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Autor: Hahn, Sebastian

Werk Unterradlberg liefert künftig Fernwärme für die Stadt St. Pölten

Gemeinsam mit dem Energieversorger EVN und der Stadt St. Pölten realisiert der Holzwerkstoffhersteller Egger in seinem Werk Unterradlberg (AT) ein Projekt zur Modernisierung der Energieversorgung. Egger investiert dafür gezielt in seine Energieinfrastruktur vor Ort. Die positiven Effekte reichen über die Werksgrenzen hinaus: Das Werk wird künftig in die städtische Fernwärmeversorgung eingebunden. Die Projektpartner unterzeichneten am 18. Juni 2026 den Wärmeliefervertrag und haben damit offiziell den Startpunkt für dieses zukunftsweisende Projekt gesetzt. Die erste Wärmelieferung ist für Ende 2027 geplant.

„Wir haben in den letzten Jahren in mehreren Stufen massiv in die erneuerbare Energieversorgung in unserem Werk investiert. In zwei Biomassekraftwerken erzeugen wir aus biogenen Brennstoffen erneuerbaren Strom und Wärme für unsere eigenen Prozesse. Wir produzieren in unserem Werk im Normalbetrieb erdgasfrei und liefern schon jetzt Wärme an die umliegenden Unternehmen Egger Getränke und Sunpor Kunststoff GmbH. Wir freuen uns, dass wir nun den nächsten Schritt im Sinne eines umfassend gedachten regionalen Energiekonzepts gehen und schon bald Fernwärme für die Stadt St. Pölten liefern können“, so Martin Wurzl, Egger Werksleiter Technik/Produktion.

„Seit 2009 beliefern wir die Landeshauptstadt über unsere 30 km lange Transportleitung aus Dürnrohr mit nachhaltiger Abwärme aus der Abfallverwertungsanlage. In diesem Jahr ging zudem unser Biomasseheizkraftwerk in St. Pölten in Betrieb. Mit der heute fixierten Wärmepartnerschaft zur Einspeisung industrieller Wärme setzen wir einen weiteren wichtigen Baustein für eine effiziente, sichere und umweltfreundliche Fernwärmeversorgung der Landeshauptstadt“, erklärt EVN Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz.

Technische Neuerungen

Im Kern des Investitionsvorhabens steht eine neue Dampfturbine, die im Egger Werk Unterradlberg Einzug halten wird. Sie wird aus dem Dampf aus dem Biomassekessel 1 eine Leistung von etwa 4,77 Megawatt (MW) Strom für das EGGER Werk erzeugen. Der Eigenstromanteil wird damit auf etwa 87 % steigen. Der entstehende Abdampf wird anschließend für die Fernwärme genutzt. Außerdem wird eine neue Wärmepumpe mit dem Turbinenabdampf der bestehenden Turbine 2 aus dem Biomassekessel 2 Wärme in das Fernwärmenetz speisen.

Als Brennstoffe verwertet werden etwa Holzstäube aus der eigenen Produktion, Holzabfälle und biogene Produktionsreststoffe, die nicht mehr stofflich eingesetzt werden können. In Summe sollen in den Wintermonaten ca. 10 MW Heißwasser in die Fernwärmeleitung geliefert werden, was rund 10 % des Wärmebedarfs der Fernwärmekunden in St. Pölten entspricht. Besonders hervorzuheben ist, dass der zusätzliche Nutzen ohne höheren Brennstoffeinsatz erzielt wird, der Gesamtwirkungsgrad der Energieanlagen kann also deutlich erhöht werden. Ein wesentlicher Vorteil: So kann im Betrieb des Fernwärmenetzes der Einsatz von Erdgas weiter reduziert und durch Wärme aus erneuerbarer Energie ersetzt werden.

Starke Partnerschaft für die Region

Ein Projekt dieser Größenordnung gelingt nur mit guten und strategischen Partnern. In enger Zusammenarbeit mit der EVN und der Stadt St. Pölten wurde ein tragfähiges Energiekonzept erarbeitet. Die Fernwärmeleitung verläuft nahe des Egger Werks, ein Übergabepunkt wurde bereits vorgesehen. Die EVN übernimmt die Anbindung an das bestehende Netz und errichtet die notwendige Infrastruktur vom Übergabepunkt im Kraftwerk bis zur bestehenden Fernwärmeleitung. Damit wird die erzeugte Wärme effizient in das Versorgungssystem der Stadt integriert. Der Projektzeitplan sieht die erste Wärmelieferung von EGGER für das 4. Quartal 2027 vor.

Einordnung in die Klimastrategie von Egger

Egger verfolgt eine klar definierte Klimastrategie mit dem Ziel, seine klimawirksamen Treibhausgas-Emissionen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu senken. Das Unternehmen bekennt sich zum Net Zero Ziel bis 2050. Dafür werden umfassende Maßnahmen umgesetzt, ein Schwerpunkt konzentriert sich auf die Dekarbonisierung der Energieversorgung der eigenen Werke. Die Entwicklung standortspezifischer Energieprojekte ordnet sich in diesen langfristigen Ansatz ein.

Das Projektvorhaben in Unterradlberg vereint zahlreiche positive Aspekte in sich: mehr Eigenstrom aus erneuerbaren Quellen im Egger Werk, keine zusätzlichen Brennstoffbedarfe, effizientere Nutzung vorhandener Energie sowie die Anbindung an das Fernwärmenetz der Stadt St. Pölten. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur zukunftsfähigen Energieversorgung der Region.

Palette CAD

Lädt zu Online-Event „Hands On Handwerk“ 2026

Mit „Hands On Handwerk“ bringt Palette CAD am 22. und 23. September 2026 Experten, erfolgreiche Handwerksbetriebe und innovative Technologiepartner auf einer digitalen Bühne zusammen. In kompakten Keynotes, Interviews und Praxisimpulsen vermitteln rund 20 Speaker digitales Know-how und zeigen direkt umsetzbare Ideen für den Betriebsalltag.

Teilnehmer dürfen sich auf ein hochkarätiges Programm freuen: Unter anderem sind Digitalisierungsexperte Thorsten Moortz, die Unternehmen Blum, Häfele, Holz-Her, Creative Partner und pds sowie der Landesfachverband Schreiner BW und die Technische Hochschule Rosenheim vertreten. Ergänzt wird das Programm durch Profis aus dem Handwerk, die ihre Erfahrungen aus der Praxis teilen.

„Hands On Handwerk“ macht Digitalisierung für die gesamte Branche greifbar. Statt theoretischer Zukunftsvisionen erleben die Teilnehmer konkrete Lösungen. Im Mittelpunkt stehen die digitalen Fragen, die das Handwerk heute bewegen: Wie lassen sich Workflows verbessern? Welche Potenziale bieten KI und Automatisierung? Wie werden Abläufe einfacher, und wie gewinnt man online mehr Sichtbarkeit bei Fachkräften und Kunden? Die Sessions geben Antworten und zeigen, welche digitalen Arbeitsweisen den Unterschied machen und wie sie Betrieben neue Chancen eröffnen.

Das vollständige Speaker-Programm ist ab sofort online einsehbar. Die Teilnahme an „Hands On Handwerk“ ist kostenlos. Interessierte können sich bereits jetzt für das Event am 22. und 23. September 2026 anmelden.

Alle Infos und Anmeldung unter www.palettecad.com/hands-on-handwerk

EFIC Furniture Days

Wettbewerbsfähigkeit und Innovation im Fokus

Vertreterinnen und Vertreter der europäischen Möbelindustrie trafen sich am 15. und 16. Juni 2026 in Herford zu den „EFIC Furniture Days 2026“, die vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) ausgerichtet wurden und in deren Rahmen zugleich des 20-jährigen Bestehens des europäischen Möbelindustrieverbands EFIC gedacht wurde. Zu den Schwerpunkten der Jahrestagung zählten der Tätigkeitsbericht von EFIC, Präsentationen und Diskussionen zu den Spannungen im globalen Handel, zum Wettbewerb in einer unsicheren Welt und zu den Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Möbelindustrie. Weitere Themen waren die laufenden Vorbereitungsarbeiten zu künftigen Anforderungen für Möbel im Rahmen der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR), die Künstliche Intelligenz, die sich wandelnden Wertschöpfungsketten und Kundenerwartungen. Die Teilnehmer besuchten zudem die Lehrfabrik Möbelindustrie in Löhne sowie Nobilia, den größten europäischen Küchenmöbelhersteller.

EFIC-Präsident Edi Snaidero und Katharina Hartmann, Vorstandsmitglied des VDM, eröffneten die Veranstaltung und betonten, wie wichtig es sei, in einem sich rasch wandelnden wirtschaftlichen und politischen Umfeld eine starke und geeinte Stimme für die europäische Möbelindustrie zu bewahren. Sie verwiesen auf die Bedeutung europäischer und nationaler Verbände bei der Vertretung der Interessen der Branche gegenüber politischen Entscheidungsträgern und bei der Förderung eines stabilen, berechenbaren und wettbewerbsfähigen regulatorischen Umfelds für die vielen kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU), aus denen sich der Möbelsektor zusammensetzt.

EFIC-Generalsekretärin Gabriella Kemendi gab einen Überblick über die jüngsten Lobbyaktivitäten der EFIC. Schwerpunkte lagen unter anderem auf der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte und den laufenden Vorbereitungsarbeiten auf EU-Ebene, der EU-Entwaldungsverordnung und dem jüngsten Vereinfachungspaket der Europäischen Kommission, der Überarbeitung der britischen Brandschutzvorschriften für Möbel, den US-Zöllen sowie den indischen Qualitätskontrollanforderungen (QCOs) für Möbel.

In einer Videoansprache hob der Europaabgeordnete Bernd Lange, Vorsitzender des Ausschusses für internationalen Handel des Europäischen Parlaments, die Bedeutung der Möbelindustrie als Industriezweig in Deutschland und der EU hervor sowie die Notwendigkeit, zukunftsorientierte Industriearbeitsplätze in Europa, darunter im Möbelsektor, zu fördern. Er betonte, dass die Stärkung des Außenhandels entscheidend für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche sei und verwies auf willkürliche Zollpolitiken in den USA, die zu einem Rückgang der Exporte sowie zu wachsenden Importen aus Drittländern, insbesondere aus Asien, führten. Das Europäische Parlament setzt sich dafür ein, dass die Produktionsbedingungen in Europa erhalten bleiben, die Exportbedingungen stabil bleiben und kein unlauterer Wettbewerb entsteht.

Jürgen Matthes, Leiter des Forschungsclusters „Internationale Wirtschaftspolitik, Finanzen und Immobilienmärkte“ am Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln), analysierte die Auswirkungen der aktuellen Handelsspannungen und der sich wandelnden globalen Wirtschaftsdynamik auf die europäische Industrie. Höhere Markteintrittsbarrieren und volatilere Handelsbedingungen erschwerten den Zugang zu Schlüsselmärkten. Das Wettbewerbsumfeld für europäische Möbelhersteller habe sich deutlich verschärft.

Während der anschließenden Podiumsdiskussion tauschten sich die Branchenvertreter Edi Snaidero (EFIC-Präsident), Katharina Hartmann (geschäftsführende Gesellschafterin der Hartmann Möbelwerke und VDM-Vorstandsmitglied), Jaroslaw Michniuk (Vizepräsident des Verbands der polnischen Möbelindustrie OIGPM und Vorstandsvorsitzender des polnischen Möbelherstellers Paged Meble) und Robert Petersson (Vorstandsmitglied des schwedischen Möbel- und Holzindustrieverbands TMF und Vorstandsvorsitzender des schwedischen Möbelherstellers Kinnarps) darüber aus, wie europäische Möbelhersteller angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit, steigender Kosten, sinkender Verbrauchernachfrage, wachsender internationaler Konkurrenz und zunehmenden regulatorischen Drucks wettbewerbsfähig bleiben können. Sie betonten die Notwendigkeit, sicherzustellen, dass europäische Hersteller nicht benachteiligt werden, sowie die Dringlichkeit einer strengeren Durchsetzung.

Daniel Hinchliffe vom Öko-Institut stellte die neuesten Entwicklungen der laufenden Vorbereitungsstudie für Möbel im Rahmen der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) vor und gab den Teilnehmern Einblicke in den Zeitplan, die Methodik und die ersten möglichen Auswirkungen für Hersteller. Gemäß dem festgelegten Zeitplan sollen die möbelspezifischen Rechtsvorschriften bis 2028 verabschiedet und 18 Monate später in die Praxis umgesetzt werden. Vertreter der Industrie äußerten Bedenken hinsichtlich potenziell belastender regulatorischer Anforderungen und forderten einen einfachen Rahmen, der die Umweltziele der Verordnung erfüllt, ohne KMU zu benachteiligen.

Philipp Trompeter von Dr. Wieselhuber & Partner beleuchtete, wie Künstliche Intelligenz Wertschöpfungsketten, Kundenerwartungen und Geschäftsprozesse verändert, und hob die zunehmende Bedeutung digitaler Innovationen für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Möbelindustrie hervor.

Die EFIC-Mitglieder führten zudem ausführliche Gespräche über aktuelle politische Prioritäten, Handelsentwicklungen und die allgemeinen wirtschaftlichen Aussichten für die Branche. Die Teilnehmer betonten die Bedeutung wettbewerbsfähiger europäischer Rahmenbedingungen für die Industrie, die eine nachhaltige Fertigung fördern und gleichzeitig gleiche Wettbewerbsbedingungen auf den globalen Märkten gewährleisten.

Am 16. Juni besichtigten die Teilnehmer die Lehrfabrik Möbelindustrie in Löhne, eine wegweisende Initiative, die sich der Kompetenzentwicklung und der Ausbildung von Fachkräften widmet. Die Mitglieder besuchten zudem Nobilia, den größten europäischen Küchenmöbelhersteller, wo sie aus erster Hand Einblicke in moderne Möbelproduktion, Innovation und industrielle Exzellenz erhielten.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte EFIC-Präsident Edi Snaidero dem VDM für die Ausrichtung der diesjährigen Furniture Days und bekräftigte, wie wichtig es sei, dass EFIC und die nationalen Verbände weiterhin zusammenarbeiten, um sich für politische Maßnahmen einzusetzen, die die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Möbelindustrie stärken und europäische KMU schützen.

Industrial Print Integration
IPI 2026

Zeigt neue Anwendungen für den industriellen Digitaldruck

Die Industrial Print Integration (IPI) Conference kehrt am 24. und 25. November 2026 nach Düsseldorf-Neuss zurück. Die fünfte Ausgabe der Veranstaltung rückt neue Anwendungen des industriellen Drucks in den Fokus – von gedruckter Elektronik über Optik und Medizintechnik bis hin zu Dekor- und Oberflächenlösungen für die Möbel- und Innenausbauindustrie.

Die Konferenz hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Plattform für industrielle Druckanwendungen entwickelt. Bei der Ausgabe 2025 präsentierten 59 Referenten ihre Projekte, begleitet von einer Fachausstellung mit 56 Ausstellern.

Für die Möbel- und Innenausbauindustrie sind insbesondere die Fortschritte im digitalen Inkjet-Druck von Interesse. Die vorgestellten Technologien eröffnen neue Möglichkeiten für die Dekoration und Funktionalisierung von Oberflächen sowie für individualisierte Produktdesigns. Darüber hinaus gewinnen gedruckte Elektronik, intelligente Oberflächen und additive Fertigungsverfahren zunehmend an Bedeutung.

Zu den angekündigten Vorträgen zählt unter anderem ein Beitrag des belgischen Start-ups Antleron, das seine Entwicklungen im multimateriellen 3D-Druck für biomedizinische Anwendungen vorstellen wird. Die österreichische EV Group präsentiert Inkjet-basierte Prozesse für die Herstellung optischer Komponenten, die unter anderem für Augmented- und Virtual-Reality-Anwendungen relevant sind.

Im Automobilbereich stellen Axalta, Dürr und Xaar gemeinsam das System „EcoNextJet“ vor. Die Technologie ermöglicht es, Grafiken und Beschriftungen während des Lackierprozesses digital direkt auf Fahrzeugkarosserien aufzubringen. Das zugrunde liegende Konzept der individualisierten, digitalen Oberflächenveredelung gilt auch für andere Industrien als richtungsweisend.

Weitere Schwerpunkte liegen auf gedruckter Elektronik und Präzisionsfertigung. Das polnische Unternehmen XTPL zeigt eine Dispensing-Technologie für Leiterbahnstrukturen im Mikrometerbereich. Forscher der ETH Zürich präsentieren neue elektrochemische Sensoren auf Basis gedruckter Strukturen. Die belgische CRM Group befasst sich mit gedruckter und dreidimensionaler Strukturelektronik für großflächige Anwendungen und anspruchsvolle Einsatzumgebungen.

Begleitet wird die Konferenz von einer Fachausstellung entlang der gesamten industriellen Druck-Wertschöpfungskette. Zu den bislang bestätigten Ausstellern gehören unter anderem Agfa, ColorGATE, Evonik, Fujifilm Dimatix, Hybrid Software, Konica Minolta, Meteor Inkjet, Ricoh, Sun Chemical und Xaar.

Für Unternehmen aus der Möbel- und Einrichtungsbranche bietet die Veranstaltung einen Überblick über Technologien, die künftig die digitale Dekoration von Oberflächen, die Individualisierung von Produkten sowie die Integration funktionaler Eigenschaften in Möbel und Innenausbauten vorantreiben könnten.

Koelnmesse

Übernimmt Design Post

Die Design Post Köln, seit mehr als 20 Jahren eine feste Größe für Design, Markenpräsentation und Austausch in der internationalen Einrichtungs- und Möbelbranche, stellt sich strukturell neu auf: Zum 31. Dezember 2026 wird das bisherige Showroom-Konzept eingestellt. Ab dem 1. Januar 2027 übernimmt die Koelnmesse den Betrieb und integriert die Design Post in ihre bestehende Messe- und Eventarchitektur. Für Interior-Design-Formate bleibt die denkmalgeschützte Örtlichkeit weiterhin offen.

„Wir freuen uns, die Design Post in unser Portfolio aufzunehmen und damit einen weiteren, für Messe- und Kongressgäste sowie Gastveranstalter hervorragend erreichbaren Veranstaltungsort anbieten zu können“, sagt Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. Neben Rheinterrassen und Tanzbrunnen, Gürzenich, Confex und Flora eröffne die Design Post den Kundinnen und Kunden der Koelnmesse eine weitere attraktive Möglichkeit, in besonderem Ambiente zusammenzukommen.

Die attraktive, mehr als 3.000 Quadratmeter große Location mit großem Außenbereich steht Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ebenso wie Unternehmen für gesellschaftliche Veranstaltungen, Pop-up-Ausstellungen und große Events offen. Zudem sollen dort kleine Verbrauchermessen stattfinden.

Festigt Marktposition und erweitert Segmente

Die Sedus Stoll Gruppe hat ihr Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger Marktbedingungen stabil abgeschlossen und ihre strategische Weiterentwicklung vorangetrieben. Mit rund 216 Mio. Euro Umsatz behauptet sich das Unternehmen im Branchenvergleich und baut zentrale Geschäftsfelder gezielt aus.

„Wir entwickeln uns zunehmend vom Möbelhersteller zum ganzheitlichen Partner für Arbeitswelten“, erklärt Daniel Kittner, Vorstandssprecher der Sedus Stoll Gruppe. „Die Produkte, Raumkonzepte und strategische Planung der drei Kernmarken greifen dabei ineinander und erweitern den Blick über das einzelne Möbel hinaus zu ganzheitlichen Lösungen. Gerade in einem volatilen Marktumfeld entstehen die Impulse, Geschäftsmodelle, Prozesse und Angebote konsequent weiterzuentwickeln. Durch den gezielten Ausbau strategisch wichtiger Marktsegmente konnten wir unsere Position am Markt trotz turbulenter Zeiten weiter festigen.“

Drei Marken, eine Strategie

Die drei Kernmarken setzten unterschiedliche Schwerpunkte:

Sedus fokussierte hybride Arbeitsformen und neue Begegnungsräume. Mit Work-Café-Konzepten und dem neuen „Sedus Hub West“ in Düsseldorf wurden moderne Arbeitswelten erlebbar.

Klöber nutzte sein 90-jähriges Jubiläum, um seine Position im Premiumsegment zu stärken – unter anderem mit einem Showroom in der Kölner Design Post und einer Kooperation mit Tarkett in Paris.

S³ Advice entwickelte seine smarten Locker-Systeme weiter und reagierte damit auf den Bedarf nach flexiblen, digital organisierten Arbeitsumgebungen.

Fortschritte bei Klimazielen

Auch im Bereich Nachhaltigkeit erzielte die Gruppe Fortschritte. 2025 verpflichtete sich Sedus zu den Zielen der Science Based Targets initiative (SBTi). Parallel wurden Ökobilanzen weiter ausgebaut, um den Product Carbon Footprint (PCF) gezielt zu steuern.

Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Innerhalb von zwei Jahren konnte die Gruppe insgesamt rund 16 % des PCFs reduzieren. Besonders deutlich ist die CO₂-Reduktion im Segment der Bürodrehstühle: In den vergangenen Jahren lag dieser typischerweise bei 82–84 kg CO₂ pro Stück. Im Jahr 2025 konnte dieser Wert auf 73,2 kg CO₂ gesenkt werden – eine Reduktion um mehr als 10 %.

Zusätzlich intensivierte das Unternehmen Kompensationsmaßnahmen, unter anderem durch Kooperationen mit Klim (regenerative Landwirtschaft) und Wilderness International (Schutz von Urwaldflächen).

Messeauftritt als Ausblick

Auf der Orgatec präsentiert sich die Sedus Stoll Gruppe mit allen Marken. Im Fokus steht das Trendkonzept „Habitats by Sedus“. Klöber zeigt zudem eine Produktneuheit sowohl auf der Messe als auch im eigenen Showroom in Köln.

Daten Comptence Center

Beckermann Küchen als neues Mitglied dabei

Das Daten Competence Center (DCC e.V.) bekommt Zuwachs: Mit Beckermann Küchen aus dem niedersächsischen Cappeln verstärkt ein weiterer Küchenmöbelhersteller das Netzwerk für den digitalen Datenaustausch.
 
„Wir sehen das DCC als Schlüsselinitiative, um die digitale
Transformation der Möbelbranche gemeinsam voranzutreiben“, so Dirk Leenderts, Geschäftsführer bei Beckermann Küchen. Besonders im Hinblick auf die Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich durch die Digitalisierung ergeben, wolle man sich bestmöglich aufstellen und weiterentwickeln. Ein Stichwort sei dabei der Digitale Produktpass, der künftig produktspezifische Daten bereitstellen wird.
 
Sich stetig weiterzuentwickeln, hat bei Beckermann Küchen Tradition: Das Unternehmen wurde 1896 als kleine Manufaktur gegründet, heute sind 230 Mitarbeitende hier beschäftigt. Neben modernen, offenen Küchen produziert Beckermann auch Wohn- und Badmöbel sowie Ankleide- und Stauraumlösungen. Dabei stehen Individualität und die passgenaue Fertigung an erster Stelle – was gleichzeitig erhebliche Anforderungen an Prozesse und Systeme mit sich bringt.
 
Die hohe Variantenvielfalt erfordert eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, durchgängige Datenverfügbarkeit sowie eine enge Verzahnung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Themen wie Datenkompetenz und sichere Datenübertragung gewinnen damit zunehmend an Bedeutung.
 
DCC-Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer freut sich über die Verstärkung für das Netzwerk: „Der Beitritt unterstützt unser Ziel, die Möbelbranche digital zusammenzubringen. Dafür schaffen wir Standards in Katalog- und Bewegungsdaten, bündeln Branchenwissen und sorgen für die nötige Compliance, um die Themen unserer Branche an den relevanten Stellen voranzutreiben.“

Surface in Motion 2026

Programm für Europas größte Oberflächenkonferenz steht

Die Surface in Motion 2026 öffnet am 15. und 16. September im Kursaal Stuttgart ihre Tore. Als Europas größte Konferenz für dekorative Oberflächen bringt die Veranstaltung Möbel- und Fußbodenhersteller, Produzenten von Holzwerkstoffoberflächen, Innenarchitekten, Designer sowie Zulieferer aus ganz Europa zusammen.

Das nun veröffentlichte Programm verbindet erneut einen technischen und einen designorientierten Konferenzstrang, zwischen denen die Teilnehmer während der Veranstaltung flexibel wechseln können. Ergänzt wird das Angebot durch gemeinsame Sessions, Networking-Formate und einen Vorab-Workshop der Digital Printing Association (DIPA).

Den Auftakt am 15. September bildet nach dem DIPA-Workshop die gemeinsame Eröffnung durch möbelfertigung-Chefredakteur und Netzwerkmanager Tino Eggert. Zu den ersten Referenten zählen Verena Fink (Woodpecker Finch GmbH), die über Führung im KI-Zeitalter spricht, sowie Sven Weihe (ICDLI) mit einem Marktüberblick zur europäischen HPL-Industrie. Corinna Kretschmar-Joehnk von JOI-Design beleuchtet nachhaltige Lebensräume und erfolgreiche Hotelkonzepte der Zukunft. Weitere Programmpunkte sind ein Surfacing Market Outlook von Thomas Walther (AFRY Management Consulting), eine Podiumsdiskussion mit Branchenvertretern sowie das Networking-Dinner im Stuttgarter Ratskeller.

Am zweiten Veranstaltungstag teilt sich das Programm in eine Technik- und eine Design-Session. Im technischen Bereich stehen unter anderem Beschichtungsprozesse, wasserbasierte Druckfarben, digitales Farbmanagement und neue Anwendungen für Oberflächenmaterialien im Mittelpunkt. Referenten sind unter anderem Philip Berger (Robert Bürkle), Walter Bachleitner (ARCOLOR), Oliver Luedtke (ColorGATE) und Udo Steinhauer (Profol).

Parallel dazu widmet sich die Design-Session aktuellen Trends und Zukunftsfragen der Oberflächengestaltung. Heike Schlosser (Munksjö), Matti von Kannen (Saueressig Group), Anna Badum (REHAU) und Philipp Keisker (Felix Schoeller) sprechen über nachhaltige Farb- und Materialkonzepte, digitale Transformation sowie neue Designansätze für Möbel und Innenräume.

Am Nachmittag laufen beide Programmstränge wieder zusammen. Dann stehen unter anderem Vorträge von Sven Liemann (imi surface design), Dominique Heilborn (TactoTek/EuroSemi) und Vitra-Trendscout Raphael Gielgen auf der Agenda.

Die Veranstalter erwarten erneut zahlreiche Entscheider aus der internationalen Oberflächenindustrie. Bereits die letzte Ausgabe der Konferenz zog mehr als 200 Teilnehmer aus der Holzwerkstoff-, Möbel- und Designbranche an.

Die Surface in Motion 2026 findet am 15. und 16. September im Kursaal Stuttgart statt. Die Vorträge werden deutsch-englisch simultan übersetzt.

Köhl und Reiss

Starten strategische Partnerschaft für moderne Arbeitswelten

Die Köhl GmbH aus Rödermark und die Reiss Büromöbel GmbH aus Bad Liebenwerda haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Unter dem Motto „Zwei Marken. Eine Vision.“ wollen beide Unternehmen künftig gemeinsam moderne Arbeitswelten gestalten und ihre jeweiligen Stärken in den Bereichen ergonomische Sitzmöbel und Büroeinrichtung zusammenführen.

Ziel der Kooperation ist es, Arbeitsumgebungen zu entwickeln, die Zusammenarbeit fördern und gleichzeitig hohe Anforderungen an Design, Ergonomie und Funktionalität erfüllen. Im Mittelpunkt stehen Raumkonzepte, die den Menschen und seine Bedürfnisse in den Fokus rücken.

Erste Ergebnisse der Zusammenarbeit sind bereits im gemeinsamen Showroom in Düsseldorf zu sehen. Als nächsten Schritt planen die Partner die Eröffnung eines weiteren gemeinsamen Standorts in Frankfurt am Main. Dort sollen innovative Produktlösungen und praxisnahe Konzepte für zeitgemäße Büro- und Arbeitswelten präsentiert werden.

„Die Partnerschaft mit Reiss eröffnet neue Möglichkeiten, moderne Arbeitswelten ganzheitlich zu denken. Gemeinsam schaffen wir Lösungen, die Design, Ergonomie und Funktion intelligent verbinden“, sagt Lars Harry Hartwig, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Köhl GmbH.

Auch Reiss betont die strategische Bedeutung der Zusammenarbeit. „Unsere Zusammenarbeit mit Köhl basiert auf einem gemeinsamen Verständnis moderner Arbeitskultur. Gemeinsam entwickeln wir Arbeitsumgebungen, die moderne Zusammenarbeit nachhaltig unterstützen“, erklärt Uwe Sinde, Head of Sales and Marketing bei Reiss Büromöbel.

Zusätzliche Aufmerksamkeit für die Partnerschaft soll eine gemeinsame Eventreihe schaffen. In den kommenden Monaten wollen Köhl und Reiss an fünf Standorten in Deutschland Architekten, Fachhandelspartner und Planer zusammenbringen. Im Fokus stehen dabei der fachliche Austausch sowie Impulse für zukunftsorientierte Büro- und Raumkonzepte.

Nach Angaben der Unternehmen verbindet die Kooperation jahrzehntelange Erfahrung beider Marken. Gemeinsam wollen Köhl und Reiss zukunftsfähige Arbeitsumgebungen schaffen, die Funktionalität, Design und Nutzerorientierung miteinander verbinden.