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Autor: Hahn, Sebastian

Gerald Böse (Vorsitzender Geschäftsleitung), Silke de Witt (Zentralbereichsleiterin Finanzen und Controlling), Henriette Reker (Oberbürgermeisterin der Stadt Köln und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Koelnmesse), Oliver Frese (Geschäftsführer).
Koelnmesse

Starkes Jubiläumsjahr und neue Zehnjahresstrategie

Mit einem Umsatz von 365,8 Mio. Euro, einem Gewinn von 21,3 Mio. Euro und insgesamt 76 Veranstaltungen in Köln und weltweit konnte die Koelnmesse ihre Position als einer der führenden internationalen Messeveranstalter weiter festigen.

Im Messejahr 2024 zählte die Koelnmesse weltweit mehr als 2,1 Mio. Besucher:innen aus 197 Ländern sowie über 34.500 ausstellende Unternehmen aus 106 Nationen. Zu den Highlights in Köln zählten die internationalen Leitmessen ISM, spoga+gafa, gamescom, DMEXCO und ORGATEC. „Unsere Entwicklung zeigt: Wer mutig investiert, innovativ bleibt und konsequent  auf die Zukunft setzt, wird auch in einem anspruchsvollen Marktfeld belohnt“, sagt Gerald Böse, CEO der Koelnmesse.

Mit mehr als einer Mrd. Euro, die das Unternehmen bis 2040 in den Standort Köln investiert, und dem konsequenten Ausbau digitaler Infrastrukturen geht das Unternehmen gestärkt in die Zukunft. „Das Messegelände mit seiner exzellenten Verkehrsanbindung und seiner einmaligen Innenstadtnähe ist im weltweiten Vergleich höchstattraktiv für über 2,5 Mio. Gäste, die im zweijährigen Messeturnus aus 220 Ländern zu uns kommen“, unterstreicht Oliver Frese, COO der Koelnmesse.

Auslandsgeschäft 2024: Internationale Präsenz ausgebaut

Mit acht neuen Veranstaltungen und dem deutlichen Ausbau etablierter bestehender Messeformate setzte die Koelnmesse 2024 ihre Globalisierungsstrategie konsequenz fort. Insgesamt wurden seit 2023 21 neue Auslandsmessen realisiert, neun weitere stehen für 2025 im Messekalender.

Laufendes Geschäftsjahr: Umsatzwachstum und Neugeschäft

„Im laufenden Geschäftsjahr peilt die Koelnmesse mit einem Umsatz von rund 450 Mio. Euro einen neuen Rekord in den Umsatzerlösen“, so Gerald Böse. Die wirtschaftliche Lage gestaltet sich weiterhin schwierig, und der Mittelstand, der Messeauftritte traditionell als Tor zur Welt nutzt, steht unter großem Druck. Gestiegene Kosten, Bürokratisierung und die Handels- und Zollpolitik schlagen auf die Investitions- und Konsumlaune, nicht nur in Deutschland. Gerald Böse: „Kostenseitig bemerken auch wir diesen Druck und erwarten daher ein Ergebnis maximal auf dem Niveau des Jahres 2023.“

Wichtige Impulse für das prognostizierte Wachstum kommen insbesondere aus zahlreichen Premierenformaten im Ausland und erfolgreich akquiriertem Neugeschäft bei Gastveranstaltungen und Konferenzen. Ein bedeutender Erfolgsfaktor ist auch das erst 2024 eröffnete Conference- und Exhibition-Center Confex, das mit einem exzellenten Buchungsstand bis 2030 überzeugt. Für 2025 plant die Koelnmesse insgesamt 82 Veranstaltungen, darunter 60 Eigenveranstaltungen. 39 Messen sollen im Ausland stattfinden, von denen wiederum acht ihre Premiere feiern, darunter die interzum jakarta.

„level 35“: Klarer Kurs für nachhaltiges Wachstum

Mit ihrer neuen Unternehmensstrategie „level 35“ – zentrale Säulen: Profitabilität, Nachhaltigkeit, Kundenorientierung und Internationalitat – verfolgt die Messegesellschaft das Ziel, bis 2035 bei Umsatz und Gewinn dauerhaft und weltweit zu den Top 5 aller Messegesellschaften mit eigenem Gelände zu gehören. „Dies gelingt uns bereits in den starken, ungeraden Messejahren”, so Oliver Frese, „doch unser Ehrgeiz ist es, in den turnusbedingt schwächeren, geraden Jahren Umsatz und Gewinn ebenfalls auf internationales Top-Niveau zu heben.”

Den erforderlichen Wachstumssprung will die Koelnmesse dabei vor allem durch eine optimale Auslastung des Messegeländes in Köln, eine signifikante Steigerung des analogen und digitalen Serviceanteils sowie den konsequenten Ausbau von Eigen- und Gastveranstaltungen im In- und Ausland erreichen.

Nachhaltigkeit: Führungsrolle in der Branche

Ab 2030 will die Koelnmesse das gesamte Unternehmen und ihre Veranstaltungen in Scope 1 und 2 klimaneutral betreiben. Das bedeutet, dass alle unmittelbar selbst verursachten Treibhausgasemissionen (Scope 1) und auch alle Emissionen durch eingekaufte Energie (Scope 2) auf netto null gebracht werden. Im Geschäftsjahr 2024 hat das Unternehmen wichtige Weichen gestellt und zentrale Meilensteine erreicht. So wurden auf Halle 1, Halle 11, dem Eingang Süd und dem neu eröffneten Confex Photovoltaikanlagen mit insgesamt 20.000 qm Modulfläche installiert.

Auch die Umrüstung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung und der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur auf den messeeigenen Parkplätzen sind spürbar vorangekommen. Der Umstieg auf eine geothermische Heiz- und Kühlanlage für das gesamte Messegelände ist ebenfalls in vollem Gange – die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.

Kampagnenstart für die Jubiläums-Ausgabe

Das 30. Jahr der Möbelmeile ist bereits mit erfolgreichen Formaten gestartet: Mit dem gemeinsamen Workshop Möbelmeile LAB (hier im Film) im März, der Frühjahrsmesse im April und dem Sommerfest der Partner im Juni sind in der ersten Jahreshälfte wichtige Treffpunkte entstanden. Doch nun steigt die Vorfreude auf die Hauptveranstaltung im September, die nach wie vor das Leit-Event im Möbelmeile-Jahr darstellt.

Bühne für Innovationen

In der Herbstmessewoche präsentieren in diesem Herbst 15 Marken an acht Standorten ihre Neuheiten. Die Veranstaltung fungiert als Taktgeber und Innovationsbühne für das Möbeljahr 2026. Gezeigt werden neue Produkte, technologische Weiterentwicklungen, fein abgestimmte Flächenkonzepte und wirkungsvolle Marketingmaßnahmen. Zudem gibt es in diesem Jahr noch weitere große Jubiläen zu feiern: Venjakob blickt auf 90 Jahre, Lonsberg sogar auf 140 Jahre Unternehmensgeschichte zurück.

Ein Fixpunkt der Branche mit Zukunftsorientierung

„Unsere Möbelmeile ist seit dem Start 1995 zu einem Fixpunkt im Branchenkalender geworden. Dabei haben wir viele Veränderungen durchlebt und uns immer wieder neu erfunden, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden – bis hin zum heutigen Multitouchpoint für Händler und Verbände“, erklärt Möbelmeile-Geschäftsführer Michael Laukötter.

MÖBELMEILE als Multitouchpoint

Der Begriff Multitouchpoint bringt es auf den Punkt: Die Herbstmesse bildet zwar den Höhepunkt des Veranstaltungsjahres, doch die Showrooms der Möbelmeile stehen ganzjährig offen – für Austausch, Schulungen, Abstimmung, Weiterentwicklung und persönliche Begegnungen. Sie sind zu dauerhaften Orten der Kollaboration und Vernetzung geworden.

Zielgruppen im Fokus

Die Einladung zur Möbelmeile richtet sich an alle, die im Möbelbusiness tätig sind – in erster Linie an Handelspartner aller Formate, Großhändler und Verbände, aber auch an Innenarchitekten, Projektentwickler und Einrichter. Für sie bietet die Möbelmeile eine ideale Plattform zur Inspiration, zum Austausch und zur Weiterentwicklung.

Einladung zum Messe-Highlight

Für die Partner der Möbelmeile steht fest: Die diesjährige Jubiläumsmesse hat eine besondere Strahlkraft – gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Geschäftsführer Michael Laukötter betont: „Das größte Jubiläumsgeschenk machen Sie uns mit Ihrem Besuch. Ich verspreche Ihnen: Es lohnt sich, denn in allen Showrooms werden wichtige Impulse gegeben – und das in der einzigartigen Atmosphäre, die die Möbelmeile ausmacht.“

Der neue Messe-Guide ist da

Alle wichtigen Infos zur Herbstmesse sowie einen ersten Ausblick auf ausgewählte Neuheiten bietet der druckfrische Möbelmeile Guide 2025. Er kann ab sofort per E-Mail an info@moebel-meile.com angefordert werden.

Interprint Polska

Maciej Piatek übernimmt CEO-Position

Interprint Polska strukturiert zum 1. Juli 2025 seine Geschäftsführung neu. Ziel dieser Maßnahme ist es, das Führungsteam gezielt zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Interprint Gruppe sowie auf dem internationalen Markt weiter auszubauen.

Maciej Piatek wird zum neuen CEO von Interprint Polska ernannt. Der erfahrene Manager bringt 20 Jahre Erfahrung in der Dekorbranche mit und war in dieser Zeit in verschiedenen internationalen Führungspositionen tätig. Mit seiner fundierten Expertise wird er sowohl den Standort Polen als auch die gesamte Interprint Gruppe strategisch unterstützen.

Jochen Geiger bleibt in seiner Funktion als Managing Director Operations tätig und wird sich weiterhin auf die Optimierung der Produktionsprozesse und Effizienzsteigerung konzentrieren. David Rauchalles führt unverändert den Bereich Vertrieb und Marketing für Xelio und Melamin als Managing Director Sales & Marketing. Cezary Babala verantwortet als Prokurist und Director of Finance & Controlling weiterhin sämtliche Themen rund um Finanzen und Controlling.

Mit dieser Neuausrichtung setzt Interprint auf Stabilität, Fachkompetenz und zukunftsgerichtete Führung.

Feiert 30 Jahre und blickt nach vorn

Mit einem Jubiläum der besonderen Art beging der Küchentreff am vergangenen Wochenende sein 30-jähriges Bestehen in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam. Unter dem Motto „galaktisch gut“ versammelte der Verband rund 200 Partner, Handels- und Branchenvertreter zu einem Festakt voller Glitzer und Glamour, bei dem vor allem eines im Mittelpunkt stand: der Blick nach vorn.

Digitalisierung, Kundengewinnung, Ladenbaukonzepte

Inmitten der gegenwärtigen Krisenstimmung präsentierte sich die Geschäftsführung rund um Daniel Borgstedt und Prokurist Marko Klokow entschlossen, ein neues Zeitalter einzuläuten. In den Fokus gerückt wurden die konsequent digitale Strategie des Verbands, die gezielte Stärkung von Partnerhäusern sowie neue Konzepte für die Kundengewinnung und -bindung. Zahlreiche Workshops für konkrete Impulse fanden noch vor Ort statt und bereicherten – ebenso wie die Möglichkeit zum persönlichen Austausch – das professionelle und herzliche Miteinander während des gesamten Wochenendes. Hierbei wurden die Partner unter anderem in digitalen Tools geschult sowie moderne Ladenbaukonzepte vorgestellt.

Umsatzminus von 8,2 Prozent in 2024

Dass der Markt nach neuen Lösungen verlangt, wurde angesichts der – derzeit branchenüblichen – Zahlen aus dem letzten Jahr deutlich: So verzeichnete der Küchentreff ein Umsatzminus von 8,2 Prozent in 2024. Im selben Zeitraum gewann der Verband allerdings 74 neue Mitglieder hinzu, davon 20 in Deutschland. Im europäischen Ausland legte der Küchentreff stark zu: Hier stieg die Mitgliedszahl auf 388 Häuser, womit die Wildeshausener nun eine Gesamt-Mitgliederanzahl von 671 verzeichnen. Neben Deutschland ist der Küchentreff auch in den Niederlanden, Österreich, Schweiz, Belgien, Luxemburg, Polen, Rumänien und Moldawien vertreten. Die starke Anbindung an den niederländischen Markt war demnach auch ausschlaggebend für die Jubiläumsfeier in Amsterdam – an einem Wochenende, an dem die Großstadt selbst ihr 750-jähriges Stadtfest feierte.

Jubiläumsfeier mit klarer Botschaft

Trotz festlicher Atmosphäre war das Küchentreff-Jubiläum weit mehr als eine Rückschau. In Vorträgen und Gesprächen wurde deutlich, dass die Wildeshausener ihre Rolle nicht mehr nur als Einkaufsverband, sondern als aktiver Impulsgeber im Markt verstehen. Die Notwendigkeit, sich technologisch wie strukturell weiterzuentwickeln, wurde dabei ebenso betont wie die Bedeutung partnerschaftlicher Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinschaft.

Entsprechend dieser Maxime wurden lokale Mitgestalter – also Handelspartner, aber auch Wegbegleiter:innen – anstelle von gebuchten Keynote-Speakern auf die Bühne gebeten. Stellvertretend für die „Local Heroes“ standen unter anderem die „Küchenliebe“-Podcaster Gérard Alsdorf und Sascha Wollschläger und die Social Media-Expertin Yvonne Zahn auf der Bühne.

Neben der glamourösen Auftaktszene bot die Veranstaltung reichlich Gelegenheit für persönlichen Austausch und konstruktive Gespräche. Der Küchentreff setzte mit seiner Jubiläumsfeier ein weitreichend galaktisches Signal – sowohl für Beständigkeit als auch Erneuerung.

Siempelkamp

Stephan Niggeschmidt übernimmt Leitung der Business Unit Service von Stefan Wissing

Mit Wirkung zum 01. Juli 2025 übernimmt Dr. Stephan Niggeschmidt die Position des CEO der Business Unit Service und wird gleichzeitig Mitglied des Management Boards der Siempelkamp Holding. Er tritt die Nachfolge von Stefan Wissing an, der nach jahrzehntelangem engagierten Einsatz für die Siempelkamp-Gruppe in den Ruhestand geht. In den Monaten bis zum Jahresende 2025 wird Stefan Wissing diese Übergangsphase als Mitglied des Management Boards der Siempelkamp Holding, der Business Unit Service und der Tochtergesellschaft Pallmann begleiten.

„Die Entscheidung zu diesem Schritt hat persönliche Gründe“, sagt Stefan Wissing. „Ich hatte schon lange geplant, im jungen Alter von 60 Jahren in den Ruhestand zu gehen. Ich freue mich sehr, meine Aufgaben und Funktionen an meinen hochgeschätzten Kollegen Stephan Niggeschmidt zu übergeben. Er wird für einen reibungslosen Übergang und weiterhin für Kontinuität in unseren Kundenbeziehungen sorgen.“

Dr. Stephan Niggeschmidt bringt seine langjährige Erfahrung in der Industrie und im After-Sales-Service bereits seit zwölf Jahren in die Siempelkamp-Gruppe ein. Nach seinem Abschluss als promovierter Wirtschaftsingenieur begann er seine berufliche Laufbahn bei SMS in Mönchengladbach. 2013 wechselte er als Leiter des technischen Außendienstes zu Siempelkamp. Im Jahr 2018 wurde er zum Geschäftsführer der Siempelkamp Logistics & Service GmbH ernannt. Er ist außerdem Geschäftsführer der türkischen Tochtergesellschaft von Siempelkamp in Istanbul, deren Gründung er maßgeblich vorantrieb. In 2023 wurde er Mitglied des Management Boards der Business Unit Service. Diese Business Unit entwickelt und koordiniert die weltweiten Service-Aktivitäten innerhalb der Siempelkamp-Gruppe. So wurde die Siempelkamp Service Excellence-Initiative etabliert: Sie bündelt die globalen Kompetenzen der Gruppe, um exzellenten Service aus einer Hand anzubieten. Dazu gehören u.a. der Ersatzteil-, der technische Field- und Remote-Service wie auch umfassende Modernisierungen und Retrofits der Siempelkamp-Anlagentechnik.

Insolvenz angemeldet – zukünftige Entwicklung unklar

Die niederländische Wohnmarke Rivièra Maison wurde am 24. Juni 2025 durch das Gericht in Amsterdam offiziell für insolvent erklärt. Das berichtet unter anderem „De Ondernemer“ und bestätigt, dass bereits am selben Tag alle Mitarbeitenden über die Situation informiert wurden.

Ursachen und Verluste

Die genauen Gründe für die Zahlungsunfähigkeit sind bislang nicht offengelegt. Aus den jüngsten Daten der Handelskammer geht jedoch hervor, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 einen Nettoverlust von etwa 5,8 Mio.  Euro auswies – nach rund 2,7 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Rivièra Maison wurde 1985 von Henk Teunissen gegründet und bestand bereits seit 1948 als Blumenladen in Amsterdam. Später entwickelte sich das Unternehmen zu einem bekannten Wohnaccessoire-Anbieter. 2023 verfügte die Marke über ein Distributionszentrum mit rund 21.000 m² sowie acht eigene Stores in den Niederlanden – u. a. in Amsterdam, Rotterdam, Arnhem und Breda – und belieferte zahlreiche weitere Händler im In- und Ausland.

Reaktionen aus dem Unternehmen

Firmengründer Teunissen zeigte sich gegenüber den Medien tief getroffen und kündigte eine ausführlichere Stellungnahme an . In einem früheren Interview vom März 2025 betonte er noch sein Vertrauen in die Unternehmensnachfolge – Sohn Sjors in der Geschäftsführung und Tochter Bess im Design – sowie in die geplante Erholung im laufenden Jahr.

Status quo und Perspektive

Ein vom Gericht eingesetzter Insolvenzverwalter, derzeit Erik Schuurs, ermittelt nun Schuldenstand und Handlungsmöglichkeiten, darunter auch eine mögliche Übernahme oder Neuausrichtung. Ob und wie eine „Durchstart“-Option umgesetzt werden kann, bleibt offen. Die Stores sind zurzeit laut Unternehmensseite weiterhin geöffnet; online scheinen Kund:innen jedoch aktuell nichts bestellen zu können.

Bedeutung für Branche und Kunden

Die Insolvenz sorgt für Aufsehen in der Wohnbranche – Medien berichten darüber landesweit, von NL bis in die deutschsprachigen Handelskreise. Für Kunden stellen sich nun Fragen zum Verbleib noch offener Bestellungen und Serviceleistungen – analog zur Situation in anderen Fällen, etwa CASA oder Blokker.

Rehau

Mehr als 100 Gäste beim 34. Kantensymposium

Die Welt der Kante bleibt in Bewegung. Und damit die Branche die neuesten Entwicklungen in Theorie und Praxis kennenlernen kann, hat Rehau das Kantensymposium ins Leben gerufen. Ende März 2025 kamen mehr als 100 Gäste ins baden-württembergische Schopfloch, um zu erfahren, was sich in Hinblick auf Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Design und Technik im letzten Jahr getan hat. Gastgeber war diesmal die Homag Group – und als Netzwerkpartner waren Leuco und Riepe mit an Bord.

Begrüßung, praktischer und theoretischer Teil, Kantenschmaus – das Kantensymposium folgte auch in diesem Jahr dem bewährten wie erfolgreichen Ablauf. Die Veranstaltung ist für alle Beteiligten ein echter Matchwinner. „Das Kantensymposium füllt eine Lücke“, so beschreibt Matthias Haasler, Executive Vice President EMEA bei Rehau Interior Solutions, den dauerhaften Erfolg des Konzepts. „Bei uns kommen die Experten aus verschiedenen Branchenbereichen zusammen, lernen konzentriert und komprimiert die wichtigen Kanteninnovationen kennen, und das Wichtigste dabei ist: Das Event gibt ihnen einen Ort zum Austausch und zum Netzwerken – über Abteilungen, Zuständigkeiten und Unternehmen hinweg.“ Gemeinsam mit Dr. Daniel Schmitt, dem CEO des Mitveranstalters Homag Group, begrüßte Matthias Haasler die 100 Gäste aus Möbelindustrie und Innenausbau, bevor dann den Stars des Tages die Bühne gehörte: der Kante mit den dazugehörenden Maschinen und Technologien. Der Tag begann mit dem praktischen Teil in der Produktion der Homag Group und ging am Nachmittag im DEKRA Congresshotel Wart weiter.

Der weltweit führende Kantenhersteller selbst hatte in diesem Jahr eine Reihe von Neuheiten im Gepäck, die in vier Bereiche untergliedert wurden. Die Optik spielt dabei eine zentrale Rolle. Kein Wunder, schließlich ging es schon bei der Erfindung der Möbelkante darum, Möbelstücke, die aus den damals neuen Holzwerkstoffen gefertigt wurden, visuell aufzuwerten. Seitdem ist auf dem Weg zum „Möbelteil wie aus einem Guss“ viel erreicht worden. Und Innovationen rund um die Kante haben auch im letzten Jahr wieder einige Schritte in Richtung Perfektion gemacht. „Raukantex pigmento“ etwa beseitigt störende Rahmeneffekte bei Stein- oder Betonoptik. Effektpigmente sorgen bei dieser Kantenvariante dafür, dass auch der Fräsradius den jeweiligen Oberflächen-Look aufgreift. Auf der interzum 2025 hat Rehau dieses Kantenband nun auch in Holzoptik vorgestellt. Kunden, die individuelle Kantendekore wünschen, können ab sofort das Digitaldruckangebot von Rehau nutzen – und zwar neuerdings mit optischen und haptischen Effekten. Darüber hinaus wurde „Raukantex pro OMR“ konsequent im Hinblick auf Kundenanforderungen weiterentwickelt: Ihr Prozessfenster wurde erweitert und gleichzeitig die Feuchtebeständigkeit bei kritischen Oberflächen erhöht. Ebenfalls aufgrund der Nachfrage aus dem Markt entwickelte Rehau ein lackiertes Kantenband, das es ermöglicht, perfekt lackierte Bauteile zu fertigen: Mit dem Programm „Raukantex paintable“ wurde die Lackierfähigkeit von Kantenbändern weiterentwickelt und unterschiedliche Lackaufbauten für Kunden getestet.

Von links: Dr. Karsten Schween, Sonja Schatt-Fritsch, Anja Schatt-Steiner und Reiner Schulz.
Schattdecor

Personelle Änderungen im Aufsichtsrat

Nach über vier Jahrzehnten engagierter Tätigkeit verabschiedet sich Reiner Schulz aus dem aktiven Berufsleben. Seit 2017 hatte er den Vorsitz des Gremiums inne, zuvor war er von 2007 bis 2017 als CEO tätig. Mit seinem Eintritt in das Unternehmen zur Gründung im Jahr 1985 war er über Jahrzehnte hinweg mitverantwortlich für die Entwicklung und den Erfolg von Schattdecor – besonders die Expansion und Internationalisierung des Unternehmens hat er entscheidend vorangetrieben und so für die globale Positionierung gesorgt.

Firmengründer Walter Schatt zum Ausscheiden von Reiner Schulz: „Reiner Schulz hat Weit-blick, Klarheit und Menschlichkeit vereint und mit seiner Handschrift die Entwicklung von Schattdecor maßgeblich geprägt und mitgestaltet, wofür unser Unternehmen heute weltweit steht. Für seine Loyalität, seine klugen Entscheidungen und die Jahrzehnte an vertrauens-voller Zusammenarbeit bin ich ihm tief verbunden.“

Auch Bruno Walt, der dem Aufsichtsrat seit 2013 angehörte, scheidet nach zwölf intensiven Jahren aus dem Gremium aus. Mit seiner Perspektive als Finanzexperte hat er wertvolle Im-pulse für die strategische Ausrichtung eingebracht.

Neue Mitglieder des Aufsichtsrats
Die Nachfolge im Aufsichtsratsvorsitz tritt Dr. Karsten Schween an, der bereits seit einigen Jahren als Berater eng mit der Unternehmerfamilie verbunden ist. Mit seiner langjährigen Er-fahrung und seinem tiefen Verständnis von Strategie und Governance in familiengeführten Unternehmen, bringt er wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung von Schattdecor mit.

Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Karsten Schween über sein neues Amt: „Ich freue mich darauf, die Entwicklung von Schattdecor gemeinsam mit dem Vorstand und meinen Kolleginnen und Kollegen im Aufsichtsrat weiter zu entwickeln – mit Respekt für die Wurzeln des Unternehmens und einem klaren Blick nach vorn.“

Neu in den Aufsichtsrat aufgenommen wurde zudem Angelique Renkhoff-Mücke. Sie ist seit 1998 in der WAREMA-Gruppe tätig und seit 2001 Vorstandsvorsitzende der WAREMA Renkhoff SE, einem europäischen Marktführer für Sonnenschutz- und Gebäudesteuerungs-systeme. Mit ihrer langjährigen Führungserfahrung und ihrer tiefen Verwurzelung im Fami-lienunternehmen wird sie das Gremium mit unternehmerischer Weitsicht und praxisnaher Perspektive bereichern.

Die Gründerfamilie bleibt durch Anja Schatt-Steiner als 1. stellvertretende Vorsitzende und Sonja Schatt-Fritsch als 2. stellvertretende Vorsitzende wie bisher im Aufsichtsrat vertreten.

„Auch wir danken Reiner Schulz und Bruno Walt herzlich für die langjährige und vertrauens-volle Zusammenarbeit. Sie standen uns stets mit Rat und Tat zur Seite. Mit Dr. Karsten Schween und Angelique Renkhoff-Mücke gewinnen wir zwei starke Persönlichkeiten, die un-sere Werte teilen und den Blick klar auf die Herausforderungen von heute und morgen rich-ten. Wir freuen uns auf die Zukunft“, so die beiden Schwestern.

Fensterbau Frontale

2026 wird erstmals ein Innovation Award verliehen

Auf der Fensterbau Frontale 2026 wird das erste Mal der Fensterbau Frontale Innovation Award verliehen. Die neue Auszeichnung widmet sich Produktneuheiten mit Innovations- und Strahlkraft. Bewerbungen für das neue Format sind ab Ende Juni 2025 möglich.

Aussteller der kommenden Messe 2026 in Nürnberg können sich mit ihren Produktneuheiten für den Innovation Award anmelden. Die neue Auszeichnung soll innovative Produkte mit einem Mehrwert für die Branche in den Fokus rücken. Die Durchführung wird durch AIT-Dialog unterstützt und ideell von ift Rosenheim getragen.

Elke Harreiß, Abteilungsleitung der Fensterbau Frontale, sieht viel Potenzial im neuen Format: „Mit dem Innovation Award möchten wir unseren Ausstellern die Chance geben, ihre innovativen Produkte von einer renommierten Fachjury bewerten zu lassen und die Besucher auf ihre zukunftsweisenden Lösungen aufmerksam zu machen.“

Die kostenpflichtige Teilnahme beim Innovation Award wird ab Ende Juni 2025 mit der Standbestätigung im Fensterbau Frontale Shop buchbar sein. Es können Tür-/ Fenster- und Fassadenprodukte aus allen Bereichen angemeldet werden, darunter auch Dienstleistungen und Maschinen. Auch mehrere Produkteinreichungen sind möglich. Bewertet werden die Produkte von einer mehrköpfigen Fachjury bestehend aus Verbands-, Instituts- und Medienvertretern, sowie Architekten und Ingenieuren, um der Produktvielfalt gerecht zu werden. Alle teilnehmenden Produkte werden außerdem auf der Messe, im Messebegleiter und auf der Fensterbau Frontale Website unter „Aussteller und Produkte“ zusätzlich abgebildet. Der Innovation Award wird am ersten Messetag der Fensterbau Frontale 2026 verliehen werden.