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Autor: Hahn, Sebastian

Homag Group

Umsatz im ersten Quartal 2023 gestiegen

Die Homag Group konnte seinen Umsatz im ersten Quartal 2023 um 10 Prozent steigern. Der Auftragseingang hat sich nach zwei außergewöhnlich starken Jahren im ersten Quartal 2023 erwartungsgemäß abgeschwächt.

Der Auftragseingang lag im ersten Quartal 2023 bei 353 Mio. Euro (Vorjahr: 574 Mio. Euro). „Wir haben diese Abkühlung beim Auftragseingang so erwartet“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Schmitt. „Wir blicken auf zwei Jahre mit außerordentlich hohen Investitionen unserer Kunden zurück – mit dem absoluten Rekordwert im ersten Quartal 2022. Seit Mitte 2022 sehen wir eine Normalisierung der Bestellungen. Erfreulich ist aber, dass der Auftragseingang in den ersten drei Monaten 2023 über dem Wert des verhaltenen vierten Quartals 2022 liegt.“ Der Auftragsbestand verringerte sich zum 31. März 2023 auf 1.036 Mio. Euro (31.03.2022: 1.213 Mio. Euro), befindet damit aber weiterhin auf einem hohen Niveau.

Aufgrund dieses hohen Auftragsbestands stieg der Umsatz der Homag Group um 10 Prozent auf 404 Mio. Euro (Vorjahr: 367 Mio. Euro). Das EBIT vor Sondereffekten lag mit 27,0 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau (26,8 Mio. Euro). Es beinhaltet unter anderem gestiegene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung für neue Produktinnovationen, die auf der Branchenleitmesse LIGNA vorgestellt werden. Zum 31. März 2023 waren 7.570 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Egger

Deshalb war die Akquisition in den USA so wichtig

Egger hat in letzter Zeit nicht nur die Mehrheit des italienischen Unternehmens Saib übernommen sondern mit Novem Industries auch eine Akquisition in den USA getätigt. „Mit dieser Investition verbreitern wir unsere Rohstoffbasis durch den Einsatz von Recyclingholz in Lexington und können dadurch unsere Bemühungen im Sinne der Kreislaufwirtschaft weiter ausbauen“, so Michael Egger jun. Gegenüber der „möbelfertigung“. „In unserem Werk in Lexington, NC haben wir gerade Anfang März mit der Inbetriebnahme einer neuen Recyclinganlage begonnen. Diese können wir dank dieser Akquisition ideal mit Holz versorgen. So können wir das recycelte Verpackungsholz aus der Region, das wir an dem neuen Standort sammeln, einer stofflichen Verwendung zuführen und daraus wiederum hochwertige Produkte fertigen.“
Der österreichische Werkstoffspezialist ist sehr zufrieden, wie man sich bereits am US-amerikanischen Markt ­etablieren konnte. „Wir sind nun seit Herbst 2020 als ­lokaler Produzent vor Ort und haben bereits die Marktgegebenheiten kennengelernt“, so Egger. „Wir konnten unsere dritte Kurztaktpresse in unserem Werk in Lexington, NC (US) in Betrieb nehmen, das Papier für die Beschichtung werden wir ab Sommer vor Ort imprägnieren.“

Wie Michael Egger jun. die konjunkturelle Lage für sein Unternehmen insgesamt einschätzt und wie er mit der kritischen Berichterstattung in Sachen illegalem Holzeinschlag in Rumänien umgeht, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „möbelfertigung“.

TopaTeam

Meistertag: Hausmesse – Workshops – Netzwerk

Am 6. Oktober lädt das Schreiner- und Tischlernetzwerk TopaTeam seine Partnerbetriebe zum Meistertag nach Weimar ein. Im Mittelpunkt stehen der gemeinsame Austausch, Fortbildungsmöglichkeiten sowie Produkte von mehr als 25 TopaTeam-Lieferanten.

„Unsere Partner können den Meistertag auch als eigenes Teamevent nutzen, denn es ist für alle sehr viel geboten“, sagt TopaTeam-Geschäftsführer Walter Greil. „Wir freuen uns wieder sehr auf den gegenseitigen Austausch. Die Vorbereitungen bei uns in Wolnzach laufen aktuell auf Hochtouren.“

Die Idee für den Meistertag ist aus dem früheren Konzept der TopaTeam Hausmesse entstanden. „Nach den Corona-Jahren wollten wir unseren Partnern mit dem Meistertag ein verbessertes Konzept anbieten und damit unseren Netzwerkgedanken hervorheben“, erklärt Walter Greil.

Auf der Hausmesse zeigen tagsüber mehr als 25 Hersteller und Lieferanten aus dem Küchen- und Möbelbereich ihre Produkte und Leistungen. Parallel können sich die Teilnehmer in einem vielfältigen Workshop-Programm über aktuelle Themen der Branche informieren. Auf der Messeparty am Abend zeichnet zum zweiten Mal eine Fachjury den TopaTeam Newcomer aus – den Partner, der sich in kurzer Zeit am besten mit TopaTeam weiterentwickelt hat.

Välinge Innovation

Konnte Forte von wegweisender Montagetechnik überzeugen

Forte, einer der größten Hersteller von RTA-Möbeln in Europa, hat mit der Produktion von Möbeln mit der Välinge-Innovation-Technologie „Threespine ID“ begonnen.

„Forte ist einer der führenden Hersteller von montagefertigen Möbeln in Europa, und wir freuen uns sehr, dass sie sich entschieden haben, in Zukunft ausgewählte Kollektionen mit unserer Technologie zu produzieren“, so Johan Hallin, Senior Key Account Manager Furniture bei Välinge Innovation. „Dies ist ein klarer Beweis dafür, wie außergewöhnlich diese brandneue Lösung ist.“

Die „Threespine“-Klick-Möbeltechnologie ist eine sehr schnelle und äußerst unkomplizierte Art, Möbel zu montieren – einfach die Paneele zusammenklicken und fertig. Das Verfahren ist so mühelos und so genial, dass die Möbelmontage bis zu zehnmal schneller ist als bei herkömmliche Verfahren.

Das soeben auf den Markt gebrachte „Threespine ID“ bietet alle Vorteile der ursprünglichen „Threespine Cor“e-Lösung, verwendet jedoch geneigte Dübel und eine innovative Verriegelungsvorrichtung, um ein Trennen der Paneele wirksam zu verhindern und solide, dauerhafte Ergebnisse zu gewährleisten. Um eine einfache Implementierung zu gewährleisten und größere Änderungen in der Entwurfs- und Herstellungsphase zu vermeiden, basiert die Produktion auf den traditionellen Bohrmethoden der Branche. „Die Mission von Forte ist es, bessere Häuser zu schaffen. Als ich die Lösung von Välinge zum ersten Mal sah, hat es bei mir sofort Klick gemacht. Sie bietet dem Verbraucher eine neue Erfahrung bei der Montage, die einfacher und intuitiver ist. Gleichzeitig verlängert die Möglichkeit, die Möbel bequem zu zerlegen, ihren Lebenszyklus und erleichtert das Recycling, was ein weiterer großer Schritt in Richtung eines unserer wichtigsten Ziele für die kommenden Jahre ist – Nachhaltigkeit“, so Maria Florczuk, Vorstandsmitglied der Forte-Gruppe. „Ich bin überzeugt, dass wir durch die Zusammenarbeit mit einem Innovationsführer wie Välinge unseren Kunden und Verbrauchern bessere Lösungen bieten können. ,Threespine ID‘ ist eine perfekte Ergänzung zu unserer ursprünglichen Core-Lösung, und wir freuen uns über das große Interesse, das sie in der Branche findet“, so Johan Hallin abschließend. 

„Interzum Trend Stage“ und „Product Stage“

Highlights des dritten Messetags

Die „Interzum“ hat auch in diesem Jahr wieder eine Menge Rahmenprogramm mit zahlreichen hochkarätigen Referenten und Unternehmen auf der „Trend Stage“ auf dem Nordboulevard vor Halle 8 und auf der „Product Stage“ ganz zentral auf dem Mittelboulevard. Wir stellen Ihnen einige Highlights vor.

Auf der „Trend Stage“ geht Martin Beeh, Business Development Threespine DACH-Region ab 10 Uhr der Frage nach, warum Schweden so innovativ sind. Um 11.30 stellt Michael Baumgartner, Secretary-General von Europur, mögliche Wege in die Kreislaufwirtschaft in der PU-Schaumstoffindustrie vor. Interessante Einblicke erwarten wir ab 13.30 Uhr von Ursula Geismann , Inhaberin Institute of interior desgin and trends, und ihrem Vortrag „Megatrend Unsicherheit. Herausforderung für die Einrichtungsindustrie.“ Einen vom Titel her pessimistisch klingenden aber sicher trotzdem wichtigen Vortrag hält im direkten Anschluss Elisabetta Rizzato von Italianbark. Es geht nämlich um „Wohntrends in Zeiten der Rezession.“

Das komplette Programm finden Sie hier: https://bit.ly/3NH3JSq

Auf der „Product Stage“ beginnt Mike Murray von der Vita Group um 10 Uhr mit „Einem wissenschaftlich fundierten Ansatz für die Analyse des Produktlebenszyklus mit dem Ziel, Netto-Null zu erreichen.“ Ab 11.30 Uhr erklärt Silvia Huang, Projektleiterin Koelnmesse Beijing, „Geschäftsmöglichkeiten für die Möbelproduktion auf dem asiatischen Markt.“

Das komplette Programm finden Sie hier: https://bit.ly/42hbyCD

„Interzum Award“

Das sind die Sieger

Seit 23 Jahren geht der „Interzum Award“, der alle zwei Jahre von der Koelnmesse und Red Dot für die Möbelzulieferindustrie ausgerichtet wird, an besonders innovative Produkte. Aus knapp 150 Einreichungen von Herstellern aus 18 Nationen wählte die Jury in diesem Jahr 52 Produkte aus. Sieben Einreichungen wurden für herausragende Leistungen, die in Form und Funktion neue Maßstäbe in ihrer Branche setzen, mit einem „Best of the Best“ gewürdigt, 45 weitere Produkte und Materialien erhielten eine Auszeichnung für hohe Produktqualität, die für besondere Leistungen in Form und Funktion vergeben wird. Die Preisträger wurden am 8. Mai, dem Vorabend der interzum 2023 gewürdigt. Die ausgezeichneten Produkte, Materialien und Konzepte werden für die Dauer der Messe bis zum 12. Mai in analoger oder digitaler Form auf dem Nordboulevard der Messe präsentiert.

Dieses Jahr stand erstmals das Thema „Neo Ecology“ im Fokus: Mit einer eigens dafür eingerichteten Kategorie wurden in ökologischer Hinsicht zukunftsweisende Produkte, Verfahren und Konzepte gesucht. „Innovationen bei Produkten und Produktionsverfahren sowie neue Materialien sind die Art von Impulsen für eine nachhaltige Wirtschaft, die aus den Unternehmen selbst heraus vorangetrieben werden und den diesjährigen interzum-Leitsatz ‚Shaping the Change‘ mit Leben füllen“, so Maik Fischer, Director interzum. „Genau solche Innovationen verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit – auch und gerade im Rahmen einer internationalen Leitmesse wie der interzum 2023. Durch die Einführung einer entsprechenden Kategorie wollen wir den Leistungen unserer Aussteller in diesem Bereich zu mehr Sichtbarkeit verhelfen.“

In der Kategorie „Neo Ecology“ vergab die Jury acht Auszeichnungen, darunter ein „Best of the Best“ für die Matratze „Vita First“ von The Vita Group aus Großbritannien. Dabei handelt es sich um eine Matratze, die unter Einsatz innovativer, nachhaltiger Technologien unter Verzicht auf Klebstoff produziert wird, um die Demontage und das Recycling am Ende des Lebenszyklus zu erleichtern. Sie besteht zudem aus Orbis Plus MB, Novus, einem rekonstituierten Schaum und hat einen nachhaltigen Bezug.

Einer der wichtigsten Trends im Bereich „Neo Ecology“ ist, laut Jury, die Ressourcenreduktion. Vito Oražem, Jurymitglied und Geschäftsführer von Red Dot, erläutert: „Es geht heute nicht nur um reine Produkteigenschaften, sondern auch um die Frage, wie mit Hilfe der Technologie und des Designs eine Reduktion der eingesetzten Ressourcen gelingen kann. Diese Reduktion muss dabei in Einklang mit der jeweiligen Funktion gebracht werden. Die aktuelle Verschlankung vieler Produkte geht mit einer Einfachheit im Design einher, die ich sehr interessant finde.“

In der Kategorie „Function & Components“ wurden insgesamt drei „Best of the Best“-Auszeichnungen vergeben, darunter der Dreh-Schwenkbeschlag „FurnSpin“ von Hettich, der es dank einer einzigartigen translatorischen Rotationsbewegung ermöglicht, das Schrankinnere um die eigene Achse komplett nach außen zu drehen. Außerdem für das elektronische System „Amperos“ von Julius Blum, eine einfache und sichere Lösung zur Elektrifizierung von Möbeln, sowie für „Peanut Core“ von Pyrus Panels, einen unsichtbaren, werkzeuglosen Verbindungsbeschlag für Möbel aus rahmenlosen Leichtbauplatten.

In der Kategorie „Materials & Nature“ gingen zwei „Best of the Best“-Auszeichnungen an „Arfinio“, eine neuartige Solid-Surface-Technologie von Covestro und Arcesso Dynamics, die die Herstellung nahtloser solider Oberflächen ermöglicht, sowie das Holztextil „Nuo“ des gleichnamigen Herstellers, das die Weichheit von Leder und die Geschmeidigkeit von Stoff bietet, dabei jedoch aus echtem Holz gefertigt, vegan und nachhaltig ist.

Im Bereich „Textile & Machinery“ wurde eine Auszeichnung für „SmartSleeve Circular“ vergeben, einen aus Meereskunststoffabfällen hergestellten Matratzenschoner von BekaertDeslee. Dieser ist mit einem „Transparent Circular Label“ mit NFC-Tag versehen, das Verbrauchern wie Recyclingbetrieben am Ende des Produktlebenszyklus vollständige Transparenz über die Materialzusammensetzung des Schoners liefert.


Naber

Mit „Red Dot“ ausgezeichnet

Nabers „Compair Prime flow“ erhält im Red Dot Wettbewerb die Auszeichnung „Winner“ in der Disziplin „Product Design 2023“. Das international bekannte Red Dot Siegel bescheinigt dem effizienten Luftkanalsystem eine hervorragende Gestaltungsqualität. Die Jury ließ sich von mehreren Bewertungskriterien leiten, unter anderem vom Innovationsgrad, der Funktionalität, der ökologischen Verträglichkeit und Langlebigkeit sowie der Selbsterklärungsqualität des Systems.

Das von Naber komplett neu gestaltete Lüftungssystem für Dunstabzüge in Küchen vereinfacht die Planung und Montage im Vergleich zu jedem anderen System deutlich. Ein zentral wichtiges Element des neuen Produktdesigns ist der Universalverbinder mit doppelten Lippendichtungen. Mit ihm werden die flachen oder runden Luftkanäle und die aerodynamisch optimierten Bögen werkzeuglos durch Zusammenstecken miteinander verbunden.

Dank der Flexzone des Universalverbinders kann die Verlegerichtung beim Anfügen jedes Luftkanal-Elementes um bis zu 15 Grad verändert werden. Auch wer kein Montage-Profi ist, erkennt, ob das System dauerhaft luftdicht verlegt ist. Grund dafür sind einerseits Richtungspfeile an den Elementen, vor allem aber die Rastelemente am Verbinder. Sie schaffen stabile Verbindungen und geben per Klick Rückmeldung über die richtige Montage. Optionale Stützstege ermöglichen es, die Flachkanäle auch im Fußboden zu verlegen, etwa bei einer freistehenden Kochinsel.

Außer durch Zeitersparnis und Sicherheit bei der Montage profitieren Küchennutzer durch das bionische Design nach dem Vorbild der Natur. Schon bei niedrigen Stufen der Dunstabzugshaube oder des Muldenlüfters wird der Kochdunst mit „Compair Prime flow“ sehr effektiv abgeführt. Die Geräuschentwicklung der Küchenlüftung fällt vergleichsweise gering aus, gleiches gilt für den Stromverbrauch.

GOCon / Hesse Lignal

Digitale Zwillinge für kontrollierte Lieferketten

In Zeiten des Fachkräftemangels ist Effizienz extrem wichtig. Dafür sind Automatisierung und Digitalisierung die besten Mittel. Gerold Ohlendorf, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Gocon Consulting stieg 2019 als Interims-CIO bei Lackhersteller Hesse Lignal ein, um die Supply Chain zu digitalisieren. Wie das gelang und welche weiteren Pläne es gibt, erklärt er im Interview mit der „möbelfertigung“.

Das komplette Interview können Sie hier lesen: https://moebelfertigung.page.link/vD6H

„Interzum Trend Stage“ und „Product Stage“

Highlights des zweiten Messetags

Die „Interzum“ hat auch in diesem Jahr wieder eine Menge Rahmenprogramm mit zahlreichen hochkarätigen Referenten und Unternehmen auf der „Trend Stage“ auf dem Nordboulevard vor Halle 8 und auf der „Product Stage“ ganz zentral auf dem Mittelboulevard. Wir stellen Ihnen einige Highlights vor.

Auf der „Trend Stage“ stellt Nils Bader, Director des „Green Product Award“ ab 10.30 Uhr die Gewinner vor. Um 14 Uhr beginnt der Vortrag „Digital Material Twin: Nachhaltiges Design und Engineering“ von Dr. Hans-Peter Schlegelmilch, CEO von Brain of Materials.

Das komplette Programm finden Sie hier: https://bit.ly/3NH3JSq

Auf der „Product Stage“ dürfte der Vortrag „Disruptive is the new normal. The great transformation of surfaces“ von Nadia Oukid, Global Design Manager von Sappi, sehr interessant werden. Er beginnt um 14.30 Uhr. „Möglichkeiten mit Amperos“ stellt direkt im Anschluss Michael Mandlburger, Head of Business Development von Blum vor.

Das komplette Programm finden Sie hier: https://bit.ly/42hbyCD