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Autor: Möbelfertigung

„Techtextil“, „Texprocess“ und „Heimtextil Summer Special“

Zufriedene Aussteller und Besucher

Mit insgesamt 117 Teilnehmernationen, rund 63.000 Besuchern und 2.300 Ausstellern gelang ein solider Re-Start der internationalen Textilmessen auf dem Frankfurter Messegelände. Über alle drei Veranstaltungen – „Techtextil“, „Texprocess“ und dem einmaligen „Heimtextil Summer Special“ – hinweg bildeten Italien, Frankreich, die Türkei, Großbritannien, die Niederlande, Belgien, Spanien, Polen, die Schweiz, die Tschechische Republik, Portugal, Pakistan und die USA die Top-Besuchernationen. Auf allen drei Businessplattformen waren neben reger Ordertätigkeit und hoher Besucherqualität und -zufriedenheit vor allem die geballte positive Energie persönlicher globaler Begegnung zu spüren.

„Die Welt trifft sich wieder in Frankfurt. Internationale Begegnungen und belebendes Neugeschäft zeigten unmittelbar nach der pandemiebedingten Auszeit: Das textile Messegeschäft ist back in business und zeigt seine globale Stärke. Damit blicken wir und unser globales Texpertise Network mit weltweit rund 60 Veranstaltungen der textilen Wertschöpfungskette positiv in die Zukunft. Gleichzeitig werden wir vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen unsere internationalen Partnerschaften, wie mit dem Conscious Fashion & Lifestyle Network in Kooperation mit dem UN Office for Partnerships, weiter ausbauen“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Trotz anhaltender vereinzelter Reiserestriktionen behielten alle drei Messen sowohl aussteller- als auch besucherseitig ihren pre-pandemischen Internationalitätsgrad bei. Neben europäischen Ländern gehörten auch Pakistan, Indien, Korea und die USA zu den Top-Besuchernationen. Die Besucherzufriedenheit blieb ebenfalls bei allen drei Veranstaltungen mit durchschnittlich 91 Prozent auf hohem Niveau stabil. Intensive Live-Gespräche mit alten und neuen Partnern, globale Neukontakte im persönlichen Austausch, spontane Kooperationen im direkten Dialog – all dies war endlich wieder möglich. Einkäufer aus der ganzen Welt haben die einmalige Parallelität des Messetrios für Cross-Networking genutzt, um Aufträge zu platzieren und neue Geschäfte anzubahnen.

Mit einem globalen Volumen von nahezu 1.000 Milliarden US-Dollar1 und einer prognostizierten Wachstumsrate von mehr als 4,4 Prozent bis 2026 ist die Textilbranche eine der bedeutendsten globalen Industrien. „Die Textilindustrie ist und bleibt ein wachstumsträchtiger Markt, der die persönliche Begegnung braucht. Mit einem einmaligen Crossover haben wir in Zeiten massiver Lieferkettenunterbrechungen den Märkten genau zum richtigen Zeitpunkt den bedeutendsten internationalen Marktplatz für Produktinnovationen entlang nahezu der gesamten textilen Wertschöpfungskette geboten“, so Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies.

Auf der „Techtextil“ und „Texprocess“ zogen sich nachhaltige Materialien und Verarbeitungstechnologien, Automatisierung und digitale Prozesse sowie Innovationen und progressive Neuentwicklungen durch das Ausstellerangebot. Informationen und Anregungen lieferten unter andererem Konferenzformate wie das „Techtextil“ und „Texprocess“ Forum.

Die „Techtextil“ 2022 überzeugte mit Internationalität und Anwendervielfalt. Aussteller aus zwölf Anwendungsbereichen und elf Produktgruppen trafen auf ein breit gefächertes Angebotsinteresse der Besucher. „Für Sioen war die ,Techtextil‘ 2022 ein großer Erfolg. Wir konnten Kunden aus allen Industrien und Nationen treffen. Diese waren hungrig darauf, ihre Zulieferer zu sehen. Im Gegensatz zu digitalen Meetings spielt bei Kundenterminen auf Messen persönlicher Austausch eine große Rolle“, berichtet Jan Mortier, Commercial Director bei Sioen aus Belgien.

Eine sehr hohe Anzahl an Besuchern zeichnete die „Techtextil“ in diesem Jahr aus. Das ermöglichte Ausstellern, die Neu- und Weiterentwicklungen ihrer Produkte der letzten drei Jahre einem großen Publikum zu präsentieren. „Auf der ,Techtextil‘ 2022 haben wir unser neues Produkt ‚Bluefibre‘ zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Im Fokus stand ein Recyclingkreislauf – angefangen mit der Recyclingfaser über das Produkt bis hin zu dessen erneutem Recycling. Unser Ziel war es, als Ideengeber aufzutreten und dies ist uns gelungen. Wir haben uns gefreut, Menschen persönlich zu treffen und uns mit Bekannten auszutauschen“, sagt Stefan Kreuzer, Senior Produktentwickler beim deutschen Aussteller Sandler.

Auch auf der „Texprocess“ nutzten Aussteller die Möglichkeit, ihre neuen Produkte international vorzustellen. Progressive Ansätze wurden mit dem „Texprocess“ beziehungsweise „Techtextil Innovation Award“ gewürdigt. Paul van Bentum, Vice President und General Manager Administration bei Juki, Polen, bestätigt: „Wir haben uns über die große Anzahl an Besuchern sehr gefreut. Es ist schön, sich wieder physisch zu treffen. ,Texprocess‘ ist eine wichtige Plattform, um unsere Distributoren an einem Ort zu versammeln. Neben einem Mix aus unseren Produkten und den Produkten unserer Kunden konnten wir auch die automatische Spulenfaden-Wickel- und Zuführvorrichtung AW-3S präsentieren, die mit einem ,Texprocess Innovation Award‘ ausgezeichnet wurde.“

Nachhaltige Unternehmen mit progressiven und nachhaltigen Fasern, Garnen und Geweben sowie neuen Verfahren, Schnitttechnologien, wasserschonenden Färbeverfahren oder innovativen Verarbeitungstechnologien wurden erneut im Rahmen von „Sustainability@Techtextil“ und „Sustainability@Texprocess“, nach erfolgreicher Prüfung, durch eine unabhängige internationale Expertengruppe gekennzeichnet.

Darunter auch der „Texprocess“ Aussteller Epson. „Auf der ,Texprocess‘ 2022 haben wir ein hohes Kaufinteresse der Kunden erfahren. Die Besucher vor Ort waren an Geschäftsabschlüssen interessiert. Wir haben viele internationale Kunden getroffen, wie beispielsweise aus Südafrika oder Australien. In Zusammenarbeit mit Partnerfirmen wie DMIx oder dem Deutschen Modeinstitut konnten wir erstmals Workflows von der Farbauswahl bis hin zum Endprodukt – wie beispielsweise ein bedruckter Ski – präsentieren“, berichtet Achim Bukmakowski, Head of Sales, Commercial & Industrial Printing CEE und DACH bei Epson in Deutschland.

Elgar Straub, Geschäftsführer VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies (TFL), zieht ein optimistisches Fazit aus der diesjährigen „Texprocess“: „Insbesondere durch viele hochkarätige und auch internationale Besucher war die Stimmung rundum positiv – trotz aktueller Verunsicherungen und den daraus resultierenden verhaltenen Erwartungen der ,Texprocess‘-Aussteller im Vorfeld der Messe. Auf der Messe, im persönlichen Austausch wurde nichtsdestotrotz wieder deutlich: Gerade weil sich die textile Welt aktuell rapide verändert, gibt es einen immensen Investitionsbedarf in Technologie. Automatisierung, Nachhaltigkeit und Flexibilität sind dabei nur die wichtigsten Stichworte.“

Erstmals fanden „Techtextil“ und „Texprocess“ zusätzlich virtuell statt. In der Digital Extension präsentierten sich Aussteller digital und verlängerten so ihren Auftritt auf der Messe. Bereits ab dem 13. Juni 2022 konnten Besucher viele Angebote der Digital Extension nutzen und ihren Messebesuch optimal vorbereiten. Bis zum 8. Juli 2022 steht die digitale Plattform der „Techtextil“ und „Texprocess“ zur Verfügung. So können auch die Konferenzformate der Messe Frankfurt, wie die „Techtextil“ und „Texprocess“ Foren, weiterhin abgerufen werden.

Durch den pandemiebedingten Ausfall der regulären „Heimtextil“ im Januar fand die internationale Fachmesse auf Wunsch der Branche in diesem Jahr als einmaliges Summer Special, parallel zu „Techtextil“ & „Texprocess“, statt. „Das war unsere erste „Heimtextil“ und wir sind sehr zufrieden. 2023 möchten wir unsere Standfläche verdoppeln. Wir hatten viele Neukontakte, vor allem international, aus Frankreich, aus arabischen Ländern, aber auch aus Deutschland. Nur der deutsche Fachhandel fehlte. Eigentlich war ich ein Gegner des einmaligen Juni-Termins, aber ich bin angenehm überrascht. Wir hatten sogar viele Geschäftsabschlüsse während der Messe“, erzählt Rüdiger Speicher, Vertriebsleitung bei Teppiche Lalee oHG.

Auch beim türkischen Aussteller Barine Tekstil war man zufrieden und plant schon für die nächste „Heimtextil“, die dann wieder auf den ursprünglichen Januar-Termin fällt. „Auch wenn es nicht überfüllt war, hatten wir in den ersten drei Tagen zahlreiche Neukontakte. Wir sind zufrieden und werden im Januar 2023 wiederkommen“, so Gamze Karakaya, Sales Manager bei Barine Tekstil San Ic ve Dis Tic AS.

Auch Großhändler aus Europa und Übersee fanden erstklassige Kontakte für ihr Volumengeschäft. Es wurde deutlich: Der internationalen Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien, die in diesem Jahr einmalig auf Wunsch der Branche im Sommer stattfand, gelang auch mit kleinerem Sommerangebot bereits jetzt wieder die Rückkehr auf die internationale Bühne. Die Besucher freuten sich, Heim- und Haustextilien – von Objekt-, Deko- und Möbelstoffen über funktionale Textilien bis hin zu Endprodukten für textile Einrichtung, textiles Design und Bettwaren endlich wieder haptisch zu erleben und zu ordern.

Zukunftsweisend zeigte sich das Heimtextil Summer Special mit dem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit. Eine Vielzahl an Produkten – angefangen von Fasern aus PET-Flaschen, fairen Naturmaterialien bis hin zu textilen Produkten mit QR-Codes zur Nachverfolung der gesamte Produktion – ermöglichte es Besuchern, den Megatrend Nachhaltigkeit ganzheitlich zu erleben. Auch Leinen in Kombination mit anderen Naturfasern wie Hanf und Wolle sowie Bettwäsche aus mit Kork beschichteter Baumwolle waren Bestandteil des grünen globalen Produktportfolios. In diesem Kontext kamen ebenfalls die täglichen Green Tours mit Einblicken in kreislauffähige Textilien gut an.

Frische Impulse setzten die „Heimtextil“ Trends für die Branche. Der Trend Space rückte außergewöhnliche Ansätze zur Vermeidung von Abfall und ökonomischen Ungleichgewichten in den Vordergrund. Weitere Publikumsmagneten waren das Green Village mit verlässlichen Zertifikaten, die Orientierung im grünen Dschungel geben, sowie die „Heimtextil“ Conference „Sleep & More“ rund um das Megathema Schlaf und nachhaltige Hotellerie sowie das Angebot an Vorträgen und geführten Rundgängen im Rahmen von „Interior.Architecture.Hospitality“.

Die nächste „Heimtextil“ findet vom 10. bis 13. Januar 2023 statt. Die nächste „Techtextil“ und „Texprocess“ finden vom 23. bis 26. April 2024 statt.

Hybride FVSB-Mitgliederversammlung: gute Branchenentwicklung trotz aktueller Herausforderungen

Am 23. Juni konnte sich der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) wieder über eine gut besuchte Jahresmitgliederversammlung freuen. In diesem Jahr fand diese als Hybridveranstaltung statt. Der Vorsitzende Karl Kristian Woelm, geschäftsführender Gesellschafter der Woelm GmbH, begrüßte zusammen mit Stephan Schmidt, Geschäftsführer des FVSB, die über 50 Teilnehmer zur Versammlung im Verbandshaus in Velbert sowie digital. „Auch in diesem Jahr freuen wir uns wieder über die rege Teilnahme unserer Mitglieder an dieser anderen Form der Mitgliederversammlung. Gerne würden wir die kommende Jahresmitgliederversammlung aber wieder komplett als Präsenzveranstaltung vor Ort stattfinden lassen“, so Stephan Schmidt.

Der Vorsitzende Karl Kristian Woelm hat in diesem Jahr ein kleines Jubiläum. Woelm ist seit 2015 im FVSB-Vorstand und seit 2017 als Vorsitzender tätig. Somit hat er nun bereits fünf Jahre lang seine Position als Vorsitzender inne. In seiner Eröffnungsrede ging Karl Kristian Woelm auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs ein. Der FVSB-Vorsitzende berichtete, dass die anhaltende enorme Nachfrage weiterhin für Materialknappheit und Lieferengpässe sorgt. Inzwischen wird klar, so Woelm, dass es sich jedoch nicht um eine echte Nachfrage handeln kann. Es findet ein Auffüllen von Lagern statt und es erfolgen Vorrats- und Hamsterkäufe. Auch die Vormaterialpreise steigen sprunghaft, Kalkulationen sind kaum möglich.

Nach der Begrüßung konnten sich die Teilnehmer über einen Gastvortrag freuen: Michael Basten, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden e.V. (bbs) hielt einen Vortrag mit dem Titel „Baustoffindustrie – Branche im Wandel“. Hier berichtete der Hauptgeschäftsführer zur Situation im Baubereich. Die Baubranche steht vor besonderen Herausforderungen: Einerseits wird Wohnraum und Infrastruktur benötigt, gleichzeitig gelten Baustoffe als energieintensiv.

Holger Koch, stellvertretender FVSB-Geschäftsführer, berichtete über die Entwicklung im vergangenen Jahr. Die Schloss- und Beschlagindustrie konnte ihre Produktion im Gebäudebereich im Jahr 2021 erneut ausbauen. Die Werte hinsichtlich Umsatz, Auftragseingang und Nettoproduktion liegen für 2021 deutlich über den Vorjahreswerten. Das Produktionsvolumen stieg um 11,8 Prozent auf rund 3,4 Milliarden Euro. So konnte der Produktionswert von Schlössern und Beschlägen für Gebäude seit acht aufeinanderfolgenden Jahren zulegen.

Auch weiterhin wird mit einem Wachstum gerechnet. Die Rahmenbedingungen für die Bauindustrie sehen trotz Preis- und Zinssteigerungen weiterhin positiv aus. Es sind steigende Bauinvestitionen auch im Nichtwohnbau zu erwarten. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass es einen hohen Wohnungsbedarf gibt und so wächst der Markt insgesamt. Der Überhang an Wohnungsgenehmigungen liegt bei über zwei Jahresproduktionen.

Auch ein Blick auf die Heinze-Marktstudien zum Außentüren- und Fenster-markt zeigen, dass sich der Fenster- und Außentürenmarkt trotz Corona-Krise gut entwickelt und dadurch mit einem Umsatzwachstum für die Schloss- und Beschlagindustrie zu rechnen ist. Der deutsche Fenster- und Außentürenmarkt konnte auch im Jahr 2021 zulegen. Der Fenstermarkt hat mit einem Plus von 1,9 Prozent gegenüber 2020 auf 15,83 Millionen Fenstereinheiten abgeschlossen. Für das Jahr 2022 werden Zuwächse mit 0,8 Prozent erwartet. Der Außentürenmarkt 2021 konnte um 2,1 Prozent auf 1,392 Millionen Außentüren wachsen. Für das Jahr 2022 sind Zuwächse um 1,4 Prozent zu erwarten.

Anschließend berichtete der FVSB-Geschäftsführer Stephan Schmidt über das europäische Geschehen. Hier ging er insbesondere auf die Normung und das Thema Umwelt ein und die zahlreichen Themen mit denen sich der Verband derzeit beschäftig wie beispielsweise die neue Bauprodukteverordnung (BauPVO), die ARGE Verbands-EPDs, Master Key Systems (MKS) und der SCIP-Datenbank. Weitere Punkte auf der Tagesordnung waren die Jahresrechnung 2021, die Vorstellung des Etats für das laufende Jahr sowie die Beschlussfassung über den Mitgliedsbeitrag für 2023.

Ein weiteres Thema war die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der europäischen Schloss- und Beschlagindustrie (ARGE). Durch die Mitgliedschaft in der ARGE gestaltet der FVSB die internationalen Interessen der Mitgliedsunternehmen mit. Hans Weissenböck, Generalsekretär der ARGE, berichtete im Rahmen der Versammlung über die Arbeit der ARGE und den hohen Nutzen der Vernetzung auf europäischer Ebene. Zudem gab er einen Ausblick auf die anstehende Jahreskonferenz. Die diesjährige Jahreskonferenz der ARGE findet am 8.-9. September 2022 statt. Ausrichter der Konferenz wird der schwedische Verband der Beschlagindustrie SEM Group sein. Nachdem die geplante Konferenz in Stockholm bereits zweimal verschoben werden musste, soll sie nun nachgeholt werden.

Die nächste FVSB-Jahresmitgliederversammlung findet am 15. Juni 2023 statt.

Hilti

Top Design-Awards für neue Werkzeuge

Die Jurys von „iF Design Award“ und „Red Dot Design Award“ zeichneten dieses Jahr vier Hilti Neuprodukte für Designqualität und Innovationsgrad aus. Gleich zwei davon gingen bei Red Dot als Kategoriensieger „Best of the Best“ hervor.

Der Spitzenplatz für die neuste Generation des Abbruchhammers „TE 3000-AVR“ kommt nicht von ungefähr, denn er markiert einen technischen und ergonomischen Durchbruch: Gegenüber dem Vorgänger wurde die Leistung um 40 Prozent gesteigert, das Gewicht um 3 kg und die Vibrationsbelastung um 10 Prozent reduziert. Damit erreicht das vollelektrische Gerät ein Leistungsniveau von 45-kg-Presslufthämmern, ist jedoch rund ein Drittel leichter und frei von CO2-Emissionen. Die entkoppelten Griffen sorgen in Kombination mit einer Vibrationsdämpfung im Gehäuse für komfortable Handhabung und besseren Gesundheitsschutz.

Der zweite Red-Dot-Kategoriensieger ist das vollautomatische Bolzensetzgerät „DX 6“. Die neue Steuerung bringt erhebliche Fortschritte hinsichtlich Produktivität und intuitive Bedienung. Die präzise Leistungseinstellung ermöglicht ein wesentlich breiteres Anwendungsfeld mit einer Kartuschen-Klasse sowie gleichmässigere und genauere Befestigungen auf Beton, Sandstein, Mauerwerk oder Stahl. Abgerundet wird das Paket mit der integrierten Vernetzung zu Gerätedaten, Anleitungen und Services.

Die Qualitätssiegel von iF und Red Dot erhielten ausserdem die Diamantseilsäge „DSW 1510-CA“ und der Akku-Winkelschleifer „AG 4S-A22“. Die Diamantseilsäge wird vor allem für grössere bauliche Anpassungen eingesetzt. Bei solchen anspruchsvollen Anwendungen stehen Sicherheit und einfache Bedienung im Vordergrund. Hilti deckt diese Anspruch mit einem „All in one“-Antrieb inklusive automatischer Seilspannung und Schneidsteuerung sowie einer Funkfernbedienung ab. Sicheres Arbeiten stand auch bei der bei der Entwicklung des Akku-Winkelschleifers „AG 4S-A22“ im Fokus. Diese Geräte sollen auch bei längerem Gebrauch in verschiedensten Positionen einfach bedienbar und in der Anwendung komfortabel bleiben. Mit dem verschlankten Griff ohne scharfe Kanten und dem ausgewogene Anordnung der mechanischen Komponenten wurde die Ergonomie verbessert. Das ATC-System von Hilti (Active Torque Control) verhindert ein unkontrolliertes Drehen des Geräts, falls die Trennscheibe verklemmt.

Berneck bestellt den größten Trommeltrockner der Welt

Berneck S.A., der größte Holzwerkstoffexporteur Brasiliens, hat Dieffenbacher mit der Lieferung eines 84 MW-Energiesystems und des weltgrößten Trommeltrockners für sein Werk für mitteldichte Spanplatten in Curitibanos, Santa Catarina, beauftragt. Berneck S.A. mit Sitz in Araucária im brasilianischen Bundesstaat Paraná ist auf die Herstellung von Span-, MDF- und HDF-Platten spezialisiert.

„Mit dem neuen Dieffenbacher-Energiesystem und dem neuen Trommeltrockner werden wir in der Lage sein, unsere Produktionskapazität in Curitibanos von 1.200 m³ auf 2.700 m³ mitteldichte Spanplatten pro Tag zu erhöhen“, verkündet Industrie-Direktor Daniel Berneck. Der Rost der riesigen 84 MW-Energieanlage wird 106 m² groß, die Trommel des Trockners 36 m lang sowie einen Durchmesser von 7,8 m haben. Der neue Trommeltrockner wird der größte der Welt sein. Bei 155 Prozent Materialfeuchte wird er eine Durchsatzleistung von 43 Tonnen pro Stunde erreichen.

„Berneck hat uns nicht nur sein Vertrauen für dieses Projekt geschenkt, sondern auch eingeladen, eine langfristige Partnerschaft einzugehen“, sagte Diego Coelho de Oliveira, Area Sales Director Latin America bei Dieffenbacher. „Unser Partner Inserco hat ebenfalls dazu beigetragen, diesen Auftrag zu gewinnen.“ Inserco-Geschäftsführer Ralf Bergmann fügte hinzu: „Dieser Erfolg zeigt einmal mehr, was Dieffenbacher und Inserco gemeinsam in Lateinamerika erreichen können.“

„Ich kann es kaum erwarten, dass unser Standort Curitibanos seine Spanplattenkapazität mehr als verdoppelt“, sagte Daniel Berneck. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Dieffenbacher und Inserco bei diesem und anderen Projekten, denn ich glaube, dass dies der Beginn einer neuen Ära für uns alle drei sein könnte“, schloss er.

VDMA Blitzumfrage

Lieferketten des Maschinen- und Anlagenbaus zum Zerreißen angespannt

Die Produktion und die Lieferfähigkeit des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland werden immer stärker durch Materialengpässe und Fachkräftemangel behindert. Laut VDMA-Blitzumfrage sehen 87 Prozent der Unternehmen ihre Lieferketten derzeit merklich oder gravierend beeinträchtigt. 78 Prozent nennen einen merklichen oder gravierenden Mangel an Personal.

Die Produktion und die Lieferfähigkeit des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland werden immer stärker durch Materialengpässe und Fachkräftemangel behindert. Dies geht aus aktuellen Zahlen einer Blitzumfrage des VDMA hervor, an der 520 Mitgliedsunternehmen vom 21. bis 23. Juni teilnahmen. „87 Prozent der Unternehmen im Maschinenbau sehen ihre Lieferketten derzeit merklich oder gravierend beeinträchtigt“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Der Maschinenbau ist nicht nur mit seinen eigenen Produkten global präsent. Er greift auch auf ein weltweites Netz von Zulieferern zurück. Krieg in der Ukraine, Lockdowns in China, Staus in zentralen Umschlagplätzen mit deutlich verlängerten Abfertigungszeiten von Containern und Personalmangel bei der Auslieferung sowie in der eigenen Produktion – die Liste der negativen Einflussfaktoren auf die Versorgungssituation ist lang“, erläutert Wiechers. 

Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung hat sich die Lage nochmals verschärft, und die Hoffnung auf baldige Besserung schwindet. Im April meldeten bereits 79 Prozent, also fast acht von zehn der Befragten aus dem Maschinen- und Anlagenbau, merkliche oder gravierende Knappheiten bei der Materialversorgung. Nun sind es sogar fast neun von zehn Firmen, die dies melden. Ähnlich verhält es sich mit den Aussichten. Mit einer Entschärfung der Lage innerhalb der nächsten 3 Monate rechnet kaum noch jemand. „Bei Elektronikkomponenten zeigen sich die Engpässe besonders hartnäckig. 44 Prozent sehen eine bessere Versorgungslage hier erst ab dem zweiten Halbjahr 2023“, erläutert Wiechers.

Versorgungssicherheit zunehmend im Fokus
Angesichts der Hartnäckigkeit der Zulieferprobleme hat schon mehr als jedes zweite Unternehmen seine Beschaffungsstrategie kritischer Rohstoffe verändert oder plant dies in absehbarer Zeit zu tun. „Insgesamt legen die Unternehmen einen stärkeren Fokus auf die Versorgungssicherheit. Dafür erweitern 83 Prozent der Unternehmen, die Maßnahmen initiieren oder bereits umgesetzt haben, gezielt ihr Lieferantennetzwerk. 77 Prozent erhöhen die Lagerhaltung und 58 Prozent sehen sich nach alternativen Materialien um – wo immer dies möglich ist“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Wiechers. Auch auf die absehbare Verknappung der Gaslieferungen bereiten sich bereits 30 Prozent der Unternehmen konkret vor. „Etwa drei Viertel der sich auf den Ernstfall vorbereitenden Unternehmen prüfen zunächst einmal, welche Möglichkeiten sie im eigenen Unternehmen haben, beispielsweise die Installation elektrischer oder Öl-befeuerter Back-up-Systeme. Etwa die Hälfte der Unternehmen sieht eine engere Abstimmung mit dem hauseigenen Netzbetreiber als adäquate Vorbereitungsmaßnahme an. Und ein Drittel hat gestaffelte Notfallpläne je nach Reduktionsgrad der Gaslieferungen mit den Lieferanten vorbereitet“, ergänzt Wiechers.

Fachkräfteengpässe spitzen sich zu – und werden zum Risiko
Auch die Fachkräfteengpässe haben sich in den vergangenen Monaten zugespitzt. 78 Prozent der Unternehmen haben einen merklichen oder gravierenden Mangel an Personal. Und lediglich 3 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer Entschärfung der Personalsituation in den nächsten 3 Monaten. „60 Prozent der Unternehmen sehen die Demografie und den Fachkräftemangel als großes Risiko an“, erläutert Wiechers. Damit wurde der Fachkräftemangel unter acht zentralen aktuellen Themen des Maschinenbaus als größtes Risiko eingestuft und sogar noch vor der Antwortkategorie „Inflation/restriktive Geldpolitik“ genannt. „Um die vielen Facharbeiter, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, adäquat zu ersetzen, müssen junge Nachwuchskräfte eine attraktive Ausbildung im Maschinenbau und eine gute Perspektive geboten bekommen. Dies wird aber allein nicht ausreichend sein, um den Bedarf zu decken. Auch gezielte Zuwanderung wird notwendig sein, um die Arbeitskräftelücke zu reduzieren“, fordert Wiechers. 

Als große Chance sehen dagegen viele Unternehmen die Digitalisierung und die Automatisierung sowie den Aufbau resilienter Lieferketten an. Hier kommt dem Maschinen- und Anlagenbau als weltweitem Ausrüster eine zentrale Rolle zu, der er sich proaktiv und optimistisch stellt. Wie überhaupt das laufende Jahr trotz all der Belastungen für die meisten Betriebe ein Wachstumsjahr werden soll. 79 Prozent der Unternehmen erwarten ein Umsatzwachstum, das aber auch durch die Inflation getrieben wird. Und auch der mittelfristige Blick in die Zukunft ist positiv: 82 Prozent wollen Ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr steigern.

Pfleiderer

Trends fest im Blick

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Die Pfleiderer Deutschland GmbH hat ihre Dekorneuheiten 2022 vorgestellt auf Basis von fünf übergeordneten Themenwelten, die ihren Ursprung in den zentralen gesellschaftlichen Trends und Entwicklungen unserer Zeit haben. So entstanden brandaktuelle und höchst relevante Designs in der Optik von Holz, Stein, Materialien und Metall.

Ausgangspunkt Leben: Abgeleitet von den großen Entwicklungen der Zeit hat Pfleiderer fünf Themenwelten definiert und in neue Dekore übersetzt, die die aktuelle Kollektion ab sofort erweitern. „Unsere Dekore sollen langfristig gut ankommen“, sagt Christiane Gebert, die Leiterin der Design- und Entwicklungsabteilung bei Pfleiderer. „Deswegen sind wir breit aufgestellt – sowohl mit Designs, die dem Main­stream entsprechen als auch mit Eyecatchern, mit ­denen wir uns vom Mainstream abheben.“
Ein Material, das in der Einrichtung nie aus der Mode kommt, ist Holz. Die Vielseitigkeit, die die von der Natur inspirierten Dekore bieten, ist dabei einzigartig. Von hell zu dunkel, von feinen zu groben Strukturen reichen die Möglichkeiten – und machen Holz damit zu einer idealen Basis, um aktuelle Trends abzubilden. „Eiche Bijoux muskat“ (R20391) ist zum Beispiel ein ausdrucksstarkes Dekor mit dunklen Poren, Knoten, Rissen und Ästen. Letztere wurden mit Zinn veredelt. Das Dekor eignet sich besonders für die Gestaltung großer Flächen, etwa bei Möbelfronten, Tischen, Tresen und Arbeits­flächen. Kombinationen mit Braun oder warmen Grautönen unterstützen den warmen Holzton perfekt. Silbertonige Metalle oder auch Leder runden den Look extravagant ab. Modern und charaktervoll ist „Aberdeen dunkel“ (R20404): ein Eichen-Dekor, das durch seine dunklen Poren und die gebürstet wirkende Oberfläche die Blicke auf sich zieht. Die geradlinige Maserung wirkt stilvoll und edel und verleiht Küche, Bad und Büro gleichermaßen eine besondere Note. Als Kombination eignet sich besonders Weiß mit frischen, hellen Blautönen ebenso wie samtige Brauntöne und helle, ruhige Steine. Das lebendige, helle Ahorn-Dekor „Arlington Maple“ (R27065) mit ganzer Blume erhält seinen besonderen Reiz durch das vielfältige Farbspiel zwischen Schattierungen von Pfirsich bis Grau. Somit ist es ideal für die Gestaltung großzügiger, offener Räume sowie großer Flächen und verleiht Möbelfronten, Korpus und Arbeitsplatten eine leichte, natürliche Anmutung. Warme Grau- und gedeckte Blautöne nehmen das Farbspiel des Ahorns harmonisch auf; in der Kombination eignen sich auch neutralfarbene Textildekore und dezente Materialien wie Keramik.
Die ganze Vielfalt der Natur findet sich auch in den Steindekoren wieder. Hier bestimmen flächige, lichte Dekore das aktuelle ­Geschehen. Erfrischend und dezent präsentiert sich „Botticino“ (S63063): Marmor mit kühlen Grau­nuancen und feinen weißen Adern, die sich dynamisch in alle Richtungen erstrecken. Ideal, um größere horizontale und vertikale Flächen im Raum besonders eindrucksvoll in Szene zu setzen, harmoniert in Kombination mit luftigen, leichten Blautönen oder neutralem Grau. Mono­chrome Metalle sowie helle, nordische Hölzer eignen sich ebenfalls im Zusammenspiel; intensive, dunkle Rottöne korrespondieren mit vereinzelten rotbraunen Adern. „Jupiter sand“ (S68056) ist ein terrazzoartiger, perlmuttbedruckter Stein mit charaktervoller Struktur und noblem Metalleffekt. Dieser schafft mit seinem sandfarbenen Untergrund ein warmes Ambiente und kommt am besten auf horizontalen Flächen oder ganzen Kuben zur Geltung. Das Steindekor lässt sich Ton in Ton mit silbrigen Metallen kombinieren und harmoniert auch wunderbar mit tiefem Blau und gedeckten chromatischen Unis. Zusammen mit edlen, grauen Hölzern strahlt es Ruhe aus.
Abgerundet werden die Neuzugänge zum Portfolio unter anderem von Textilmaterialien. „Jungle blue“ (F79031) zum Beispiel zeigt, wie beruhigend Natur sein kann – wie das Blattwerk dieses Dekors im ansprechenden Blauton „Dive deep“. Mit seinem großzügigen Design und den feinen Abstufungen zwischen Blau und Weiß ist „Jungle blue“ die erste Wahl für extravagante Möbelfronten oder Schiebetüren. Das Dschungeldekor kann sowohl mit hellen bis dunklen Blautönen mit leichtem Grünstich als auch mit warmen, hellen Hölzern oder schwarzem Metall kombiniert werden.
„Insgesamt 20 neue Dekore haben wir für diese Saison entwickelt“, fasst Christiane Gebert zusammen. „Damit schließen wir einige Lücken im Sortiment und inspirieren mit anspruchsvollem Design. Ergänzend setzen wir auch auf vorhandene Themen im Markt. Viele erfolgreiche, attraktive Dekore aus den letzten Jahren sind hochaktuell und verdienen nach wie vor Beachtung. Sich dieser bereits vorhandenen Ressourcen zu bedienen, ist für uns auch eine Form der Nachhaltigkeit.“
Mehr Infos: www.pfleiderer.com

„Spoga+Gafa“

Gelungene Ausgabe für die „Outdoor Kitchen World“

Mit der „Outdoor Kitchen World“ hat die „Spoga+Gafa“ eine Sonderfläche in Halle 8 kreiert, die dem Boom-Thema Outdoor Küchen Rechnung trägt. Und wirklich war hier „weltweite“ Vielfalt erlebbar, wobei zahlreiche Hersteller mit ein, zwei Modellen vertreten waren, ihre Marken-Kompetenz zusätzlich aber auf eigenen Ständen in der Umgebung präsentierten. Doch als Anlaufstelle kam die „Outdoor Kitchen World“ gut an, und Outdoor-Küchen-Hersteller wie Niehoff Garden, ­ zu finden in Halle 10.2, ­ wurden häufig gefragt, warum sie nicht dabei sind.

„Wir kommen nicht von der Grill-, sondern von der Möbelseite“, begründete Vertriebsleiter Burkhard Temme die Abstinenz auf der Sonderfläche. Deshalb seien die Vertriebswege andere. Das Thema Outdoor-Küchen wird u.a. mit neuer Website weiter nach vorn gebracht. Mittlerweile verfügt Niehoff Garden über drei Linien, wobei zwei selbst produziert werden. „Nur Teak vollmassiv lassen wir bauen“, so Temme. In Küchenstudios, aber auch bei XXXLutz in Österreich sind Niehoff-Outdoorküchen inzwischen zu finden.

Auf der Sonderfläche zu sehen war das Burnout „Lux“-Modell mit einem Grill von FireMagic. Dieser und andere Grillhersteller wollen Burnout beim Markteintritt in die USA – ein erster Messeauftritt ist geplant – ­ unterstützen. Burnout steuert auf Expansionskurs, hat inzwischen 180 Handelspartner, davon 70 Prozent in Deutschland. Im Küchenherbst sind auf dem Firmengelände in Bissendorf auch wieder die Grillhersteller Napoleon und Monolith mit dabei.

Mit Spezialitäten ­ wie emaillierten Oberflächen oder Altholz ­ konnten Vlaze aus Großbritannien und MM Outdoorküchen aufwarten. Für Vlaze war es der erste Auftritt in Deutschland, auch Händler gibt es hier noch nicht, doch Guy Wells hofft aufgrund der Messekontakte, dass sich das bald ändert. Über Handelspartner in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und der Schweiz verfügt MM Outdoor-Küchen bereits. Entstanden ist das Unternehmen aus einer Schreinerei in Erftstadt. „Wir fertigen 100 Prozent nach Kundenwunsch“, nennt Marc Greib einen USP. Das Altholz kann mit Fronten und Griffen aus gebürstetem Edelstahl und einer Natursteinarbeitsplatte kombiniert werden. Doch auch Alu-Natur-eloxierte Rahmen mit Fronten aus HPL-Kompaktplatte gehören zum Angebot. Zwei Testimonials, Grillweltmeister Oliver Sievers und Sizzle Brother, sind für sie im Einsatz.

Auf die „Neo Black Steel“-Küche setzte Everdure by Heston Blumenthal. Gebietsleiter Carsten Möller bedauerte schon, dass es nicht möglich sei, auf der kleinen Fläche viel zu zeigen und hoffte, dass Besucher, vielleicht durch das Topangebot für die knapp 300 cm lange Küche zum eigenen Stand kommen.

Nicht auf der Sonderfläche dabei, aber jetzt auch Outdoor-Küchenanbieter ist Otto Wilde. Das modulare, schwarz pulverbeschichtete Edelstahl-Modell feierte auf dem stark frequentierten Stand in Halle 8 Premiere. Ein Grund dafür: der neue smarte Gasgrill „G32“, auf den Kunden wegen Lieferschwierigkeiten fast eineinhalb Jahre warten mussten. Dass alle jetzt „hin und weg“ sind, sei ein gutes Gefühl, so Simon Holt, Leiter Verkauf DACH und Event Management. Die Brenner, die eine Höchsttemperatur von bis zu 600 Grad erreichen, verbaut Miele ­ (75,1 Prozent Eigentümer) ­ auch bei seinen Kochfeldern.

„Ifmac“

Erneut verschoben auf 21. bis 24. September 2022

Die „International Furniture Manufacturing Component Exhibition“ (IFMAC), eine der wichtigsten Messen für Holzbearbeitungsmaschinen in Südostasien wurde mehrmals verschoben. Die indonesische Messegesellschaft Wakeni (PT. Wahana Kemalaniaga Makmur) und die Deutsche Messe AG aus Hannover freuen sich nun auf die „Ifmac“ vom 21. bis 24. September 2022.

Scheinbare Umsatzschwäche im April ist starkem Vorjahresmonat geschuldet

Nach den ersten drei Monaten mit zweistelligen Wachstumsraten scheint die Küchennachfrage im April im Vorjahresvergleich eher schwach gewesen zu sein: So liegt das Umsatzplus laut VdDK nur noch bei 1,41 Prozent, wobei das Inland um 4,52 Prozent zulegte und das Ausland um 2,15 Prozent niedriger abschloss. Zu beachten ist dabei allerdings, dass der April 2021 außergewöhnlich hohe Zahlen zu verzeichnen hatte (über 84 Prozent Zuwachs im Ausland, insgesamt 42 Prozent Plus!). Andererseits haben aber auch die erheblichen Preissteigerungen infolge der Rohstoff- und Energiekosten die Umsätze gepusht. So relativiert sich das Bild extrem.

Alle vier Monate des laufenden Jahres zusammen ergeben weiterhin ein solides Plus von 12,96 Prozent, wobei das Inland mit 12,62 Prozent und das Ausland mit 13,38 Prozent gleichermaßen gut dastehen.