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Autor: Möbelfertigung

60 Jahre Kantenanleimmaschinen – Gewinnspiel für Besitzer alter Modelle

Die Homag Group feiert Geburtstag: Vor 60 Jahren brachte das Unternehmen aus Schopfloch/Deutschland die erste Kantenanleimmaschine im Durchlauf nach dem Heiß-Kalt-Verfahren auf den Markt. Und die war gleich ein Paukenschlag. Was über Jahre folgte, war eine stete Reihe von Innovationen und Weiterentwicklungen, mit denen sich Homag bis heute regelmäßig als Pionier und Technologieführer beim Kantenanleimen erweist.

In der Kantenbearbeitung wie in allen anderen Technologien des Möbelbaus und der Bauelementefertigung reicht das Leistungsspektrum von Homag heute von der Einzelmaschine im Einstiegs-, mittleren oder High-End-Segment über das Engineering und die Installation komplexer Fertigungsstraßen und Anlagen bis hin zur kompletten Branchenlösung, inklusive Consulting und Software sowie Systementwicklung und
-implementierung. Mit diesem eng aufeinander abgestimmten Maschinen- und Dienstleistungsprogramm bietet die Homag Group ihrem Kundenkreis eine umfassende Produktpalette mit hohem Kundennutzen. „Einen ganz wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Industrie und Handwerk leisten dabei die Kantenanleimtechnologien – ihre 60-jährige Geschichte zeigt dies eindrücklich“, erklärt Dr. Sergej Schwarz, Member of the Board.

Die erste Homag-Kantenanleimmaschine war nicht nur der Startpunkt der Homag Group Erfolgsgeschichte, sondern auch ein wichtiger Meilenstein für viele Homag-Kunden. Aus diesem Grund begibt sich das Unternehmen nun auf die Suche – nach ebendiesen Geschichten und den erfahrensten Maschinen weit und breit.

Kunden, die eine Homag- oder Brandt-Kantenanleimmaschine im Betrieb haben, die schon besonders lange im Einsatz ist, melden sich dazu am besten direkt mit einem Bild der Maschine, gerne auch mit Mitarbeitern, und ein paar Sätzen, was sie an ihrer Maschine besonders schätzen. Mit einer zusätzlichen Aufnahme des Typenschilds sind die Angaben vollständig. Die Jubiläums-E-Mail-Adresse lautet: 60years.edgebanding@homag.com. Unter allen Einsendungen wird jeweils die älteste noch aktive Homag- und Brandt-Maschine gekürt.

Die Gewinnerinnen oder Gewinner werden in die Firmenzentrale nach Schopfloch eingeladen. Dort steht eine Werksbesichtigung, ein individueller Überblick über das aktuelle Maschinenprogramm und die Übergabe eines Überraschungspräsents auf dem Programm. Die Kosten für An-/Rückreise und Übernachtung übernimmt natürlich Homag. Für die prämierten Maschinen erfolgt zusätzlich eine kostenlose Inspektion. Einsendeschluss ist der 31.07.2022. Die Gewinnerinnen oder Gewinner werden auf www.homag.com, in den sozialen Medien und in der nächsten Ausgabe des Kundenmagazins Maßarbeit verkündet.

Enno Scharphuis in den Vorstand berufen

Enno Scharphuis, Leiter der Business Unit Assembly Technology der Bosch Rexroth AG, ist neues Mitglied im Vorstand des VDMA-Fachverbandes Robotik + Automation. Mit der Berufung folgt Enno Scharphuis auf Johannes Linden, PIA Automation, der aus satzungsgemäßen Gründen aus dem R+A-Vorstand ausgeschieden ist. Enno Scharphuis vertritt im R+A-Vorstand die VDMA-Fachabteilung Integrated Assembly Solutions, deren Vorstand er ebenfalls angehört.

„Robotik und Automation sind wesentliche Erfolgsfaktoren, um unsere Industrie auch in Zukunft wettbewerbsfähig und erfolgreich zu machen. Neben hochproduktiver Automatisierung wird es in den nächsten Jahren vor allem darum gehen, flexible und wandelbare Fertigungssysteme zu realisieren, in denen unterschiedlichste Kundenanforderungen schnell über Software umgesetzt werden. Ich freue mich darauf, diese Aufgabenstellungen gemeinsam im Vorstand anzugehen und unseren Mitgliedern Lösungen zu vermitteln und Unterstützung anzubieten“, sagt Enno Scharphuis zu seiner neuen Aufgabe.

10 Prozent Umsatzwachstum

„Ein gutes Jahr“: So lautet auch die Bilanz von Leicht-Vorstandschef Stefan Waldenmaier für 2021. „Wir konnten unseren Umsatz um insgesamt 10 Prozent steigern, auf nun 160 Millionen Euro.“ 2020 hatte es aus Kapazitätsgründen eine Stagnation gegeben. Die ist nun wieder ausgeglichen. Wobei die Entwicklung im Inland und Ausland gleichermaßen positiv verlief, bei einem Exportanteil von rund 60 Prozent (2020 waren es ca. 55%). „Hier sehen wir eine gute Entwicklung vor allem im europäischen Ausland“, so Waldenmaier.

Dennoch haben sich die Materialengpässe auch beim Umsatz bemerkbar gemacht: „Bedingt durch die instabile Versorgungssicherheit, vor allem in der Mitte des zweiten Halbjahres, haben wir unsere Kapazitäten nicht weiter erhöht, was mit dem neuen Werk 2 locker möglich gewesen wäre.“ Ergo hätte die Umsatzsteigerung noch höher ausfallen können. Was Waldenmaiers Zufriedenheit mit dem Ergebnis allerdings nicht trübt.

Gewachsen ist im Übrigen auch die Zahl der Mitarbeiter:innen von 670 in 2020 auf aktuell etwa 720 Beschäftigte.

Seit Oktober 2020 produziert Leicht am Standort Gügling in Werk 2 auf 40.000 Quadratmetern nach einem neuen Hochleistungskonzept, das die Vorzüge der Losgröße-1-Fertigung mit den wirtschaftlichen Vorteilen genormter Massenfertigung verbindet.

Absatzrückgang und dennoch Umsatzsteigerung

In Deutschland wurden 2021 1.585 Tausend Tonnen Lacke, Farben und Druckfarben verkauft – ein Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im laufenden Jahr gibt es voraussichtlich einen leichten Anstieg um ein Prozent auf 1.600 Tausend Tonnen, berichtet Peter Jansen am Dienstag auf der virtuellen Jahreswirtschaftskonferenz des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL). Der Umsatz der in Deutschland verkauften Lacke, Farben und Druckfarben stieg 2021 gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent auf 5,58 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr erwartet der VdL einen Anstieg um fünf Prozent auf gut 5,85 Milliarden Euro.

Gleich eine ganze Reihe von Entwicklungen drücken die Ergebnisse der Farbenhersteller: Neben Rekordpreisen am Rohstoffmarkt und einem starken Dollar, erschweren gestörte Lieferketten, Produktionsausfälle bei Pigmenten und Epoxidharzen sowie mangelnde Transportkapazitäten den Markt.

Bei den Bautenfarben endete die Corona-Sonderkonjunktur im DIY-Segment; es gab einen Rückgang um 16 Prozent in der Menge. Der Profibereich ging leicht um zwei Prozent zurück. Für 2022 prognostiziert der VdL in der Menge eine Seitwärtsbewegung auf 856 Tausend Tonnen. Damit liegt die Menge noch leicht über der des Jahres 2019 vor der Krise. Der Umsatz wird um drei Prozent auf 1.9 Milliarden Euro steigen.

Bei den Industrielacken kam es zu einem leichten Anstieg des Verbrauchs um zwei Prozent in der Menge und um acht Prozent im Wert. Weiterhin gingen die Autoserienlacke um zwölf Prozent stark zurück, teilweise wurde die Automobilproduktion deutlich gedrosselt. Gegenüber 2018 ist das ein Minus von mehr als 40 Prozent. Positiv hat sich der Absatz in den anderen Industriesektoren entwickelt. 2022 kommt es voraussichtlich zu einem weiteren Anstieg von drei Prozent bei den Industrielacken, Autoserie (OEM) wird um sechs Prozent wachsen. Der Umsatz der Industrielacke insgesamt wird im laufenden Jahr mit sieben Prozent wieder kräftig ansteigen auf 3,1 Milliarden Euro.

Der Absatz von Druckfarben ist 2021 weiter zurückgegangen – es wurden 224.000 Tonnen produziert, ein Minus von vier Prozent. Insgesamt wurden Druckfarben für Publikationen und Verpackungen im Wert von 765 Millionen Euro umgesetzt.

Der Export stieg 2021 um 13,7 Prozent auf 3.83 Milliarden Euro. Importiert wurde für 1.26 Milliarden Euro (12,5 %). 2022 wird der Außenhandel sich weiter positiv entwickeln und voraussichtlich um rund fünf Prozent steigen.

Pandemie, Inflationsgefahr und die angespannte weltpolitische Lage machen eine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung schwierig. Ohne wesentliche weitere Störungen erwartet der VdL ein Wachstum in der Produktion der deutschen Farbenhersteller um rund ein Prozent. Die Inlandsnachfrage bleibt unverändert. Wertbezogen wird eine Steigerung der Inlandsnachfrage um fünf Prozent prognostiziert.

„Am voraussichtlichen Ende der akuten Covid-19-Pandemie lässt sich wohl feststellen, dass die Farbenindustrie mit einem blauen Auge davongekommen ist und sich sogar in Teilen von der negativen Gesamtentwicklung abkoppeln konnte und jetzt insgesamt optimistisch nach vorne sieht“, fasst Verbandspräsident Peter Jansen zusammen. Zu verdanken sei dies auch umsichtigem Wirtschaften und einer enormen Leistungsbereitschaft in den Belegschaften der mittelständisch geprägten Branche.

Die politische Arbeit des Verbandes ist zurzeit von den Themen deutsche Druckfarbenverordnung und dem Europäischen Green Deal geprägt, erläuterte Hautgeschäftsführer Dr. Martin Kanert. Ende 2021 habe man zusehen müssen, wie die Bundesregierung trotz aller Kritik eine nationale Druckfarbenverordnung verabschiedet und einer einheitlichen europäischen Regelung vorgegriffen hat. Nun wolle man die Übergangsfrist nutzen, um über alle Kanäle darauf zu drängen, dass eine europäische Lösung etabliert wird. Beim European Green Deal konstatierte Kanert einen erheblichen Handlungs- und Erwartungsdruck auf Seiten der EU-Kommission. „Die Lack und Druckfarbenindustrie ist wegen ihrer extremen Vielfalt der Produkte und Formulierungen insbesondere bei der neuen Chemikalienstrategie erheblich belastet. Alle Beteiligten sollten sich hier von wissenschaftlichen Erkenntnissen und nicht von politischen Absichten leiten lassen.“

Unterstützung für zwei regionale Hilfseinrichtungen

Der Erlös aus einer firmeninternen Nikolaus-Aktion am Hettich-Standort Kirchlengern/Bünde geht zu gleichen Teilen an die Palliativstation des Lukas Krankenhauses Bünde und das LoyalAut Sportzentrum Bünde für Autismus-Spektrum-Störungen. Das Sportzentrum fördert Kinder und Jugendliche mit sowohl geistiger als auch körperlicher Einschränkung im sportlichen Rahmen. Exakt jeweils 1.105,32 Euro erhalten die beiden lokalen Einrichtungen der Palliativstation des Lukas Krankenhauses in Bünde und des LoyalAut Sportzentrum Bünde. Dieses Jahr wird die offizielle Spendenübergabe aufgrund der Corona-Situation nicht persönlich stattfinden, doch die Freude über die finanzielle Unterstützung ist bei beiden Institutionen groß.

Viele Hettich-Kollegen haben auch 2021 auf ihr gut gefülltes Nikolauspäckchen verzichtet, die Hettich über die Betriebsräte am Standort Kirchlengern/Bünde seit vielen Jahren verteilt. Die so erzielte Spendensumme wird zusätzlich durch Geldspenden der Kollegen ergänzt. Im Vorfeld der Aktion hat der Betriebsrat ausgelost, welche Institutionen mit der Spende unterstützt werden. „Unsere Kolleginnen und Kollegen am Standort können Vorschläge machen und aus der Sammlung ziehen wir dann die Hilfseinrichtungen, denen das Geld zugutekommen soll“, erklärt der Paul Hettich-Betriebsratsvorsitzende Karsten Zimmermann das Vorgehen. „Auf jeden Fall soll es sich um ein regionales Engagement handeln.“
„Wir bedanken uns sehr für diese Spende“, sagt Dr. Petra Küpper-Weyland, leitende Oberärztin der Palliativstation des Lukas Krankenhauses Bünde. „Mit der Spende unterstützt Hettich Angebote der Aroma-, Musik- und Klangschalentherapie sowie der Meditation, die wir für unsere Patientinnen und Patienten bereithalten.“ Auch Mert Yilmaz, Geschäftsführer der Sportschule LoyalAut freut sich über die Spende und bedankt sich im Namen der Kinder und Jugendlichen: „Mithilfe der finanziellen Unterstützung können wir neue Trainingsbekleidung und autismusspezifische Spiele anschaffen sowie ein Sommerfest veranstalten.“

„Heimtextil Summer Special“

Rund 1.000 Anmeldungen aus 46 Ländern liegen vor

Die einmalige Sommerausgabe der „Heimtextil“ erreicht ihren ersten Meilenstein: Nach Ablauf der Frühbucherfrist Anfang Februar haben rund 1.000 Aussteller aus 46 Ländern ihre Teilnahme angekündigt. „Wir schätzen uns sehr glücklich, dass bereits innerhalb weniger Wochen eine solche Vielzahl an Ausstellern mit ihrer Teilnahmeankündigung auf das ,Heimtextil Summer Special‘ setzen. Auch die sehr hohe internationale Beteiligung unterstreicht das globale Commitment der Wohntextilbranche“, so Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies. Unter den Herkunftsländern der Aussteller sind unter anderem Frankreich, Indien, Italien, die Niederlande, Pakistan, Portugal, Spanien, die Türkei und die Vereinigten Staaten.

„Wir bei Aznar Textil freuen uns sehr auf das Heimtextil Summer Special. Auf der Heimtextil kann man vermitteln, was einen als Unternehmen auszeichnet, neue Kundenkontakte knüpfen, aber auch Kundenentscheidungen beschleunigen: Ein sofortiges Feedback zu neuen Kollektionen bedeutet Zeit- und Kostenersparnis. Am Ende sind wir Menschen, die sich sehen, die Stoffe anfassen und von Angesicht zu Angesicht kommunizieren müssen. Hierfür ist die ,Heimtextil‘ der globale place to be“, sagt Eduardo Aznar, Geschäftsführer von Aznar Textil, Spanien.

Interessierte Unternehmen können sich weiterhin registrieren. Schwerpunkt der Veranstaltung bildet neben dem internationalen Volumengeschäft auch der Einzelhandel. Die Trendpräsentation in der Halle 4.0 bietet zudem diesen Sommer wertvolle Orientierungshilfe für die Zukunft der Heimtextilbranche und beleuchtet deren Wandel zu einem langfristig ausgerichteten Denken für eine nachhaltigere Industrie. Zudem präsentieren zum Summer Special eine Vielzahl an Textildesignern aus aller Welt ihre Kollektionen.

Aus dem bisherigen Anmeldestand wird deutlich: Das Summer Special im Juni 2022 wird auch der Profitermin für Anbieter mit dem Schwerpunkt auf großvolumigeren Ordermengen und führt sie mit Großhändlern, Außenhändlern, Inhabern filialisierter Fachgeschäfte und weiteren volumenorientierten Einkäufern aus Europa und Übersee zusammen:

„Wir freuen uns sehr über die Entscheidung, das ,Heimtextil Summer Special‘ durchzuführen. Interkontinentale persönliche Treffen mit Besuchern und Kunden in diesem Sommer – insbesondere mit Großhändlern und Handelsketten – sind wichtig, um unsere Artikel zu präsentieren und Geschäftsbeziehungen zu stärken,“ so Mário Abreu, Events & Marketing Manager der Elastron Group, Portugal.

Die Bestimmungen der Coronavirus-Schutzverordnung des Landes Hessen sehen zum jetzigen Zeitpunkt die Durchführung von Fachmessen in Frankfurt unter 3G-Regeln vor. Dies erleichtert insbesondere interkontinentalen Ausstellern und Einkäufergruppen – beispielsweise aus China oder aus Russland – die Teilnahme, da sie unabhängig von zugelassenen Impfstoffen möglich ist. Diese Entwicklung zeigt: Der Einsatz von Schutzmaßnahmen auf Fachveranstaltungen und während geschäftlichen Begegnungen wird immer stärker von Freizeitevents abgegrenzt betrachtet und bewertet.

Auch Beratungs- und Produktangebote für den Bettenfachhandel werden auf dem „Heimtextil Summer Special“ umfassend beleuchtet. Dabei dient die „Heimtextil Conference“ „Sleep & More“ als Anlaufstelle für Vertreter des Bettenfachhandels, wo sie ein hochkarätiges Programm mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Produktvorstellungen erwartet.

Die Inszenierung der „Heimtextil Trends“ in der Halle 4.0 bietet im Sommer einen tiefgreifenden Einblick in die Einrichtungsthemen von morgen. In diesem Zusammenhang nimmt auch das Thema Nachhaltigkeit ein zentrales Thema auf der Messe ein. Wie wichtig es ist, die Zusammensetzung von Textilien stärker in den Fokus zu rücken und die Unternehmen zu einem langfristig ausgerichteten Denken zu bewegen, beleuchten die „Heimtextil Trends 22/23“.

Zeitgleich zum „Heimtextil Summer Special“ präsentieren Aussteller ihre Produkte und Neuheiten im Bereich technischer Textilien und der textilen Verarbeitungsindustrie auf den internationalen Leitmessen „Techtextil“ und „Texprocess“. Über vier Monate vor Start haben sich bereits rund 1.000 Aussteller angemeldet. Zusätzlich ergänzen zahlreiche Gemeinschaftsstandteilnehmende und zwölf internationale Länderpavillons die Auftritte. Insgesamt versprechen Anmeldungen aus 44 („Techtextil“) bzw. 27 Ländern („Texprocess“) umfassenden internationalen Austausch. Erstmalig bieten „Techtextil“ und „Texprocess“ 2022 eine Digital Extension: Ausstellende und Besuchende sind dadurch sowohl vor Ort in Frankfurt als auch virtuell anzutreffen und können sich in ergänzenden Formaten austauschen. Zu diesen neuen Touchpoints gehören: Matchmaking-Angebote, Round-Tables, Chat-Funktion, 1-zu-1 Videogespräche oder digitale Timetables. Dank der Parallelität der drei Messen können nationale und internationale Einkäufer erstmals globale Trends und Neuheiten entlang großer Teile der textilen Wertschöpfungskette gebündelt an einem Ort erleben.

Das „Heimtextil Summer Special“ findet vom 21. bis 24. Juni 2022 statt.

FSK

Mitgliederversammlung 2022 wählt neuen Vorstand

Der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e. V. (FSK) veranstaltet traditionell seine jährliche Mitgliederversammlung als Auftakt der „Internationalen Fachtagung Polyurethane und Schaumkunststoffe“. Aus Gründen der steigenden Corona-Zahlen und daher unsicheren Lage war die Tagung bereits im Dezember abgesagt worden. Die Mitgliederversammlung fand jedoch zum angekündigten Termin, am 27. Januar 2022, als Online-Sitzung statt. FSK-Vorstandsvorsitzender, Albrecht Manderscheid, Cannon Deutschland, eröffnete die Sitzung und begrüßte die zahlreich eingeloggten FSK-Mitglieder.

Wichtigster Punkt auf der Tagesordnung war die Neuwahl des Vorstandes. Ein Großteil der Vorstandsmitglieder stellte sich erneut für das Amt zur Verfügung. So wurden in Ihrem Amt bestätigt: Albrecht Manderscheid (Cannon Deutschland) als Vorsitzender, Dr. Ulrich Fehrenbacher (Rühl Puromer), Dr. Dirk-Endres Hein (F.S. Fehrer Automotive), Christian Loretz (Getzner Werkstoffe), Dr. Klaus Semmler (Acmos Chemie), Jörg Teschner (Klöckner Polypur Chemie) und Manfred Werner (Sekisui Alveo) als Finanzvorstand. Neu in den Vorstand wurden gewählt: Philipp Zimmermann (Kraussmaffai Group GmbH) als stellvertretender Vorsitzender, Jörg Arntzen (Dow Produktions- und Vertriebs-GmbH & Co. OHG), Benedikt Broil (Covestro Deutschland AG).

Albrecht Manderscheid bedankte sich an dieser Stelle bei den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Steffen Bauer (Kraussmaffei Technologies), Jens Geschke (Covestro Deutschland AG) und Rüdiger Simon (Sitola GmbH & Co. KG) für Ihr Engagement für den FSK und die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Auch die Wahl der Kassenprüfer wurde turnusgemäß durchgeführt und die beiden Kandidaten Martin Dietrich (Getzner Werkstoffe) und Alexander Hinzsch (Hinzsch Schaumstofftechnik GmbH & Co. KG) in Ihrem Amt bestätigt.

Neben den Wahlen waren die Schulungen zum sicheren Umgang mit Diisocyanaten des FSK ein wichtiges Thema. Mit großem Einsatz wurde im letzten Jahr die Online-Trainingsplattform und ein Kompetenz-Team an Trainern geformt. Alle Kurse stehen damit nach der erfolgreichen Pilotphase online zur Verfügung und können auch in Präsenzschulungen angeboten werden. Die hohe Nachfrage stellt derzeit eine Herausforderung dar, sodass für das Team der Geschäftsstelle noch Verstärkung gesucht wird berichtete FSK-Geschäftsführer Klaus Junginger.

Eindeutiger Konsens bestand darüber, dass die Mitglieder und die gesamte Branche einem persönlichen Kontakt auf der etablierten FSK-Fachtagung entgegenfieberten. Die Jubiläumsfeier 60 Jahre FSK im Rahmen der Tagung am 13. und 14. September 2022 könne hoffentlich als Live-Veranstaltung in Dortmund durchgeführt werden, so FSK-Geschäftsführer K. Junginger. Auch freue man sich in diesem Jahr wieder auf die Treffen der Fachgruppen, den Einsteiger-Workshop beim Mitglied Zelu und auf den Gemeinschaftsstand auf der „K“ Messe im Oktober.

Investierte in eine neue Rauchgasreinigungsanlage

Seit 2021 ist auf dem Firmengelände der Schörghuber Spezialtüren KG im bayerischen Ampfing eine neue Rauchgasreinigungsanlage in Betrieb, die Rauchgase, die durch den hauseigenen Versuchs-Brandofen entstehen, filtert und so langfristig die Umwelt schützt. Das Klimaschutzengagement spielt bei Schörghuber eine zentrale Rolle, daher hat das Unternehmen diese nachhaltige Investition auf freiwilliger Basis getätigt und setzt damit ein weiteres Zeichen in Sachen Umwelt- und Klimaschutz.

Seit über 30 Jahren nutzt Schörghuber seinen hauseigenen Versuchs-Brandofen, um eigenständig die Entwicklung und Zulassung neuer Produkte voranzutreiben und Sonderlösungen schnell und flexibel zu testen. Dieser Service verschafft dem Hersteller von Spezialtüren aus Holz ein Alleinstellungsmerkmal, da keinem anderen Mitbewerber eine solche Anlage vor Ort zur Verfügung steht. Durchschnittlich ein bis zwei Mal pro Woche kommt der Brandofen zum Einsatz. Mit über 800° Celsius müssen die Türen inklusive aller Anbauteile für einen bestimmten Zeitraum standhalten, um als Brandschutztür qualifiziert zu werden. Die durch den Brandofen entstandenen Rauchgase enthalten Verbrennungsrückstände von verschiedenen Beschichtungen (Furnier, HPL, CPL, Lackierung usw.), Anbauteilen wie Drückern und Schließern aus Kunststoffen, Gläsern oder Dichtungsmaterialien. Die entstehenden Rauchgase werden gefiltert und anschließend unterhalb der strengen Luftgrenzwerte der „TA (Technischen Anleitung) Luft“ an die Umwelt abgegeben.

Schörghuber geht aber noch einen Schritt weiter: Als Hersteller klimaneutraler Türen sieht sich Schörghuber schon lange in der Verantwortung, nachhaltig und umweltschonend zu produzieren. Dazu gehört auch das Ziel, Abgase und Schadstoffe seiner Anlagen stetig zu reduzieren. Die im Sommer 2021 erfolgreich in Betrieb genommene Rauchgasreinigungsanlage ist ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg. Die Investition in die Anlage erfolgte auf freiwilliger Basis, um dem Umweltgedanken weiter zu forcieren.

Die 20 x 5 Meter große Rauchgasanlage filtert sowohl die Abgase der Brandtests aus dem Kamin als auch die abgesaugte Raumluft aus der Halle, in welcher der Ofen steht. In verschiedenen Stationen wird das Rauchgas von Rauchpartikeln aller Größen sowie von Schadstoffen befreit. Die für die Filterung verantwortlichen Komponenten sind der Rotations-Nassabscheider, der Tiefbettfaserfilter und der Adsorber. Letzterer ist mit Gesteinsgranulat gefüllt, das noch eventuell vorhandene Dioxine und Furane aus den Rauchgasen aufnimmt. Übrig bleibt sauberer und ökologisch unbedenklicher Wasserdampf, der schließlich über einen Kamin abgeleitet wird. Der Filter, welcher für die Rauchgasreinigung verwendet wird, kann bedenkenlos im hausüblichen Restmüll entsorgt werden. Da das Granulat erneut aufbereitet werden kann und somit wiederverwendbar ist, unterstreicht dieser Faktor den Umweltgedanken in mehrfacher Hinsicht.

Das Thema Nachhaltigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz spielt bei Schörghuber eine wichtige Rolle. Seit 2017 bezieht das Unternehmen seinen gesamten Strombedarf zu 100 Prozent mit Ökostrom vom Anbieter Naturstrom. Zudem produziert Schörghuber seit 2021 klimaneutral, d.h. durch nachhaltige Rohstoffe und Prozesse werden CO2-Emissionen reduziert. Verbleibende Emissionen, die heute noch nicht vermieden werden können, kompensiert Schörghuber durch die Förderung von Klimaschutzprojekten in Zusammenarbeit mit ClimatePartner. Ausführlichere Informationen zur Klimaschutzstrategie von Schörghuber sind unter www.schoerghuber.de/unternehmen/umwelt-nachhaltigkeit/ zu finden.

So soll der Restart in Ahaus gelingen

Viel wurde schon über Alma Küchen in den letzten Wochen geschrieben. Anlass war der Ausstieg von Geschäftsführer Frank Eberle (früher auch Gesellschafter) im Januar – aber sicher auch das erhöhte Interesse, wie es in dem Unternehmen nach der Insolvenz im Juni 2021 aussieht und was für die Zukunft geplant ist.

„Wir werden fokussierter“, formuliert Geschäftsführer Carsten Hamann den strategischen Kurs für die Redaktion in Kurzform. Wobei der Direktvermarkter aus Ahaus das Projektgeschäft (bisher 25% Umsatzanteil) ebenso wie die aktuell 13 eigenen Studios (75%) vorantreiben will.

Bereits seit September 2021 sind die drei Geschäftsführer Michael Schulte, Andreas Kauling und Carsten Hamann bei Alma für den Restart aktiv. Alle drei kennen sich als „gute Teamworker“ aus ihrer gemeinsamen Hülsta-Vergangenheit, sind gebürtige Münsterländer und standen deshalb auch schon lange mit Investor Ludger Gausling (ebenfalls aus der Region) in Verbindung. Während Schulte den kaufmännischen Part und Kauling die IT verantworten, ist Hamann für die Produktion zuständig. Als ehemaliger technischer Leiter bei Hülsta, wo er über 20 Jahre beschäftigt war, kennt er sich mit „Kastenmöbeln“ am laufenden Band aus. Gleichwohl ist die Herausforderung bei Alma eine andere, nicht nur weil es um Küchen geht.

Früher war alles sehr lagerlastig und damit unwirtschaftlich. Deshalb wurde die Produktion in den vergangenen sechs Monaten grundlegend umgestellt und effizienter gestaltet. Es gilt jetzt eine hybride Struktur, bei der fertig zugeschnittene Korpusteile als Mengenware zugekauft und Fronten in Losgröße 1 selbst produziert werden. Denn individuelle Feinheiten wie Sonderanfertigungen für Regale und spezielle Lackierungen sollen künftig das Profil schärfen und auch das Trading-up beschleunigen.

Zum 5-Jahres-Plan gehört, dass für das angestrebte Wachstum in den Maschinenpark weiter investiert werden soll. „Bei der momentanen Nachfrage nicht einfach“, wie Hamann zum aktuellen Lieferengpass auch in dieser Richtung feststellt.

Der nächste Step ist der Umbau des Showrooms am Stammsitz Ahaus, der am 8. Mai eröffnet. Auf 1.050 Quadratmeter zeigen hier 30 Küchen den neuen „Look“ von Alma: wie neue Massivholz- und Furnierfronten und die eigene Lackkompetenz. Die Geräte kommen von AEG/Zanker, Neff, Miele, Bora, Berbel und Gaggenau. Dazu gibt es eine breite Palette von Arbeitsplatten, wobei viele HPL-Dekore neben gängiger 40 Millimeter- auch in 20 Millimeter-Höhe geliefert werden. Begleitet wird der Auftritt von einer neuen Digitalkampagne.

Kurz nach dem Restart in Ahaus folgt dann spätestens im Juni die Eröffnung in Bocholt, wo das 14. Haus ans Netz geht. Das erste in Innenstadtlage, mit nicht ganz 200 qm. „Bisher sind die meisten unserer Studios eher dezentral unter anderem in Gewerbegebieten angesiedelt,“ berichtet Hamann. Doch um die Marke Alma präsenter zu machen, braucht es starke Standorte. In Bocholt sorgt das Umfeld mit Restaurants, Vinothek etc. für Frequenz. Kleiner, aber wertiger lautet die Fokusstrategie, die auch für weitere Häuser gelten soll. Vielversprechend ist die Lage in Bocholt vor allem auch durch die Nähe zur Grenze, die eine zahlungskräftige Klientel in den Niederlanden verspricht. Gerade sie legt viel Wert auf die Individualität, die sich Alma ins Aufgabenheft geschrieben hat. In Kleve kommt immerhin rund ein Viertel der Kundschaft aus dem Nachbarland.

Etwa ein bis zwei neue Häuser will Alma künftig eröffnen. Wie weit die Expansionspläne über die angestammte Region hinausgehen, ist noch offen. Gewachsen ist auch schon wieder die Belegschaft, mit zwölf neu Eingestellten liegt die Mitarbeiterzahl jetzt wieder wie vor der Insolvenz bei insgesamt 170 Beschäftigten. Gerade jetzt könne Alma auch beim vollstufigen Service punkten, betont Hamann. Denn mit 42 eigenen Monteuren steht das Unternehmen viel schneller Gewehr bei Fuß als derzeit viele Mitbewerber am Markt.