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Autor: Möbelfertigung

Die „Sicam“ weiter auf Erfolgskurs

Vergangene Woche traf sich die Branche erneut auf der „Sicam“ in Pordenone. Dabei besuchten 8.000 Unternehmen aus 115 verschiedenen Ländern das norditalienische Top-Event mit ihren rund 600 Ausstellern und sorgten für ein äußerst lebendiges Messe-Geschehen.
Natürlich war auch die „möbelfertigung“ vor Ort. In der neuen Podcast-Folge geben zwei Redakteure des Magazins – Sebastian Hahn und Stefan Müller – ihre Eindrücke von der diesjährigen „Sicam“ wieder und zeigen aus ihrer Sicht wichtige Trends auf. Darüber hinaus kommen auch einige Aussteller zu Wort.

Hier können Sie die neue Folge des Podcasts hören.

Sie haben ein spannendes Thema, über das Sie gern mal mit einem Redakteur der „möbelfertigung“ im Podcast diskutieren möchten? Dann melden Sie sich bei Redakteurin Doris Bauer, doris.bauer@vincentz.net.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, Ihr Produkt in einem Podcast zu bewerben. Oder auch als Premium-Sponsor bei jedem neu erscheinenden Podcast genannt zu werden. Über alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten informiert Sie gerne Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@vincentz.net.

Wachstum in 2021 – Aussichten für 2022 eingetrübt

Die deutsche Klebstoffindustrie hat das Geschäftsjahr 2021 in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld mit einer Umsatzsteigerung von 13 Prozent abgeschlossen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Industrieverband Klebstoffe e.V. (IVK) trotz anhaltenden Umsatzwachstums erhebliche Herausforderungen für die überwiegend mittelständisch geprägte deutsche Klebstoffindustrie als Folge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Effekte der damit einhergehenden Energiekrise.

„Die deutsche Klebstoffindustrie konnte im Jahr 2021 trotz erhöhter Unsicherheit durch wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen den Umsatz um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern,“ so Dr. Boris Tasche, Vorstandsvorsitzender des Industrieverbands Klebstoffe e.V. (IVK). „In nahezu allen Schlüsselmarktsegmenten waren die Entwicklungen mehr als zufriedenstellend – sowohl im Inland als auch international“, so Dr. Tasche weiter. „Unsere Branche hat 2021 von Aufholeffekten nach dem Coronajahr 2020 profitiert.“

Trotz schlechter Rohstoffverfügbarkeiten hat die deutsche Klebstoffindustrie mit einer produzierten Menge von rund 1 Millionen Tonnen Klebstoffen im Jahr 2021 die Vorjahresproduktion um knapp 5 Prozent übertroffen. Besonders in den Produktgruppen Klebebänder, Dichtstoffe sowie Klebstoffe konnten deutliche Umsatzsteigerungen erzielt werden.

Allein mit Klebstoffen konnte die deutsche Klebstoffindustrie 2021 einen Umsatz von 2 Milliarden Euro erzielen. Zusammen mit Dichtstoffen, zementären Bauklebstoffen und Klebebändern beläuft sich der Umsatz auf deutlich über 4 Milliarden Euro.

In Deutschland sind 17.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Klebstoffindustrie tätig; weltweit sind es ca. 51.600. Rund 70 Prozent der Mitgliedsunternehmen des Industrieverbands Klebstoffe sind KMU mit weniger als 500 Beschäftigten.

Erhält den „Lean & Green Management Award“

Die Unternehmensgruppe Fischer wurde am 20. Oktober 2022 mit dem „Lean & Green Management Award“ geehrt und erhält den Sonderpreis „Integrierte Lean & Green- Strategie“. Der Wettbewerb zeichnet Unternehmen aus, die schlanke Unternehmensprozesse und Nachhaltigkeitsstrategien gekonnt verbinden und damit erfolgreich sind.

Fischer setzte sich in einem zweistufigen Benchmarking gegen mehr als 130 Unternehmen unterschiedlicher Industrien durch und zeigt, dass effizientes und ressourcensparendes Produzieren zusammengehören. „Der Gedanke der Nachhaltigkeit ist mittlerweile aus der Nische zum stabilen Asset geworden und wird in Zukunft auch verstärkt über den Erfolg am Markt entscheiden. Es ist deutlich spürbar, dass auch in der Industrie die gesellschaftliche Verantwortung übernommen wird“, sagt Daniel Reichert, der Leiter des Awards.

Am vergangenen Donnerstag nahmen Christian Ziegler, Abteilungsleiter für die Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Energie, Christian Wurster, Bereichsleiter Operative Exzellenz und Fischer ProzessSystem und Maximilian Bronner, Geschäftsführer von Fischer Consulting, des Sondermaschinenbaus und der Produktion der Unternehmensgruppe Fischer den Preis in Leipzig entgegen. „Den ,Lean & Green Management Award‘ und das Benchmarking mit anderen Top-Unternehmen sehen wir als ideale Möglichkeit, um die für uns elementare Kombination aus Lean- und Nachhaltigkeits-Management regelmäßig sowie kritisch auf den Prüfstand zu stellen. Die Anerkennung unseres ganzheitlichen Ansatzes durch die Jury freut uns sehr und motiviert uns zusätzlich, an den Themen weiterzuarbeiten“, betont Maximilian Bronner.

Adler

Auszeichnung als „Unternehmen mit Verantwortung“

Große Ehre für AdlerLacke und die Eigentümerfamilie Berghofer, die das Familienunternehmen in dritter Generation führt: Bei der großen Gala zur Wahl der „Österreicher des Jahres“, die vergangene Woche in Wien über die Bühne der Sofiensäle ging, wurde Adler in der Kategorie „Unternehmen mit Verantwortung“ ausgezeichnet. Stellvertretend für das gesamte Adler-Team nahm Claudia Berghofer, Leiterin der Unternehmenskommunikation, den Award entgegen und betonte: „Verantwortung ist für uns keine Last, sondern Freude und Auftrag zugleich!“

Erhält Label „Möbel Made in Germany“

Der Onlineanbieter Schrankwerk.de – Dickmänken GmbH wurde mit seinen Maßmöbelprogrammen erfolgreich für das Qualitätssiegel „Möbel Made in Germany“ zertifiziert. Damit sind jetzt Möbelprogramme von 61 Möbelherstellern mit dem im August 2020 gestarteten Herkunftsnachweis ausgezeichnet.

„Mit dem geographischen Herkunftsgewährzeichen ‚Möbel Made in Germany‘ möchten wir unseren Kunden die Gewissheit geben, dass sie sich auf die Qualität und Herkunft unserer Möbel verlassen können“, so Schrankwerk-Geschäftsführer Klaus Dickmänken bei der Urkundenübergabe durch Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM). „Wir produzieren Maßmöbel für den langfristigen und nachhaltigen Gebrauch. Mit dem Label können wir dies für unsere Kunden noch sichtbarer machen und Vertrauen schaffen“, so Dickmänken weiter. Jan Kurth zeigte sich erfreut, „dass wir mit Schrankwerk einen ausgewiesenen Spezialisten für das Möbel-Onlinegeschäft im Kreis unserer Labelinhaber begrüßen können“.

Die Dickmänken GmbH mit Sitz im Münsterland gehört mit ihrer Marke Schrankwerk.de zu den führenden Onlineanbietern für Möbel nach Maß und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Als Pionier in der Branche hat Schrankwerk bereits 2008 einen Online-Möbelkonfigurator veröffentlicht, mit dem maßgefertigte Schränke eigenständig online geplant und entworfen werden können.

Das junge Herkunftslabel „Möbel Made in Germany“ steht mit seinen strengen Prüfkriterien für Qualitätsmöbel aus deutscher Produktion. Das Label wurde vom VDM gemeinsam mit der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) und dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) entwickelt. Die Kriterien besagen, dass Konstruktion, Montage und Qualitätsprüfung der Möbel in Deutschland erfolgen müssen. Zudem muss der für die Qualität relevante Herstellungsprozess überwiegend in Deutschland stattfinden. Die DGM überwacht die Einhaltung der Kriterien im Auftrag des VDM.

Neuer Showroom in Stuttgart eröffnet

Seit Mitte Oktober begrüßt Häfele Planende, Kreative, das Fachhandwerk, Industriepartner und Immobilieninvestoren und -betreiber in seinem neuen Showroom – der Häfele Blackbox – im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt. Dabei dient die Blackbox als flexibler Ausstellungsraum mit wandelbarem Werkstatt-Charakter, als Bühne für die Häfele Akademie und als kreativer Ort für Veranstaltungen für bis zu 100 Personen. Um die Erdgeschossfläche zu bespielen, holte sich Häfele die Stuttgarter Kreativagentur Jangled Nerves ins Boot.

 „Die Blackbox ist ein flexibler und hochfunktionaler Raum und funktioniert wie eine Theaterbühne der Möglichkeiten“, erklärt Prof. Thomas Hundt, Geschäftsführer von Jangled Nerves. „Der Showroom ist vor allem als ein Ort der Begegnungen gedacht, für den Dialog mit den Kunden“, so Thomas Hundt weiter. „Mit einer raumhohen LED-Wand erweitern wir zudem dem physischen Raum ins Digitale und bieten so inspirierende Möglichkeiten der Interaktion mit den Besuchern.“

Zum Start der Blackbox werden drei Themen – sogenannte Stages – von Häfele bespielt: die moderne, multifunktionale Küche, das Thema Micro-Living-Apartments und das Hotelzimmer der Zukunft. Besonders Letzteres treibt Häfele derzeit intensiv voran. „Die Branche Hospitality in ihrer gesamten Bandbreite liegt uns besonders am Herzen. Denn diese Branche ist extrem vom Fachkräftemangel, einer Kostenexplosion und dem gleichzeitigen Trend zu Investitionen, die Nachhaltigkeitsstandards und ESG-Kriterien (Environment, Social and Governance) erfüllen, stark betroffen. Häfeles Leistungen liefern einen wichtigen Beitrag, den Wert und Nutzen von Räumen zu optimieren und die Prozesse im operativen Alltag technologisch zu verschlanken“, betont Sibylle Thierer, Häfele Unternehmensleiterin. „Wie lässt sich ein Raum mehrfach nutzen? Wie lässt er sich einfach umbauen? Wie lässt er sich mit gutem Raum- und Möbellicht für verschiedene Atmosphären emotionalisieren? Wie organisiere ich individualisierte Angebote gast- und betreiberfreundlich? Diese Fragen wollen wir in der Blackbox diskutieren und beantworten“, so Sibylle Thierer weiter.

Um den Bereich Hospitality zu stärken, hat Häfele eine neue Abteilung gegründet, die ihre Büros im Stuttgarter Römerkastell direkt über dem Showroom bezogen hat.

Die Blackbox wurde von Häfele auch konzipiert, um die vielfältigen Möglichkeiten von Raum- und Möbellicht erlebbar zu machen. Zusammen mit der Häfele Tochter Nimbus wurden in der Blackbox rund 150 Lichtpunkte bezeihungsweise Lichtlinien installiert – und jede einzelne Leuchte ist dabei einzeln ansteuerbar, lässt sich dimmen und die Lichtfarbe kann flexibel und je nach Nutzung verändert werden. So lassen sich vor Ort über die neue Funktechnologie Häfele Connect vielfältigste Lichtszenarien programmieren und ihre Wirkung ausprobieren. Zudem wird in der Blackbox anschaulich demonstriert, wie die Lichtsteuerung mit anderen Systemen, wie etwa Zutrittskontrollsystemen, zusammenarbeiten kann. Für Gespräche und Planungstreffen mit Lichtprofis wird in der Blackbox noch ein Lichtlabor eingerichtet.

Einmal mehr Status als hervorragende Business-Messe bestätigt

Die „Sicam“ empfängt die qualifiziertesten Fachleute der internationalen Möbelbranche mit einer ständig wachsenden Zahl von Besuchern: mehr als 8000 Unternehmen aus 115 verschiedenen Ländern aus der ganzen Welt.

Besonders bemerkenswert war die Anwesenheit nicht nur aus den wichtigsten Märkten Europas, sondern auch aus Regionen mit interessanten Perspektiven wie Nordafrika, dem Nahen Osten sowie Süd- und Nordamerika.
Während der vier Messetage herrschte an den Ständen eine gute Atmosphäre: Dazu kam eine Vielzahl an neuen Produkten, die in allen Bereichen vorgestellt wurden, um den Austausch von Ideen und Projekten zwischen Unternehmen und Fachbesuchern zu fördern. Der Wunsch, neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen, um diejenigen wieder aufzunehmen, die in letzter Zeit nur auf die Online-Welt beschränkt waren.

Parallel zur Veranstaltung fand der „Fuori Salone“ statt, der in diesem Jahr an verschiedenen Orten in Pordenone und Umgebung stattfand und noch lebhafter war als in der Vergangenheit. Mehrere Firmenkonferenzen und Treffen im Anschluss an die Messe, die von den an der „Sicam“ teilnehmenden internationalen Komponentenherstellern organisiert wurden, um ihre wichtigsten Kunden in einem freundlichen, aber sehr effizienten Geschäftsklima zusammenzubringen.
„Wir sind sehr froh, dass sich unsere ,Maschine‘ wieder einmal als sehr leistungsfähig erwiesen hat. Dieses Jahr hat sie viele hochkarätige Fachleute aus der ganzen Welt zusammengebracht“, kommentierten die Organisatoren. Das Format der „Sicam“ mit seinen innovativen Exponaten beweist weiterhin seinen Erfolg bei der Förderung der Entwicklung von Geschäftsbeziehungen. Der Erfolg wird auch durch die zahlreichen Anfragen für die Teilnahme an der nächsten Veranstaltung bestätigt.

Der Termin für die nächste Ausgabe der „Sicam“ ist von Dienstag, den 17. Oktober, bis Freitag, den 20. Oktober, in Pordenone, wo sich alle wichtigen Branchen der internationalen Möbelindustrie wieder treffen werden.

Aussichten bleiben in Melle weiter schwierig

Einen Zwischenstand zum Insolvenzfall Rational gab heute auf Anfrage unserer Redaktion die zuständige Anwaltskanzleit Pluta bekannt. Demnach liefert das Unternehmen derzeit nur noch einige wenige Küchen aus, die bereits produziert sind. Das IT-Problem, das als Auslöser für den Stillstand  in der kompletten Auftragsabwicklung und somit zur (drohenden) Zahlungsunfähigkeit geführt hatte, werde aus technischen, zeitlichen, aber auch wirtschaftlichen Gründen nicht vollständig gelöst werden können.

Aktuell wird aktiv nach potenziellen Investoren gesucht, die Interesse daran haben, unter der Marke „rational“ Küchen zu produzieren und zu verkaufen. Hier fanden bereits erste konstruktive Gespräche statt, so heißt es nach Aussage des vorläufigen Insolvenzverwalters.

Markus Kuhbach von Würth spricht über Lieferketten

Markus Kuhbach ist Prokurist und Divisionsleiter Holz International bei Adolf Würth – und ein langjähriger Branchenkenner. Was in Sachen Supply Chain in der jüngsten Vergangenheit passiert, das hat er in seiner Karriere noch nicht erlebt. Bei der nächsten Konferenz „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ in Düsseldorf am 23. und 24. November 2022 berichtet er, wie Würth diese Zeit der schwierigen Beschaffung durchlebt. Und zwar tagesaktuell…

Das komplette Programm lässt sich hier einsehen: https://www.moebel-events.de/effiziente-moebelfertigung/ Auf der Microsite der Veranstaltung finden sich auch Fotos und Videos der Vorjahre, sowiedie Möglichkeit zur Anmeldung. Wer sich intensiv schulen will, der bucht nicht nur die Konferenzteilnahme, sondern auch noch den vorgeschalteten Intensiv-Workshop mit Lignum Consulting als Paket.

Wir freuen uns, dass folgende Sponsoren die Konferenz unterstützen: Baumer Inspection, Biesse, Blum, Cyncly, Ferwood, Fives, Hecht Electronic, Hettich, Homag, L’Engineers, die SCM Group und Välinge.

Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@vincentz.net