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Das letzte Puzzleteil für durchgängige Vernetzung

Moldtech hat sein Portfolio strategisch erweitert und eine Partnerschaft mit dem Softwareanbieter Ardis geschlossen. Im Gespräch mit der möbel­fertigung erläutern Jan Oliver Brockmann und André Rusche, warum diese Kooperation die Lücke ­zwischen Konstruktion und Produktion schließt, welche Rolle KI im CAD/CAM-Bereich spielt und warum der „innere Schweinehund“ oft das größte Hindernis bei der Digitalisierung ist.

möbelfertigung: Herr Brockmann, die große Meldung zum Jahresstart war Ihre Partnerschaft mit Ardis. Was ändert sich dadurch für Moldtech und vor allem für Ihre Kunden?

Jan Oliver Brockmann: Ardis ist für uns das fehlende Puzzleteil für die durchgängige Vernetzung unserer Kunden. Der Markt verlangt nach Innovation und einer Abkehr von isolierten Insellösungen. Mit dieser Partnerschaft schließen wir die Lücke zwischen Kon­struk­tion, Produktion und der Steuerung bis hin zur Montage. Das hatten wir bisher so nicht; meist endete unser Bereich bei CAD/CAM. Jetzt sind alle Prozesse vernetzt und wir sorgen dafür, dass alle Informationen zum richtigen Zeitpunkt an jeder Stelle im Betrieb verfügbar sind. Das eröffnet uns auch neue Möglichkeiten in der Industrie, etwa bei Büromöbelherstellern oder Küchenproduzenten.

möbelfertigung: Für diejenigen, die Ardis noch nicht im Detail kennen: Können Sie das Portfolio kurz skizzieren?

André Rusche: Ardis ist seit über 40 Jahren am Markt und startete ursprünglich mit dem „Ardis Optimizer“, einer Verschnittoptimierung. Die große Stärke von Ardis ist die Maschinenunabhängigkeit. Egal ob ein Kunde Maschinen von zum Beispiel Homag, Mayer, SCM oder anderen Herstellern im Einsatz hat: Ardis bietet die passenden Postprozessoren.

Neben der Optimierung kam „Ardis Stock“ hinzu, eine Lager- und Resteverwaltung, die nicht nur Plattenreste, sondern auch Kanten oder Beschläge managt. Das für uns aktuell wichtigste Produkt ist „Ardis Perform“. Das ist ein MES-System (Manufacturing Execution System) zur Produktionsplanung und -steuerung. Man kann sagen: „Ardis Perform“ wird das GPS-­System der Produktion. Es verbindet Büro, Maschine und Mitarbeiter.

möbelfertigung: Gibt es bei dieser Konstella­tion Redundanzen zu Ihrer CAD/CAM-Software?

Jan Oliver Brockmann: Es gibt minimale Schnittmengen im Bereich der Schnittoptimierung, aber technologisch ist Ardis eine ganz andere Liga. Es war eine strategische Entscheidung, weil es eine absolut starke Ergänzung ist. Wir verbinden zwei zentrale Bausteine: „Top­Solid Wood“ als leistungsstarke CAD/CAM-­Engine für Kon­struk­tion und CNC-Ausgabe, und Ardis als Optimierungs- und Logistikplattform oben drauf. Das Ergebnis ist eine ganzheitliche Lösung. Wir können Prozesse komplett optimieren. Zudem sind wir offen für die Anbindung an jegliche ERP-, CRM- oder CAD-Systeme.

Das komplette Interview lesen Sie ->HIER<- in der möbelfertigung 1/26.

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