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Autor: Hahn, Sebastian

Ed Pedrick zum CEO berufen

Mit Wirkung zum 16. Juni übernimmt Ed Pedrick die Position des Chief Executive Officer von Dauphin Americas, der US-amerikanischen Tochtergesellschaft der Dauphin Office Interiors GmbH & Co. KG. Er folgt auf Matthew Negron, der das Unternehmen nach langjähriger Zugehörigkeit verlässt, um neue berufliche Wege zu gehen.

Mit Ed Pedrick ist es Dauphin gelungen, einen absoluten Branchenkenner für das Unternehmen zu gewinnen. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Führungserfahrung in der Objektmöbel- und Einrichtungsbranche. In seiner vorherigen Funktion als Chief Sales Officer bei Matter Surfaces etablierte er das Unternehmen als Marktführer im Bereich architektonischer Bodenbelagslösungen und trieb ein signifikantes Umsatzwachstum voran. Seine Laufbahn ist geprägt von einem klaren Fokus auf kundenorientierte Innovationen und dem Aufbau leistungsstarker Vertriebskanäle.

Als neuer CEO wird Pedrick die strategische Ausrichtung und das operative Wachstum von Dauphin in den USA, Kanada und Lateinamerika verantworten. Dabei liegt sein Fokus auf der Stärkung des Marktanteils und der engen Zusammenarbeit mit der deutschen Muttergesellschaft.

„Dauphin ist mit seiner gewachsenen Präsenz in Amerika einzigartig positioniert, um die Anforderungen moderner hybrider Arbeitsplätze und designorientierter Umgebungen zu erfüllen“, sagt Ed Pedrick. „Ich freue mich, gerade jetzt – in einer Phase strategischer Weiterentwicklung – ins Unternehmen einzutreten und gemeinsam mit unserem talentierten Team, unseren Handelspartnern und Repräsentanten unsere Marke weiter auszubauen und nachhaltiges Wachstum zu gestalten.“

Auch Elmar Duffner, CEO der Dauphin-Unternehmensgruppe, begrüßt die Ernennung: „Ed vereint in seltener Weise strategischen Scharfsinn mit operativer Führungserfahrung. Seine tiefgehende Kenntnis des Objektmöbelmarktes und seine Fähigkeit, Strategien konsequent umzusetzen, werden entscheidend dazu beitragen, Dauphin Americas auf das nächste Level zu heben.“

Katrin de Louw (2.v.r.) mit den neuen Partnern im FURNITURE FUTURE FORUM – Alvic (Wim Brinkman), Caesarstone (Evie van Maele, Susann Berger).
Furniture Future Forum

Trend-Update mit neuen Partnern

Weit über 100 Gäste kamen am 5. Juni ins Furniture Future Forum nach Bünde, um neue Impulse zu erhalten: Trends, Thesen und Themen für 2026. Dabei standen die neuen Partner im Rampenlicht: Der spanische Oberflächenspezialist Alvic und der israelische Kunststeinproduzent Caesarstone verstärken künftig den Trendfaktor in dem Innovationsforum.

Im Juni stehen traditionell Material- und Designtrends auf der Agenda. Dabei trugen auch dieses Mal die Netzwerk-Partner ihre volle Kompetenz bei: Den Start machte Alexander Wenzel, Head of Key Account Management bei Forbo Furniture Linoleum. Die Forbo-Gruppe ist führender Hersteller von Bodenbelägen sowie Möbeloberflächen und Bändern für Antriebssysteme. Wenzel warf einen Blick zurück auf die Entwicklungsgeschichte eines faszinierenden Naturmaterials: Linoleum, 1863 durch Frederick Walton durch Experimente mit Leinöl (lat. Linum) entdeckt, wird zu 94 Prozent aus natürlichen Rohstoffen (davon 79 Prozent erneuerbar) hergestellt – und damit ein Material wie gemacht für unsere Zeit. Jeder Quadratmeter bindet 450 Gramm CO₂. Der „Magic Touch“ von Linoleum ist verführerisch – kein Holz, kein Leder, etwas dazwischen. Es ist Fingerprint-proof, pflegeleicht und hygienisch. Linoleum ist deshalb besonders im Küchensegment gefragt, aber auch im Office-Bereich. Die neue Kollektion umfasst 24 Farben – von zeitlosen Neutraltönen bis hin zu satten, modernen Kolorits.

Elisabeth Kätzl, Designerin bei Schattdecor, präsentierte das Trendkonzept „The Art of tmrw“. Der Oberflächenspezialist definiert darin drei Trendbereiche: „Hipstoric“ – eine Wortschöpfung aus „Hip“ und „Historic“. Dieser Trend stellt Altbewährtes in neuen Kontext und wertschätzt Handwerk und Tradition. „Clarity“ – legt den Fokus auf das Wesentliche in einer schnelllebigen, komplexen Zeit. Minimalismus ist der Schlüssel für echte Erlebnisse – besonders sichtbar ist das aktuell im Store Design. „New Aesthetic“ – hier liegt eine Textur von Veränderung in der Luft. Mut zum Unperfekten, Sichtbarkeit von Herstellungsprozessen und Composit-Materialien.

Evie van Maele, Managing Director DACH bei Caesarstone, zeichnete den Weg des israelischen Kunststein-Pioniers nach, der 1987 gegründet wurde und bis heute über 100 mineralische Oberflächen hervorgebracht hat. Die Küche bildet die DNA des Unternehmens, doch inzwischen entwickelt man Produkte für alle Wohnbereiche – auch für den Outdoor-Einsatz, denn die Oberflächen sind wasserfest und schmutzabweisend.

Dann lieferte Katrin de Louw, Trendfilter-Schöpferin und Initiatorin des Furniture Future Forum, ihren mit Spannung erwarteten Trend-Überblick für das Jahr 2026. Sie gliederte ihn in die vier Kategorien Farben, Designs, Business-Ansätze und übergreifende Impulse. Ein paar Spotlights aus dem umfangreichen Trendreport 2026:

1. Farblich darf es wieder mutiger werden – selbst in der KücheLebendige Farben bringen Fröhlichkeit in die Einrichtung mit Ocker, Aqua und Erdtönen. Weiterhin beliebt sind Pastellfarben.

2. Designtrend – Surrealität als Reaktion auf KrisenDer Eskapismus, also das bewusste Ausbrechen aus der Realität, gewinnt als Reaktion auf die multiplen Krisen unserer Zeit – nicht zuletzt die zunehmende Digitalisierung – an Bedeutung. Surreale Gestaltungselemente und emotionale Ansprache holen uns aus dem Alltag. Formal wird mit Übertreibung gespielt: dicke, überbordende Formen und starke Materialstärken setzen Statements.

3. Neue Business-Modelle aus NachhaltigkeitLaut einigen Klimastudien könnten bestimmte Regionen in Äquatornähe bereits bis 2050 kaum oder gar nicht mehr bewohnbar sein. Der CO₂-Faktor wird damit künftig die Wertschöpfung maßgeblich prägen. „Wir müssen in der Produktentwicklung – allein schon aus dem Selbsterhaltungstrieb heraus – diesen Weg konsequent weitergehen“, mahnt Katrin de Louw. Die Folgen dieses nachhaltigen Wandels sind vielfältig: Es entstehen neue Phänomene wie der No-Buy-Trend. Junge Designer entwickeln ökologische Designkonzepte bis hin zu kompostierbaren Möbeln. Ein Beispiel für Re-Use: Das italienische Label Riva fertigt Möbel aus recycelten Holzplatten.

4. Neue Impulse – aus der ArchitekturModulares Bauen, generationenübergreifendes und diverses Wohnen stehen aktuell im Fokus. „Wir müssen Wohnraum grundsätzlich neu denken. Die Zahl der Single-Haushalte nimmt zu, aber wenn wir alt sind, wollen wir doch gar nicht allein leben“, so de Louw. Die große Einsamkeit zählt zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen – die Architektur hat das längst erkannt und erste Antworten entwickelt.

Zum Abschluss des Tages 2026 stellte der Trendscout Jakob Ledermann, Senior Consultant bei der Philoneos GmbH, die provokante Frage: „Ist das Zukunft oder kann das weg?“ Ledermann begleitet mittelständische Unternehmen auf dem Weg zur Handlungsfähigkeit – und war damit genau der richtige Impulsgeber für das Publikum im ostwestfälischen Bünde. Kernpunkte waren das Konsumverhalten einer digitalen Generation und ihre generelle Lebensweise. Schon 2024 wurden weltweit 142 Milliarden US-Dollar im Dialog mit Chatbots umgesetzt. Zukünftig wird es wahrscheinlich normal sein, dass nicht mehr wir selbst, sondern KI-Assistenten für uns einkaufen – aus gutem Grund: Das Überangebot an Produkten führt zur Überforderung.

Fachkräftemangel und Baukosten prägen 2025 und 2026

Die Stimmung in der Bauwirtschaft hat sich gedreht, seit politische Entwicklungen wie das Sondervermögen, der Bauturbo und die etwas stabilere Lage im Hochbau wieder Zuversicht bieten. Auch die Hersteller der Branche teilen den vorsichtigen Optimismus, wie erste Ergebnisse der neuen Jahresanalyse von BauInfoConsult zeigen. Doch was die prägenden Trends der nächsten zwei Jahre angeht, sehen die Produzenten der Branche noch wenig Aussicht auf Entwarnung: Der Fachkräftemangel wird drängender, der Preisdruck bleibt weiter hoch. Serielles Bauen und KI werden mittelfristig noch nicht als Treiber gesehen. Und auch die Entwicklungen auf dem Dämmungs- und Heizungsmarkt werden eher skeptisch betrachtet.

 In einer Online-Befragung unter 42 Herstellern von Bau- und Installationsprodukten wie Heizung und Klima, Baustoffe, Ausbaumaterial, Bauchemie oder Bauelemente hat das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut BauInfoConsult Stimmung, Ertragssituation und Erwartungen im zweiten Quartal 2025 erhoben. Dabei zeigten sich die Bauproduzenten zuversichtlich, was die Branchenkonjunktur angeht – blieben aber angesichts des schwierigen Marktumfelds auf dem Teppich. Dieser zurückhaltende Optimismus zeigt sich auch in den Einschätzungen der Hersteller, welche Trends und Entwicklungen die nächsten beiden Jahre bauwirtschaftlich am meisten prägen werden.

Mangel an Fachkräften und Wohnraum, keinerlei Mangel an hohen Kosten

Die Verrentung der geburtenstarken Jahrgänge rückt mittlerweile nicht mehr nur näher – sie hat längst begonnen. In Bau- und Planungs- wie Industrieberufen macht sich der Mangel an Fachkräften für viele Betriebe deutlich bemerkbar. Kein Wunder also, dass drei von vier befragten Herstellern dieses massive Problemfeld als die Kernentwicklung sehen, der die Branche 2025 und 2026 am stärksten prägen wird.

Aber auch die hohen Baukosten sind für jeden zweiten (45 Prozent) und die Materialpreiserhöhungen für jeden vierten (26 Prozent) bestimmende Themen für die nächste Zeit. Schließlich könnten mögliche Störungen der Handelslieferketten durch die internationalen Zollkonflikte das Material verteuern, während die Baupreise nicht zuletzt durch die Personalkosten vieler Baubetriebe steigen, die ihr Fachkräftereservoir notgedrungen mit höheren Vergütungen an sich zu binden versuchen. Mit Materialkostenanstiegen rechnen in nächster Zeit v. a. Hersteller von Werkzeugen und Zubehör, Außenwand, Dach- und Holzbau, Fenster und Türen sowie Bauchemie.

Branche bleibt wenig enthusiastisch bei den Erwartungen ans serielle Bauen oder KI

Immerhin jeder fünfte Produzent nennt den bekannten Faktor Wohnungsmangel als Trend-Dauerbrenner für 2025 und 2026. Auffällig und etwas bedenklich: Die einschlägig in der Branche diskutierten Gegenmaßnahmen zur Baubeschleunigung und -verbilligung wie modulare und serielle Bauweise oder der Einsatz von KI für mehr Effizienz werden eher selten als prägende Trends genannt: Hoffnungsfrohe Stimmen zur Serialität kommen fast nur aus dem Rohbau- und Installationsbereich, bei den Themen Modulbau und KI-Einsatz sind die optimistischen Trenderwartungen immerhin breiter gestreut.

Nachhaltigkeit bleibt als Branchentrend in den Top 3, Energieeffizienz nur noch auf dem siebten Platz

In Verlauf der 20er Jahre dieses Jahrhunderts sind die einstigen Dauerbrenner-Trends nachhaltiges und energieeffizientes Bauen und Sanieren in den Trendbefragungen von BauInfoConsult im Vergleich zu den oben gezeigten Kosten- und Mangelproblemen als weniger dominante Entwicklungen eingestuft worden. Der Themenkomplex Nachhaltigkeit blieb zwar mit 36 Prozent Nennungen auch 2025 noch unter den Top 3-Trends, doch der Bereich Energieeffizienz tauchte in den Nennungen mit Platz 7 nur noch unter ferner liefen auf (14 Prozent Nennungen). Mit einer Erholung auf dem Heizungsmarkt, auf den sich die öffentliche Effizienz-Debatte seit dem GEG-Fiasko 2023 weitgehend verengt hat, rechnen offensichtlich derzeit wenige Hersteller. Immerhin: Aus den Bereichen Dämmung und sonstiger Außenabdichtung kommen die meisten optimistischen Erwartungen zum Therma Energieeffizienz.

 Über die Untersuchung

Ergebnisse von telefonischen Befragungen unter ca. 500 Marktakteuren wie Bauunternehmen, Architekturbüros, Maler-, Elektroinstallations- und SHK-Handwerksbetrieben sowie 42 Online-Interviews mit Herstellern von Baustoffen und Installationsmaterialien fließen in die im August erscheinende neue „Jahresanalyse Deutschland 2025/2026“ mit ein, die umfassende Baukonjunktur- und Bautrendstudie von BauInfoConsult zu den aktuellen Entwicklungen in der Bau- und Installationsbranche in Deutschland.

pro-K

Plattform „Dein-Kunststoff.de“ startet neues Infoangebot für junge Menschen

Die Initiative „Wir sind Kunststoff“ erweitert ihre Informationsplattform dein-kunststoff.de um einen Bereich speziell für junge Menschen. Ziel des neuen Angebots ist es, Berufseinsteigerinnen und -einsteiger für den Zukunftswerkstoff Kunststoff zu begeistern – und ihnen konkrete Wege in die vielfältige Welt der Kunststoffindustrie aufzuzeigen. Die Kunststoffindustrie bietet in den Bereichen Maschinenbau, Produktion und Verarbeitung eine große Auswahl an Ausbildungsberufen an, die nicht nur vielfältige Karrieremöglichkeiten beinhalten, sondern auch in Zukunft stark gefragt sind.

Junge Talente für eine nachhaltige Branche

Mit der neuen Nachwuchsseite stehen jetzt erstmals explizit die Interessen und Anforderungen der jungen Generation im Fokus. Die Seite bietet leicht verständliche Informationen über Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten rund um Kunststoffverarbeitung, Maschinenbau, Forschung und Nachhaltigkeit. Außerdem werden innovative Projekte und Praxisbeispiele aus Unternehmen vorgestellt, um zu zeigen: Kunststofftechnik ist Hightech – und entscheidend für Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz und moderne Lebenswelten.

Dr. Oliver Möllenstädt, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie, betont: „Wir wollen jungen Menschen zeigen, dass Kunststoff innovativ, nachhaltig und unverzichtbar für zahlreiche Anwendungen im Alltag, in der Technik und im Umweltschutz ist.“

Dr. Christine Bunte, Hauptgeschäftsführerin von Plastics Europe Deutschland, ergänzt: „Mit dem neuen Nachwuchsbereich bieten wir Orientierung und Inspiration – für alle, die sich beruflich einbringen wollen und die Zukunft aktiv mitgestalten möchten– etwa in der Medizintechnik, bei der Energiewende oder in nachhaltiger Mobilität.“

Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Kunststoff- und Gummi­maschinen, erklärt: „Unsere Branche braucht kluge Köpfe und kreative Ideen. Unser neues Informationsangebot zeigt, wie vielfältig und sinnstiftend ein Weg in die Kunststoffindustrie sein kann – ob als Ingenieurin, Verfahrenstechniker oder Entwickler nachhaltiger Lösungen.“

Rheinland-pfälzischer Lehrlingswettbewerbs

Die Sieger stehen fest

Der diesjährige Lehrlingswettbewerb des rheinland-pfälzischen Tischlerhandwerks stand unter dem Motto „Kreislauf – altes Holz in neuer Form“ und griff damit ein hochaktuelles Thema auf: den bewussten Umgang mit Ressourcen und die gestalterische Wiederverwertung von Materialien. Am Dienstag, den 17. Juni 2025, fand im Kinopolis in Koblenz die feierliche Siegerehrung statt.

Unter der Schirmherrschaft von Daniela Schmitt, der Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, präsentierten 23 Auszubildende aus dem zweiten Lehrjahr ihre selbst entworfenen und gefertigten Werkstücke. Die Ausstellungsstücke reichten von innovativen Couchtischen über raffinierte Barschränke bis hin zu multifunktionalen Garderoben, die überwiegend aus wiederverwendetem Holz gefertigt wurden.

Die Wettbewerbsarbeiten zeigten eindrucksvoll, wie es dem Nachwuchs gelingt, traditionelles Handwerk mit modernen Nachhaltigkeitsansprüchen zu verbinden. Die Stücke mussten gemäß den Wettbewerbsvorgaben innerhalb von maximal 40 Stunden gefertigt werden und durften eine Projektionsfläche von 0,7 Quadratmetern nicht überschreiten.

Im gut gefüllten Kinosaal begrüßten Sandra Pojtinger, Vizepräsidentin des Fachverbandes Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz, Petra Dick-Walther, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, sowie Kurt Krautscheid, Präsident der Handwerkskammer Koblenz, die Gäste. In ihren Grußworten betonten die sie das hohe Niveau der eingereichten Arbeiten und die kreative Herangehensweise der Auszubildenden. Sie dankten überdies allen Beteiligten und Unterstützern – insbesondere den Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen, die ihre Lehrlinge dazu motivieren, sich über das Alltagsgeschäft hinaus gestalterisch zu entfalten.

Die Auszeichnung der Gewinnerinnen und Gewinner, die von der mit Regina Adamczak, Redakteurin und Schreinermeisterin beim Fachmagazin BM, sowie Alexandra Birk-Märker, Oberstudiendirektorin der Berufsbildenden Schule Mayen, hochkarätig besetzen Jury ermittelt worden waren, übernahmen Staatssekretärin Dick-Walther, Vizepräsidentin Pojtinger und Verbandsgeschäftsführer Hermann Hubing.

Die Preisträger 2025

Den ersten Platz belegte Jasper Thomas (Möbelmanufaktur Brakonier, Gusterath) mit seinem Sideboard „Zeitzeugen“. Die Jury würdigte die klare Gestaltung und den respektvollen Umgang mit dem alten Material: Für die Außenansicht wurden vollständig gebrauchte Eiche-Deckenbalken verarbeitet, deren ursprünglicher Charakter bewusst sichtbar bleibt. Die Oberfläche wirkt roh, überrascht aber beim Berühren mit einer samtigen Haptik. Im Inneren überzeugt das Sideboard mit moderner Funktionalität – Push-to-Open-Beschläge und präzise gearbeitete Schubkästen verbinden Tradition und zeitgemäßen Komfort zu einem echten Blickfang, gerade in einem modernen Wohnumfeld.

Der zweite Platz ging an David Blazevic (Schreinerei Mainzer, Bodenheim). Seine Arbeit „Die verborgene Bar“ entstand aus einer alten Holztruhe, die um 90 Grad gedreht und funktional neu interpretiert wurde. So wurde aus einem abgelegten Möbel ein zeitgemäß nutzbares Objekt mit technischer Ausstattung. Die Jury lobte besonders das stimmige Zusammenspiel von alten und neuen Materialien: Außen erzählt die Truhe Geschichte, innen überrascht sie mit einer modernen, eleganten Barfunktion.

Mit dem dritten Platz wurde Merle Lutz (Schreinerei Hayer, Wittlich) ausgezeichnet. Ihre Sitzbank setzt alte Gerüstbohlen in Szene – ein persönlicher Bezug zur Gerüstbaufirma ihres Vaters. Die Jury betonte den nachhaltigen Ansatz: Ein scheinbar wertloses Material wird aufgewertet und in einem schlichten, funktionalen Möbel neu genutzt. Die mit Malerfarbe besprenkelten Bohlen wirken apart und bilden einen reizvollen Kontrast zum neuen Korpus. Sichtbare Gratleisten aus Metall fügen sich harmonisch in das klare, moderne Gesamtbild.

Neben den Platzierten wurden auch alle weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihre ideenreichen Entwürfe gewürdigt. Die Vielfalt und hohe Qualität der Exponate verdeutlichten die große Bandbreite innerhalb des Wettbewerbs und die gestalterische Freude des rheinland-pfälzischen Tischlernachwuchses.

Hermann Hubing, der Geschäftsführer von Tischler Rheinland-Pfalz, nutzte in seinem Schlusswort die Gelegenheit, um auf die vielfältigen Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung im Tischlerhandwerk hinzuweisen. Tischlermeisterinnen und Tischlermeister würden, nicht zuletzt in der Betriebsnachfolge, überall gesucht. „Wir brauchen nicht nur Indianer, sondern auch Häuptlinge“, betonte er abschließend.

Die prämierten Arbeiten sowie alle weiteren Exponate waren bis zum Veranstaltungsende im Foyer des Kinopolis zu besichtigen und luden zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum Austausch ein.

Der rheinland-pfälzische Lehrlingswettbewerb hat sich damit erneut als wichtige Plattform erwiesen, um junge Menschen für Designfragen im Handwerk zu sensibilisieren und dem Thema Nachhaltigkeit einen praktischen Rahmen zu geben.

Morgen startet die Messe in Köln

Vom 24. bis 26. Juni 2025 findet die Spoga+Gafa Messe in Köln statt. Das diesjährige Leitthema der internationalen Garten- und BBQ-Messe lautet „Design Gardens“. Es ist zugleich eine Aufforderung: jeder kann seinen Außenbereich individuell gestalten, einen Garten anlegen, Balkon oder Terrasse naturnah, pflegeleicht oder innovativ einrichten. Je nachdem, wofür das grüne Wohnzimmer dienen soll, wird es zum effizienten Nutzgarten, zur stylischen Outdoor-Küche, zur gemütlichen Ruheoase oder zum Spielplatz.  

Trendige Spielwaren für Draußen stehen in Halle 5.2 auf dem Stand B10-C11 der Spielwarenhersteller BIG mit Aquaplay und Smoby Toys sowie des Modellbahnherstellers Märklin mit Gartenbahnen von LGB.

Mit der stylischen Gartenküche von Smoby Toys können Kinder spielerisch Speisen für den Grillnachmittag zubereiten. Wer lieber mit Blumen oder Erde kreative Gerichte zaubert, für den ist die Matschküche genau das Richtige. Das robuste Klettergerüst Kraxxl von BIG, dem Hersteller des BIG Bobby Car, wurde mit dem deutschen Spielzeugpreis ausgezeichnet und bietet vielfältige Bewegungsmöglichkeiten.

Die AquaPlay Mudway ist die erste Matschbahn aus reinem Kunststoff. Das stabile, erweiterbare Wasserbahn-Stecksystem lässt sich schnell und ohne Werkzeug aufbauen. Und die Startsets der LGB Gartenbahnen enthalten Wagen, Gleise und Stromversorgung und bieten Spaß für die ganze Familie.

„Wir freuen uns, zum dritten Mal unsere Spielwarenhighlights auf der spoga+gafa zu präsentieren“, so Thomas Röttenbacher, Geschäftsführer von BIG. „Unser Outdoor-Sortiment orientiert sich an den aktuellen Gartentrends und reicht von Spielhäusern, Rutschen, Fahrzeugen, Sandspielzeugen bis hin zu Wasserbahnen. Fachbesucher können an unserem Stand direkt mit unserem Team ins Gespräch kommen, erhalten exklusive Einblicke, individuelle Beratung und Anwendungsideen. Wir bieten unseren Kunden sowohl individuelle Regal-Lösungen am Point of Sale als auch Paletten-Aufbauten und sind somit flexibel für alle Vertriebsschienen. Vor Ort können sich Interessierte von der Qualität unserer langlebigen Produkte überzeugen.“

Der Küchenring

Jürgen Feldmann scheidet aus der Geschäftsführung aus

Jürgen Feldmann scheidet mit sofortiger Wirkung aus der Geschäftsführung von Der Küchenring und Alliance aus. Diese Entscheidung wurde gemeinsam und einvernehmlich getroffen, nachdem zuletzt unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung der Verbände angesichts der aktuell herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich wurden. Eine dauerhafte Nachfolgeregelung wird zu gegebener Zeit getroffen. Bis auf Weiteres übernimmt Marko Steinmeier die alleinige Geschäftsführung der Verbände Der Küchenring und Alliance.

Jürgen Feldmann trat 2019 als Prokurist in den Verband Der Küchenring ein und übernahm bereits im Jahr 2020 von Manfred Töpert die Geschäftsführung für die Bereiche Marketing und Vertrieb. Vor seiner Tätigkeit bei Der Küchenring verantwortete er seit 2009 als Mitglied der Geschäftsleitung und Prokurist bei der Garant Marketing GmbH den Geschäftsbereich Küche. In den letzten Jahren hat Jürgen Feldmann maßgeblich dazu beigetragen, den Verband erfolgreich weiterzuentwickeln. Besonders hervorzuheben ist dabei die erfolgreiche Einführung des neuen Marketing-Portals, das heute einen wichtigen Baustein im Dienstleistungsangebot des Verbands darstellt. Zudem verantwortete er beim Schwesterverband Alliance den Bereich Küche.

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AUMA

Deutschland ist weltweit führender Messeplatz – 2,5 Millionen internationale Gäste 2024

Deutschland ist der führende Messeplatz in der Welt – auch mit Blick auf die hohe Internationalität auf Aussteller- und Besucherseite: Allein 2,46 Millionen Menschen kamen im vergangenen Jahr aus dem Ausland auf die 176 nationalen und internationalen Messen in Deutschland – was einem Auslandsanteil von 34 Prozent entspricht. Kein anderes Messeland zieht vergleichsweise viele Gäste aus dem Ausland an. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 33 Prozent. Europa ist zugleich Zentrum der weltweiten Messewirtschaft, wie der Weltverband der Messewirtschaft UFI aktuell mitteilt: Mehr als 100 Millionen Menschen aus Europa und der Welt besuchten 2024 Messen auf dem Kontinent – das sind ein Drittel aller Messegäste weltweit.

Konkret kamen die meisten Messebesucher in Deutschland zuletzt aus den Niederlanden (211.000), Italien (176.000), Österreich (152.000), der Schweiz (148.000) und China (120.000), wie der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA vor dem jährlichen Spitzentreffen der Branche an diesem Dienstag (24. Juni) in Berlin mitteilt. Ehrengast beim Jahrestreffen ist die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, Gitta Connemann.

Spitze bleibt Messedeutschland auch auf Aussteller-Seite der nationalen und internationalen Messen zwischen Husum und Friedrichshafen, Essen und Leipzig: Insgesamt stellten 2024 107.340 ausländische Unternehmen hierzulande aus. Führende Ausstellernation ist die Volksrepublik China (20.630 Unternehmen), mit einigem Abstand gefolgt von Italien (10.690), den Niederlanden (rund 5.020), der Türkei (4.920), sowie Frankreich (4.820).

Philip Harting, Vorsitzender des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA:

„Der Messeplatz Deutschland ist der Treffpunkt der globalen Wirtschaft. Gerade das internationale Publikum ist unser größter Fan. Menschen aus aller Welt lassen Messedeutschland brummen. Wir sind und bleiben der internationalste Standort. Die Bundesregierung fordern wir auf, uns mit einer aktivierenden Wirtschaftspolitik zu flankieren: deutlich weniger Bürokratie, konsequente Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, gerade bei der Visavergabe.“

2024 fanden in Summe 322 Messen statt – darunter 176 internationale und nationale sowie 138 regionale sowie acht Neuveranstaltungen. Alle zentralen Kennzahlen verzeichnen ein klares Wachstum gegenüber den jeweiligen Vorveranstaltungen: Die 70 Messeplätze in Deutschland boten mehr als 204.000 ausstellenden Unternehmen eine Plattform (Plus 9,2 Prozent). Über 11,7 Millionen Besucherinnen und Besucher wurden gezählt (Plus 3,2 Prozent). Auch die Standfläche stieg deutlich auf knapp 7,2 Millionen Quadratmeter (Plus 7,2 Prozent). Bemerkenswert sind die Pluszeichen, weil im messeschweren ersten Quartal mehr als 50 Veranstaltungen von Streiks im Bahnverkehr, öffentlichen Nahverkehr und an Flughäfen betroffen waren. AUMA-Schätzungen zufolge kamen dadurch bis zu 250.000 Besucher weniger – ein Rückgang von durchschnittlich elf Prozent.

2025 finden mehr als 310 Messen in Deutschland statt, darunter mehr als ein Dutzend Neuveranstaltungen zu Themen wie Pflege, Energie, Bau. Bis 2029 planen die deutschen Messeplätze umfangreiche Investitionen in Modernisierung und Weiterentwicklung ihrer Infrastrukturen. Ziel ist, den Service für ausstellende Unternehmen und Besucherinnen und Besucher zu verbessern sowie Nachhaltigkeitsziele und hohe digitale Standards zu erfüllen. Nach AUMA-Berechnungen werden dafür deutschlandweit mehr als 770 Millionen Euro investiert.

SaloneSatellite

Bewerbungsfrist für Designer-Talente startet

Ab sofort können sich junge Designer unter 35 Jahren für den SaloneSatellite 2026 bewerben, der vom 21. bis 26. April 2026 auf der Messe Mailand stattfindet. Die Frist endet am 30. August.

Die Veranstaltung wurde 1998 von Marva Griffin Wilshire ins Leben gerufen und wird weiterhin von ihr kuratiert. Ihre Idee war es, den SaloneSatellite zu einer internationalen Talenteschmiede zu machen, die Möbelunternehmen in der ganzen Welt auf sich aufmerksam machen soll.

Jahr für Jahr gehen Hunderte von Vorschlägen aus der ganzen Welt ein, die jeweils im Herbst von einem Auswahlausschuss aus Fachleuten der Branche geprüft werden, darunter auch ehemalige Teilnehmer des Salone. Die Bewerber müssen drei innovative Prototypen vorlegen, die der Mission der Veranstaltung entsprechen. Beim SaloneSatellite 2025 nahmen 700 junge Menschen teil. Ihre Aufgabe war es, alte Techniken in einer zeitgenössischen und nachhaltigen Perspektive neu zu interpretieren.

Zu den bemerkenswertesten Persönlichkeiten des SaloneSatellite gehören Menschen, die heute im Mittelpunkt der internationalen zeitgenössischen Designszene stehen: Oki Sato, Sebastian Herkner, Matali Crasset, Cristina Celestino, Lorenzo Damiani, Felicia Arvid, Zsuzsanna Horvath, Francesca Lanzavecchia, Ini Archibong, Daniel Rybakken oder Zanellato/Bortotto. Dazu führende Namen der chinesischen Szene, wie das Pinwu Design Studio, Benwu Studio und Frank Chou Design Studio, aber auch Europäer, wie das schwedische Kollektiv Front.