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Autor: Hahn, Sebastian

AMK

Jahrespressekonferenz: Küchenbranche entwickelt sich stabil in herausforderndem Umfeld

Die deutsche Küchenbranche hat sich 2025 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld stabil entwickelt. Der Gesamtumsatz der Küchenmöbelindustrie lag mit rund 5,63 Milliarden Euro nur leicht unter Vorjahr. Der Jahresstart 2026 brachte erste positive Signale; eine nachhaltige Markterholung erwartet die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. V. (AMK) jedoch erst in den Folgejahren.

Die aktuellen Zahlen zeigen: Nach schwierigen Marktjahren hat sich die Küchenmöbelindustrie 2025 gefestigt. Der Gesamtumsatz der deutschen Küchenmöbelindustrie lag leicht unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig konnte der Küchenfachhandel in Deutschland seine Umsätze steigern. Der Start in das Jahr 2026 fiel bei der Industrie positiv aus, blieb in seiner Dynamik jedoch uneinheitlich. „Die Küchenbranche hat 2025 erneut gezeigt, dass sie auch in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld zu den stabilsten Bereichen der Möbelwirtschaft zählt“, sagt AMK Geschäftsführer Volker Irle. „Von einer nachhaltigen Erholung kann allerdings noch keine Rede sein. Konsumzurückhaltung, geopolitische Unsicherheiten und die schwache Entwicklung im Wohnungsbau prägen weiterhin das Marktumfeld.“

Küchenmöbelindustrie: Gesamtumsatz 2025 nahezu stabil

Die deutsche Küchenmöbelindustrie erzielte 2025 einen Gesamtumsatz von rund 5,63 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem leichten Rückgang von 0,42 Prozent. Der Inlandsumsatz entwickelte sich mit plus 0,08 Prozent nahezu seitwärts und erreichte rund 3,04 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz lag mit rund 2,59 Milliarden Euro um 1,01 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Exportquote blieb mit 46 Prozent auf hohem Niveau. „Die Zahlen zeigen, dass sich der Markt nach den Belastungen der vergangenen Jahre stabil entwickelt hat“, erklärt Bernd Weisser, Geschäftsleitung Marketing & Vertrieb bei nobilia und Vorstandssprecher der AMK. „Gleichzeitig bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Für eine stärkere Marktdynamik braucht es mehr Planungssicherheit, ein stabileres Konsumklima und neue Impulse aus dem Wohnungsbau.“ Im internationalen Geschäft verhinderte insbesondere die Entwicklung im wichtigsten Exportmarkt Frankreich ein besseres Ergebnis. Mehrere andere relevante Exportmärkte zeigten dagegen leichte Erholungstendenzen.

Küche bleibt Rückgrat der Möbelbranche

Auch im Gesamtmarkt behaupteten Küchenmöbel ihre starke Position. Während der Möbelmarkt 2025 erneut leicht rückläufig war und mit minus 1,1 Prozent wieder auf dem Niveau von 2019 lag, entwickelte sich der Küchenmöbelmarkt im Vergleich zu anderen Warengruppen weiterhin robust. Küchenmöbel erreichten 2025 einen Anteil von 28,7 Prozent am Möbelmarkt und bleiben damit der bedeutendste Teilmarkt. „Die Küche hat in den vergangenen Jahren strukturell an Bedeutung gewonnen“, so Bernd Weisser. „Homeoffice, veränderte Lebensgewohnheiten und der hohe Stellenwert des eigenen Zuhauses haben die Küche dauerhaft gestärkt. Sie ist heute mehr denn je zentraler Wohn- und Lebensbereich – und zugleich ein Investitionsgut, das sehr bewusst geplant wird.“

Küchenfachhandel steigert Umsatz und Auftragswert

Das schlug sich in den Zahlen des Küchenfachhandels nieder: Laut GfK-Panelmarkt konnte der Küchenfachhandel in Deutschland seine Umsätze mit Küchenmöbeln um 3,9 Prozent steigern. Zwar ging die Verkaufsmenge um 1,3 Prozent zurück, der durchschnittliche Auftragswert stieg jedoch um 5,3 Prozent. Nach einem Preisplateau in den vergangenen beiden Jahren spricht dies für eine stärkere Orientierung der Verbraucherinnen und Verbraucher an höherwertigen Küchenlösungen. Der durchschnittliche Küchenpreis lag 2025 bei 12.177 Euro. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 stieg er weiter auf 12.404 Euro. Treiber dieser Entwicklung sind nicht allein allgemeine Preissteigerungen. Die GfK-Daten zeigen vielmehr eine wertorientierte Nachfrage: Gefragt sind unter anderem bessere Energieeffizienzklassen, größere Geschirrspüler, Kochfelder mit integriertem Dunstabzug sowie designorientierte Lösungen wie matte Oberflächen und schwarze Einbaubacköfen. „Der höhere Durchschnittswert zeigt, dass viele Kaufentscheidungen heute stärker über den erwarteten Nutzen getroffen werden“, sagt Alexander Wolf, NIQ/GfK Consultant CSM I Elektrogroßgeräte. „Wer in eine neue Küche investiert, denkt langfristig. An Verbrauchskosten, Bedienkomfort, Platznutzung und die gestalterische Integration in den Wohnraum. Für den Küchenfachhandel ist das ein Vorteil, weil er diese Anforderungen in Beratung und Planung zusammenführen kann.“

Hausgeräte: Küchenfachhandel gewinnt weiter an Bedeutung

Auch bei Hausgeräten zeigt sich die wachsende Bedeutung küchennaher Vertriebskanäle. Während der Gesamtmarkt für Haushaltsgeräte 2025 unter Druck stand, konnten die Küchenspezialisten ihren Anteil im Markt für die klassischen Haushaltsgroßgeräte laut GfK von 14,9 auf 15,6 Prozent aus-bauen. Besonders deutlich wird die Stärke des Küchenfachhandels bei Einbaugeräten im Möbel- und Küchenfachhandel. Hier entwickelte sich das Geschäft 2025 positiv: Die Verkaufsmenge stieg um 0,8 Prozent, der Verkaufsumsatz um 2,0 Prozent und der durchschnittliche Auftragswert, beziehungsweise Preis um 1,2 Prozent. Damit hebt sich der Küchenfachhandel von anderen Vertriebskanälen ab, die 2025 stärker unter Druck geraten sind. „Hausgeräte werden im Küchenfachhandel nicht isoliert verkauft, sondern als Teil eines geplanten Gesamtsystems“, sagt Christian Gerwens, Geschäftsführer Miele Deutschland und Senior Vice President DACH, Miele & Cie. und AMK-Vorstandssprecher. „Genau darin liegt die Stärke dieses Vertriebskanals: Beratung, Planung, Möbel, Geräte und Nutzung werden zusammen gedacht.“

Jahresstart 2026: Positive Zahlen, nachlassende Dynamik

Der Start in das Jahr 2026 fiel für die deutsche Küchenmöbelindustrie zunächst positiv aus. Im ersten Quartal stieg der Inlandsumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,22 Prozent auf rund 774 Millionen Euro. Der Exportumsatz legte um 4,01 Prozent auf rund 651 Millionen Euro zu. Insgesamt erzielte die deutsche Küchenmöbelindustrie von Januar bis März 2026 einen Gesamtumsatz von rund 1,43 Milliarden Euro, ein Plus von 3,58 Prozent. Die AMK bewertet diese Entwicklung vorsichtig. Der starke Jahresauftakt im Januar setzte sich in den Folgemonaten nicht in gleicher Weise fort. Für 2026 geht die AMK daher weiterhin von einer Seitwärtsbewegung aus. Eine nachhaltige Markterholung wird erst in den Folgejahren erwartet. „Die Zahlen zum Jahresstart sind ein positives Signal, aber noch kein Beleg für eine breite Markterholung“, sagt Christian Gerwens. „Zwischen einer verbesserten Stimmung und einer tatsächlichen Kaufentscheidung liegt ein fragiler Prozess. Gerade bei größeren Investitionen wie einer neuen Küche reagieren Verbraucherinnen und Verbraucher sehr sensibel auf Unsicherheiten.“

Konsumklima und Wohnungsbau bleiben zentrale Einflussfaktoren

Unsicherheiten prägen auch 2026 das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2026 unter der Voraussetzung einer schnellen Entspannung im Nahostkonflikt ein globales reales Wirtschaftswachstum von 3,1 Prozent. Für Deutschland geht das ifo Institut für Wirtschaftsforschung von einem BIP-Wachstum von 0,8 Prozent im Jahr 2026 und 1,2 Prozent im Jahr 2027 aus. In Hinblick auf das Konsumklima schlägt sich diese Perspektive bislang jedoch nur begrenzt nieder. Geopolitische Krisen, Inflationssorgen und Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung belasten insbesondere die Anschaffungsneigung, die für den Küchenkauf als langfristige Investitionsentscheidung besonders relevant ist.

Auch der Wohnungsbau bleibt ein entscheidender Faktor. Nachdem in Deutschland 2022 noch rund 300.000 neue Wohneinheiten fertiggestellt wurden, werden für 2026 voraussichtlich weniger als 200.000 Fertigstellungen erwartet. Erste positive Signale gibt es bei den Baugenehmigungen: Im Januar 2026 lagen diese um 8,4 Prozent über dem Vorjahresmonat. Zudem hat sich die Preisentwicklung bei den Baukosten wieder normalisiert. Eine Belebung des Wohnungsmarktes könnte nach Einschätzung der AMK ab 2027 wieder stärkere Impulse für die Küchenbranche setzen. Neben dem Neubau bleibt die Modernisierung ein zentraler Nachfragetreiber. Nach AMK-Berechnungen stehen in rund 16 Millionen Wohneinheiten in Deutschland Küchen, die älter als 20 Jahre sind. Das entspricht 36 Prozent des Küchenbestands und zeigt ein erhebliches langfristiges Modernisierungspotenzial.

Ausblick: Küchenmöbel bleiben Wachstumstreiber bis 2030

Trotz der weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen blickt die AMK verhalten optimistisch auf die mittelfristige Entwicklung. Küchenmöbel bleiben innerhalb der Möbelbranche der stabilste und wachstumsstärkste Teilmarkt. Bis 2030 wird eine positive Entwicklung erwartet; der Marktanteil von Küchenmöbeln dürfte dann nahezu 30 Prozent erreichen. Gestützt wird diese Entwicklung durch strukturelle Faktoren: Modernisierung, hochwertige Ausstattung, energieeffiziente Küchentechnik, offene Wohnkonzepte und die wachsende Bedeutung der Küche als zentraler Wohnbereich. Zudem entwickelt sich der Küchenmöbelmarkt vergleichsweise unabhängiger von kurzfristigen Konsumschwankungen als andere Möbelsegmente. „2026 wird voraussichtlich noch ein Übergangsjahr“, fasst Volker Irle zusammen. „Die Branche hat sich stabil entwickelt, aber die Erholung bleibt fragil. Entscheidend wird sein, ob sich Konsumklima, Wohnungsbau und gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen weiter verbessern. Mittel- und langfristig bleibt die Küche jedoch einer der zentralen Wachstumstreiber der Möbelbranche.“

CAD+T Solutions

„Talent Camp Austria 2026“ für Nachwuchs- und Fachkräfte im Juli

CAD+T Solutions veranstaltet 2026 erneut das „Talent Camp Austria“. Das Event richtet sich an Nachwuchstalente, Studierende sowie Fachkräfte aus den Bereichen CAD, Digitalisierung und industrielle Planung. Ziel der Veranstaltung ist es, Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit aktuellen Technologien, Branchenexperten und potenziellen Arbeitgebern zu vernetzen.

Wie aus der offiziellen Veranstaltungsseite hervorgeht, soll das Talent Camp Einblicke in moderne Planungs- und Softwarelösungen bieten und gleichzeitig den Austausch zwischen Unternehmen und jungen Talenten fördern. Neben Präsentationen und Networking-Möglichkeiten werden auch praxisnahe Inhalte und Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Branche erwartet.

Konkrete Details zu Termin, Veranstaltungsort und Programm wurden bislang noch nicht veröffentlicht. Interessierte können sich jedoch bereits über die Eventseite informieren und weitere Ankündigungen verfolgen.

Quelle: Talent Camp Austria 2026

Erhält erneut die Bronze-Auszeichnung im EcoVadis-Rating für Nachhaltigkeit

Die Lamello Gruppe festigt ihre Position als verantwortungsbewusster Akteur in der Holzverarbeitungsbranche und als international führender Spezialist in der Verbindungstechnik: Im aktuellen EcoVadis-Rating wurde das Schweizer Unternehmen erneut mit der Bronze-Medaille ausgezeichnet. Diese Bestätigung würdigt die konsequente Integration ökologischer und sozialer Standards in die gesamte Wertschöpfungskette und unterstreicht die Zukunftsfähigkeit der Lamello-Systemlösungen.

Nachhaltige Initiativen bei Lamello

Seit Jahren setzt die Lamello auf eine nachhaltige Unternehmensstrategie und integriert umweltfreundliche und ethische Praktiken in alle Geschäftstätigkeiten. Hierzu gehört unter anderem, die Verwendung von FSC zertifiziertem Buchenholz aus der Region, eigene Holzschnitzel-Heizung und Fernwärmeanlage für nahegelegene Haushalte und Industrieunternehmen, Ressourcenschonung dank legendärer Langlebigkeit der High-End Elektrowerkzeuge, intensive Zusammenarbeit mit Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen, kontinuierlicher Aus- und Weiterbildungen der Mitarbeitenden, sowie die Unterstützung der Schreinerausbildung und Ausbildungsstätten in mehreren Ländern.

BKM

„Frühjahrsgutachten muss Weckruf für Politik sein“

Zum Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsweisen (Sachverständigenrat Wirtschaft) hat Dr. Henning Bergmann, Hauptgeschäftsführer Bundesverband Kooperierender Mittelstand (BKM), eine Erklärung abgegeben.

Das BIP-Wachstum dürfte dem Gutachten nach im Jahr 2026 nur noch 0,5 Prozent betragen und 2027 lediglich 0,8 Prozent. Iran-Krieg, anhaltende Zollkonflikte und drastischer Anstieg der Energiepreise belasten die Konjunktur massiv.

„Dazu kommen hausgemachte Probleme“, sagt Dr. Bergmann. „Notwendige Strukturreformen wurden verschleppt, während die sinkende Wettbewerbsfähigkeit unseres Standortes und der demographische Wandel den kooperierenden Mittelstand mit voller Härte treffen.“

Die Warnung der Ökonomen vor einem Anstieg des Gesamtsozialversicherungsbeitragssatzes auf fast 50 Prozent bis zum Jahr 2040 müsse der finale Weckruf für die Bundesregierung sein: „Höhere Beitragssätze verringern die Nettoeinkommen, dämpfen Erwerbsanreize und verschieben die Lasten einseitig auf jüngere Generationen. Für die Unternehmen im kooperierenden Mittelstand bedeuten steigende Beiträge noch höhere Arbeitskosten, die Beschäftigung und Investitionen abwürgen. Der Kostendruck vor allem in der Kranken- und Pflegeversicherung ist schon jetzt erdrückend.“

Der Turnaround sei nur zu schaffen, wenn das Ausgabenwachstum konsequent gedämpft und die Sozialversicherungsbeiträge stabil unter der 40-Prozent-Grenze gedeckelt würden. Dr. Bergmann: „Wir haben als BKM hierfür im April konkrete Vorschläge gemacht: Mehr Eigenverantwortung, mehr Anreize, mehr Kostendisziplin. Nun liegt es an der Bundesregierung, so schnell wie möglich ambitionierte Reformen auf den Weg zu bringen. Andernfalls werden wir auf absehbare Zeit keinen Aufschwung am Arbeitsmarkt erleben.“

Interzum Guangzhou 2026

Mit Rekordbeteiligung abgeschlossen

Die CIFM / Interzum Guangzhou 2026 ist Ende März in Guangzhou zu Ende gegangen. Nach Angaben der Veranstalter präsentierten sich vom 28. bis 31. März auf rund 170.000 Quadratmetern insgesamt 1.750 Aussteller aus 29 Ländern und Regionen. Parallel zur zweiten Phase der China International Furniture Fair (CIFF Guangzhou) kamen demnach rund 220.000 Fachbesucher zur Messe.

Die Interzum Guangzhou gilt als eine der wichtigsten Plattformen für Möbelproduktion und Zulieferindustrie im asiatischen Raum. Vertreten waren unter anderem internationale Gemeinschaftsstände und Branchenverbände aus Deutschland, der Türkei, Malaysia, Kanada und den USA. Besucher kamen laut Veranstalter aus 185 Ländern und Regionen.

Zu den Ausstellern zählten sowohl etablierte Unternehmen als auch neue Marktteilnehmer. Der Maschinenbauer IMA Schelling war erneut vertreten und sieht weiterhin Wachstumspotenzial in China und Asien. Auch der belgische Plattenhersteller Unilin stellte erstmals auf der Messe aus und bezeichnete die Veranstaltung als wichtigen Zugang zum chinesischen Markt.

Begleitet wurde die Messe von Fachforen zu Themen wie Smart Manufacturing, Nachhaltigkeit, Materialinnovationen und internationale Lieferketten. Darüber hinaus organisierte der Veranstalter mehr als 220 Business-Matchmaking-Termine zwischen Anbietern und Einkäufern.

Nach Angaben der Veranstalter haben bereits mehr als 80 Prozent der Aussteller Interesse an einer Teilnahme im Jahr 2027 signalisiert. Die nächste Interzum Guangzhou ist vom 28. bis 31. März 2027 erneut im Canton Fair Complex in Guangzhou geplant.

Kapitalerhöhung und Aktienemission

Die Electrolux Group führt eine Kapitalerhöhung von rund 850 Mio. Euro (ca. 9,1 Mrd. SEK) durch. Die außerordentliche Hauptversammlung hat den Plänen zugestimmt. Die neuen Aktien werden als Teil eines Umbaus ausgegeben, um die Bilanz zu stärken und eine neue Partnerschaft mit dem chinesischen Konzern Midea zu finanzieren.

Die Hauptversammlung beschloss gemäß dem Vorschlag des Vorstandes, dass das Aktienkapital mindestens 306,6 Mio. Euro (3,3 Mrd. SEK) und höchstens 1,2 Mrd. Euro (13,1 Mrd. SEK) beträgt. Die Anzahl der Aktien darf nicht weniger als 600 Mio. und nicht mehr als 2,4 Mrd. betragen. Aktien der Serie A und B dürfen bis zu dieser Höchstzahl ausgegeben werden.

Genehmigung einer neuen Aktienemission

Bereits am 23. April hatte der Verwaltungsrat eine neue Emission von Aktien der Serie A und B mit Bezugsrecht für die Aktionäre der Gesellschaft und am 21. Mai die vollständigen Bedingungen für die Bezugsrechtsemission beschlossen. Dieser Beschluss unterlag noch der Zustimmung der Hauptversammlung, die nun erfolgte. Die vom schwedischen Wertpapierausschuss festgelegten Bedingungen wurden erfüllt.

Das Protokoll der außerordentlichen Hauptversammlung wird spätestens am 10. Juni 2026 verfügbar sein.

Red Dot Award für Next-Multitouch-Panel-Generation

Beckhoff ist für seine Next-Multitouch-Panel-Generation mit dem Red Dot Award 2026 ausgezeichnet worden. Prämiert wurden das reduzierte Design, die intuitive Bedienung und die hohe technologische Integration der neuen Control Panels und Panel-PCs.

Die skalierbaren HMI-Geräte kombinieren ein robustes Aluminium-Druckgussgehäuse mit moderner Multitouch-Bedienung und sind für industrielle Anwendungen ausgelegt. Laut Beckhoff dienen die Panels zunehmend als zentrale Plattform für Steuerung, Datenerfassung und Visualisierung. Durch ein überarbeitetes Elektronikkonzept, durchgängige EtherCAT-Kommunikation und die Integration in TwinCAT sollen sich Platzbedarf, Verkabelungsaufwand und Latenzen reduzieren.

Je nach Ausführung kommen Intel-Atom- oder Arm-Prozessoren zum Einsatz. Damit eignen sich die Geräte auch als Gateway für Edge-Computing- und KI-Anwendungen in vernetzten Industrieanlagen.

Interzum Bogota 2026

Knapp 11.000 Fachbesucher und starkes Matchmaking

Die Interzum Bogotá hat ihre Position als Plattform für die Möbel- und Holzverarbeitungsindustrie in Lateinamerika weiter ausgebaut. Zur diesjährigen Ausgabe kamen laut Veranstalter knapp 11.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher sowie rund 200 ausstellende Unternehmen aus 19 Ländern nach Bogotá.

Im Fokus standen neben Materialien, Komponenten und Maschinen auch Themen wie Nachhaltigkeit, Design, Holzbau und innovative Fertigungsmethoden. Mehr als 60 Vorträge und Fachsessions begleiteten die Messe.

Für zusätzlichen Geschäftsanbahnungen sorgte das Business-Matchmaking-Programm: Dabei fanden 378 Meetings zwischen Ausstellern und Einkäufern aus zehn Ländern statt. Das daraus erwartete Geschäftsvolumen liegt nach Angaben der Veranstalter bei mehr als drei Millionen US-Dollar.

Die Koelnmesse organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit Corferias. Unter der Marke Interzum fand die Messe in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt. Zuvor lief die Veranstaltung unter dem Namen „La Feria Mueble y Madera“.

Auch Nachhaltigkeit spielte 2026 eine größere Rolle: Gemeinsam mit der Organisation Community Forests wurde erstmals der CO₂-Fußabdruck der Messe erfasst und kompensiert. Zudem standen Themen wie legales Holz, Rückverfolgbarkeit und nachhaltige Forstwirtschaft auf dem Programm.

„Die diesjährige Ausgabe sendet ein sehr deutliches Signal: Lateinamerika und die Karibik sind immer stärker in die internationalen Entwicklungen der Möbel-, Holz-, Material- und Interior-Design-Branche eingebunden. Vor diesem Hintergrund nimmt die interzum bogota als Branchenplattform eine zentrale Rolle dabei ein, Märkte enger zusammenzubringen, Geschäftsbeziehungen zu fördern und das Potenzial der Region international sichtbar zu machen“, so Angélica Garzón, Project Manager bei der Koelnmesse.

Die nächste Interzum Bogotá ist vom 9. bis 12. Mai 2028 geplant.

Signify

Erweitert Produktionsstandort im polnischen Pita um weltweit größte Fabrik für 3D-gedruckte Leuchten

Signify eröffnet im polnischen Piła seine weltweit größte Fabrik für die Produktion 3D-gedruckter Lichtlösungen. Die Investition stärkt die Rolle Polens innerhalb der globalen Produktionsstruktur von Signify und fördert die Entwicklung des kreislauffähigen Geschäftszweigs, der nun noch schneller auf die sich ändernden Bedürfnisse von Markt und Kund*innen eingehen kann.

Eine neue Fabrik, die flexibel auf Bedürfnisse reagiert

Die neue, auf 3D-Druck spezialisierte Fabrik in Piła dient als zentrale Drehscheibe für die additive Fertigung von Signify in Europa. Hier sollen Kompetenzen und Prozesse aus verschiedenen Fertigungsbereichen zusammenlaufen. Die Entscheidung für einen zentralen Standort in Polen bringt dabei gleich mehrere Vorteile mit sich: Die Lieferzeiten sind besser planbar, das Lagerrisiko wird minimiert und Signify erhält die Möglichkeit, noch schneller auf die sich ändernden Bedürfnisse von Kund*innen aus ganz Europa zu reagieren.

Die neue Fabrik in Piła verfügt derzeit über 100 3D-Drucker, wobei die Zahl bis Ende des Jahres auf über 300 steigen soll. Die Anlage vereint 3D-Druck, Materialaufbereitung, Nachbearbeitung und Montage an einem Standort und basiert auf einem vollständig digitalisierten und skalierbaren Ansatz. Bereits heute produziert die Fabrik 3D-gedruckte Leuchten in Serie und liefert jeden Monat mehr als 10.000 Exemplare an verschiedene europäische Märkte. Dieses Betriebsmodell ermöglicht eine Auftragsabwicklung in nur fünf Werktagen nach Eingang der Bestellung.

Die Einnahmen aus kreislauffähigen Produkten sollen bis 2030 stark steigen

Die Leuchten werden lokal und auf Anfrage im Rahmen der Signify Circle-Initiative hergestellt, die wiederum auf den Prinzipien einer effizienten Kreislaufwirtschaft beruht. Die dabei entstehenden Produkte bestehen zu mindestens 75 Prozent aus recycelten und biobasierten Materialien, wodurch der Verbrauch von Primärrohstoffen deutlich reduziert wird.

Die Eröffnung des Werks steht darüber hinaus in Einklang mit dem Nachhaltigkeitsprogramm „Brighter Lives, Better World 2030“, mit dem sich Signify das ehrgeizige Ziel gesetzt hat, die Einnahmen aus kreislauffähigen Produkten und Dienstleistungen im professionellen Sektor bis 2030 von 10 auf 27,5 Prozent zu steigern. Der sich wandelnde Markt fordert effiziente, digital integrierte Beleuchtungslösungen und widerstandsfähigere Lieferketten. Genau diese werden mit den Investitionen in die neue Fabrik adressiert. Durch eine höhere Resilienz gegenüber Störungen und eine effizientere und Nutzung von Ressourcen über den gesamten Produktionsprozess hinweg.

Polen wird zur Drehscheibe fortschrittlicher Fertigungstechnologien

Signify ist in Polen schon lange präsent und lokal tief verwurzelt. Seit Jahrzehnten engagiert sich das Unternehmen für die Entwicklung der polnischen Beleuchtungsindustrie und investiert konsequent in Fertigung, technische Kompetenzen und den Ausbau der technologischen Infrastruktur. In den letzten Jahren hat Signify seine Präsenz in Piła kontinuierlich erweitert. Die neue, auf 3D-Druck spezialisierte Fabrik rundet dieses Ökosystem nun ab. Design, Forschung und Produktion werden an einem Standort vereint, sodass auch das lokale Know-how weiter ausgebaut werden kann.

Das neue Werk in Piła wird Teil des globalen 3D-Druck-Netzwerks von Signify, das darüber hinaus auch Standorte in Littlestown (Pennsylvania, USA), Peachtree im Großraum Atlanta (Georgia, USA) und Sydney (Australien) sowie das Entwicklungszentrum in Eindhoven (Niederlande) umfasst. Ab Juli dieses Jahres wird das Werk in Piła das weltweit größte seiner Art sein.

„Die Beleuchtungsbranche durchläuft derzeit einen tiefgreifenden Wandel – weg von traditionellen Fertigungsmodellen hin zu flexibleren und widerstandsfähigeren Ansätzen“, sagt Sophie Breton, President Professional Business Europe bei Signify. „Unser Standort in Polen spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Nähe zu unseren europäischen Märkten ermöglicht es uns, die betriebliche Flexibilität zu erhöhen, die Abhängigkeit von langen und störanfälligen Lieferketten zu verringern und schneller auf aktuelle Kundenbedürfnisse und regulatorische Anforderungen zu reagieren.“