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Autor: Hahn, Sebastian

MIKO Connect 2026

Starke Aussteller für ein starkes Event – Homag, Schattdecor, Henkel, Weinig und mehr

Hettich, HOMAG, Schattdecor, Chiyoda, SURTECO, Weinig, Kleiberit, Jowat, Henkel, Swiss Krono, MKT, Lignum Consulting, Felix Schoeller, HT Bendix, Viefe, Better Light, Integrated Worlds, Reichert Holztechnik sind einige der Aussteller, die dieses Jahr bei der ersten Ausgabe der MIKO Connect in der Stadthalle Bielefeld dabei sind. Das neue Branchenevent startet am 11. und 12. März. Im Fokus stehen Austausch, Networking, Partnerschaften mit einem großen, gemeinsamen Networking Dinner in einer exklusiven Location. Der Aufwand für Aussteller ist minimal: Ein fertig aufgebauter Systemstand wartet auf sie.

Besucher erhalten kostenfreien Eintritt, kostenloses Catering und einen klar strukturierten Überblick über relevante Trends und Entwicklungen – ohne langen Anreiseaufwand, ohne komplexe Messearchitektur und mit maximalem Fokus auf Begegnung. 

Mit dem ICDLI, dem AMK – Die Moderne Küche e. V., dem Igel e.V. sowie weiteren MIKO-Partnern entsteht ein Format, das die Branche dazu befähigen soll,gemeinsam schneller zu handeln, neue Partnerschaften zu knüpfen und Innovationen gezielt voranzutreiben. 

Seien Sie dabei und profitieren Sie von einer effizienten Teilnahme und der Möglichkeit, sich in einem hochwertigen, klar ausgerichteten Umfeld zu präsentieren. 

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter www.miko-connect.de

Homag Group

Passt Führungsstruktur und Verantwortlichkeiten an

Die Homag Group AG stellt ihre Führungsorganisation neu auf. Mit Wirkung zum 1. Januar 2026 wurde der Vorstand der Homag Group AG von bisher drei auf zwei Mitglieder verschlankt. Nach dem Ausscheiden von Dr. Sergej Schwarz, der eine neue Herausforderung innerhalb des Dürr-Konzerns angenommen hat, zum 31.12.2025 besteht der Vorstand künftig aus Dr. Daniel Schmitt (CEO) und Rainer Gausepohl (CFO).

Der Geschäftsverteilungsplan wurde entsprechend angepasst, um klare Verantwortlichkeiten sicherzustellen. Die Verantwortlichkeiten für Plant Engineering (Anlagenbau) zusammen mit dem Project Sales, Production & Engineering und die Strategischen Funktionen R&D sowie Industrial Engineering und Portfolio Management werden künftig von Dr. Daniel Schmitt (CEO) übernommen. Der Bereich Strategic Management Processes wird zukünftig von Rainer Gausepohl (CFO) verantwortet. Darüber hinaus übernimmt Rainer Gausepohl auch die Verantwortung für die Bereiche Software & Digital und Sustainability.

Im Zuge dieser Neuausrichtung übernimmt Frederik Meyer die Verantwortung für den Bereich Global Sales, in den künftig das Marketing integriert wird. Frederik Meyer trägt bereits die Verantwortung für Global Pricing und Global Partner Management und wird in seiner erweiterten Rolle die Weiterentwicklung der weltweiten Vertriebs- und Marketingaktivitäten maßgeblich gestalten.

Achim Homeier, bisher verantwortlich für Marketing, wird sich künftig vollständig auf den Ausbau des strategischen Portfolio Management konzentrieren. Damit stärkt die Homag Group ihre strategische Ausrichtung und schafft die Basis für eine konsequente Weiterentwicklung des Produktportfolios.

Beide Führungskräfte berichten in ihren Funktionen direkt an den Vorstandsvorsitzenden Dr. Daniel Schmitt.

Mit dieser neuen Aufstellung unterstreicht die Homag Group ihren Anspruch, die globale Marktposition weiter auszubauen und die Chancen der kommenden Jahre aktiv zu gestalten.

Texprocess / Techtextil

Innovation als entscheidender Faktor für textile Zukunft

Innovationen sind die Antwort der Textilindustrie auf wirtschaftliche Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und anhaltender Investitionszurückhaltungen. Das wurde auf der Pressekonferenz der internationalen Leitmessen Techtextil und Texprocess deutlich. In einer Panel-Diskussion diskutierten Branchenvertreter, wie Innovationen die textile Transformation beschleunigen – von Künstlicher Intelligenz bis hin zu nachhaltigen Materialien und neuen Produktionsmodellen. Diese Innovationskraft bündeln die Techtextil und Texprocess Innovation Awards, die wegweisende Lösungen für die textile Transformation sichtbar machen.

„Gerade in Zeiten von Investitionszurückhaltung zeigt sich, wie entscheidend Innovationskraft ist“, betonte Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt. „Techtextil und Texprocess sind die Orte, an denen Ideen nicht nur präsentiert, sondern zu marktfähigen Lösungen weiterentwickelt werden. Die Techtextil und Texprocess Innovation Awards machen diese Innovationskraft greifbar – sie geben neuen Technologien Sichtbarkeit, Überzeugungskraft und oft den entscheidenden Impuls, damit aus Forschung konkrete industrielle Anwendungen und Partnerschaften entstehen.“

Im Fokus der Diskussion stand die Frage, wie Unternehmen angesichts globaler Herausforderungen wettbewerbsfähig bleiben. Elgar Straub, Geschäftsführer VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies, machte deutlich: „Innovationen sind heute beides – Effizienzhebel und Wachstumsmotor. Digitalisierung, Automatisierung und KI ermöglichen es Unternehmen, Ressourcen zu sparen, flexibel zu produzieren und sich im Wettbewerb besser und neu zu positionieren.“

Wie stark digitale Prozesse bereits heute Entwicklung und Produktion verändern, zeigte die Perspektive aus der Praxis. Walter Wählt, Chairman Texprocess Innovation Award und Senior Director Advanced Creation bei adidas, erklärte: „3D-Design, virtuelle Prototypen und KI verkürzen Entwicklungszeiten drastisch und reduzieren Materialeinsatz. Doch bei aller technologischen Dynamik bleibt der Mensch entscheidend – Kreativität, Erfahrung und Urteilsvermögen lassen sich nicht automatisieren.“

António Braz Costa, Chairman der Techtextil Innovation Award und General Manager bei CITEVE, unterstrich die zentrale Rolle von Forschung und fortschrittlichen Materialien für die Realisierbarkeit von Nachhaltigkeit: „Nachhaltigkeit, insbesondere in Bezug auf Hochleistungsmaterialien und -produkte, wird nur durch eine fruchtbare Verbindung von Forschung und Innovation wirtschaftlich realisierbar. Recyclingtechnologien, zirkuläre Lösungen oder völlig neue Materialien sind bedeutungslos, wenn sie auf das Labor beschränkt bleiben. Wichtig ist ihre Umsetzung in reale industrielle Prozesse. Messen wie die Techtextil und die Texprocess – und die Innovation Awards selbst – sind entscheidend für die Verbindung von Forschung und Markt.“

Die Techtextil und Texprocess Innovation Awards verdichten diese Entwicklungen zu einem klaren Zukunftsbild der Branche. Sie zeigen, wie sich technische Textilien, Vliesstoffe und textile Verarbeitung durch KI, neue Materialien und nachhaltige Produktionsmethoden weiterentwickeln – und warum Innovation zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird. Die ausgezeichneten Lösungen stehen exemplarisch für den Anspruch der beiden Leitmessen: Forschung, Technologie und Anwendung so zusammenzuführen, dass aus Ideen marktfähige Antworten auf globale Herausforderungen entstehen.

Techtextil und Texprocess finden vom 21. bis 24. April 2026 statt.

Die Gewinner*innen der Techtextil und Texprocess Innovation Awards werden ab dem 14. April 2026 verkündet.

Mit Zukunftsthemen und neuen Perspektiven

Vom 19. bis 22. Januar 2026 wird das Messegelände Hannover erneut zum internationalen Treffpunkt für die Flooring- und Interior-Finishing-Branche. Die Domotex 2026 startet mit namhaften Ausstellern aus Flooring sowie erstmals erweiterten Produktsegmenten wie Wand- und Deckensystemen, Farben, Tapeten und Sonnenschutz. Über 170 neue Aussteller, zukunftsweisende Sonderformate und ein hochkarätiges Konferenzprogramm schaffen neue Synergien entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Neue Perspektiven über klassische Produktgrenzen hinaus

Unternehmen wie Saint-Gobain, PPG Coatings, Lanxess, Meffert Farbwerke, Keimfarben, Erfurt & Sohn, Gardinia oder Peter Hüssen treffen dabei auf führende Marken aus dem Flooring-Bereich wie Egger, Kronospan, Unilin, Classen, Gerflor, ter Hürne oder Swiss Krono. So entstehen neue Synergien zwischen Materialien, Anwendungen und Zielgruppen. Besucher profitieren von einem ganzheitlichen Marktüberblick, während Aussteller neue Kontaktpunkte, Geschäftsmöglichkeiten und Kooperationen über klassische Produktgrenzen hinaus erschließen.

Sonderschauen als Impulsgeber für Praxis, Planung und Innovation

Als zentrale Impulsgeber für Praxis, Planung und Innovation ergänzen zielgruppenspezifische Sonderschauen und Formate das Messeerlebnis der Domotex 2026. Der Architects Space bietet Architekten und Planern einen kuratierten Überblick über innovative Materialien, Systeme und akustische Lösungen. Die Architect Runs finden zweimal täglich statt und führen zu architektenrelevanten Ausstellern. Praxisnah ausgerichtete Formate wie The Work Shop oder der Innovationsparcours rücken konkrete Anwendungen, neue Werkstoffe und digitale Tools für das Handwerk in den Fokus. Mit der Green Collection setzt die Domotex zudem ein starkes Zeichen für nachhaltige Materialien und zukunftsfähige Produktlösungen.

Ein hochkarätiges Konferenz- und Vortragsprogramm für alle Besuchergruppen

Im Zentrum steht The Stage – die zentrale Konferenzbühne der Domotex. Hier diskutieren führende Expertinnen und Experten aus Handwerk, Handel, Interior Design, Architektur und Industrie die entscheidenden Zukunftsthemen unserer Branche: von Beschaffungswesen über Nachhaltigkeit und Akustik bis zu Künstlicher Intelligenz im Handwerk sowie den neuen Anforderungen an Planung, Ausführung und Vermarktung.

Besonderes Highlight: Boxlegende Henry Maske zeigt in seinem Impulsvortrag, wie sich Stärke, Disziplin und Siegeswille aus dem Spitzensport erfolgreich ins Business übertragen lassen. Der Olympiasieger und Weltmeister begeistert mit klaren Erfolgsprinzipien, persönlicher Integrität und seinem Credo: „Mit Hingabe und Einsatz wird das Unmögliche möglich.“

Weiterer Programmschwerpunkt: Das Beschaffungswesen der Bundeswehr bietet Unternehmen einen hochrelevanten Absatzmarkt – im Konferenzslot zum Beschaffungswesen bei der Bundeswehr erhalten Firmen exklusive Einblicke in Vergabeprozesse, Anforderungen und konkrete Chancen für Handwerk, Industrie und Ausstattungspartner. Ein Muss für alle, die öffentliche Auftraggeber strategisch erschließen wollen.

Darüber hinaus bietet die Konferenz zahlreiche weitere hochkarätige Programmpunkte zu Zukunftsthemen der Branche.

Egger

Startet Beschichtung dekorativer Platten in Markt Bibart

Egger treibt den Ausbau seines Standorts in Markt Bibart voran. Mit der Inbetriebnahme der ersten Kurztaktpresse produziert das Werk nun erstmals beschichtete Spanplatten. Die Investition ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms von über 200 Millionen Euro.

Das Werk in Markt Bibart, das Egger im Herbst 2023 übernommen hatte, wandelt sich vom reinen Rohspanplatten-Produzenten zu einem Standort für veredelte Holzwerkstoffe. Nach dem Richtfest für die neue Produktionshalle im August konnte die Montage der Anlage zügig abgeschlossen werden. Nun lief die erste beschichtete Platte vom Band. Ein historischer Moment für das Werk, dem auch die Eigentümer Michael und Fritz Egger beiwohnten.

Veredelung als neue strategische Säule

Bisher produzierte der Standort jährlich bis zu 650.000 Kubikmeter Rohspanplatten. Diese Kapazität bleibt für bestehende Kunden erhalten, wird nun aber durch die Veredelung ergänzt. Die neue Kurztaktpresse ermöglicht eine jährliche Produktion von bis zu 8 Millionen Quadratmetern beschichteter Spanplatten. Damit erhalten Kunden Zugriff auf das breite Egger-Portfolio an Dekoren und Strukturen direkt aus Markt Bibart.

„Mit dem Start der ersten Kurztaktpresse beginnt für unser Werk in Markt Bibart eine neue Ära“, erklärt Markus Scheran, Werksleitung Technik/Produktion. Er lobte besonders die Geschwindigkeit der Umsetzung während des laufenden Betriebs als „großartige Leistung“ des Teams und der Partner.

Großprojekt bis 2026

Die Inbetriebnahme der Presse ist nur ein Schritt in einem mehrstufigen Investitionsplan, der bis Herbst 2026 abgeschlossen sein soll. Bereits seit September wird eine neue Recyclingholz-Aufbereitungsanlage hochgefahren, um den Einsatz von Recyclingmaterial in der Produktion zu ermöglichen.

Die weiteren Pläne für den fränkischen Standort sind ambitioniert:

  • Installation einer zweiten Kurztaktpresse zur Erweiterung der Beschichtungskapazitäten.
  • Bau eines hoch automatisierten Hochregallagers.
  • Errichtung einer neuen Verladehalle.
  • Optimierung bestehender Anlagen.

Durch die Investitionen entstehen am Standort rund 70 neue Arbeitsplätze. Egger setzt dabei nach eigenen Angaben auf modernste Anlagentechnik, um Nachhaltigkeit, Veredelung und Automatisierung voranzutreiben.

Rubner Fenster GmbH

Unter neuer Leitung

Seit dem 1. Januar 2026 steht die Rubner Fenster GmbH unter neuer Leitung. Michael Rubner hat als Chief Executive Officer (CEO) die Geschäftsführung des Südtiroler Unternehmens übernommen und folgt damit auf Markus Nöckler.

Der Wechsel an der Spitze setzt auf interne Erfahrung: Michael Rubner ist bereits seit vielen Jahren in operativen Funktionen innerhalb der Rubner Gruppe tätig. Durch diese Laufbahn bringt der neue CEO umfassende Kenntnisse über die Unternehmensstrukturen und das Produktportfolio mit, das unter anderem Holz- und Holz-Alu-Fenster sowie Fassadenelemente umfasst.

Mit der Personalentscheidung verfolgt das in Sarnthein ansässige Unternehmen eine Strategie der Kontinuität, will aber gleichzeitig neue Schwerpunkte setzen. Laut Unternehmensangaben sollen unter der neuen Führung insbesondere die Bereiche Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Produktentwicklung vorangetrieben werden.

„Als CEO übernehme ich diese Verantwortung mit großer Überzeugung und Leidenschaft“, kommentiert Michael Rubner seine neue Rolle. Er kündigte an, den bisherigen Kurs des Fensterbauers gemeinsam mit dem Team fortzuführen und die Stärken des Unternehmens weiterzuentwickeln. Die Rubner Fenster GmbH wurde 1976 gegründet, beschäftigt aktuell rund 50 Mitarbeiter und ist Teil der international agierenden Rubner Gruppe.

Auslandsmesseförderung 2026: Weniger „German Pavilions“ trotz leichtem Budget-Plus

Deutsche Unternehmen werden im Jahr 2026 seltener unter der Dachmarke „Made in Germany“ auf internationalen Messen vertreten sein. Wie aus dem neuen Auslandsmesseprogramm (AMP) des Bundeswirtschaftsministeriums hervorgeht, sinkt die Zahl der geförderten Gemeinschaftsstände um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zwar hat der Bund den Etat für die Unterstützung deutscher Firmen auf Auslandsmessen leicht angehoben. Um knapp ein Prozent auf nun 44 Millionen Euro. Doch dies gleicht die massiven Kostensteigerungen der Branche nicht aus. Laut dem Verband der deutschen Messewirtschaft (AUMA) sind die Kosten für Messebeteiligungen zuletzt um bis zu 40 Prozent gestiegen.

Verband warnt vor schleichendem Abbau der Exportförderung

Für das laufende Jahr sind insgesamt 236 Gemeinschaftsbeteiligungen in über 50 Ländern geplant. Der AUMA, der das Programm für die Wirtschaft koordiniert, sieht in dem Rückgang eine Gefahr für die Exportchancen des deutschen Mittelstands.

„20 deutsche Gemeinschaftsstände weniger auf den Messen weltweit bedeuten hundertfach weniger Exportchancen für den deutschen Mittelstand“, kritisiert Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des AUMA. Er fordert eine Aufstockung des Budgets um fünf Millionen auf mindestens 49 Millionen Euro. Nur so ließen sich Qualität und Quantität des Programms halten, das insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den oft kostspieligen Schritt auf internationale Märkte erleichtert.

Asien und USA bleiben wichtigste Zielregionen

Der regionale Fokus der Förderung liegt auch 2026 klar auf Süd-Ost-Zentralasien mit rund 95 geplanten Beteiligungen. Auf Länderebene führen die USA das Ranking mit 32 „German Pavilions“ an, gefolgt von China (27), den Vereinigten Arabischen Emiraten (23) und Indien (20).

Das Programm übernimmt in der Regel rund 50 Prozent der direkten Messekosten der Aussteller. Die volkswirtschaftliche Hebelwirkung ist dabei enorm: Nach Angaben des Verbands löst ein investierter Steuer-Euro eine Wertschöpfung von rund 216 Euro aus.

Premiere in Vietnam und Branchen-Highlights

Trotz der reduzierten Gesamtanzahl stehen im ersten Halbjahr 2026 rund 120 Messeauftritte auf dem Plan, darunter einige Premieren und wichtige Branchenevents:

  • Vietnam (Februar): Erstmals wird es einen deutschen Gemeinschaftsstand auf der Textilmesse VIATT in Ho-Chi-Minh-Stadt geben.
  • China (April): Mit rund 90 Ausstellern gehört der Auftritt auf der Chinaplas in Shanghai (Kunststoff- und Gummiindustrie) zu den größten Beteiligungen des Jahres.
  • USA (Januar): Das Jahr startete bereits traditionell stark mit der CES in Las Vegas sowie weiteren Auftritten an der West- und Ostküste.
  • Saudi-Arabien (Mai): Riad entwickelt sich zu einem Hotspot für deutsche Exporteure; allein im Mai finden dort drei Gemeinschaftsbeteiligungen statt.

Jährlich nutzen bis zu 5.000 deutsche Unternehmen die Förderung des Bundes, um neue Absatzmärkte zu erschließen. Seit dem Start des Programms im Jahr 1949 wurden so über 215.000 Mittelständler auf ihrem Weg ins Ausland unterstützt.

Blanco

Neue Personalien für CEO und CFO

Wasserspezialist und Systemanbieter Blanco treibt die Umstellung seines Managements weiter voran. Im Zuge dessen übernimmt CFO Rüdiger Böhle zum 1. Mai 2026 den CEO-Posten von Frank Gfrörer, der künftig dem Blanco-Verwaltungsrat vorsteht. Zugleich verstärkt sich die Geschäftsführung der Blanco-Gruppe mit der neu geschaffenen Position des „Chief Commercial Officer“ (CCO), die die externe Managerin Melanie Aselmann übernehmen wird. Nach einem „Chief Operating Officer“ (COO) wird weiter mit Hochdruck gesucht.

Rüdiger Böhle neuer CEO von Blanco

Wie im vergangenen Jahr stehen auch 2026 alle Zeichen auf Umbruch bei Blanco. Erneut kündigt sich ein Management-Wechsel an: CFO Rüdiger Böhle (60) folgt auf Frank Gfrörer als CEO der Blanco-Gruppe. Seine bisherigen Tätigkeiten als Verantwortlicher für Finanzen, Controlling und Verwaltung wird Böhle um die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie und der Gesamtorganisation ergänzen.

Frank Gfrörer wiederum, seit 2018 als CEO der Blanco-Gruppe tätig und im Mai 2025 als Vorsitzender des Vorstands der Blanc & Fischer Familienholding berufen, steht zukünftig in dieser Funktion dem Blanco-Verwaltungsrat vor.

Neue Position: Melanie Aselmann als CCO von Blanco

Eine weitere Personalie für Blanco kommt ab 1. Mai 2026 von außen: So soll Melanie Aselmann (45) die neu geschaffene Position des Chief Commercial Officer (CCO) besetzen. Die erfahrene Managerin war zuvor bei der Brita Group, Miele sowie Franke für verschiedene Hausgeräte-Units – darunter Water Solutions, Geschirrspüler und Kaffeesysteme – tätig.

Als CCO wird Melanie Aselmann für die Umsetzung des strategisches Kurses rund um das modulare Systemangebot BLANCO UNIT verantwortlich sein. Damit einhergehend soll die Positionierung von BLANCO als Premiumkonsumentenmarke für den Küchenwasserplatz, das aktive Portfoliomanagement mit Blick auf Märkte und die BLANCO UNIT und die Intensivierung von Vertriebs- und Kooperationsmöglichkeiten vorangetrieben werden.

COO von Blanco weiterhin vakant

Nach wie vor „mit Hochdruck“ gesucht werde eine geeignete Nachbesetzung für die vakante Stelle des COOs. Diese war von Juli 2023 bis September 2025 von Holger Harald Stephan besetzt, der ab Oktober 2025 als COO zur Schwesterngesellschaft der E.G.O.-Gruppe wechselte.

Internationalisierung und Wachstum bei Blanco

Frank Grörer sieht in der Neuaufstellung des Top Managements eine ideale Kombination für BLANCO: „Mit Rüdiger Böh­le übernimmt ein erfahrener BLANCO-Manager das Amt des CEO. (…) Er wird dafür Sorge tragen, Performance und Rentabilität zu steigern, um Wachstumsinvestitionen weiter zu ermöglichen.”

Zur Personalie Aselmann sagt er: “Gleichzeitig haben wir eine neue Position im Top-Management geschaffen, die Vertrieb, Marketing, Produktportfolio und Service marktnah und integriert steuern und für die schnelle und effektive Umsetzung der strategischen Roadmap in den Märkten sorgen soll. Wir sind froh, dafür mit Melanie Aselmann eine profilierte Managerin mit einem umfangreichen Erfahrungsschatz gewonnen zu haben.”

Unilin

Erhält Cradle to Cradle Certified Bronze für MDF-Sortiment

Unilin Panels hat als weltweit erstes Unternehmen die Cradle to Cradle Certified Full Scope Bronze V4.0-Zertifizierung für sein gesamtes Sortiment an rohen und melaminharzbeschichteten MDF-Platten erhalten. Dies umfasst auch die Produktreihe Clicwall und markiert einen bedeutenden Fortschritt für die Plattensparte von Unilin.

Bisher waren MDF-Platten oft nur im Bereich der Materialgesundheit zertifiziert. Mit der neuen Auszeichnung erfüllt das Sortiment nun auch die strengen Anforderungen in den weiteren Kategorien des Standards: Kreislauffähigkeit, soziale Fairness, Wasser- und Bodenbewirtschaftung sowie saubere Luft und Klimaschutz.

Mehr als nur ein Label

Der Cradle to Cradle Certified-Standard gilt als einer der anspruchsvollsten Nachhaltigkeitsnachweise weltweit. Er bewertet nicht nur die Zusammensetzung und Sicherheit eines Produkts, sondern auch dessen umfassende ökologische und soziale Auswirkungen. Das Programm arbeitet mit den vier Zertifizierungsstufen Bronze, Silber, Gold und Platin und erfordert von Unternehmen eine kontinuierliche Verbesserung, um das Label zu behalten.

Ruben Driessens, Sustainability Engineer bei Unilin Panels, kommentiert: „Cradle to Cradle Certified bietet einen objektiven Rahmen, um zu beurteilen, ob wir auf dem richtigen Weg sind, wirklich nachhaltige Produkte herzustellen. Es fordert uns heraus, unsere Produkte ständig zu innovieren und zu verfeinern.“

Die fünf Säulen der Zertifizierung

Unilin Panels ließ seine rohen MDF- und HDF-Platten (inklusive Fibrabel und Spezialitäten) sowie die melaminharzbeschichteten Varianten in allen fünf Kategorien des Standards V4.0 prüfen:

  • Materialgesundheit: Die Rohstoffe werden gründlich auf Chemikalien untersucht, um Sicherheit für Mensch und Umwelt zu gewährleisten.
  • Kreislauffähigkeit: Durch den Einsatz von 100 Prozent recyceltem Holz und Rücknahmeprogramme schließt Unilin zunehmend den Kreislauf der Holzfasern. Platten am Ende ihrer Lebensdauer werden als Rohmaterial für neue MDF wiederverwendet.
  • Soziale Fairness: Eine Null-Unfall-Politik und Risikoanalysen bei direkten Lieferanten sollen faire Arbeitsbedingungen garantieren.
  • Wasser- und Bodenbewirtschaftung: Optimierter Wasserverbrauch und die Vermeidung von gefährlichem Abwasser schützen Boden und Wasserressourcen.
  • Saubere Luft und Klimaschutz: Die Nutzung erneuerbarer Energien (z. B. Biomasse) und Energieeffizienzmaßnahmen reduzieren den CO2-Fußabdruck der Produktion erheblich.

Diese Zertifizierung steht im Einklang mit „One Home“, der Nachhaltigkeitsstrategie von Unilin, die auf die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks, sichere Arbeitsplätze und bessere Lebensumgebungen abzielt. Zuvor hatte Unilin Panels bereits die gleiche Zertifizierung für seine Spanplatten und das HPL-Sortiment erhalten.