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Autor: Möbelfertigung

Plattform Forst & Holz

Runder Tisch zur Zukunft des Holzmarktes

Holz kann einen wesentlichen Beitrag zur Lösung drängender Klimaschutz- und Ressourcenfragen leisten. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den nachwachsenden Rohstoff aus dem Wald. Was an den Märkten und in der Politik nötig ist, um die Erwartungen erfüllen zu können, stand gestern beim Runden Tisch Zukunft Holzmarkt” von DHWR und DFWR zur Debatte. Aus aktuellem Anlass lag der diesjährige Schwerpunkt auf den Themen Laubholz und Holzbau.

Vor dem Hintergrund der durch den Klimawandel bedingten Kalamitätsschäden hat der Holzeinschlag in Deutschland mittelfristig zwar zugenommen. Doch bewegt sich diese Steigerung weiterhin unterhalb dessen, was nach wissenschaftlichen Erhebungen im Sinne einer nachhaltigen Nutzung des regionalen Rohstoffs möglich wäre und auch für den Waldumbau mit klimaresilienten Baumarten sinnvoll erscheint. Zudem beschränkten sich die Zuwächse im Holzeinschlag im Wesentlichen auf Nadelhölzer wie Fichte, Tanne und Lärche. Beim Laubholz ist hingegen mittel- und langfristig ein starker Abwärtstrend zu beklagen. Woran das liegt und wie die Zukunft für die Holznutzung aussehen könnte, wurde beim Runden Tisch lebhaft von den Referenten aus Praxis und Politik gemeinsam mit dem Publikum diskutiert.

Ein zentraler Aspekt: Bei einem Holzeinschlag von insgesamt knapp 83 Mio. Kubikmetern (Mio. cbm) entfielen 2021 nur knapp 11 Mio. cbm oder 13 Prozent auf Laubholz, vor allem auf Buche, die derzeit vorwiegend in die energetische Nutzung geht. Insbesondere bei der Eiche, die beispielsweise in der Möbelindustrie ebenso wie für Bodenbeläge wie Parkett stark nachgefragt wird, ist der Einschlag in Deutschland hingegen stark rückläufig. Gerade auch durch den Krieg in der Ukraine war es bei der Verfügbarkeit von Laubholz indes zu Einschränkungen in Deutschland gekommen. „Wir brauchen die Zeitenwende auch beim Holz. Trotz der Vorteile einer aktiven Bewirtschaftung für Klimaschutz, Waldumbau und Biodiversität ist die Nutzung von Holz in Deutschland leider kein Selbstläufer. Dass so viel Potenzial für die nachhaltige Erschließung von wertvollem Holz, gerade auch Laubholz für Nutzungen in Haus und Wohnung, brach liegt, hat auch mit widersprüchlicher Forst- und Umweltpolitik auf europäischer und nationaler Ebene zu tun. Wir leiden unter überbordender Bürokratie und zuweilen auch an einer Holznutzungs-Verhinderungskultur“, betonte deshalb der stellvertretende Plattformsprecher und DHWR-Präsident Erwin Taglieber.

Georg Schirmbeck, Sprecher der Plattform und DFWR-Präsident, erklärte: „Die Forstwirtschaft in Deutschland leistet mit der Bereitstellung des klimafreundlichen, nachwachsenden Rohstoffs Holz einen wichtigen Anteil an der Dynamik des Bioökonomiestandortes Deutschland. Für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Forstbetriebe benötigen wir Unterstützung statt einschränkender bürokratischer Restriktionen, die auch den klimafreundlichen Waldumbau gefährden. Die Politik auf EU-, Bundes- oder Landesebene ist gefordert, den Weg freizumachen für eine zielgerichtete waldfreundliche Strategie, die den Anforderungen an eine aktive Waldbewirtschaftung mit der nachhaltigen Holznutzung gerecht wird.“

„Interzum“ 2023

Das offizielle Magazin zur Weltleitmesse: Jetzt einen Platz in der „interzum VISIONS“ sichern

Die geballte Innovationskraft der Branche: Trends und Technik, Design und Funktion – die Aussteller der „Interzum“ zeigen vom 9. bis 12. Mai in Köln die Zukunft von Möbelfertigung und Innenausbau. Als einziges offizielles Magazin zur Weltleitmesse, lizensiert von der Koelnmesse, herausgegeben vom Vincentz Network, bündelt „interzum VISIONS“ die spannendsten Innovationen der Branche und Designtrends. Dabei fließen die redaktionellen Kompetenzen von „arcade“ und „möbelfertigung“ ein. Das Magazin erscheint auf Englisch.

Weiterführende Infos und Kontakte finden Sie hier: https://bit.ly/3Hl4GMO

Seit zehn Jahren gemeinsam im Einkauf tätig

Seit zehn Jahren kaufen die MHK Group und der Einrichtungspartnerring VME gemeinsam ein. Früher ein absolutes Novum, hat die Idee heute nicht nur Nachahmer gefunden, sondern, so die Initiatoren auch dazu beigetragen, die mittelständischen Strukturen im Möbelhandel zu erhalten und zu stärken.

„Wir bündeln unsere Kräfte und stärken durch den gemeinsamen Einkauf unsere Gesellschafter im In- und Ausland mit bestmöglichen Einkaufskonditionen“, verkündeten Hans Strothoff, Gründer der MHK Group, und Frank Stratmann, Hauptgeschäftsführer Einrichtungspartnerring VME, im Dezember 2012 und die gesamte Branche horchte auf. Die Gründung der VME MHK Einkaufsgesellschaft, die am 1. Januar 2013 an den Start ging, wurde insbesondere seitens der Lieferanten mit besonderer Aufmerksamkeit betrachtet, schließlich war damit die bis dato größte und zugleich leistungsstärkste europäische Einkaufsgesellschaft mittelständischer Küchen- und Möbelhandelsunternehmen entstanden. Zum Start zählte sie knapp 2.400 angeschlossene Handelsunternehmen, die einen Umsatz von insgesamt rund sieben Mrd. Euro repräsentierten. Heute, kurz vor Vollendung des ersten Jahrzehnts bündelt die VME MHK Einkaufsgesellschaft die Interessen von rund 3.800 Unternehmen und repräsentiert einen Umsatz von etwa 10,5 Mrd. Euro.

In der Branche hat das seinerzeit disruptive Konzept inzwischen Schule gemacht. Weitere Verbände griffen das von MHK Group und Einrichtungspartnerring VME erfolgreich praktizierte Modell auf. „Die Einkaufspreise spielen für den Handel natürlich eine nicht unerhebliche Rolle“, betont Frank Stratmann, Hauptgeschäftsführer Einrichtungspartnerring VME. Und da der Einkauf die primäre Aufgabe einer Einkaufsgemeinschaft sei, wolle man in den Gesprächen mit den Lieferanten natürlich das Bestmögliche für seine Gesellschafter herausholen. Neben erstklassigen Preisen bietet die VME MHK Einkaufsgesellschaft dem Handel zudem Sicherheit im Sortiment und die Gestaltungsfreiheit, die er für sich und seine Kunden braucht.

„Wir wissen natürlich“, so der MHK Vorstandsvorsitzende Werner Heilos mit Blick auf die Hersteller, „dass Erfolg nur miteinander geht! Auf Augenhöhe. Und als Partner!“ Diese von Anfang an gelebte Einstellung der beiden Verbände hat dafür gesorgt, dass sich die anfängliche Skepsis, die es bei dem einen oder anderen Lieferanten gab, schnell gelegt hat. Denn auch sie profitieren nachhaltig von der Kooperation, die ihnen nicht zuletzt ein großes Maß an Planungssicherheit bietet. Mit Blick nach vorn konstatiert Werner Heilos: „Wir werden auch künftig gemeinsam mit unseren Partnern auf Industrieseite strategisch nach vorne gehen und auf diese Weise die Herausforderungen, vor denen wir alle gleichermaßen stehen, gemeinsam meistern und damit weiterhin gemeinsames Wachstum generieren.“ Auch künftig gehe es darum, mit der Kraft der Gemeinschaft zum Erfolg des Einzelnen beizutragen.

Gründet Innovations-StartUp Pioneering GmbH

Um die Entwicklung und Realisierung innovativer Lösungen aus der Belegschaft weiter zu fördern und schneller zu realisieren, hat Miele seinen eigenen Inkubator gegründet: die Pioneering GmbH. Der jüngste Spross des Konzerns ist aus dem Bereich Smart Home und der Business Unit New Growth Factory für neue Geschäftsfelder entstanden. Die Geschäftsführung übernehmen zusätzlich zu den bisherigen Aufgaben Dr. Ina Nordsiek, Director Intrapreneurship der Business Unit New Growth Factory, sowie Hendrik Stegelmann, Director Digital Innovation and Products im Bereich Smart Home.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung von Geschäftsideen, die eine strategische Ergänzung des bisherigen Kerngeschäfts von Miele darstellen. „Teams haben auf der einen Seite die Freiheit und Eigenverantwortung eines Startups, aber auf der anderen Seite auch die Rückendeckung eines global aufgestellten Familienunternehmens,“ erklärt Stegelmann die Vorteile. Dabei soll die Pioneering GmbH Produkt- oder Prozesslösungen bis zur Marktreife begleiten, woraufhin erste Gespräche mit potenziellen Kund:innen und der Test am Markt unter realen Bedingungen folgen. Nimmt der Business Case auch diese Hürde, wird er entweder bei Miele wieder integriert oder in einem separat zu gründenden Startup weiterverfolgt. Operativ startet die Pioneering GmbH noch in diesem Januar. Erste Projekte werden in den kommenden Monaten übertragen.

interface

Als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet

Das Bodenbelagsunternehmen Interface wurde als Kununu Top Company 2023 in der Bau- und Architekturbranche ausgezeichnet. Mit einer hundertprozentigen Weiterempfehlungsrate der Mitarbeitenden und einem Durchschnitt von 4,3 bei 5 möglichen Punkten auf der Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu hebt sich die Interface Deutschland GmbH von dem branchenüblichen Score von 3,5 Punkten ab. Das Besondere: Die Auszeichnung wird nicht von einer Jury vergeben, sondern ausschließlich auf Basis von unabhängigen Bewertungen auf dem Unternehmensprofil. Vor allem die Tatsache, dass Mensch und Natur im Mittelpunkt aller Überlegungen stehen, stößt beim Interface Team auf große Begeisterung.

„Als Arbeitgeber und Unternehmen geht es uns um die Menschen“, sagt Christian Greverath, Prokurist sowie HR und Finance Director bei Interface (im Bild mit Marketing Manager Anne Salditt). „Wir wollen den Bedürfnissen unserer Mitarbeitenden entsprechen und bemühen uns kontinuierlich, unser Angebot im Sinne von New Work den sich verändernden Arbeitsweisen anzupassen. Wir haben eine Kultur, die geprägt ist von Offenheit, Respekt und Wertschätzung. Der Erfolg und das starke Wachstum von Interface in der DACH-Region in den vergangenen Jahren beruhen auf dem großartigen Engagement und der Leidenschaft unseres Teams. Wir freuen uns, dass diese Bewertung als Top Company nicht durch externe Dritte, sondern ausschließlich von innen heraus – von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – gegeben wurde.“

Die Kommentare und Bewertungen für das Unternehmen auf der Plattform Kununu sprechen für sich: Die Mitarbeitenden vergeben durchgehend hohe Punktzahlen und loben unter anderem den Teamzusammenhalt, ihre Vorgesetzten, die Arbeitsatmosphäre und die Work-Life-Balance. Auch die heute sehr wichtigen Themen Nachhaltigkeit und Sozialbewusstsein werden von allen positiv bewertet. Dass die bereits vor fast 30 Jahren implementierte Nachhaltigkeitsstrategie ernst gemeint ist und spürbar Früchte trägt, konnte Interface Ende 2022 wieder zeigen, als das Unternehmen gemäß dem anerkannten Standard PAS 2060 als klimaneutral zertifiziert wurde. Nachhaltiges Handeln ist fest in der DNA des Unternehmens verankert. Das bestätigen auch die Mitarbeitenden. Interface ist das erste Unternehmen in der Bodenbelagsindustrie, das Klimaneutralität über alle Bereiche hinweg (Scope 1 bis 3) erreicht hat. Sein nächstes großes Ziel lautet, 2040 als Unternehmen CO2-negativ zu sein.

Hausgeräte „Made in Egypt“ auch für Europa

Die Ausbreitung von Arçelik im globalen Spielfeld der Hausgerätebranche geht noch weiter, als sich bisher durch die Übernahme eines Großteils des Europa-Geschäfts von Whirlpool bereits angekündigt hat. Wie sich schon im Rahmen des Whirlpool/Arçelik-Deals andeutet, erweitert der türkische Konzern auch seine Aktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent, indem hier die Whirlpool-Tochtergesellschaften künftig komplett übernommen werden.

Ein weiterer wesentlicher Schritt ist die Errichtung einer hochmodernen Produktionsstätte bei Kairo. Ziel ist, Ägypten zu einem Exportzentrum zu machen: Mehr als 60 Prozent der Beko-Geräte „Made in Egypt“ sind für den Export nach Europa, in den Nahen Osten und nach Afrika vorgesehen, mit einem jährlichen Umsatzpotenzial von rund 250 Mio. US-Dollar. Das Werk soll bis zum vierten Quartal 2023 in Betrieb gehen. Die erste Phase der Investition wird sich auf die Herstellung von umweltfreundlichen Küchengeräten und Kühlschränken konzentrieren.

Unter prominenter Beteiligung aus Politik und Wirtschaft wurde im Dezember der Grundstein des Werks gelegt, das für eine jährliche Kapazität von 1,5 Millionen Haushaltsgeräten und geplant ist und bis zum 4. Quartal 2023 fertiggestellt werden soll. Die Investition markiere einen bedeutenden Meilenstein und soll die regionale Wirtschaft durch die Schaffung von mehr als 2.000 Arbeitsplätzen und den Transfer von technischem Know-how ankurbeln. Darüber hinaus wird die Fabrik lokale Zulieferersysteme entwickeln, um einen nachhaltigen Wert für alle Branchen zu schaffen und gleichzeitig die langfristige Strategie der Regierung zu unterstützen, die industrielle Lokalisierung voranzutreiben und Ägypten als wichtiges Produktions- und Exportzentrum für Überseemärkte zu etablieren.

Hakan Bulgurlu, CEO von Arçelik, kommentierte die Grundsteinlegung mit den Worten: „Mit einer wachsenden Bevölkerung und einer florierenden Wirtschaft bietet Ägypten der Geschäftswelt enorme Möglichkeiten. Wir sind bereit, unseren innovativen Produktionsansatz mit den strategischen Möglichkeiten, die Ägypten bietet, zu kombinieren. Als eine der Top 3 Hausgeräte-Marken in Europa wird Beko seine Errungenschaften in Ägypten nachbilden.“

Dazu kündigte General Manager von Beko Egypt, Ümit Günel, weitere Pläne an: „Wir untersuchen derzeit die Möglichkeiten zur Erweiterung der Fabrik mit neuen Produktkategorien. Wir haben noch ein weiteres Investitionsprojekt, das wir eine Einzelhandelsfabrik nennen. Wir werden 250 neue Ausstellungsräume und 50 Servicezentren in ganz Ägypten eröffnen und unseren Kunden erstklassige Qualität bieten. Wir haben in diesem Jahr mit Stolz die Marktführerschaft in der Kategorie Geschirrspüler übernommen und sind bestrebt, unsere Führungsposition auszubauen und zu den führenden drei Haushaltsgerätemarken in Ägypten zu gehören.“

Beko Egypt ist derzeit mit mehr als 750 Vertriebszentren und 83 Kundenservicezentren am ägyptischen Markt präsent und bietet eine breite Palette von u.a. Backöfen, Kühlschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Abzugshauben und Kaffeemaschinen an.

Insgesamt findet die Expansion von Beko/Arçelik große Unterstützung durch die ägyptische Regierung. Die „abfallfreie“ Fabrik werde außerdem Ägyptens Vision 2030 für eine nachhaltige Wirtschaft unterstützen und hochmoderne Technologien nutzen. Mohamed El-Sayed, Leiter der Abteilung für Europa- und Türkei-Beziehungen bei der ägyptischen Handelsvertretungsbehörde, betonte dazu, dass türkische Investitionen in Ägypten sehr geschätzt werden, da diese wichtig für die „ägyptische Vision“ seien, wobei Arçelik nun mit Haushaltsgeräten einen wichtigen Produktsektor in den ägyptischen Markt bringe. Zugleich sei das ägyptische Umweltministerium bestrebt, mit mehr Energieeffizienz und Rationalisierung das industrielle Umfeld zu verbessern, Umweltbelastung zu reduzieren und das öffentliche Bewusstsein für Umweltaspekte zu verbessern, im Einklang mit den UN-Zielen 2030 für eine nachhaltige Entwicklung.

Gewinnt „Besser Lackieren Award 2022“ und wird vom Medizintechnikunternehmen Dräger geehrt

Als Unternehmen der Kunststoffformgebung und Oberflächenveredlung steht der Name Ninka für Spitzenqualität bei innovativem Beschichten und Lackieren. Besonders bei Kunststoffteilen für hochwertige Haushaltsgeräte oder im Bereich der Medizintechnik ist das Knowhow des Bad Salzufler Mittelständlers international gefragt. Für seine Leistungen wurde das Unternehmen nun mit dem „Besser Lackieren Award“ der renommierten Fachzeitschrift „Besser Lackieren“ sowie des Fraunhofer-Instituts IPA ausgezeichnet. Zuvor hatte der global erfolgreiche Konzern für Medizin- und Sicherheitstechnik, die Drägerwerk AG & Co. KGaA (Lübeck), den Familienbetrieb als herausragenden Zulieferer prämiert.

Zum zehnten Mal hatte 2022 die Zeitschrift „Besser Lackieren“ aus dem Vincentz Network zu dem gemeinsam mit dem IPA Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (Stuttgart) ausgelobten „Besser Lackieren Award“ aufgerufen. Mit diesem Preis prämiert eine hochkarätige Jury aus Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft die besten drei Lohnbeschichter sowie Inhouse-Lackierer aus.

Die Ninkaplast GmbH startete als eines von 38 Unternehmen in der Kategorie „Inhouse-Lackierbetrieb bis 50 Mitarbeiter“, was sich hier auf die entsprechende Abteilung bezieht. Im ersten Schritt waren 108 Fragen zur Personalqualifikation, Energieeffizienz, Wirkungsgrad, der Unternehmensstrategie und vielem anderen mehr zu beantworten. Danach erfolgte im Sommer eine umfangreiche Begehung vor Ort mit intensiver Befragung der Verantwortlichen.

Neue Anlage für den Tolko-Standort High Prairie

Dieffenbacher wurde von Tolko Industries Ltd. mit der Lieferung der Kernkomponenten einer „Cebro“-OSB-Anlage für das Werk in High Prairie in der kanadischen Provinz Alberta beauftragt. Am 20. Mai 2022 hatte ein Großbrand in der Pressenhalle die 1995 von Tolko in Betrieb genommene Dieffenbacher-Zwölfetagenpresse sowie einen Großteil der vor- und nachgelagerten Gewerke so stark beschädigt, dass es einem Totalschaden gleichkam. Als Ersatz hat Tolko nun unter anderem eine moderne kontinuierliche Presse vom Typ „CPS+“ bei dem Anlagenspezialisten bestellt.

Zum Lieferumfang für den Wiederaufbau des Tolko-Werks in High Prairie gehören darüber hinaus die Formstation und der Formstrang sowie der Rohplattentransport. Im Einklang mit dem Smart-Plant-Konzept „Cebro“ werden das Pressenabluftreinigungssystem und das intelligente Hallenluftmanagement die Nachhaltigkeit der Anlage verbessern, indem sie für saubere Luft innerhalb und außerhalb der Produktionshalle sorgen. Die neue Digitalisierungslösung „Evoris“ und die digitale Serviceplattform „MyDieffenbacher“ werden ebenfalls dazu beitragen, dass die neue Anlage im wahrsten Sinne des Wortes zu einer „Smart Plant“ wird.

„Wir waren begeistert, dass Dieffenbaccher nach dem Brand so schnell zur Stelle war, um uns zu helfen“, berichtet Fred Chinn, Vice President Strand-Based Business bei Tolko. „Sobald alles wiederaufgebaut ist, wird unser Standort in High Prairie noch leistungsfähiger sein als zuvor“, fügt er hinzu. Tolko prognostiziert, dass die neue Anlage noch vor Ablauf des Jahres 2023 ihre erste Platte produzieren wird. Nach der Inbetriebnahme sollen dann bis zu 734.000 m³ OSB pro Jahr produziert werden.

Baugenehmigungen im November 2022 deutlich gesunken

Der Bau von 24.304 Wohnungen wurde in Deutschland im November 2022 genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 4.716 oder 16,3 Prozent Baugenehmigungen weniger als im November 2021. Von Januar bis November 2022 wurden damit insgesamt 321.757 Wohnungen genehmigt. Dies waren 5,7 Prozent oder 19.280 weniger als im Vorjahreszeitraum (Januar bis November 2021: 341.037). In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis November 2022 insgesamt 276.474 Wohnungen genehmigt. Das waren 5,8 Prozent oder 16.962 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 15,9 Prozent (minus 13 710) auf 72.495 zurück. Bei den Zweifamilienhäusern sank die Zahl genehmigter Wohnungen um 10,1 Prozent (minus 2.930) auf 26.174 Wohnungen. Bei den Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 1,2 Prozent (plus 2.094) auf 171.911 Wohnungen.