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Autor: Möbelfertigung

Mit Sonderschau und Rundgängen auf der „Bau“ in München

„Bauen 2030 – nachhaltig, klimapositiv und zirkulär“: Unter diesem Motto präsentiert sich die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) vom 17. bis 22. April auf der „Bau“ in München mit einer eigenen Sonderschau. Der Non-Profit-Verein bietet dabei über die komplette Messewoche ein umfangreiches Konferenzprogramm an. Besuchende können sich in Halle C2 an Stand 518 über die Herausforderungen einer ganzheitlich nachhaltigen Bauweise informieren und beraten lassen. Außerdem gibt es kostenlose Messerundgänge, bei denen sich DGNB Mitglieder mit ihren Lösungen präsentieren.

„Nachhaltigkeit und alle damit zusammenhängenden Themen wie Klimaschutz oder zirkuläres Bauen waren vor vier Jahren eher Randthemen – in der Branche und auch auf der ,Bau‘ selbst“, sagt Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. „Das hat sich komplett gedreht. Das Thema ist eines der bestimmenden im Bausektor geworden und ist dabei, den Umgang mit unserer gebauten Umwelt grundlegend zu verändern.“

Wie diese Transformation praktisch gelingen kann, zeigt die DGNB im Rahmen ihrer Sonderschau „Bauen 2030 – nachhaltig, klimapositiv und zirkulär“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir heute bauen müssen, damit es auch 2030 noch zukunftsfähig ist: weg von Lippenbekenntnissen, hin zur realen Umsetzung. „Während viele Organisationen das Thema jetzt neu für sich entdecken, setzen wir uns als DGNB bereits seit mehr als 15 Jahren dafür ein, dass Nachhaltig zum neuen Normal wird. Heute sind wir Europas größtes Netzwerk für nachhaltiges Bauen und verfügen über einen Wissens- und Erfahrungsschatz, von dem auch die Besuchenden der ,Bau‘ profitieren können“, so Lemaitre.

Da die „Bau“ in diesem Jahr nur noch ein offizielles Forum anbietet, hat sich die DGNB entschlossen, auf ihrer Sonderschau selbst ein vielfältiges Konferenzprogramm anzubieten. Vormittags gibt es jeweils ab 10:30 Uhr die Möglichkeit, in Wake-up-Talks Pioniere des nachhaltigen Bauens wie DGNB Präsident Prof. Amandus Samsøe Sattler (studio ensømble berlin und IU Internationale Hochschule), Martin Haas (haascookzemmrich – STUDIO2050), Prof. Alexander Rudolphi (Rudolphi + Rudolphi, DGNB Gründungspräsident) oder Martin Pauli (Arup Deutschland) kennenzulernen.

Jeweils mittags ab 14 Uhr werden unter dem Motto „Nachhaltigkeit 360° – leading by example“ eine Reihe von Vorzeigeprojekten vorgestellt. Eine Ausnahme bildet der erste Messetag mit der Standeröffnung sowie einem Pressegespräch unter dem Motto „Bauen 2030“. Hochkarätig besetzte Paneldiskussionen zu Themen wie Klimaneutralität, Ressourcenschutz oder Bauen im Bestand ergänzen die Projektvorstellungen direkt im Anschluss. Zusagen gibt es unter anderem bereits von Stefan Behnisch (Behnisch Architekten), Prof. Anett-Maud Joppien (Dietz Joppien Architekten und TU Darmstadt), Jasna Moritz (kadawittfeldarchitektur), Prof. Eike Roswag-Klinge (ZRS Architekten Ingenieure und TU Berlin) sowie Prof. Thomas Auer (Transsolar und TU München).

Zum Abschluss der Messetage finden von Montag bis Donnerstag ab jeweils 17 Uhr interaktive Fishbowl-Diskussionen mit anschließenden, offenen Netzwerktreffen statt. Am ersten Messetag richtet sich dieses speziell an DGNB Mitglieder, dienstags ist die Architekten- und Planerinitiative Phase Nachhaltigkeit Ausrichter des Austauschformats. Die Netzwerkveranstaltung am Messemittwoch adressiert in erster Linie Bauprodukteherstellende, während am Donnerstag die DGNB Akademie alle DGNB Auditoren, Consultants und Registered Professionals einlädt.

Wie bereits bei der letzten „Bau“ im Januar 2019 wird die DGNB ihren Messestand auch 2023 wieder rundum nachhaltig und nahezu vollständig wiederverwendbar umsetzen. In der Gestaltung wird eine Vielfalt an Materialien eingesetzt, um die unterschiedlichen Möglichkeiten einer nachhaltigen Bauweise in Szene zu setzen.

Neben dem Raum für informellen Austausch bietet die DGNB auf ihrer Sonderschau verschiedene Wissens- und Mitmach-Angebote zu den Schlüsselaufgaben des nachhaltigen Bauens an. Insbesondere die Frage einer nachhaltigen Materialwahl steht dabei im Fokus. Zusätzlich gibt es die Gelegenheit, sich mit Expertinnen und Experten der DGNB rund um die Themen Zertifizierung, den DGNB Navigator und das nachhaltige Bauen im Allgemeinen auszutauschen und sich beraten zu lassen.

Welchen Stellenwert die Themen der Nachhaltigkeit in der Branche inzwischen einnehmen, wird auch mit Blick auf die Ausstellerliste deutlich. In praktisch allen Messehallen sind DGNB-Mitgliedsorganisationen vertreten. Insgesamt sind es mehr als 100 ausstellende Unternehmen. Diese sind für Besuchende durch ein entsprechendes Schild unter der Standnummer erkennbar. Einige dieser Organisationen präsentieren sich auch im Rahmen der DGNB Messerundgänge. Zweimal täglich, jeweils um 10 Uhr und 13:30 Uhr, starten die Rundgänge bei der DGNB Sonderschau und führen dann zu ausgewählten DGNB Mitgliedsorganisationen.

Die DGNB Sonderschau auf der „Bau“ wird in Halle C2 an Stand 518 zu finden sein. Das laufend aktualisierte Programm sowie die Anmeldemöglichkeit für die Messerundgänge gibt es in Kürze online unter www.dgnb.de/bau-2023.

Wechsel in der Geschäftsführung

Sebastian Westrich wird spätestens zum 1. August 2023 die Position des Chief Financial Officer (CFO) übernehmen. Er tritt die Nachfolge von Sebastian Säuberlich an, der das Unternehmen zum Ende seiner Amtszeit am 31. März 2023 im gegenseitigen Einvernehmen verlassen wird. Für die Übergangszeit übernimmt CEO Dr. Andreas Hoerning die CFO-Verantwortung auf Vorstandsebene.

Sebastian Westrich ist seit mehr als acht Jahren mit verschiedenen Führungsaufgaben im Digitalbereich von Hubert Burda Media betraut und damit ein ausgewiesener E-Commerce- und Finanzexperte. Derzeit ist er CFO von Cyberport, einem der größten E-Commerce-Unternehmen für Unterhaltungselektronik in Europa, sowie CFO und Geschäftsführer von Burda Digital. Zuvor leitete er das Investment Management bei Burda Digital.

Christoph Barchewitz, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Westwing: „Im Namen des gesamten Aufsichtsrats und des Unternehmens danke ich Sebastian Säuberlich für seinen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung von Westwing in mehr als acht Jahren, zuletzt als Finanzvorstand, und die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zugleich freue ich mich sehr, dass wir mit Sebastian Westrich einen starken Nachfolger gefunden haben. Der gesamte Aufsichtsrat freut sich auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Vorstand.“

„Ich freue mich sehr, Teil des ambitionierten Westwing-Führungsteams zu werden und den weiteren Weg von Westwing mit meiner Begeisterung und Expertise mitgestalten zu können“, so Sebastian Westrich. Und Dr. Andreas Hoerning, CEO von Westwing, ergänzrt: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Sebastian Westrich. Mit ihm als neuem CFO und dem restlichen Management-Team ist Westwing sehr gut für die Zukunft aufgestellt. Bei meinem Kollegen Sebastian Säuberlich möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit bedanken und wünsche ihm alles Gute für seine neuen Herausforderungen.“

Erwirbt die Storage-Solutions-Gruppe in den USA

Der deutsche Intralogistik-Pionier Jungheinrich AG („Jungheinrich“) erwirbt die in Indiana, USA, ansässige Storage-Solutions-Gruppe („Storage Solutions“), einen führenden Anbieter von Lösungen aus den Bereichen Regalsysteme und Lagerautomatisierung in den USA, und erweitert damit seinen Zugang zu diesem attraktiven Markt für Lagerhaltung und Automatisierung. Jungheinrich hat mit Merit Capital Partners, MFG Partners und dem Management von Storage Solutions einen Vertrag über den Erwerb von 100 Prozent des Grundkapitals von Storage Solutions unterzeichnet. Die unter dem Vertrag vereinbarte Gesamtvergütung besteht aus einem Kaufpreis von rund 375 Mio. US-Dollar (vorbehaltlich üblicher Anpassungen beim Vollzug der Transaktion) und einer flexiblen, erfolgsabhängigen Komponente im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich relativ zum Kaufpreis. Diese erfolgsabhängige Komponente kann das Management von Storage Solutions, das Storage Solutions weiterhin führen wird, innerhalb von drei Jahren nach Vollzug der Transaktion erreichen. Die Akquisition wird aus vorhandenen Barmitteln und Fremdkapital finanziert und sich lediglich in begrenztem Umfang auf den Verschuldungsgrad auswirken.

Storage Solutions mit Hauptsitz in Westfield, Indiana, ist ein US-amerikanisches Unternehmen für Lagerplanung, -automatisierung und -integration mit 170 Mitarbeitern und 45 Jahren Erfahrung in der Bereitstellung schlüsselfertiger, passgenauer Lösungen für Kunden. Auf der Grundlage eines technologieunabhängigen Geschäftsmodells hat das Unternehmen eine starke Position auf dem attraktiven US-Lagermarkt erreicht, der von einer robusten langfristigen Wachstumsdynamik profitiert. Das Unternehmen bietet vertikal integrierte Dienstleistungen mit eigenen Logistik- und Installationsteams an. Dies gewährleistet eine termingerechte Projektabwicklung und ermöglicht Dienstleistungen mit Mehrwert, darunter die Optimierung von Arbeitsabläufen sowie Services in den Bereichen Ingenieurwesen und Genehmigungsverfahren.

Storage Solutions ist ein zuverlässiger Partner für einen großen und wachsenden Kundenstamm mit strategischem Schwerpunkt auf Unternehmen, die integrierte Unterstützung und Kompetenz in den Bereichen Lagerdesign, Technik und Projektmanagement benötigen. Zum Kundenstamm gehört ein breites Spektrum führender Marken, unter anderem aus den Bereichen Logistik, E-Commerce, Einzelhandel, Lebensmittel und Getränke sowie Industrie. Für das Geschäftsjahr 2022 wird Storage Solutions voraussichtlich einen Umsatz von ca. 290 Millionen US-Dollar und ein bereinigtes EBIT von ca. 34 Millionen US-Dollar ausweisen.

Die Akquisition wird die weltweite Präsenz und die Marktposition von Jungheinrich weiter stärken. Das Unternehmen nutzt damit die Chance, mit einem strategischen Schritt in ein großes und schnell wachsendes Marktsegment in den USA einzutreten. Durch die flächendeckende Präsenz von Storage Solutions erhält Jungheinrich Zugang zu wichtigen Logistik-Knotenpunkten in den USA und die Möglichkeit, europäische Bestandskunden auch in diesem Markt zu unterstützen. Der Erwerb einer solchen Wachstumsplattform in den USA bietet zudem das mittelfristige Potenzial, eine Präsenz in den angrenzenden Ländern Kanada und Mexiko aufzubauen. Die Akquisition ergänzt die bestehende Partnerschaft von Jungheinrich mit Mitsubishi Logisnext Americas (MLA), die weiterhin die einzige Aktivität von Jungheinrich auf dem nordamerikanischen Markt für Flurförderzeuge bleiben und von der Transaktion nicht berührt wird.

Durch die Bündelung ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten werden Jungheinrich und Storage Solutions gemeinsam die Weiterentwicklung innovativer Automatisierungslösungen vorantreiben. Lagerautomatisierung hat für die Kunden von Storage Solutions und Jungheinrich gleichermaßen Priorität. Das globale Marktwachstum in diesem Bereich soll im Zeitraum 2021 bis 2025 im Schnitt zehn Prozent pro Jahr (CAGR) erreichen.

Jungheinrich geht davon aus, dass sich die Akquisition von Beginn an positiv auf den Gewinn je Aktie, den Free Cashflow je Aktie und die bereinigte EBIT-Marge auswirken wird. Das im Rahmen der Strategie 2025+ formulierte Ziel, insbesondere durch anorganisches Wachstum 20 Prozent des Umsatzes außerhalb Europas zu erzielen, wird durch den deutlichen Zuwachs um mehr als 300 Mio. US-Dollar Jahresumsatz von Storage Solutions untermauert. Darüber hinaus basiert das dienstleistungsorientierte Geschäftsmodell von Storage Solutions auf einem Asset-Light-Ansatz mit begrenztem Investitionsbedarf, der sich positiv auf Cashflow und Resilienz von Jungheinrich auswirken wird.

Dr. Lars Brzoska, Vorsitzender des Vorstandes der Jungheinrich AG: „Die Akquisition von Storage Solutions ist ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung unserer Strategie 2025+. Sie ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, unsere geografische Präsenz in den USA zu erweitern und eine starke strategische Plattform für das Wachstum in der Lagerautomatisierung in der gesamten Region zu schaffen. Storage Solutions ist ein etabliertes und erfolgreiches Unternehmen mit einem attraktiven Kundenstamm und einem hervorragenden Management-Team. Wir sehen große Chancen in der Kombination der Lager- und Automatisierungskompetenzen beider Unternehmen, zum Nutzen der Kunden in den USA sowie unserer europäischen Kunden mit Aktivitäten in Nordamerika.“

Kevin Rowles, Vorstandsvorsitzender von Storage Solutions: „Den nächsten Wachstumsschub wird unsere Branche absehbar durch den zunehmenden Bedarf an Lagerautomatisierung erhalten. Storage Solutions verfügt über umfassende Kompetenz im Bereich der Regaltechnik sowie in der Automatisierung und Digitalisierung. Diese wollen wir weiter ausbauen, da die Nachfrage angesichts starker wirtschaftlicher Fundamentaldaten kontinuierlich steigt. Wir freuen uns darauf, die Chancen für weiteres Wachstum gemeinsam mit Jungheinrich zu nutzen.“

Vorstand und Aufsichtsrat von Jungheinrich haben der Transaktion zugestimmt. Der Vollzug der Akquisition wird für das zweite Quartal 2023 erwartet. Er steht unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen, einschließlich der fusionskontrollrechtlichen Freigabe in den USA.

Morgan Stanley & Co. International plc agiert als Finanzberater von Jungheinrich und Freshfields Bruckhaus Deringer als Rechtsberater. Deloitte unterstützte den Due-Diligence-Prozess. Baird fungiert als Finanzberater von Storage Solutions und Goodwin Procter LLP als Rechtsberater.

Bundesprogramm nimmt mindestens 30.000 Hektar Wald aus der Nutzung

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) verkündet erste Zahlen zur Nutzung des Förderprogramms „Klimaangepasstes Waldmanagement“: Für 850.000 Hektar Wald liegen Förderanträge vor. Darin enthalten: Fördergelder, mit denen der Privat- und Kommunalwald seinen Wald teilweise aus der Nutzung nehmen wird.

Laut Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW), die sich auf das BMEL berufen, stammten von 7.000 eingegangenen Anträgen etwa 4.900 von Waldeigentümern mit unter 100 Hektar Fläche. Von diesen hätten sich gut 60 Prozent freiwillig bereit erklärt, fünf Prozent ihrer Waldfläche aus der Nutzung zu nehmen und die dafür angebotene Zusatzprämie beantragt. Für Betriebe über 100 Hektar Waldfläche sind 5 Prozent Nutzungsverbote verpflichtend. Selbst im günstigsten Szenario ergibt sich dabei schon nach Eingang von knapp über 10 Prozent der förderfähigen Waldfläche bei Bewilligung eine aus der Bewirtschaftung genommene Fläche von etwa 30.000 Hektar* Wald. Das sind gut 20 Prozent mehr als der Nationalpark Bayerischer Wald, der größte vorwiegend aus Wald bestehende Nationalpark Deutschlands.

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholz kritisiert die Politik der Bundesregierung. Steuergelder für die Nichtbewirtschaftung seien in der gegenwärtigen Situation, in der der Wald dringend aktiv fit für den Klimawandel gemacht werden müsse, das völlig falsche Signal. Dazu kommt der enorme gesellschaftliche Schaden durch das Wegfallen des Holzaufkommens: „Für den einzelnen Forstbetrieb mag es eine verschmerzbare Größe sein, gesamtwirtschaftlich wird uns dieses Holz in den nächsten 20 Jahren schmerzlich fehlen“, so Lukas Freise, Geschäftsführer der AGR.

Vor allem die Signalwirkung ist verheerend: Die AGR hatte immer dafür plädiert, eine Ökosystemdienstleitungsvergütung an die aktive Bewirtschaftung des Waldes zu koppeln, um die gesellschaftlichen Vorteile der Holznutzung vor allem im Klimaschutz durch den Ersatz fossiler Produkte und zur regionalen Befriedigung der Nachfrage der Gesellschaft nach Produkten auf Holzbasis nicht zu schmälern. Jetzt wird pauschal Steuergeld für das Einstellen der Bewirtschaftung des Waldes verteilt.

Der Privat- und Kommunalwald umfasst in Deutschland eine Größe von 7,5 Millionen Hektar und ist damit ein Schlüssel für die nachhaltige Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland. „Die AGR kann alle Waldbesitzenden nur eindringlich warnen, sich auf die Förderung von Flächenstilllegungen und die Aufgabe des eingespielten gesellschaftlichen Konsenses, nach dem ein nachhaltig bewirtschafteter Wald den besten Kompromiss für alle darstellt, einzulassen.“

*Hintergrund zur Berechnung: Selbst wenn man davon ausgeht, dass die kompletten 2.100 Anträge aus dem größeren Privat- und Kommunalwald nur genau bei der Flächenschwelle von 100 Hektar liegen, würde die stillgelegte Fläche (5% von 210.000 ha) hier bei über 10.000 Hektar liegen. Geht man dann davon aus, dass von den restlichen 640.000ha 60% (384.000 ha) einen Antrag auf Förderprämien für 5 Prozent Nutzungsunterlassung stellen, wären dies weitere knapp 20.000 Hektar.

Öffnet Tor zu seinem Kundenportal „VPortal“

Mit seinem neuen Kundenportal „VPortal“ bietet der Biberacher Schärfspezialist Vollmer exklusiven Zugang zu digitalen Services wie Ersatzteileshop, Maschinenübersicht oder technischer Dokumentation. Zudem haben Kunden über „VPortal“ die Möglichkeit, ihre Supportanfragen zu Maschinen oder Dienstleistungen an Vollmer zu senden. Für jeden Besitzer einer Vollmer Schärfmaschine sind sowohl Registrierung als auch Nutzung des Kundenportals kostenfrei. Ihren individuellen Login können Kunden via E-Mail oder Telefon beantragen.

„Unser Kundenportal „VPortal“ ist das digitale und personalisierte Fenster, das wir Kunden zur Verfügung stellen und mit dem wir unsere Serviceleistungen ausbauen“, sagt Jürgen Hauger, Geschäftsführer der Vollmer Gruppe. „Es bildet die perfekte Verbindung zwischen realer und digitaler Welt, damit unsere Kunden stets den Überblick über ihre Vollmer Maschinen behalten können.“

Rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche gewährt „VPortal“ den Zugang zum digitalen Maschinenpark, den ein Kunde beim schwäbischen Schärfspezialisten Vollmer erworben hat. Den Link zum Kundenportal finden Nutzer direkt auf der Vollmer Homepage. Der digitale Service steht den Nutzern kostenfrei in englischer und deutscher Sprache zur Verfügung. Aktuell können sich Kunden aus Deutschland via E-Mail oder Telefon registrieren. Nach dem Login öffnet sich das Online-Tor mit einer kompletten Übersicht der vorhandenen Vollmer Schärfmaschinen.

Bereits auf der Startseite zeigt das Kundenportal alle digitalen Services übersichtlich über fünf Kacheln an: Meine Maschinen, Ersatzteile, Bestellungen, Supportanfragen und Kontakt. Über sie kann der Anwender navigieren und sich zu seinen Vollmer Maschinen die wichtigsten Fakten sowie passende Dokumente zu Technologie oder Bedienung ansehen und herunterladen. Mit Blick auf Wartung und Instandhaltung bietet „VPortal“ jederzeit die Option für eine individuelle Supportanfrage oder auch den Zugang zum webbasierten Vollmer Ersatzteileshop. Für eine einfache Ersatzteilsuche und Identifikation der Originalteile sorgt neben der Volltextsuche eine innovative 3D-Navigation, die den Anwender direkt in die dreidimensionale Maschinenskizze führt. Bestellungen und Beschaffungsprozesse werden sofort in Gang gesetzt und sorgen für eine rasche Bearbeitung und Auslieferung.

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe rückläufig im November

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2022 gegenüber Oktober 2022 kalender- und saisonbereinigt um 5,6 Prozent gesunken. Dabei fiel der Rückgang im Hochbau mit -2,9 Prozent deutlich geringer aus als im Tiefbau mit -7,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2021 fiel der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 12,7 Prozent. Aufgrund der deutlich gestiegenen Baupreiselag der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang im November 2022 mit einem Volumen von 7,4 Milliarden Euro 2,0 Prozent über dem Vorjahresniveau.

In den ersten elf Monaten des Jahres 2022 sanken die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum kalender- und preisbereinigt um 8,2 Prozent, während sie nominal um 6,6 Prozent stiegen.

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im November 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,7 Prozent zurückgegangen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Baupreise um 11,5 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro.

In den ersten elf Monaten des Jahres 2022 sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 5,3 Prozent und stiegen nominal um 10,5 Prozent.

Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen erhöhte sich im November 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent.

GFK

Konsumklima bessert sich

Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung erholen sich weiter, doch die Anschaffungsneigung setzt ihr Auf und Ab der letzten Monate fort und verliert aktuell leicht. So lautet das Fazit der aktuellen GfK-Analyse für Januar. Damit verbessert sich das Konsumklima zum vierten Mal in Folge. Die Prognose für Februar zeigt dennoch einen Indikator von -33,9 Punkte.

Ausschlaggebend für den eher positiven Trend sind weniger stark steigende Preise für Energie. „Auch wenn das Niveau noch sehr niedrig ist, hat der Pessimismus zuletzt doch nachgelassen“, erklärt dazu Rolf Bürkl, GfK-Konsumexperte. Dennoch werde das Jahr 2023 für die Binnenkonjunktur schwierig bleiben. Die Einkommensaussichten der Verbraucher sind zwar positiver, dennoch bleibt die Anschaffungsneigung im Keller. Nach wie vor ist die Verunsicherung angesichts der multiplen Krisen, wie Pandemie, Ukraine-Krieg und Inflation sehr ausgeprägt. Die Konsumenten gewinnen aber offenbar zunehmend den Eindruck, dass die Rezession weniger scharf ausfallen wird, als noch vor einigen Wochen befürchtet.

Merkmale von Möbeln künftig klar klassifiziert

Die Eclass-Fachgruppe „Möbel und Einrichten“ ist ihrem Ziel, der Merkmalsebene für Möbel und Fachsortimente des internationalen Klassifizierungssystems eine klare Struktur durch Daten-Templates zu geben, näher gekommen. Mit 25 Teilnehmer:innen aus Möbelindustrie und -handel war das jüngste Treffen am Herforder Geschäftssitz des Daten Competence Centers (DCC) bestens besucht. Es stand unter Moderation durch Stefan Willms, der schon seit längerem das DCC und damit die Möbelbranche bei der Klassifikation ihrer Produkte unterstützt.

Die Veranstaltung war durch die DCC-Geschäftsstelle in Zusammenwirken mit mehreren Software-Häusern umfassend vorbereitet worden. Diese breite Beteiligung ist wichtig, da die Eclass-Fachgruppe zwar vom DCC in Person dessen Geschäftsführers Dr. Olaf Plümer geführt wird, als Teil der Klassifizierungsorganisation Eclass jedoch international, branchenübergreifend und offen für alle interessierten Marktakteure agiert.

Einleitend informierte DCC-Geschäftsleitungsassistentin Anika Degenhard, dass die Klassifikation für Möbel- und Einrichtungssortimente nunmehr in den IDM-Formaten Küche/Bad sowie Living – den vormaligen Segmenten Polster und Wohnen – umgesetzt sei bzw. kurz vor Umsetzungsvollzug stünde. Immer wieder als Herausforderung für die beteiligten Software-Häuser stelle sich dabei die sachgerechte Übertragung der vorliegenden Stammdateninformationen mit Regeln und Varianten in die abweichend definierte Klassifikationssystematik von Eclass heraus.

Im Hauptteil der Arbeitssitzung diskutierten die Teilnehmer die Notwendigkeit einer spürbar verbesserten Struktur für das Sachgebiet „Möbel und Einrichten“ im Bereich der Merkmale, welche unter der hierarchischen Klassenstruktur hängen. Anstatt bisheriger flach bzw. eindimensional aufgebauter Listen sollen künftig alle Merkmale dank Daten-Templates eine klare Strukturierung erhalten, die Arbeit mit dem Schema wird somit einfacher und leichter. In kleinen Arbeitsgruppen nimmt sich die Fachgruppe Eclass dieser Aufgabe für die jeweiligen Bereiche Küche/Bad, Polster, Wohnen sowie Fachsortimente an und erwartet einen zügigen Arbeitsfortschritt.

Zum Sitzungsende gab Eclass-Insider Stefan Willms noch einen wichtigen Hinweis: Um im Klassifizierungssystem Informationen zu nutzen, die entweder nur temporär oder für einen bestimmten Nutzerkreis relevant seien – wie im Umfeld der Eclass-Fachgruppe „Möbel und Einrichten“ oder des DCC, sollten diese als „Fast-Track-Ergänzungen“ hinterlegt werden. Erst nach Freigabe zum internen Bearbeitungsende fließen diese Ergänzungen mit dem nächstanstehenden Release in Eclass ein, sodass keine Produktdaten überarbeitet werden müssten.

Ruf

Ruf Maschinenbau erwirtschaftete im Jahr 2022 Rekordwerte

Die vergangenen Jahre waren für viele Unternehmen kein einfachen. Auch der Brikettieranlagen-Hersteller Ruf hatte mit diversen Auswirkungen durch Corona – wie Investitionszurückhaltung und Zulieferproblemen – zu kämpfen. Der Krieg in der Ukraine verschlimmerte dann insbesondere die Knappheit von Stahl sowie von Elektronikbauteilen.

Dennoch wurde 2022 für Ruf Maschinenbau letztlich ein Rekordjahr – sowohl im Hinblick auf die Anzahl verkaufter Brikettieranlagen als auch beim Umsatz. Dabei erwirtschaftete nicht nur der Hauptsitz im bayerischen Zaisertshofen Top-Zahlen. Auch die Tochterfirmen in den USA, Slowenien, Großbritannien und Dänemark konnten sehr gute Umsätze erzielen und sind für das laufende Jahr 2023 mit hohen Auftragseingangszahlen gut gerüstet.

Für den Erfolg gibt es mehrere Gründe. So hat etwa der große Auftragszuwachs aus dem Holz- und Energiesektor viel mit Nachhaltigkeit und Einsparen von fossiler Energie zu tun. Holzverarbeitende Betriebe erkennen Holzreste vermehrt als wertvollen Rohstoff an, für den Nebeneinkünfte erzielt werden können.

Auch im Metallsektor spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Dabei unterstützen nicht zuletzt die extrem hohen Stahlpreisschwankungen das Bewusstsein, dass die Brikettierung eigener Metallspäne im Sinne einer Kreislaufwirtschaft die vorhandenen Ressourcen schont und zu einer Stabilisierung beiträgt.

Allein die hohen Auftragseingänge sind jedoch noch kein Garant für hohe Umsätze, denn fehlende Bauteile sowie schwer kalkulierbare Material- und Energiepreise machen die Umsetzung nicht einfach. Als familiengeführter Betrieb denken die Inhaber und Geschäftsführer von Ruf Maschinenbau jedoch seit jeher mittel- und langfristig. Darin liegt ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor.

Heißt: Die großzügige Lagerhaltung von Halbzeugen und anderen Bauteilen ermöglicht es, Liefer- und Preisschwankungen besser auszugleichen und lieferfähig zu bleiben. Ebenso wichtig: Dank großer PV-Anlagen, die alle Gebäude in Zaisertshofen bedecken, kombiniert mit einem Blockheizkraftwerk ist der zentrale Ruf-Standort in puncto Energiebedarf unabhängig von fossilen Brennstoffen.