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Autor: Möbelfertigung

Massivholzmöbelhersteller beklagen Versorgungsengpässe bei Laubholz

Die deutschen Massivholzmöbelhersteller leiden derzeit unter eklatanten Engpässen beim Einkauf von Laubhölzern. „Besonders bei Eiche hat sich die Versorgungssituation in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert“, stellte Holger Hanhardt, der wiedergewählte Vorstand der Initiative Pro Massivholz (IPM), auf der Mitgliederversammlung bei der Wimmer Wohnkollektionen GmbH am 28. Juni 2022 fest. Die Knappheiten erschwerten die Produktionsprozesse bei den Herstellern von Massivholzmöbeln spürbar, berichtete Hanhardt.
 
Kritisch sieht die Massivholzmöbelindustrie in diesem Zusammenhang vor allem die steigenden Exporte von Stammholz nach China. „Die Bäume werden hierzulande geschlagen, als Rundholz nach China verschifft, dort verarbeitet und dann in Form von Leimholzplatten, Möbeln oder Parkett teils wieder zurück nach Europa geliefert“, sagte Hanhardt, Geschäftsführer der Hartmann Möbelwerke GmbH. Unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes und besonders mit Blick auf die CO2-Emissionen der Containerschiffe seien diese Abläufe höchst fragwürdig.
 
„Wir sprechen uns für eine verstärkte regionale Verarbeitung des Laubholzes anstelle der Exporte nach Fernost aus und damit für das gemeinsame Ziel eines nachhaltigeren Handelns“, so Hanhardt. Darüber hinaus verzerre die Subventionierung der Laubholzimporte durch den chinesischen Staat den Wettbewerb. Zur Verbesserung der Versorgungslage schlägt die IPM vor, auf EU-Ebene eine Kontingentierung der Laubholzexporte vorzunehmen. „Wir brauchen keine Besserbehandlung, sondern eine Chancengleichheit“, forderte Hanhardt.
 
Sorgen bereiten den Massivholzproduzenten zudem die von der Bundesregierung geplanten weiteren Flächenstilllegungen und Einschlagsbeschränkungen in deutschen Wäldern. „Der Rohstoff Holz wird auf diese Weise immer stärker verknappt, durch die Stilllegungen werden unsere Hersteller von ihrem entscheidenden Rohstoff geradezu abgeschnitten“, warnte IPM-Geschäftsführer Andreas Ruf. „Dabei sind Möbel aus Holz wertvolle CO2-Produktspeicher.“ Die IPM appelliere an die Politik, die Voraussetzungen für eine nachhaltige Waldnutzung und eine stärkere Nutzung regionaler Ressourcen zu schaffen.

„Domotex 2023“

Viele Neuerungen für die Messe

Die „Domotex“ 2023 geht vom 12. bis 15. Januar auf dem Messegelände in Hannover mit zahlreichen Neuerungen an den Start. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die 33. Auflage der weltweit wichtigsten Messe für Teppiche und Bodenbeläge eine starke und innovative Veranstaltung wird. Die Deutsche Messe hat die pandemiebedingte Auszeit genutzt, die Weltleitmesse für Teppiche und Bodenbeläge an die sich verändernden Marktbedürfnisse anzupassen und strategisch weiter zu entwickeln. Die „Domotex“ wartet vom 12. bis 15. Januar mit mehreren Neuerungen auf: eine moderne und optimierte Ausgestaltung der zwei neu eingeführten „Domotex“ -Labels „Rugs“ und „Flooring“ sowie eine angepasste Hallenstruktur erleichtern die Orientierung. Darüber hinaus bietet die „Domotex“ noch mehr Anwendungsorientierung und mehr zielgruppengerechte Sonderformate für mehr Atmosphäre und mehr Relevanz.

„Auf der nächsten ,Domotex‘ gibt es viel Neues zu entdecken. Wir haben das letzte Jahr intensiv genutzt, um neue Beteiligungsmöglichkeiten für Unternehmen zu entwickeln und für unsere Messegäste ein neues Markenerlebnis zu schaffen. Extrem wertvoll war und ist für uns der Austausch mit allen Marktteilnehmenden. Das Thema Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft spielen eine große Rolle. Gerade die letzten zwei Jahre haben gezeigt, dass Themen wie Ressourceneffizienz, umweltschonende Produkte und Produktionsprozesse aber auch schwierige Lieferketten immer mehr in den Vordergrund rücken. Mit der Sonderschaufläche ,The green collection‘ fokussiert die ,Domotex‘ das Thema der Nachhaltigkeit und bietet Ausstellern und Besucherinnen und Besuchern das Leitthema zum Anfassen. Die neue ,Domotex‘ bietet allen Beteiligten viel Raum für Erlebnis, Orientierung, Innovation und Inspiration, aber natürlich auch Zugang zu neuen Kunden, Partnern und Lieferanten. Wir werden Trends, Innovationen und Lifestyle dezentral in den jeweiligen Ausstellungsbereichen präsentieren. Aussteller und Messegäste dürfen sich auf viele innovative Anregungen freuen. Sie können Trends und Neuheiten entdecken, die das Geschäft von morgen bestimmen werden.“, erläutert Sonia Wedell-Castellano, Global Director „Domotex“, Deutsche Messe AG.

Anmeldestand über den Erwartungen

Der aktuelle Anmeldestand belegt die positive Resonanz auf die im Januar 2023 hybrid stattfindende „Domotex“. „Viele Aussteller haben ihre Teilnahme an der ,Domotex‘ bereits zugesagt, noch bevor die Anmeldung offiziell möglich war“, fügt Wedell-Castellano hinzu. „Dies unterstreicht einmal mehr, welche Bedeutung die ,Domotex‘ als globaler Marktplatz und Impulsgeber für die gesamte Branche hat. Und wie wichtig das persönliche Treffen für die Branche ist. Namhafte und langjährige Aussteller wie ABC Italia, IPEK – A. Ipektchi, Jaipur Rugs Company, Jambros Modern Flooring, Javi Home, Lila Valadan/ Naziri und Surya aus dem Bereich der handgefertigten Teppiche sowie Empera, McThree, Merinos Oriental Weavers, Royal Hali, Solomon und Tisca aus dem Bereich der maschinell-hergestellten Teppiche haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Sehr erfreulich sind auch die Zusagen von CFL Flooring, Design Parquet, Falquon, Lamett, Li&Co, NOX und Swisskrono im Bereich Parkett, LVT und Laminat. Des Weiteren sind Aspecta, Balta, Betap, Condor, Infloor-Girloon und Oneflor aus dem textilen und elastischen Bereich und Eugen Lägler, Neuhofer, Selit und Välinge aus dem Bereich Anwendungs- und Verlegetechnik bereits angemeldet.“

Zwei neue starke Labels: „Rugs“ und „Flooring“ sowie eine angepasste Hallenbelegung erleichtern den Marktüberblick

Zur „Domotex“ 2023 werden zwei neue starke Labels eingeführt, um die Orientierung für Besucher zu optimieren: „Rugs“ und „Flooring“ . Die angepasste Hallenbelegung belegt den nördlichen Bereich des Messegeländes direkt hinter dem Messehaupteingang Nord 1 und führt Produktgruppen der zwei Labels räumlich zusammen. Damit ermöglicht sie Fachbesuchern aus Groß- und Einzelhandel, Architektur, Innenarchitektur, Handwerk sowie Möbel- und Einrichtungshandel eine verbesserte Orientierung: In den Hallen 2 bis 4 wird das weltweit größte Angebot an handgefertigten Teppichen präsentiert. Maschinell hergestellte Webteppiche gibt es in den Hallen 5 und 6 zu sehen. Somit bilden die Hallen 2 bis 6 das Label „Rugs“.

Produkte und praxisorientierte Lösungen aus der Anwendungs- und Verlegetechnik werden künftig in Halle 22 zu Hause sein, in direkter Anbindung an die Hartböden und elastischen Böden in Halle 23. Die textilen Bodenbeläge sind genau gegenüber in den Hallen 19/20 zu finden. Damit bilden die Hallen 19 bis 23 das Label „Flooring“.

Neuer Raum für Inspiration

Die kommende „Domotex“ bietet in allen Angebotsbereichen neue Formate und Anlaufstellen. Dazu gehören die neuen Mood Spaces, durch Interior Designern gestaltete Kojen, die aktuelle Trends repräsentieren und den Boden und Teppich als integrierte Lösung zum Ausdruck bringen. Die Spaces sind Inspirationsquelle für den Möbelhandel und Objekteure und zeigen im Sinne der Concept-Store-Formate auf, welche Produkte in Kombination eine Themenwelt bilden können. Zu finden sind die Mood Spaces in Halle 6.

Mit der ebenfalls neuen Sonderschau „The green collection“ wird auf einer zentralen Fläche in Halle 23 das Thema Nachhaltigkeit fokussiert und in einem inspirierenden Ambiente präsentiert. In Anlehnung an das Leitthema „Floored by nature“ wird auf der Sonderfläche „The green collection“ ein Überblick über Produkte und Produktionsprozesse von Teppich- und Fußbodenherstellern gegeben, die für das Thema Nachhaltigkeit stehen. Diese kuratierten Aussteller-Beiträge bieten Orientierung und Inspiration für alle, die sich über nachhaltige Produkte informieren wollen und erleichtert dank entsprechender Herstellernachweise das Auffinden der Produkte auf der „Domotex“. “The green collection” gibt es zu den Themen Eco-Friendly Products, Healthy Products, Sustainable Production sowie Social Responsibility. Auch aktuelle Forschungsprojekte und damit ein Blick in die Zukunft des Teppichs und Bodenbelags wird hier geboten. Zudem haben Zertifizierer hier die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Abgerundet wird diese Fläche durch ein Konferenz-Programm, welches die aktuellen Themen aufgreift, einen Präsentations-Corner für Hochschulen und Institute sowie einen Gastronomie-Bereich.

Seit Jahren ist die internationalen Auszeichnung des „Carpet Design Awards“ („CDA“) von „Cover“ und „Hali Magazines“ untrennbar mit der „Domotex“ verbunden. Auch im nächsten Jahr werden wieder Designer:innen und Hersteller:innen mit diesem Award. ausgezeichnet.

So werden die Weichen für die Zukunft gestellt

Mit Wirkung zum ersten Juli 2022 ebnet Friedrich-Wilhelm Dauphin den Weg für einen Generationswechsel und übergibt die Geschicke des Unternehmens verantwortungsvoll an ein Management. Er vertraut dabei auf eine Doppelspitze, bestehend aus dem langjährigen Dauphin-Geschäftsführer Dr. Jochen Ihring (51) und Michael Rudloff (61), der das Unternehmen als Managementberater bereits seit August 2021 vertrauensvoll unterstützt. Mit Michael Rudloff konnte die Dauphin-Gruppe einen versierten Experten gewinnen, der auf eine langjährige erfolgreiche Erfahrung in der Geschäftsführung als CEO mittelständischer, familiengeführter Industrieunternehmen blicken kann.

Seit 1968 hat sich die Dauphin-Firmengruppe, dessen Grundstein der visionäre Friedrich-Wilhelm Dauphin gemeinsam mit seiner 2016 verstorbenen Ehefrau Elke legte, als Komplettanbieter ganzheitlicher Arbeitswelten etabliert und ist seitdem fest im mittelfränkischen Hammerbachtal verwurzelt. Neben Unternehmensgründer Friedrich-Wilhelm Dauphin sind seine Tochter Antje Dauphin sowie die Enkel Julien und Jil Dauphin Shareholder des Familienunternehmens.

„In meiner zukünftigen Tätigkeit als Vorsitzender des Gesellschafterausschusses werde ich weiterhin einen engen Austausch mit der Geschäftsführung pflegen“, so Friedrich-Wilhelm Dauphin. Seine Tochter Antje Dauphin wird sich zum 31. Dezember 2022 ebenfalls aus der Geschäftsführung zurückziehen und als stellvertretende Vorsitzende in den Gesellschafterausschuss berufen. Ab 2023 wird sie als Mitglied des Unternehmensbeirats fungieren, der ergänzend zu Gesellschafterausschuss und Geschäftsführung befruchtende Impulse einbringen wird.

„Ich sehe es als unsere Aufgabe, das Unternehmen für die Zukunft auszurichten und den Generationswechsel voranzutreiben. Die Geschäftsführung hat daher beim Übergang zu einem managementgeführten Familienunternehmen unsere volle Unterstützung“, so Antje Dauphin. „Ich freue mich darauf, in meiner künftigen Rolle die Zukunftsthemen mit der dritten Generation der Unternehmensfamilie zu gestalten und andere Menschen in ihrem Wirkungskreis zu stärken.“

Enkel Julien Dauphin (32) wird sich in seiner Position als Innovationsmanager weiterhin aktiv in das Unternehmen einbringen. „Dass mein Enkel so für die dritte Generation der Dauphin-Familie steht, erfüllt mich mit Stolz und Zuversicht“, ergänzt Friedrich-Wilhelm Dauphin, der auf eine erfüllte Unternehmerkarriere samt „Bayerischem Gründerpreis“ (2014) für sein Lebenswerk zurückblicken kann. „Ich werde dem Unternehmen auch in Zukunft zur Verfügung stehen und freue mich auf diesen neuen Lebensabschnitt“, so der charismatische Unternehmensgründer.

8,4% mehr beantragte Regelinsolvenzen im Mai 2022

Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mai 2022 um 8,4 Prozent gegenüber April 2022 gestiegen. Der im April beobachtete Rückgang (-20,8% gegenüber März 2022) hat sich somit nicht fortgesetzt. Die Insolvenzzahlen waren im Verlauf der Corona-Pandemie durch gesetzliche Sonderregelungen und Wirtschaftshilfen zeitweise deutlich zurückgegangen; seit Mai 2021 sind keine Sonderregeln aufgrund der Corona-Pandemie mehr in Kraft.

Im ersten Quartal 2022 haben die deutschen Amtsgerichte nach endgültigen Ergebnissen 3.483 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren 7,4 Prozent weniger als im ersten Quartal 2021.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus den im ersten Quartal 2022 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf knapp 3,9 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2021 hatten sie bei rund 17,1 Milliarden Euro gelegen.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im ersten Quartal 2022 im Baugewerbe mit 650 Fällen (1. Quartal 2021: 608; +6,9%). Es folgte der Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) mit 522 Verfahren (1. Quartal 2021: 556; -6,1%).

Beim zeitlichen Vergleich der Insolvenzzahlen für Unternehmen ist zu beachten, dass das Insolvenzgeschehen in den Jahren 2020 und 2021 von Sonderregelungen geprägt war. Von Anfang März 2020 bis Ende 2020 war die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen infolge der Corona-Pandemie ausgesetzt. Diese Regelung galt bis Ende April 2021 weiterhin für Unternehmen, bei denen die Auszahlung der seit ersten November 2020 vorgesehenen staatlichen Hilfeleistungen noch ausstand. Für diese Unternehmen wurde die Pflicht zur Beantragung eines Insolvenzverfahrens erst zum ersten Mai 2021 wieder vollumfänglich eingesetzt.

Beruhte der Eintritt einer Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung auf den Auswirkungen der Starkregenfälle oder des Hochwassers im Juli 2021, war die Insolvenzantragspflicht bis 31. Januar 2022 ausgesetzt.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist im ersten Quartal 2022 um 24,9 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahrjahreszeitraum gesunken. Damit hat sich der starke Anstieg der vergangenen Monate umgekehrt. Er stand im Zusammenhang mit einem Gesetz zur schrittweisen Verkürzung von Restschuldbefreiungsverfahren von sechs auf drei Jahre. Die Neuregelung gilt für seit dem ersten Oktober 2020 beantragte Verbraucherinsolvenzverfahren. Sie ermöglicht den Betroffenen einen schnelleren wirtschaftlichen Neuanfang im Anschluss an ein Insolvenzverfahren. Daher ist davon auszugehen, dass viele überschuldete Privatpersonen ihren Insolvenzantrag zunächst zurückhielten, um von der Neuregelung zu profitieren. Dieser Effekt sorgte Anfang 2021 für einen starken Anstieg der Verbraucherinsolvenzen, der sich nun als Basiseffekt bemerkbar macht.

Methodische Hinweise:

Die vorläufigen monatlichen Angaben zu Regelinsolvenzverfahren, hier für Mai 2022, basieren auf aktuellen Insolvenzbekanntmachungen aller Amtsgerichte in Deutschland. Sie weisen noch nicht die methodische Reife und Belastbarkeit amtlicher Statistiken auf und zählen daher zu den experimentellen Daten. Als Frühindikator gibt die Zahl der beantragten Regelinsolvenzverfahren jedoch Hinweise auf die Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen nach der amtlichen Insolvenzstatistik, deren Ergebnisse erst rund zwei Monate später verfügbar sind. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Entwicklung der beantragten Regelinsolvenzverfahren in Deutschland monatlich auf der Sonderseite Corona-Statistiken im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.

Von den Insolvenzverfahren in Deutschland sind 30 Prozent Regelinsolvenzverfahren, zu denen in erster Linie alle Verfahren von Unternehmen zählen (rund 55% aller Regelinsolvenzverfahren). Außerdem findet das Regelinsolvenzverfahren Anwendung bei Personen, die wirtschaftlich tätig sind. Dazu gehören unter anderem die persönlich haftenden Gesellschafter einer offenen Handelsgesellschaft (oHG), Mehrheitsgesellschafter einer Kapitalgesellschaft sowie ehemals selbstständig Tätige, deren Vermögensverhältnisse als nicht überschaubar eingestuft werden.

Die Insolvenzstatistik erfasst keine Unternehmensschließungen, die unabhängig von einer Insolvenzantragspflicht aus anderen Gründen erfolgen.

Agiert jetzt mit Doppelspitze

Nach der erfolgreichen internationalen Präsentation der neuen Siematic Stilwelt „Mondial“ und innovativer neuer Produktentwicklungen im Rahmen der „Milano Design Week „2022, hat Siematic die Geschäftsführung neu geordnet und kehrt zurück zu einer Doppelspitze. Neben Veränderungen in der personellen Besetzung wird der Aufgabenzuschnitt der Geschäftsführung-Ressorts weiterentwickelt. Die erfahrenen, langjährigen Siematic Manager und Geschäftsführer Michael Kersting und Axel Maek übernehmen heute die Gesamtverantwortung bei Siematic.

Daniel Griehl, der als CEO erst im vergangenen Oktober mit an Bord kam, gehört im gleichen Zuge nicht mehr dem Unternehmen an, er wechselt zu Warendorf (siehe moebelfertigung.com). „Ich bin sehr stolz darauf, was mein Team und ich gemeinsam in der kurzen Zeit erreicht haben. Die Auffassung von Luxus hat sich weltweit in den letzten Jahren grundlegend geändert. Die stringente Fokussierung auf diesen Wandel und die neue Zielgruppe ,Creative Leaders‘ in Bezug auf Marke, Produkt und Design sowie die hieraus resultierende, einzigartige Stilwelt ,Mondial‘, führen zu einer klaren Differenzierung der Marke Siematic. Das Feedback unserer globalen Vertriebspartner in Mailand war überwältigend. Ich möchte unseren Partnern, unserem Gesellschafter Zugen Ni und dem gesamten Siematic Team mein herzliches Dankeschön für die tolle Zusammenarbeit aussprechen“, so Griehl.

Die internationale Bestätigung der Strategie und Konzepte in Mailand geht einher mit der für Siematic weiterhin guten Geschäftsentwicklung, gefüllten Auftragsbüchern, der dynamischen Neuausrichtung des Unternehmens und auch mit den für die Branche anhaltenden Herausforderungen internationaler Zuliefermärkte. Management und Gesellschafter sind überzeugt, durch die strategische Fokussierung weitere Synergien zu heben, die Schlagkraft des Unternehmens zu steigern und für den Transformationsprozess der Unternehmensgruppe gut aufgestellt zu sein. Ende des Jahres wird die Integration umfangreicher neuer Maschinen in die Fertigung abgeschlossen sein, die neue Factory22 in Betrieb genommen und die hohe strategische Investition in den Standort Löhne wird beginnen, Früchte zu tragen. Aktuell arbeitet das Siematic Team mit Hochdruck daran, die Mailänder Neuheiten und weitere neue Produkte zur Hausmesse im September in die Löhner Ausstellung zu integrieren, damit auch die internationalen Partner, die nicht nach Mailand kommen konnten, bestens informiert und motiviert sind, um die Siematic Wachstumsstrategie erfolgreich für sich selbst umzusetzen.

Feierte Einweihung des neuen Hochregallagers

Mit einer feierlichen Taufe vor Gästen aus Politik und Wirtschaft eröffnete Häfele sein neues, viertes Hochregallager am Logistikzentrum in Nagold. Die Investition in den Stammsitz im Nordschwarzwald stellt einen wichtigen Meilenstein in der Innovations- und Servicestrategie des Familienunternehmens dar. Mehr Platz für neue Dienstleistungen und Sortimente sowie hochmoderne Abläufe ermöglichen eine noch schnellere und zuverlässigere Versorgung der Häfele Kunden in aller Welt mit Möbel- und Baubeschlägen, elektronischen Schließsystemen und Beleuchtungslösungen.

Als Ehrengäste der feierlichen Einweihungszeremonie begrüßte Häfele Unternehmensleiterin Sibylle Thierer den Nagolder Oberbürgermeister Jürgen Großmann und die Hauptgeschäftsführerin der IHK Nordschwarzwald Tanja Traub. Beide gratulierten Häfele zu der Investition und dem erfolgreichen Wachstum. „Häfele baut Zukunft“, brachte es Jürgen Großmann auf den Punkt. Als „Rückgrat der Wirtschaft“, so Tanja Traub, „führten Unternehmen wie Häfele ihre Geschäfte erfolgreich vom Nordschwarzwald in die gesamte Welt.“

Sibylle Thierer ging in ihrer Rede auf die laufende Modernisierung und stetige Erweiterung des Versandzentrums ein. Bereits heute werden täglich bis zu 6.000 Sendungen von Nagold aus in alle Welt verschickt. „Wir ruhen uns jedoch nicht auf stolzen Zahlen aus, sondern wollen tatkräftig und mit vorausschauendem Unternehmergeist in die Zukunft und in unseren Stammsitz im Nordschwarzwald investieren.“

Platz für 15.000 weitere Europaletten erweitern die Gesamtkapazität auf 65.000 Paletten-Plätze. Sieben vollautomatische Regalbediengeräte lagern die Paletten ein oder aus. Im Warenausgang übergeben sie die Waren auf eine schienengeführte Elektrodenbahn, eine weitere technische Neuerung. Auch die Kommissionierarbeitsplätze sind auf dem neuesten Stand der Technik, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sachen Ergonomie und Abläufen bestmöglich zu unterstützen und die Lieferungen rasch zu den Häfele Partnern auf der ganzen Welt zu bringen.

Das aktuelle Investitionsprojekt in Höhe von rund 20 Millionen Euro bietet zugleich einen Vorgeschmack auf den weiteren geplanten Ausbau in Nagold. Mit dem Dynamikzentrum am selben Standort beginnt Häfele noch in diesem Jahr, den Grundstein für Technologie- und Logistikexzellenz in einer neuen Dimension zu legen. Das visionäre Bauprojekt ist ein weiteres Bekenntnis zum Standort und setzt neue Maßstäbe in punkto Logistik und Produktion. Baubeginn für den futuristischen Neubau im Süden des bestehenden Versandzentrums am Nagolder Wolfsberg ist Ende 2022. Die geplante Bauzeit beträgt fünf Jahre.

Dr. Kurt Schmalz erhält Rudolf-Diesel-Medaille

Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter der J. Schmalz GmbH, ist vergangene Woche mit der renommierten Rudolf-Diesel-Medaille ausgezeichnet worden. Er überzeugte die Fachjury in der Kategorie „Nachhaltigste Innovationsleistung“. Die Veranstaltung fand in den Hallen des frühen Förderers Rudolf Diesels, im MAN Museum in Augsburg, im Rahmen eines Gala-Dinners statt.

„Ich bin unglaublich glücklich und stolz“, sagt Dr. Kurt Schmalz. „Dieser Preis ist eine Bestätigung für unsere Innovationsarbeit und eine Auszeichnung für das gesamte Team. Deshalb möchte ich diese Medaille allen Schmalz Mitarbeitenden weltweit widmen.“ Bei Schmalz gehört effizientes und ressourcenschonendes Wirtschaften von jeher zu den Grundprinzipien des Unternehmens. Dabei entwickelt der Weltmarktführer aus Glatten innovative Produkte, die seine Kunden auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützen.

„Die kreative Unruhe, die in mir und dem ganzen Unternehmen steckt, wurde belohnt“, so Dr. Kurt Schmalz, für den Nachhaltigkeit schon in den 80er-Jahren ein bedeutendes Thema war, lange bevor es zum globalen Megatrend wurde. „Die Rudolf-Diesel-Medaille ist die höchste Auszeichnung schlechthin für Innovation. Dementsprechend bin ich sehr dankbar über den Erhalt dieses Preises.“

Die Rudolf-Diesel-Medaille, Europas ältester Innovationspreis, wird seit 1953 im Gedenken an den Innovator Rudolf Diesel an wirtschaftlich erfolgreiche, unternehmerische Innovationsleistungen verliehen. Mit dem Preis werden Unternehmerpersönlichkeiten und Unternehmen ausgezeichnet, die zum einen Ihren Erfindergeist und zum andern Ihre Fähigkeiten, Ideen erfolgreich unternehmerisch umzusetzen, unter Beweis gestellt haben. Das Deutsche Institut für Erfindungswesen e.V. ist seit 1982 Trägerverein der Rudolf-Diesel-Medaille. Auserwählt werden die Preisträger vom Rudolf-Diesel-Kuratorium, das aus über fünfzig Technologievorständen von weltmarktführenden, mittelständischen Technologieunternehmen besteht.

Ermöglicht Anpflanzung von 11.000 Bäumen in Burbach

Brachliegende Waldstücke sind in der Region in Mittelhessen derzeit keine Seltenheit. Umso wichtiger ist es, dass die gerodeten und zerstörten Flächen wieder aufgeforstet werden. Um hier zu unterstützen, hat Hailo über die W. & L. Jordan Stiftung und deren Aktion „Baumpate“ die Mittel für über 11.000 junge Bäume gespendet. Die Aufforstung erfolgte in Burbach, nahe dem Unternehmenssitz in Haiger. Elmar Wulf vom örtlichen Forstzweckverband ist verantwortlicher Förster für die Waldgenossenschaft Burbach und hat die Aufforstung betreut: „Im März haben wir auf einer Fläche von etwa 1,5 Hektar über 11.000 Bäume gepflanzt – etwa 9.500 Rotbuchen, 1.000 Bergahornbäume und 750 Vogelkirschen.“

Um den aktuellen Stand des Aufforstungsprojekts zu besichtigen, traf sich Jörg Lindemann, Geschäftsführer von Hailo, im Juni mit Elmar Wulf und Jörg Ludwig Jordan, dem geschäftsführenden Gesellschafter bei Jordan, vor Ort in Burbach. „Nachhaltigkeit ist uns ein wichtiges Anliegen, weshalb wir uns aktiv für das Thema einsetzen und die Aufmerksamkeit dafür weiter verstärken möchten. Wir verstehen Nachhaltigkeit als langfristigen Unternehmenswert und als Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt“, sagt Jörg Lindemann.

Die Aktion „Baumpate“ der W. & L. Jordan Stiftung bietet für das unternehmerische Engagement von Hailo den idealen Rahmen: „Unser Wald erfüllt vielfältige Funktionen für Mensch und Natur! Er ist Lebensraum für viele Tiere, Pflanzen und Pilze, er reinigt die Luft und unser Trinkwasser. Er liefert den natürlichen Rohstoff Holz, spendet Sauerstoff und speichert CO2“, erklärt Jörg Ludwig Jordan. „Es ist erfreulich, dass immer mehr Unternehmen und Privatpersonen das Aufforsten der Wälder unterstützen.“

Lübecker Hafen baut bei der Erweiterung der Lagerkapazitäten für Papier auf Holz

Der Lübecker Hafen zählt zu Europas wichtigsten Anlaufstellen für die kommerzielle Schifffahrt. Er ist der am weitesten südwestlich gelegene Hafenumschlagplatz an der Ostsee und nimmt auf den Transportkorridoren zwischen Süd-, West- und Zentraleuropa und dem Wirtschaftsraum Ostsee die zentrale Drehscheibenfunktion ein. Seine Infrastruktur trägt somit maßgeblich zur Sicherung der Ladungsströme Europas bei.

Lübecks Stärke besteht hierbei im Roll-on/Roll-off-Verkehr (RoRo), also der schnell durchlaufenden Fracht, die per LKW oder Reederei-Einheit von und an Bord rollt. Als zweites großes Standbein bietet der Lübecker Hafen die Vorteile eines logistischen Zentrums. Dieses gilt insbesondere für Forstprodukte wie Papier und Zellulose. Als größtes Umschlag- und Verteilzentrum für die schwedische und finnische Papierindustrie in Europa kommt Lübeck eine große Bedeutung zu.

Das stetig gestiegene Warenaufkommen und der damit einhergehende Bedarf an zusätzlichen Lager- und Umschlagsflächen hat die Betreibergesellschaft des Skandinavienkais dazu veranlasst, die Errichtung einer zusätzlichen Logistikhalle mit mehr als 12.000 Quadratmeter Dach-Grundfläche (121 x 101 m) zu beauftragen. Generalunternehmer für die Lübeck Hafengesellschaft war das Bauunternehmen August Prien, die Planung des Projekts wurde von der Peter + Jan Gröpper Architektur- und Planungs-GmbH aus Lübeck durchgeführt. Rubner Holzbau zeichnete für die Statik des Holzbaus, Werksplanung, Produktion, Transport und Montage verantwortlich. Die Halle wurde von Anfang an so projektiert, dass sie in Zukunft bei Bedarf auf eine Fläche von 15.000 Quadratmeter erweitert werden kann, ohne während der Bauarbeiten den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. Für solche Anforderungen erweist sich die Holzbauweise einmal mehr als die ideale Lösung, weil die Konstruktion an den Schnittstellen entsprechende Flexibilität aufweist und weiterführende Anschlüsse zulässt.