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Autor: Hahn, Sebastian

Blum

Vertriebsleiter Lukas Lässer verlässt Unternehmen

Nach mehr als 14 Jahren trennen sich die Wege von Lukas Lässer und Blum. André Dorner, Geschäftsführer Blum Deutschland, bedauert diese Entscheidung und bedankt sich bei seinem langjährigen Kollegen: „Lukas Lässer hat wesentlich zum Erfolg unseres Unternehmens in den Märkten Schweiz, Benelux und Deutschland beigetragen. Aufgrund seiner fachlichen Kompetenz, seines Engagements und seiner Persönlichkeit genießt er bei Mitarbeitenden, Kunden und Geschäftspartnern gleichermaßen hohe Wertschätzung. Wir danken Lukas herzlich für seinen engagierten Einsatz. Besonders hervorheben möchten wir die Übernahme der Verantwortung für unsere Industriekunden in Deutschland in den vergangenen rund eineinhalb Jahren. Für seinen weiteren beruflichen und persönlichen Weg wünschen wir ihm viel Erfolg und alles Gute.“

Weiterentwicklung der Vertriebsorganisation

Parallel arbeitet das Unternehmen bereits an der Weiterentwicklung seiner Vertriebsorganisation, wie André Dorner betont: „Die Betreuung von Kunden und Partnern ist weiterhin sichergestellt. Sie können auch künftig auf die bewährten Ansprechpartner und die hohe Kontinuität in der Zusammenarbeit vertrauen.“ Mit der geplanten Weiterentwicklung des Vertriebsteams schafft das Unternehmen die Voraussetzungen, um die erfolgreiche Entwicklung in den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz fortzusetzen und die Kunden auch künftig zuverlässig zu begleiten.

Industrieverband pro-K

Kosten steigen, Planungssicherheit sinkt, Investitionen pausieren

Die Eskalation des Nahost-Konflikts belastet die kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland zunehmend. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Industrieverbandes pro-K hervor. Demnach sehen sich mehr als vier von fünf befragten Unternehmen stark oder sehr stark von den geopolitischen Entwicklungen betroffen.

Besonders deutlich machen sich die Auswirkungen bei den Beschaffungskosten bemerkbar. Nahezu alle Unternehmen berichten laut Umfrage von steigenden Rohstoff- und Transportkosten. Bei mehr als 70 Prozent seien diese Kosten sogar deutlich gestiegen. Auch die Energiekosten hätten sich für die Mehrheit der Betriebe erhöht.

Neben den Kostensteigerungen sorgen laut den Unternehmen verlängerte Lieferzeiten und eine sinkende Planungs- und Kalkulationssicherheit für zusätzliche Belastungen. Mehr als die Hälfte der Befragten meldet entsprechende Probleme. Gleichzeitig beobachten viele Betriebe einen Rückgang der Nachfrage.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie sensibel die Kunststoff verarbeitende Industrie auf geopolitische Verwerfungen reagiert“, sagte pro-K-Vorstandsvorsitzender Hendrik Johannink. Die Unternehmen stünden unter erheblichem Kostendruck und müssten zugleich ihre Lieferfähigkeit sicherstellen.

Die Versorgungslage bei Rohstoffen wird von der Mehrheit der Unternehmen als angespannt eingeschätzt. Zwar sei die Versorgung derzeit überwiegend gewährleistet, die Unsicherheit entlang der Lieferketten nehme jedoch spürbar zu.

Als Reaktion auf die Entwicklung erhöhen viele Unternehmen ihre Preise, bauen Lagerbestände aus oder suchen nach alternativen Rohstoffquellen und Lieferanten. Besorgniserregend sei laut Verband, dass bereits rund jedes dritte Unternehmen Investitionen verschiebt. Dies könne langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Branche beeinträchtigen und die Transformation hin zu einer nachhaltigeren Produktion erschweren.

Die Weitergabe gestiegener Kosten an Kunden gelingt nach Angaben von pro-K nur eingeschränkt. Zwar können rund drei Viertel der Unternehmen einen Teil der Mehrkosten weiterreichen, gleichzeitig nehmen Preisverhandlungen zu. Erste Betriebe berichten zudem von verschobenen Projekten und rückläufigen Aufträgen.

Vor diesem Hintergrund fordert der Verband bessere politische Rahmenbedingungen. Dazu gehörten insbesondere Maßnahmen zur Diversifizierung von Rohstoffquellen sowie eine stärkere Förderung der Kreislaufwirtschaft.

Die Umfrage wurde unter Mitgliedsunternehmen des pro-K Industrieverbandes durchgeführt, der als Trägerverband des Gesamtverbands Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) die Interessen von Herstellern langlebiger Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme vertritt.

GfMTrend und MZE

Strategische Kooperation gestartet

GfMTrend und MZE-Möbel-Zentral-Einkauf haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Die Nachricht wurde direkt zu Beginn der am 5. Juni gestarteten Jahreshauptversammlung von GfMTrend in München bekanntgegeben. Ab sofort soll die strategische Kooperation vor allem den Austausch von Know-how sowie die Vernetzung beider Gemeinschaften ermöglichen.

Zwischen den Zentralen in Neufahrn bei Freising und Neustadt an der Donau liegen nicht einmal 100 Kilometer – nun rücken die beiden Einkaufs- und Serviceverbände auch inhaltlich enger zusammen. Wie GfMTrend-Geschäftsführerin Monika Simon im Rahmen des Updates über die Verbandsaktivitäten bekanntgab, hatten sowohl der Aufsichtsrat als auch der Delegiertenbeirat in ihren Sitzungen bereits grünes Licht für die Kooperation gegeben.

„Aus strategischer Sicht sind wir zwei ähnlich ausgerichtete Verbände. Wir setzen auf den Mittelstand und möchten ihn mit allem, was wir tun, dabei unterstützen, zukunftsorientiert zu handeln. Diese gemeinsame Zielsetzung verbindet uns. Umso mehr freuen wir uns, nun offiziell eine Kooperation einzugehen“, erklärt Monika Simon.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen insbesondere folgende Themenfelder:

  • Austausch über die strategische Ausrichtung des Möbelmittelstands und des spezialisierten Fachhandels in den Bereichen Küche, Schlafen, Massivholz und Handwerk: Gemeinsame Interessenvertretung zur Stärkung mittelständischer Handelsstrukturen gegenüber der Politik
  • Analyse von Sortimentsstrukturen: Identifikation von Lieferanten, die den Möbelfachhandel nachhaltig stärken sowie von Sortimenten, die Margen und Alleinstellungsmerkmale sichern, um das jeweilige Leistungs- und Sortimensportfolio zu erweitern
  • Stärkung der didaktischen Kompetenz: Angestrebt werden gemeinsame Schulungs- und Weiterbildungsformate, Austausch von Referenten und Fachwissen, Zusammenarbeit bei Veranstaltungen und Branchenevents
  • Austausch auf Managementebene: Regelmäßige Vernetzungs- und Dialogformate zwischen den Führungsteams beider Verbände, um Innovation zu fördern, Wissenstransfer und unternehmerische Entwicklung zu ermöglichen
  • Erfahrungsaustausch: Benchmarks, Erfolgsmodelle und Optimierungspotenziale in Bezug auf Kosten und Strukturen identifizieren, vergleichen und weiterentwickeln

Stimmen zur Kooperation

Mit Helmut Stauner, Prokurist und Vertriebsleiter bei MZE, ist bereits ein Vertreter des Kooperationspartners auf der GfMTrend-Jahrestagung vor Ort, um die Mitglieder in einem Grußwort auf die Zusammenarbeit einzustimmen. Dabei beschrieb er die Kooperation als ein Angebot an die angeschlossenen Unternehmen: „Beide Verbände verstehen diese Partnerschaft als einen offenen und entwicklungsfähigen Prozess, der auf Vertrauen basiert und sich konsequent an den Anforderungen der Mitglieder orientiert“, so Stauner.

MZE-Geschäftsführer Rüdiger Gehse blickt ebenfalls optimistisch auf die Zusammenarbeit: „Das übergeordnete Ziel der Zusammenarbeit ist es, die jeweiligen Stärken beider Verbände zu bündeln und dadurch Mehrwerte für die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen zu schaffen.“

Monika Simon ergänzt: „Der Fachhandel ist heute zu einem Kulturgut geworden, das in Zeiten internationaler Plattformökonomie von vielen Seiten unter Druck gerät. Der Kern bleibt jedoch stabil und fruchtbar, denn viele Menschen möchten Handel nach wie vor als persönliches und nicht als anonymes Erlebnis wahrnehmen – und genau dafür kämpfen wir gemeinsam.“

Küchenspezialisten Schreckenberg

Feiern 100-jähriges Bestehen

Die Küchenspezialisten Schreckenberg feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges Firmenjubiläum. Den runden Geburtstag beging das Familienunternehmen am 5. Juni mit einem Gala-Abend in Leverkusen, zu dem nach Unternehmensangaben mehr als 200 Gäste eingeladen waren. Einen Tag später folgte ein öffentliches Sommerfest für Kunden am Standort in Leverkusen-Opladen.

Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1926 zurück. Damals gründeten Franz und Sophie Schreckenberg in Paderborn einen Hausrat- und Eisenwarenhandel. Über mehrere Generationen entwickelte sich daraus ein Fachgeschäft, das seinen Schwerpunkt zunehmend auf Küchen und Hausgeräte verlagerte.

Die heutige Unternehmensgeschichte in Leverkusen begann 1996 mit dem Einstieg von Jan Schreckenberg und der Übernahme eines Haushaltsgerätehändlers in Opladen. Bereits ein Jahr später wurde das Sortiment um Küchen erweitert. Nach einem Umzug an die Düsseldorfer Straße im Jahr 2000 baute das Unternehmen seine Ausstellungsfläche aus und expandierte später zeitweise mit Standorten nach Köln.

Seit dem Austritt aus einer Franchise-Kooperation im Jahr 2017 konzentriert sich Schreckenberg wieder auf den Standort Leverkusen-Opladen. Ein Jahr später trat das Unternehmen dem Einkaufsverbund DER KREIS bei.

Heute präsentiert sich das Unternehmen als inhabergeführtes Küchenstudio mit rund 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Zum Angebot gehören individuelle Küchenplanung, Hausgeräte, Modernisierungen sowie Montage- und Serviceleistungen. Bei der Planung setzt Schreckenberg nach eigenen Angaben unter anderem auf 3D-Visualisierung und Virtual-Reality-Anwendungen.

Nach den schweren Hochwasserschäden im Jahr 2021 wurde der Standort umfassend modernisiert und 2022 neu eröffnet. Die Modernisierung nutzte das Unternehmen zugleich für eine Neupositionierung seiner Marke.

Mit Noah Schreckenberg ist inzwischen die vierte Generation im Familienbetrieb tätig. Er begleitet insbesondere die digitale Weiterentwicklung des Unternehmens und engagiert sich darüber hinaus im MarketingKREIS des Verbunds DER KREIS.

Beim Gala-Abend würdigte Ernst-Martin Schaible, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von DER KREIS, die Entwicklung des Unternehmens sowie das Engagement der Familie Schreckenberg innerhalb des Verbunds.

„100 Jahre Unternehmensgeschichte sind ein beeindruckender Beleg für Kontinuität, Anpassungsfähigkeit und unternehmerischen Weitblick“, erklärte Schaible anlässlich der Jubiläumsfeier.

Das Familienunternehmen beschäftigt sich nach eigenen Angaben weiterhin mit der Verbindung von traditioneller Beratung und digitalen Planungsmethoden und sieht darin einen wichtigen Baustein für die Zukunft des Küchenfachhandels.

Reißer

Personelle Veränderungen an der Spitze

Zum 1. Juni stellt sich das traditionsreiche Familienunternehmen Reißer an der Spitze neu auf: Mit Jessica Reißer und Marten Reißer übernimmt die fünfte Generation die Leitung. Beide fungieren künftig als Co-CEO und tragen die Verantwortung für das Unternehmen. Gemeinsam mit dem Vorstand Alexander Bruggner bilden sie eine Dreierspitze.

Der bisherige Vorstandsvorsitzende Guntram Wildermuth-Reißer wechselt in den Aufsichtsrat und bleibt dem Unternehmen dort als Vorsitzender und in beratender Funktion eng verbunden.

Mit der Neuaufstellung setzt das SHK-Unternehmen bewusst auf die Verbindung aus Erfahrung, Tradition und neuen Perspektiven. „Über Jahrzehnte hinweg wurde der Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung des Familienunternehmens gelegt und die Marke Reißer nachhaltig geprägt. Nun wird die Generationenübergabe vollzogen – verbunden mit dem Ziel, Bewährtes zu erhalten und zugleich neue Impulse zu setzen“, unterstreicht Guntram Wildermuth-Reißer.

Zusammenwirken unterschiedlicher Generationen

„Die neue Führungsstruktur steht für frischen Spirit, tatkräftige Dynamik und ein stärkeres Zusammenwirken unterschiedlicher Generationen“, heißt es in einer Mitteilung. „Die dreiköpfige Führungsriege bündelt Kompetenzen noch gezielter.“ Während Alexander Bruggner seine langjährige Erfahrung einbringt, stehen die Eheleute Jessica und Marten Reißer für neue Denkansätze, Innovationskraft und einen ausgeprägten „Can-do-Spirit“.

„Alle Seiten profitieren voneinander: Erfahrung trifft auf neue Perspektiven, Tradition auf Zukunftsdenken. Die junge und empathische Generation ist eine wahre Bereicherung. Beide wurden optimal für die Tätigkeiten vorbereitet, um ihnen die Integration in die Führung zu erleichtern“, unterstreicht Bruggner.

Jessica Reißer, die die fünfte Generation im Familienunternehmen Reißer verkörpert, hat im Unternehmen bereits verschiedene Bereiche verantwortet, sich im Vorstand eingebracht und auch auswärts Erfahrungen gesammelt. „Out of the Box“ handeln und denken – auch dafür steht das neue Führungstrio: „Wir sind ein solides Unternehmen, das in der SHK-Branche seit mehr als 150 Jahren etabliert ist. Gleichzeitig denken wir mutig nach vorne und gehen neue Wege“, sagt Jessica Reißer.

Dass die Familie Reißer stärker denn je an entscheidenden Positionen vertreten ist, unterstreicht die enge Verbundenheit zum Unternehmen. „Die Zusammenarbeit mit der Familie ist nach wie vor das Wichtigste, darin liegt auch unsere große Kraft. Der Begriff Familienunternehmen ist für Reißer eine Aussage über Geschichte und Zukunft. Ein familiär funktionierender, aber auch leistungsgeprägter Wertekompass steht im Fokus – und nach diesen Aspekten führen wir den Betrieb auch weiterhin“, betont Marten Reißer.

„Power der fünften Generation“

Ziel der neuen Führungsspitze ist der Ausbau der Digitalisierung, der Markenauf- und -ausbau sowie das Erschließen neuer Potenziale, um das Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln. Die „Power der fünften Generation“ soll künftig doppelt stark wirken – mit frischen Ideen, mehr Verantwortung und dem Anspruch, das Familienunternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Jessica Reißer (Jahrgang 1996) ist im Familienunternehmen groß geworden. Nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium der Betriebswirtschaftslehre in Göttingen und dem anschließenden Master in Management und Entrepreneurship an der Cranfield University in Großbritannien stieg sie bei der Reißer AG ein. Dort rief sie die Abteilung „Business Development“ ins Leben, in der sie vor allem die Analyse neuer Geschäftsfelder sowie die Digitalisierung vorantrieb. Mit der Gründung des Profi-Onlineshops „p!kster“ gelang ihr ein strategischer Meilenstein. Zuletzt sammelte sie internationale Erfahrung im Bereich Strategie & Business Development bei Hansgrohe in Atlanta (USA).

Marten Reißer (Jahrgang 1994, geb. Hasselblatt) studierte zunächst Forstwissenschaften und Waldökologie an der Georg-August-Universität Göttingen und absolvierte anschließend den Masterstudiengang „Environmental and Business Management“ an der Bangor University in Wales. Nach Stationen im Asset- und Investmentmanagement wechselte er zu einer Big-Four-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wo er im Bereich Risk & Compliance Services tätig war. Zuletzt sammelte er internationale Erfahrung im Bereich Finanzen & Controlling bei Hansgrohe in Atlanta (USA). Seit 2023 ist Marten Reißer Vorsitzender des Aufsichtsrats der Reißer AG. Nach der Hochzeit mit Jessica Reißer im Herbst 2024 übernahm er den traditionsreichen Familiennamen.

IWF 2026

Teilnehmer für Challengers Distinguished Achievement Award stehen fest

Die Messe International Woodworking Fair (IWF) hat die Teilnehmer des Challengers Distinguished Achievement Award 2026 bekanntgegeben. Der international anerkannte Innovationswettbewerb zeichnet Unternehmen aus, die mit neuen Produkten, Dienstleistungen oder Fertigungstechnologien wichtige Impulse für die Holz- und Möbelindustrie setzen.

Der Challengers Distinguished Achievement Award gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen der Branche. Eine Jury aus neun unabhängigen Fachleuten bewertet die eingereichten Innovationen hinsichtlich ihres technologischen Fortschritts und ihres Nutzens für die Industrie.

Aus allen Bewerbungen werden zunächst 20 Finalisten ausgewählt. Diese präsentieren ihre Lösungen am Vortag der Messeeröffnung in Live-Demonstrationen vor der Jury. Auf Grundlage dieser Vorführungen werden die Preisträger bestimmt.

Die sieben Gewinner des Wettbewerbs werden am Eröffnungstag der IWF 2026 bekanntgegeben. Die Messe startet am 25. August 2026 in Atlanta. Alle Finalisten werden während der gesamten Veranstaltung in der „Challengers Award Gallery“ ausgestellt.

Die International Woodworking Fair zählt zu den wichtigsten Fachmessen für die Holzverarbeitung und Möbelproduktion in Nordamerika. Der Challengers Distinguished Achievement Award wird dort regelmäßig als Schaufenster für technologische Innovationen der Branche vergeben.

König + Neurath

Insolvenzverfahren abgeschlossen

Die König + Neurath AG hat ihr Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung planmäßig abgeschlossen. Nach der gerichtlichen Bestätigung des Insolvenzplans und der Aufhebung des Verfahrens ist das Unternehmen ab 1. Juni 2026 in den regulären Geschäftsbetrieb zurückgekehrt.

Mit dem Abschluss des Verfahrens ist ein wesentlicher Schritt für die Zukunft von König + Neurath erreicht. Die Fortführungslösung schaffe die Grundlage, um das Unternehmen in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld stabil weiterzuentwickeln und die begonnene Transformation konsequent fortzuführen, ist man beim Büromöbelspezialisten überzeugt.

Strukturelle Anpassungen in schwierigem Marktumfeld

Das Marktumfeld der Büro- und Objektmöbelbranche bleibt geprägt von wirtschaftlicher Unsicherheit, verändertem Investitionsverhalten und hohem Wettbewerbsdruck. Vor diesem Hintergrund waren strukturelle Anpassungen notwendig, um König + Neurath langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen.

Zu den zentralen Bausteinen der Sanierung zählen eine tragfähige Finanzierungsstruktur, angepasste Prozesse sowie Maßnahmen zur Stärkung der operativen Leistungsfähigkeit. Möglich wurde dieser Schritt durch das Zusammenwirken vieler Beteiligter: der Gesellschafterfamilie, der Finanzierungspartner, der Kunden, Partner und Lieferanten sowie der Mitarbeitenden.

„Der Abschluss des Verfahrens ist für König + Neurath ein wichtiger Meilenstein. In den vergangenen Monaten wurden anspruchsvolle, aber notwendige Entscheidungen getroffen, um unser Unternehmen auf eine stabile Grundlage zu stellen“, sagt Patrick Heinen, Vorstand der König + Neurath AG. „Unser Blick geht jetzt klar nach vorn: Wir wollen unsere Marktposition stärken, unsere Innovationskraft weiter ausbauen und König + Neurath als verlässlichen Partner für hochwertige, nachhaltige Arbeitswelten weiterentwickeln.“

Die Gesellschafterfamilie verbindet mit der erfolgreichen Sanierung zugleich ein klares Bekenntnis zur Weiterführung von König + Neurath als Familienunternehmen: „König + Neurath steht seit über 100 Jahren für Qualität made in Germany, unternehmerische Verantwortung und gewachsene Partnerschaften. Als Gesellschafter bekennen wir uns klar zur Fortführung des Familienunternehmens und zum Standort Karben. Unser besonderer Dank gilt allen, die König + Neurath in dieser wichtigen Zeit begleitet haben: dem Vorstand, unseren Mitarbeitenden, der finanzierenden Bank sowie unseren Kunden, Partnern und Lieferanten. Ihr Vertrauen, Ihr Engagement und Ihr klares Bekenntnis bilden eine starke Grundlage, um das Unternehmen konsequent weiterzuentwickeln und erfolgreich und verantwortungsvoll in die Zukunft zu führen.“

Transformationsprozess geht weiter

Mit der Rückkehr in den regulären Geschäftsbetrieb richtet König + Neurath den Fokus auf die weitere Umsetzung des Transformationsprozesses. Dazu gehören die Schärfung der strategischen Ausrichtung, das Optimieren interner Abläufe und die Weiterentwicklung hochwertiger, nachhaltiger Einrichtungslösungen.

König + Neurath will seinem Anspruch verpflichtet bleiben, „gemeinsam mit Kunden und Partnern sichtbar zu machen, wie Organisationen künftig ihre Arbeit gestalten, Zusammenarbeit fördern und sich weiterentwickeln wollen. Als Impulsgeber und Lösungspartner für moderne Arbeitskulturen übersetzt das Unternehmen diese Anforderungen in ganzheitliche Arbeitsumgebungen.“ Das Unternehmen versichert, dass der operative Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiterläuft.

Fokus auf Innovationen und Zukunft der Möbelzulieferindustrie

Das Interzum Forum Italy 2026 hat am heute, am 4. Juni, im Messezentrum von Bergamo seine Tore geöffnet. Unter dem Motto „Beyond the Furniture Towards the Future“ versammelt die zweitägige Veranstaltung Unternehmen, Designer, Branchenverbände und Experten aus der internationalen Möbel- und Einrichtungsindustrie.

Zur Eröffnung sprachen unter anderem Thomas Rosolia, CEO von Koelnmesse Italia, die lombardische Infrastruktur- und Bauministerin Claudia Maria Terzi sowie Bergamos Vizebürgermeister Sergio Gandi. Die Veranstaltung versteht sich als Plattform für den Austausch über die Zukunft der Möbelzulieferkette und die Auswirkungen aktueller wirtschaftlicher Entwicklungen auf die Branche.

Im Fokus stehen die Bereiche „Function & Components“, „Materials & Nature“ sowie „Textile & Machinery“. Laut Veranstalter spiegeln diese Segmente die zentralen Trends einer Branche wider, die sich zunehmend auf integrierte, widerstandsfähige und innovative Produktions- und Logistikmodelle ausrichtet.

Zum Auftakt des Kongressprogramms diskutierten Vertreter europäischer Branchenverbände und Marktexperten über die aktuelle Lage der Möbelindustrie. Analysen des Marktforschungsinstituts CSIL zeichneten dabei ein herausforderndes Bild: Verlangsamtes globales Wachstum, Unsicherheiten im internationalen Handel sowie schwankende Rohstoffpreise belasten die Lieferketten. Gleichzeitig sehen die Experten Chancen auf eine Erholung des internationalen Handels zwischen 2027 und 2028, sofern sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabilisieren.

„In einer so dynamischen Phase gewinnen Dialogformate wie das Interzum Forum Italy noch stärker an strategischer Bedeutung“, sagte Thomas Rosolia zur Eröffnung. Der Austausch zwischen Unternehmen, Regionen und Fachleuten sei entscheidend, um Marktveränderungen frühzeitig zu erkennen und die Widerstandsfähigkeit der Branche zu stärken.

Auszeichnung für Innovationen und Nachhaltigkeit

Ein Höhepunkt des ersten Messetages war die Verleihung des Interzum Forum Italy Award 2026. Der Preis würdigt technische Innovationen und nachhaltige Entwicklungen entlang der Lieferkette.

In der Kategorie „Innovation“ wurden ausgezeichnet:

  • Boyteks Tekstil Sanayi ve Ticaret A.S. für „Enviro“, eine Textilbehandlung auf Basis von gebrauchtem Pflanzenöl aus Speiseabfällen
  • Keyform Srl für das multifunktionale Zubehörsystem „KIDI“
  • Morgan Tecnica für die Schneidemaschine „Spidercut“

In der Kategorie „ESG & Sustainability“ gingen die Auszeichnungen an:

  • Neonest für ein patentiertes Bett- und Möbelstruktur-System
  • Alfa Klebstoffe AG für den wasserbasierten Schaumstoffklebstoff „Simalfa 475-SGT“

Die Preisträger wurden von einer internationalen Jury aus Design-, Material- und Branchenexperten ausgewählt.

Das Interzum Forum Italy findet noch bis zum 5. Juni 2026 im Bergamo Exhibition and Congress Centre statt. Begleitet wird die Messe von einem umfangreichen Kongressprogramm mit Beiträgen nationaler und internationaler Fachleute. Zu den Knowledge-Partnern zählen unter anderem die European Furniture Industries Confederation (EFIC), die European Bedding Association (EBIA), das Marktforschungsinstitut CSIL sowie die Polytechnische Universität Mailand.

Unilin

Investiert mehr als 100 Millionen Euro in Spanplattenwerk in Belgien

Der belgische Hersteller Unilin will über 100 Millionen Euro in die Modernisierung seines Werks Unilin Panels Oostrozebeke investieren. Die Anlage produziert Spanplatten für Küchenmöbel, Möbelbau sowie Wand- und Bodenanwendungen. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um eines der größten industriellen Modernisierungsprojekte der vergangenen Jahre.

Kern des Vorhabens ist die Installation einer neuen kontinuierlichen Spanplattenpresse, die zwei bestehende Anlagen ersetzen soll. Gleichzeitig sollen weitere zentrale Produktionsprozesse am Standort erneuert werden. Die Produktionskapazität soll mit rund 575.000 Kubikmetern pro Jahr auf einem ähnlichen Niveau bleiben, während der Energieverbrauch laut Unilin um etwa acht Prozent sinken soll. Zudem verspricht sich das Unternehmen eine effizientere Nutzung von Rohstoffen.

Das Werk in Oostrozebeke, das früher unter dem Namen Spano bekannt war, beschäftigt rund 370 Mitarbeiter. Die Spanplatten werden dort nach Unternehmensangaben ausschließlich aus recyceltem Altholz hergestellt, von dem mehr als 90 Prozent aus dem Post-Consumer-Bereich stammen. Zudem ist der Standort an die Abfallverwertungs- und Energieanlage A&S angebunden, die rund 95 Prozent des Strom- und Wärmebedarfs deckt.

Unilin sieht die Investition als Teil seiner Strategie, den Standort zu einem Vorzeigeprojekt für kreislauforientierte und CO₂-arme Spanplattenproduktion in Europa auszubauen. Neben einer höheren Effizienz sollen auch Produktqualität und Arbeitssicherheit verbessert werden.

„Mit dieser Investition bereiten wir unser Werk in Oostrozebeke auf die kommenden Jahrzehnte vor“, erklärte Bert Vandenkendelaere, Präsident von Unilin Panels. Durch den Einsatz moderner Technologie, die Nutzung von 100 Prozent recyceltem Holz und eine klare Produktausrichtung wolle das Unternehmen seine Lieferfähigkeit stärken und die Grundlage für weitere Innovationen schaffen.

Für das Projekt erhält Unilin nach eigenen Angaben Fördermittel der flämischen Regierung in Höhe von bis zu sechs Millionen Euro. Die Hälfte entfällt auf Unterstützung für Schulungs- und Transformationsmaßnahmen, die andere Hälfte auf ökologische Investitionen.

Vorausgesetzt, die erforderlichen Genehmigungen werden erteilt, sollen die Vorbereitungs- und Planungsarbeiten im dritten Quartal 2026 beginnen. Anschließend ist die Installation der neuen Produktionsanlage vorgesehen. Nach einer Testphase soll das modernisierte Werk nach aktuellem Planungsstand im Jahr 2029 vollständig in Betrieb gehen.