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Autor: Möbelfertigung

Möbelfabrik Werner Knake fertigt klimaneutral

Der Möbelfabrik Werner Knake wurde von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) das RAL Gütezeichen „Möbelherstellung klimaneutral“ verliehen. Das Unternehmen aus Herford fertigt seit 1914 Möbel und Möbelteile, heute vor allem für Küchen und Badezimmer.

„Die Möbelfabrik Werner Knake ist ein Traditionsunternehmen, das auf handwerklicher Basis individuelle Möbel und Möbelteile in Serie fertigt – und das fortan klimaneutral“, freut sich DGM-Geschäftsführer Jochen Winning über das Engagement des Herstellers für den Klimaschutz im Rahmen des DGM-Klimapakts für die Möbelindustrie. 

Udo Knake, Firmenchef in vierter Generation des Familienunternehmens, ergänzt: „Wir haben seit Jahren darauf geachtet, CO2-Emissionen zu reduzieren und wollten nun öffentlich zeigen, dass auch kleine Unternehmen zum Klimaschutz beitragen können und müssen. Denn CO2 einzusparen, seien es zunächst auch nur ein paar Tonnen im Jahr, ist keine Frage der Unternehmensgröße, sondern der Bereitschaft, sich zum Wohle des Klimas einzusetzen und einzuschränken.“

Über die Reduktion seiner CO2-Emissionen hinaus, hat das Herforder Unternehmen seine verbliebenen CO2-Emissionen durch den Erwerb hochwertiger Klimaschutzzertifikate kompensiert. Die Zertifikate unterstützen beispielsweise Projekte zur Aufforstung, Trinkwasseraufbereitung oder Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen und kommen damit einerseits der Infrastruktur vor Ort am Projektstandort irgendwo auf der Welt und andererseits der globalen CO2-Bilanz zugute.

Als Gegenleistung für ihren Einsatz im Sinne des Klimaschutzes profitieren die Möbelfabrik Werner Knake und ihre 15 Mitarbeiter nicht nur von einer gesünderen und generationengerechteren Umwelt, sondern auch vom RAL Gütezeichen „Möbelherstellung klimaneutral“. „Hiermit wird das Verantwortungsbewusstsein des Unternehmens auf den ersten Blick deutlich und von Kunden sowie der Öffentlichkeit entsprechend wahrgenommen und honoriert“, so DGM-Geschäftsführer Winning.

Mit „German Brand Award“ ausgezeichnet

Gemeinsam mit den Vogelsänger Studios entwi­ckelte Kesseböhmer die digitale und vor allem nachhaltige Plattform „Kesseböhmer@Home“, als 2021 die wichtigste Branchenmesse Interzum pandemiebedingt nicht in Präsenz stattfinden konnte. Jetzt würdigte eine unabhängige und interdisziplinäre Expertenjury den Webauftritt mit einer „Winner“-Auszeichnung beim „German Brand Award“.

Bei „Kesseböhmer@Home“ zieht der Im Kontext Beschlagsys­temhersteller alle Register einer digitalen Online-Präsentation: Persönli­che Führungen, kurze Ansprachen real gefilmter Unternehmenspersön­lichkeiten, 33 Touchpoints, 96 Produktvideos, bewegbare 3D-CAD-Bild­daten und insgesamt 12,3 GB Material vermitteln in fünf Sprachen einen authentischen Eindruck vom Unternehmen und seinen Innovationen.

Der vom Rat für Formgebung initiierte und von der Stiftung German Brand Institute ausgelobte Preis zeichnet erfolgreiche Markenführung in Deutschland aus. Er entdeckt, präsentiert und prämiert einzigartige Marken und Markenmacher und bringt nicht nur die Gewinner voran, sondern auch ihre jeweiligen Branchen. Kesseböhmer und Vogelsänger als Agentur behaupteten sich in der Kategorie „Excellence in Brand Strategy and Creation / Brand Digitalization“, die die stärksten Kampag­nen, Konzepte und Strategien einzelner Fachdisziplinen würdigt.

Der „German Brand Award“ konnte 2022 mit rund 1.200 Einreichungen aus 19 Ländern eine große internationale Resonanz erzielen. Die Bewer­tung erfolgte nach den Kriterien Eigenständigkeit und Markentypik, Markenprägnanz, Differenzierung zum Wettbewerb und Zielgruppenre­levanz. Die Markenführung sollte Aspekte wie Nachhaltigkeit, Innovati­onsgrad, Kontinuität und Zukunftsfähigkeit berücksichtigen. Auch Fakto­ren wie die Gestaltungsqualität des Markenauftritts, die Homogenität des Markenerlebnisses und der ökonomische Erfolg spielten eine ent­scheidende Rolle im Jurierungsprozess.

Jetzt mit Dreier-Spitze

Zum 1. Juli hat Bene mit Manfred Huber (56) und Benedikt Wolfram (41) zwei neue Geschäftsführer bestellt. Sie übernehmen die Aufgaben von Jörg Schuschnig, der sich neuen beruflichen Herausforderungen widmet. Gemeinsam mit dem derzeitigen Geschäftsführer Michael Fried bilden sie zu dritt die neue Geschäftsführung von Bene.

Manfred Huber bringt in die neue Position seine Kompetenzen in der strategischen Unternehmensentwicklung sowie fundierte technische Expertise in der Büromöbelherstellung mit. Zuletzt als CEO von Hali tätig, war er vor allem für die Unternehmensrestrukturierung und Markenneupositionierung verantwortlich. Gemeinsam mit seinem Team setzte er wichtige Schlüsselprojekte in der nachhaltigen Entwicklung von Hali um, welche zum dauerhaften Erfolg des Unternehmens beitragen. 

Seine neuen Aufgabenbereiche umfassen Operations, Logistik und Einkauf. „Der Wechsel in die Geschäftsführung von Bene ermöglicht mir in einem spannenden und internationalen Umfeld zu arbeiten sowie neue Aufgaben in der BGO Holding wahrzunehmen. Ich freue mich, in meinem Verantwortungsbereich zur weiteren erfolgreichen Geschäftsentwicklung beizutragen und die wirtschaftlichen Grundlagen für die Innovationsstärke und Nachhaltigkeit des Unternehmens zu optimieren“, so Manfred Huber.

Benedikt Wolfram übernimmt als Chief Financial Officer (CFO) die Bereiche Finance, Legal und IT. Vor seinem diesjährigen Einstieg in die BGO Holding arbeitete Herr Wolfram als Chief Financial Officer bei Alu Menziken Group und Puls Group. In seiner neuen Funktion als CFO von Bene wird er die nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens vorantreiben: „Als Branchenvorreiter in der Büromöbelindustrie arbeiten wir gemeinsam daran, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten langfristige und nachhaltige Wachstumsstrategien umzusetzen.“

Jörg Schuschnig wird das Unternehmen zum 1. September 2022 verlassen. „Wir möchten uns bei Jörg Schuschnig für seinen unermüdlichen Einsatz und den bedeutenden Beitrag, den er die letzten sechs Jahre bei Bene geleistet hat, herzlich bedanken. Gemeinsam haben wir viele wegweisende Projekte umgesetzt und trotz herausfordernder Zeiten für ein gesundes und vor allem nachhaltiges Wachstum des Unternehmens gesorgt. Bene hat in den letzten Jahren eine große Innovations- und Umsetzungskraft bewiesen. Mit Manfred Huber und Benedikt Wolfram in der Geschäftsführung, freue ich mich auf die Fortsetzung einer erfolgreichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit“, so Michael Fried, Geschäftsführer Sales, HR, Marketing & Innovation.

Verstärkt die Präsenz in Brasilien mit einem neuen Hauptsitz

Die Biesse Gruppe verstärkt ihre internationale Präsenz durch die Eröffnung eines neuen Hauptsitzes im brasilianischen Curitiba, im Bundesstaat Paranà – einem Markt, in dem sie bereits Maschinen für die Bearbeitung von Glas und Stein anbietet – und erweitert dort die Produktpalette nun auch durch Holzbearbeitungsmaschinen.

Mit diesen Investitionen in Ressourcen und Kompetenzen in Brasilien wollen die Italiener noch näher an die Kunden und ihre Bedürfnisse heranrücken und gleichzeitig Wachstumsmöglichkeiten in anderen Ländern Südamerikas ausloten.

Die Gruppe, die seit über 50 Jahren im Holzmaschinensektor tätig ist, engagiert sich bereits seit 1987 in Brasilien. Von seinem Hauptsitz in São Paulo aus, der jetzt in das Zentrum von Curitiba integriert wurde, hat Biesse die Glas- und Steinindustrie mit den Marken Intermac und Diamut direkt bedient.

Der neue Standort in Curitiba verfügt über einen Ausstellungsraum von mehr als 1.300 m², in dem die Kunden die Möglichkeit haben, Biesse kennenzulernen und Live-Vorführungen der Maschinen für die Bearbeitung von Holz, Glas, Stein und hochentwickelten Materialien zu sehen. Zudem bekommen die Kunden Zugang zu einem Expertenteam, das sie bei ihren Entscheidungen unterstützt. Es gibt einen neu eingerichteten Kundendienst und spezielle Schulungsräume.

Die Internationalisierung ist eine der wichtigsten Triebfedern der Biesse Gruppe und prägt seit je her die Unternehmensentwicklung. Mit 39 Niederlassungen in Europa, Nordamerika, Lateinamerika, dem Nahen und Fernen Osten, Asien und Ozeanien ist Biesse bestrebt, den Service für ihre Kunden ständig zu verbessern, eine umfassende Abdeckung und gute lokale Präsenz zu bieten.

Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie, die sich auf den Ausbau des internationalen Netzes konzentriert, soll es auch neue Büros in Israel und Japan geben, die die Präsenz der Gruppe auf diesen strategischen Märkten stärken.

Fachgruppe „Technischer Kork“ mit neuem Sprecher

Der Deutsche Kork-Verband e.V., Herford, traf sich am 19. Mai zu seiner regulären Mitgliederversammlung 2022, auf der auch Wahlen zu Vorstand und Kassenprüfung anstanden. Mit einer Personalveränderung bleibt der „alte“ Vorstand der neue, dessen Amtsperiode satzungsgemäß 2024 enden wird. Neu dabei ist Dämmstoff-Profi Edgar Huber, Einkaufsleiter bei der Zipse GmbH & Co. KG (Kenzingen), der das Mandat des Fachgruppensprechers „Technischer Kork“ im DKV-Vorstand von Dieter Schenkling übernimmt.

Schenkling konzentriert sich künftig wieder ausschließlich auf sein Blockhaus-Bauunternehmen Leonwood (Teichland/Maust). Edgar Huber, Jahrgang 1958 und gebürtig in Buenos Aires (Argentinien), verbrachte seine Jugendzeit mit Schule und Ausbildung im Finanzwesen in Paraguays Hauptstadt Asunción.

Mit nur 23 Jahren verlegte er seinen Wohnsitz nach Deutschland und trat nach kurzer Zwischenstation bei einer Bank 1985 in das Unternehmen des inzwischen leider verstorbenen Lothar Zipse ein. Hier schulte Huber zum Groß- und Außenhandelskaufmann sowie Fachwirt für Einkauf und Materialwirtschaft um. In der damaligen Aufbauphase der Firma zu einem der führenden Korkspezialisten in Deutschland war das Aufgabenspektrum Hubers äußerst vielfältig, was auch dessen Sprachkenntnissen in portugiesisch, spanisch und englisch zu verdanken ist.

Edgar Huber, inzwischen mit drei Kindern und drei Enkeln gesegnet, ist heute Einkaufsleiter des Unternehmens Zipse. Er ist bekennender Korkenthusiast und einer der „Väter“ des Kork-Logos. Ein beruflicher Schwerpunkt ist der Handel sowie die Projektentwicklung mit Kork als Isolier- und Dämmstoff. Diese Kompetenz bringt er künftig als Vorstandssprecher und Leiter der DKV-Fachgruppe „Technischer Kork“ ein.

Wie Huber wurden die beiden weiteren DKV-Vorstände ebenfalls einstimmig gewählt: Rüdiger Bleckmann (H. Gültig Korkwarenfabrikation) als Sprecher des Vorstands und der Fachgruppe Verschlüsse sowie Edwin Lingg (LiCo) als Vorstand mit der Verantwortung für den Fachbereich Boden. Die Amtszeit des dreiköpfigen Vorstands des Deutschen Kork-Verbands endet regulär nach zweijähriger Amtsdauer.

Überblick über das Geschäftsjahr 2021/2022

Das Geschäftsjahr 2021/2022 hielt Herausforderungen bereit: Corona, Lieferengpässe, hohe Materialkosten. Zuletzt kam noch der Krieg in der Ukraine hinzu. Umso wichtiger, den Mut nicht zu verlieren und zurückzuschauen auf das, was gut gelaufen ist. So konnte trotz Krise die vollständige Versorgung der Kunden gewährleistet werden. Die Küchen-Kollektion mit neuen Korpushöhen erwies sich nach ihrer Einführung im September als großer Erfolg. Trotz zunehmender Engpässe konnte die Baumann Group ihre Lieferketten weiterhin aufrechterhalten. Zu den Meilensteinen gehören diverse Zertifizierungen. So wurde Bauformat als „Top Arbeitgeber“ ausgezeichnet, es gab das Siegel „Möbel Made in Germany“ und den „Blauen Engel“ für Bauformat, Burger und Badea. Die Kooperation mit Haier für die Gerätemarke Candy lief an. Spendenaktionen für die Opfer der Flut und für die Ukraine waren Herzensangelegenheiten. Was gab es noch? Ein Überblick:

Das alles bestimmende Thema war erneut Corona. Gestiegene Preise und Materialengpässe stellten eine Herausforderung dar. Zuletzt forderte dann noch Omikron einen Kraftakt, der für Geschäftsführer Matthias Berens nur dank einer guten Teamleistung zu bewältigen war: „Die große Infektionswelle im Frühjahr hat in Produktion und Logistik für viele Ausfälle gesorgt. In den Spitzen fehlten uns bis zu 100 Leute. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir es geschafft haben, den Großteil unserer Kunden trotzdem und sogar überwiegend pünktlich zu beliefern.“

Um Mitarbeiter und Kunden bestmöglich zu schützen, gab es hauseigene Impfaktionen in Zusammenarbeit mit einem Ärztenetzwerk. Gearbeitet wurde außerdem wo immer möglich im Homeoffice. Nachdem die technischen Voraussetzungen hierfür einmal geschaffen waren, eröffneten sich der „Kitchen Family“ neue Möglichkeiten für die Einstellung von Fachkräften auch jenseits der Produktionsstandorte. Mittlerweile gibt es für mehr als 50 Prozent der Verwaltung eine Homeoffice-Regelung.

Für Geschäftsführerin Sabine Brockschnieder ein Erfolgsmodell: „Wir möchten ein Arbeitsumfeld schaffen, das motiviert und Energien freisetzt. Dazu gehört auch eine Portion Flexibilität. Mitarbeiter sollen frei entscheiden können, wo und wie sie arbeiten möchten und damit auch, ob sie umziehen oder lieber am alten Wohnort bleiben, um dort etablierte soziale Kontakte weiter pflegen zu können. Für uns als Unternehmen hat diese Freiheit einen großen Vorteil: Wir können damit den Fachkräftemangel zumindest ein bisschen abfedern.“

Investitionen in Gebäude und Prozesse:
Derweil konnten sich die Mitarbeiter in Löhne – allen voran die aus der Produktentwicklung – über neue Räumlichkeiten freuen. Seit 1. Juni 2022 gibt es ein flexibles Arbeitsplatzbuchungssystem, das feste Büros ersetzt. Mitarbeiter aus Marketing, Vertrieb und Produktentwicklung können sich nun auch tageweise in Teams gruppieren, zum Beispiel für die Arbeit an Projekten.

Für Investitionen in der Produktion hat die „Kitchen Family“ einen 2-stelligen Millionenbetrag in die Hand genommen. Derzeit befindet sich in Burg die neue Produktionshalle 14 im Bau. Bauformat bekommt eine neue, vielseitige Produktionsstraße, auf der sowohl Unter-, Hänge- und auch Geräteschränke gefertigt werden können. Momentan ist die Anlage im Testlauf und soll im Sommer 2023 installiert werden.

Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung in Frankreich. Dort wurde 2019 das Studiokonzept #kitchenfamily vorgestellt. Mittlerweile umfasst das Händlernetzwerk zehn Fachhändler. Fünf von ihnen kamen allein im Laufe des vergangenen Jahres an Bord.

Im November wurde #kitchenfamily auf der Esprit Meuble erneut vorgestellt. Auch gibt es jetzt unter www.kitchenfamily.fr eine eigene Website. Die Vermarktung über Instagram und Pinterest soll folgen. Nach aktuellem Stand sind außerdem bereits rund ein halbes Dutzend Neueröffnungen in Planung, für die Bauformat auch weiterhin die Ladengestaltung übernimmt.

Entsprechend soll es nun auch ein Schulungsangebot der Baumann Academy auf Französisch geben. Hier ist man bereits mit Deutsch, Spanisch, Portugiesisch und Englisch sehr erfolgreich. Für den britischen Markt gibt es gar ein eigenes Training Center in Burnley bei Manchester, das während der Corona-Zwangspause modern erweitert und um eine neue Ausstellung ergänzt wurde.

In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Schulungsteam um Alexander Wengerowski von zwei auf insgesamt sieben Trainer vergrößert. Das hängt auch mit dem Trainingsprogramm zusammen: Der Bereich digitales Lernen ist in der Pandemie schnell gewachsen und hat dabei geholfen, den persönlichen Austausch aufrecht zu erhalten. Von Dezember 2020 bis September 2021 wurden rund 350 Webtrainings mit über 2.400 Personen abgehalten. Das entspricht einem Zuwachs von 400 Prozent!

Das digitale Angebot der e-Academy, das den Präsenzunterricht ergänzt, besteht aus E-Learnings (terminlich flexiblen Kursen), Webtrainings (kompakten Live-Vorträgen) und Online-Seminaren (mehrstündigen Live-Workshops mit vorab versendeten Lernmaterialien). Über einen eigenen Zugang zur digitalen Lernwelt können bereits mehr als 850 User nicht nur das Kursprogramm und News, sondern auch den Fortschritt ihrer persönlichen Lernaktivitäten einsehen. Für jeden abgeschlossenen Kurs erhalten sie Punkte in Form von Credits. Diese qualifizieren die Teilnehmenden ab einer gewissen Anzahl für den Status als zertifizierter Bauformat expert & Burger expert.

Sich intensiv mit dem Produkt auseinandersetzen: Das ermöglicht auch der in der „Kitchen Family“ bereits 2020 erfolgreich eingeführte 2-Jahres-Rhythmus. Zur Hausmesse im September, bei der nach der Pause im Vorjahr erstmals wieder Innovationen vorgestellt wurden, kam viel positives Feedback aus dem Handel.

Besonders gut angekommen sind im vergangenen Jahr die neuen Korpushöhen von 796 mm bei Burger und 845 mm bei Bauformat. Der Mechanismus für Sonderanfertigungen wurde deutlich vereinfacht. Angebote können jetzt schneller erstellt und einfacher berechnet werden.

Die Acrylglasfront „Glasgow“ (Bauformat) und die Rahmenfront „Sophie“ (Burger) standen ebenfalls hoch im Kurs, denn hier treffen Trendfarben und -materialien auf innovative Oberflächen und ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Händler schätzten außerdem die Möglichkeit, Sichtseiten und Arbeitsplatten nun durch das gesamte Sortiment hindurch passend abstimmen zu können.

Die Umsatzzahlen:
Bleibt der Blick auf die Zahlen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 erzielte Bauformat rund 69 Millionen Euro Umsatz (+4,71 %). Bei Burger waren es 209 Millionen (+4,8 %) und bei Badea 11 Millionen Euro (+12,41 %). Macht insgesamt rund 289 Millionen Euro (+5,06 %). Während BAUFORMAT im Export mit ca. 25 Millionen Euro Umsatz 0,9 Prozent unter Vorjahresniveau blieb, konnte sich burger hier um 8 Prozent steigern (knapp 71 Millionen Euro). Das 2020 runderneuerte Badsortiment von Badea führte gar zu einem Plus von knapp 18 Prozent (rund 4 Millionen Euro Umsatz). Künftig soll die Marke im Ausland noch weiter gepusht werden. Und die Zeichen stehen auf Erfolg: Bereits Ende April 2022 wurde die neue Bad-Kollektion mit viel positivem Feedback auf der „ifh“ in Nürnberg vorgestellt. Nach einem Auftritt auf der „SHK“ in Essen Anfang September wird sie dann auch auf der kommenden Hausmesse gezeigt.

Matthias Berens zieht zufrieden Bilanz: „Schon 2020 war ein starkes Jahr. Im Zeitraum zwischen dem ersten April 2021 und dem 31. März 2022 konnten wir uns noch einmal verbessern. Und was das kommende Geschäftsjahr angeht, so bin ich trotz aller Widrigkeiten optimistisch.“

Volle Auftragsbücher, aber gestörte Lieferketten

Die Robotik- und Automationsbranche in Deutschland profitiert von einem Nachfrageboom: In den ersten vier Monaten 2022 stiegen die Auftragseingänge um 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die dynamische Marktentwicklung hatte sich bereits mit den Ergebnissen für das Jahr 2021 angekündigt. Der Branchenumsatz stieg zuletzt um 13 Prozent –stärker als erwartet. „Die Robotik- und Automationsbranche hat Hochkonjunktur“, sagt Frank Konrad, Vorsitzender von VDMA Robotik + Automation. „Die in den Büchern stehenden Aufträge werden die Anbieter allerdings nicht so schnell wie gewohnt abarbeiten können. Jetzt gilt es, Engpässe in den Lieferketten zu managen.“

Die Branchenprognose für Robotik und Automation fällt mit einem Umsatzplus von 6 Prozent auch für das Jahr 2022 positiv aus – spiegelt aber mit einer reduzierten Erwartung bereits die stark gestörten Zulieferketten wider. Insbesondere ein Mangel an Elektrotechnik- und Elektronikkomponenten verlängert die Lieferzeiten.

Die drei Teilbranchen entwickelten sich 2021 unterschiedlich. Die Sparte Industrielle Bildverarbeitung legte um 16 Prozent zu: Der Branchenumsatz erreichte 3,1 Milliarden Euro. Der Umsatz der Robotik stieg um 13 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Integrated Assembly Solutions verzeichnete einen Umsatzzuwachs von 11 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Insgesamt stieg der Umsatz der Robotik und Automation um 13 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro – stärker als ursprünglich erwartet.

VDMA R+A prognostiziert für 2022 in den Integrated Assembly Solutions ein Umsatzplus von 7 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. In der Robotik wird ein Zuwachs von 5 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro erwartet. In der Industriellen Bildverarbeitung wird ebenfalls mit einem Plus von 5 Prozent gerechnet, das entspricht einem Umsatz von 3,2 Milliarden Euro. „Für die gesamte Robotik und Automation erwarten wir ein Umsatzplus von 6 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro“, sagt Frank Konrad. „Die Robotik und Automation steuert 2022 damit nahezu das starke Vorkrisenniveau von 14,7 Milliarden Euro aus dem Jahr 2019 an.“

Dem VDMA-R+A-Mitgliedernetzwerk von 50.000 Personen in 350 Unternehmen kommen wichtige Zukunftsaufgaben zu:
Nachhaltig produzieren: Der verstärkte Einsatz von Robotik und Automation ist aus Sicht von Experten unverzichtbar, um Klima- und Umweltschutzziele künftig zu erreichen und nachhaltig zu wirtschaften: In der jüngsten Trendumfrage der, „Automatica“, Messe München, sichern Roboter nach Meinung von 88 Prozent der Industrie-Entscheider die Qualitätsstandards für Produkte der nachhaltigen Hightech-Fertigung. Die Branchenlösungen verhelfen zudem der Kreislaufwirtschaft und erneuerbaren Energien zum Durchbruch. Green-Tech-Produkte wie Photovoltaikmodule lassen sich in Europa mit neuer Präzisionstechnik in großer Stückzahl kostengünstig herstellen. Die Nachfrage nach Brennstoffzellen oder besonders leistungsfähigen Batterien für die Elektromobilität öffnet neue Marktchancen.

Arbeitswelt der Zukunft: Gut 80 Prozent der Experten, die in deutschen Industrie-Unternehmen über Robotik und Automation entscheiden, gehen auch für die Arbeitsplätze von einem positiven Einfluss der technologischen Erneuerung aus. Die Mensch-Roboter-Kollaboration oder der Einsatz von Assistenzsystemen schafft eine qualitativ hochwertigere Beschäftigung und bietet neue Chancen für die Aus- und Weiterbildung. Wegweisend dürfte hier eine neue Generation von Automatisierungstechnik sein, die ganz ohne Programmierung eingesetzt werden kann und intuitiv anwendbar ist. 52 Prozent der Entscheider sind fest davon überzeugt, dass besser qualifizierte Mitarbeiter künftig besser bezahlte Jobs bekommen werden.

Digitalisierung, Mobile Robotik und Intralogistik: Digitale Vernetzung, modernste FTS (Fahrerlose Transportsysteme) und AMR (Autonome Mobile Roboter) revolutionieren die Fabriken. In Kombination mit innovativen Softwarelösungen schließen sie die letzten Lücken und bilden in der Smart Factory wirklich durchgängige Systeme.

Fachkräftemangel ist besorgniserregend
Die Unternehmen der Robotik und Automation sehen sich einem Arbeits- und Fachkräftemangel ausgesetzt, der sich durch das Ausscheiden der „Baby-Boomer“-Generation aus dem Arbeitsmarkt beschleunigt. Angesichts der wichtigen Zukunftsaufgaben wird dies zunehmend zum Risikofaktor. „Der Arbeitskräftemangel lässt sich durch Robotik und Automation allein nicht lösen“, sagt Frank Konrad. „Die Unternehmen bemühen sich nach Kräften, dem Mangel an Nachwuchskräften zu begegnen. Allerdings brauchen wir ein stärkeres Engagement von der Politik: Der Personalmangel droht nach den Disruptionen in den Lieferketten der nächste große Engpassfaktor insbesondere für die deutsche Industrie zu werden.

16 % mehr Umsatz im Handwerk im 1. Quartal 2022

Im ersten Quartal 2022 sind die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk in Deutschland gegenüber dem von der Corona-Pandemie geprägten ersten Quartal 2021 um 16,0 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg ist vor dem Hintergrund der Preissteigerungen in den vergangenen Monaten zu betrachten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren Ende März 2022 im zulassungspflichtigen Handwerk jedoch 0,7 Prozent weniger Personen tätig als Ende März 2021.

In allen Gewerbegruppen und allen Gewerbezweigen des zulassungspflichtigen Handwerks wurden im ersten Quartal 2022 höhere Umsätze als im Vorjahresquartal erwirtschaftet.

Den stärksten Umsatzzuwachs verzeichneten die Handwerke für den privaten Bedarf mit +36,8 Prozent. Hierzu trugen besonders die Friseurunternehmen (+62,9 %) bei, die im Vorjahresquartal noch stark von den Corona-Einschränkungen betroffen waren. Es ist daher davon auszugehen, dass es sich bei den aktuellen Umsatzsteigerungen um Erholungseffekte handelt. Aber auch die Preissteigerungen in den zurückliegenden Monaten haben zu dem Umsatzzuwachs beigetragen. Im Bauhauptgewerbe (+26,0 %), Ausbaugewerbe (+15,0 %), Handwerk für den gewerblichen Bedarf (+14,5 %) und Kraftfahrzeuggewerbe (+14,2 %) gab es ebenfalls zweistellige Umsatzsteigerungen. Im Gesundheitsgewerbe (+9,0 %) und Lebensmittelgewerbe (+8,0 %) fielen die Umsatzzuwächse etwas schwächer aus. Dies lag an den verhältnismäßig moderateren Entwicklungen bei den Gewerbezweigen der Zahntechniker (+2,8 %) und Fleischer (+2,6 %).

Beschäftigungsrückgang am deutlichsten in den Handwerken für den privaten Bedarf

In sechs von sieben Gewerbegruppen waren Ende März 2022 weniger Personen tätig als Ende März 2021. Die Beschäftigung nahm in den Handwerken für den privaten Bedarf mit -5,8 Prozent am stärksten ab. Hauptgrund für diese Entwicklung ist der Rückgang bei den Friseurunternehmen (-7,1 %). Nur im Gesundheitsgewerbe stieg die Beschäftigung geringfügig um 0,1 Prozent.

Methodische Hinweise: Die vorläufigen Ergebnisse des ersten Quartals 2022 basieren auf der Novellierung der Handwerksordnung im Jahr 2021. Im zulassungsfreien Handwerk wurden die bisher eigenständigen Gewerbezweige Drucker, Siebdrucker und Flexografen unter dem Gewerbezweig Print- und Medientechnologen zusammengefasst. Zusätzlich ist der Gewerbezweig Kosmetiker nunmehr Bestandteil des zulassungsfreien Handwerks und es gab einige Umbenennungen der Gewerbezweige.

Spatenstich für die größte Logistikinvestition des Konzerns

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, größte Einzelgesellschaft der weltweit tätigen Würth-Gruppe, erweitert das Vertriebszentrum West am Hauptsitz in Künzelsau-Gaisbach. Am Mittwoch, 29. Juni 2022, war Spatenstich.

Mit der Erweiterung verfolgt die Adolf Würth GmbH & Co. KG die Logistikstrategie, Liefersplits zu vermeiden, um die Positionen pro Bestellung so zu bündeln, dass die Kunden im In- und Ausland sowie die Würth Tochtergesellschaften genau eine Sendung oder Palette erhalten. „Mit dem Neubau schaffen wir die logistischen Voraussetzungen für das weitere Wachstum des Unternehmens und stellen somit die Auslieferfähigkeit nachhaltig sicher“, sagte Thomas Wahl, Geschäftsführer Logistik der Adolf Würth GmbH & Co. KG. „Mit der Erweiterung des Vertriebszentrums West verdoppeln wir die Leistungsfähigkeit und bringen damit unsere Ware noch schneller zum Kunde“, ergänzte er.

Würth erweitert durch das neue Vertriebszentrum die Kommissionier- und Lagerkapazitäten um 37 Prozent. Der Erweiterungsbau hat eine Grundfläche von rund 6.200 m², auf der 25.000 unterschiedliche Artikel gelagert werden. Durch ein hochautomatisiertes Shuttlesystem mit über 104.000 Behälterstellplätzen können in der Endausbaustufe täglich rund 48.000 Auftragspositionen zusätzlich kommissioniert werden. „Der Ausbau der Lagerkapazitäten sorgt für eine Effizienzsteigerung im gesamten Wertschöpfungsprozess der Logistik. Nur so können wir die Versorgungssicherheit unserer Kunden mit Würth Produkten langfristig stärken“, sagte Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG. Der Neubau ist fördertechnisch an die bestehenden Vertriebszentren angeschlossen.

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Robotern steigert Würth den Automatisierungs- und Digitalisierungsgrad innerhalb der Logistik. Die Roboter unterstützen beim Wareneingang, bei der Kommissionierung sowie beim Palettieren im Warenausgang. „Der verstärkte Einsatz von Robotern erleichtert die physische Tätigkeit der Logistikmitarbeitenden erheblich und unterstützt die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung“, berichtete Wahl.

Die Automatisierung der Packerei und des Versandbereichs zahlt zudem auf die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens ein: Mit maschineller Unterstützung können Kartonagen passgenau auf den Paketinhalt zugeschnitten werden, was Verpackungs- und Füllmaterial reduziert. Dank dieser Umstellung werden bereits heute 30 Prozent Füllmaterial eingespart, das entspricht 40.000 Kubikmetern pro Jahr. So kann in Zukunft teilweise sogar ganz auf Füllmaterialien verzichtet werden. Seit Januar 2020 ist der Standort „schaumfrei“: Recyclebare Luftpolsterfolie ersetzt Füllmaterial aus Polyurethan-Schaum.

Die Investitionssumme für das neue Vertriebszentrum und die damit verbundene Neugestaltung des Logistikprozesses beläuft sich auf rund 97 Millionen Euro. Es ist die bisher größte Logistikinvestition in der Unternehmensgeschichte der Würth-Gruppe. Mit dem Neubau schafft Würth über 200 neue Arbeitsplätze für die Region. Der Go-Live ist für Dezember 2024 geplant.

„Das Bekenntnis zu unseren Wurzeln und damit zur Region Hohenlohe sowie die enge Partnerschaft mit unseren Kunden begleiten unser Tun von Anfang an. Diese Investition ist Zeugnis für das Wachstum des Unternehmens und Ausdruck unserer Motivation: Unseren Kunden über die sichere und schnelle Versorgung mit unseren Produkten ihren Arbeitsalltag zu erleichtern“, so Prof. Dr. h.c. mult. Reinhold Würth, Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe.