. Das Marktumfeld ist vor allem durch die weitere Eskalation im Ukraine-Krieg höchst angespannt, sodass die Gefahr einer Rezession besteht. Die dadurch abnehmende Konsumneigung führt auch im Villeroy & Boch-Konzern zu einer Abschwächung der starken Geschäftsdynamik des ersten Halbjahres.

Aufgrund der weiterhin positiven Umsatzentwicklung im dritten Quartal 2022 und des über Vorjahr liegenden Auftragsbestands ist der Vorstand der Villeroy & Boch AG zuversichtlich, den Prognoserahmen für Umsatz, Ergebnis und operative Nettovermögensrendite für das Gesamtjahr 2022 erreichen zu können.

Zehn Jahre in Herford

Eine treue und enge Partnerschaft hat Adler in den vergangenen zehn Jahren mit vielen Tischlern, Möbel- und Fensterherstellern im nördlichen Deutschland aufgebaut. Und wo einst ein Einzelgänger umherflog, ist mittlerweile eine ganze Schar unterwegs: Mit einem Dutzend Außendienstmitarbeitern zieht Adler vom Servicestützpunkt Herford aus immer weitere Kreise – ein guter Grund, das runde Jubiläum des Adler-Horsts im „hohen Norden“ mit einem farbenfrohen Fest zu feiern!

„Herzlich willkommen aus nah und fern!“, begrüßte die extra aus Schwaz in Tirol angereiste Adler-Geschäftsführerin Andrea Berghofer die zahlreichen Gäste, die sich die kunterbunte Geburtstagsfeier am 30. September 2022 nicht entgehen ließen. Dank Almhütten-Flair, kulinarischen Schmankerln aus Tirol und spannenden Innovationen aus der Tiroler Lackküche kam die Stimmung schnell zum Siedepunkt. Und zum coolen Sound der „Cölsch Crainer“ um Adler Außendienstmitarbeiter Frank Remih schwang sogar das Adler-Verkaufsteam rund um Gesamtverkaufsleiter Bernd Pichler das Tanzbein. Beine macht der Hauptpreis einer großen Verlosung übrigens auch dem glücklichen Gewinner: Tim Gosewinkel von der Holzwerkstatt Kauri GmbH aus Soest darf sich auf ein nagelneues E-Bike schwingen. Mit ihm hat die Glücksfee übrigens einen Volltreffer gelandet: Als langjähriger, treuer Adler-Kunde steht er genau dafür, was Adler in den vergangen zehn Jahren geschafft hat.

„Als ich vor zehn Jahren zum ersten Mal in kleine Tischlereien marschiert bin, wussten die Leute gar nicht, wofür Adler steht. Die dachten, ich verkaufe Schreibmaschinen oder Arbeitskleidung“, lacht Manfred Kunstleve, der als damals erster und einziger Außendienstmitarbeiter Adler die Flugbahn ebnete. Heute weiß in der Möbelhochburg Ostwestfalen wirklich jeder: Adler – das bedeutet Lacke, Beizen und Farben in perfekter Qualität, gepaart mit bestem Service. „Wir haben uns großes Kundenvertrauen erarbeitet: ‚Manfred, wenn du das empfiehlst, weiß ich, dass es passt‘, höre ich oft“, freut sich der Adler-Vorflieger. Heute ist es ein starkes Team von mehr als 20 Lack-Enthusiasten, das dafür sorgt, dass kaum Flecken auf der Deutschlandkarte mehr weiß – sondern die allermeisten Adler-gelb sind:  Zwölf Außendienstmitarbeiter rund um Deutschland-Nord-Verkaufsleiter Heico Cuwalsky beweisen tagtäglich, dass die Oberfläche kein notwendiges Übel ist, sondern richtig Spaß machen kann! „Dass ein Mitarbeiter zu ihnen in die Werkstatt kommt und ihnen ganz konkret beim Lackieren hilft, dass in Schulungen Fachwissen und Anwenderfähigkeiten vermittelt werden, dass wir für jedes Problem innerhalb einer Viertelstunde nach Rücksprache mit den technischen Experten in Schwaz eine Lösung liefern können – das kannten viele Tischler bisher nicht“, weiß Kunstleve, womit Adler seinen Kundenkreis stetig wachsen ließ.

Verbundprojekt zur Steigerung der Wohngesundheit gestartet

Um den jährlichen volkswirtschaftlichen Schaden von schätzungsweise 100 Milliarden Euro, der infolge von krankheitsbedingten Einflüssen bspw. dem Arbeitsausfall durch Rückenschmerzen und unzureichendem Schlaf entsteht, zu begrenzen, bedarf es neuer technischer Innovationen.

Im Rahmen des Verbundvorhabens „Biosenssoll“ mit Hilfe der wachsenden Möglichkeiten der Digitalisierung der Grundstein für die Entwicklung innovativer Möbel, die sowohl gesundheitsfördernd als auch ökoeffizient sind, gelegt werden.

Das Vorhaben verfolgt das übergeordnete Ziel der Steigerung der Wohngesundheit unter den sich wandelnden Nutzungsanforderungen von Möbelkunden und der Gewährleistung der Nachhaltigkeit. Das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) untersucht in diesem Kontext die Entsorgung der resultierenden Möbelkonstruktionen hinsichtlich Ökobilanz und Rezyklierbarkeit. Die frühzeitige Einbeziehung der Anforderungen aus diesen der eigentlichen Nutzung nachgelagerten Prozessen soll eine Wiedergewinnung und eventuelle Aufarbeitung der eingesetzten Aktuator- und Sensorbauteile im Sinne eines nachhaltigen und ressourcenschonenden Materialeinsatzes ermöglichen.

Partner des Projektes:
Rolf Benz AG & Co KG
Breckle GmbH
Universitätsklinikum RWTH Aachen
Universität Aachen, Institut für Strukturmechanik und Leichtbau (SLA)
Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Ansprechpartner im IHD: Dipl.-Ing. Ronny Lang, ronny.lang@ihd-dresden.de

Industrie steigert Investitionen in den Umweltschutz im Jahr 2020 um 3,6 %

Die Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) in Deutschland haben im Jahr 2020 knapp 12,1 Milliarden Euro in den Umweltschutz investiert, das waren 13,5 Prozent ihrer gesamten Investitionen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, investierte die Industrie damit 3,6 Prozent mehr in den Umweltschutz als im Vorjahr. Demgegenüber gingen die Gesamtinvestitionen der Industrieunternehmen im gleichen Zeitraum um 7,5 Milliarden Euro oder 7,7 Prozent auf 89,7 Milliarden Euro zurück. Umweltschutzinvestitionen sind Investitionen in Anlagen, die der Verringerung, Vermeidung oder Beseitigung von Emissionen in die Umwelt dienen oder eine schonendere Nutzung der Ressourcen ermöglichen.

Mit 7,4 Milliarden Euro setzte die Industrie im Jahr 2020 einen Großteil (61,0 %) ihrer Umweltschutzinvestitionen in den Umweltbereichen Abwasser- und Abfallwirtschaft ein, das war eine Steigerung um 13,9 Prozent zum Vorjahr. In der Abwasserwirtschaft investierten die Unternehmen 4,6 Milliarden Euro (38,1 % der Umweltschutzinvestitionen) unter anderem in Anlagen zur Verminderung der Abwassermenge. Die Investitionssumme stieg hier im Vorjahresvergleich um 6,7 %. Investitionen in die Abfallwirtschaft, zu denen Maßnahmen zur Verwertung, Beseitigung und Vermeidung von Abfällen zählen, wurden in Höhe von 2,8 Milliarden Euro (22,9 % der Umweltschutzinvestitionen) getätigt.

Ein Teilbereich der Umweltschutzinvestitionen sind Investitionen in den Klimaschutz. Zu diesem Bereich zählen Anlagen, Einrichtungen und Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung der Emissionen von sogenannten Kyoto-Treibhausgasen, der Nutzung erneuerbarer Energien sowie der Energieeffizienzsteigerung und Energieeinsparung. Seit dem Jahr 2009 haben sich die Investitionen der Industrieunternehmen in den Klimaschutz mehr als verdoppelt, allerdings sanken sie im Jahr 2020 um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,4 Milliarden Euro. Das entsprach gut einem Viertel (27,9%) der gesamten Umweltschutzinvestitionen.

Entgegen diesem Gesamttrend stiegen die Investitionen in Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung und Energieeinsparung im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 17,1 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro und machten damit 39,7 Prozent des gesamten Investitionsvolumens für den Klimaschutz aus. Demgegenüber sanken die Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien um 13,4 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro (46,7 % der Klimaschutzinvestitionen) und die Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung von Treibhausgasen um 8,6 Prozent auf 457 Millionen Euro (13,6 % der Klimaschutzinvestitionen).

Von den übrigen Investitionen für den Umweltschutz im Jahr 2020 entfielen 808 Millionen Euro (6,7 % der Umweltschutzinvestitionen) auf den Bereich der Luftreinhaltung. Zu diesem Bereich zählen auch Investitionen in die Elektromobilität, also etwa in Elektro- oder Hybridfahrzeuge und die entsprechende Ladeinfrastruktur. Für solche Maßnahmen investierten die Unternehmen 152 Millionen Euro, das waren 18,8 Prozent aller Investitionen in die Luftreinhaltung. Die restlichen 82,2 Prozent (656 Millionen Euro) wurden in andere Maßnahmen zur Beseitigung, Verringerung oder Vermeidung von luftfremden Stoffen in Abgas und Abluft investiert.

Investitionen in Arten- und Landschaftsschutz machten auch im Jahr 2020 mit 86 Millionen Euro lediglich 0,7 Prozent der gesamten Umweltschutzinvestitionen aus, stiegen im Vergleich zu 2019 jedoch um 74,0 Prozent. Mit 370 Millionen Euro machten Maßnahmen zum Schutz und Sanierung von Boden, Grund- und Oberflächenwasser 3,1 Prozent der Gesamtinvestitionen für den Umweltschutz aus. Die restlichen 81 Millionen Euro (0,7 % der Umweltschutzinvestitionen) wurden in Lärm- und Erschütterungsschutz investiert.

Bei der Verteilung der Umweltschutzinvestitionen auf einzelne Branchen lag der Großteil der Umweltschutzinvestitionen im Jahr 2020 bei Unternehmen der Ver- und Entsorgungswirtschaft, die mit einem Gesamtvolumen von 9,1 Milliarden Euro mehr als drei Viertel (75,1 %) der Umweltschutzinvestitionen getätigt haben.

Nachhaltiges Versuchsgebäude mit Textilien ausgestattet

Die Schweizer Textilmarke Création Baumann hat ein Versuchsgebäude für nachhaltiges Bauen der Studierendengruppe MIMO der Hochschule Düsseldorf mit akustisch wirksamen Stoffen und Lösungen für den Sonnenschutz ausgestattet. Im Rahmen des Wettbewerbs Solar Decathlon Europe 21/22 hat MIMO den Gebäudeprototyp House Demonstration Unit HDU als Sanierungs- und Erweiterungskonzept zur urbanen Nachverdichtung auf einem Baufeld von 18x18m aufgebaut und wurde dafür mit dem 4. Platz ausgezeichnet. Der Einsatz der textilen Lösungen von Création Baumann zeigt ihren hochfunktionalen und fortschrittlichen Charakter sowie ihre Vielfalt.

Ein interdisziplinäres Team der Hochschule Düsseldorf, das aus 18 Professor:innen, ca. 70 Studierenden und zehn Mitarbeiter:innen aus sieben Fachbereichen besteht, zeigt unter dem Leitgedanken „Minimal Impact – Maximum Output“, kurz MIMO, Lösungen für ganzheitlich ressourceneffiziente Gebäude im urbanen Kontext auf. Das Team hat dafür im Rahmen des Wettbewerbs Solar Decathlon Europe 21/22 ein Sanierungs- und Erweiterungskonzept zur urbanen Nachverdichtung für ein Lagerhaus in Wuppertal von 1905 entworfen, welches heute vom überregional bekannten Café Ada als Eventlocation genutzt wird. Ziel und Leitmotiv für die Umgestaltung des Bestands ist der Aspekt der Erhaltung – sowohl Sicherung der baulichen Geschichte des Objekts als auch Wahrung der Atmosphäre.

Die House Demonstration Unit HDU ist ein Ausschnitt des Gesamtkonzeptes und besteht aus zwei etwa acht Meter langen, kompakten Wohnmodulen sowie einem Modul für die technische Gebäudeausrüstung, welche gesperrt gegeneinander- und über zwei Ebenen aufeinandergestellt sind und von einer Klimahülle umgeben werden. Der Schweizer Textilspezialist Création Baumann wurde als weltweit führender Hersteller von Akustikstoffen angefragt, die HDU sowohl mit akustisch wirksamen Stoffen als auch mit Lösungen für den Sonnenschutz auszustatten. Die innovativen Textilien erfüllen die hohen Ansprüche an Funktionalität des Gebäudes und sorgen für Wärmedämmung, Sicht- und Blendschutz, akustische Privatsphäre und Raumtrennung.

Auf den zwei Ebenen der HDU befinden sich zwei reduzierte Wohnmodule mit jeweils einem Bad und zwei unterschiedlich nutzbaren Wohnräumen sowie unterschiedliche Gemeinschaftsbereiche wie eine Küche, ein großer Essbereich, eine Lounge und Stauraum. Das gesamte Erdgeschoss inklusive des Badezimmers ist rollstuhlgerecht und barrierefrei. Der Haupteingang führt quer unter dem Obergeschoss mit Wohnmodul durch den gemeinschaftlichen Küchenbereich, welcher durch doppelt gewebte, hochfunktionale Vorhänge von Création Baumann räumlich und akustisch abtrennbar ist. Durch die räumliche Trennung mit Akustikstoffen sowie durch unterschiedliche Heizkreise kann der Küchenbereich in den Wintermonaten als Wärmeinsel mit einem höheren Temperaturniveau einzeln genutzt werden.

Im zweigeschossigen Hauptraum, der durch die zahlreichen Fensterflächen weitläufig und voller Tageslicht ist, erschließt eine raumbildende Treppe die obere Lounge und bietet verdeckten Stauraum. Vorhänge von Création Baumann bieten innen Blendfreiheit, Verdunkelung sowie Privatsphäre und dienen außen als Sonnenschutz.

Beide Wohnmodule durchstoßen mit Ihren Hauptwohnräumen die Klimahülle, welche über großflächige Dachfenster und Glas-Lamellen in der Fassade einen thermischen Pufferraum bietet. Ein sensorbasiertes Managementsystem steuert die Öffnung der transparenten Fassadenelemente zum winterlichen wie sommerlichen Wärmeschutz und nutzt passiv wie aktiv solare Energie. In der intelligenten Fassade wird in Kombination mit einem inneren Vorhang von Création Baumann, der die Einstrahlung auf thermisch aktivierbare Flächen reduziert, ein sehr geringer Gesamtenergiedurchlassgrad erreicht.

In der HDU sorgen hochfunktionale Akustikstoffe von Création Baumann für die räumliche und akustische Raumteilung. Die akustischen Textilien des Schweizer Spezialisten können Schall effizient steuern und absorbieren und optimieren dank ihrer Schallabsorption die akustische Raumatmosphäre. Création Baumann bietet das weltweit größte Sortiment von Akustikstoffen, die trotz hochfunktionaler Eigenschaften eine ästhetische und wohnliche Anmutung haben.
Die funktionalen und hochwertigen Textilien für Blend- und Wärmeschutz der Schweizer Marke hingegen reduzieren die Wärmeeinstrahlung in die HDU effektiv und sorgen für eine ideale Licht- und Energiedurchlässigkeit ohne Blendung. So tragen die Stoffe zu einer Verbesserung des Raumklimas bei.

Preisträger als „Arbeitgeber der Zukunft“ und als Unternehmen mit Top-Service

Kurz vor dem Start der „Orgatec“, hat das Deutsche Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung (DIND) Palmberg mit zwei Preisen in den Kategorien „Arbeitgeber der Zukunft“ und „Top Service“ ausgezeichnet. Initiatoren der Awards sind neben dem DIND auch das Deutsche Institut für Service und Qualität (DISQ) sowie das Bundeswirtschaftsministerium.

Das Deutsche Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung überprüft Unternehmen auf ihre Innovationskraft, den Stand der modernen digitalen Transformation, Mitarbeiterfreundlichkeit, moderne Führung sowie Strategien fürs Recruiting. Der Fokus liegt dabei auf dem Thema Zukunftsfähigkeit mit all seinen Facetten – ökonomisch, ökologisch, sozial und digital. Denn heute bestimmen mehr denn je Trends wie Digitalisierung, Innovationskraft und Nachhaltigkeit die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Und auch Palmberg wurde jetzt auf Basis des dreistufigen Prüfprozesses des DIND die Auszeichnung „Arbeitgeber der Zukunft“ verliehen.

Nicole Eggert, geschäftsführende Gesellschafterin bei Palmberg: „Wir freuen uns, gerade in diesen unsicheren Zeiten sehr über diese besondere Auszeichnung als ‚Arbeitgeber der Zukunft‘. Ein ausgeprägtes Verständnis für die Bedürfnisse unserer Kund:innen und Mitarbeiter:innen, eine moderne, auf Innovation ausgerichtete Unternehmenskultur und das Bekenntnis des Managements zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit bilden für uns die Grundlage für erfolgreiche Zukunftsaussichten bei Palmberg.“

Zusätzlich wurde Palmberg auch in der Kategorie „Top Service“ prämiert. Aber wie sieht guter Service im Unternehmen eigentlich aus? Drei Adjektive, die dem Hersteller besonders wichtig sind und den Servicegedanken gut zusammenfassen sind, „kundenorientiert“, „kundenorientiert“ und „kundenorientiert“. Dabei liegt es Palmberg in jedem Bereich am Herzen, immer offen und greifbar mit den Kund:innen zu kommunizieren. Zusätzlich updatet das Unternehmen seine Partner:innen regelmäßig über Newsletter, das digitale Magazin „Inperspective“, Social Media Kanäle oder in der direkten Ansprache.

Die umfangreiche Prüfung des DIND hat aber auch Wachstumschancen und Entwicklungspotenziale aufgezeigt, denen sich Palmberg verpflichtet fühlt. Denn auch das zeichnet die Zukunftsfähigkeit und Qualität als Arbeitgeber aus: Die eigene Unternehmenskultur immer wieder zu hinterfragen – und gegebenenfalls anzupassen. So schafft das Unternehmen seit mehr als dreißig Jahren nicht nur bei den eigenen Beschäftigten, sondern auch bei seinen Kund:innen und Zulieferern ein großes Vertrauen.