Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Büromöbelbranche

Das Büro der Zukunft sorgt für Nachfrageanstieg

Nachdem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 die Geschäftsentwicklung der Büromöbelbranche massiv beeinträchtigt hatte, konnten die Hersteller von Büromöbeln im Jahr 2021 wieder Boden gutmachen. Vor allem eine hohe Nachfrage bei Sitzmöbeln trug zu einer verbesserten Gesamtbilanz bei. Insgesamt meldet der Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) für das Jahr 2021 einen Gesamtumsatz von 2,32 Milliarden Euro in der Büromöbelindustrie – ein Anstieg von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Nach einem Nachfragerückgang im zweiten und dritten Quartal 2020 war bereits im vierten Quartal 2020 wieder ein leichter Aufwärtstrend zu beobachten. Daran konnte die Branche in 2021 anknüpfen und verzeichnete im Inland eine Umsatzsteigerung von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Ausland war das Wachstum sogar noch deutlicher – nach einem Minus von 13,7 Prozent in 2020 legten die Umsätze wieder um 11,1 Prozent zu. Die durchschnittliche Exportquote stieg von 25,5 Prozent im Jahr 2020 auf 26,8 Prozent. Während das Plus im Inland gleichermaßen auf der Nachfrage im Objekt- und im Breitengeschäft beruht, wird der deutlich stärkere Zuwachs bei der Auslandsnachfrage im Wesentlichen durch Großprojekte getragen.

Trotz des Aufwärtstrends für die gesamte Branche sank die Zahl der bei den in Deutschland ansässigen Büromöbelherstellern beschäftigten Personen im Laufe des vergangenen Jahres um 2,9 Prozent auf rund 13.700 Arbeitnehmer. Der Rückgang war nur zum Teil auf einen geplanten Beschäftigungsabbau zurückzuführen. Erstmals hinterließ auch der wachsende Fachkräftemangel seine Spuren. Die Entwicklung, die zeit-gleich in vielen Branchen spürbar wird, könnte sich für die Büromöbelanbieter im Umkehrschluss sogar als Wachstumsfaktor erweisen: Denn da-mit wird das Arbeitsumfeld im Büro, im Homeoffice und an anderen alter-nativen Arbeitsorten als Faktor für Arbeitgeberattraktivität immer wichtiger.

Der demographische Wandel und die durch die Corona-Pandemie beschleunigte Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt werden nach Einschätzung von Branchenkennern einen neuen Nachfrage-schwung für die Büroeinrichter mit sich bringen. „Noch befinden wir uns am Anfang eines grundlegenden Umbruchs, hybride Arbeitsweisen und die zunehmende Entscheidungsfreiheit der Mitarbeiter bei der Wahl der Arbeitsorte werden jedoch über kurz oder lang zu steigenden Anforderungen an die Ausstattung der verschiedenen Arbeitsplätze führen“, so Helmut Link, Vorsitzender des IBA. Einen ersten Niederschlag fand die erwartete Entwicklung 2021 in einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach Bürositzmöbeln. Während Büromöbel ein Plus von 2,9 Prozent verzeichneten, legte der Umsatz bei Sitzmöbeln um 8,9 Prozent zu. Besonders gefragt waren Einrichtungen von neuen, flexibel nutzbaren Räumen für Kommunikation und Teamarbeit sowie ergonomische Drehstühle zur Professionalisierung der Arbeit in den Homeoffices.

Der große Umbau der Arbeitswelt steht nach Einschätzung des im Herbst 2021 neu gewählten IBA-Vorsitzenden dennoch erst bevor. „Noch bremst die Unsicherheit im Hinblick auf passende Konzepte die Nachfrage. Viele Arbeitgeber testen derzeit noch im Kleinen, was sie später so oder ähnlich unternehmensweit realisieren wollen.“ 2021 besonders häufig gefragt waren daher auch Beratungsleistungen und die Unterstützung bei Pilotprojekten.

Sorgen bereitet der Branche die andauernd schwierige Situation auf den Beschaffungsmärkten. Die Preise für Vormaterialien, Energie und Logistik sind im vergangenen Jahr stark gestiegen und haben sich aktuell auf einem hohen Niveau stabilisiert. Das hat, trotz unvermeidlicher Preisanhebungen seitens der Büromöbelindustrie, die Margen im Jahr 2021 erheblich belastet. „Wir erwarten, dass uns das hohe Preisniveau auch im kommenden Jahr Probleme bereiten wird. Der Anstieg bei Löhnen und Gehältern wird die Situation zusätzlich verschärfen“, sagt Helmut Link. Der Verband rechnet daher damit, dass es auch 2022 zu weiteren Preissteigerungen für Büromöbel kommen wird.

Insgesamt schauen der IBA und seine Mitglieder aber zuversichtlich in die Zukunft. „Unsere Mitglieder haben in den vergangenen Jahren viel investiert, um die neuen Entwicklungen proaktiv begleiten zu können“, so Helmut Link. Unter halbwegs stabilen Rahmenbedingungen könne die Branche 2022 erneut ein Umsatzplus von rund 6 Prozent erzielen und damit schon wieder fast das Niveau des Jahres 2019 erreichen. Spätestens 2023 dürfte dann laut Einschätzung des Verbands der Umbau der Arbeitswelt im größeren Rahmen anstehen und zu einem entsprechenden Nachfrageschub führen.

Als unterstützende Maßnahme für die Branche und ihre Kunden wird der IBA ab dem zweiten Halbjahr 2022 mit einer neuen Online-Kompetenzplattform präsent sein. Diese soll Konzepte, Ideen und Umsetzungsbeispiele für die künftige Arbeitswelt bündeln und damit auch die Sichtbarkeit der Büroeinrichtungshersteller und ihrer Leistungen erhöhen. Gespannt blickt die Branche zudem auf die „Orgatec“ 2022, die vom 25. bis 29. Oktober in Köln stattfinden wird. Obwohl die internationale Leitmesse für neues Arbeiten voraussichtlich noch mit einzelnen coronabedingten Einschränkungen behaftet sein wird, erwarten die Verantwortlichen ein starkes Interesse bei allen Entscheidern, die sich aktuell Gedanken über die künftige Arbeitsweise in ihren Unternehmen machen. Die Planungen für die „Orgatec“ 2022 in einem leicht modifizierten Format sind laut Auskunft des Verbands und der Koelnmesse in vollem Gange.

Starkes Wachstum in 2021

Schüller schloss das Jahr 2021 mit einem Umsatz von 671,5 Mio. Euro netto (2020: 600,8 Mio. Euro) ab. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 11,8 Prozent. Dabei konnte das Unternehmen vor allem im Export zulegen im Export. So entfielen 197 Mio. Euro (149,5 Mio. Euro im Vorjahr) auf internationale Märkte. Sowohl europäische Länder als auch Überseemärkte trugen zur positiven Entwicklung von plus 31,8 Prozent bei und führten zu einer Exportquote von 29,3 Prozent. Im herausfordernden Inlandsmarkt erzielte man mit 474,5 Mio. Euro (2020: 451,3 Mio. Euro), ein Plus von 5,1 Prozent.

Allerdings wurde das Unternehmensergebnis durch die deutlich gestiegenen Rohstoff-, Energie-, Logistik- und anderer Kosten belastet. Der Herausforderung einer vollumfänglichen Versorgung folgte unmittelbar ein überproportionaler Anstieg von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Energie und Frachten. Die explodierten Gas-, Chemie-, Papier-, Holz- und Stahlpreise fanden unaufhaltsam ihre Wirkung im Produkt Küche. Oberste Prämisse war auch im Jahr 2021 eine termingerechte und vollumfängliche Lieferung an die Handelspartner. Dies ist Schüller dank des großen Eigenfertigungsanteils gut gelungen.

Das Wachstum von Schüller schlug sich auch 2021 in der Anzahl der Beschäftigten nieder. So gingen 2.051 Mitarbeiter/-innen im Jahresmittel ihrer Beschäftigung bei Schüller nach (Stand Ende 2020: 1.929 Mitarbeitende).

Diese Zahl beinhaltet 125 Auszubildende, die das Unternehmen zum Ausbildungsbeginn im September 2021 beschäftigte. 38 junge Menschen begannen im letzten Jahr ihr Berufsleben in Herrieden.

Das erste bis dritte Quartal 2021 standen unter dem Zeichen der Installation von Produktionsmaschinen und -technik. So gingen nahezu alle Anlagen, die für eine Überführung der bestehenden Nachtschicht in den neuen Produktionsbereich benötigt wurden, pünktlich im September in Betrieb. Diese Überführung und Inbetriebnahme bildet die Grundlage weiteren Wachstums am Standort Herrieden. Im vergangenen Geschäftsjahr betrug das Investitionsvolumen 73,8 Mio. Euro. Es umfasste neben dem Abschluss von Gebäuden im Wesentlichen technische Anlagen, Maschinen, den Fuhrpark sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung, Digitalisierungsprojekte und die dafür erforderliche Infrastruktur.

Auch Nachhaltigkeit stand im Fokus: Nach der Zertifizierung 2020 als „Klimaneutraler Möbelhersteller“, stellte Schüller 2021 seine Produkte auf den Prüfstand. Diese wurden mit dem „cradle-to-customer“ Ansatz auf ihre Treibhausgasbilanz betrachtet. Das Ergebnis der Berechnung legte offen, dass das Produktsortiment von Schüller durch die CO2-Speicherung der verwendeten Holzmaterialien und der vorausgegangenen Zertifizierung als Klimaneutraler Möbelproduzent bis zur Auslieferung an den Kunden klimaneutral ist. So sind Küchen und Möbel von Schüller nun ebenfalls „Klimaneutrale Produkte“.

Ein weiteres nachhaltiges Statement stellte eine Neuheit der Schüller Collec-´´tion 2022 dar: der Griff „OceanIX“ wird aus recyceltem Ozean-Plastik, wie etwa entsorgtem Fischerei-Zubehör, Seilen und Netzen, hergestellt.

Auch für das Jahr 2022 rechnet das Unternehmen mit positiven Zahlen, denn die Nachfrage bleibt auf einem hohen Niveau. Die Ursachen für den Küchen-Kauf sind vielfältig: vorgezogene Investitionen, längst fälliger Austausch, das nach wie vor niedrige Zinsniveau und Einsparungen, die der Einrichtungsbranche zugutekommen. Auch die anhaltende positive Bautätigkeit stabilisiert die Absatzzahlen im Inland, wie auch in europäischen Exportmärkten auf einem hohen Niveau. Die Schüller-Geschäftsführung geht davon aus, dass auch 2022 die Kaufneigung, trotz vermutlich höheren Ausgaben im Urlaubssektor, positiv verläuft.

Holzhandel erzielt 2021 deutlich höhere Umsätze – überwiegend durch Preisanstiege

Für das gesamte Jahr 2021 weist der Betriebsvergleich des GD Holz einen Umsatzanstieg von knapp 16 Prozent auf. Besonders stark angestiegen sind die Umsätze in den Warengruppen Schnittholz, Hobelwaren und Holzwerkstoffen mit einem Umsatzanstieg von jeweils über 20 Prozent. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich gibt an, dass die starken Umsatzzuwächse durch erhebliche Preiswirkungen erzielt worden sind und nur in geringem Umfang durch mehr Absatz. Andere Sortimente, die von den Preiswirkungen nicht in dem Umfang betroffen waren, liegen in etwa auf Vorjahresniveau oder leicht darunter, wie Fußböden mit -2 Prozent. Holz im Garten Produkte erreichen einen Umsatzzuwachs im Gesamtjahresdurchschnitt von 2,4 Prozent.

Deutliche Unterschiede sind auch in der Umsatzentwicklung der Vertriebswege über den Holzgroßhandel und den Holzeinzelhandel ersichtlich. Die Umsätze im Holzgroßhandel sind mit 18 Prozent sehr stark umgestiegen. Die weniger von Preisanstieg betroffenen Sortimente des Holzeinzelhandels wirken sich auf die Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes aus, der 2021 mit 7 Prozent rückläufig ist. Der Umsatz im Holzeinzelhandel ist im Jahr 2020 mit 20 Prozent stark angestiegen, so dass hier ein erheblicher Basiseffekt zu Grunde liegt. Die sehr gute Umsatzentwicklung nach dem Betriebsvergleich sorgte dagegen nicht für eine einheitlich höhere Entwicklung der Betriebshandelsspanne im vergangenen Jahr: Jeweils ein Drittel der Teilnehmer bezeichnen die Entwicklung der Handelsspanne als höher, gleichbleibend oder sogar geringer werdend. Die Erwartungen der Teilnehmer am Betriebsvergleich bezüglich der Umsatzentwicklung im ersten Quartal 2022 sind im Großhandel verhalten optimistisch, wobei die Mehrzahl einen Umsatz auf Vorjahresniveau erwartet. Ein ähnliches Bild ergibt sich für den Holzeinzelhandel, hier erwarten allerdings 20 Prozent der Befragten einen geringeren Umsatz als im ersten Quartal 2021. Für den Holzeinzelhandel von entscheidender Bedeutung wird der Start des Gartenholzsortimentes im Frühling sein.

Die Absatzsituation für Produkte des Holzfachhandels wird auch für das Jahr 2022 grundsätzlich sehr positiv gesehen. Beschaffungsfragen bleiben auch in diesem Jahr für die Branche ein wichtiges Thema, ebenso wie politische Rahmenbedingungen und mögliche Einschränkungen. Große Chancen sieht der GD Holz auch weiterhin für den Holzbau und den Trend zu Sanierung und Renovierung mit Holzprodukten.

Testet Recycling-Angebot für alte Bettdecken und Kopfkissen

Auf dem Weg zu einem kreislauforientierten und klimapositiven Unternehmen prüft Ikea immer wieder neue Möglichkeiten, um Materialien gemeinsam mit den Kund:innen so lange wie möglich nutzbar zu machen und zu recyceln. In einem Testzeitraum von Februar bis Mai bietet Ikea Deutschland ein Recycling-Angebot für ausgediente Bettdecken und Kopfkissen in ausgewählten Testhäusern an. „Als Teil der langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie bauen wir auch unsere bekannten Fundgruben in sogenannte Circular Hubs um“, sagt Berna Brandsaeter, Business Development Managerin Ikea Deutschland. „Damit möchten wir möglichst vielen Menschen das abstrakte Thema der Kreislaufwirtschaft erlebbar machen, indem wir zeigen, wie wir alle zusammen Ressourcen nachhaltig nutzen können.“

„Eine echte Kreislaufwirtschaft bedeutet: Aus alten Produkten werden wieder neue. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht, weil noch nicht überall die Voraussetzungen dafür geschaffen sind“, erklärt Indra Enterlein, Leiterin Ressourcenpolitik beim NABU. „Hier braucht es politische Rahmenbedingungen. Das Beste für Klima und Ressourcenschutz ist es, dass Produkte so lange wie möglich im Gebrauch bleiben. Deshalb ist die Einrichtung von Circular Hubs genau der richtige Weg.“

Bis 2030 Produkte ausschließlich aus erneuerbaren und recycelten Materialien herzustellen, ist eines der Nachhaltigkeitsziele von Ikea. Um ein größeres Bewusstsein für Chancen der Kreislaufwirtschaft zu schaffen, testet Ikea in den drei Pilotländern Deutschland, Belgien und den Niederlanden ein Recycling-Angebot. Im Testzeitraum vom 19. März bis zum 31. Mai können Kund:innen ihre alten Bettdecken und Kopfkissen in 14 ausgewählte Ikea Einrichtungshäuser in Deutschland bringen. Die Produkte werden im Anschluss von Ikea Partnerbetrieben fachgerecht gereinigt und direkt vor Ort für die Produktion neuer Bettdecken und Kopfkissen wiederverwendet. „Wir nehmen sowohl Produkte aus natürlichen Fasern wie Daunen und Federn als auch solche aus synthetischen Materialien zurück“, sagt Berna Brandsaeter. „Sie müssen nicht unbedingt bei Ikea gekauft worden sein.“

In einem Aktionsraum vom 19. Februar bis zum 19. März erhalten Kund:innen für ihre zurückgebrachten Produkte einen Rabatt-Coupon von 20 Prozent, den sie beim Kauf neuer Produkte des Betttextilien-Sortiments in den teilnehmenden Ikea Einrichtungshäusern einlösen können. Mit diesem zusätzlichen Anreiz möchte das Unternehmen seine Kund:innen motivieren, gemeinsam Materialien im Kreislauf zu halten anstatt sie wegzuwerfen.

Auch in den Fundgruben arbeitet Ikea schon lange nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Hier werden Möbelstücke bei Bedarf aufbereitet und anschließend neu verpackt und weiterverkauft – von Retouren über Ausstellungstücke bis hin zu gebrauchten Produkten aus dem Service „Zweite Chance“. Mit dem Umbau in Circular Hubs wird dieses Angebot weiter ausgebaut. „Damit möchten wir den wieder aufbereitenden Produkten einen höheren Wert geben und einen transparenten Einblick in unsere Arbeitsweise geben“, so Berna Brandsaeter. „Auch möchten wir zeigen, wie jede:r Einzelne den Lebenszyklus der eigenen Möbelstücke verlängern kann und mit Tipps und Tricks zu einem nachhaltigeren Konsum inspirieren.“

Die Top fünf Roboter-Trends 2022

Mit rund drei Millionen Einheiten hat der operative Bestand an Industrie-Robotern weltweit einen neuen Rekord erreicht – das durchschnittliche jährliche Wachstum lag bei 13 Prozent (2015-2020). Was sind die 5 wichtigsten Trends, von denen die Robotik und Automation 2022 weltweit geprägt werden? Diese Frage hat die International Federation of Robotics analysiert.

„Der Einsatz von Robotik nimmt in traditionellen und auch ganz neuen Branchen zügig an Fahrt auf“, sagt Milton Guerry, Präsident der International Federation of Robotics. „Immer mehr Unternehmen erkennen die zahlreichen Vorteile, die Robotik und Automation für ihr Geschäftsmodell bietet.“

  1. Roboter in neuen Einsatzfeldern: Die Automation mit Robotern erreicht inzwischen Einsatzbereiche, die noch relativ neu sind. Angetrieben vom Verbraucherverhalten versuchen Unternehmen, die steigende Nachfrage nach personalisierten Produkten und Lieferungen zu bedienen. Insbesondere im elektronischen Handel löste die Pandemie eine konjunkturelle Revolution aus und der E-Commerce dürfte auch 2022 weiter zulegen. Weltweit sind heute tausende von Robotern installiert, die es vor fünf Jahren in diesem Segment noch gar nicht gab.
    Um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken, beschäftigen sich jetzt Chefetagen mit Automationsmöglichkeiten, die das bisher noch nicht getan hatten. Auf Servicekräfte angewiesenen Unternehmen – beispielsweise in der Gastronomie und im Einzelhandel – können offene Stellen immer häufiger nicht besetzen. Diese Branchen werden daher voraussichtlich verstärkt in automatisierende Lösungen investieren, um die Bedürfnisse ihrer Kunden zu erfüllen. Relativ neue Robotik-Kundenbranchen wie Liefer- und Logistikunternehmen, das Baugewerbe, die Landwirtschaft und viele andere profitieren zudem von den sich täglich weiterentwickelnden Technologien.
  2. Roboter einfacher zu handhaben. Die neuen Roboter-Generationen lassen sich von den Nutzern einfacher bedienen. Der Trend geht zu Benutzeroberflächen, die mit einfachen Symbolen und einer geführten Programmierung arbeiten und so die vereinfachte Steuerung von Robotern möglich machen. Roboterhersteller und einige Drittanbieter bündeln zudem Hardwarepakete und Software, um die Implementierung zu erleichtern. Der Trend, komplette Ökosysteme anzubieten schafft einen enormen Mehrwert, indem sich Aufwand und Zeit bis zur Inbetriebnahme deutlich reduzieren.
    Darüber hinaus geht auch der Trend zu Low-Cost-Robotern mit einer einfachen Einrichtung und Installation einher – spezifische Anwendungen lassen sich teilweise schon vorkonfigurieren. Die Firmen bieten ihren Kunden Standardprogramme in Kombination mit Greifern, Sensoren und Steuerungen an. App-Stores haben für verschiedene Anwendungen fertige Programmroutinen im Angebot und unterstützen so den kostengünstigen Einsatz von Robotern.
  3. Roboter und Menschen lernen dazu: Immer mehr Regierungen, Industrieverbände und Unternehmen erkennen die Notwendigkeit, frühzeitig in eine Grundausbildung für die nächste Generation von Robotern und Automatisierungssysteme zu investieren. Auf dem Weg zu datengesteuerten Produktionslinien wird der Schwerpunkt auf der Aus- und Weiterbildung liegen. Neben der internen Schulung von Mitarbeitern verbessern externe Bildungswege die Lernprogramme für Mitarbeiter. Roboterhersteller wie ABB, Fanuc, Kuka und Yaskawa verzeichnen in ihren Roboterkursen jedes Jahr zwischen 10.000 und 30.000 Teilnehmer in mehr als 30 Ländern.
    Der Einsatz von Robotik hat das Potential, die Berufsbilder von Fabrikarbeitern zu verbessern. Wie die „Great Resignation“, also die jüngste große Kündigungswelle in den USA gezeigt hat, wollen die Menschen ein modernes Arbeitsumfeld, in dem sie sich eine Karriere aufbauen können. Neue Ausbildungsmöglichkeiten durch die Robotik bilden eine Win-Win-Strategie für Unternehmen und Arbeitnehmer gleichermaßen: Langweilige, schmutzige und gefährliche Aufgaben werden automatisiert, während die Menschen Schlüsselqualifikationen für den Industriearbeitsplatz der Zukunft erlernen und damit ihre Verdienstmöglichkeiten während ihrer gesamten Laufbahn erhöhen.
  4. Roboter sichern die Produktion: Handelskonflikte und die COVID-19-Pandemie führen dazu, dass Unternehmen die Produktion wieder näher an den Kunden rücken möchte. Probleme in der Lieferkette führen dazu, dass viele Betriebe „Nearshoring“ mit Hilfe von Automation als Lösung in Betracht ziehen.
    Eine besonders aufschlussreiche Statistik aus den USA zeigt, wie die Automatisierung den Firmen hilft, geschäftliche Aktivitäten zu beflügeln: Nach Angaben der Association for Advancing Automation (A3) sind die Roboterbestellungen in den Vereinigten Staaten im dritten Quartal 2021 um 35 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2020 gestiegen. Mehr als die Hälfte der Aufträge kam dabei aus dem nicht-automobilen Sektor.
    Dieses Rekordwachstum erwirtschaftet nicht allein die Robotik – sondern Bildverarbeitung, Bewegungssteuerung und Motoren nehmen ebenfalls stark zu. „Die Pandemie umit den daraus resultierenden Engpässen in den Lieferketten und der Arbeitskräftemangel scheinen für viele Unternehmen der Anstoß gewesen zu sein, Investitionen in Robotik und Automation zu rechtfertigen“, sagt Dr. Susanne Bieller, Generalsekretärin des IFR. „Firmen, die vorher schon länger über Schritte zur Automatisierung nachgedacht haben jetzt den entscheidenden ie ersten, die tatsächlich investieren.“
  5. Roboter unterstützen digitale Automation: Für das Jahr 2022 und darüber hinaus sehen wir einen Schwerpunkt auf der Datennutzung als Steuerungsfaktor künftiger Fertigung. Die von automatisierten Prozessen intelligent erfassten Informationen werden von den Herstellern analysiert, um darauf basierend Entscheidungen zu treffen. Die Fähigkeit eines Roboters, durch KI zu lernen und Aufgaben zu teilen, können Unternehmen auch in neuen Umgebungen leichter einsetzen. Das reicht vom Bauwesen über Lebensmittel- und Getränkeverpackungsanlagen bis hin zu Gesundheitslabors.
    Darüber hinaus wird künstliche Intelligenz in der Robotik immer ausgereifter und lernende Roboter zum Mainstream. Die Pilotphase hat die Branche bereits hinter sich gelassen und wir können davon ausgehen, dass diese Technologien in diesem Jahr bereits in größerem Umfang eingesetzt werden.

Online-Expertentalk zum Thema Design

Einfach mal zuhören: Im Bene Online Expert Talk #4 zum Thema „Making Design work for the Better“ erläutert Luke Pearson, Mitbegründer und Direktor des preisgekrönten Produkt-, Möbel- und Innovationsdesignstudios Pearson Lloyd, am Donnerstag, 24. Februar, wie er und sein Team die aktuellen Herausforderungen, ob Corona-Krise, Klimanotstand oder zunehmende soziale Ungleichheit mit ihrer Arbeit angehen.

Luke Pearson ist davon überzeugt, dass Design und Design Thinking eine aktive Rolle bei der Bewältigung aller Probleme und bei der positiven Umgestaltung unserer Lebensgewohnheiten und -rituale spielen können. Und der Mitbegründer und Direktor von Pearson Lloyd, einem Studio für Produkt-, Möbel- und Innovationsdesign, will von 14 bis 15 Uhr vermitteln, warum das so ist.

In den vergangenen 25 Jahren hat die Agentur Produkte, Systeme und Umgebungen für den Wohn-, Arbeits-, Transport- und Gesundheitsbereich entworfen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Kunden wie Verbrauchermarken, Herstellern und Einzelhändlern verfügt die Agentur über ein einzigartiges Verständnis für die Bedürfnisse der Nutzer und die Anforderungen der Wirtschaft.

 

Wer dabei sein möchte, kann sich hier anmelden

Erfolgreiche Messe in Nordamerika

Deutlich zweistellig ist Siematic im vergangenen Jahr gewachsen – in allen wichtigen Kernmärkten. Und „superhappy“ ist der Löhner Hersteller jetzt aus Orlando von der Messe „KBIS“ wiedergekommen, so berichtet es Jörg Overlack, Leitung Markenkommunikation. Der weltweit zweitgrößte Küchenmarkt USA hat für Siematic schon lange eine große Bedeutung, wird mit eigener Landesvertriebsgesellschaft sowie sechs eigenen Exklusiv-Studios besetzt (neben externen Vertriebspartnern). Mit dem riesigen Potenzial in den Staaten ebenso wie in Kanada steht Nordamerika damit auch weiterhin strategisch im Fokus.

Als Protagonist im Premium- und Luxussegment zeigte Siematic am Gemeinschaftsstand unter der Flagge „Made in Germany“ auf der „KBIS“ die bereits 5-fach ausgezeichnete grifflose „Siematic SLX“ in Hazel Brown Oak Veneer sowie die grifflose „Siematic S2“ in Rosé Gold Brushed Metallic.

„Unsere Ziele, neue Partner zu gewinnen, die Siematic Wachstumsstrategie auch in Nordamerika weiter zu forcieren und die Zusammenarbeit mit der NKBA zu intensivieren, scheinen hier bestens aufzugehen,“ stellt Daniel Griehl, seit Oktober CEO, fest.

Derzeit laufen bei Siematic zudem die Vorbereitungen für Mailand. Denn vom 7. bis 10. Juni präsentiert sich das Unternehmen hier parallel zu „Salone“ und „Eurocucina“ in seinem Studio am bekannten Designer-Standort Porta Nuova.

Das Jahr 2022 sei bereits mit einer wiederum steigenden Auftragslage im ersten Quartal angelaufen. Überdies gewann gerade die Siematic „SLX Ceramic“ den „German Design Award“ 2022 in der Kategorie „Excellent Product Design“.

Erste Ausgabe startet am 1. und 2. Juni in Rosenheim

Nach der pandemiebedingten Absage im Herbst 2020 geht die 1. Rosenheimer „Ligna.Conference“  im Sommer 2022 an den Start. Die Veranstalterin der Weltleitmesse „Ligna“, die Deutsche Messe in Hannover, und die Technische Hochschule Rosenheim (TH Rosenheim) laden dazu am 1. und 2. Juni nach Rosenheim ein. Die Veranstaltung setzt damit die erfolgreiche Reihe der „Ligna“-Konferenzen fort, um auch in den „Ligna“-freien geraden Jahren über die holzbe- und -verarbeitende Branche und ihre aktuellen Trends und Themen zu informieren. Vor allem aber bietet sie der Branche als erstes Highlight in diesem Jahr die Möglichkeit, sich wieder vor Ort persönlich auszutauschen und zu netzwerken. Anmeldungen zur Konferenzteilnahme sind ab sofort online möglich. Anmeldeschluss ist am 1. Mai 2022.

Die zweitägige Konferenz findet auf dem Campus der TH Rosenheim statt. Und das aus gutem Grund: Die Hochschule gilt als Bildungsstätte für hochqualifizierten Nachwuchs und ist vor allem durch ihre Fakultät für Holztechnik und Bau bekannt. In 22 hervorragend ausgestatteten Laboratorien werden weltweit anerkannte Ingenieure in den Studiengängen Holztechnik, Holzbau und Ausbau, Innenausbau und Holz-Bauingenieurwesen ausgebildet. Weiterbildende Studiengänge für die Holzwirtschaft runden das Bildungsportfolio ab.

HIER geht es zur Anmeldung

Dritter Geschäftsführer für deutsche Tochter

Als neuer Geschäftsführer von Bene Deutschland übernimmt Daniele Tundo die Planung und Steuerung sämtlicher Vertriebsaktivitäten und Personalangelegenheiten der österreichischen Büromöbelmarke. Damit verantwortet der 41-jährige ab sofort die konsequente Weiterentwicklung eines erfolgreichen Fachhandelspartnernetzwerkes im deutschen Markt. Für seine Aufgaben bringt der ausgebildete Sales Experte langjährige Erfahrung im Vertrieb mit.

„Der kundenorientierte Vertrieb zählt zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Daher freuen wir uns umso mehr, einen langjährigen Bene Vertriebsexperten in die Geschäftsführung der Bene Deutschland GmbH aufzunehmen. Daniele Tundo wird künftig daran arbeiten, unsere Wachstumsstrategie für unsere Deutschland-Tochter erfolgreich weiterzuentwickeln“, so Bene Geschäftsführer Sales, Marketing & Innovation, Michael Fried.

In seiner neuen Position als Geschäftsführer kommt Daniele Tundo seine langjährige Arbeit bei Bene Deutschland zugute. Bereits 2008 startete er seine Karriere im Unternehmen als Senior Sales Mitarbeiter in München. 2014 übernahm er als Regional Sales Manager die Vertriebsleitung Süd. Vor allem für seinen dynamischen und engagierten Führungsstil geschätzt und seiner fachlichen Expertise bekannt, wird Tundo ab sofort in die Geschäftsführung der Bene Deutschland GmbH aufgenommen. Neben Managing Director, Sales, Marketing & Innovation, Michael Fried, und Managing Director, Operations & Finance, Jörg Schuschnig, verantwortet er die Bereiche Sales und Marketing für den deutschen Markt. In seiner neuen Position stehen zusätzlich zur Planung und Steuerung aller Vertriebsaktivitäten und der Führung des Sales Teams, auch die strategische Weiterentwicklung des Fachhandelspartnernetzwerkesfür den gesamten deutschen Markt auf seiner Agenda.

„Gemeinsam mit meinem Team möchte ich den Marktanteil von Bene in Deutschland vergrößern und Neukunden sowie Großprojekte gewinnen. Als langjähriger Bene Mitarbeiter schätze ich nicht nur die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden, sondern auch die vielfältige Produktpalette von Bene“, so Daniele Tundo.