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Autor: Hahn, Sebastian

Würth Gruppe

Mit zweistelligem Umsatzplus erneut auf Rekordkurs

Die Würth-Gruppe, Weltmarktführer in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial, verzeichnet im Geschäftsjahr 2022 erneut ein zweistelliges Umsatzwachstum. Der Umsatz liegt mit 19,9 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahr (2021: 17,1 Milliarden Euro). Das entspricht einem Plus von 16,8 Prozent, währungsbereinigt sind es 15,1 Prozent. Mit 1,6 Milliarden Euro erzielt der Konzern auch beim Betriebsergebnis eine neue Rekordmarke (2021: 1,3 Milliarden Euro).

„Wir haben in den vergangenen beiden Jahren ein Umsatzplus von über 5,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das ist in unserer über 75-jährigen Unternehmensgeschichte eine beachtliche Leistung – bedenkt man die Vielzahl an Unabwägbarkeiten, die uns seit Beginn der Corona-Pandemie 2020 und jetzt mit dem Krieg in der Ukraine einiges abverlangen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten schätzen unsere Kunden unsere zuverlässige Lieferfähigkeit und Serviceführerschaft“, resümiert Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe.

Gesellschaften im In- und Ausland wachsen zweistellig

Nach wie vor ist Deutschland mit einem Umsatzanteil von 39,4 Prozent der wichtigste Einzelmarkt der Würth-Gruppe. Die deutschen Gesellschaften erzielten ein Umsatzplus von 13,1 Prozent. Die Stabilität der einzelnen Geschäftsmodelle und die sehr hohe Produktverfügbarkeit sind Gründe für die positive Entwicklung. Besonders erfolgreich schnitten der Elektrogroßhandel (+24,8 Prozent) sowie die Würth Elektronik Gruppe (+22,0 Prozent) ab. Die Division Holz erzielte mit 21,4 Prozent das größte Wachstum unter den Divisionen der Würth-Linie, gefolgt von der Industrie mit 20,9 Prozent. Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Keimzelle und größte Einzelgesellschaft des Konzerns, steigerte ihren Umsatz inklusive konzerninterner Umsätze um 10,5 Prozent. Auch die Gesellschaften außerhalb Deutschlands verbuchten mit einem Umsatzplus von 19,4 Prozent ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Leistungsträger sind Amerika, Süd- und Osteuropa.

E-Business: Kunden setzen weiterhin auf digitale Warenbeschaffung

Neben den weltweit über 43.000 Mitarbeitenden im Vertrieb und den mehr als 2.500 Niederlassungen zählt der Bereich E-Business zu den strategischen Wachstumsfeldern der Würth-Gruppe. Während der Corona-Pandemie wurde die Warenbeschaffung über digitale Kanäle für unsere Kunden fester Bestandteil ihrer Bestellroutine. Dieser Trend spiegelt sich im Umsatz wider: Das E-Business erzielte konzernweit einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro. Der Umsatzanteil lag auf einem neuen Höchstwert von 20,7 Prozent.

Starkes Wachstum braucht starke Logistikprozesse

Das kontinuierliche Wachstum der Würth-Gruppe setzt voraus, dass die Prozessstrukturen mitwachsen. Strategie des Konzerns ist es daher, das ganze Potential an Digitalisierung und Automatisierung vollumfänglich auszuschöpfen, um auch gesellschaftlichen Herausforderungen wie dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel zu begegnen. „Unsere Roboter in der Logistik erhöhen einerseits die Produktivität. Andererseits entlasten sie unsere Mitarbeitenden bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten. Über automatisierte Prozesse können wir unsere Kunden schnell und zuverlässig beliefern. Sie schätzen die Qualität unserer Produkte, dasselbe erwarten sie zurecht von der Verfügbarkeit der bestellten Ware“, sagt Friedmann.

Wichtige Bausteine für die stetige Versorgungssicherheit und damit Entlastung unserer Kunden auch in herausfordernden Zeiten waren einerseits die Anmietung von zusätzlichen Palettenplätzen, allein bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG waren es über 60.000. Andererseits setzte Würth auf den Aufbau von Personal und erhöhte seinen Warenbestandswert innerhalb der letzten beiden Jahre um über 70 Prozent – und das in Zeiten, in denen viele andere Unternehmen abgebaut haben. Friedmann betont: „Das Familienunternehmen hat dabei einen ganz entscheidenden Part: Es gibt den nötigen Handlungs- sowie Entscheidungsfreiraum und damit Stabilität für solche Entscheidungen.“

Würth schafft weltweites Wissens- und Realisierungsnetzwerk in der Logistik

Experten aus unterschiedlichen Ländern der Würth-Gruppe bilden ein sogenanntes „Inno.Log-Gremium“ (Innovationen in der Logistik) und tauschen sich regelmäßig über neue Technologien sowie standardisierte Automatisierungslösungen im Bereich der Logistik aus. Ziel ist es, diese allen Würth Gesellschaften verfügbar zu machen. „Der Vorteil ist, dass nicht jede unserer über 400 Gesellschaften Lösungen für Logistikthemen finden muss. Das Gremium evaluiert favorisierte Technologien und teilt diese mit allen Würth Gesellschaften. Das spart Zeit sowie Kosten und schafft wertvolle Synergien“, erklärt Friedmann.

„Vision Logistik 2030“ gibt Automatisierungsstrategie vor

Die Würth-Gruppe hat sich zur strategischen Weiterentwicklung der Logistik als Ziel gesetzt, in den umsatzstärksten Gesellschaften bis zum Jahr 2030 einen Automatisierungsgrad von 75 Prozent zu erreichen. Friedmann unterstreicht: „Dabei geht es nicht darum, den Menschen zu ersetzen. Im Gegenteil: Wir halten an unseren knapp 12.000 Logistik-Mitarbeitenden fest und bauen Personal auf. Vielmehr geht es uns um ein perfektes Ineinandergreifen von Mitarbeitenden, Robotern, Arbeitsplatzgesundheit und Unternehmenswachstum, um die Zukunft der Würth-Gruppe zu sichern.“

Über 2.000 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Würth-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 2.454 neue Beschäftigte hinzugewonnen. Im Konzern arbeiten 85.637 Personen, davon 43.297 im Vertrieb. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen 26.113 Mitarbeitende.

Hohes Eigenkapital gibt Stabilität und schafft Vertrauen

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr um 16,0 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Mit diesem Plus von 1,1 Milliarden Euro konnte die Eigenkapitalquote auf 46,0 Prozent gesteigert werden (2021: 45,2 Prozent). Die gute Eigenkapitalausstattung ist seit Jahren Basis einer konstant hohen finanziellen Stabilität, was gerade in schwierigen Zeiten Vertrauen schafft. Die Ratingagentur S&P Global bestätigte 2022 das Rating der Würth-Gruppe mit A/outlook stable.

Erster Nachhaltigkeitsbericht der Würth-Gruppe veröffentlicht

Neben dem Geschäftsbericht veröffentlicht die Würth-Gruppe dieses Jahr erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht. Unter dem Titel „Go“ legt das Unternehmen seine ökologischen und sozialen Kennzahlen transparent dar. Der Bericht ist online unter www.wuerth.com abrufbar.

Gedämpfter Optimismus für 2023

Nach wie vor wirken sich der Ukrainekrieg, gestörte Lieferketten und die hohe Inflation negativ auf die deutsche Wirtschaft aus. Laut dem ifo-Institut hat sich zwar die Stimmung in den Unternehmen verbessert, dennoch fehle es der Konjunktur an Dynamik.

Das Handelsblatt Research Institute (HRI) geht davon aus, dass sich die Auswirkungen der Zinswende der Europäischen Zentralbank ab Sommer zeigen werden. Viele Branchen würden davon berührt, so auch der für die Würth-Gruppe wichtige Bereich Bau. Das HRI rechnet nach 2022 auch dieses Jahr mit einem weiteren Rückgang der Investitionen um etwa fünf Prozent.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2023 erwirtschaftete die Würth-Gruppe ein Umsatzplus von 9,3 Prozent, währungsbereinigt sind es 9,5 Prozent. Nachdem im Vorjahr das Wachstum noch auf einer breiten Basis stand, sowohl in regionaler Hinsicht als auch bezogen auf die Geschäftseinheiten, zeigen sich im laufenden Jahr unterschiedliche Entwicklungen: Die Würth-Gruppe in Deutschland wächst in den ersten drei Monaten mit 12,8 Prozent. Auch Süd- und Osteuropa wachsen zweistellig im Umsatz. In diesen drei Regionen schlagen sich die starken Wachstumsraten im Elektrogroßhandel nieder, der wiederum vom Boom im Bereich regenerativer Energien profitiert. Dieser Geschäftsbereich kann nach drei Monaten ein Umsatzwachstum von rund 23 Prozent aufweisen.

Die Zahl der Mitarbeitenden stieg seit Ende Dezember 2022 um 951 Kolleginnen und Kollegen. Das Betriebsergebnis liegt um 2,3 Prozent über dem Vorjahr.

Friedmann sagt: „Trotz der vielen wirtschaftlichen und politischen Unabwägbarkeiten blicken wir vorsichtig optimistisch auf das Jahr 2023. Wir rechnen mit einem mittleren einstelligen prozentualen Umsatzwachstum sowie einem Ergebnis auf Vorjahresniveau.“

König + Neurath

Live-Event mit Impulsen zur Gestaltung der Arbeitswelt und prominenten Gästen

Der Büromöbelhersteller König + Neurath lädt Architekt:innen, Designer:innen und Fachhandelspartner zum K+N LIVE Event rund um das Thema „Gemeinsam Arbeitskulturen gestalten“ ein. „Ich freue mich sehr über die prominent besetzte Gästeliste unserer Veranstaltung und bin sicher, dass wir aus diesen zwei Tagen viele Denkanstöße, neue Erkenntnisse und Impulse mitnehmen werden,“ sagt der Vorstandsvorsitzende Marc W. Lorch. Der Wirtschaftsinformatiker verantwortete bei König + Neurath in den letzten zwölf Monaten die Vorstandsressorts Vertrieb und Marketing, bevor er zum 01. April 2023 den Vorstandsvorsitz übernahm. Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Dirk Fischer möchte Marc W. Lorch das Familienunternehmen König + Neurath weiter entwickeln und die Marktposition stärken.

„Der tiefgreifende Wandel, den die Arbeitswelt aktuell erlebt, fordert auch von uns immer wieder neue Konzepte und Lösungen. Wir sehen es als unsere Aufgabe, unseren Partnerinnen und Partnern neben hochwertigem Büromobiliar made in Germany und innovativen Gestaltungsansätzen auch Impulse rund um das Thema Arbeitskultur zu liefern.“ Dass es König + Neurath versteht, den Wandel aktiv mitzugestalten, hatte sich in den letzten zwei Jahren gezeigt. Auch König + Neurath stand, wie viele Hersteller in Deutschland, vor eine Reihe von Herausforderungen. Das Führungsteam navigierte das Familienunternehmen sicher durch die unruhige Zeit und richtete es erfolgreich für die Zukunft aus. Die umfassende Neugestaltung des „Work.Culture.Campus“ als Kompetenz- und Schulungszentrum ist eines der Projekte, das in dieser Zeit realisiert wurde. Hoch motiviert will Marc W. Lorch diesen Kurs nun fortsetzen und sieht den Event als Auftakt für eine noch deutlichere Positionierung als ganzheitlicher Prozessbegleiter. 

„König + Neurath versteht sich als Traditionsunternehmen, das unterschiedliche Arbeitskulturen partnerschaftlich und analytisch in individuelle Raumkonzepte umsetzt. Für uns muss die Gestaltung des Büros vielfältige Arbeitsweisen ermöglichen, die Zufriedenheit der Mitarbeitenden steigern, um so den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens nachhaltig zu gewährleisten,“ betont Marc W. Lorch. „Bei unserem zweitägigen Event möchten wir unseren Gästen die Gelegenheit bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auf vielfältige Weise rund um Themen wie Sinn-Ökonomie, Führungskultur, Nachhaltigkeit sowie Arbeitgeberattraktivität inspirieren zu lassen. Bei interessanten Workshops, spannenden Paneltalks, Showroom- und Werkführungen nutzen wir die Möglichkeit für den ungezwungenen Austausch mit allen Stakeholdern, Fachhandelspartnern und Partnern. Wir freuen uns auf ein unvergessliches Event.“

 Weitere Informationen zum Event unter https://www.koenig-neurath.com/de/event-kn-live-2023

International Federation of Robotics

Indien verzeichnet Roboter-Boom mit Allzeit-Hoch

Der Absatz von Industrie-Robotern in Indien hat mit 4.945 installierten Einheiten einen neuen Rekord erreicht. Das ist ein Anstieg von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2020: 3.215 Einheiten). Gemessen an den jährlichen Installationen rangiert Indien nun weltweit an zehnter Stelle. Dies sind die Ergebnisse des statistischen Jahrbuchs World Robotics der International Federation of Robotics (IFR).

„Indien zählt zu den am schnellsten wachsenden Industrie-Nationen weltweit“, sagt Marina Bill, Präsidentin der International Federation of Robotics. „Innerhalb von fünf Jahren hat sich der operative Bestand an Industrie-Robotern mehr als verdoppelt und erreichte im Jahr 2021 insgesamt 33.220 Einheiten. Seit 2016 entspricht das einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 16 Prozent.“

Gemessen an den Produktionszahlen des verarbeitenden Gewerbes ist Indien heute die fünftgrößte Volkswirtschaft weltweit. Nach Angaben der Weltbank belief sich die Wertschöpfung des indischen verarbeitenden Gewerbes im Jahr 2021 auf 443,9 Mrd. USD. Das entspricht einem Anstieg von 21,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Automobil-Industrie bleibt der größte Kunde für die Robotik-Industrie in Indien mit einem Marktanteil von 31 Prozent im Jahr 2021. Die Zahl der Installationen hat sich mit 1.547 Einheiten mehr als verdoppelt (+ 108 Prozent). Die General Industry wird in Indien von der Metallindustrie mit 308 Einheiten (- 9 Prozent) angeführt, gefolgt von der Gummi- und Kunststoffindustrie mit 246 Einheiten (+ 27 Prozent) und der Elektro-/Elektronikindustrie mit 215 Einheiten (+ 98 Prozent).

Starkes Wachstumspotenzial 

Das langfristige Potenzial für die Robotik in Indien lässt sich mit einem Vergleich zu China besonders verdeutlichen: Indiens Roboterdichte in der Automobil-Industrie, also die Anzahl der Industrie-Roboter pro 10.000 Beschäftigte, erreicht im Jahr 2021 insgesamt 148 Einheiten. Chinas Roboterdichte lag 2010 noch bei 131 Einheiten und stieg bis 2021 auf 772 Einheiten sprunghaft an.

Die indische Regierung unterstützt das Wachstum des Industriesektors als einen der wichtigsten Faktoren, die das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beeinflussen. Wie der Internationale Währungsfonds berichtet, liegt das BIP des Landes heute mit rund 3 Billionen USD weltweit an fünfter Stelle, Kopf-an-Kopf mit Großbritannien und Frankreich – hinter Deutschland, Japan, China und den USA.

Ausblick 

„Nach den Erfahrungen mit den jüngsten Unterbrechungen internationaler Lieferketten überdenken Unternehmen ihre Nearshoring-Strategien in Südostasien“, sagt Marina Bill. „Indien ist dabei traditionell ein beliebtes Ziel für Nearshoring im Fertigungsbereich. Die indische Regierung verfolgt das Ziel, von ausländischen Firmen für neue Diversifizierungsoptionen in Betracht gezogen zu werden, beispielsweise als Partner im sogenannten ‚Friendshoring‘ als ein Land, das ähnliche Werte und Interessen teilt.“

Das verarbeitende Gewerbe dürfte auch von den Initiativen der Regierung profitieren, die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität Indiens für Investoren zu steigern. Das Production-Linked-Incentive-Programm (PLI) läuft beispielsweise bis zum Jahr 2025. Subventioniert werden damit Unternehmen, die in Indien Produktionskapazitäten in Abnehmerbranchen für Robotik schaffen. Dazu zählen beispielsweise die Automobil-, Metall-, Pharma- und Lebensmittelindustrie.

Roboter helfen dabei, neue Arbeitsplätze zu schaffen

Neue Produktionskapazitäten sind ein wichtiger Schritt, um der indischen Bevölkerung angemessene Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten: Nach Hochrechnungen der Vereinten Nationen hat Indien inzwischen eine Bevölkerung von 1,4 Milliarden Menschen erreicht und übertrifft damit erstmals China. Dies bedeutet, dass Indien über eine große und junge Bevölkerung von Erwerbstätigen verfügt, die Wirtschaftswachstum und Innovation vorantreiben kann. Den Prognosen zufolge wird Indien bis 2027 die Volkswirtschaft mit der weltweit größten Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sein.

Siko

60 Jahre zukunftsweisende Sensorik und Positioniersysteme

In diesem Jahr blickt der Spezialist für Sensoren und Positioniersysteme, die Siko GmbH, auf 60 Jahre bewegte Firmengeschichte zurück. Seit den Anfängen mit Handrädern mit Positionsanzeigen hat sich für das Unternehmen mit Hauptsitz in Buchenbach viel getan. Siko gehört zu den bekanntesten Herstellern im Bereich Winkel- und Längenmesssysteme und hat sich zu einem Global Player entwickelt, der wegweisende Sensor- und Positioniersysteme für Industrie und Maschinenbau anbietet. Rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weltweit in fünf Tochtergesellschaften für Siko im Einsatz, davon 200 Mitarbeitende in Deutschland. Siko-Produkte – vom weltbekannten „Siko-Zähler“, einer mechanischen Positionsanzeige, über magnetische Encoder bis hin zu modernen Seilzuggebern für Hydraulikzylinder – sind in über 30 Ländern zu beziehen. Dabei bekennt sich das Unternehmen zu seinen regionalen Wurzeln und hat 2020 unweit des Stammhauses einen weiteren Standort in Bad Krozingen für die Elektronikfertigung sowie Vertrieb/Marketing in Betrieb genommen.

Dass das Unternehmen dort steht, wo es jetzt steht, begründet sich in der Firmengeschichte, die von der Bereitschaft geprägt ist, auch einmal „out of the Box“ zu denken und zum richtigen Zeitpunkt innovative Projekte anzustoßen.

Es begann mit der Entscheidung des Firmengründers Günther Wandres zur Selbstständigkeit, die er 1963 bei Verkauf der Firma für Antriebstechnik, die er bis dato leitete, traf. Er übernahm eine kleine Produktgruppe aus dem bisherigen Unternehmen, Handräder mit Positionsanzeigen, die vorwiegend zur Drehzahlregelung an stufenlosen Getrieben eingesetzt wurden. Daneben wurden Konstruktionsaufträge durchgeführt und eine Industrievertretung für Getriebemotoren übernommen, die den Namen Siko etablierte: Süddeutsches Industrie Kontor Dr. Ing. G. Wandres.

Die Produktion wuchs und verlangte bald nach mehr Platz, der ab 1964 in Eigenregie mit zusätzlichen Produktionsräumen in Unteribental realisiert wurde. 1971 erfolgte schließlich der Umzug auf ein neues Produktionsgelände im benachbarten Buchenbach.

Neue Produkte: elektronische Messlösungen
Ab Mitte der 1970er Jahre entwickelte sich das Produktportfolio weiter: Nach dem Erfolg der mechanischen Positionsanzeigen wurden digitale Positionsanzeigen auf den Markt gebracht, die erstmals das auf den zehntel Millimeter genaue Ablesen ermöglichten. Zudem widmete sich das Unternehmen verstärkt der Entwicklung elektronischer Messsysteme für die Weg- und Winkelmessung, z. B. mit den ersten Getriebepotentiometern Ende der 1970er Jahre oder dem ersten optoelektronischen Hohlwellengeber 1982. Anfang der 1990er Jahre fanden unter der Ägide des neuen Geschäftsführers Horst Wandres, jüngster Sohn des Siko-Gründers, lineare Messsysteme Eingang ins Produktportfolio. Neben Seilzugwegaufnehmern waren es vor allem Linearmesssysteme mit magnetischem Messprinzip, die fortan zum umsatzstärksten Segment avancierten. Unterstützung erhielt Horst Wandres 1996, als seine Schwester Ursula Wandres als Personalverantwortliche ins Unternehmen eintrat und den familiären Charakter des Unternehmens maßgeblich mitgestaltete.

Zeitalter der Automatisierung und neue Märkte
Mit der Einführung der Produktsparte Positionierantriebe im Jahr 2001 begann bei Siko das Zeitalter der Automatisierung. Die kompakten Antriebe für die automatisierte Achsverstellung bereiteten so den Weg für Industrie-4.0-taugliche Sensor- und Positioniersysteme.

Mit der Ausweitung des technischen Know-hows ging auch eine Marktexpansion einher. Der bereits 1980 gegründeten Tochtergesellschaft in den USA folgten 2001 eine weitere Tochtergesellschaft in Italien sowie 2005 aufgrund der branchenweit fortschreitenden Verlagerung von europäischen Produktionsstätten nach Asien eine Tochtergesellschaft in Shanghai. 2008 kam die Tochtergesellschaft in der Schweiz hinzu, die für die Entwicklung und Fertigung der MagLine-Encoder-Systeme verantwortlich zeichnet. Dank der erfolgreichen Erschließung des chinesischen Markts wurde zum 50-jährigen Firmenbestehen 2013 eine weitere Vertriebsniederlassung in Singapur gegründet.

Weichen für die Zukunft
Inzwischen hat sich Siko mit drei Geschäftsbereichen und einem weiteren deutschen Produktions- und Verwaltungsstandort in Bad Krozingen zukunftsfest aufgestellt. Im Bereich „Mobile Automation“ setzt Siko auf robuste Sensoren, die für raue Einsatzbedingungen mobiler Maschinen geeignet sind. „Changeover Solutions“ sind Positioniersysteme für den Maschinenbau, die vornehmlich in der Verpackungs-, Pharma-, und Holzbearbeitungsbranche gefragt sind. „MagLine Motorfeedback“ bietet Encoder für die Antriebstechnik wie Linearmotoren und Torquemotoren sowie auch für den Einsatz in Robotik-Applikationen, wie Cobots.

Maßgeblich verantwortlich für die Weichenstellungen der letzten Jahre ist Sven Wischnewski, der seit 2014 als Geschäftsführer der Siko GmbH tätig ist. Die Familie Wandres ist mittlerweile als Gesellschafter im Hintergrund aktiv, aber nicht mehr im operativen Geschäft involviert. Für Sven Wischnewski ist wichtig zu betonen, dass sich der gewachsene Unternehmenserfolg auf das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gründet, die sich in all den Jahren auf vielfältige Weise in die Fortentwicklung des Unternehmens eingebracht haben. Das Ergebnis sind innovative Produkte, die der fortschreitenden Digitalisierung der industriellen Produktion Rechnung tragen.

Adler Lacke

Ehrte und feierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Betriebsabend

Ob Lehrling oder Laborleiterin, Produktionsmitarbeiterin oder Portier, Meister oder Marketingexpertin: Wenn die kunterbunte Adler-Schar ins schönste Federkleid schlüpft, fröhlich ein Liedchen trällert und schon vorsorglich das Tanzbein schwingt, dann ist es Zeit für den Adler -Betriebsabend – endlich wieder! Denn nach dreieinhalb Jahren pandemiebedingter Zwangspause war die Vorfreude auf das gesellige Beisammensein riesig und das SZentrum in Schwaz entsprechend gut gefüllt. Schließlich ist es auch immer ein ganz besonderes Event, mit dem sich Adler bei seinem treuen Team bedankt, langjährige Mitarbeitende auszeichnet und Neuanfänger herzlich im Kreis der Adler-Familie willkommen heißt.

Das beginnt schon damit, dass sich nicht nur jeder Gast, sondern auch der Saal im SZentrum für den Anlass so richtig herausgeputzt hatte: Festlich gedeckte Tafeln und ein feines Menü erwarteten die Jung- und Alt-Adler. Nach einer glitzernden Begrüßungsshow der begabten Nachwuchs-Tänzerinnen des Turn- und Tanzvereins Caramba holte Adler-Geschäftsführerin Andrea Berghofer zuallererst die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Bühne. Die mehr als 60 Personen, die die Adler-Crew seit Anfang 2022 bereichern, mussten schon ganz schön zusammenrücken, um überhaupt noch aufs Podium zu passen. Zuvor hatten sie bereits einen speziellen Begrüßungstag im Adler-Werk genossen.

Insgesamt 775 Jahre Mitarbeiter-Treue wurden anschließend ins Scheinwerferlicht gebeten: Sowohl die Jubilare aus dem Jahr 2022, die Adler bereits im kleinen Kreis gefeiert hatte, als auch die Ehrengäste von 2023 wurden mit lobenden Worten und großem Applaus bedacht. Weitere Einlagen der jungen Tanztruppe lockerten die Stimmung auf, bevor noch die Neo-Pensionisten in den Ruhestand verabschiedet wurden. Nach dem Dessert konnten die bestens gelaunten Adler-Gäste beim Shaken in der Silent-Disco, beim Plaudern an der Bar oder beim Blödeln in der Fotobox einen rundum gelungenen Betriebsabend ganz nach Lust und Laune ausklingen lassen.

Cyncly

Begros Mitglieder Kempf und Sommerlad besiegeln strategische Zusammenarbeit mit Cyncly

Die Begros Mitglieder Möbel Kempf aus Aschaffenburg und Möbelstadt Sommerlad aus Gießen haben eine strategische Zusammenarbeit mit Cyncly (Compusoft) besiegelt. Bei den beiden Begros Filialisten bleibt derzeit im Bereich Software kaum ein Stein auf dem anderen. Heißt konkret: sowohl die bisher eingesetzte Warenwirtschaft „MHS“ als auch die Küchenplanungssoftware „KPS-Designstudio“ (beides aus dem Hause SHD) werden durch zukunftsweisende Lösungen ersetzt. Warum stellt dieser Schritt eine Zeitenwende in der Möbelbranche dar? Weil es mehr als nur ein Softwarewechsel ist. Sowohl Cyncly (Compusoft) als auch die beiden Möbelhäuser haben ambitionierte Pläne, den Markt zu revolutionieren und Geschäftsabläufe im Möbelhandel grundlegend mithilfe neuester „state-of-the-art“ Technologie zu bedienen. Die beiden Inhaber von Sommerlad und Kempf haben hierzu gemeinsam das Unternehmen FurnData gegründet, welches in Kooperation mit dem renommierten Microsoft-Transformationspartner HSO die cloud-basierte „Microsoft Dynamics 365 FO“-Lösung für den Möbelhandel adaptiert. Teil des Projektes ist, die ebenfalls cloud-basierte „Winner Flex“ Küchenplanungsssoftware aus dem Hause Cyncly (Compusoft) in die „Microsoft D365“ Welt zu integrieren. Christian Pfeifer, Vorstand der Compusoft Deutschland AG: „Wir freuen uns sehr darüber, dass die langfristigen Investitionen in unsere Cloud Plattform, sowie die darauf basierenden Anwendungen wie Winner Flex dabei helfen, den Möbelhandel zukunftsfähig zu machen und bedanken uns für das Vertrauen der Unternehmen Kempf und Sommerlad“.

https://www.cyncly.com/

https://furndata.de/

Continental

Stärkt das Geschäft mit Lösungen für die Druckindustrie

Continental hat das Drucktechnologie-Geschäft von Trelleborg mit Sitz in Lodi Vecchio, Italien, vollständig übernommen. Mit diesem strategischen Schritt ergänzt das Technologieunternehmen sein Portfolio für Oberflächenlösungen im Bereich der Drucktechnik und stärkt darüber hinaus sein Geschäft mit Industriekunden. „Durch den Zusammenschluss gewinnen alle“, betont Sven Hlywiak, der im Geschäftsfeld Surface Solutions der Continental das weltweite Industriegeschäft außerhalb des Automobil-Bereichs verantwortet. Schließlich ergänzen sich die Produktportfolios der Unternehmen und zeichnen sich jeweils durch eine hohe Markenbekanntheit aus. „Beide Einheiten für sich genommen stehen schon jetzt für Innovation und Qualität“, sagt Hlywiak. „Zusammen wird daraus geballte Kompetenz. Kunden profitieren von der beeindruckenden Leistungsstärke und der noch breiteren globalen Präsenz.“

Dario Porta, Geschäftsführer von Trelleborg Printing Solutions, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Ich bin glücklich, dass wir von heute an Teil einer großen und starken Unternehmensgruppe sind. Wir werden unsere Erfahrungen und unser Know-how in das bestehende Druckexperten-Team von Surface Solutions einbringen und lernen voneinander. Gemeinsam werden wir unser Geschäft weiter ausbauen.“

Durch die Übernahme gewinnt Continental rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an acht Standorten in Italien (zwei), Frankreich, Slowenien, den USA, Brasilien, Japan und China hinzu. Sie produzieren im Wesentlichen Drucktücher für den Offset- und Digitaldruck. Continental entwickelt und fertigt mit rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an drei Standorten – in Deutschland (zwei) und China – unter anderem Präzisionsdrucktücher der Marken Conti-Air und Phoenix Xtra Blankets für den Bogen- und Rollenoffsetdruck, Flexodruckformen für die Direktgravur (Conti Laserline) sowie elastomerbeschichtete Materialien für vielfältige Anwendungen in anderen Industrien.

Hlywiak ist überzeugt, dass sich der Zusammenschluss positiv auf alle Standorte und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Partner auswirken wird. „Zwei Global Player schließen sich zusammen. Es ergänzen sich hier nicht nur die Produkte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Unternehmen verbindet auch die offene und wertschätzende Unternehmenskultur. Das wird sich in noch besseren Produkten und Services auszahlen – zu wettbewerbsfähigen Konditionen, zum Wohle unserer Kunden.”

Meisterwerke

Vertrieb in Österreich wird neu ausgerichtet

Die Meisterwerke strukturieren den Österreich-Vertrieb für die Marke „Meister“ um. Dazu wurde jetzt eine neue Tochtergesellschaft gegründet.  So werden Kundenbetreuung und Vertrieb ab sofort über das neue Tochterunternehmen MeisterWerke Schulte Austria GmbH i. G. organisiert. Die Gesellschaft wird mit eigenem Showroom und Büro zentral in Liezen in der Steiermark präsent sein. Geschäftsführer der MeisterWerke Schulte Austria wird Mario Resch. Der 51-Jährige war in verschiedenen Führungspositionen eines österreichischen Parkettherstellers tätig und verfügt damit über langjährige Erfahrungen im Markt. „Wir freuen uns, dass wir mit Mario Resch einen gestandenen Vertriebsprofi für die Marke ,Meister‘ in Österreich gewinnen konnten“, erklärt Meister-Geschäftsführer Ludger Schindler. „Wir sind sicher, unseren Kunden in Österreich damit eine optimale Betreuung bieten zu können und uns auf dem österreichischen Markt zukunftssicher aufzustellen.“

Gütegemeinschaft Schlösser + Beschläge

25 Jahre PIV: Sascha Holz geehrt

Seit 25 Jahren ist Sascha Holz (46) für das Prüfinstitut Schlösser und Beschläge Velbert (PIV) tätig. Für seine gewissenhafte Leistung und Loyalität wurde er nun von der Institutsleiterin Andrea Horsthemke und dem Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge e.V., Stephan Schmidt, geehrt.

Sascha Holz kam 1998 als gelernter Industriemechaniker zum PIV und besuchte berufsbegleitend die Technikerschule. Als staatlich geprüfter Techniker der Fachrichtung Maschinenbau Schwerpunkt Fertigungstechnik war er lange Jahre als Prüfer tätig und hat unter anderem auch Überwachungen für PIV CERT durchgeführt. Später kam die Teilnahme und Mitarbeit an Normsitzungen hinzu. Ab März 2016 übernahm er die Laborleitung. Parallel betreut er weiter-hin Prüfungen und führt bis zu 35 Überwachungen im Jahr durch. Durch diese Tätigkeiten ist Sascha Holz in der Branche bestens bekannt und gut vernetzt.

„Die Abwechslung macht mir großen Spaß. Gelegentlich ist noch körperliche Arbeit, etwa bei den Einbruchsprüfungen, erforderlich, als Ausgleich zur Kopfarbeit, unter anderem beim Erstellen von Prüfvorlagen und Konzepten für neue Prüfungen. Hinzu kommt der menschliche Aspekt bei der Kundenbetreuung und den Auswärtsterminen. Diese Mischung macht die Arbeit im PIV und das PIV selbst für mich zu etwas Besonderem“, sagt Sascha Holz.