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Autor: Hahn, Sebastian

VDMA

Rückgang bei den Auftragseingängen im Januar

Zu Jahresbeginn sind die Bestellungen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau weiter gesunken. Im Januar blieben die Auftragseingänge um real 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Aus dem Inland kamen 11 Prozent weniger Bestellungen, die Auslandsorders gingen um 9 Prozent zum Vorjahresmonat zurück. Dabei fiel der Auftragsrückgang aus den Euro-Ländern mit 19 Prozent deutlich heftiger aus als der Rückgang von 5 Prozent aus den Nicht-Euro-Ländern. „Die weltwirtschaftliche Erholung lässt weiter auf sich warten, für Deutschland wurden Wachstumsprognosen sogar zurückgenommen. Hinzu kommen unverändert geopolitische Herausforderungen und Unsicherheiten. Es fehlt nach wie vor an positiven Impulsen für das Investitionsverhalten. Einzig für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf Bodenbildung intakt“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.   

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum November 2023 bis Januar 2024 sanken die die Bestellungen um real 10 Prozent zum Vorjahr. Aus dem Inland wurden 13 Prozent weniger Aufträge verbucht und aus dem Ausland 8 Prozent weniger Aufträge. Dabei gingen die Orders aus den Euro-Ländern um 13 Prozent zurück, das Minus mit den Nicht-Euro-Ländern betrug 6 Prozent.

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Siempelkamp

Tochter-Unternehmen übernimmt Febs

Die Siempelkamp-Tochter Pallmann übernahm im Februar 2024 den Geschäftsbetrieb der slowakischen Febs SK s.r.o. in Mytne Ludany. In dieses Unternehmen gingen bereits seit einiger Zeit alle Aktivitäten der früheren im Markt bekannten Febs spol. s.r.o. über.

Pallmann erweitert mit dieser Akquisition ihre Wertschöpfung um wichtige Bestandteile im Bereich des kompletten Holzplatzes inklusive der Fördertechnik. Zudem profitiert sie von der Engineering-Kompetenz eines eingespielten Teams.

Febs verfügt über Spezialisierungen, die für Pallmann als führenden Anbieter im Bereich der Zerkleinerungstechnik maßgeblich sind. Dazu gehören die Planung, Konstruktion, Fertigung, Lieferung von Anlagen und Komponenten im Bereich der mechanischen Förderung. Die Kooperation beider Unternehmen hat Tradition: Pallmann und Febs verbindet eine langjährige gute Zusammenarbeit, die nun in eine neue, strategische Partnerschaft mündet. Pallmann-Geschäftsführer Uwe Wagner freut sich auf die gemeinsame Zukunft und die Potenziale, die damit entstehen: „Mit der Akquisition von Febs und seines gesamten geistigen Eigentums kombinieren wir das Know-how unserer Firmen, vergrößern unser Portfolio und ebnen neue Wege für Weiterentwicklungen nach dem ,Alles aus einer Hand’-Prinzip. Dies wird sowohl unseren als auch den Febs-Kunden viele Vorteile erschließen.”

Rauch Nils Czekay
Rauch Möbelwerke

Neuer Vertriebsleiter

Rauch hat seine Vertriebsleitung neu besetzt. Seit dem ersten März ist Nils Czekay Vertriebsleiter Fachhandel. In seiner neuen Rolle erweitert Nils Czekay das Vertriebsteam und ist für die Leitung sowie der Weiterentwicklung der Vertriebsziele verantwortlich. Seine Aufgaben umfassen die Gestaltung und Umsetzung von Vertriebsstrategien, die Stärkung von Kundenbeziehungen sowie die Identifizierung neuer Marktchancen.

Nils Czekay ist ein Experte im Vertrieb sowie ein Kenner der Branche. So verantwortete er zuletzt die Vertriebs- und Marketingaktivitäten der Martin Staud GmbH. In seiner neuen Funktion berichtet er direkt an Andreas Bremmer, der die kommissarische Leitung seit August 2023 innehatte.

„Mit Nils Czekay haben wir die richtige Wahl für die Leitung unseres Vertriebes getroffen. Er bringt genau die richtige Kombination aus langjähriger Vertriebserfahrung, Führungskompetenz und branchenspezifischer Expertise mit. Trotz der politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen sehen wir weiterhin Wachstumspotenzial in der Möbelbranche. Wir sind deshalb davon überzeugt, dass die Ernennung von Herrn Czekay zum Vertriebsleiter ein wichtiger Schritt in Richtung des langfristigen Unternehmenserfolgs darstellt.“ zeigt sich Andreas Bremmer, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der rauch Möbelwerke GmbH, optimistisch.

Surface in Motion India

Die Konferenz auf der Indiawood in Bildern

Es war die größte Indiawood aller Zeiten und wir durften mit der Surface in Motion ein Teil davon sein. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen Referenten, Teilnehmern und insbesondere den Sponsoren, die das Event möglich gemacht haben. Die Sponsoren der Veranstaltung sind Kleiberit, Arcolor, Plantag Coatings, Munksjö, Jagenberg Converting Solutions, Lott Lacke, Felix Schoeller, Cruse, IOT, Metis und Chiyoda.

Sonia Prashar, Managing Director der NürnbergMesse India, eröffnete die Konferenz.
Den ersten Vortrag hielt Rainer Kampwerth von Kleiberit. Er zeigte die Vorteile des Hotcoating-Verfahrens auf.
Sebastian Finger von der Egger Gruppe gab einen detaillierten Überblick über dekorative Oberflächen.
Wie man die richtige Oberfläche für sein Möbelstück findet, erklärte Danesh Bathia von Aryamman.
High-Tech Aluminium-Oberflächen stellte Milan Krumpe von Alanod vor.
An Hechtermans von Chiyoda Europa NV und Marcelle Hodgson-Stokx von MenzaH Product Development hielten eine ausführliche Präsentation zum Thema Embossed-In-Register für HPL made simple.
Wie man modern und nachhaltig verschiedene Stimmungen mit Oberflächen erzeugt, erklärte Tim Gutendorf von Felix Schoeller.
Massimo Colombo von Metis Systems sprach über die neuesten Fortschritte beim Farb-/3D-Scannen von Naturmaterialien und Dekorprodukten.
Ebenfalls mit dem 3D-Scan von Oberflächen beschäftigte sich Jens Becker von Cruse Technologies.
Pankaj Chandak von Praveedh Décor hielt einen aufschlussreichen Vortrag zum Thema Polymer+Papierlaminate – das Beste aus beiden Welten.
Unser Chefredakteur Tino Eggert begrüßte die Teilnehmer der Surface in Motion India.
Wir freuen uns auf die nächste Indiawood!
Ima Schelling Group

Bietet werksüberholte Gebrauchtmaschinen an

Um Ressourcen zu schonen, überholt IMA Schelling ihre Gebrauchtmaschinen und bietet sie als „Second Hand Machines“ wieder an. Das betrifft sowohl Maschinen für die Holzverarbeitung als auch für Metalle und Kunststoffe.

„Wir sind von der Langlebigkeit unserer Produkte überzeugt“, sagt Oliver Westerkamp, der bei IMA Schelling den Bereich Second Hand Machines leitet und betreut. Um den ohnehin langen Life Cycle der Maschinen weiter zu strecken, werden sie in seiner Abteilung überarbeitet, modernisiert, mit einem Zertifikat versehen und wieder verkauft – eine ressourcenschonende, nachhaltige Lösung.

Mit einem eigens zusammengestellten Expertenteam überholt IMA Schelling die Altmaschinen gründlich. Funktionsfähige Komponenten werden überarbeitet, Verschleißteile ausgetauscht, die Steuerung wird ausgewechselt oder mit einem Update versehen. Alle Teile, die noch ihren Dienst tun, erhalten dabei ein zweites Leben. „Die Entsorgung funktionstüchtiger Komponenten ist einfach eine Verschwendung von Ressourcen“, betont Westerkamp. „Und das ist nun wirklich nicht mehr zeitgemäß.“

Doppelte Nachhaltigkeit

Das Department Second Hand Machines bietet für alle IMA Schelling Produktbereiche der Holz-, wie auch der Metall- und Kunststoffverarbeitung passende überholte Gebrauchtmaschinen. Je nach Anforderung und Umfang der Maschinenüberholung bzw. kundenspezifischen Umbauten gibt IMA Schelling eine Gewährleistung von bis zu zwölf Monaten.

Der Kauf einer Gebrauchtmaschine bedeutet nicht nur ein Plus an Nachhaltigkeit, sondern hat weitere Vorteile. In der Regel ist die Verfügbarkeit einer Second Hand Maschine kurzfristiger als bei Neumaschinen und somit kann z.B. auch auf Veränderungen in der Produktion zeitnah reagiert werden.

Durch die Überarbeitung und Modernisierung steigt darüber hinaus die Effizienz der Maschine im Vergleich zum ursprünglichen Modell – ein doppelter Nachhaltigkeitseffekt. Außerdem können Kunden, die sich für eine Gebrauchtmaschine interessieren, individuelle Umbauwünsche anmelden, die IMA Schelling dann bei der Überholung umsetzt.

Wie sehr IMA Schelling mit diesem Service einen Nerv getroffen hat, zeigt die Reaktion aus dem Markt. „Unsere Kunden sind von den Second Hand Machines überzeugt und fragen sie verstärkt nach“, erklärt Oliver Westerkamp. „Und das weltweit – aktuell setzen wir Projekte mit Gebrauchtmaschinen in Bosnien Herzegowina, Türkei, Frankreich und Indien um.“

Bäumer

Erhält den German Design Award 2024 für die „Contour V-blade“

Bäumer, ein weltweit führender Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Schaumstoffindustrie, ist stolz darauf, bekannt zu geben, dass ihre „Contour V-blade“, eine CNC Konturenschneidemaschine, mit dem renommierten German Design Award in der Kategorie „Excellent Product Design Industry“ ausgezeichnet wurde. Diese Auszeichnung würdigt hervorragende Gestaltungsleistungen und unterstreicht die kontinuierliche Innovationskraft von Bäumer.

Die Erfolgsgeschichte der „Contour V-blade“ begann Ende Juni 2022, als Bäumer sie erstmals auf der Foam Expo North America der Öffentlichkeit präsentierte. Rund 1,5 Jahre später kann Bäumer einen weiteren Meilenstein feiern, denn ihre Maschine wurde mit dem German Design Award ausgezeichnet.

Philipp Bertelmann, Head of R&D and Product Innovation bei Bäumer, schildert die ersten Entwicklungsschritte der Maschine: „Unser Ansporn war es nicht eine neue Maschine zu entwickeln, sondern vielmehr stand ein ganzheitlicher Plattformgedanke für alle Maschinen im Vordergrund unserer Überlegungen. Wir freuen uns riesig, die Mühen haben sich gelohnt! “

Die Auszeichnung mit dem German Design Award ist für das gesamte Team von Bäumer Ansporn und Bestätigung zugleich. Stephan Hohenadl, Director Sales & Service bei Bäumer, freut sich über die Resonanz seitens der externen Gutachtern sowie der Bäumer-Kunden: „Die ersten ,Contour V-blades‘, haben sich bereits seit einem halben Jahr erfolgreich im Markt etablieren können und sind bei unseren Kunden täglich im Einsatz. Wir möchten uns sowohl bei allen Beteiligten im Unternehmen als auch bei unserem Partner, der d.u.h. Group, für den Einsatz und die geleistete Arbeit bedanken. Besonders hervorzuheben ist auch das kontinuierliche Feedback unserer Kunden, denn nur so können wir uns und unsere Maschinen weiterentwickeln und neue Maßstäbe setzen.“

Die „Contour V-blade“ ist Teil eines neuen Konzepts von Bäumer, das auf modularer Bauweise basiert und es ermöglicht, die Performance der Maschinen zu steigern. Die Maschinen sind nicht nur wartungs- und servicefreundlich, sondern bieten auch einen geringeren Wartungsaufwand. Im Jahr 2024 plant Bäumer eine weitere Maschine auf Basis dieses Konzepts auf den Markt zu bringen und damit die Zukunft der Schaumstoffindustrie aktiv mitzugestalten.

Martina Schwarz, Geschäftsführerin von CAD+T
CAD+T

Interview mit Geschäftsführerin Martina Schwarz: Innovation, Community und Neues auf der Holz-Handwerk

Möbelfertigung: Frau Schwarz, ihre große Neuerung war zuletzt die Teileverfolgung mit RFID. Wie wird das Thema von Kunden angenommen?

Martina Schwarz: Die Einführung der Teileverfolgung mittels RFID-Technologie am Markt hat eine außerordentlich positive Resonanz bei unseren Kunden hervorgerufen. Die Annahme dieser Neuerung übertraf unsere Erwartungen, und wir sind begeistert von dem Feedback und den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die uns unsere Kunden aufzeigen. Dieses Engagement und die konstruktiven Rückmeldungen haben uns dazu inspiriert, weitere Features und Verbesserungen zu erkunden und umzusetzen. Wir sehen in der RFID-Technologie ein erhebliches Potenzial, die Effizienz und Transparenz in den Lieferketten unserer Kunden weiter zu steigern, und sind motiviert, diesen Weg gemeinsam weiter, als Partner an der Seite unserer Kunden, zu gehen. Um das Spektrum der RFID-Technologie voll auszuschöpfen, bieten wir diese für viele unterschiedliche Einsatzbereiche an, darunter Lagerverwaltung, Produktionssteuerung und Zusammenbau. 

Möbelfertigung: Seit dem Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie hat sich viel verändert. Was würden Sie sagen, waren die größten Veränderungen für CAD+T?

Martina Schwarz: Zweifelsohne zog dies eine grundlegende Veränderung unserer Arbeitsweise  mit sich. Die bedeutendste Anpassung war die beschleunigte Verlagerung vieler Anwendungen, Dienste und Prozesse in die Cloud. Diese zunächst herausfordernde Situation hat sich im Nachhinein als wertvolle Gelegenheit herausgestellt. Die Umstellung auf Cloud-basierte Lösungen hat nicht nur die Effizienz und Flexibilität unserer internen Arbeitsabläufe verbessert, sondern auch den Markt positiv beeinflusst. Zwei Hauptauswirkungen sind besonders hervorzuheben. Zum Einen die erhöhte Zugänglichkeit und Flexibilität für Kunden und zum Anderen die Beschleunigte Digitalisierung der Branche. Die schnelle Anpassung an Cloud-basierte Lösungen innerhalb unserer Branche hat einen Dominoeffekt auf den gesamten Markt gehabt. Dies hat die Innovationsgeschwindigkeit insgesamt erhöht und neue Möglichkeiten für Wachstum und Entwicklung eröffnet. Insgesamt hat diese Verlagerung in die Cloud maßgeblich dazu beigetragen, den Markt zu formen, indem sie die Standards für Effizienz, Zugänglichkeit und digitale Bereitschaft neu definiert hat.

Möbelfertigung: Wie sehen Sie ihre aktuelle Stellung im Markt?

Martina Schwarz: Aktuell positionieren wir uns sehr stark und positiv im Markt. Dank unseres kontinuierlich wachsenden Teams und unserer strategischen Expansionen verstärken wir unsere Marktpräsenz kontinuierlich. Ein schönes Beispiel für unseren Erfolg ist die Eröffnung unserer neuen Niederlassung in Coimbatore, Indien, Ende 2023. Diese Expansion unterstreicht unser Engagement für Wachstum und unsere Fähigkeit, global zu agieren. Unsere Stärke im Markt spiegelt sich nicht nur in unserer geografischen Expansion, sondern auch in unserer Innovationskraft und unserem Engagement wider.

Möbelfertigung: Was würden Sie sagen, hebt CAD+T vom Wettbewerb ab?

Martina Schwarz: Das, was CAD+T wirklich vom Wettbewerb abhebt, ist unsere Fähigkeit, echte Durchgängigkeit für die Produktion in Losgröße 1 zu implementieren. Unser Ansatz geht weit über die Bereitstellung einer Softwarelösung hinaus. Wir bieten ein umfassendes Portfolio, das Beratung zur Optimierung von Produktionsprozessen, Empfehlungen zur Prozessverbesserung, die Lieferung von Hardware und die Bereitstellung spezialisierter Software umfasst. Diese ganzheitliche Herangehensweise ermöglicht es uns, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, die genau auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind. Durch diese umfassende Betreuung und unser Engagement für Innovation stellen wir sicher, dass unsere Kunden nicht nur mit der aktuellen Technologie Schritt halten, sondern auch deren Potenzial voll ausschöpfen können, um ihre Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Möbelfertigung: Was sind die wichtigsten Neuerungen in Ihrer Software?

Martina Schwarz: Die wichtigsten Neuerungen in unserer Software umfassen eine Vielzahl von Innovationen, die darauf abzielen, die Anwendbarkeit, Effizienz und Benutzerfreundlichkeit unserer Lösungen zu verbessern. Ein Game Changer ist die Integration einer Schnittstelle zwischen SketchUp und CAD+T, die eine nahtlose Übertragung und Bearbeitung von Modellen ermöglicht. Diese Entwicklung eröffnet unseren Nutzern neue Möglichkeiten in der Planung und Konzeption und stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Kompatibilität und Flexibilität unserer Software dar. Weiters haben wir unser Angebot im Bereich der Cloud-Anwendungen beispielsweise durch die Einführung der neuen EOS App ergänzt. Und schlussendlich haben wir aufgrund der gestiegenen Nachfrage unser Portfolio um Zusatzservices im Bereich der Automatisierungsprozesse erweitert, die eine ganzheitliche und materialunabhängige Betrachtung der Produktionsprozesse ermöglichen. 

Möbelfertigung: Sie haben eine sehr rege Kommunikation und bieten sehr viele Workshops an. Wie wichtig ist der Community-Gedanke bei CAD+T und den Kunden?

Martina Schwarz: Der Community-Gedanke nimmt bei CAD+T und unseren Kunden eine zentrale Rolle ein. Unsere Kunden zeichnen sich durch eine starke Gemeinschaft aus, und es ist uns ein wichtiges Anliegen, den Austausch innerhalb dieser globalen Anwendergemeinschaft aktiv zu fördern. Wir sind bestrebt, geeignete Plattformen und Gelegenheiten für diesen Austausch zu schaffen, sei es durch die Organisation von Workshops, die Bereitstellung von Diskussionsforen oder die Ausrichtung von Events, die speziell darauf abzielen, unsere Nutzer zusammenzubringen. Dieser starke Gemeinschaftssinn unter unseren Anwendern ermöglicht es nicht nur, Wissen und Erfahrungen auszutauschen, sondern fördert auch Innovation und Zusammenarbeit. Zudem haben Kooperationen zwischen unseren Kunden dazu geführt, dass gemeinsame Projekte länderübergreifend realisiert werden konnten, wodurch Synergieeffekte optimal genutzt werden. Diese Form der Zusammenarbeit unterstreicht die Stärke unseres Netzwerks.

Möbelfertigung: Wie war zum Beispiel das letzte Anwendertreffen im September? Welche Impulse nehmen Sie persönlich aus so einer Veranstaltung mit?

Martina Schwarz: Das letzte Anwendertreffen im September, das in einem hybriden Format abgehalten wurde, hat uns viele wertvolle Erkenntnisse gebracht. Es freut uns sehr, ankündigen zu können, dass wir im Jahr 2024 zu einem „echten“ Anwendertreffen zurückkehren werden, was für uns ein „Back to the Roots“ bedeutet. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Technologie uns viele neue Möglichkeiten eröffnet, aber der direkte, menschliche Kontakt bleibt für uns unersetzlich. Persönlich nehme ich aus diesen Veranstaltungen immer wieder wichtige Impulse mit. Ein besonders prägender Moment war für mich, als eine Kundin zu mir sagte: „Ihr steht auch keinen Tag still und entwickelt euch so schnell weiter.“ Dieses Kompliment war nicht nur schmeichelhaft, sondern zeigt auch, dass unsere Bemühungen, ständig zu innovieren und uns weiterzuentwickeln, von unserer Community wahrgenommen und geschätzt werden.

Möbelfertigung: Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage insgesamt?

Martina Schwarz: Die Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage gestaltet sich komplex, und es kursieren viele unterschiedliche Meinungen und Einschätzungen. Ich persönlich ziehe es vor, mich nicht auf Hörensagen zu verlassen. Es ist unbestreitbar, dass die postpandemische Phase, wenn auch nicht so stark wir prognostiziert, ihre Spuren in der Wirtschaft hinterlassen hat, aber ich bin optimistisch und glaube fest daran, dass unsere Branche gestärkt aus dieser Herausforderung hervorgehen wird. Bei CAD+T können wir uns glücklich schätzen, eine solide Auftragslage zu haben, was in diesen Zeiten nicht selbstverständlich ist. Dies bestärkt uns in unserem Ansatz, kontinuierlich unser Bestes zu geben. Die Resilienz und Anpassungsfähigkeit, die viele Unternehmen während und nach der Pandemie gezeigt haben, sind ermutigende Zeichen dafür, dass wir in der Lage sind, auch unter schwierigen Bedingungen zu wachsen und uns weiterzuentwickeln.

Möbelfertigung: Haben Sie in der näheren Zukunft größere Projekte oder Investitionen geplant?

Martina Schwarz: Ja, wir haben tatsächlich einige spannende Projekte und Investitionen in der Pipeline. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer RFID-Lösung. Diese Technologie ist ein Kernbereich unseres Angebots, und wir sind bestrebt, ihre Funktionalität und Anwendbarkeit für unsere Kunden stetig zu verbessern. Darüber hinaus legen wir großen Wert auf die Weiterentwicklung unserer Software, insbesondere durch die Einführung neuer Features und Funktionen. Diese Innovationen basieren maßgeblich auf dem Feedback unserer Community. Der enge Austausch mit unseren Anwenden ermöglicht es uns, präzise auf ihre Bedürfnisse einzugehen und unsere Produkte entsprechend anzupassen. Ein weiterer entscheidender Investitionsbereich ist die Entwicklung unserer Cloud-Lösungen. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Cloud für moderne Geschäftsprozesse investieren wir erhebliche Ressourcen in die Forschung und Entwicklung, um unseren Kunden fortschrittliche und innovative Cloud-Services anbieten zu können. Neben all dem sind bereits weitere spannende Projekte in der Pipeline, worüber ich zum jetzigen Zeitpunkt aber leider noch nichts genaues sagen darf. Aber so viel sei sicher, bald werden Sie mehr darüber erfahren.

Möbelfertigung: Worauf können sich Besucher Ihres Stands auf der Holz-Handwerk freuen?

Martina Schwarz: Besucher unseres Messestands auf der Holz-Handwerk können sich auf eine außergewöhnliche Erfahrung freuen. Wir sind mit einem großen Team und einem beeindruckenden Messestand, den wir erstmals auf der Ligna  vergangenen Jahres präsentierten und nun unser Debüt auf der Holz-Handwerk feiern dürfen. Dieser soll jedem die Möglichkeit zu bieten, unsere neuesten Features und Lösungen hautnah zu erleben. Unser Ziel ist es, eine Plattform für anregende Diskussionen über aktuelle Trends, zukünftige Perspektiven und innovative Ideen in der Holzverarbeitungsbranche zu schaffen.

Dagmar Daxenberger
Ostermann in der „möbelfertigung“

„Wir müssen uns mehr anstrengen“

„Während der Corona-Pandemie waren wir extrem privilegiert und haben von der guten Auftragslage im Handwerk profitiert“, so Dagmar Daxenberger, die Geschäftsführende Gesellschafterin von Ostermann im Interview in der „möbelfertigung Handwerk & Innenausbau“. „Heute ist die Lage anders. Wir müssen uns also mehr anstrengen.“  Dabei zeigt sie sich trotz der herausfordernden Konjunktur positiv: „Die schlechte Lage im Bausektor ist bekannt. Da die Zinsen zum Glück gerade wieder sinken, sind wir optimistisch, dass künftig wieder mehr gebaut wird. Schließlich ist Wohnraum knapp und wird dringend gebraucht. Eine weitere Herausforderung ist der Fachkräftemangel. Deshalb wird auch eine gute Arbeitsvorbereitung immer wichtiger. Wir versuchen unsere Kunden hier durch größtmögliche Vielfalt und mit bestem Service zu unterstützen.“

Dabei spielen aus Sicht von Dagmar Daxenberger auch Messen eine wichtige Rolle: „Für uns sind Messen immens wichtig. Sie sind eine einzigartige Gelegenheit, mit ganz vielen Kunden gleichzeitig persönlich ins Gespräch zu kommen, Neuheiten zu präsentieren, Trends zu entdecken und mit einem Besuch einen Überblick über die Vielschichtigkeit der Branche zu erhalten. Das geht natürlich am besten, wenn alle Branchenvertreter vor Ort sind. Wir finden es schade, dass einige Aussteller diese Auffassung nicht teilen.“

Das komplette Interview lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung Handwerk & Innenausbau“, die am 12. März erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: Warum das Handwerk aus Sicht von Imos Vernetzung und ganzheitliche Lösungen braucht, wie sich gute Mitarbeiter im Unternehmen halten lassen, worauf sich Betriebe beim digitalen Produktpass einstellen müssen, mit welcher Technologie Riepe Leicht Küchen überzeugen konnte, wie Schmalz bei der Holzmanufaktur Dittus für mehr Prozesssicherheit sorgt und vieles mehr.

Plus: Die große Preview zur „Holz-Handwerk“ in Nürnberg.

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Kesseböhmer-Tochter EPT

Insolvenz angemeldet

Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, hat die Energietechnik Produktions Verwaltungs GmbH in Weilheim, eine Tochterfirma von Kesseböhmer, Insolvenz angemeldet. Die Ergonomie-Sparte von Kesseböhmer produziert vor allem höhenverstellbare Tisch-Gestelle und Säulen für Büros und Wohnwägen. Die Lokalzeitung Der Teckbote berichtet außerdem, dass Kesseböhmer selbst in das Unternehmen investieren will, um es vor dem Konkurs zu bewahren. Dabei seien bereits 90 Mitarbeiter entlassen worden und weitere Entlassungen stehen im Raum.