Zum Hauptinhalt springen

Autor: Hahn, Sebastian

Evosteam von Dieffenbacher
Dieffenbacher

Beschleunigt Produktion bei Masisa in Chile

Im Juni 2023 hat Masisa S.A. in seinem Spanplattenwerk in Cabrero, Chile, eine „Evosteam“ Dampfvorwärmung von Dieffenbacher in Betrieb genommen. „Diese bietet große Verbesserungen bei geringem Investitionsaufwand, zum Beispiel die Erhöhung der Kapazität unserer Spanplattenproduktion in Cabrero“, so Roberto Stück, technischer Direktor bei Masisa. „Er beschleunigt unsere Produktion und verbessert gleichzeitig die mechanischen Platteneigenschaften,“ fügt er hinzu.

Unmittelbar am Presseneinlauf montiert, heizt das System die Matte durch das Einbringen von Wasserdampf vor. So wird die Dauer für das Erhitzen der Matte innerhalb der Presse reduziert, die Produktionsgeschwindigkeit und damit schließlich auch die Kapazität der Anlage um bis zu 20 Prozent erhöht. „Die obere Einheit der Dampfvorwärmung kann entweder in abgehobener Fahrweise als Dampfdusche oder in aufgelegter Fahrweise zum direkten Einbringen des Dampfes in die Matte verwendet werden“, erklärt Tobias Hempel, Produktmanager bei Dieffenbacher.

„Angesichts der stark gestiegenen Gaspreise, die auch zu einem enormen Anstieg der Leimpreise geführt haben, hat der ,Evosteam‘ neben der Kapazitätssteigerung einen weiteren wichtigen Vorteil: Er hilft, Ressourcen, insbesondere Leim, einzusparen“, so Hempel. „Wenn die höhere Mattentemperatur nicht zur Steigerung der Produktionsgeschwindigkeit genutzt wird, hat der Leim in der kontinuierlichen Presse mehr Zeit zum Aushärten. So bilden sich ausreichend ‚Leimbrücken‘, um auch mit weniger Leimeinsatz qualitativ hochwertige Platten zu produzieren“, ergänzt er

Darüber hinaus verhindert das System Kondensatbildung auf den Bändern sowie eine daraus resultierende Beeinflussung der Plattenoberfläche, indem er Thermalöl aus dem Sekundärheizkreis der Presse zum Vorheizen der Dampfplatte verwendet.

Auch andere Unternehmen, darunter Pfleiderer und die Sumitomo-Tochter Vina Eco Board, haben den „Evosteam“ bereits im Einsatz.

„Nach einer sehr kurzen Installationszeit arbeiten wir nun schon seit mehr als zwei Jahren mit dem System“, berichtet Christoph Liese, Produktionsmanager bei Pfleiderer. „Er ist uns eine große Hilfe. Vom ersten Tag an konnten wir unsere Produktionsgeschwindigkeit erhöhen und deutlich mehr Platten pro Tag produzieren als vor der Nachrüstung “, fügt er hinzu.

Scheuch Ligno Geschäftsführung Burgstaller und Anhofer
Scheuch Ligno

Geschäftsführung erweitert

Die Scheuch Ligno GmbH hat mit Jörg Anhofer seit 1. September 2023 neben Alois Burgstaller einen zusätzlichen operativen Geschäftsführer.

„Um das langfristige Wachstum und die weitere Internationalisierung sicherzustellen, hat die Scheuch Ligno GmbH mit Jörg Anhofer per 1. September einen neuen zweiten Geschäftsführer installiert. Mit Jörg Anhofer wollen wir unser Tagesgeschäft noch effizienter organisieren und unsere Strukturen optimieren, damit wir alle unsere Agenden auch in Zukunft mit gewohnt hoher Qualität abwickeln können“, erklärt Alois Burgstaller, der weiterhin Geschäftsführer von Scheuch Ligno bleibt.

Jörg Anhofer verantwortet die Agenden Einkauf, Fertigung und Service. Der Diplom-Ingenieur studierte International Industrial Management in Kapfenberg und bringt jahrelange Führungserfahrung für seine neue Aufgabe mit. Zuletzt war der 35-jährige Steirer als Fertigungsleiter bei der Andritz Hydro GmbH in Weiz tätig.

„Ich freue mich auf diese interessante berufliche Herausforderung. Familiengeführte Unternehmen, wie die Scheuch Ligno, benötigen strategisch langfristiges Denken. Dies hat mich bei der Entscheidung für die Scheuch Ligno besonders angesprochen“, betont Anhofer. „Mein Ziel ist es, die Scheuch Ligno GmbH weiter voranzubringen, neue Geschäftsfelder und Märkte zu erschließen, die Internationalisierung auszubauen und die Digitalisierung weiter zu forcieren. Ich sehe mich als Team-Player – es ist nur im Zusammenspiel als Team möglich, alle unsere Ziele zu erreichen und erfolgreich umzusetzen.“

Mit großer Freude nehmen die Geschäftsführer Dr. Michael Münzing (rechts) und Malte Koffka (links) die Auszeichnung zum Top-Innovator 2023 entgegen.
Münzing Chemie

Erhält Top-100-Auszeichnung

Die Münzing Chemie GmbH nahm 2023 zum ersten Mal am Innovationswettbewerb Top-100 teil und freut sich daher umso mehr, sich direkt unter den 100 innovativsten deutschen mittelständischen Unternehmen platzieren zu können, unter denen insgesamt nur wenige Unternehmen aus der Chemiebranche vertreten sind. Münzing ist ein global agierender Hersteller von Spezialadditiven mit Hauptsitz in Abstatt, Baden-Württemberg und beschäftigt weltweit ca. 630 Mitarbeitende. Innovation lag schon dem Firmengründer im Blut, dem im Jahr 1830 als Erstem in Deutschland die Herstellung von Schwefelsäure gelang. Das Familienunternehmen befindet sich heute in 6. Generation in der Familie Münzing und der heutige Geschäftsführer Dr. Michael Münzing fühlt sich der Tradition verpflichtet. Sein Credo lautet „Ich will immer als Pionier vorn mit dabei sein. Lieber verbrenne ich mir einmal die Finger und lerne daraus.“

Der Innovationswettbewerb basiert auf einem wissenschaftlichen Auswahlverfahren. Im Auftrag von Compamedia, dem Ausrichter des Top-100-Vergleichs, untersuchten der Innovationsforscher Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien und sein Team Münzing anhand von mehr als 100 Kriterien aus fünf Kategorien: Innovationsförderndes Top-Management, Innovationsklima, Innovative Prozesse und Organisation, Außenorientierung/Open Innovation sowie Innovationserfolg. Besonders wichtig ist dabei, ob die Innovationen eines Unternehmens nur ein Zufallsprodukt sind oder aber systematisch geplant werden und damit in der Zukunft wiederholbar sind.

Dank der kreativen Freiräume für Mitarbeitende, der Offenheit Neuem gegenüber und der Moderation des Innovationsprozesses durch das Management schneidet die Firma besonders in der Kategorie „Innovationsförderndes Top-Management“ sehr gut ab. Ebenso hervorzuheben ist hier die Integration der Nachhaltigkeit und Digitalisierung, die ebenfalls in dieser Kategorie bewertet wurden. Münzing legt großen Wert auf die Entwicklung umweltfreundlicher und ressourcenschonender Lösungen und auf die nachhaltige und effiziente Gestaltung von Produktionsprozessen, was unter anderem durch Fortschritte in der Digitalisierung optimal unterstützt wird. Das bestätigt die ebenfalls sehr gute Bewertung in der Kategorie „Innovative Prozesse und Organisation“. Belegt wird dadurch die Eigenschaft des Unternehmens, sich verändernden Kundenbedürfnissen und Technologien rasch anzupassen und Markt und Wettbewerb durch stetiges Monitoring optimal zu verfolgen. Hier zeichnet sich Münzing durch überdurchschnittliche Bewertungen in Flexibilität und Agilität, sowie kurze Entscheidungswege und eine klare Gestaltung des Innovationsprozesses aus.

„Wir verbessern die Produkte unserer Kunden“, bringt Geschäftsführer Malte Koffka die Tätigkeit des Unternehmens auf den Punkt. „Unsere Spezialadditive machen nur einen kleinen Bruchteil der Produktformulierung aus, geben aber den letzten Schliff in der Endanwendung, damit das Produkt seine Funktion optimal erfüllen kann.“ Innovation im Sinne der Kundenbedürfnisse ist dabei ein wichtiger Erfolgstreiber, weshalb Münzing enge Kundenbeziehungen pflegt.

Dennoch gab die Teilnahme am Innovationswettbewerb auch Aufschluss über noch ungenutzte Potentiale, in deren Erschließung bereits durch eigene Teams und Projekte zu den Themen Innovation und Nachhaltigkeit investiert wird. Diese Strategie ist ein weiterer Baustein in der fast 200-jährigen Firmengeschichte von Münzing, um auch weiterhin ganz vorne dabei zu sein und die Zukunft der Chemiebranche aktiv mitzugestalten.

Die beiden Gründer und Geschäftsführer von Küchenheld, Dr. Love Erik Edquist (l.) und Ivo Wissler (r.), freuen sich über die erfolgreich abgeschlossene Finanzierungsrunde.

Finanzierungsrunde abgeschlossen

Das auf digitale Vertriebslösungen spezialisierte Unternehmen Küchenheld hat durch eine erfolgreiche Finanzierungsrunde Kapital für zukünftige Investitionen gesichert. Dieser Schritt untermauert die Ambitionen von Küchenheld, die Digitalisierung der Branche kontinuierlich voranzutreiben. Die aktuelle Finanzierungsrunde wurde durch die Unterstützung der bestehenden Investoren ermöglicht, angeführt von Kalodion, dem Family-Office des saarländischen Unternehmers David Zimmer.

„Wir freuen uns, dass unsere Investoren trotz der Marktlage bereit sind, in die Weiterentwicklung und Digitalisierung der Branche zu investieren. Es ist ein großer Vertrauensbeweis, dass unser Geschäftsmodell zukunftsweisend für den Küchenmarkt ist“, so der Gründer und Geschäftsführer Ivo Wissler.

Dr. Love Erik Edquist, ebenfalls Gründer und Geschäftsführer ergänzt: „Natürlich merken auch wir, dass die Marktlage sich im letzten Jahr deutlich verändert hat, jedoch trifft dies – zumindest bis heute – weniger auf die urbanen und digitalaffinen Kund:innen in Deutschland zu. Unsere Kund:innen suchen Transparenz und einen einfachen Prozess. Das Produkt Küche wird weiterhin als sehr positiv wahrgenommen und wir freuen uns, dass wir mit unserer hybriden Customer Journey auch in Krisenzeiten überzeugen können.“

Neben dem Verkauf von Küchen lag seit Gründung von Küchenheld im Jahr 2018 der Fokus auf der eigenständigen Entwicklung technischer Produkte. Dazu zählt unter anderem ein herstellerübergreifender Produktkatalog mit mehr als 10.000 Inspirationsbildern für Kunden. Mit der hybriden Customer Journey, die von der datengetriebenen Marketingstrategie, über Lead-Gewinnung und den „Digital Smartroom“, bis hin zu digitalen Terminen und eigener Virtual-Reality-Lösung reicht, hat Küchenheld gezeigt, dass die Digitalisierung final auch in der Küchenbranche angekommen und nicht mehr wegzudenken ist.

RAL Möbel made in germany
VDM

Neuer Auftritt für das RAL-Herkunftsgewährzeichen „Möbel Made in Germany“

Seit dem 1. August 2020 dient das geographische RAL-Herkunftsgewährzeichen „Möbel Made in Germany“ (RAL-RG 0191) Verbrauchern als Entscheidungshilfe beim Möbelkauf. Das Label kennzeichnet Qualitätsmöbel aus deutscher Produktion, die nachweislich streng definierte Kriterien erfüllen. Ein neuer optischer Auftritt des Zeichens und überarbeitete Vergabebestimmungen sorgen künftig für noch mehr Transparenz und einen starken Wiedererkennungswert. Die modifizierte Fassung von „Möbel Made in Germany“ wurde jüngst vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL) genehmigt.

„Auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen haben wir die Vergabegrundlage von ˏMöbel Made in Germanyˋ im Bereich der Definitionen und Anforderungen weiter geschärft und die graphische Umsetzung optimiert“, sagt Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), der das Herkunftslabel gemeinsam mit RAL und der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) herausgebracht hat. „Mit der Einbindung des QR-Codes in das Logo schaffen wir einen erheblichen Mehrwert“, ergänzt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning. Über den QR-Code gelangen Möbelinteressenten direkt auf die DGM-Website, auf der alle Details zu den Vergabekriterien von „Möbel Made in Germany“ und den zertifizierten Möbelprogrammen abrufbar sind. Die ebenfalls abgebildete Herstellernummer leitet sie zu dem jeweiligen Unternehmen samt allen erlangten DGM-Zertifizierungen.

Sowohl im heimischen Möbelhandel wie auch international soll das Zeichen den Verbrauchern Orientierung beim Möbelkauf bieten. „Unser Ziel ist es, die deutsche Möbelindustrie mit ihren in Deutschland gefertigten Produkten weiter zu stärken und mit strategischen Maßnahmen entscheidend nach vorne zu bringen“, sagt Kurth.

Die strengen Kriterien von „Möbel Made in Germany“ sehen vor, dass die Konstruktion, Montage und Qualitätsprüfung in Deutschland stattfinden müssen. Zudem muss der für die Qualität relevante Herstellungsprozess überwiegend in Deutschland erfolgen. Mittlerweile sind die Möbelprogramme von 61 Herstellern für „Möbel Made in Germany“ zertifiziert worden. Die Produkte dürfen im Handel gut sichtbar für die Verbraucher mit dem Herkunftslabel ausgezeichnet werden. „Wir erwarten ein weiterhin hohes Interesse aus der Industrie an dem Label – gerade auch jetzt nach der Neufassung“, sagt Kurth.

Daniel Kittner - Sedus
Sedus

Daniel Kittner wird Sprecher des Vorstands

Mit einstimmigem Beschluss vom 24. August 2023 hat der Aufsichtsrat Herrn Daniel Kittner mit Wirkung zum 1. September 2023 zum Sprecher des Vorstandes der Sedus Stoll Gruppe bestellt.

Herr Daniel Kittner wird künftig die Bereiche Entwicklung, Technik sowie Vertrieb und Marketing verantworten. Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Herrn Cornel Spohn ( Personal, Finanzen und Informationstechnologie) wird Herr Daniel Kittner den erfolgreichen Kurs der Büroeinrichtungs Gruppe weiter fortsetzen.

Surface in Motion ausverkauft
Surface in Motion

Konferenz ausverkauft – Warteliste geöffnet – jetzt für Livestream anmelden

Auch in diesem Jahr ist die Technology & Design Konferenz Surface in Motion in Wiesbaden komplett ausverkauft. Über 200 Teilnehmer erwarten die Teams von möbelfertigung und arcade am 26. & 27. September in der hessischen Landeshauptstadt. Damit verspricht auch die vierte Ausgabe Europas größter, freier Konferenz für die dekorative Oberfläche ein voller Erfolg zu werden.  

Für Interessierte, die kein Ticket mehr ergattern konnten, besteht die Möglichkeit, die Konferenz im Deutsch-Englischen Livestream zu verfolgen.  

Anmeldung: https://www.moebelfertigung.com/surface-in-motion-2023 

Für den im Rahmen der Surface in Motion erstmalig durchgeführten Digitaldruck Workshop der DIPA Academy sind noch letzte Plätze verfügbar.  

Es besteht zudem die Möglichkeit sich auf die Warteliste setzen zu lassen, um im Falle eines Ausfalls eines Teilnehmers entsprechend nachzurücken. Hierfür schicken Sie bitte eine Mail an Herrn Tobias Lorenz tobias.lorenz@vincentz.net 

Die Teams von möbelfertigung und arcade freuen sich darauf, Sie schon bald in Wiesbaden begrüßen zu dürfen! Wir bedanken uns außerdem bei allen Sponsoren und Referenten für das in uns gesetzte Vertrauen! 

Orgatec 2024

Erfindet sich mit „Work Culture Festival” und mehr Event-Charakter neu

Eine verkürzte Messelaufzeit, neue Hallenplanung, Highlight-Themen, digitale Innovationen und mehr Event-Charakter: Gestern Abend stellte die Koelnmesse gemeinsam mit dem Industrieverband Büro und Arbeitswelt e.V. (IBA) im Rahmen eines Pressedinners in Frankfurt am Main das neue Messekonzept für die Orgatec vom 22. bis 25. Oktober 2024 vor. Die moderne Arbeitswelt unterliegt einem großen Wandel und somit verändern sich auch die Anforderungen an Messen. Um dieser Entwicklung – die auch schon auf der Orgatec 2022 trotz guter Ergebnisse deutlich wurde – gerecht zu werden, führte die Koelnmesse gemeinsam mit dem IBA, eine umfassende Befragung unter Messebesuchern durch, um die sich verändernden Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher zu erfassen.

„Basierend auf den Befragungsergebnissen haben wir in enger Kooperation mit dem IBA das Konzept der Orgatec neu ausgerichtet. Die Messe rückt 2024 die essenziellen Branchenthemen in den Mittelpunkt, intensiviert die Diskussion vor Ort sowie im Vorfeld der Messe und legt besonderen Wert auf die Vernetzung und den persönlichen Austausch der Teilnehmenden“, führte Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse, in Frankfurt aus. Helmut Link, Vorsitzender des IBA, fügt hinzu: „Neben der wachsenden Bedeutung des Dialogs vor Ort, hat die Besucherbefragung auch gezeigt, dass unsere Stakeholder die Messe als Chance sehen, verschiedene Ansätze für neue Formen des Arbeitens hautnah und live zu erleben. Damit ist und bleibt die Orgatec ein wichtiges Event für unsere Branche. Aber: die Orgatec ist nicht mehr der Ort allein für Produktshows und fertige Konzepte, vielmehr müssen wir gemeinsam im Prozess Lösungen gestalten. Deshalb muss sich die Orgatec erweitern: Wir brauchen eine Plattform, wo wir gemeinsam mit den Besuchern unterschiedliche Bereiche erkunden können.” Daniel Kittner, Vorstandsmitglied des IBA ergänzt: „Wir als IBA haben immer konstruktiv mit der Koelnmesse an einer Weiterentwicklung der Messe gearbeitet. Aber uns war nun klar: eine Evolution des Messekonzepts reicht für 2024 nicht mehr, wir brauchen eine Revolution und müssen die Dinge grundsätzlich anders machen, damit die Orgatec auch in Zukunft erfolgreich ist und die Besucher begeistert. Denn deren Erwartungshaltung hat sich in Bezug auf Messen nach der Pandemie ganz klar geändert.“

Auch wenn die Orgatec im kommenden Jahr noch nicht in allen Bereichen komplett neu aufgestellt präsentieren kann, so will sie bereits diverse frische Ansätze bieten. Herzstück der Neukonzeption bilden die in jeder Halle gelegenen Focus-Areas mit ihren individuellen Schwerpunkten und Erlebniswelten. Diese Flächen sollen mit zielgruppenrelevanten Themen bespielt werden und den Messeteilnehmenden einen ganzheitlichen Einblick in die neuesten Trends und Entwicklungen rund um die Zukunft der Arbeit bieten. Die Orgatec 2024 will mit diesem Marktplatzkonzept zum interaktiven Hub für Denkanstöße, Austausch und Gestaltung der Arbeitswelt von morgen werden. Ein besonderes Highlight erwartet die Besucherinnen und Besucher zudem mit dem „Wherever Whenever – Work Culture Festival“ des IBA in den Hallen 6 und 9. Dieses soll zu einem lebhaften Ort der Inspiration und des Dialogs über die zukünftige Arbeitskultur werden. Neben den ausstellenden IBA-Mitgliedern soll es hier Bühnen für Talks und Panels, Workshop-Areas, Ausstellungen, Gemeinschaftscatering/Food-Zonen und weitere Event-Formate geben.

Durch die zentral angeordneten Focus-Areas gruppieren sich die Ausstellerstände künftig um diese Highlight-Themen. Zusätzlich wird die Fläche um die Hallen 4.2, 5.1 und 5.2 erweitert und der gesamte Süd-Nord-Boulevard geöffnet. Die Hallenplanung wird somit zur Orgatec 2024 komplett umstrukturiert und ermöglicht eine optimierte und themenorientierte Führung der Besucherströme, eine vereinfachte Orientierung für die Messeteilnehmenden und ein erweitertes Angebot an Ausstellungsfläche. Auch kulinarisch erleben Besuchende und ausstellende Unternehmen eine Neuerung: Ein überarbeitetes und verjüngtes Gastronomie-Konzept soll für eine vielfältige Auswahl an hochwertigen Speisen und Getränken sorgen.

Mit der App-Neuentwicklung „Lead+Meet“ können ausstellende Unternehmen künftig direkt mit ihren Zielkundinnen und -kunden in Verbindung treten. Mithilfe von Kriterien wie Interessen, Branche und Herkunft qualifizieren Aussteller die für ihr Unternehmen relevanten Besuchenden, die eine individualisierte Nachricht auf ihre Messe-App erhalten. Über die integrierte Indoor-Navigation werden sie dann zielsicher zum Stand des Ausstellers geleitet. Auch die innovative Technologie „Post-Fair-Leads“ ermöglicht ausstellenden Unternehmen eine zielgruppenspezifische Kommunikation, mit der auch nach der Messe relevante und bisher nicht erreichte Kundinnen und Kunden direkt angesprochen werden. Mit dem dynamischen Logistikmanagement-System „eSlot“ sollen Aussteller von zusätzlichen digitalen Vorteilen profitieren. Die optimierte Routing-Technologie ermöglicht einen schnellen und effizienten Auf- und Abbau der Messestände und sorgt für reibungslose Abläufe. Die digitalen Möglichkeiten sollen übrigens auch den Ausstellern die Vorbereitung und den Aufbau erleichtern. Durch buchbare E-Slots werden u.a. Schlangen von Lkw an den Toren vermieden.

Zufrieden sind die Messemacher auch mit dem aktuellen Anmeldestand: Rund 110 Aussteller, darunter viele wichtige Player, haben ihre Teilnahme bereits gebucht. Der Early-Bird-Termin endet am 15. September 2023, bis dahin rechnet Matthias Pollmann noch mit einigen weiteren Zusagen.

Harald Klüh
Grass

Harald Klüh geht

Überraschende Personalie: Harald Klüh, Global Brand Manager der Grass Gruppe, wird das Unternehmen zum 31. Oktober 2023 verlassen, um sich beruflich neu zu orientieren.

Harald Klüh war seit dem Jahr 2008 für die Führung aller Marken des Beschlagspezialisten verantwortlich und hat die Dachmarke erfolgreich weiterentwickelt und mitgeprägt. Darüber hinaus hat sich der gebürtige Darmstädter vor allem als Impulsgeber für Zukunftsthemen und als Trend-Experte einen Namen gemacht.

Vor seiner Zeit bei Grass war Klüh mehr als 22 Jahre geschäftsführender Gesellschafter einer Designagentur in Darmstadt. Interimistisch werden Helmut Kainrad, CEO der Grass Gruppe, und Andreas Marosch, Grass Marketingleiter, die Führung des Markenmanagements übernehmen.

„Mit Harald verlieren wir einen langjährigen, äußerst engagierten und in der Branche sehr geschätzten Fachmann“, so Helmut Kainrad, Chief Executive Officer der Grass Gruppe. „Wir danken ihm für seinen kreativen Input und seine Verdienste um die Zukunftsentwicklung von Grass und wünschen ihm auf seinem weiteren privaten und beruflichen Weg alles Gute und viel Erfolg.“

Harald Klüh kommentiert seine Entscheidung folgendermaßen: „Mittlerweile ist die Marke Grass erwachsen geworden. Ich bin sehr stolz auf die erfolgreiche Marken-Transformation – vom traditionellen Beschlägehersteller hin zu einem modernen Trendsetter für Bewegungsdesign – und glaube, ein stabiles Fundament geschaffen zu haben, auf dem Grass weiter wachsen kann. Für mich persönlich ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um die Verantwortung für das Grass Markenmanagement in andere Hände zu geben und mich neuen Aufgaben zu widmen.“