Ambiente 2026 mit Nachhaltigkeit im Fokus
Das Frankfurter Konsumgütermessetrio Ambiente, Christmasworld und Creativeworld rückt nachhaltigen Konsum stärker in den Mittelpunkt. Vom 6. bis 10. Februar 2026 tragen insgesamt 335 Aussteller das Ethical-Style-Label. Verantwortungsvoller Konsum prägt die Konsumgüterbranche nachhaltig. Das spiegelt sich auch in den Zahlen des Ethical-Style-Programms wider, das 2026 bereits zum elften Mal stattfindet. Von den ausgezeichneten Ausstellern entfallen 289 auf die Ambiente, 32 auf die Christmasworld und 14 auf die Creativeworld. Eine international besetzte Jury hat 123 Teilnehmer neu bewertet.
Kriterien für das Label
Das Ethical-Style-Label behält jeweils drei Jahre seine Gültigkeit. Unternehmen können sich mit einzelnen Produkten, kompletten Produktlinien oder als gesamtes Unternehmen bewerben. Zu den Bewertungskriterien zählen die Verwendung kreislauffähiger Materialien, ressourcenschonende Produktion, handwerklich tradierte Herstellungsverfahren sowie sozial faire Arbeitsbedingungen.
Ausgezeichnete Produkte
Unter den prämierten Ausstellern findet sich das finnische Unternehmen Nature Line Cutlery, das Besteck aus 95 Prozent Biokomposit herstellt. Die Mischung aus Weichholz und erneuerbarem Polypropylen stammt aus Tallöl, einem Rückstand aus Kiefern. Juror Kees Bronk von Go Good Opportunity lobt das Unternehmen dafür, dass es der Konkurrenz einen Schritt voraus sei, während die EU noch um die Umsetzung der Europäischen Entwaldungsverordnung ringe. Die japanische Marke Shupatto / Marna überzeugte mit faltbaren Tragetaschen aus recyceltem Kunststoff. Jurorin Sabine Meyer von Side by Side Design erklärt, dem Unternehmen sei es gelungen, ansprechendes Design mit einem hohen Maß an Nachhaltigkeit zu verbinden. Das ausgeklügelte Faltsystem erinnere an Origami.
Tradition trifft Nachhaltigkeit
Auch traditionelle Handwerkskunst findet Anerkennung. Das peruanische Unternehmen Textialpaca arbeitet seit über 35 Jahren mit Strickerinnen aus der Stadt Callalli zusammen und verbindet hochwertige Alpakafasern mit sozialer Verantwortung. Die deutsche Marolin Manufaktur aus Thüringen fertigt seit über 120 Jahren Krippenfiguren und Baumschmuck aus einer Masse aus Kaolin, Ton, Kreide, Papierfasern und Pflanzenleim. Jurymitglied Mimi Sewalski beschreibt das Unternehmen als bemerkenswerte Verbindung aus Tradition und Widerstandskraft. Die 1584 gegründete Papiermanufaktur Hahnemühle Fine Art präsentiert ihre Natural Line mit Künstlerpapieren aus veganen Pflanzenfasern wie Bambus oder Hanf. Lutz Dietzold vom Rat für Formgebung sieht darin eine vorbildliche Verbindung aus nachhaltiger Materialwahl und energieeffizienter Produktion.
Orientierung auf der Messe
Das Programm erleichtert Händlern die Suche nach nachhaltigen Produkten. In der Online-Ausstellersuche lässt sich gezielt nach dem Ethical-Style-Label filtern. Auf den Messen kennzeichnet das Label die teilnehmenden Stände. Zwei Sonderareale in Halle 3 und im Foyer der Halle 10.1 bündeln ausgewählte Produkte aller drei Messen.
Messe Frankfurt Nachhaltigkeit









