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Autor: Möbelfertigung

Deutsche Meisterschaften 2022 – Titelkampf im Norden

Vom 7. bis 9. November treffen sich junge Tischler- und Schreinerchampions aus ganz Deutschland in Bad Zwischen-ahn (Niedersachsen). Auf dem Programm stehen: handwerkliche Perfektion, Zeitdruck und Wettkampf. Die Rede ist von den Deutschen Meisterschaften im Tischler- und Schreinerhandwerk 2022.

Wer es hierher schafft, ist bereits ein Ausnahmetalent. Denn Fachwissen, praktisches Geschick und wie man auch unter Stress einen kühlen Kopf behält, das haben alle Teilnehmer bereits in den Qualifikationswettbewerben in ihren jeweiligen Bundesländern bewiesen. Nun stellen sie sich der nächsten Aufgabe und unterziehen damit auch ihr eigenes Können einer harten Probe, denn erst vor wenigen Wochen waren sie alle noch Auszubildende.

Welche Herausforderungen auf die jungen Profis warten, zeigt der Rückblick auf 2021. Damals galt es, in den zwei Wettkampftagen ein Schaukelpferd mit insgesamt 14 handwerklichen Holzverbindungen zu fertigen. Der Titel ging – wie schon so oft – nach Bayern. Bleibt also die Frage, ob es der Konkurrenz in diesem Jahr gelingt, den traditionell starken Süden vom Thron zu stoßen. Leicht wird es jedenfalls nicht. Denn auch in Bad Zwischenahn steht eine komplexe Aufgabe auf dem Programm. Offiziell bekannt gegeben wird sie jedoch erst am Abend des 6. November, wenn der Wettkampf in den Werkstätten der Berufsbildenden Schulen (BBS) Ammerland eröffnet wird.

Nur gute Erinnerungen haben die Organisatoren an den Austragungsort, der zuletzt 2017 Gastgeber der Deutschen Meisterschaften war. So bieten die Berufsbildenden Schulen in Bad Zwischenahn mit ihren etwa 2100 Schülerinnen und Schülern zwar vielen Gewerken eine Heimat, doch zum Holzhandwerk und insbesondere zur örtlichen Tischlerinnung besteht traditionell eine besonders enge Bindung. Das zeigt sich unter anderem an der kompletten Ausstattung der Werkstatträume – Bestleistungen stehen also nichts im Weg.

Tischler Schreiner Deutschland wird ab dem 6. November live aus Bad Zwischenahn berichten. Die Siegerehrung findet am 9. November statt.

Die Deutschen Meisterschaften im Tischler- und Schreinerhandwerk werden in diesem Jahr von Mitausrichter und TSD-Zukunftspartner Signal Iduna und den Sponsoren Festool (Hauptpreise), Spax International, Grass, der Meyer & Grave Tischlerei GmbH, der Tischlerei Neuhaus, Christoph & Osch-mann, Hettich sowie der Pollmeier Massivholz GmbH unterstützt.

Ral Farben

Veröffentlicht Trendreport „Ral Colour Feeling 2023+“

Am 14. Oktober veröffentlichte Ral Farben seinen neuen Trendreport „Ral Colour Feeling 2023+“. Dieser bietet Gestaltenden ein anregendes Designtool, das nicht nur kurzfristig inspiriert, sondern längerfristig die Projektarbeit erleichtert. Dabei liegt der Schlüssel zu anpassbarer Gestaltung für vielfältige Anwendungen in der einfachen Kombinierbarkeit der neuen Farben. Die inspirierende Farbmatrix setzt vielseitig einsetzbare Impulse zur atmosphärischen wie funktionsorientierten Kolorierung der physischen und virtuellen Umwelt. Entstanden ist der neue Trendreport im Rahmen der langjährigen Kooperation von Ral Farben mit dem Institute International Trendscouting der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. Die neue Farbpalette für 2023+ unter dem Titel „Share+Apply“ definiert 15 Farbtöne für physische und digitale Anwendungen in Architektur, Design, Handwerk und Industrie.

„Share+Apply“ ist an eine zeitgemäße Ästhetik angepasst, die Kombinationen mit längerfristigem Mehrwert ermöglicht. Dabei versteht sich die Farbpalette für 2023+ bewusst als Weiterentwicklung. Drei Nuancen aus dem Vorjahr wurden übernommen, um bereits vorhandene Gestaltungselemente noch leichter zu ergänzen. Die 15 Farben der „Share+Apply“ – Farbwelt kombinieren natürlich und digital anmutende Nuancen zur funktionalen und atmosphärischen Gestaltung von physischen wie virtuellen Produkten, Räumen und Kollektionen. Für Unternehmen ist es zunehmend wichtig, hybride Designs zu entwickeln, denn virtuelle Welten beeinflussen die ästhetischen Vorlieben der Menschen auch im realen Leben.

Die natürlich wirkenden Farbtöne des diesjährigen Trendreports sind inspiriert von Algen- und Erdfarben. Seine künstlicheren Töne hingegen spiegeln die Aufbruchstimmung und anregende Kreativität des Metaverse wider. Die neue Farbpalette bringt den Zeitgeist zum Ausdruck: Neben gesellschaftlichen Herausforderungen ist Klima- und Umweltschutz wichtiger als je zuvor. Dementsprechend bleiben von der Natur inspirierte Töne essenziell. Parallel dazu regt die Entwicklung des Metaverse und Web 3.0 freie Kreativität und mutige Innovationen an: Verstärkt durch die Erfahrungen aus der Pandemie gewinnen höher gesättigte Nuancen online wie offline an Bedeutung. Maximalismus und Dopamine Decor (der bewusste Einsatz von lebendigen Farben und Kontrasten zur Steigerung von Energie und Lebensfreude) sind bei breiten Teilen der Gesellschaft angekommen.

Passend zum „Ral Colour Feeling 2023+“ wird in diesem Jahr von den Bonner Farbexperten erstmalig ein weiteres neues Produkt präsentiert, die „Ral Trend Box“. Diese übersetzt die Trendfarben in verschiedene Materialien und lädt zum Experimentieren mit Farbe und Material ein. Die hochwertige Box wurde in Kooperation mit den Materialpartnern Covestro, Object Carpet und Tiger Coatings sowie dem bdia – Bund deutscher Innenarchitekten entwickelt. Sie stellt Kreativen insgesamt 60 Materialmuster zur Erstellung von Moodboards und Collagen zur Verfügung.

Weitere Hintergrundinformationen zum Trendbericht, Pressematerial, Anregungen, Hilfestellungen und professionelle Designtools sind auf der Ral Farben Website abrufbar. Dort können die Farbpaletten des „Ral Colour Feeling“ kostenfrei in verschiedenen Dateiformaten zur Integration in viele Design- und CAD-Programme heruntergeladen werden.

Stärkt sein Patentportfolio für wasserdichte Beschichtungstechnologien

Unilin Technologies, die IP-Abteilung von Mohawk Industries, freut sich, bekannt geben zu können, dass sie ihr Patentportfolio für wasserfeste Kantenbeschichtungen für MDF- und HDF-Platten erweitern wird. Am 18. Oktober 2022 wurde ein zusätzliches US-Patent erteilt, das das bereits umfangreiche Patentportfolio in den USA und Europa erweitern wird.

Das Patentportfolio von Unilin ist das Ergebnis eines frühzeitigen und sehr engagierten Forschungs- und Entwicklungsprogramms, das zu starken Patenten mit Prioritätsdaten ab 2015 führte. Das neu erteilte US-Patent US 11,473,315, das die Imprägnierung von MDF/HDF-basierten Platten mit verschiedenen Beschichtungsarten schützt, ist nach US 10,655,338 das zweite US-Patent von Unilin für wasserfeste Beschichtungen.

Die US-Patente treten in die Fußstapfen der bereits erteilten europäischen Patente. Floris Koopmans, Vertriebsleiter bei Unilin Technologies, kommentiert: „Wir verfügen über ein starkes Patentportfolio für wasserfeste Beschichtungen und sehen, dass Holz- und Laminathersteller in der ganzen Welt daran interessiert sind, ihre Produkte wasserfester zu machen. Mit diesem neuen Patent hoffen wir, die Branche weiter über das bestehende breite Patentportfolio in diesem Fachgebiet zu informieren.“

Unilin lizenziert seine eigene wasserdichte Kantenbeschichtungslösung unter dem Namen ,Unicoat‘ in Zusammenarbeit mit dem Maschinenlieferanten Schiele Machinebau GmbH (siehe News vom 25. Januar 2022). „,Unicoat‘ übertrifft andere wasserfeste Beschichtungen, die heute auf dem Markt sind“, erklärt Floris Koopmans. „,Unicoat‘ verhindert nicht nur das Aufquellen, sondern sorgt auch für eine versiegelte Oberfläche, die das Eindringen von Wasser zwischen den Fugen verhindert. ,Unicoat‘ hat bewiesen, dass es Leckagen, Aufquellen und Verfärbungen der Böden über eine Woche lang verhindert, selbst nach umfangreichen Tests mit stehendem Wasser.“

Designpreise für 3D-gedruckte Leuchten aus Fischernetzen

Signify ist für seine „Coastal Breeze Collection“ mit dem „Gold International Design Excellence Award“ (IDEA) ausgezeichnet worden. Die nachhaltigen Pendelleuchten aus recycelten Materialien wurden zudem lobend im Rahmen der Fast Company Innovation by Design Awards hervorgehoben.  So wurde die Philips „MyCreation“ Fischernetzlampe von der „Industrial Designers Society of America“ (IDSA) mit einem IDEA in Gold ausgezeichnet. Die IDEA ist eines der ältesten und renommiertesten Design-Auszeichnungsprogramme, das außergewöhnliche Kreationen in einer Reihe unterschiedlicher Kategorien würdigt. Die Leuchte wurde außerdem in der neuen Kategorie „Circular“ Design des „Fast Company Innovation by Design Award“ ausgezeichnet.

Die Philips „MyCreation Coastal Breeze“ Collection erinnert an die Schönheit von Küstengebieten und trägt gleichzeitig dazu bei, das Ökosystem für die nächste Generation zu erhalten. Zwischen 10 und 46 Prozent des Meeresplastiks besteht aus Fischernetzen, Leinen und Seilen. Diese Netze werden oft achtlos ins Meer geworfen und gefährden das Leben von Meerestieren. Durch das Recycling dieser Abfälle werden etwa 4,5 Meter Fischernetz genutzt, um daraus eine der besagten Leuchten zu produzieren. 

Das in diesem Zusammenhang zum Einsatz kommende 3D-Druckverfahren von Signify trägt außerdem aktiv zur Entstehung einer Kreislaufwirtschaft bei. Die Produktion der Leuchten lässt sich an den lokal vorherrschenden Bedarf anpassen, sodass keine überflüssigen Bestände gedruckt werden. Weil außerdem weder Klebstoff noch Schrauben zum Einsatz kommen, lassen sich die Leuchten besonders leicht zerlegen und reparieren. Mit bis zu 76 Prozent geringeren Emissionen bei der Materialbeschaffung und Herstellung und bis zu 29 Prozent geringeren Emissionen beim Transport stellen die Leuchten aus dem 3D-Drucker eine nachhaltige Alternative zu Modellen aus konventioneller Herstellung dar.

Die Fischernetze aus Nylon werden von Fischerinnen und Fischern an der Küste von Cornwall in Großbritannien bezogen und von Fishy Filaments zu Granulat, dem Basismaterial für den 3D-Druck, verarbeitet. Das Rohmaterial wird im niederländischen Maarheeze zu Filament verarbeitet und in Turnhout in Belgien schließlich zum Drucken genutzt.

3. Kundensymposium in der Türkei

Dort sein, wo auch die Kunden sind – und vom 20. bis 21. Oktober 2022 war das bei Siempelkamp in Istanbul. Dorthin lud das Team Siempelkamp, bestehend aus Siempelkamp Logistics und Service (SLS), Siempelkamp Maschinen und Anlagenbau sowie den Tochtergesellschaften Büttner und Pallmann, zu einem 2-tägigen Symposium ein. Hier stand im Mittelpunkt, sich mit den türkischen Kunden und deren technischen Teams vor Ort auszutauschen und ihnen die neusten Entwicklungen, Trends und Services vorzustellen. Das Interesse und die Begeisterung der mehr als 120 Teilnehmer war groß.

Faruk Şişci, General Manager der türkischen Siempelkamp-Repräsentanz, resümierte: „Das war eine hervorragende Veranstaltung, die von unseren Kunden mit großem Interesse an allen Präsentationen verfolgt wurde. Siempelkamp hat sehr viele Freunde in der Türkei. Wir werden uns freuen, dieses Symposium in Zukunft zu wiederholen!“

Zum Erfolg dieses Symposiums trug nicht zuletzt die gute Organisation des Events bei, ausgeführt von der Siempelkamp-Repräsentanz Türkei um Faruk Şişci. Deren Team hatte mit dem „Green Park Pendik Hotel & Convention Center“ einen idealen Veranstaltungsort gewählt und für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gesorgt. So kamen neben dem informativen Teil des Symposiums auch Austausch und Unterhaltung nicht zu kurz. Die nächste Gelegenheit hierfür bot sich übrigens bereits ein paar Tage später: Im Rahmen der „Intermob“ Istanbul 2022 konnten die Fachleute von Siempelkamp und die türkischen Siempelkamp-Kunden die Themen des Symposiums weiter vertiefen.

Weit mehr als „nur“ Beschlägelieferant

„Hettich ist als Beschlagspezialist bekannt. Aber wir können noch so viel mehr für unsere Partner und Kunden tun“, erklärt Claudius Broich, Sales Director Küche und Bad bei Hettich. Auf der neuen Landingpage www.hettich.com/mehrwert stellt sich Hettich als Partner für Strategie, Innovation und Netzwerke vor. Mit maßgeschneiderten Angeboten unterstützt Hettich interessierte Kunden dabei, ihre eigenen Optimierungs- und Automatisierungspotenziale zu erkennen und umzusetzen.

Natürlich kennen die Hersteller und Verarbeiter der Möbelindustrie ihren Markt wie ihre Westentasche. Aber es gibt immer noch überraschend Neues über die eigenen Kunden zu entdecken, davon ist man bei Hettich überzeugt. Das Unternehmen ist in den Märkten der Welt zu Hause und seit Jahrzehnten in unterschiedlichen Branchen aktiv. Darum kann Hettich die Entwicklungen aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Sebastian Voss, Sales Director Workplace und Living dazu: „Wir bieten unseren Kunden an, unser breites Marktwissen anzuzapfen und für ihre Kundenstrategie zu nutzen. In unseren Markt-Segmentierungs-Workshops lassen sich neue Potentiale erkennen. Das liefert die Basis für fundierte strategische Entwicklungsentscheidungen.“

Auch als Ideenpartner bietet sich Hettich an: Das unternehmenseigene „Market Intelligence Team“ beobachtet und bewertet kontinuierlich weltweit wichtige Marktdaten und Megatrends. Ebenso unterstützt man „Design Thinking“-Ansätze oder UX-Design-Entwicklungen. In seiner Rolle als „Trendscout“ entwickelt Hettich daraus schon heute innovative Konzepte für die Möbelwelten von morgen. Auch Hettich-Kunden können in maßgeschneiderten Innovations-Workshops schon heute die Endkundenwünsche von morgen kennenlernen. Beim Blick in die Möbelzukunft entstehen zu den wichtigen Megatrends auch neue Ideen und Impulse für die eigene Produktentwicklung. Die Kunden sollen selbst zum Innovationstreiber werden, statt vom Markt getrieben zu werden.

Das dritte und nicht weniger bedeutsame Angebot von Hettich steht unter der Überschrift „Netzwerkpartner“. Hettich arbeitet mit seinen Kunden und Partnern auf allen Ebenen transparent zusammen – vom Bereich Logistikdienstleistungen, Personal, Ausbildung, Qualität bis hin zu Social Media und Eventmanagement. Denn diese offene Kultur liefert eine gute Basis, um voneinander zu lernen und Prozesse im Netzwerk stetig zu verbessern. Außerdem ist Hettich in diversen Branchennetzwerken aktiv. Claudius Broich: „Im Netzwerk lassen sich Wettbewerbsvorteile effektiver entwickeln und bewerten. Zum Beispiel beim großen Thema Nachhaltigkeit in der Produktionstechnologie. Die gemeinsame Nutzung von Daten hilft, Entscheidungswege zu verkürzen und so schneller auf die VUCA-Welt zu reagieren. Wir möchten unsere Kunden aller Branchen einladen, auch diese Entwicklungen gemeinsam mit uns voranzutreiben. Auch wir können nur erfolgreich bleiben, wenn auch unsere Kunden und Partner am Markt weiter erfolgreich sind.“

„FSC Furniture Awards“ 2022

Drei deutsche Unternehmen ausgezeichnet

Im Rahmen einer feierlichen Verleihung in Mailand am 28. Oktober 2022 wurden vom Forest Stewardship Council (FSC) die Gewinner der vierten „FSC Furniture Awards“ (https://www.fscfurnitureawards.org) geehrt. Unter dem Motto „Better living, healthy forests“ zeichnete FSC dabei Unternehmen der europäischen Möbelbranche für ihr Engagement im Bereich Nachhaltigkeit aus. Die Preisverleihung fand im ADI Design Museum in Mailand statt. FSC würdigt mit diesen Auszeichnungen das Bestreben von Unternehmen der Möbelbranche, einen Beitrag an der Mission Wälder Für Immer Für Alle zu leisten. Alle Gewinner haben eines gemeinsam: Ihr außergewöhnliches Engagement für die Auswahl von Rohstoffen aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft und die Überzeugung, dass FSC-zertifizierte Produkte einen bedeutenden Beitrag für die Zukunft leisten.

„Wir freuen uns besonders, dass sich gleich drei deutsche Möbelunternehmen unter den Preisträgern finden. Es gab zahlreiche Einreichungen aus insgesamt neun Ländern. Das unterstreicht die Tatsache, dass Deutschland nicht nur mit Blick auf die Umsatzgröße, sondern auch in Bezug auf Verantwortung eine Führungsrolle im europäischen Möbelbusiness einnimmt“, freut sich Julia Köberl, bei FSC Deutschland und Österreich als Projektleiterin verantwortlich für die Umsetzung der „FSC Furniture Awards“.

Der Büro-Mittelhersteller Hammerbacher, der bereits im Vorjahr einen Preis als „Office-Möbelhersteller des Jahres“ entgegennahm, wurde dieses Jahr mit der Königs-Klasse, dem „Hersteller des Jahres, Indoor“ ausgezeichnet.

„Bereits seit mehr als zehn Jahren ist der Büromöbelhersteller den Werten des FSC verpflichtet, alle Holzprodukte sind FSC-zertifiziert. In diesem Jahr hat das Unternehmen seine Aktivitäten für die Mission ,Forests For All Forever‘ auf eine neue Ebene gehoben, indem es ein Projekt zur Erbringung von Ökosystemdienstleistungen mit auch sozialer Wirkung in Uganda gespendet und aktiv kommuniziert hat“, beschreibt Julia Köberl im Rahmen der Preisverleihung die Jury-Entscheidung für Hammerbacher. Hammerbacher fördert im Rahmen eines langfristigen Engagements die Wiederherstellung und Aufforstung von 250 Hektar degradiertem Land in Uganda und schafft damit auch einen wertvollen Kohlenstoffspeicher. Neben der FSC-Waldzertifizierung wird der naturnahe Wald auch nach dem FSC-Ökosystemleistungsstandard zertifiziert, so dass die wichtigen Leistungen des Waldes langfristig gesichert, bewertet und nachgewiesen sind. Möglich wird dieses Projekt durch das große Engagement und die Unterstützung des Gewinners der Kategorie „Hersteller des Jahres Indoor“.

Dieses Jahr wurden die „FSC Furniture Awards“ zum ersten Mal auch für Händler geöffnet, umso erwähnenswerter, dass gleich im ersten Jahr zwei deutsche Unternehmen unter den Preisträgern sind. Die Otto Group holte sich den Preis „Retailer of the Year“. Die T&S Home&Living überzeugte die Jury in der Kategorie „Commitment“. Kein Wunder, denn 85 Prozent des Holz-Sortiments sind bereits FSC-zertifiziert, bis 2025 hat sich das Unternehmen weitere hohe Ziele gesetzt, in Bezug auf Möbel, aber auch Verpackungen und Promotion-Material.

„Die Otto Group kann als einer DER FSC-Pioniere und einer der wichtigsten Multiplikatoren für den FSC-Möbelsektor bezeichnet werden. Bereits vor mehr als zehn Jahren hat man sich bei der Otto Group im Möbelbereich ein Ziel gesetzt: Bis 2025 will man für seine Eigen- und Lizenzmarken nur noch FSC-zertifizierte Produkte anbieten“, würdigt Julia Köberl im Rahmen der Preisverleihung in Mailand das Engagement der Otto Group. Seit 2006 ist das Unternehmen Mitglied bei FSC Deutschland. Im Jahr 2021 wurden mehr als 70.700 verschiedene Möbel angeboten, von denen mehr als 78 Prozent FSC®-zertifiziert waren. Aber nicht nur im Möbelbereich hat sich das Unternehmen ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt: 97 Prozent aller eigenen Versandverpackungen, 67 Prozent des Papiers für Kataloge und Werbemittel sind FSC-zertifiziert. Seit 2010 verfügt das Unternehmen über eine eigene Werbelizenz, die eine vielfältige Nutzung des FSC-Warenzeichens erlaubt – von der Produktwerbung bis hin zu Aussagen über das eigene Nachhaltigkeitsengagement. Und davon machen sie reichlich Gebrauch. Indem sie die FSC-Zertifizierung auf ihrem Marktplatz fördern und auch in die FSC-Waldzertifizierung investieren, spielen sie eine wichtige Rolle für das Wachstum des FSC in der Möbelbranche und darüber hinaus in Europa.

Die offizielle Preisverleihung fand in Mailand im ADI Museum (https://www.adidesignmuseum.org/) statt. Zuvor gab es ein Roundtablegepräch über Herausforderungen und Chancen im Holzmöbelsektor. Unter den Anwesenden waren: Antonella Andriani, Vizepräsidentin der Associazione per il Disegno Industriale (ADI); Omar Degoli, Präsident der Gruppe „Circular Economy“ der European Furniture Industries Confederation (EFIC); Maria Porro, Präsidentin des Salone del Mobile; Jeremy Harrison, Chief Markets Officer von FSC International; Diego Florian, Direktor von FSC Italien.

Preisträger in den drei Hauptkategorien:
Engagement – für eine nachhaltige Beschaffungspolitik für Holzmöbelprodukte:
Hersteller: Gała Meble Sp. z o.o. (Polen)
Einzelhändler: T&S Home & Living GmbH (Deutschland)

Brand – für den bewussten und proaktiven Umgang mit der FSC-Marke:
Hersteller: Kvist Industries A/S (Dänemark)
Einzelhändler: llva A/S (Dänemark)

Kommunikation – für herausragende Leistungen bei Promotionsaktivitäten und Werbekampagnen:
Hersteller: Stosa s.p.a (Italien)
Einzelhändler: Pier Import (Frankreich)

Besondere Erwähnungen:
FSC-Hersteller des Jahres:
Innenbereich: Hammerbacher GmbH (Deutschland)
Außenbereich: Euroform K. Winkler s.r.l. (Italien)
FSC-Einzelhändler des Jahres: Otto Group (Deutschland)

„Laut unserer Global Consumer Research 2021 suchen immer mehr Menschen nach Einrichtungsgegenständen aus nachhaltigen Quellen: Acht von zehn Menschen erwarten, dass Unternehmen Holz- und Papierprodukte verkaufen, die keine Abholzung verursachen. Von denjenigen, die das FSC-Siegel kennen, bevorzugen fast genauso viele – 8 von 10 – FSC-zertifizierte Produkte gegenüber nicht-zertifizierten“, sagte Jeremy Harrison, Chief Markets Officer von FSC International. „Die Daten zeigen, dass die Mission des FSC, von Herstellern, Einzelhändlern und Verbrauchern, nachhaltig gewonnene Rohstoffe anzubieten, wirklich etwas bewirken und zu der von der Europäischen Union geförderten Null-Abholzungs-Strategie beitragen kann.“

Julia Köberl ergänzt: „Wir freuen uns, dass die Resonanz der Unternehmen trotz der Schwierigkeiten, die zunächst durch die Pandemiekrise und dann durch die Rohstoffknappheit entstanden sind, so groß war. Es ist klar, dass Nachhaltigkeit und insbesondere die FSC-Zertifizierung zu einem Bezugspunkt für Hersteller, Einzelhändler und Verbraucher geworden ist. Ein wesentliches Element für jeden, der auf dem europäischen und weltweiten Möbelmarkt Fuß fasst.“

Vielseitig, robust, „warm“, mit verschiedenen Holzarten für unterschiedliche Lösungen – Holz ist das Einrichtungsmaterial schlechthin. Allerdings besteht heutzutage immer noch ein hohes Risiko, dass das Holz aus illegalen oder nicht nachhaltigen Quellen stammt. Obwohl immer mehr Länder und Regionen Vorschriften erlassen haben, die den Handel und die Verwendung von illegal geschlagenem Holz und daraus hergestellten Produkten verbieten, ist die Rückverfolgung der Materialien bis zum Wald oft schwierig, da die Lieferketten oft ein komplexes Labyrinth darstellen. Die FSC-Zertifizierung von Lieferkettenstandards macht es einfach, die Nachhaltigkeit von Holz zu gewährleisten, mit ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen.

Aus diesem Grund zeigt die Möbelbranche zunehmend Interesse an der Zertifizierung. Im Jahr 2022 gibt es 5.382 aktive FSC-Zertifikate entlang der Lieferkette in Europa (ein Anstieg von 4,6 Prozent gegenüber 2021). Zu den Ländern mit der höchsten Anzahl an Zertifikaten gehören Polen (905), das Vereinigte Königreich (760), Italien (631) und Deutschland (425).

Mit den „Furniture Awards“ hat der FSC das vierte Jahr in Folge Unternehmen ausgezeichnet und gefördert, die mit ihrem außergewöhnlichen Engagement, ihren Kunden Produkte aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern anzubieten, in Europa eine Vorreiterrolle einnehmen.

Vier Unternehmen der Wiemann-Familie machen beim Klimaschutz Tempo

Schnell voran für den Klimaschutz geht es bei vier Möbelherstellern der Wiemann-Familie. Die Unternehmen Oeseder Möbel-Industrie Mathias Wiemann aus Georgsmarienhütte, Horst Otten aus Lippstadt, Femira Bettensysteme aus Herzebrock-Clarholz und Loddenkemper Raumsysteme aus Oelde haben sich bereits wenige Wochen nach ihrem Beitritt in den „Klimapakt für die Möbelindustrie“ jetzt auch klimaneutral gestellt.

Als Mitglieder im Klimapakt der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) verpflichteten sich die Unternehmen der Wiemann-Familie ihren Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck) zu ermitteln und fortan durch gezielte CO2-Einsparmaßnahmen sukzessive zu verkleinern. Noch einen Schritt weiter gehen sie jetzt als „Klimaneutrale Möbelhersteller“ gemäß den Vorgaben des DGM-Klimapakts sowie des RAL-Gütezeichens „Möbelherstellung Klimaneutral“: Basierend auf ihrer ermittelten CO2-Bilanz lösen sie ihre CO2-Emissionen durch die Unterstützung hochwertiger Klimaschutzprojekte ab.

„Die Wiemann-Familie hat sich entschlossen eine ausgeglichene CO2-Bilanz zu erreichen, indem sie in Klimaschutzzertifikate des hohen Zertifizierungsstandards der Vereinten Nationen investieren. Diese helfen an verschiedenen Projektstandorten überall auf der Welt und verbessern gleichzeitig die globale CO2-Bilanz“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning und freut sich über das vorbildliche Engagement der vier Wiemann-Unternehmen, die mit dem RAL-Gütezeichen „Möbelherstellung Klimaneutral“ ausgezeichnet werden.

Seit Anfang 2022 ist das Gütezeichen das erste für den Klimaschutz im Qualitätssicherungssystem von RAL überhaupt, wodurch die Möbelbranche ihre führende Rolle bei diesem wichtigen Thema weiter unterstrichen hat. Das RAL-Gütezeichen belegt das große Verantwortungsbewusstsein der zertifizierten Möbelhersteller und hilft Endverbrauchern, denen die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit besonders wichtig sind, bei ihrer Kaufentscheidung im Möbelhandel. Die vier ausgezeichneten Unternehmen der Wiemann-Familie haben ihre CO2-Emissionen basierend auf dem Bilanzierungsjahr 2021 für zwei Jahre neutralisiert und möchten ihre Emissionen nun bis zur nächsten Bilanzierung stetig reduzieren, um das Klima noch mehr zu schützen.

Bundesverband ProHolzfenster

Ist innerhalb Berlins umgezogen

Der Bundesverband ProHolzfenster e.V. (BPH) zieht um, bleibt jedoch in Berlin: Ab November hat er seine Geschäftsstelle im Haus des Holzes in der Chausseestraße 99.

Die neue Adresse liegt im Regierungsviertel unweit des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. „Wir wollen unsere Präsenz in der Hauptstadt stärken und darüber hinaus Synergien schaffen und Wissen bündeln“, sagt der BPH-Vorsitzende Eduard Appelhans. Dafür sei der künftige Sitz ideal geeignet. Im Haus des Holzes, gegründet von einigen Verbänden der Holzwirtschaft, ist vernetztes Arbeiten die Zielsetzung. Dem BPH komme das entgegen, so Eduard Appelhans: „Wir werden diese Möglichkeiten der engeren Zusammenarbeit gerne nutzen, um verbandsübergreifend gemeinsame Interessen zu vertreten.“