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Autor: Möbelfertigung

Gemeinsames Forschungsprojekt für verringerte CO2-Emissionen und Energiekosten

Die Hiller Objektmöbel GmbH engagiert sich in einem Forschungsprojekt der mittelständischen Industrie zum Energiemarkt der Zukunft. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Projekt „FlexGUIde“ hat das Ziel, gemeinsam mit anderen Teilnehmenden aus Wirtschaft und Wissenschaft geeignete Werkzeuge zu erarbeiten, mit denen Industrieunternehmen langfristig CO2-Emissionen und Energiekosten senken können.

In kleinen und mittelständischen Industriebetrieben gibt es zahlreiche flexible elektrische Verbraucher, durch die sich der Stromverbrauch zu bestimmten Zeiten sowohl ökonomisch als auch ökologisch gewinnbringend steuern ließe. Jedoch fehlt es an konkreten Werkzeugen, diese (noch) unentdeckten Potentiale zu eruieren, zu evaluieren und letztendlich zu nutzen. Aus diesem Mangel ist das Projekt „FlexGUIde – Toolset zur niederschwelligen Partizipation der mittelständischen Industrie am Energiemarkt der Zukunft“ entstanden.

Unter Nutzung von Digitalisierung, modernen Kommunikationstechnologien und zukunftsweisenden Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) arbeiten neun Verbundpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft eng daran zusammen, konkrete Werkzeuge zu entwickeln und in der Praxis zu testen. Neben Partnern aus der Wissenschaft – der Hochschule Offenburg mit dem Institut für nachhaltige Energiesysteme (INES) und dem Institut für verlässliche Embedded Systems und Kommunikationselektronik (ivESK), dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und dem Institut für Energieeffizienz in der Produktion – Universität Stuttgart (EEP) – sind diese Industrieunternehmen Partner des Verbundprojekts: die ENIT Energy IT Systems GmbH, die MVV Trading GmbH, die Merantix Labs GmbH, die mech-tron GmbH & Co. KG, die Rheinspan GmbH & Co. KG sowie die Hiller Objektmöbel GmbH. Die Forschungsergebnisse sollen Industrieunternehmen dabei unterstützen, in Zukunft ihre Stromnutzung intelligenter steuern, Energiekosten einsparen und ihren CO2-Abdruck reduzieren zu können – sei es durch den bevorzugten Energieverbrauch zu Zeiten hoher regenerativer Erzeugung oder wenn der Strom günstig ist, beispielsweise nachts. Gleichzeitig profitieren Stromhändler, indem Industriekunden einen Teil des Handelsrisikos übernehmen können. Dank der Umstellung der Industriekunden kann der Handel besser planen und rentabler arbeiten. Das Resultat: niedrigere Strombezugskosten. Am 1. Januar 2022 ging das „FlexGUIde“ Projekt an den Start.

Bei der Hiller Objektmöbel GmbH im südbadischen Kippenheim laufen die Vorbereitungen für das Forschungsprojekt auf Hochtouren. „Wir als mittelständisches Unternehmen sind uns unserer Verantwortung bewusst und wollen mit der Teilnahme an dem Projekt unseren Beitrag für eine klimaneutrale Energieversorgung leisten“, erklärt Werkleiter Mark Schneider, verantwortlich für die Umsetzung des „FlexGUIde“ Projekts im Unternehmen. „Im Zuge des Projekts werden wir den bisherigen Stromverbrauch hier im Werk analysieren, die Daten erfassen und digitalisieren und unter Anwendung des Toolsets eine virtuelle Umgebung simulieren.“ Mithilfe der daraus gewonnenen Erkenntnisse könne schließlich der Energiebedarf des Werks prognostiziert und zukünftig KI-basiert Strom vom Netz abgegriffen bzw. zu günstigeren Preisen bezogen werden. Schneider: „Die Einsparung und der sinnvolle Einsatz von Energie sind nicht nur gut für uns, sondern langfristig gesehen auch für das Klima. Daher streben wir eine kurz- und mittelfristige Umsetzung der erarbeiteten ‚FlexGUIde‘ Werkzeuge an.“

„Ausgezeichnete“ Softwaretools für den automatisierten Zuschnitt

Gleich für drei ihrer Softwaretools ist Zünd mit EDP-Awards ausgezeichnet worden. „PrimeCenter“ wurde von der Jury zur „Best Workflow Solution“ erkoren. Der „Pick&Place Interface Option“ und der „Visualizing Option“ wurden die Prädikate „Best in Robotics“, respektive „Best Print Support Tool“ verliehen.

Zünd steht auf der ganzen Welt für modernste und leistungsstarke digitale Schneidsysteme „Made in Switzerland“. Seit geraumer Zeit macht sich das Schweizer Unternehmen aber auch mit bedienerfreundlicher Automatisierungssoftware einen Namen. Etwa mit der Druckvorstufensoftware „PrimeCenter“, der „Visualizing Option“ oder der „Pick&Place Interface Option“. Letztere sind zwei höchst wirkungsvolle Features zur Integration von Robotern für die Teileentnahme respektive zu deren visuellen Unterstützung. Zünd hat sich zu einem Komplettlösungsanbieter mit hoher Fach- und Beratungskompetenz in den Bereichen Workflow und Automation entwickelt. Der Marktführer für digitale Schneidsysteme bietet seiner Kundschaft maßgeschneiderte Workflowlösungen für jeden Produktionsschritt. Ihren hohen Praxisnutzen und ihr einzigartiges Preis-Leistungs-Verhältnis hat auch die Fachjury der European Digital Press Association EDP festgestellt und drei Softwaretools mit dem Prädikat „Best in Class ausgezeichnet.

„PrimeCenter“, die Automatisierungssoftware ist die Steuerzentrale für die Erstellung von Druck- und Schnittdaten und sorgt für einen produktiven und effizienten Vorstufenworkflow. Anwender erstellen mit wenigen Klicks fertig verschachtelte Print&Cut-Aufträge.

Über die „Pick&Place Interface Option“ kann das „Zünd Cut Center – ZCC“ einen Roboter ansteuern. Damit lassen sich die geschnittenen Teile vollautomatisch entnehmen, sortieren und an vordefinierten Stellen ablegen.

Die „Visualizing Option“ ermöglicht die visuelle Unterstützung während der Teileentnahme. Mittels Projektion oder via Monitor werden die Schnittteile gekennzeichnet. Die Anwenderin erkennt auf einen Blick, welche Teile zu welchem Auftrag gehören und kann sie für ein durchgängiges Track&Trace mit Etiketten kennzeichnen.

Seit über zehn Jahren prüft die EDP mit einem technischen Komitee, einer Jury und abschließend in einer Award-Generalversammlung der Mitglieder, welche Entwicklungen und Produkte in der grafischen Industrie besonders interessant und empfehlenswert sind.

Villeroy & Boch

18 Prozent Umsatzplus

Die hervorragende Entwicklung im vergangenen Jahr, die bei Villeroy & Boch bereits als Vorabinformation verkündet hatte, bestätigt nun die endgültige Bilanz. 945 Millionen Euro Umsatz (+18%) gehen einher mit einem gesteigerten EBIT auf 92,8 Millionen Euro. Summa summarum: Im Geschäftsjahr 2021 wurde das Konzernergebnis mit 60,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (22,9 Mio. €) mehr als verdoppelt.

Dazu heißt es in der heutigen Veröffentlichung: „Gründe für die in allen Geschäftsfeldern bzw. Vertriebskanälen erreichten Umsatzzuwächse liegen unter anderem im Trend zur Renovierung und Neuausstattung von Haus und Bad. Der Villeroy & Boch-Konzern sieht sich aber auch durch eine frühzeitige Weichenstellung hinsichtlich der eingeleiteten Digitalisierungsmaßnahmen gut aufgestellt. Darüber hinaus wirkten sich die voranschreitende Bereinigung der Vertriebsstrukturen sowie die Umstellung von Geschäftsmodellen in verschiedenen Ländern positiv aus.

Im Unternehmensbereich Dining & Lifestyle wurde im Geschäftsjahr 2021 ein Umsatz von 312,7 Millionen Euro erzielt, der damit um 53,5 Millionen Euro bzw. 20,6 Prozent über Vorjahr lag. Wobei in fast allen Ländern zweistellige Zuwachsraten erreicht wurden.

Der Unternehmensbereich Bad und Wellness erzielte im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz in Höhe von 629,4 Millionen Euro und lag damit um 16,8 Prozent bzw. währungsbereinigt um 15,9 Prozent über Vorjahr. Dabei konnte in allen Geschäftsfeldern und Regionen, mit Ausnahme des amerikanischen Markts, ein Umsatzwachstum erzielt werden.

Der Auftragsbestand ist zum 31. Dezember 2021 im Vorjahresvergleich sprunghaft um 86 Millionen Euro auf 186,8 Millionen Euro angestiegen. Auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness entfielen 165,1 Millionen Euro (Vorjahr: 85,1 Mio. Euro) und auf den Unternehmensbereich Dining & Lifestyle 21,7 Millionen Euro (Vorjahr: 15,7 Mio. Euro). Die Investitionen erreichten 32,8 Millionen Euro.

„Für das Geschäftsjahr 2021 konnten wir das mit Abstand höchste operative Konzernergebnis seit dem Börsengang 1990 erzielen: Eine außerordentlich positive Geschäftsentwicklung, die die substanziell verbesserte Leistungsfähigkeit von Villeroy & Boch unterstreicht“, betont nochmals der Vorstandsvorsitzende Frank Göring. So wird zur Hauptversammlung am 1. April vorgeschlagen, an die Aktionäre eine Dividende von 1,00 Euro für die Vorzugs-Stückaktie sowie 0,95 Euro für die Stamm-Stückaktie auszuschütten.

Mit Blick auf 2022 setzt der Konzern auf weiterhin hohe, jedoch im Vorjahresvergleich weniger dynamische Wachstumsquoten. Zwar wird von einer Erholung der Weltwirtschaft ausgegangen, doch in Erwartung anhaltender Versorgungsengpässe und damit verbundenen erheblichen Preissteigerungen bei Energie, Frachtkosten, Rohstoffen und Verpackungsmaterialien oder auch pandemiebedingter Störungen liegt der Planumsatz bei „nur“ fünf bis sechs Prozent Plus.

Fast 20 Prozent mehr Umsatz im Export

Dass 2021 ein gutes und auch herausforderndes Jahr war, lässt sich an der Bilanz des Branchenprimus ablesen: Mit 1,482 Milliarden Euro Produktionsumsatz und damit 8,2 Prozent Zuwachs konnte sich Nobilia einmal mehr sich selbst übertreffen. Treiber war insbesondere das Auslandsgeschäft, das mit 19,4 Prozent Plus (786,6 Mio. Euro) kräftig Fahrt aufnahm. Im Inland sank der Umsatz hingegen um 2,2 Prozent auf 695,5 Millionen Euro – „pandemiebedingt“, wie es dazu in der heute veröffentlichten Presseinfo heißt.

Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz beträgt damit aktuell 53,1 Prozent. Mit Blick auf das Ausland gewinnt dazu das Retail-Geschäft über eigene Shops bzw. Beteiligungen an Handelsketten an Bedeutung. Diese eingeschlossen, erzielte Nobilia als Gruppe im vergangenen Jahr konsolidiert 1,715 Milliarden Euro, was immerhin einem Plus von 11,2 Prozent entspricht. Neben den eigenen Küchenstudios in Schweden und England unter den Namen Northern Kitchen Sverige AB und Kütchenhaus sowie der Minderheitsbeteiligung an der belgischen Handelskette Menatam (èggo), die mittlerweile auch in Afrika und im Mittleren Osten aktiv ist, kam 2021 eine Minderheitsbeteiligung an der französischen Aviva-Gruppe, die überwiegend in Frankreich tätig ist, hinzu. Auch die Franchise-Organisation FBD, an der Nobilia mehrheitsbeteiligt ist, baute ihr Terrain aus: Mit ihren Vertriebsschienen Ixina, Cuisine Plus, Cuisines Références und Vanden Borre Kitchen überschritt die Gruppe kürzlich die Schwelle von 500 Studios.

Im Inlandsgeschäft ist insbesondere eine Verschiebung der Vertriebskanäle in Richtung der Küchenspezialisten bemerkenswert. „Nobilia ist in Deutschland historisch stark in der sogenannten Großfläche des Möbelhandels vertreten, die durch die langen Lockdown-Maßnahmen besonders stark beeinträchtigt war. Unsere Strategie im letzten Jahr war es daher, gerade das Wachstum im Vertriebskanal der Küchenspezialisten in Deutschland analog zur Entwicklung der Vorjahre noch weiter auszubauen und unsere kontinuierliche positive Entwicklung in unseren Exportmärkten zunehmend voranzutreiben. Beides ist uns gut gelungen“, erläutert Dr. Lars Bopf, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Knapp 50 Prozent der Inlandsumsätze entfallen inzwischen auf Küchenspezialhäuser, 38 Prozent auf Einrichtungshäuser und die verbleibenden 13 Prozent verteilen sich auf den Vertriebskanal SB/Discount und auf die sonstigen Vertriebswege. Zu den sonstigen Vertriebswegen zählen das Objektgeschäft, Umsätze bei Elektro- oder Badspezialisten und Online-Vermarktungsformen.

Angetrieben durch das Ausland, erweitert sich das Spektrum immer stärker über die Küche hinaus, wie auch die Hausmesse im September 2021 zeigte. Unter dem Motto „Our Passion. Your Solution“ wurden auf rund 5.000 Quadratmeter 111 raumübergreifenden Planungen für die Bereiche Küche, Bad und Wohnen gezeigt. Die Präsentation des neuen Living-Sortiment, smarte Features, Lösungen für Hauswirtschaftraum , Garderoben, Homeoffice und Bad bis hin zu Gleittüren wurden vom Handel positiv angenommen. Dies gilt insbesondere auch für die Eigenentwicklung der „Xtra Ceramic“-Keramik-Arbeitsplatte mit ihrem innovativen und patentierten Materialaufbau oder die publikumswirksame Kooperation mit Bosch und der bekannten Food-Bloggerin Sally, wobei der Bosch-Backofen dank Home Connect mit der „Sallys Welt“-App vernetzbar ist.

Über imposante Zahlen kann auch Frank Kramer, Geschäftsführer Technik, berichten: „Mit einem Mengenzuwachs von rund 500.000 Schränken hat Nobilia das Produktionsvolumen im Jahr 2021 deutlich erhöht. Gemeinsam haben unsere Werke mit etwa 830.000 Küchenkommissionen, 8,3 Millionen Schränken und 1,75 Millionen Arbeitsplatten neue Spitzenwerte realisiert.“ Die Produktionsleistung stieg parallel auf etwa 38.000 Holzteile pro Arbeitstag. Damit werden von Nobilia mehr als 3.800 Küchenkommissionen jeden Tag produziert und ausgeliefert.

Die Investitionen beliefen sich 2021 auf rund 107 Mio. Euro. Im Fokus standen das Werk III Am Hüttenbrink in Gütersloh und das neue Werk V in Saarlouis sowie der Bau einer Autobahnbrücke über die A2, die die Werke in Verl-Sürenheide und Am Hüttenbrink in Gütersloh miteinander verbinde, die in Kürze befahrbar sein wird. Nachhaltigkeitskonzept festgehalten. Ganzheitlich wird das Unternehmen künftig auch das Thema Nachhaltigkeit fokussieren, strukturiert nach den vier Kernbereichen Technik, Lieferkette, Produkt und Soziales.

Die Zahl der Mitarbeiter:innen vergrößerte sich um 328 auf insgesamt 4.273 Beschäftigte. Mit ausdrücklichem Dank für das Engagement im herausfordernden Pandemiejahr erhielten alle in der Belegschaft 2021 eine Sonderprämie neben dem Urlaubs- und Weihnachtsgeld in Höhe von 1.700 Euro. Der Aufwand für das Unternehmen belief sich dabei auf mehr als sechs Millionen Euro.

Mit einem professionellen und präventiv ausgerichteten Corona-Management habe Nobilia die Herausforderungen durch die Pandemie bislang gut bewältigt. So lautet das Zwischenresümee. Dazu beigetragen haben zusätzlich angemietete Auflieger, personelle Verstärkung im Fuhrpark, eine umfassende Bevorratungsstrategie mit zusätzlichen Sicherheitsbeständen sowie Personalaufstockung in der Produktion, um auch bei personellen Engpässen handlungsfähig zu bleiben. So sei das Unternehmen trotz hoher Herausforderungen durchgängig lieferfähig.

Eine konkrete Prognose falle aufgrund der Unwägbarkeiten der Pandemie schwer. Für Nobilia ist angesichts des volatilen wirtschaftlichen Umfelds die Unabhängigkeit von einzelnen Ländern und Märkten von zentraler Bedeutung, wie Dr. Bopf betont: „Mit unserem vielseitigen Produktspektrum im Bereich der Küche, das wir gerade mit den Themenfeldern Bad und Wohnen noch weiter ausdifferenziert haben, sowie unseren hohen Ansprüchen an Produkt- und Servicequalität sehen wir uns für die Anforderungen unserer Handelspartner und die Wünsche unserer Konsumenten gut aufgestellt.“

Neuer Termin im Juli 2022 in Berlin

„Das Motto des Grecon-Brandschutzsymposiums „Schützen was wichtig ist“ nehmen wir ernst! Die Gesundheit unserer Teilnehmer liegt uns sehr am Herzen. Aus diesem Grund und bedingt durch die aktuellen Entwicklungen im Pandemiegeschehen hat Fagus-Grecon als Ausrichter entschieden, die Präsenzveranstaltung, die für Ende März geplant war, erneut zu verlegen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben und so freuen wir uns, dass wir einen neuen Termin im Sommer gefunden haben“, kündigt das Unternehmen an.

Das 12. Grecon-Brandschutzsymposium wird nun vom 04. bis 06. Juli 2022 im NHOW Hotel in Berlin durchgeführt.

Die Veranstaltung richtet sich unter anderem an Geschäftsführer, Betriebsleiter und Sicherheitsingenieure der Betreiber von Anlagen, an Anlagenhersteller und Planungsbüros, an Versicherungsfachleute, an Aufsichtsbeamte von Berufsgenossenschaften und Gewerbeaufsichtsämtern sowie an Brandverhütungsingenieure. Es werden aktuelle Themen rund um den Brand- und Explosionsschutz angesprochen; dabei steht die Praxis im Vordergrund.

Dieses Symposium soll den Entscheidungsträgern die notwendigen Erkenntnisse für die Einsetzung und Durchsetzung von Brandschutzmaßnahmen geben. Sie soll über den aktuellen Stand auf dem Gebiet der Sicherheit vor Staubbränden und -explosionen in der Industrie informieren und Ausblicke über die zu erwartenden Entwicklungen geben.

Wie steht es aktuell um die Cyber-Sicherheit für Systeme und Komponenten der Brandschutztechnik? Wer haftet, wenn es zu einem Schadensfall gekommen ist? Wie können mit kooperativer Forschung Mehrwerte in Wirtschaft und Wissenschaft geschaffen werden? Wo werden sicherheitstechnische Kenngrößen in der Praxis genutzt? Antworten auf diese und viele andere Fragen werden den Teilnehmern geliefert.

Das Programm erstreckt sich über zwei Tage und beginnt am 4. Juli 2022 mit einem Get-Together-Abend. Dort können bereits erste Erfahrungen zwischen den Teilnehmern ausgetauscht werden. Am 5. und 6. Juli 2022 finden die Präsentationen, Vorträge und Diskussionen statt. Unter anderem referiert Dr. Robert Reinermann, Geschäftsführer VdS und Dr. Johannes Lottermann der Firma Rembe. Ein reger Gedankenaustausch aller Teilnehmer ist vorprogrammiert.

Weitere Informationen, inklusive einer Anmeldemöglichkeit, finden Sie im Internet unter https://www.fagus-grecon.com/de/events/bs-symposium-2022/.

Geschäftsanbahnungsreise Holzindustrie in Russland

Anbieter von Maschinenlösungen für die Holzindustrie reisen vom 06. bis 10. Juni 2022 zu einer Geschäftsanbahnungsreise im Rahmen des Markterschließungsprogramms des BMWK nach Russland. Durchführungsorte sind Moskau und Irkutsk. Die Teilnehmer haben dabei Gelegenheit, konkrete Kontakte zu potenziellen Kunden aufzubauen – bei Produktpräsentationen vor regionalem Fachpublikum, individuellen B2B-Gesprächen und Objektbesichtigungen in der Region Irkutsk.

Russland ist weiterhin ein interessanter Markt für die deutschen Hersteller von Maschinen, Anlagen und Werkzeugen für die Holzbearbeitung; die Exporte betrugen im Jahr 2021 rund 70 Millionen Euro. Die primäre Verarbeitung von Rohholz wird derzeit in Russland stark gefördert, und auch im sekundären Bereich werden Kapazitäten aufgebaut.

Die Reise, die mit einer Präsentationsveranstaltung in Moskau beginnt, wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU durchgeführt, von der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK Russland) organisiert und vom VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen unterstützt. Anmeldeschluss ist der 03. März 2022.

Weitere Informationen zum Ablauf, den Reisekosten und das Anmeldeformular finden Sie unter: https://russland.ahk.de/events/detail/geschaeftsanbahnung-fuer-deutsche-technologieanbieter-im-bereich-holzbearbeitung

Bei Fragen ist Dietrich Schartner von der Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) der richtige Ansprechpartner. Er ist zu erreichen unter Tel. +7 495 234 49 50 – 2333 bzw. E-Mail schartner@deinternational.ru

Neuer Standort von Raimann ist mit Leben gefüllt

Zu Beginn des Jahres ist die Weinig-Tochter Raimann Holzoptimierung GmbH & Co. KG von ihrem bisherigen Produktionsstandort Freiburg in ihre neuen Räume in Malterdingen umgezogen. Das Tochterunternehmen des führenden Technologieanbieters für die holz- und holzwerkstoffverarbeitende Industrie ist bereits seit mehr als 150 Jahren in der Region um Freiburg verankert. Bereits im Sommer letzten Jahres wurde der Umzug Raimanns von Freiburg in das 17 Kilometer nördlich gelegene Malterdingen angekündigt und nun vollzogen.

Dabei sind nicht nur die Maschinen und Büroräumlichkeiten verlagert worden. Auf Grund des ortsnahen Umzugs ist auch die komplette Belegschaft erhalten geblieben und hat den Schritt mitgetragen. Sven Niedermüller, Produktmanager für den Bereich Zuschnitt (Auftrennen), sagt, er und die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuten sich über die Veränderung und die daraus resultierenden Möglichkeiten. Sie zeige ihnen nicht nur eine langfristige Perspektive für und mit der Firma auf. Durch den Umzug in renovierte und sanierte Gebäude mit ergonomischen Arbeitsplätzen habe man auch einen sehr erfreulichen Zugewinn in der Arbeitsumgebung erhalten.

Mit dem Umzug wurde ein umfassendes Modernisierungskonzept eingeläutet, das über die Gebäudeinfrastruktur weit hinausgeht. Man habe den Weg in Richtung papierlose Fertigung angestoßen und arbeite an verschiedenen Stellschrauben für eine ökologisch nachhaltigere Industrie. Die Umstellung der Heizung (gegenwärtig Gas-basiert) ist da nur ein Schritt in der Planung. Dass die Mitarbeiter unkompliziert und umweltfreundlich mit der Bahn kommen können (Malterdingen verfügt über einen direkten Anschluss nach Freiburg), kommt diesen Bestrebungen weiter zugute.

Raimann hat weiteres Wachstum zum Ziel ausgegeben. Einige Produktionsbereiche, wie die Bandsägen-Montage, haben in Malterdingen eine eigene Linie bekommen, um aktuelle und künftige Marktnachfragen bestmöglich bedienen zu können. Um dies zu erreichen, will man auch die Belegschaft erweitern. Man sei bereits jetzt dabei, die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhöhen, teilt Raimann-Geschäftsführer Detlev Huber mit. Es seien eine Vielzahl an Stellen ausgeschrieben, vor allem im Bereich der Elektrowerkstatt, der Elektroinstallation und der Montage. Aber auch über Initiativbewerbungen freue man sich, heißt es weiter.

Für Freiburg und Umgebung bedeutet das, einen starken, wachsenden Arbeitgeber in der Region zu haben. Die holzverarbeitende Industrie hingegen kann sich wie gewohnt auf die qualitativen und leistungsstarken Raimann-Produkte und die bekannte Systemkompetenz der Weinig Gruppe freuen.

VDMA Fachverband Fördertechnik und Intralogistik

Intralogistik in der Pandemie deutlich stärker gefragt

Ein starkes Jahr 2021 für die Fördertechnik- und Intralogistikanbieter aus Deutschland: Das Produktionsvolumen ist nach Schätzung des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik auf 22,6 Milliarden Euro gestiegen und damit um 6 Prozent gegenüber 2020 gewachsen. „Logistik und damit auch Intralogistik hat durch die Corona-Pandemie in vielen Kundenbranchen noch einmal erheblich an Relevanz gewonnen. Lieferengpässe und Materialmangel führen in vielen Bereichen zu veränderten Konzepten in der Bevorratung und Produktionsversorgung. Entsprechend ist die Nachfrage nach Intralogistiklösungen gestiegen“, erklärt Steffen Bersch, Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik und CEO der SSI Schäfer Gruppe. Aufgrund der anhaltend guten Auftragslage sowie einem hohen Auftragsbestand aus 2021 geht der Fachverband auch für 2022 von einer positiven Geschäftsentwicklung für die Branche und von einem Produktionswachstum von 8 Prozent aus. Demnach nähern sich die deutschen Anbieter dieses Jahr wieder einem Vor-Pandemie-Niveau an.

Nach den Pandemie-bedingten Rückgängen der Exporte im Jahr 2020 zeigt die Entwicklung 2021 auch hier wieder deutlich positive Impulse. „Das Exportniveau, das wir vor Corona hatten, werden wir 2021 noch nicht wieder erreichen. Dennoch freuen wir uns sehr, dass Intralogistik-Investitionen weltweit wieder zunehmen und Projekte umgesetzt werden können“, sagt Sascha Schmel, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik.

Wichtigster Handelspartner für deutsche Intralogistik- und Fördertechnikanbieter bleibt der EU-Binnenmarkt. Hier legten die Exporte bis einschließlich November 2021 um knapp 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Frankreich, die Niederlande und Italien sind die Hauptabnehmer in diesem Zeitraum. Ein Exportwachstum gab es auch außerhalb der EU in weiteren europäischen Ländern. Allein nach Großbritannien gingen zwischen Januar und November 2021 fast 38 Prozent mehr Exporte. Größter Einzelabnehmer waren nach wie vor die USA. Etwa 37 Prozent Wachstum verzeichneten die deutschen Hersteller hier im Export für den genannten Zeitraum 2021. Ein weiterer leichter Rückgang um knapp zwei Prozent hingegen war nach China zu verzeichnen. Im Länder-Ranking liegt China damit nur noch auf Platz 7 für deutsche Intralogistik-Exporte.

8,4 Prozent mehr Gründungen größerer Betriebe im Jahr 2021 als im Vorjahr

Im Jahr 2021 wurden in Deutschland gut 126.900 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Auswertung der Gewerbemeldungen mitteilt, waren das 8,4 Prozent mehr als 2020, aber auch 3,5 Prozent mehr Gründungen als 2019, dem Jahr vor der Corona-Krise.

Im Unterschied zu den größeren Unternehmen lag die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen im Jahr 2021 mit rund 132.000 unter dem Vorjahresniveau (-2,8 %). Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 wurden sogar 19,5 Prozent weniger kleinere Unternehmen gegründet. Die Zahl der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe stieg dagegen um 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 324.200.

Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen stieg 2021 um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 704 900. Zu den Gewerbeanmeldungen zählen neben Neugründungen von Gewerbebetrieben auch Betriebsübernahmen (zum Beispiel Kauf oder Gesellschaftereintritt), Umwandlungen (zum Beispiel Verschmelzung oder Ausgliederung) und Zuzüge aus anderen Meldebezirken. 

Die Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben war im Jahr 2021 mit rund 420.100 um 1,8 Prozent niedriger als im Vorjahr. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 lag sie 14,8 Prozent niedriger. Dieser starke Rückgang dürfte mit den staatlichen Unterstützungsmaßnahmen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zusammenhängen.

Bei den Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben rund 87.200 im Jahr 2021 ihr Gewerbe vollständig auf. Das waren 1,3 Prozent weniger als 2020 und 12,3 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Die Zahl der aufgegebenen Kleinunternehmen sank gegenüber 2020 um 5,5 Prozent und um 25,2 Prozent gegenüber 2019 auf rund 152.100. Die Zahl der aufgegebenen Nebenerwerbsbetriebe stieg im Vergleich zu 2020 um 1,3 Prozent auf rund 180.900, lag aber noch 5,0 Prozent unter dem Niveau im Vorkrisenjahr 2019.

Die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern lag im Jahr 2021 mit rund 538.800 um 0,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bei dieser Gesamtzahl handelt es sich nicht nur um Gewerbeaufgaben, sondern auch um Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in andere Meldebezirke.