„Reformunfähigkeit kostet Arbeitsplätze”
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat angesichts der Arbeitsmarktzahlen für 2025 scharfe Kritik an der Bundesregierung geübt. „In der Industrie wurden 2025 kontinuierlich Stellen abgebaut”, sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann am Dienstag in Frankfurt. Zwar wollten die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau ihre Stammbelegschaft halten, dennoch planten mehr Betriebe mit einem Stellenabbau.
Als Hauptgrund nannte Brodtmann die schwierigen Rahmenbedingungen am Standort Deutschland – insbesondere die im internationalen Vergleich zu hohen Unternehmenssteuern. Die geplante Senkung der Körperschaftsteuer müsse daher „deutlich früher kommen als 2028″, forderte der Verbandschef.
Brodtmann warf der Politik vor, dringend benötigte Strukturreformen zu versäumen: „Statt dringend benötigter Strukturreformen vor allem in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik erleben wir eine politische Reformunfähigkeit in einer Zeit, in der andere Standorte an uns vorbeiziehen.” Die Folgen dieser Versäumnisse müssten nun Beschäftigte und Unternehmen tragen.
Der VDMA fordert von der Bundesregierung konkrete Maßnahmen: eine Senkung der Sozialabgaben, die Einführung einer flexiblen wöchentlichen Höchstarbeitszeit, einen konsequenten Bürokratieabbau sowie das Ende von Vorhaben wie dem Bundestariftreuegesetz. „Der Maschinen- und Anlagenbau glaubt an die Zukunft des Standorts Deutschland, daher erwarten wir in diesem Jahr Taten statt Ankündigungen”, so Brodtmann.









