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Autor: Möbelfertigung

Wärmegewinn aus eigenen Späneabfällen

Der Bausektor ist weltweit für etwa 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich. Mit rund 53 Prozent der jährlichen Abfallmenge in Deutschland ist die Branche laut Statistischem Bundesamt zudem der größte Müllproduzent des Landes. Nachhaltig bauen, reduzieren, wiederverwerten und recyceln sind deshalb wichtiger denn je, um die Klima- und Umweltfolgen von Baumaßnahmen einzuschränken. Alle am Bau Beteiligten wie Bauherren, Architekten, Planer, Händler und Verarbeiter müssen in jeder Planungsphase den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes berücksichtigen. Der Spezialtüren-Hersteller Schörghuber aus dem bayrischen Ampfing handelt bereits nach diesen Grundsätzen und verwertet eigene Späneabfälle für den unternehmensinternen Wärmebedarf.

Besonders bei der Produktion von Bauteilen spielt es eine wesentliche Rolle, auf bereits vorhandene Ressourcen zurückzugreifen und diese wiederzuverwenden. Diesen zirkulären Ansatz verfolgt das Unternehmen Schörghuber bereits seit 2005: Seitdem verwertet der Hersteller die Sägeabfälle aus der Produktion. Die Späne werden nach der Absaugung über Hochdruckleitungen von den Filteranlagen bis hin zum Spänesilo befördert. Von dort aus gelangen sie in die firmeninterne Holzfeuerung zur Prozesswärmegewinnung. Die Wärme dient dem Aufheizen von Pressen und Lacktrocknern, aber auch zum Beheizen des Verwaltungsgebäudes sowie aller vier Produktionshallen mit über 90.000 Quadratmetern.

Dieser Prozess ist sowohl ökonomisch als auch ökologisch. Denn er spart am Einsatz fossiler Brennstoffe, deren Transport- oder Entsorgungskosten und liefert gleichzeitig die nötige Energie für den innerbetrieblichen Bedarf. Mit dem Einsatz moderner Abscheider und E-Filter-Anlagen werden die Emissionen der Heizung reduziert. Durch die vermiedenen Transporte der Späneentsorgung verkleinert sich der CO2-Fußabdruck. Darüber hinaus bleibt Schörghuber unabhängig von den schwankenden Energiekosten. In Zahlen bedeutet die hauseigene Holzfeuerung zur thermischen Energiegewinnung eine Einsparung von 90 Prozent der zuvor benötigten Menge an Heizöl.

Als holzverarbeitendes Unternehmen hat sich Schörghuber schon lange dem Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens verpflichtet. Umweltzertifizierungen wie FSC und PEFC zählen zum Standard. Zudem deckt das Unternehmen seit 2017 seinen gesamten Strombedarf mit echtem Ökostrom und produziert seit 2021 zu 100 Prozent klimaneutral. Das bedeutet, dass sämtliche CO2-Emissionen des Unternehmens und seiner Produkte erfasst sind. Verbleibende Emissionen, die heute noch nicht vermieden werden können, kompensiert Schörghuber durch die Förderung von Klimaschutzprojekten in Zusammenarbeit mit ClimatePartner.

Mit neuem Hauptsitz in Florida

Baumer of America (BoA), Tochtergesellschaft der Albrecht Bäumer GmbH & Co. KG, ist zum 1. Januar 2023 nach Tampa, Florida umgezogen und wird künftig dort produzieren und verkaufen. Der Hersteller von Schneidemaschinen und Software für die Schaumstoffindustrie will mit diesem Schritt noch größere Teile der USA, Kanadas und Mexikos durch Service- und Supportangebote abdecken können.

Der Umzug des Hauptsitzes von Towaco in New Jersey ist bereits der zweite Umzug in der mehr als 40-jährigen Unternehmensgeschichte. Im Jahr 1979 gegründet, entwickelte sich das Unternehmen rasant vom Versuch der Verankerung erster amerikanischer Beziehungen hin zu einer komplett eigenständigen Niederlassung, die heute nicht nur amerikanische, sondern auch kanadische und mexikanische Kunden betreut.

Ab 1992 produzierte das Team die ersten Bandmesser im neuen Headquarter in New Jersey, das damals ausgewählt wurde, um auf weiteres Wachstum und Expansion in den USA vorbereitet zu sein. Im Jahr 2006 eröffnete der Standort einen Vorführraum für Maschinen und die Demonstration neuster Technologie. Einige Jahre später wurde das Hauptbüro 2015 erneuert und durch eine vergrößerte Messer-Werkstatt sowie den Verkauf von Gebrauchtmaschinen ergänzt. Heute zählt das Team mehr als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. BoA wuchs in den vergangenen 5 Jahren um sein Dreifaches und hält an weiteren Wachstumsambitionen fest – so wurde der Umzug an einen größeren Standort unvermeidbar.

„Wir sind über die letzten Jahre einfach aus dem Standort herausgewachsen“, erklärt BoA’s CEO Uwe Scharfy. „Mit nur diesem Standort wäre eine Expansion in Richtung des Nord-Amerikanischen Marktes einfach nicht möglich gewesen. Wir haben uns für die neue Location entschieden, um noch größere Teile der USA, Kanadas und Mexikos in Sachen Service und Support abdecken zu können.“

Das neue Gebäude in Tampa bietet 250 Quadratmeter Bürofläche und 3.300 Quadratmeter Gewerbefläche. Neben der bereits existierenden Messerproduktion vergrößert Baumer of America sich, um weitere Produktions- und Montageflächen schaffen und die amerikanischen Kunden noch effizienter betreuen zu können. Zudem gehört ein größeres Showroom- und Testing Center zum neuen Konzept, das die Möglichkeit für Probeschnitte und andere Maschinendemonstrationen schaffen soll. Auch die Vormontage und Auslieferung der Bäumer-Neuentwicklung „Contour V-blade“ für den nordamerikanischen Markt fällt in Zukunft in den Aufgabenbereich der Tochtergesellschaft. Der vertikale Konturenscheider wurde den nordamerikanischen Kunden bereits 2022 auf der „Foam Expo Novi“ präsentiert und entwickelte sich seitdem mit 8 Maschinenverkäufen zum absoluten Liebling der Industrie.

„Wir möchten unseren Standort unbedingt auch zur Akquise neuer Kunden nutzen, die unser Service- oder Messer-Angebot aktuell noch nicht in Anspruch nehmen“, berichtet Scharfy. Die neue Örtlichkeit ermöglicht schnellere Reaktionen, wenn es um Serviceeinsätze überall in den Vereinigten Staaten geht.

Vertreterinnen und Vertreter der Mutter-Gesellschaft Albrecht Bäumer GmbH & Co. KG in Freudenberg, Deutschland, brachten zum Ausdruck wie beeindruckt sie von der Entwicklung BoA’s seien. Christoph Hauck, Geschäftsführer von Bäumer in Deutschland, zeigte sich begeistert: „Der neue Standort in Tampa ist im Vergleich zu Towaco eine eindrucksvolle Weiterentwicklung. Bäumer spielt auf dem nordamerikanischen Markt nun in einer ganz anderen Liga.“

Beide CEOs, Scharfy und Hauck, sind der vollen Überzeugung, dass dieser Schritt einen positiven Einfluss auf das Unternehmen, nicht nur in den USA, sondern weltweit, haben wird. Innerhalb der kommenden fünf Jahre soll der neue Standort kontinuierlich erweitert und auf 5.000 Quadratmeter ausgebaut werden.

Natürlich wurde die neue Location Strategie nicht nur entwickelt, um mehr Platz für das wachsende Team zu schaffen, sondern auch um BoA’s Kunden-Zentrierung weiter zu erhöhen. In Zukunft werden die Abteilungen Verwaltung und Technischer Support weiterhin von Towaco aus operieren. Auch das Verkaufs-Team arbeitet weiterhin von überall im Land, um Kunden regelmäßig vor Ort besuchen zu können. Das Haupt-Büro in Florida wird die Rolle des Zentrums für Kunden-Support spielen, Kunden im Testing-Center empfangen und mehr Platz für die Präsentation individueller Lösungen und einer qualitativ hochwertigen Bandsägen-Produktion bieten.

Da Lieferwege teilweise verkürzt werden können, gehört es aktuell zu den Zielen die Lieferzeit von Produktion, die ausschließlich in den USA hergestellt werden, weiter zu verkürzen. Dies können beispielsweise diverse Maschinen-Umbauten (Retrofits) sein.

Die intensive Weiterentwicklung einer Retrofit-Strategie steht ebenfalls auf Scharfys Agenda. Das Upgrade von Maschinen entwickelte sich innerhalb der vergangenen Jahre zu einer sich schnell amortisierenden Alternative gegenüber dem Kauf einer Neumaschine. Besonders in Fällen eines Maschinenausfalls, dem ein Retrofit Abhilfe schaffen kann, wird Baumer of America in Zukunft noch schneller an der Seite des Kunden agieren können. Auch das Konzept des Ankaufs von Altmaschinen hat sich in der Vergangenheit bewehrt und soll in Florida fortgeführt werden. In-house werden gebrauchte Bäumer-Maschinen komplett überarbeitet und mit Hilfe von Retrofits auf den neusten technischen Stand gebracht, um anschließend weiterverkauft zu werden. Eine nicht nur kosteneffiziente, sondern auch nachhaltige Lösung für den Markt.

Hinter dem gesamten Team von Baumer of America liegen einige nervenaufreibende Monate. „Neben der Organisation rund um den Umzug nach Tampa lief unser Tagesgeschäft normal weiter. Diese Zeit war für alle sehr stressig“, berichtet Uwe Scharfy. Nichtsdestotrotz blicken alle im Team den nun wartenden Herausforderungen, den noch engeren Beziehungen zu bereits bestehenden Kunden und den Möglichkeiten neue Kunden zu treffen freudig entgegen.

Rekord im Jahr 2022

„2022 war ein wirklich tolles Jahr für meine Unternehmen #Salvamac und #IzmirLaser. Die Erweiterung der Produktpalette, Innovation und Investitionen sind die Zutaten des Erfolgs.“ Mit dieser euphorischen Aussage startete Christian Salvador, Inhaber der Salvamac Group, auf der Socialmedia-Plattform LinkedIn in das neue Geschäftsjahr.

Und seiner Aussage nach wird es auch vorerst bei dieser positiven Entwicklung bleiben: „Alle Indikatoren zeigen aufwärts. Was die Richtigkeit der Strategien bestätigt, die in vielen Märkten ergriffen wurden, um die zahlreich stattgefundenen wirtschaftlichen und strukturellen Veränderungen zu bewältigen.“

Salvador fährt fort: „In den mehr als 20 Jahren, die ich in diesem Geschäft tätig bin, habe ich im letzten Jahr eine unglaubliche Zufriedenheit erlebt. Wir glauben fest an menschliche Beziehungen: Unser Kunde ist keine Seriennummer, sondern eine Person mit einem Namen und Bedürfnissen. Die Kunden müssen mit unseren Maschinen zufrieden und glücklich sein, um lächeln zu können. Der Mensch muss im Mittelpunkt von allem stehen.“ Mit diesem Vorsatz geht Salvador und sein Team natürlich auch in das Jahr 2023.

„Im Gegensatz zu vielen anderen stehen wir für das ein, was wir tun, übernehmen Verantwortung. Wir müssen an das glauben, was wir tun, und diese Prise Emotion mit einer großen Portion Kalkül und Intelligenz kombinieren. Wir müssen denken wie ein großer multinationaler Konzern und agieren mit der Agilität eines kleinen Unternehmen mit kurzen Entscheidungswegen. Denn nicht immer fressen die großen Fische die kleinen – manchmal fressen die schnellen die langsamen…“ Mit diesen blumigen Worten kündigt der sympathische Italiener für die kommenden Monate „unglaubliche Neuigkeiten“ an.

Sanierung geht nicht ohne Arbeitsplatzverlust

Die bei Hülsta eingeleitete Sanierung des Unternehmens möchte Geschäftsführer Dr. Thomas Knecht mit seinem Team schnell hinter sich lassen – und gestärkt aus dieser Zeit hervorgehen, heißt es in einer Pressemitteilung von heute. Die ersten wesentlichen Schritte des Sanierungsplans wurden bereits im Dezember letzten Jahres realisiert: Für zwei Gesellschaften der Hülsta Gruppe wurde plangemäß am 28. Dezember 2022 das zuvor beantrage Eigenverwaltungsverfahren eröffnet. Dabei wurde Dr. Christoph Morgen von Brinkmann & Partner aus Münster zum Sachverwalter bestellt. Die Kanzlei Eckert Rechtsanwälte aus Hannover begleitet das Unternehmen bei der Durchführung.

„Diese Form der Restrukturierung ermöglicht uns eine hohe Prozesssicherheit. Sie belässt die Handlungshoheit in unserem Unternehmen, damit wir nun alle Maßnahmen treffen können, um Hülsta langfristig fit für die Zukunft zu machen“, so Dr. Thomas Knecht.

In den letzten Wochen wurden Strukturen und Prozesse in den Gesellschaften der Hülsta Gruppe nochmals intensiv beleuchtet, um daraus ein umfangreiches Maßnahmenpaket abzuleiten. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die aktuelle Standortsituation des Unternehmens. Derzeit hat die Hülsta-Werke Hüls GmbH und Co. KG zwei Standorte, an denen die Möbel der Marken gefertigt werden: Ein Werk in Ahaus-Ottenstein und eines in Stadtlohn. Beide Werke werden am Standort Stadtlohn nun zusammengelegt und künftig in einem Einschicht-Betrieb laufen; Produktivität und Flexibilität in den Fertigungsabläufen sollen mit dem bestehenden Sanierungskonzept außerdem nachhaltig gesteigert werden. Hinzu kommen Optimierungen in den Strukturen und Prozessabläufen in allen Gesellschaften.

All diese Maßnahmen haben Belegschaftsanpassungen zur Folge, die unausweichlich seien. Von den ehemals 601 Beschäftigten geht es bei 229 um Personalanpassungen, sodass es bei ca. 370 Mitarbeitenden bleibt. „Um soziale Härten im Zuge der Restrukturierung aber soweit wie möglich abzufedern, wurde noch im Dezember 2022 insgesamt 196 Mitarbeitenden in Abstimmung mit dem Betriebsrat der Übertritt in eine Transfergesellschaft mit mehrmonatiger Laufzeit angeboten. Knapp 90 Prozent der Betroffenen haben dieses Angebot bereits angenommen, 33 Personen sind von Kündigungen betroffen, 24 andere Fachkräfte haben bereits Alternativen gefunden oder wechseln in den Ruhestand“, heißt es aus Stadtlohn.

„In einem herausfordernden Umfeld müssen wir unsere Organisationen schlank, flexibel und effizient ausrichten. Daran arbeiten wir derzeit intensiv, haben bereits viel bewegt und können auf dieser Basis für Deutschlands bekannteste Herstellermöbelmarke positiv in die Zukunft blicken. Das jetzt laufende Verfahren werden wir voraussichtlich im zweiten Quartal 2023 abschließen“, umreißt Dr. Thomas Knecht den zeitlichen Rahmen.

Für Käuferinnen und Käufer der Möbelmarke habe der Sanierungsprozess keine Auswirkungen. Bestellungen werden wie gewohnt aufgenommen, hergestellt und geliefert. Derzeit laufen außerdem aktuelle Hülsta-Neuheiten im Handel ein und sind bereits bestellbar.

Baupreise steigen weiter stark an

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2022 um 16,9 Prozent gegenüber November 2021 gestiegen. Im August 2022, dem vorherigen Berichtsmonat der Statistik, waren die Preise im Vorjahresvergleich um 16,5 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum August 2022 erhöhten sie sich im November 2022 um 2,5 Prozent. Alle Preisangaben beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Mehrwertsteuer.

Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen von November 2021 bis November 2022 um 15,8 Prozent. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und auch am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben Betonarbeiten und Mauerarbeiten. Betonarbeiten sind gegenüber November 2021 um 17,6 Prozent teurer geworden, Mauerarbeiten um 13,6 Prozent. Für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten erhöhten sich die Preise um 20,3 Prozent, Erdarbeiten waren 15,7 Prozent teurer als im November 2021. Zimmer- und Holzbauarbeiten kosteten 5,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Preise für Ausbauarbeiten nahmen im November 2022 gegenüber dem Vorjahr um 17,8 Prozent zu. Hierbei erhöhten sich die Preise für Tischlerarbeiten um 19,5 Prozent. Diese haben unter den Ausbauarbeiten den größten Anteil am Preisindex für Wohngebäude. Bei Heizanlagen und zentralen Wassererwärmungsanlagen stiegen die Preise um 19,0 Prozent, bei Nieder- und Mittelspannungsanlagen um 17,1 Prozent. Die Preise für Wärmedämm-Verbundsysteme erhöhten sich um 16,5 Prozent.

Neben den Baupreisen für Wohngebäude nahmen die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) gegenüber dem Vorjahr um 16,8 Prozent zu. Die Neubaupreise für Bürogebäude stiegen um 17,8 Prozent und für gewerbliche Betriebsgebäude um 17,6 Prozent. Im Straßenbau erhöhten sich die Preise um 19,3 Prozent gegenüber dem November 2021.

115 Aussteller haben sich bereits angemeldet

Die „Partnertage Ostwestfalen“ nehmen weiter an Fahrt auf: Bis dato haben sich 115 Aussteller, Vertriebsgesellschaften und Marken für die Messe, die vom 13. bis 15. März in Bad Salzuflen über die Bühne gehen wird, angemeldet (2022: rund 120).

Präsentiert wird ein breites Angebot über alle Sortimente. Neben dem bereits gemeldeten Ausstellerkreis tragen 2023 neue Teilnehmer wie byLiving, DC Living, Done Beds, Emilia, FMD, Home Group, ID Furn, Inter Link, Kreative Furniture & Design, ManWah, Maxwill, Möbeltown und The Beds dazu bei, das Leistungsspektrum der „Partnertage Ostwestfalen“ nochmals deutlich zu erweitern.

Das Konsumsegment treibt aktuell drängende Fragen um: Wie entwickeln sich die Preise, wie verhalten sich die Konsumenten, welche Sortimente gehen, welche Werbung funktioniert, in welche Richtung tendiert der Beschaffungsmarkt, wie schnell sinkt die Inflation? „Wir freuen uns auf die Begegnung mit unseren Handelspartnern, auf den informellen Austausch und auf die konstruktive Auseinandersetzung zu den anstehenden Herausforderungen. Im März lassen sich Trends und Tendenzen für dieses Jahr absehen, der richtige Zeitpunkt, um Entwicklungen zu beschleunigen oder auch entgegenzusteuern“, sind sich die Initiatoren sicher.

Hier kann die vollständige Ausstellerliste abgerufen werden.

Siebte „Sustained Color“ gekürt

Ein beruhigender Farbton in einer aufwühlenden Zeit: „Come closer!“ wurde vom Expertengremium von der Ippolito Fleitz Group und Phoenix Design für das Colornetwork als Sustained Color No. 7 auserkoren.

Die aktuell in der Gesellschaft spürbare Sehnsucht nach zwischenmenschlicher Nähe, Berührung und Geborgenheit inspirierte zur Kreation der sinnlichen Farbe „Come closer!“ als Sustained Color No. 7. Eine Nuance, die berührt und Wärme ausstrahlt. Der Farbton hat damit eine grundlegende Funktion, denn taktile Erlebnisse sind essentielle Bedürfnisse in der Beziehung zwischen Mensch und Mensch, Mensch und Material, Mensch und Raum. Dies war der kreative Ansatz, den das Expertengremium für die siebte Farbe des Color Network verfolgte. Peter Ippolito und Verena Schiffl von der Ippolito Fleitz Group sowie Joon-Mo Lee und Veronika Schmidt-Schäffer von Phoenix Design haben eine tröstende, wärmende Farbe für unsere krisenbehaftete Zeit gefunden. Mit „Come closer!“ werden Materialien „lebendig“ und körperlich. Katrin de Louw, Gründerin und Initiatorin des Colornetwork, ist von dem Ergebnis überzeugt: „Diese Farbe hat Persönlichkeit, lässt sich aber keinem Geschlecht zuordnen. Mit dieser Ambivalenz überrascht sie auch Interior-Profis durch Vielseitigkeit im Materialmix.“

Das Colornetwork denkt Farbe erstmals langlebig und kürt jedes Jahr eine „Sustained Color“, die bleibende Werte für Architektur und Lifestyle fördert. Der ganzheitliche Ansatz wird durch die dazugehörige „Duftstory“ deutlich, die den Farbton in olfaktorischer Hinsicht interpretiert. Die namhaften Netzwerkpartner entwickeln Produkte im Farbverbund und verpflichten sich zu Transparenz. Die 2020 von Trendfilter gegründete Marke unterstützt den Umweltschutz, Nachhaltigkeit und wirkt gegen die Marktkonzentration. Bereits 35 Unternehmen aus der Einrichtungsbranche sind Teil des interdisziplinären Netzwerks, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, wenn es um Nachhaltigkeit und Farbsicherheit in der Inneneinrichtung geht – von der Zulieferindustrie über den Point of Sale bis hin zu ganzheitlichen Interior-Konzepten im Objektbereich.

Gründet Niederlassung in Spanien

Die Zünd Systemtechnik AG rückt noch näher an ihre Kunden auf der iberischen Halbinsel. Auf Anfang 2023 hat Zünd den langjährigen Vertriebspartner Sign-Tronic S.A. mit Sitz in Barcelona übernommen.

Seit Anfang 2023 ist die Sign-Tronic S.A. eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Zünd Systemtechnik AG und firmiert neu unter dem Namen Zund Ibérica. Sign-Tronic S.A. wurde 1990 gegründet und war seit 1994 offizieller Vertriebs- und Servicepartner der Zünd Systemtechnik AG. Zund Ibérica betreut zahlreiche Kunden in Spanien, Portugal und Andorra.

Als neuer CEO von Zund Ibérica fungiert Jordi Lorente. Er wird vorerst tatkräftig vom bisherigen Mitinhaber und Managing Director Flemming Jensen unterstützt. Rosa Miralles, ebenfalls Mitinhaberin, wird bei Zund Ibérica weiterhin in leitender Funktion tätig sein.

Zund Ibérica beschäftigt aktuell 15 Mitarbeitende. Mit mehr als 1000 installierten Cuttern ist Zund Ibérica auf dem iberischen Markt einer der erfahrensten Distributoren von digitalen Schneidsystemen sowie Software- und Workflowlösungen. Ein eigener Demoraum bietet Kunden und Interessenten die Gelegenheit, die vielfältigen Möglichkeiten digitaler Schneidtechnologie von Zünd vor Ort zu erleben. Die Mitarbeitenden sind ausgewiesene Experten in Beratung, Schulung, Installation und Service.

Der Name Zünd steht seit bald 40 Jahren für Schweizer Qualität, Zuverlässigkeit und technisch wegweisende digitale Schneidsysteme. Als Innovations- und Marktführer zugleich ist die Zünd Systemtechnik AG immer wieder Schrittmacher in der Entwicklung multifunktionaler Systemlösungen. Die nun elf eigenen Niederlassungen rund um den Globus sowie das weltumspannende Händlernetzwerk unterstreichen die internationale Ausrichtung des Schweizer Maschinenbauers.

Oliver Zünd, CEO der Zünd Systemtechnik AG: „Wir freuen uns sehr, Zund Ibérica in unserer weltweit tätigen Unternehmensgruppe willkommen zu heißen. Durch die enge Zusammenarbeit mit unserer neuen Tochtergesellschaft können wir das Geschäft in Spanien weiter stärken und den Kundenstamm ausbauen. Ich bin überzeugt, dass wir unseren spanischen Kunden auch weiterhin und vor allem langfristig die bestmögliche Betreuung bieten können. Mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen sowie der großen Erfahrung unserer neuen Tochtergesellschaft wird es uns möglich sein, weiter zu wachsen und unseren Kundensupport weiter zu optimieren“.

Roboter-Forschung: Wie Asien, Europa und Amerika investieren

Staaten investieren rund um den Globus in Robotik, um die Weiterentwicklung der Technologie für industrielle und gesellschaftliche Anwendungen zu fördern. Was aber sind die aktuellen Ziele der offiziellen Förderprogramme in Asien, Europa und Amerika? Die International Federation of Robotics hat recherchiert und die Ergebnisse mit dem 2023er Update-Report „World Robotics R&D Programs“ veröffentlicht.

„Die dritte Auflage des World-Robotics-R&D-Programs-Report berichtet über die jüngsten Entwicklungen in den Förderprogrammen, einschließlich der Aktualisierungen für 2022“, sagt Prof. Dr. Jong-Oh Park, stellvertretender Vorsitzender des IFR-Forschungsausschusses und Mitglied des Executive Boards. Wie die Übersicht zeigt, verfolgen die weltweit fortschrittlichsten Robotik-Länder – gemessen an den jährlichen Installationen von Industrierobotern – China, Japan, USA, Südkorea, Deutschland und auch die EU ganz unterschiedliche Forschungs- und Entwicklungsstrategien:

Forschung & Entwicklung in der Robotik – offizielle Förderprogramme
In China wurde der „14. Fünfjahresplan“ für die Entwicklung der Roboterindustrie vom Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) am 21. Dezember 2021 in Peking veröffentlicht – die Strategie konzentriert sich auf die Förderung von Innovationen. Ziel ist es, China zu einem weltweit führenden Land im Bereich der Robotertechnologie und des industriellen Fortschritts zu machen. Die Robotik ist Teil von insgesamt 8 Schlüsselindustrien über die nächsten 5 Jahre. Zur Umsetzung der nationalen Wissenschafts- und Technologie-Innovationsvereinbarungen wurde am 23. April 2022 im Rahmen des Nationalen Schlüsselplans für Forschung und Entwicklung das Sonderprogramm „Intelligente Roboter“ mit einem Finanzvolumen von 43,5 Mio. USD gestartet. Wie das jüngste statistische Jahrbuch „World Robotics“ der IFR zeigt, hat China in der verarbeitenden Industrie eine Roboterdichte von 322 Einheiten pro 10.000 Arbeiter erreicht: Damit liegt das Land im Jahr 2021 weltweit auf Platz 5 – 2018 rangierte China noch auf Platz 20 (140 Einheiten).

In Japan zielt die „Neue Roboterstrategie“ darauf ab, das Land zum weltweit führenden Zentrum für Roboterinnovationen zu machen. Die japanische Regierung hat für das Jahr 2022 mehr als 930,5 Mio. USD an Fördermitteln bereitgestellt. Schlüsselsektoren sind das verarbeitende Gewerbe (77,8 Mio. USD), Pflege und Medizin (55 Mio. USD), Infrastruktur (643,2 Mio. USD) und Landwirtschaft (66,2 Mio. USD). Der Aktionsplan für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor umfasst Projekte wie autonomes Fahren, fortschrittliche Luftfahrt oder die Entwicklung integrierter Technologien als Kernstück der nächsten Generation von künstlicher Intelligenz und Robotern. Im Rahmen des „Moonshot-Research-and-Development-Programms“ wurde ein Budget von 440 Millionen USD für Robotik-Projekte bereitgestellt, die über einen Zeitraum von fünf Jahren von 2020 bis 2025 laufen. Laut des statistischen Jahrbuches „World Robotics“ der IFR ist Japan der weltweit führende Hersteller von Industrierobotern und lieferte im Jahr 2021 insgesamt 45 Prozent des weltweiten Angebots.

Der 3. Basisplan für intelligente Roboter in Südkorea zielt darauf ab, die Robotik als Kernindustrie der vierten industriellen Revolution zu entwickeln. Die koreanische Regierung hat 172,2 Millionen USD für den „2022 Implementation Plan for the Intelligent Robot“ bereitgestellt. Von 2022 bis 2024 sind insgesamt 7,41 Mio. USD für das „Full-Scale Test Platform Project for Special-Purpose Manned or Unmanned Aerial Vehicles“ vorgesehen. Das statistische Jahrbuch „World Robotics“ der IFR weist für das Land im Jahr 2021 ein Allzeithoch von 1.000 Industrierobotern pro 10.000 Beschäftigte aus. Damit ist Südkorea die Nation mit der höchsten Roboterdichte weltweit.

Horizont Europa ist mit einem Budget von 94,30 Milliarden USD und einer Laufzeit von sieben Jahren (2021-2027) das wichtigste Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der EU. Die wichtigsten Ziele sind: Stärkung der wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der EU, Förderung der Innovationskapazität, der Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigung in Europa sowie die Umsetzung prioritärer Bürgeranliegen und die nachhaltige Stärkung sozioökonomischer Modelle und Werte. Die Europäische Kommission stellt für das Robotik bezogene Arbeitsprogramm 2021-2022 insgesamt 198,5 Millionen USD bereit.

Die deutsche Hightech-Strategie 2025 (HTS) ist die vierte Auflage des Forschungs- und Innovationsprogramms in Deutschland. Die Bundesregierung wird bis 2026 jährlich rund 69 Mio. USD bereitstellen – ein Gesamtbudget von 345 Millionen USD für fünf Jahre. Im Rahmen der HTS 2025 wurde das Programm „Technik für den Menschen“ aufgelegt. Dieses Programm zielt darauf ab, den technologischen Wandel in der Gesellschaft insgesamt und in der Arbeitswelt zum Nutzen der Menschen einzusetzen. Forschungsthemen sind: digitale Assistenzsysteme wie Datenbrillen, Mensch-Roboter-Kollaboration, Exoskelette zur Unterstützung von Beschäftigten bei der körperlichen Arbeit, darüber hinaus aber auch Lösungen zur flexibleren Gestaltung von Arbeitsprozessen oder die Unterstützung von mobilem Arbeiten. Laut des Reports „World Robotics“ der IFR ist Deutschland der größte Robotermarkt in Europa – die Roboterdichte liegt mit 397 Einheiten pro 10.000 Beschäftigten weltweit auf dem 4. Platz.

Die National Robotics Initiative (NRI) in den USA wird von der US-Regierung unterstützt und dient der Grundlagenforschung und -entwicklung im Bereich Robotik. Das im Februar 2021 angekündigte NRI-3.0- Programm baut auf den früheren NRI-Programmen auf und zielt auf die Erforschung integrierter Robotersysteme ab. Die US-Regierung unterstützte den NRI-3.0-Fonds im Jahr 2021 mit 14 Mio. USD. Die Zusammenarbeit zwischen akademischen, industriellen, staatlichen, gemeinnützigen und anderen Organisationen wird gefördert. Mit dem „Moon to Mars“-Projekt der NASA wird beispielsweise das Ziel verfolgt, eine langfristige Präsenz in der Nähe des Mondes und auf dem Mond zu etablieren.
Die Projekte zielen auf die Forschung und Technologieentwicklung ab, die Roboterleistungen erheblich steigern werden, um die Erkundung des Weltraums durch den Menschen und wissenschaftliche Missionen zu unterstützen. Für das Artemis-Mondprogramm plant die US-Regierung ein Budget von 35 Milliarden US-Dollar zwischen 2020 bis 2024 bereitzustellen. Das statistische Jahrbuch „World Robotics“ der IFR zeigt, dass die Roboterdichte in den Vereinigten Staaten von 255 Einheiten im Jahr 2020 auf 274 Einheiten im Jahr 2021 gestiegen ist. Das Land steht damit weltweit auf Platz 9. Hinsichtlich der jährlichen Installationen von Industrierobotern nimmt die USA Platz 3 ein.