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Autor: Hahn, Sebastian

VDM

Geschäftsanbahnungsreise in die USA eröffnet Marktchancen

Eine Delegation deutscher Möbelhersteller und Möbelzulieferer hat in der vergangenen Woche Chicago und New York besucht, um Marktpotenziale auszuloten und neue Kontakte zu knüpfen. Individuelle Geschäftstermine, Showroom-Besuche und Einblicke in die Mechanismen des amerikanischen Einrichtungsmarkts standen im Mittelpunkt.

Die fünftägige Geschäftsanbahnungsreise wurde von den Verbänden der Deutschen Möbelindustrie (VDM) initiiert und in Zusammenarbeit mit den Deutsch-Amerikanischen Auslandshandelskammern in Chicago und New York organisiert. Das Bundeswirtschaftsministerium förderte die Reise im Rahmen des Markterschließungsprogramms für kleine und mittlere Unternehmen. Die Firmen erhielten unter anderem die Möglichkeit, ihre Produkte potenziellen Partnern im nordamerikanischen Markt zu präsentieren. Zu den Teilnehmern der Reise zählten unter anderem die Möbelproduzenten Raumplus, Konektra und Weinbaums; an den Fachkonferenzen beteiligten sich darüber hinaus Häcker Küchen, JAB Anstoetz, Walter Knoll und Wilkhahn.

Wachstumsmöglichkeiten trotz Einfuhrzöllen

„Trotz des herausfordernden Umfelds infolge der Einfuhrzölle sehen wir für unsere Branche auf mittlere Sicht attraktive Wachstumsmöglichkeiten auf dem amerikanischen Markt“, stellte Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der Deutschen Möbelindustrie, fest. „Besonders im projektgetriebenen Objektgeschäft können deutsche Hersteller mit ihrer Qualität, Designkompetenz und Nachhaltigkeit punkten“, ergänzte Alexander Oswald, Leiter Außenhandel der Möbelverbände. Gefragt sind einer Marktstudie der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer zufolge vor allem langlebige, designorientierte und nachhaltige Lösungen für Themen wie modulare Arbeitsplatzkonzepte, flexible Raumplanung, akustisch optimierte Möbel und zirkuläre Werkstoffe. Der Online-Anteil im Möbeleinkauf liegt der Studie zufolge bereits bei mehr als 30 Prozent. Entscheidend seien daher digitale Präsentationen, 3D-Daten und schnelle Lieferfähigkeit.

Mit einem Volumen von rund 190 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025 stellen die Vereinigten Staaten den zweitgrößten Möbelmarkt der Welt (nach China) dar, so die Studie. Bis zum Jahr 2030 wird ein durchschnittliches jährliches Marktwachstum von etwa 3 bis 4 Prozent erwartet. Für die deutsche Möbelindustrie sind die USA der wichtigste Exportmarkt außerhalb Europas. Dabei gelten Chicago und New York als führende Metropolen für Design und Inneneinrichtung. Beide Regionen zeichnen sich durch hohe Kaufkraft, eine außergewöhnlich dichte Architekten- und Designerszene, zahlreiche Projektentwicklungen sowie eine hohe internationale Sichtbarkeit aus.

Austausch mit relevanten Marktakteuren

Nach einem Auftakttreffen in Chicago mit Einblicken in Marktabläufe folgten individuelle Geschäftsgespräche sowie eine Fachkonferenz mit Präsentationen der deutschen Unternehmen und intensiven Networking-Formaten. Ein Schwerpunkt lag auf dem Austausch mit relevanten Marktakteuren aus Architektur, Interior Design und Projektentwicklung, die im US-Markt eine zentrale Rolle spielen. Eine enge Zusammenarbeit mit ihnen sei daher ein zentraler Erfolgsfaktor, berichtete Jan-Felix Kederer, Projektleiter der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer Chicago. In New York wurde das Programm mit weiteren Besprechungen zur Marktlage, Konferenzen und individuellen Gesprächen fortgesetzt.

Hettich

Partner in Irland verkauft millionsten Schubkasten

Hettich und NAA Ltd.– das passt zusammen: Zwei Familienunternehmen mit über 100-jähriger Geschichte, die heute in vierter Generation geführt werden. Und bereits seit 1995 pflegen beide eine bemerkenswerte Partnerschaft. Nun hat NAA als Komplettlieferant für die Möbel- und Holzverarbeitungsindustrie in Irland den millionsten Hettich-Schubkasten verkauft.

„Unsere Partnerschaft mit Hettich war ein entscheidender Faktor für das Wachstum von NAA in Irland“, erklärt NAA-Geschäftsführer Luke Hickey. „Im Jahr 1995 haben wir begonnen, mit Hettich zusammenzuarbeiten, zu einer Zeit, als mein Vater Conor und mein Onkel Rory unser Unternehmen hier in Dublin leiteten. Seit 2022 bilden meine Schwester Laragh und ich nun die vierte Familiengeneration.“ Und NAA-Geschäftsführerin Laragh Hickey ergänzt: „Die Einführung des ersten Schubkastensystems von Hettich auf dem irischen Markt, InnoTech, war für uns und unsere Kunden ein echter Wendepunkt und bildete die Basis für die Lieferung von jetzt einer Million Schubkästen. Wir sind gemeinsam mit unseren Kunden gewachsen – einige davon gehören jetzt zu den größten Küchenherstellern in Irland –, indem wir konsequent auf Qualität, Innovation und Zuverlässigkeit gesetzt haben.“

Mit Blick auf die Zukunft sieht NAA die wandlungsfähige Schubkasten-Plattform AvanTech YOU von Hettich als das Top-System, um seine irischen Kunden zu begeistern. Luke Hickey dazu: „Wir sind weiterhin fest entschlossen, den Markt mit erstklassigen Produkten, erstklassigem Service und einer lebenslangen Händler-Garantie zu unterstützen, die unser absolutes Vertrauen in die Marke Hettich widerspiegelt.“

„Hettich on Tour 2026“ kommt nach Irland Damit die irischen Kunden die Innovationskraft von Hettich hautnah und im persönlichen Austausch mit dem Hettich-Team erleben können, geht die diesjährige Roadshow „Hettich on Tour“ mit aktuellen Produkthighlights und Services vom 8. Juni bis 9. Juli 2026 auch durch Irland und stoppt am 12. Juni direkt bei NAA in Dublin. Dass sich die beiden Familienunternehmen NAA und Hettich in der Praxis perfekt ergänzen, bringt Luke Hickey mit seinem eigenen Motto auf den Punkt: „Produkte kann man überall kaufen, aber Service kommt von den Menschen.“

Fachverband Matratzen-Industrie

Preissprünge belasten Hersteller

Die deutsche Matratzen-Industrie steht unter „dramatischem Kostendruck“: Nach Brancheninformationen steigen die Preise für PU-Schaumstoffe in diesem Monat erneut deutlich – in ähnlicher Größenordnung wie schon im März und April. Das Besondere an der aktuellen Entwicklung: Die Preiswelle hat sich binnen weniger Wochen zugespitzt und entfaltet damit eine Dynamik, die viele Unternehmen zuletzt in der Pandemiezeit erlebt haben – damals jedoch verteilt über einen deutlich längeren Zeitraum.

Wie der Fachverband Matratzen-Industrie berichtet, scheint weniger eine tatsächliche Rohstoffknappheit Preistreiber zu sein, sondern eine Kombination aus hoher internationaler Nachfrage, temporären Störungen in US-amerikanischen und asiatischen Lieferketten sowie Zeitverzögerungen beim Transport über die Seewege.

Nach Einschätzung von Marktteilnehmern sind Polyole, Isocyanate und weitere Vorprodukte grundsätzlich verfügbar und nur zeitweise eingeschränkt lieferbar. Zusätzlich belasten steigende Preise bei weiteren rohölbasierten Materialien – etwa Verpackungsfolien und textilen Komponenten – die gesamte Wertschöpfung.

Mittelstand unter besonderem Druck

Für Hersteller bedeuten die aktuellen Entwicklungen drastische Mehrkosten von bis zu 25 %. Gleichzeitig ist der Spielraum zur Kompensation über die Marge stark begrenzt, weil die Materialkosten den größten Anteil der Herstellungskosten ausmachen.

Nach Rückmeldungen aus der Branche geraten insbesondere kleine und mittelständische Hersteller dadurch in eine kritische Lage – einzelne Unternehmen sehen bereits ihre wirtschaftliche Existenz bedroht, weil Geschwindigkeit und Höhe der Kostensteigerungen betriebswirtschaftlich kaum noch abgefedert werden können.

Die Matratzenhersteller befinde sich dabei, so der Fachverband Matratzen-Industrie, in einer besonders ungünstigen „Sandwich-Position“: Auf der einen Seite stünden die steigenden Preise der Zulieferindustrie, auf der anderen Seite ein Handel, der in vielen Segmenten über eine starke Verhandlungsposition verfüge und der Weitergabe der Kostensteigerungen nur sehr eingeschränkt zustimme oder sie teilweise gänzlich verweigere. So könnten Hersteller mitunter nicht einmal die Hälfte ihrer Mehrkosten kompensieren. Besonders enttäuschend sei das Verhalten öffentlicher Auftraggeber, die ohne Scham von „normalen wirtschaftlichen Risiken“ sprächen.

„Erschwert wird die Situation zudem durch Lieferzeiten Richtung Handel von rund sechs Wochen: Selbst, wenn Preisanpassungen ausgehandelt werden können, kommen sie beim Hersteller zeitverzögert an“, schreibt der Verband in einer Mitteilung.

Risiko: Qualitätsdruck

Die Folge sind ein zunehmender Qualitäts- und Wettbewerbsdruck. Während Importprodukte aus Asien teils zu Dumping-Preisen angeboten werden, wächst parallel auch in Europa der wirtschaftliche Druck, an Materialeinsatz und Spezifikationen zu sparen (z.B. Matratzenhöhe, Raumgewicht) – mit potenziellen Auswirkungen auf Haltbarkeit, Komfort und Produktsicherheit. Branchenvertreter warnen davor, dass so am Ende Verbraucherinnen und Verbraucher die Zeche zahlen.

Keine Entspannung in Sicht

Angesichts der üblichen saisonalen Nachfrageschwäche bei Matratzen in den Sommermonaten, dem insgesamt gedämpften Konsumverhalten und der weiterhin angespannten Beschaffungslage rechnet die Branche kurzfristig nicht mit einer spürbaren Entspannung. Zudem betrifft der Kostendruck nicht nur den PU-Schaum: Auch Federkernmatratzen verzeichnen Preisanstiege, u.a. durch höhere Stahlkosten, aber auch hier spielen die Preissteigerungen bei rohölbasierten Komponenten eine Rolle, z.B. beim Vlies für die Federtaschen.

„Die Hersteller agieren in dieser Lage strikt eigenständig und innerhalb klarer Compliance Regeln. Was wir aber branchenweit beobachten, ist eine massive Kostenwelle in sehr kurzer Zeit – und ein Handel, der die Weitergabe häufig nur eingeschränkt akzeptiert. Diese Kombination setzt insbesondere den Mittelstand massiv unter Druck und gefährdet neben Arbeitsplätzen auch Investitionen in Qualität“, sagt Martin Auerbach, Geschäftsführer Fachverband Matratzen Industrie e.V. Sein Appell: „Wir brauchen mehr Transparenz entlang der Lieferkette, realistische Preis- und Vertragsmechanismen – übrigens auch in der öffentlichen Beschaffung – sowie eine sachliche Debatte über Kosten, Qualität und Verbraucherschutz. Andernfalls wird auch dieser Industrie-Zweig auf kurz oder lang ins Ausland abwandern.“

Bundesverband Kooperierender Mittelstand

„Echte“ Steuerreform gefordert

Das endgültige Aus für die geplante sogenannte „Entlastungsprämie“ stößt beim Bundesverband Kooperierender Mittelstand (BKM) auf Erleichterung. Nach dem ablehnenden Votum des Bundesrats haben die Koalitionspartner das Vorhaben im Koalitionsausschuss am 12. Mai offiziell beendet.

BKM-Präsident Günter Althaus erklärt: „Mit dem Verzicht auf die Entlastungsprämie haben die Fraktionsspitzen im letzten Moment die Reißleine gezogen. Es ist eine Entscheidung der ökonomischen Vernunft, dieses ordnungspolitisch verfehlte Instrument endgültig fallenzulassen. Es war den Betrieben in der aktuellen konjunkturellen Schwächephase nicht vermittelbar, dass die Politik Entlastungen verspricht, die finanzielle Last dafür jedoch einseitig auf die Arbeitgeber abwälzen will. In der Realität einer anhaltenden Energiepreiskrise ging es nie darum, wer diese steuer- und sozialabgabenfreien 1.000 Euro zahlen will, sondern wer es in der Praxis überhaupt noch kann. Obwohl die Sonderzahlung formal als freiwillig deklariert war, hat die öffentliche Debatte bei den Beschäftigten völlig unrealistische Erwartungen geweckt. Das hat den Kostendruck auf unsere ohnehin stark belasteten mittelständischen Betriebe drastisch verschärft und den sozialen Frieden in den Unternehmen mutwillig gefährdet.“

Der BKM unterstütze nachdrücklich eine umfassende Einkommensteuerreform, die auch Personenunternehmen wirksam entlaste. „Statt kurzfristiger Einmalzahlungen auf Kosten der Arbeitgeber müssen wir den Einkommensteuertarif grundlegend reformieren, die kalte Progression strukturell bekämpfen und die Abgabenlast für Beschäftigte wie Betriebe dauerhaft senken“, so Althaus weiter. „Nur das schafft echte Kaufkraft, nimmt den Druck vom kooperierenden Mittelstand und bringt den Standort Deutschland zurück auf einen stabilen Wachstumskurs. In Deutschland machen Einkommensteuer und Sozialabgaben über 49 Prozent der Arbeitskosten aus, was im OECD-Vergleich nahezu Spitze ist – aber im negativen Sinne. Die Koalition hat angekündigt, jetzt wirksam arbeiten zu wollen – sie muss jetzt liefern.“

Hansgrohe

Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Hansgrohe SE bekommt einen neuen Vorsitzenden. Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung am 11. Mai 2026 wurde ein erfahrener Branchenmanager an die Spitze des Gremiums gewählt.

Jonathon J. Nudi, President & CEO der Masco Corporation, ist neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hansgrohe SE. Das Gremium wählte den Manager für die kommenden fünf Jahre an seine Spitze. Nudi gehört dem Aufsichtsrat des Schiltacher Bad- und Küchenausstatters bereits seit dem vergangenen Jahr an. Sein Vorgänger Klaus F. Jaenecke stand aufgrund des Erreichens der satzungsmäßigen Altersgrenze nicht erneut zur Wahl.

Zwölf Jahre im Aufsichtsrat

Jaenecke war seit März 2014 Mitglied des Aufsichtsrats der Hansgrohe SE und übernahm im April 2015 dessen Vorsitz. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich den Wachstumskurs der Hansgrohe SE so viele Jahre begleiten und beratend zur Seite stehen konnte“, so Jaenecke. Er verweist auf die zunehmende Internationalisierung, die Nachhaltigkeitsstrategie und die Entwicklung des Unternehmens zum Komplettbadanbieter.

Nudi würdigte das Engagement seines Vorgängers im Namen des Aufsichtsrats. Jaenecke habe nicht nur mit ausgewiesener Expertise, sondern auch mit charakterstarker Persönlichkeit zum Erfolg von Hansgrohe beigetragen.

Weitere Wechsel im Gremium

Für Jaenecke rückt Richard Westenberg, Vice President, CFO & Treasurer der Masco Corporation, in den Aufsichtsrat nach. Er wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Zudem verlässt Jai Shah, Group President für den Geschäftsbereich Plumbing and Wellness bei Masco, das Gremium aufgrund seines Ruhestands. Sein Nachfolger ist Kenneth G. Cole, Vice President, General Counsel & Secretary der Masco Corporation.

Unverändert bleiben die Mandate von Richard Grohe, Enkel des Firmengründers Hans Grohe und Vertreter der Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH Syngroh, sowie der Arbeitnehmervertreter Hülya Inciroglu und Jürgen Nähr.

Vorstand setzt auf Kontinuität

Hansgrohe-CEO Hans Jürgen Kalmbach dankte Jaenecke für die langjährige Zusammenarbeit und Shah für seine Unterstützung im Gremium. Mit Blick auf den neuen Vorsitzenden betonte Kalmbach, Nudi kenne das Unternehmen, seine Kultur und die Arbeit im Aufsichtsrat bereits und werde diesen Weg mit Erfahrung und Verlässlichkeit fortsetzen.

Die Hansgrohe Group erzielte im Geschäftsjahr 2025 mit ihren Marken AXOR und hansgrohe einen Umsatz von 1,375 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit rund 5.600 Mitarbeitende, davon 60 Prozent in Deutschland.

Borm

Feiert 50 Jahre Digitalisierung in der Möbel- und Ausbaubranche

Der Schweizer Softwareanbieter Borm hat beim Borm Symposium 2026 sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 400 Gäste aus der Branche nahmen an der Veranstaltung teil, bei der das Unternehmen auf fünf Jahrzehnte Digitalisierung im Schreiner-, Holzbau- und Metallbauumfeld zurückblickte.

Im Mittelpunkt des Symposiums standen neben dem Jubiläum auch neue digitale Lösungen und Weiterentwicklungen entlang der gesamten Unternehmensprozesse. Im Rahmen einer Hausmesse präsentierte Borm Innovationen aus den Bereichen ERP, CAD und mobile Anwendungen. Besucher nutzten die Veranstaltung zudem für den fachlichen Austausch und Networking.

Borm betonte dabei seine langfristige strategische Ausrichtung als unabhängiges Unternehmen. Diese Eigenständigkeit sei bewusst weiter gestärkt worden und bilde die Basis für nachhaltige Kunden- und Partnerbeziehungen sowie kontinuierliches Wachstum. Heute beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 110 Mitarbeitende und ist in mehr als 20 Ländern aktiv.

„Unabhängigkeit, Kontinuität und Nähe zur Branche – diese Werte tragen Borm seit 50 Jahren und sind unser klares Bekenntnis für die Zukunft“, sagte Markus Feusi, CEO der Borm-Informatik AG, zur Eröffnung des Symposiums.

Zum Abschluss des Events feierte das Unternehmen gemeinsam mit Kunden, Partnern und Mitarbeitenden das Jubiläum bei einer Abendveranstaltung.

Borm entwickelt Softwarelösungen für Schreinerei, Holzbau und Metallbau. Das Portfolio umfasst unter anderem ERP-Systeme, CAD-Lösungen sowie digitale Werkzeuge für Produktion, Vertrieb und Controlling.

Hettich

Globale Stärke und lokale Verantwortung

Die Hettich Unternehmensgruppe blickt auf ein bewegtes ­Geschäftsjahr zurück. Im Anschluss an die Bilanz-Presse­konferenz sprachen die Geschäftsführer Jana Schönfeld und ­Michael Lehmkuhl mit der ­möbelfertigung über die fortschreitende Regionalisierungsstrategie, die Herausforderungen durch ­geopolitische Krisen und warum Investitionen am Standort Deutschland derzeit schwieriger sind als im Ausland.

möbelfertigung: Frau Schönfeld, Herr Lehm­kuhl, ein zentrales Thema Ihrer ­Strategie ist die Regionalisierung. Wie sieht der ­generelle Ansatz von Hettich aus, um in den ­Zielmärkten präsent zu sein?

Jana Schönfeld: Mit unseren 138 Jahren ­Geschichte haben wir starke Wurzeln in Deutschland und Europa. Gleichzeitig ­haben wir uns in den letzten Jahrzehnten auch in ­anderen Regionen verstärkt, was uns im ­aktuellen geopolitischen Umfeld sehr hilft. Besonders ausgeprägt ist unser Fußabdruck in Indien, wo wir in diesem Jahr 25 Jahre Hettich feiern. Wir sind dort als Vertriebsgesellschaft gestartet und verfügen inzwischen über zwei Produktionsstandorte in Vadodara und Indore, deren Kapazitäten wir kontinuierlich ausbauen. Damit sind wir nicht nur lieferfähig für die 1,4 Milliarden Menschen vor Ort, sondern auch der größte lokale Möbelbeschlagsproduzent mit den erforderlichen Nachhaltigkeitszertifikaten.

möbelfertigung: Welche Rolle spielt Indien über den lokalen Markt hinaus?

Jana Schönfeld: Wir denken zunehmend darüber nach, Indien auch als Herstellerstandort für andere Regionen der Welt zu nutzen, da sich das Land industriell sehr positiv entwickelt. Ähnlich agieren wir in China, wo wir ebenfalls seit über zwei Jahrzehnten mit Vertrieb und zwei eigenen Werken aktiv sind. Insgesamt verfügen wir über 18 Produktionsstandorte in acht Ländern. Wir prüfen stets, welche Regionen wir von wo aus am besten bedienen können, um gegenüber Zöllen, Lieferkettenrisiken oder geopolitischen Konflikten möglichst flexibel zu bleiben. Unser amerikanischer Fußabdruck wurde zudem durch den Zusammenschluss mit FGV vor zwei Jahren gestärkt, was uns ­besonders in Brasilien und Südamerika eine wichtige Ergänzung gebracht hat.

Michael Lehmkuhl: Kurz gesagt bedeutet ­Regionalisierung für uns, globale Stärke mit ­lokaler Verantwortung zu verbinden. Wir ­fertigen dort, wo die Märkte wachsen, wir entwickeln dort, wo die Kompetenz liegt, und wir entscheiden dort, wo Kundennähe echte ­Geschwindigkeit bringt.

möbelfertigung: Sie sind in über 100 Ländern vertrieblich aktiv, zuletzt kam eine eigene Gesellschaft in Vietnam hinzu. Wie finden Sie den richtigen Zugang zu neuen Märkten – allein oder mit Partnern?

Jana Schönfeld: In Vietnam haben wir uns für eine eigene Vertriebsgesellschaft ­entschieden. Unsere erste gemeinsame mit FGV. Weltweit haben wir 26 solcher Gesellschaften. In vielen anderen Ländern arbeiten wir jedoch eng mit eta­blierten Partnern zusammen.

Michael Lehmkuhl: Es ist immer eine ­Frage der Per­spektive. Wir suchen ­Partner, die ­unsere Qualitätsansprüche teilen, ­technologisch kompetent sind und Reichweite im lokalen Markt besitzen. Kulturelle und wirtschaft­liche Aspekte müssen ­zu­sammenpassen. Wir setzen nicht auf kurzfristige ­Opportunitäten, sondern auf langfristige strategische ­Zu­sammenarbeit. Das gilt für den Vertrieb ebenso wie für Techno­logiepartnerschaften – wie mit FGV, wo zwei Familienunternehmen mit ähnlichen ­Wurzeln und unterschiedlichen Marktpositionierungen ihre Stärken bündeln.

Das komplette Interview lesen Sie in der möbelfertigung 2/26. Zum Beispiel online HIER als E-Magazin

Initiative Pro Massivholz

Neue Maßstäbe für nachhaltige Badmöbel aus Massivholz

Massivholz hält verstärkt Einzug in das Badezimmer. Das österreichische Familienunternehmen Voglauer zeigt mit seiner aktuellen Massivholz-Badmöbelkollektion, wie traditionelle Handwerkskunst, innovatives Design und nachhaltige Materialauswahl zu einem stimmigen Gesamtkonzept verschmelzen. „Die Nachfrage nach natürlichen Materialien im Badbereich wächst stetig, da Verbraucher zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und ein gesundes Raumklima legen“, bestätigt Andreas Ruf, Geschäftsführer der Initiative Pro Massivholz (IPM). Holz als nachwachsender Rohstoff speichert CO₂, reguliert die Luftfeuchtigkeit und schafft eine warme, behagliche Atmosphäre. Diese Eigenschaften setzt Möbelhersteller und IPM-Mitglied Voglauer in seinen Badmöbelprogrammen konsequent um.

„Besonderes Augenmerk legen wir auf Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, so Grünwald. Das Holz stammt aus zertifizierter, regionaler Forstwirtschaft, die Produktion erfolgt energieeffizient und ressourcenschonend. Alle Möbel sind für das Badezimmerklima geeignet und werden mit langlebigen Beschlägen sowie hochwertigen Materialien wie Corian, Naturstein sowie Massivholz oder satiniertem Glas ausgestattet. Beleuchtungssysteme sind harmonisch integriert und betonen die natürliche Maserung des Holzes.
 
„Die aktuelle Entwicklung in der Möbelindustrie zeigt, dass Massivholz im Badezimmer nicht nur ein Trend, sondern ein Statement für bewussten Lebensstil ist“, resümiert Andreas Ruf. Mit seinen Badmöbeln schafft Voglauer Räume, die Natürlichkeit, Funktionalität und zeitlose Eleganz vereinen und damit den Wunsch vieler Menschen nach einem Rückzugsort voller Wärme und Authentizität erfüllen

Hettich

Lädt zum Tag der offenen Ausbildung ein

Einblicke, Mitmachangebote und persönliche Gespräche am 10. Juli 2026 im Ausbildungszentrum in Kirchlengern. Schülerinnen und Schüler, die sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium interessieren, können beim Tag der offenen Tür „Ausbildung Live @Hettich“ 14 verschiedene Berufsfelder kennenlernen. Von 8:00 bis 19:00 Uhr öffnet das Ausbildungszentrum seine Türen und ermöglicht es, Ausbildungsberufe und duale Studiengänge praxisnah zu erleben.

Die Besucherinnen und Besucher erhalten einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten für den Einstieg in die Berufswelt bei Hettich. Vorgestellt werden technische und kaufmännische Berufe sowie zwei duale Studiengänge. Im direkten Austausch mit dem Ausbildungsteam und Auszubildenden können Fragen zu Inhalten, Anforderungen und Perspektiven geklärt werden.

Im Mittelpunkt steht das praktische Erleben. An verschiedenen Mitmach-Stationen können Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden und typische Aufgaben aus unterschiedlichen Bereichen ausprobieren. So entsteht ein realistischer Eindruck vom Arbeitsalltag in den jeweiligen Berufen.

Ein zusätzliches Highlight der Veranstaltung ist ein Gewinnspiel, bei dem alle Anwesenden die Möglichkeit haben, verschiedene Preise zu gewinnen. Organisiert wird „Ausbildung Live @Hettich“ gemeinsam vom Ausbildungsteam und Auszubildenden des Unternehmens.

„Uns war wichtig, dass Interessierte nicht nur Informationen bekommen, sondern selbst erleben können, was hinter den verschiedenen Berufen steckt“, erklären die an der Organisation beteiligten Auszubildenden. „Wir möchten zeigen, wie vielseitig und spannend eine Ausbildung bei Hettich sein kann.“

Für das aktuelle Ausbildungsjahr sind noch Ausbildungsplätze für Stanz- und Umformmechaniker*in verfügbar. Bewerbungen können über das Online-Bewerbungsportal unter ausbildung.hettich.com eingereicht werden.