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Autor: Möbelfertigung

Report über meistgesuchte Küchenfirmen 2022

Mit rund 1.200 Händlern im Netzwerk gehört KitchenAdvisor zu den führenden Küchenportalen im Internet. Um Bewegungen auf dem Küchenmarkt darzustellen, hat das Unternehmen aus Hamburg nun erstmals einen Report erstellt, der markante Daten und Kundenabfragen aus dem abgelaufenen Jahr auswertet.

So lagen beispielsweise die Kundenaufträge, die über KitchenAdvisor 2022 abgewickelt wurden, bei durchschnittlich 12.359 Euro VK. Da das Portal alle Kunden abseits von „Flat-packed“-Küchen bedient, sei dieser Wert durchaus repräsentativ für die Einbauküchen-Branche, so Geschäftsführer David Striegnitz.

Daneben wertete KitchenAdvisor das Suchvolumen bei Google aus. Ergebnis: Die Hersteller Nolte und Nobilia erreichten im Dezember 2022 beide ein monatliches Suchvolumen von 40.500, gefolgt von Häcker und Schüller mit 22.200 und 18.100.

Der derzeit führende deutsche Küchenhersteller auf Instagram ist mit 117.000 Followern die Designermarke Bulthaup und auf den ersten Platz der bekanntesten Küchenhändler schafft es das Küchenstudio Werkhaus Küchen aus Rosenheim mit 40.300 Followern (Stand Dezember 2022).

Auch das Feedback der Onlinekunden auf die Händler im KitchenAdvisor-Netzwerk wurde ausgewertet: Im Ranking der Top 10 kam dabei die Hauptfiliale des Filialisten Küchen Brauckhoff auf den ersten Platz der eigenen Küchenstudio-Partner, gemessen an Qualitätsmerkmalen wie Kundenbewertungen und Verkaufsquote.

„Wir werden den Küchenreport nun jedes Jahr wiederholen, um weitere Bewegungen zu verfolgen“, verspricht Geschäftsführer David Striegnitz.

Hier gehts zum Report: www.kitchenadvisor.de/kuechenreport-2022-1/

Analyse bestätigt Veranstaltung als hervorragende Businessplattform

Der Restart der „SPS“, der vom 08. Bis zum 10. November 2022 in Nürnberg stattfand, lockte Mitte November wieder zahlreiche Aussteller und Fachbesucher nach Nürnberg. Die Erwartungen an ein informatives, innovatives und praxisnahes Branchenevent wurden laut Besucher- und Ausstellerumfrage erfüllt.

999 Aussteller nutzten die Gelegenheit, neue Kundenkontakte zu generieren und bestehende Geschäftsbeziehungen mit den Besuchern zu intensivieren. Die Besucherbefragung belegt zudem, dass die richtigen Ansprechpartner für Aussteller vor Ort waren: 78 Prozent der Fachbesucher sind an den Beschaffungsentscheidungen ihrer Firma beteiligt. Mit über 4.000 Forenbesuchern, physisch und digital, konnte das Vortragsprogramm mit 120 spannenden Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen und Produktpräsentationen inhaltlich überzeugen.

„Die SPS war und ist eine der führenden Leitmessen der Automatisierungsbrache, und auch darüber hinaus. Wir fühlen uns hier genau richtig, und der Erfolg beweist es“, so Joachim Eulefeld, Produkt- und Eventmanager bei der Captron Electronic GmbH, Aussteller der „SPS“ 2022.

Trotz teilweise weiter bestehender Reiserestriktionen nahmen Unternehmen aus insgesamt 38 Ländern an der SPS 2022 teil, 29 Prozent der Aussteller kamen aus dem Ausland. Nach Deutschland sind die Top 5 Ausstellernationen Italien, die USA, die Schweiz, Österreich und die Niederlande. Der Anteil internationaler Besucher stieg im Vergleich zu 2019 (26 %) an auf 29 Prozent, was unter anderem auf eine zunehmende Teilnahme aus den USA zurückzuführen ist.

Das Fachpublikum vor Ort überzeugten der umfassende Marktüberblick und die vielen Produktneuheiten der Aussteller. Jürgen Lang, Strategischer Einkauf Elektrotechnik bei der Reifenhäuser GmbH & Co. KG, Besucher der „SPS“ 2022, bestätigt: „Die Messe ist für jeden Maschinenbauer eine der wichtigsten Veranstaltungen im Bereich Automatisierung, Steuerung und Antriebstechnik. Hier hat man alle relevanten Aussteller gebündelt auf einem Gelände und kann sich vor Ort Erkenntnisse über neue Produkte, Lösungen und Alternativen verschaffen, als auch im Direktkontakt neue Geschäftskontakte schließen, als auch die bestehenden Kontakte pflegen.“

Wie zufrieden die Messebesucher waren, spiegelt sich in den Ergebnissen der Besucherbefragung wider: 95 Prozent der Besucher planen die Messe wieder zu besuchen. 91 Prozent bewerten die Veranstaltung für ihr Unternehmen als wichtig/sehr wichtig, 91 Prozent werden die „SPS“ an ihre Kollegen und Kunden weiterempfehlen. „Ich würde jedes Mal wieder auf die ,SPS‘ in Nürnberg gehen und auch empfehlen“, fasst Ingmar Albers, Strategischer Einkauf, Neuenhauser Maschinenbau GmbH, zusammen.

Die kommende „SPS“ findet vom 14. Bis zum 16. November 2023 in Nürnberg statt. Weitere Informationen gibt es unter sps-messe.de.

Annika Windmöller übernimmt das Marketing von Bettina Höner

Bettina Höner (im Bild rechts), seit sieben Jahren verantwortlich für das Marketing der Windmöller-Unternehmensgruppe, verlässt das ostwestfälische Familienunternehmen aus persönlichen Gründen zum 31. Januar 2023, um in das familieneigene Unternehmen zu wechseln.

In dieser Zeit hat sie den Ausbau der Bodenmarke „Wineo“ sowie das Unternehmen maßgeblich geprägt. Ihr ist es gelungen, ein starkes Team hinter sich zu vereinen und mit diesem gemeinsam große Schritte in den Themen Markenpositionierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeitskommunikation zu gehen. Zudem trug sie für das begeisternde Markenerlebnis und das Design im neuen Ausstellungszentrum „Wineo Workspace“ maßgeblich Verantwortung. „Wir sind Bettina Höner zu großem Dank verpflichtet, bedauern ihre Entscheidung sehr und wünschen ihr beruflich sowie privat alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft.“, so Matthias Windmöller, Hauptgesellschafter und CEO der Unternehmensgruppe.

Ab 01. Februar 2023 wird Annika Windmöller, die sich aus persönlichen Gründen 2016 aus der operativen Marketingleitung zurückgezogen hatte, erneut das Marketing verantworten und freut sich, gemeinsam mit dem Team eine weiterhin erfolgreiche Markenentwicklung zu gestalten.

Geschäftsleitung neu formiert

Mit einem neu aufgestellten Management Board geht die Felix Schoeller Group in das Jahr 2023. So gibt Hans-Christoph Gallenkamp im Zuge der Neuausrichtung die globale Vertriebsverantwortung ab. Er wird sich ab dem 1. Januar 2023 wieder verstärkt auf seine Aufgaben als Vorsitzender der Geschäftsleitung mit strategischen Themen konzentrieren.

Die Aufgaben als CSO übernimmt der bisherige CFO Matthias Breimhorst. Er wird in seiner neuen Funktion als CSO den globalen Vertrieb und das Supply Chain Management verantworten. Ein Schwerpunkt seiner Aufgaben ist die strategische Weiterentwicklung und Stärkung der weltweiten Vertriebsaktivitäten der Gruppe auf dem internationalen Markt für hochwertige Spezialpapiere. „Nicht zuletzt in den aktuell herausfordernden Zeiten, ist es uns besonders wichtig, ein verlässlicher Partner zu sein und gemeinsam mit unseren Kunden neue Wege und Lösungen für die Zukunft zu entwickeln“, so Breimhorst.

Die Position des CFO wird durch Astrid Enge als neues Mitglied der Holding Geschäftsleitung besetzt. Astrid Enge bringt langjährige Erfahrung als Geschäftsführerin in verschiedenen Familienunternehmen im Bereich Maschinen- und Anlagenbau mit. Zuletzt war sie als CFO bei der Saacke Gruppe tätig. „Wir freuen uns, dass Frau Enge uns mit ihrer umfassenden Expertise im Bereich Finance verstärkt. Sie fokussiert sich auf die finanzielle Performance und Entwicklung der Gruppe“, so Gallenkamp.

Unverändert Mitglieder im Executive Board der Felix Schoeller Group sind Georg Haggenmüller (COO), Michael Szidat (CEO Americas) und Yong Li Gao (Vice CEO APA).

Bruttoinlandsprodukt in 2022 gestiegen

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen um 1,9 Prozent höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 Prozent. „Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen“, sagte Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz „Bruttoinlandsprodukt 2022“ in Berlin. „Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten“, so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 Prozent höher.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2021.

Allerdings führten im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 Prozent). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022.

Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 Prozent ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen – das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurde 2022 dagegen preisbereinigt 2,5 Prozent mehr investiert als im Vorjahr.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 Prozent zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 Prozent oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs.

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2022 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 101,6 Milliarden Euro. Das waren knapp 33 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2021 (134,3 Milliarden Euro). Die Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen realisierten jeweils leichte Finanzierungsüberschüsse. Gemessen am nominalen BIP errechnet sich für den Staat im Jahr 2022 eine Defizitquote von 2,6 Prozent, die damit deutlich niedriger war als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Webinar zum Branchenprojekt am 23. Februar

Am Montag, 23. Februar, von 10 bis 12 Uhr, können alle Interessierten kostenfrei an dem Webinar „Exklusive Vorstellung des Branchenprojekts ,furnFUSION‘“ teilnehmen. Hier erfahren Unternehmen, wie Branchenkennzahlen und Daten strategische Entscheidungen beeinflussen und die Wettbewerbsfähigkeit gesichert werden kann.

Big Data & KI sind eine wichtige Grundlage, um sich als Unternehmen für die Zukunft vorzubereiten. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF, Förderkennzeichen 01IS22036A) geförderte Projekt „furnFUSION“, soll als Initiative der gesamten Einrichtungsbranche dabei helfen.

Wie können frühzeitig Branchentrends erkannt werden? Wie kann auch bei einer großen Variantenvielfalt auf die sinkende oder steigende Nachfrage nach Rot oder Blau, Leder oder Stoff, geschwungen oder eckig reagiert werden?

Das sind Beispiele für Fragen, die viele Unternehmen beschäftigen. Jedoch ist es bei der Vielzahl an Produkten in der Möbelbranche nur schwer vorstellbar, dass hier sichere Aussagen getroffen werden können. Als Grundlage werden Daten benötigt. In der mittelständisch geprägten Möbelbranche liegen diese jedoch bei vielen Unternehmen verteilt vor – selten verfügt der einzelne über eine kritische Masse. Die Angst, Daten weiterzugeben und die Kontrolle zu verlieren, ist bei Unternehmen im Mittelstand noch stark zu spüren. Ebenso die Skepsis, dass sich die technischen Hürden im Hinblick auf die vielen genutzten Systeme und Strukturen harmonisieren lassen.

Die meisten Unternehmen versuchen daher auf Basis der intern vorliegenden Daten Erkenntnisse abzuleiten. Diese ermöglichen jedoch nur Analysen auf Grundlage der eigenen unternehmensinternen Informationen und lassen nur schwer Branchenentwicklungen erkennen.

„Die internen Systeme wie ein ERP/WWS sind eine wichtige Datenquelle für datengetriebenes Arbeiten, aber liefern im Mittelstand zumeist nur einen Bruchteil der benötigten Grundlagen hierfür. Sie können kein Single-Point-of-Truth für Business Intelligence sein“, erläutert Patrick Sönke, Geschäftsführer von Integrated Worlds.

Dabei ist es gerade in der Möbelbranche, mit einer breiten und tiefen Wertschöpfungskette wichtig, alle Teilnehmer bei der Erhebung von Daten zu berücksichtigen – Hersteller, Zulieferer, Händler (stationär und online), Lieferanten, Dienstleister und nicht zuletzt die Endkund:innen.

Die Initiative „furnFUSION“ fordert organisatorische, technische und rechtliche Konzepte, die einen Datenaustausch unter Branchenteilnehmern ermöglichen. Dies hilft, das Konsumentenverhalten in der Gesamtheit zu betrachten, um Optimierungen in unterschiedlichsten Prozessen durchzuführen, zum Beispiel bei der Auftragsabwicklung, der Logistik oder bei Reklamationen. Hersteller können so zuverlässig und zeitnah erkennen, dass eine bestimmte Produktlinie bei einem Handelspartner rückläufig ist. Oder welche Produktausführungen im Trend zunehmen, um die richtigen Materialien rechtzeitig zu bestellen. Darüber hinaus hilft es auch Händlern dabei, ihre Verkaufsraten zu erhöhen, indem sie z.B. realistische Prognosen zu aktuellen Lieferzeiten erhalten, was Konsument:innen die Kaufentscheidung vereinfacht.

Hier geht es zur Anmeldung für das Webinar.

Endet mit geballter Internationalität und stellt die Weichen für nachhaltige Transformation

Besucherströme aus aller Welt, intensive Business-Begegnungen mit internationalen Top-Entscheider:innen, überwältigende positive Stimmung und Inspiration soweit das Auge reicht: Mit 44.000 Besucher:innen und 2.400 Ausstellern gemeinsam aus 129 Nationen war die globale Textilindustrie vier Tage lang zu Gast in Frankfurt auf der „Heimtextil“ 2023 und füllte die Messehallen. In zahlreichen Workshops, Touren, Vorträgen und Networking-Formaten setzten sich Einkäufer*innen zudem mit zirkulären Ansätzen, der wichtigen Bedeutung von Zertifikaten sowie mit neuen Einsatzmöglichkeiten textiler Materialien auseinander – und erlebten damit Nachhaltigkeit auf der „Heimtextil“ ganzheitlich.

Mit geballter interkontinentaler Stärke endete die „Heimtextil“ 2023 und stellte die Weichen für ein erfolgreiches Messejahr. 44.000 Einkäufer:innen nutzten die Gelegenheit, am Weltmarkt der Heim- und Objekttextilien teilzunehmen und einen gebündelten Überblick über globale textile Neuheiten – von Fasern, Garnen, Möbel- und Dekostoffen, funktionalen Textilien, Outdoor-Stoffen, Kunstleder, Tapeten, bis hin zu Bett- und Badtextilien, Matratzen, Schlafsystemen, Gardinen und Dekokissen – zu erhalten. Die Top-Ten-Ausstellerländer waren China, Indien, die Türkei, Pakistan, Italien, Deutschland, Spanien, Portugal, Frankreich und Großbritannien. Zu den Top-Besucherländern zählten Deutschland, Italien, die Türkei, die USA, Großbritannien, Frankreich, die Niederlande, Spanien, Pakistan, Indien und Griechenland.

„Die ,Heimtextil‘ ist kraftvoll in den Januar zurückgekehrt und setzte als Barometer für das Messegeschäftsjahr alle Zeichen auf Erfolg – mit einem herausragenden Internationalisierungsgrad von 129 teilnehmenden Nationen“, sagte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Die Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien erreichte im Vergleich zu 2020 einen Anstieg des Internationalisierungsgrads – austellerseitig auf 94 Prozent und besucherseitig auf 82 Prozent. Zuwachs gab es seitens der Aussteller im Vergleich zur präpandemischen Ausgabe aus der Türkei und aus Pakistan. 2023 kamen zudem mehr Einkäufer:innen aus Italien, der Türkei, Spanien und insbesondere Griechenland.

„Die herausragende Internationalität zeigt: Die ,Heimtextil‘ ist in Zeiten geopolitischer Herausforderungen der wichtigste ‚Place-To-Be‘ der globalen Heimtextilbranche – sowohl für neue Geschäftskontakte und Marktchancen als auch für die Neudefinition von Lieferketten sowie wichtige Kooperationen zur Bewältigung der Produktionsengpässe“, so Braun weiter.

Endlich wieder weltweite Neukontakte, Networking und Order: Die persönliche Begegnung bildete das Herzstück der „Heimtextil“ 2023 und wurde in vollen Messehallen zelebriert. Das zeigte sich auch am regen Orderverhalten der Besucher: „Wir hatten eine fantastische Heimtextil mit vielen neuen und alten Kontakten“, sagt Shafiqul Alam Selim, Managing Director Karupannya Rangpur Ltd. aus Bangladesch. „Auch zukünftig werden wir an der ,Heimtextil‘ in Frankfurt teilnehmen. Zu unseren Kunden gehören große europäische Marken, aber wir hatten auch Besucher aus den USA, Japan, Südafrika oder Südamerika am Stand. Zu unseren Hauptkunden gehören unter anderem Ikea, H&M oder Jysk. Unsere wichtigste Botschaft ist Nachhaltigkeit. Wir haben viele Auszeichnungen dafür erhalten. Unter anderem sind wir vom UN Habitat dieses Jahr als nachhaltigstes Unternehmen weltweit ausgezeichnet worden. Sogar unser Standbau ist durch und durch nachhaltig“, so Alam Selim.

Laut repräsentativen Befragungen haben 80 Prozent der Aussteller ihre Messeziele bereits am dritten Tag erreicht. Auch die Zufriedenheit mit der Besucherqualität war sehr hoch: 72 Prozent der Besucher:innen waren Top-Entscheider:innen.

„Domotex“

Feierte ein erfolgreiches Combeback

Wegen der Pandemie musste die „Domotex“ zwei Jahre hintereinander ausfallen. Nun unterstrich Messe – die vom 12. bis 15. Januar in Hannover stattfand– einmal mehr, dass sie weiterhin die bedeutendste Handels-, Innovations- und Trendplattform der Branche ist. Während der viertägigen Weltleitmesse für Teppiche und Bodenbeläge konnten Fachbesucher, davon rund 69 Prozent aus dem Ausland, bei mehr als 730 Ausstellern in acht Hallen neue Innovationen und Trends entdecken sowie neue Geschäftskontakte knüpfen.

„Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz sowie des energiegeladenen Spirits der diesjährigen ,Domotex‘“,so Sonia Wedell-Castellano, Global Director „Domotex“. „Die Stimmung in den Hallen ist so super – Aussteller und Besucher sind gleichermaßen erfreut, endlich wieder auf ihrer Branchenmesse zusammenzukommen, um sich persönlich zu treffen, Ideen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und Geschäfte abzuschließen. Was mich ebenfalls freut: die Besucherqualität auf der Messe ist hervorragend. Denn der Entscheideranteil liegt bei 80 Prozent. Wer zur ,Domotex‘ kommt, der kommt mit ganz konkreten Absichten.“

Wie eine von FKM geprüfte Besucherumfrage ermittelte, vergibt rund die Hälfte der Entscheider während ihres Aufenthalts auf der Messe Aufträge an ausstellende Unternehmen. Schon während der laufenden Messe gaben zwei Drittel der Fachbesucher an, die nächste „Domotex“ im Januar 2024 in Hannover wieder zu besuchen.

Auch auf Seiten der Aussteller übertraf die Veranstaltung die Erwartungen deutlich. „Wir sind positiv überrascht, wie viele Besucher wir nach der Pandemie auf unserem Messestand begrüßen durften. Mit einer so regen Teilnahme haben wir in diesem Jahr aufgrund der schwierigen Weltlage nicht gerechnet. Für die ,Domotex‘ wünschen wir uns eine sogar noch stärkere Veranstaltung mit einer vereinten Flooring Industry“, verrät Niklas Håkansson, Managing Director of Välinge.

Jelena Đugum, Director of the Croatian Chamber of Commerce ist sich sicher, dass „die Ergebnisse der diesjährigen ,Domotex‘ der kroatischen Holzindustrie Rückenwind geben werden.“ Positives Feedback auch von Lydia Bober, Head of Marketing & PR der Selit Dämmtechnik GmbH: „Für uns war es die richtige Entscheidung hier zu sein. Die Kontakte, die wir auf der ,Domotex‘ knüpfen, sind für uns sehr wertvoll.“

Auf der Messe bildeten die Sonderschau „The Green Collection“ und das Konferenzprogramm „Domotex on Stage“ unter dem Leitthema „Floored by Nature“ das Herzstück der Veranstaltung – hier wurde der Megatrend der Nachhaltigkeit inszeniert und diskutiert.

Der nachhaltige Fokus spiegelte sich auch im Produktangebot der Aussteller wider. Das Leitthema passe sehr gut zu den Schwerpunkten der münsterländischen Firma ter Hürne, betonte Geschäftsführer Bernhard ter Hürne. „Wir begrüßen die wertebasierte Ausrichtung der DOMOTEX, die wohngesunde Bodenlösungen hervorhebt.“

„Mit unserem diesjährigen Leitthema und der neuen Sonderschau haben wir absolut den Nerv der Zeit getroffen. Mein Team und ich freuen uns darauf, ,The Green Collcection‘ auf der kommenden ,Domotex‘ weiter auszubauen“, kündigt Sonia Wedell-Castellano an. „Wir werden unsere Kooperationen mit Branchenexperten wie dem TFI weiter ausbauen, dem Großhandel eine Präsentationsfläche bieten, den Fokus wieder mehr auf Objekteure und Architekten ausrichten, etc.“

Viele Aussteller haben ihre Teilnahme für 2024 bereits bestätigt – darunter ter Hürne, Windmöller, Neuhofer, Merinos, Oriental Weavers.

Die „Domotex 2024“ findet vom 11. bis 14. Januar auf dem Messegelände Hannover statt.

Die Lichter gehen endgültig aus

Der insolvente Polstermöbelhersteller Franz Fertig muss abgewickelt werden. „Nach etlichen Wochen intensiver Bemühungen um eine Weiterführung der Firma Franz Fertig müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass die Investorengespräche zu keiner Lösung geführt haben. Die Geschäftsentwicklung der letzten Monate in unseren wichtigsten Geschäftsfeldern und die Aussichten für das Jahr 2023 in Verbindung mit den stark gestiegenen Produktions- und Energiekosten ermöglichten keine verlässliche Fortführungsplanung. Aus diesen Gründen musste die Entscheidung getroffen werden, die Geschäftstätigkeit nach Durchführung einer Ausproduktion einzustellen“, heißt es in einem Schreiben an die Partner. Allerdings laufen aktuell noch Gespräche mit Investoren, die an der Marke und den Modellen interessiert sind, erklärte eine Unternehmenssprecherin gegenüber „moebelkultur.de“.

Das Aus für Franz Fertig ist umso bedauerlicher, da der Hersteller noch viele Aufträge bekommen hat. Selbst Verbraucher:innen rufen an, um noch einmal ein Qualitätsmöbel zu bestellen. Gleichzeitig erklären sie, wie traurig sie über die Abwicklung sind. Das Unternehmen fertigt seit 130 Jahren hochwertige Polstermöbel am Standort in Buchen. Bis Ende März werden noch alle Aufträge im Hause Franz Fertig abgearbeitet.

Der Spezialist für verwandelbare Sofas und Sessel für den gehobenen Einrichtungsfachhandel und zudem spezialisiert auf Projekte in den Bereichen Hotel, Pflege und insbesondere Kreuzfahrtschiffe, hatte im September vergangenen Jahres einen Insolvenzantrag stellen müssen. Grund dafür war insbesondere die Insolvenz der MV Werften (Wismar, Rostock, Stralsund), eines Großkunden aus dem Kreuzfahrtschiffbereich zu Beginn des Jahres 2022. Hinzu kam die durch den Ukraine‐Krieg bedingte deutlich eintrübende Verbraucherstimmung im zweiten Quartal. Durch die Corona‐Pandemie, durch die gerade die Kreuzfahrtschiff‐Industrie stark unter Druck geraten war, gab es zuvor bereits erhebliche Stornierungen und Verschiebungen von Aufträgen. Zwar konnte der Produzent mit einer Vielzahl an neuen Sofa‐Modellen im Wohnmöbelbereich, die Etablierung des eigenen Online‐ Shops und der Ausbau der Tätigkeiten in den Bereichen Hotel, Pflege und Krankenhäuser diesem entgegensteuern, gleichzeitig belasteten jedoch auch die stark gestiegenen Einkaufspreise bei Vormaterialien wie Holz und Bezugsmaterialien sowie gestörte Lieferketten die Geschäftsentwicklung.

70 Mitarbeiter:innen sind von dem Aus betroffen. Einige haben jedoch bereits einen neuen Arbeitsplatz finden können.