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Autor: Möbelfertigung

Sehr gute Auslandsquote bei Küchen

Insgesamt war auch der November 2022 kein schlechter Monat für die deutsche Küchenmöbelindustrie, wie die jüngste Auswertung von Destatis/VdDK zeigt. Zwar rutschte der Inlandsumsatz mit -1,57 Prozent etwas ab, doch brachte das Ausland mit +8,79 Prozent erneut einen enormen Zuwachs ein. Damit liegt der November-Umsatz um 2,87 Prozent über dem Jahreszeitraum und stieg die Auslandsquote auf über 45 Prozent. Summa summarum erwirtschafteten die Küchenmöbler in den elf Monaten des vergangenen Jahres 10,02 Prozent Plus. Bleibt der Trend bis Dezember, wird die Jahresbilanz zweistellig ausfallen.

Gut 5 Prozent Umsatzminus im November 2022

Der Polstermöbelabsatz schwächelt weiter. Deutsche Produzenten konnten zwar im November laut Destatis/VdDP einen Umsatz von knapp 97.29 Millionen Euro erzielen und damit gut 7 Millionen Euro mehr als im Vormonat, aber verglichen mit dem Vorjahresmonat ist das ein Rückgang um 5,04 Prozent. Kaufzurückhaltung wird besonders in Deutschland geübt. Der Inlandsumsatz sackte um -10,4 Prozent ab, während der Export um 6,16 Prozent zulegte, wobei die Eurozone mit -2,39 Prozent abschnitt. Über die ersten elf Monate des Jahres 2022 betrachtet, liegen die Polstermöbelhersteller mit einem Gesamtumsatz von knapp 1,02 Milliarden Euro noch um 7,93 Prozent über dem Vorjahr.

Zvei

Deutsche Elektro- und Digitalindustrie auch 2022 gewachsen

Die Zahlen waren im vergangenen Jahr gut: „2022 war – trotz aller Widrigkeiten – ein starkes Jahr für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie“, sagt Dr. Gunther Kegel, ZVEI-Präsident, bei der Auftakt-Pressekonferenz des Verbands. „Ukrainekrieg, Energiekrise, Inflation und weiterhin angespannte Lieferketten: Die preisbereinigte Produktion der Branche ist dennoch zwischen Januar und November um 3,7 Prozent gewachsen – fast eine Punktlandung für unsere Prognose von vier Prozent. Diese robuste Entwicklung unterstreicht die Stärke der Elektro- und Digitalindustrie. Unsere Branche profitiert erkennbar von den beiden großen Treibern Elektrifizierung und Digitalisierung, die aufs Engste mit uns verbunden sind.“

Die nominalen Erlöse stiegen im vergangenen Jahr um zwölf Prozent auf ein Rekordhoch von 224 Milliarden Euro. Die höchsten Zuwächse gab es bei elektronischen Bauelementen (plus 21 Prozent). Es folgen Informations- und Kommunikationstechnik, Batterien, Energietechnik (alle plus 14 Prozent) und Automation (plus 12 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten lag zuletzt bei knapp 895.000 und damit 2,3 Prozent über dem Vorjahr.

Auch beim Export war 2022 ein Rekordjahr. Die deutschen Elektroausfuhren erreichten einen Wert von 246 Milliarden Euro (inklusive Re-Exporte) – ein Plus von neun Prozent. Wichtigster Absatzmarkt war die Europäische Union mit Elektrolieferungen in Höhe von 126 Milliarden Euro. „Der Binnenmarkt ist das größte Asset der EU. Wir müssen ihn weiterentwickeln – unternehmerisch und regulatorisch“, so Kegel. „Die Globalisierung scheint an einem Scheitelpunkt zu stehen. Die protektionistische Wirtschaftspolitik Chinas, aber auch der USA sind für uns ein hohes Risiko. Die EU muss entschlossen gegensteuern und mehr bilaterale Handels- und Rohstoffabkommen abschließen.“

Für das laufende Jahr zeigt sich der Verband zuversichtlich: „Stand heute gehen wir bei der realen Produktion von einer schwarzen Null aus, was einer Konsolidierung auf sehr hohem Niveau entspricht“, so der ZVEI-Präsident.

„Imm cologne“/Koelnmesse

Findet ab 2024 wieder im Januar statt

Die Koelnmesse gibt Gas. Nicht nur, dass die Sonderausgabe, die „IMM Spring Edition“ im Juni (04.-07.06.) an Fahrt aufnimmt, jetzt haben die Verantwortlichen entschieden, dass die reguläre „IMM Cologne“ 2024 wieder am angestammten Termin im Januar stattfinden wird. An fünf Tagen, von Sonntag, 14. Januar, bis Donnerstag, 18. Januar, soll die internationale Möbel- und Einrichtungsmesse über die Bühne gehen. So setzt die „IMM Cologne“ 2024, wie auch das Sonderevent im Juni 2023, mit einer angepassten Laufzeit und dem Fokus auf Fachbesuchende auf effizientes Business.

„In enger Abstimmung mit der Industrie und den beteiligten Verbänden freuen wir uns sehr bekanntgeben zu können, dass die ,IMM Cologne‘ ab 2024 wieder zu ihrem angestammten Januartermin zurückkehrt. Die zu Jahresbeginn herrschende Dynamik bildet den perfekten Zeitpunkt, Industrie und Handel zusammenzubringen, um die Lebenswelt von morgen gemeinsam zu gestalten“, so Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. Diese Ansicht teilt Elmar Duffner, Präsident des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM): „Wir begrüßen die frühzeitige Entscheidung über den künftigen ,IMM‘-Termin. Dies erleichtert unseren Herstellern die Planung. Der über Jahrzehnte etablierte Januar-Zeitpunkt findet in der Branche die größte Unterstützung.“

Die durch die „IMM Spring Edition“ im Juni eingeläutete Reise geht weiter, die Messe bleibt im Wandel, heißt es zudem aus Köln. Ausstellende und Besuchende können eine neue, veränderte „imm cologne“ 2024 erwarten. Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement für die Themen Möbel, Einrichten und Design bei der Koelnmesse erklärt: „Das Aufeinandertreffen der wichtigsten Marktakteure bietet Ausstellenden und Besuchenden nicht nur hervorragende Möglichkeiten, das eigene Business auszubauen und Kontakte zu knüpfen, sondern sich aktiv an der Ideengebung und Trendsetzung zu beteiligen. Die ,imm cologne‘ versteht sich künftig als Impulsgeber für brancheninterne und externe Themen, die für die gesamte Interior-Welt relevant sind.“

Die „IMM Cologne“ richtet sich dabei, wie auch die „IMM Spring Edition“, an Fachbesucher:innen. Für Endverbraucher wird es jedoch die Möglichkeit geben, die Messe auf Einladung zu besuchen.

Aktuell steht bei den Messe-Machern die „Spring Edition“ im Fokus. Derzeit rechnet die Koelnmesse mit rund 600 Ausstellern, die sich in den Hallen 5, 6, 9, 10 und 11 präsentieren werden. Darüber hinaus gibt es die Option auf eine sechste Halle, wenn das Asien-Geschäft wieder anzieht. Marktführende Unternehmen wie Koinor, Polipol, Voglauer, Mobitec und Hjört Knudsen haben ihre Teilnahme bereits bestätigt. Neben dem vom Stil der Kunstmesse „Art Cologne“ inspirierten „Pure Galleries“-Konzept erhält auch der konsumrelevante Home-Bereich mit dem Format „Interior Platforms“ eine Neuerung.

Jetzt auch nach ISO 50001 zertifiziert

Bei Assmann sind Umwelt- und Klimaschutz feste Bestandteile der Unternehmensstrategie. Ein klares Indiz dafür: Das Unternehmen wurde für sein systematisches Energiemanagement jetzt auch nach ISO 50001 zertifiziert. „Unsere langjährig bestehende Zertifizierung für das Umweltmanagement nach ISO 14001 erweitern wir somit zielführend durch eine spezifische Ausrichtung auf das Energiemanagement“, so Andreas Fipp, Leiter Industrial Engineering bei Assmann.

Die ISO-Norm 50001 legt den klaren Fokus auf den Energieverbrauch der verwendeten Systeme, Verfahren und Geräte der zertifizierten Unternehmen. Somit können sämtliche Auswirkungen der Energieleistung besser analysiert und letztendlich optimiert werden. „Im komplexen Zertifizierungsprozess mussten wir dabei unter anderem alle umweltrelevanten großen Energieverbraucher am Standort benennen und wesentliche Einsparmöglichkeiten untersuchen, um den Energieverbrauch zu analysieren und somit eine kontinuierliche Verringerung zu ermöglichen“, so Nachhaltigkeitsmanagerin Dr. Julia Koch.

Die ISO-Normen genießen weltweit eine noch größere Anerkennung als das EU-Umweltmanagementsystem EMAS, das auf der Erfüllung der Kriterien der ganzheitlichen Umweltmanagement-Systemnorm ISO 14001 aufbaut, eine umfängliche öffentliche Umwelterklärung verlangt und nur im europäischen Raum gilt. Zukünftig wird Assmann seine Aktivitäten im Umwelt- und Energiemanagement durch die ISO 14001 und die ISO 50001 nachweisen. Die Aspekte der EMAS-Umwelterklärung werden weiterhin in die Nachhaltigkeitsberichterstattung des Unternehmens nach dem GRI-Standard einfließen.

Großhandelspreise stark gestiegen

Die Verkaufspreise im Großhandel waren im Dezember 2022 um 12,8 Prozent höher als im Dezember 2021. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat damit niedriger aus als im November 2022 (+14,9 Prozent) und im Oktober (+17,4 Prozent). Gegenüber dem Vormonat November 2022 fielen die Großhandelspreise im Dezember 2022 um 1,6 Prozent. Einen stärkeren Preisrückgang zum Vormonat gab es zuletzt im Dezember 2008 (-3,1 Prozent).

Wie schon in den Vormonaten sind hauptsächlich Rohstoffe und Vorprodukte für den hohen Anstieg der Großhandelspreise im Vorjahresvergleich verantwortlich. Den größten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat hatte im Dezember 2022 der Preisanstieg im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen (+22,8 Prozent).

Erheblich höher waren auch die Preise im Großhandel mit chemischen Erzeugnissen (+24,5 Prozent). Dagegen sanken die Preise im Großhandel mit Altmaterial und Reststoffen im Vorjahresvergleich um 20,2 Prozent sowie mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug um 2, Prozent.

Im Jahresdurchschnitt 2022 stiegen die Großhandelsverkaufspreise gegenüber dem Vorjahr 2021 um 18,8 Prozent.

Neues Mitglied der Klimaschutz-Unternehmen

Die Unternehmensgruppe Fischer gehört zu den Klimaschutz-Unternehmen e.V.. Mit dem Beitritt in das ambitionierte Netzwerk betont der Mittelständler seine exzellenten Leistungen in den Bereichen Klimaschutz und Energieeffizienz.

Klimaschutz-Unternehmen e.V. ist ein Zusammenschluss von Unternehmen in Deutschland, die durch eine konsequente Umsetzung herausragender Innovationen eine Vorreiterrolle bei Klimaschutz und Energieeffizienz einnehmen.

Fischer durchlief im Vorfeld erfolgreich ein anspruchsvolles und mehrstufiges Aufnahmeverfahren, in dem die Klimastrategie von Experten der Initiative untersucht wurde und die Bereiche Energie- und Ressourceneffizienz, erneuerbare Energien und das Nachhaltigkeitsmanagement im Fokus standen. Der Beirat des Vereins bestätigte die Aufnahme der Unternehmensgruppe.

Sie würdigt Fischer für herausragendes und umfassendes Engagement für den Klimaschutz. Die Mitglieder profitieren von Hintergrundinformationen, Zugang zu besonderen Formaten und insbesondere von der Expertise des Vereins und dem gemeinsamen Austausch.

„Wir freuen uns über die Aufnahme und auf das Netzwerken mit den über 50 weiteren Klimaschutz-Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Mit Sicherheit können wir viel voneinander lernen und uns bei unseren individuellen Entwicklungen und Veränderungsprozessen gegenseitig Impulse geben“, sagt Christian Ziegler, Abteilungsleiter für Nachhaltigkeit, Um-welt und Energie bei Fischer.

Eine feierliche Aufnahme in das Netzwerk und die Übergabe der Auszeichnung findet im Frühjahr 2023 in Berlin statt und wird im Moment vom Verein Klimaschutz-Unternehmen e.V. und dem Bundesumweltministerium vorbereitet.

Die Nachhaltigkeitsinitiative Klimaschutz-Unternehmen e.V. ist ein Zusammenschluss der drei Initiativen House of Energy e.V., Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke und dem Unternehmensnetzwerk Klimaschutz.

So digital sind moderne Nähmaschinen

Wir sprechen in der Möbelindustrie seit einigen Jahren nur noch über Losgröße 1 und vor diesem Hintergrund über die zunehmende Digitalisierung und auf dieser Basis auch Automatisierung von Produktionen. Meist sind damit die Fertigungsstätten von Küchen- oder Kastenmöblern gemeint. Aber wie sieht es in einer anderen Sparte aus, der Polstermöbelproduktion? Wie digital ist beispielsweise der Nähsaal, wie gut lassen sich Nähmaschinen in ein Fertigungsleitsystem einbinden und wo gibt es Grenzen und Herausforderungen?
Holger Labes, Geschäftsführer des Nähmaschinenherstellers Vetron Typical und Hermann-Josef Pöhls, Technischer Leiter bei COR Sitzmöbel beleuchten aus unterschiedlichen Richtungen den „Status Quo“ in unserer neusten Podcast-Folge. HIER geht es direkt zum Hörerlebnis.

Sie haben ein spannendes Thema, über das Sie gern mal mit einem Redakteur der „möbelfertigung“ im Podcast diskutieren möchten? Dann melden Sie sich bei Redakteurin Doris Bauer, doris.bauer@vincentz.net.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, Ihr Produkt in einem Podcast zu bewerben. Oder auch als Premium-Sponsor bei jedem neu erscheinenden Podcast genannt zu werden. Über alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten informiert Sie gerne Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@vincentz.net.

Jens Richmann ist neuer Einkaufsleiter

Neuzugang im Einkauf: Ab Januar steuert Jens Richmann den internationalen Einkauf bei den Rauch Möbelwerken.

Jens Richmann startete am 01.01.2023 als Chief Procurement Officer bei Rauch und verantwortet in dieser Rolle den operativen und strategischen Einkauf. Zuletzt war er als Einkaufsleiter bei Westag tätig gewesen. Davor arbeitete er für die Hüls-Unternehmensgruppe und verfügt über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in der Möbelindustrie. In seiner neuen Position berichtet er an Geschäftsführer Klaus Dahlem.

„Ich freue mich sehr, dass wir Jens Richmann für uns gewinnen konnten, um den strategischen Einkauf zu stärken. Angesichts der turbulenten Zeiten voller Veränderungen und Ungewissheit ist ein effizienter Einkaufs- und Beschaffungsbereich mit partnerschaftlichen Lieferantenbeziehungen von zentraler Bedeutung. Durch seine Kompetenz wird Jens Richmann neue Impulse setzen und das rauch Team wirkungsvoll verstärken“ erklärt Rainer Hribar (CEO).