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Autor: Möbelfertigung

Polnische Regierung fordert Subventionen zurück

Der Forte Gruppe droht eine Rückzahlung staatlicher Subventionen in Höhe von umgerechnet rund 10,2 Mio. Euro sowie 3,32 Mio. Euro Zinsen. Das zum Unternehmen gehörende Holzwerkstoffwerk Tanne hatte das Geld zwischen 2017 und 2020 von der polnischen Regierung erhalten, um in Suwałki ein Werk für Holzwerkstoffe sowie eine Produktionsstätte für Möbel zu errichten. Insgesamt sollte das Unternehmen 130,6 Mio. Euro in das Vorhaben investieren und 910 neue Arbeitsplätze zu schaffen, 61 davon für Personen mit Hochschulabschluss. Für die Investitionen sowie die Einrichtung der Arbeitsplätze wurde ein Zeitfenster bis zum 31. Dezember 2023 eingerichtet.

Bislang hat Tanne zwar Investitionen getätigt und ein neues Holzwerkstoffwerk errichtet, allerdings noch keine Möbelfabrik gebaut. Dadurch ist auch noch nicht die geforderte Anzahl an Arbeitsplätzen entstanden. Die Forte Gruppe begründet das „mit höherer Gewalt, d. h. dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie und deren Auswirkungen auf den Anstieg der Rohstoffpreise sowie einem Rückgang der Marktnachfrage und einer erhöhten Unsicherheit hinsichtlich der Nachfrage in naher Zukunft, die eine rationale Entscheidung über Investitionen in zusätzliche Produktionskapazitäten nicht zulassen.“ Deshalb forderte sie die polnische Regierung auf, keine negativen Konsequenzen gegen das Unternehmen zu verhängen.

Für das Ministerium für Entwicklung und Technologie sind die Argumente jedoch nicht stichhaltig. Die Nichterrichtung einer neuen Möbelproduktionsanlage bedeute eine Nichteinhaltung der Subventionsvereinbarung, hieß es. Der Verwaltungsrat von Forte hat deshalb beschlossen, eine Rückstellung zu Lasten der Kosten des Jahres 2021 für die mögliche Rückzahlung des Zuschusses mit Zinsen zu bilden.

Gleichzeitig veröffentlichte die Gruppe die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2021. Demnach beläuft sich der ungefähre Wert der konsolidierten Verkaufserlöse der Gruppe nach vorläufigen Berechnungen auf umgerechnet 87,99 Mio. Euro (379 Mio. PLN, einschließlich 59 Mio. PLN aus dem Verkauf des Überschusses an Möbelplatten, die in der konzerneigenen Plattenfabrik Tanne produziert werden). Die Umsatzerlöse der Gruppe betrugen im vierten Quartal 294 Mio. Euro (1,327 Mrd. PLN), was einem Plus von 14 Prozent entspricht. Der Verkauf von überschüssigen, in Tanne produzierten Möbelplatten außerhalb der Gruppe betrug im vergangenen Jahr 32,58 Mio. Euro (174 Mio. PLN), gegenüber 14,8 Mio. Euro (67 Mio. PLN) im Jahr 2020. Das ist ein Anstieg von 160 Prozent.

Arbeitet gemeinsam mit Neveon an Matratzen-Recycling

BASF und der Schaumstoffspezialist Neveon arbeiten gemeinsam an der Weiterentwicklung des Recyclings von Matratzen. Ziel ist es, einen geschlossenen Produktkreislauf für Matratzen zu etablieren. Derzeit werden ausgediente Matratzen überwiegend thermisch verwertet oder auf Mülldeponien entsorgt. BASF und Neveon wollen das ändern und Matratzenschäume in den Produktlebenszyklus zurückführen. Bereits dieses Jahr wollen die beiden Unternehmen erste Pilotmengen an recyclierten Matratzenschäumen aus eingesammelten Altmatratzen herstellen. Im nächsten Schritt soll das Recycling dann in den nachfolgenden Jahren in einen größeren Maßstab überführt werden.

BASF entwickelt ein nasschemisches Recyclingverfahren für gebrauchte Matratzen aus flexiblem Polyurethan. Erste Versuche im kleineren Maßstab verliefen sehr vielversprechend. Aus den Altmatratzenschäumen können die ursprünglichen Polyole zurückgewonnen und erneut zur Herstellung von hochwertigen Weichschaumblöcken eingesetzt werden. Die Qualität dieser Weichschaumblöcke aus Polyurethan-Recyclat ist vergleichbar zu der von Weichschaumblöcken welche aus fossilen Rohstoffquellen hergestellt wurden. Somit können hochwertige neue Matratzen aus alternativem Polyurethan produziert werden.

„Für das Recycling von Matratzen ist eine Kooperation aller Stufen entlang der Wertschöpfungskette entscheidend. Gemeinsam mit Neveon wollen wir ein Partnernetzwerk aufbauen und den Kreislauf Schritt für Schritt schließen“, erklärt Dr. Sven Crone, verantwortlich für das europäische Geschäft für Isocyanate & Vorprodukte bei BASF. Neveon CEO Oliver Bruns ergänzt: „Die Zukunft trägt den Namen Kreislaufwirtschaft. Wir als Industrie müssen die Transformation zu einem zirkulären System, in dem Produkte am Ende ihres Lebenszyklus kein Müll, sondern wertvoller Rohstoff und Ausgangsmaterial für neue Produkte sind, vorantreiben. Ich freue mich deshalb gemeinsam mit BASF und weiteren Partnern hier einen wichtigen Beitrag zu leisten“.

Ein Baustein in Richtung geschlossener Zyklus – der bereits mit dem Produkt- und Ecodesign von Matratzen beginnt – ist die systematische Sammlung und Rückführung von Altmatratzen. Um diese zu vereinfachen, startet Neveon mit ReMatress Mitte Februar einen Piloten zur Matratzenrücknahme in Berlin. Dieser soll in den kommenden Monaten sukzessive auf weitere Bundesländer ausgeweitet werden. Auf der Online-Buchungsplattform www.remattress.de können Berlinerinnen und Berliner ab sofort schnell und bequem per Mausklick die Abholung ihrer Altmatratzen buchen. Diese wird nach Terminvereinbarung abgeholt, fachgerecht zerlegt und zur Wiederverarbeitung bereitgestellt. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft geleistet, denn die recycelten Materialien können für die Produktion von neuen Schaumstoffprodukten verwendet werden.

Mit Showroom im „Trade Fair Design Annual“ vertreten

Das „Trade Fair Design Annual“ ist das Standardwerk des Messedesigns. Trotz Coronakrise und einer Vielzahl an abgesagten Messen und Events zeigt das Jahrbuch 2021/2022 die kreative Vielfalt der Branche – in einer Special Edition. Mit dem Showroom „Alte Fügerei F10“ ist auch die Westag AG vertreten. Besonderer Augenmerk der aktuellen Ausgabe liegt auf neuen Formaten, Plattformen und Lösungen, die auch in Pandemiezeiten funktionieren. Hierzu zählen neben digitalen und hybriden Veranstaltungen auch der Showroom der Westag.

Den Markenrelaunch des Schichtstoffes „Getalit“ zu kommunizieren stellte die Westag vor eine herausfordernde Aufgabe. Pandemiebedingt war das auf Messen nicht so möglich, wie man sich das vorstellte. Deshalb wurde ein neuer Weg eingeschlagen und mit dem Kölner Architekturbüro DIIP ein „Getalit“ Showroom auf dem Werksgelände in Rheda-Wiedenbrück entwickelt. In einer alten Fabrikhalle entstand auf 600 Quadratmetern ein in sich geschlossener Ausstellungsraum. Auf der umgehbaren Außenseite zeigt er eine emotionale Darstellung der Westag-Firmengeschichte. Im Inneren wurde ein Raum der Inspiration geschaffen, der den Besuchern die kreative Arbeit mit der Marke „Getalit“ anhand von Elementen, geometrischen Formen, Mustern sowie digitalen Tools vorstellt.

„Unser Ziel war es, unsere Gäste mit dem Besuch unseres Showrooms zu inspirieren und zu animieren, mit den vorgestellten Produkten ihre kreativen Ideen umzusetzen“, erklärt Salvatore Figliuzzi, verantwortlich für Marketing und Design bei der Westag AG. „Mit der Veröffentlichung im Trade Fair Design Annual fühlen wir uns darin bestätigt und freuen uns sehr über die Ehrung.“

Rekord-Auftragseingang in 2021

Die Siempelkamp-Gruppe kann sich über ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 freuen: Mit einem Rekord-Auftragseingang von 855,0 Mio. EUR übertrifft das Unternehmen seinen Vorjahres-Auftragseingang von 552,7 Mio. EUR deutlich. „Unsere im Jahr 2020 angestoßene Neuausrichtung im Bereich des Vertriebs, der Prozessorganisation und der globalen Fertigungsexzellenz hat sich in allen Bereichen bewährt und 2021 Früchte getragen“, so Dr. Martin Stark, CEO der Siempelkamp-Gruppe.

Erfolgreich positionierte sich Siempelkamp insbesondere in seinem Kernmarkt, der Holzwerkstoffindustrie. Auch in den Kompetenzfeldern der Metallumformpressen und Composite-Pressen konnte die Gruppe zahlreiche Vertriebserfolge verzeichnen. Insgesamt wurden über alle Bereiche 24 Großanlagen beauftragt.

Innerhalb der Holzwerkstoffindustrie treibt Siempelkamp weiterhin die Neuausrichtung der Plattenproduktion voran. Der Klimawandel und die Ressourcenknappheit erfordern Lösungen für die Nutzung alternativer Rohstoffe. Je nach ihren lokalen Rohstoffaufkommen und ihrer Marktsituation können Holzwerkstoffproduzenten auf neue, ressourcenschonende Verfahren zurückgreifen.

Der Innovationsgedanke des Unternehmens setzt auf die Themenfelder Umwelttechnik und Recycling. Im Bereich der Digitalisierung treffen Siempelkamp-Lösungen ebenso auf große Nachfrage. So stellt dasUnternehmen ein umfassendes Digital-Produktportfolio bereit, das die Kosteneffizienz der Kundensteigert und die Produktqualität optimiert.

Auch 2022 setzt die Siempelkamp-Gruppe ihren erfolgreich eingeschlagenen Weg fort, neue Prozesse zu implementieren und in ihre Neuausrichtung zu investieren. „Unser weltweites Produktionsnetzwerk mit Standorten in Deutschland, Italien, Tschechien und China prägt der Effizienz-Gedanke ebenso wie unser Bekenntnis zu Kundennähe und Top-Qualität“, führt Samiron Mondal, Geschäftsführer der Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH aus. „Hier wirkt sich unser Konzept der globalen Fertigungssteuerung positiv aus, das wir 2020 auf den Weg gebracht haben. Zum einen leisten wir in einem diversifizierten Markt exakt die Unterstützung, die auf die Rohstoffvorkommen und den Bedarf unserer Kunden abgestimmt ist. Zum anderen profitieren Anlagenbetreiber von einem ganzheitlichenKonzept, das Qualität und Effizienz in allen Bereichen vom Ressourceneinsatz bis zur Logistik.“  

Ein klares Bekenntnis zur Verantwortung und nachhaltigen Gestaltung der Gesellschaft und ihrer Industrien wird auch im Geschäftsjahr 2022 einen Fokus der Unternehmensstrategie Siempelkamps ausmachen.

Ausbildungs-Zertifikat erhalten

Hettich France hat das verpflichtende Audit zur Qualitätsüberprüfung von Berufsbildungsanbietern in Frankreich erfolgreich bestanden. Deshalb darf das Unternehmen seit dem 1. Januar 2022 offiziell das „Qualiopi“-Zertifikat führen. Damit wird Hettich France seine ausgezeichnete Qualität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung bescheinigt.

Das französische „Qualiopi“-Siegel wird von akkreditierten Zertifizierungsstellen auf Basis eines einheitlichen, nationalen Qualitätsreferenzsystems verliehen und kann nach drei Jahren nur durch ein weiteres Audit erneuert werden. Um die staatliche Zertifizierung zu erhalten, muss jedes Unternehmen sieben Kriterien und 32 Qualitätsindikatoren erfüllen, die vom „Référentiel National Qualité“ (RNQ) für die Berufsbildung festgelegt wurden.

Für den Geschäftsführer von Hettich France, Jean-Luc Fuchs, bedeutet das „Qualiopi“-Zertifikat mehr als nur einen Imagefaktor: „Hettich ist ein Familienunternehmen mit mehr als 130 Jahren Geschichte. Wir denken langfristig in Generationen und setzen in unserer Firmenstrategie nicht auf kurzfristige Effekte, sondern sehr bewusst auf eine nachhaltige Entwicklung. Eine fundierte berufliche Aus- und Weiterbildung sehen wir daher als unsere beste Investition in die Zukunft. Das Qualiopi-Zertifikat ist für uns eine schöne Bestätigung, dass wir mit unserem Engagement hier auf dem richtigen Weg sind.“

Bosch Gruppe

Umsatz und Ergebnis im Jahr 2021 gesteigert – Prognosen übertroffen

Die Bosch-Gruppe steigerte im Geschäftsjahr 2021 Umsatz und Ergebnis deutlich. Die Gesamterlöse stiegen nach vorläufigen Zahlen1 um 10 Prozent auf 78,8 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt legte der Umsatz des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens um 11 Prozent zu. Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) stieg um mehr als die Hälfte und erreichte 3,2 Milliarden Euro. Die operative EBIT-Rendite beträgt damit voraussichtlich rund 4 Prozent gegenüber 2,8 Prozent im Vorjahr. „Unser Geschäft hat sich 2021 deutlich besser entwickelt als erwartet“, sagte Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen. „Wir konnten unsere Prognosen übertreffen – trotz vieler Herausforderungen wie Kostenbelastungen durch Lieferengpässe oder Preissteigerungen bei Rohstoffen.“ Der Geschäftserfolg sei maßgeblich auch vom „Zusammenhalt in Zeiten des Abstands“ geprägt worden. „Ich danke unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und unseren Kunden, Lieferanten sowie Geschäftspartnern für ihr Vertrauen“, erklärte Hartung. Er wolle mit dem weltweiten Bosch-Team „Technik fürs Leben“ weiter entwickeln und damit auf aktuelle Herausforderungen antworten. „Bosch ist technologischer Vorreiter in vielen Gebieten – das soll auch in Zukunft so bleiben.“ Dafür investiert das Unternehmen weiterhin hohe Summen in wichtige Zukunftsfelder, darunter allein in diesem Jahr insgesamt rund eine Milliarde Euro in die Mikroelektronik und Elektromobilität. Zugleich setzt Bosch verstärkt auf Partnerschaften wie etwa die jüngst mit Volkswagen verkündete Kooperation im Bereich automatisiertes Fahren.
Aus den Bestrebungen vieler Länder hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft erwartet der Bosch-Chef künftig ebenfalls wichtige Wachstumsimpulse: „Der Klimaschutz treibt unser Geschäft mit voran – von der Mobilität über die Industrieautomation bis hin zur Gebäude- und Haushaltstechnik“, betonte Hartung. „Vernetzung und künstliche Intelligenz sorgen dabei für steigende Energieeffizienz.“ So konnte Bosch 2021 den Absatz mit vernetzbaren Elektrowerkzeugen, Hausgeräten und Heizungen um die Hälfte steigern – auf mehr als sechs Millionen Einheiten gegenüber vier Millionen im Vorjahr.

Industrieller Arbeitsplatzwandel – eine Milliarde Euro für Weiterbildung
Der Weg in eine klimaneutrale Wirtschaft ist eine Zukunftsaufgabe, die Bosch auch als Arbeitgeber mitgestalten will. „Bosch sieht in der Transformation vieler Branchen eine Chance, Beschäftigung neu zu denken“, sagte Filiz Albrecht, Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der Robert Bosch GmbH. Um Menschen von einer Arbeit in die andere zu begleiten, sei es als Arbeitgeber zunehmend wichtiger, „Perspektiven für neue Beschäftigung auch außerhalb des eigenen Unternehmens sichtbar zu machen“. In Deutschland bringt Bosch deshalb seine breite Erfahrung in die branchenübergreifende „Allianz der Chancen“ ein. „Wir setzen auf eine sozialverträgliche Gestaltung des Wandels“, betonte die Personalchefin. Dazu verfolge das Unternehmen auch neue Ansätze in der Mitarbeitervermittlung und Qualifizierung. Zudem investiert Bosch konsequent in die Weiterbildung der Belegschaft – mehr als eine Milliarde Euro in den vergangenen fünf Jahren.
Auch mit hybriden Zusammenarbeitsmodellen treibt das Unternehmen den Wandel der Arbeitswelt voran. „Mit unserer „Smart Work“-Initiative entwickeln wir das Wechselspiel von mobilem Arbeiten und der Tätigkeit am Standort konsequent weiter – die Teams bestimmen selbst die flexible Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsort mit ihren Führungskräften“, erläuterte Albrecht. Selbstbestimmtes Arbeiten ist insbesondere auch für Software-Entwickler wichtig. Der Bedarf an diesen Fachkräften ist laut der Personalchefin groß: „Allein im Geschäftsbereich Cross-Domain Computing Solutions bieten wir in Deutschland derzeit mehr als 1 000 offene Stellen für Software-Experten.“

Geschäftsverlauf 2021 – alle Unternehmensbereiche steigerten Umsatz
Die Bosch-Gruppe steigerte ihren Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr nicht nur, sondern lag damit auch über dem Vorkrisenniveau von 2019. „Die breite Aufstellung des Unternehmens über unterschiedliche Branchen und Regionen zahlte sich erneut aus“, sagte Dr. Markus Forschner, Geschäftsführer und Finanzchef der Robert Bosch GmbH. „Alle Unternehmensbereiche haben trotz weltweiter Lieferengpässe ihre Erlöse gesteigert.“ Der größte und umsatzstärkste Unternehmensbereich Mobility Solutions legte deutlich zu, auch wenn das Umfeld im vierten Quartal das Geschäft ausbremste. Der Umsatz stieg um 7,5 Prozent auf 45,4 Milliarden Euro, ungeachtet der Halbleiterverknappung, die sich besonders stark auf den Automobilsektor auswirkte. Das ist ein wechselkursbereinigtes Plus von 7,9 Prozent. Der Unternehmensbereich Industrial Technology profitierte vor allem von der Erholung des Maschinenbaus und erwirtschaftete einen Umsatz von 6,1 Milliarden Euro. Der Anstieg lag nominal als auch wechselkursbereinigt bei 20 Prozent. Die Erlöse erreichten damit wieder ihr Vorkrisenniveau, so der Finanzchef. Im Unternehmensbereich Consumer Goods waren die Produkte rund um Haus und Garten erneut stark gefragt. Der Umsatz lag mit 21 Milliarden Euro deutlich über Vorkrisenniveau. Der Anstieg von 13 Prozent ist wechselkursbereinigt ein Plus von 15 Prozent. Im Unternehmensbereich Energy and Building Technology legten die Erlöse um 11 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zu; wechselkursbereinigt ist das ein Wachstum von 12 Prozent. Forschner sagte: „Das Geschäft profitierte von der hohen Nachfrage nach klimafreundlicher Heizungstechnik, so dass der Unternehmensbereich sein Vorkrisenniveau sogar übertraf.“

Geschäftsverlauf 2021 – regional durchgängiges Umsatzwachstum
„Auch in der regionalen Betrachtung verzeichnete Bosch ein durchgängiges Umsatzwachstum“, berichtete der Finanzchef. In Europa stieg der Umsatz um 9,3 Prozent auf 41,5 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt ist es ein Plus von 10 Prozent. In Nordamerika lagen die Erlöse bei 11,5 Milliarden Euro. Der Anstieg von 6,5 Prozent beträgt wechselkursbereinigt 10 Prozent. In Südamerika legte der Umsatz um 32 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu, wechselkursbereinigt um 41 Prozent. „Das ist eine sehr positive Entwicklung, zumal die Region im Vorjahr besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen war“, erläuterte Forschner. In Asien-Pazifik verzeichneten die Erlöse einen Zuwachs um 12 Prozent auf 24,4 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt um 11 Prozent.

Mitarbeiterentwicklung 2021 – leichter Anstieg weltweit
Zum Stichtag 31.12.2021 beschäftige das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen weltweit rund 401 300 Menschen. Der Zuwachs von etwa 6 700 Mitarbeitenden erfolgte im Wesentlichen in Asien-Pazifik und Europa. Die Mitarbeiterzahl in Deutschland blieb stabil mit etwa 131 400 Beschäftigten. Im Bereich Forschung und Entwicklung ist die Mitarbeiterzahl um knapp 4 Prozent auf 76 300 gestiegen. Die Anzahl von Software-Entwicklern lag weltweit bei mehr als 38 000 – das ist ein Plus von etwa 4 000 gegenüber dem Vorjahr.

Ausblick 2022 – Unsicherheiten belasten Weltwirtschaft
Bosch stellt sich auf ein Wachstum der Weltwirtschaft für 2022 von 4 bis 4,5 Prozent ein gegenüber etwa 5,5 Prozent in 2021. Trotz beeindruckender Impffortschritte in vielen Ländern erwartet das Unternehmen auch 2022 hohe Belastungen für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben durch Covid-19. Auch werden die anhaltenden Lieferengpässe sowie steigenden Preise für Rohstoffe, Vorprodukte und Transport die weltweite Wirtschaft stark beeinflussen und sich auf das Geschäft vieler Branchen auswirken, allen voran der Automobilindustrie. Der markante Anstieg der Inflation in vielen Sektoren und Regionen trübt zudem den Ausblick. Sofern es nicht zu weiteren Störungen des Umfelds kommt, erwartet die Bosch-Gruppe für 2022 eine Umsatzsteigerung. Die operative EBIT-Rendite soll sich zumindest auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen ist Forschner zuversichtlich: „Bosch hat eine starke finanzielle Basis, um in wichtige Zukunftsfelder zu investieren und seinen Kurs fortzusetzen.“ Ziel bleibe es, in den für Bosch wichtigen Branchen und Regionen stärker als der Markt zu wachsen.

Anhaltend stark steigende Preise bei Zulieferprodukten

Die Zulieferpreise entwickelten sich im November 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat einheitlich nach oben. Insbesondere der für die Branche wichtige Preis für Schnittholz legte kräftig um 63,3 Prozent zu. Auch die Preise für elektrischen Strom (+1,3 Prozent), Holzwerkstoffe (+34,7 Prozent), für Kunststoffe (+24,3 Prozent), für Schlösser und Beschläge (+4,8 Prozent) sowie für Erdgas (+203,1 Prozent) stiegen massiv.

SCM Group

Veranstaltet Kantentage in Nürtingen im März

Die italienische SCM Group präsentiert neue Kantentechnologien im Kompetenzzentrum in Nürtingen und lädt Interessierte zu den „Kantentagen“ vom 16. bis zum 18. März 2022 jeweils von 9:00 bis 18:00 Uhr ein.

SCM präsentiert an dem deutschen Standort das umfangreiche Programm der „Olimpic“ und „Stefani“ Baureihen, von der komplett ausgestatteten Einstiegsmaschine bis zur voll gesteuerten industriellen Lösung für höchste Produktivität.

Neben den vielen gezeigten Innovationen wird die „Stefani X“, eine Weltneuheit, zum ersten Mal in Deutschland vorgestellt. Die vollautomatische Kantenanleimmaschine mit „Maestro Active Edge“ Oberfläche ist einfach zu bedienen, ausbaufähig für die Steuerung via Barcode oder auch Online-Anbindung für die Arbeitsvorbereitung. Darüber hinaus gibt es eine automatische Kantenbereitstellung mit Magazinen für bis zu sieben verschiedenen Kantenarten.

Zusätzlich präsentiert werden auch Innovationen und Weiterentwicklungen im Bereich der Kantentechnik bei anderen Modellen der „Olimpic“ und „Stefani“-Baureihen, wie beispielsweise das neuartige „SGP“ Anleimsystem; vollautomatisch geregelte Leimtemperaturen, CNC gesteuerte Leimmengenkorrektur sowie automatische Spülvorgänge; Programme für die Reinigung und ein Leimsystem für den Einsatz von allen kommerziellen EVA und PUR Schmelzklebern.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird um Voranmeldung unter info@scmgroup.de gebeten.

Feiert runden Geburtstag

Otto Martin Maschinenbau feiert Geburtstag. 1922 gegründet, steht das Unternehmen bis heute für Holzbearbeitungsmaschinen, die den Markt prägen. Pünktlich zum 100. Jahrestag legt der Jubilar nun die nächste Maschinengeneration vor, die digitales Engineering in einen die Holzbearbeitung bestimmenden Maschinenbau integriert.

Hauptverantwortlich für den Erfolg des Unternehmens ist zweifellos die Familie Martin. Die Nachfahren Otto Martins besitzen auch heute noch alle Eigentumsanteile der Firma Otto Martin Maschinenbau. Schon dem Firmengründer lag das Wohl der Belegschaft besonders am Herzen. Durch die bewegte Firmengeschichte hindurch war es immer wichtig, dass es Mitarbeitern und Unternehmen gleichermaßen gut geht.

Was 1922 mit einfachen, soliden Maschinen begann, hat Martin in den folgenden Jahrzehnten zu einem Produktstamm ausgebaut, der in seinem Segment heute als Maßstab für Qualität und Funktionalität gilt. Die Weichen für den Erfolg stellten die Ottobeurer dabei durch eine strikte Konzentration auf das Kerngeschäft. Wurde das anfängliche Angebot aus Hobelmaschinen, Kreissägen und Tischfräsen zwischenzeitlich noch um Profilierautomaten, Vierseitenhobelmaschinen, liegende Plattensägen und Papierschneidemaschinen erweitert, konzentriert sich das Sortiment heute auf Standardmaschinen wie Tischfräsen, Hobelmaschinen sowie Formatkreissägen. Abgerundet wird das Angebotsspektrum durch eine Sonderschleifmaschine für den Fensterbau. Diese Maschine bietet dem Holzfensterbauer durch wegfallende Lackzwischenschliffe massive Einsparmöglichkeiten.

Das Unternehmen Martin in Zahlen:
70+ Abnehmerländer: Die Maschinen werden in über 70 Ländern der Welt geschätzt, mehr als 65 Prozent der jährlich produzierten Maschinen verlassen Deutschland. Die stärksten internationalen Märkte sind Frankreich, Österreich, Großbritannien, USA sowie die Schweiz. Allerdings findet man Martin Maschinen auch in Usbekistan, Singapur, Mauritius, Nicaragua, auf den Fidschi-Inseln oder in Panama.
177 Mitarbeiter: Hoch motivierte Mitarbeiter aus mehr als 20 Berufen, vom Facharbeiter über den Meister bis zum Ingenieur, bilden das Team, das das Unternehmen erfolgreich macht. Jeder Einzelne trägt durch seine individuelle Leistung entscheidend zum Gesamterfolg des ganzen Unternehmens bei.
480+ Fachkräfte: Bereits knapp 500 junge Menschen wurden am Standort Ottobeuren zu qualifizierten Fachkräften ausgebildet.
>13 Prozent Ausbildungsquote: Die Ausbildungsquote liegt bei Martin weit über dem Bundesdurchschnitt von ca. 4,9 Prozent. Bei Martin wird in 7 Berufen anerkannt solide ausgebildet, was jungen Menschen beste Zukunftsaussichten eröffnet.
13,3 Betriebszugehörigkeit: Über 13 Jahre durchschnittliche Berufserfahrung machen unsere Mitarbeiter zum hoch qualifizierten Motor unseres Erfolgs.
110+ Patente: Die mehr als 110 seit Firmengründung angemeldeten Gebrauchsmuster und Patente sichern seit Jahren den Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb. Das 1923 erteilte Gebrauchsmuster für den „Eisen- Beton-Sockel“ war der erste Beleg der enormen Innovationskraft.
>70.000 Holzbearbeitungsmaschinen: Mehr als 70.000 Exemplare von 60 verschiedenen Typen an Holzbearbeitungsmaschinen wurden seit 1948 in alle Welt geliefert.
Zwei Geschäftsführer: Die Führung des Unternehmens muss gemeinsame Ziele setzen, planen, entscheiden und realisieren. Sie verkörpert die Werte und soll durch ihr Handeln als Vorbild fungieren, das Stabilität, Sicherheit und Lebensqualität für alle Mitarbeiter schafft. Die beiden Geschäftsführer ergänzen sich perfekt in Wirtschaft und Technik.
Umsatz: > 26,5 Millionen Euro in 2021
Jahresproduktion: > 1.100 Maschinen