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Autor: Hahn, Sebastian

Rheinspan

Rosario Ingarao übernimmt die Geschäftsführung

Wie Euwid Holz und Möbel vermeldet, ist seit dem 1. März Rosario Ingarao der neue Geschäftsführer Sales & Marketing des zur Saviola Holding gehörenden Spanplattenherstellers Rheinspan. Die Geschäftsführung wurde mit diesem Schritt ergänzt, denn Mauro Capozzo bleibt in seiner Rolle. Michael Barz hat ebenfalls zum 1 März die Verantwortung für den Bereich Technik übernommen, heißt es bei Euwid weiter.

Hartmann Möbelwerke

Katharina Hartmann übernimmt in vierter Generation

Nach über 30 Jahren an der Spitze des Massivholzmöbelherstellers hat Bernhard Hartmann das Unternehmen an seine Tochter Katharina, bisher kaufmännische Leitung, übertragen. Gleichzeitig steigt sie in die Geschäftsführung auf, der weiterhin Bernhard Hartmann und Holger Hanhardt angehören.

Mit der Nachfolge steht somit erstmals in der 113-jährigen Geschichte des Beelener Unternehmens eine Frau an der Spitze der Hartmann Möbelwerke. Vor ihr bauten ihr Vater, Großvater und Urgroßvater den Massivholzmöbelhersteller seit 1911 von einer Tischlerei zu einem mittelständischen Unternehmen mit über 140 Mitarbeitenden aus. Katharina Hartmann war im April 2021 in das Familienunternehmen eingetreten und ist nun, mit der Übertragung der Gesellschafteranteile zum 01. Januar 2024, die Geschäftsführende Gesellschafterin.

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Destatis

Zahl der fertiggestellten Bürogebäude im Vergleich zu 2002 halbiert

Homeoffice, Baukrise und Onlinehandel stellen mittlerweile auch den Markt für Gewerbeimmobilien wie Büro- und Handelsgebäude vor Herausforderungen. Die Zahl der neu gebauten Büroimmobilien ist im Jahr 2022 auf 1.563 Gebäude gesunken. Das waren 13,6 Prozent weniger fertiggestellte Büro- und Verwaltungsgebäude als im Vor-Corona-Jahr 2019 (1.810) und 46,0 Prozent weniger als im Jahr 2002 (2.897), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Weniger Bürogebäude wurden seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1993 nur im Jahr 2010 fertiggestellt (1.533).

Eröffnet neuen Stützpunkt in Gießen

Kundennähe ist Trumpf bei Adler. Produktion, Forschung & Entwicklung sowie Verwaltung sind zwar ausschließlich am Stammsitz im österreichischen Schwaz angesiedelt. Doch in allen anderen Belangen kann Adler gar nicht nahe genug bei seinen Kunden sein – insbesondere bei Beratung, Schulung und technischem Service. Mit einem neuen Stützpunkt im hessischen Gießen verstärkt Adler sein Vertriebs-Netz in Deutschland und bietet seinen Kunden aus holzverarbeitendem Gewerbe und Farbenhandel in Mitteldeutschland eine moderne, zentrale Anlaufstelle.

Der verkehrsgünstig am Stadtrand von Gießen gelegene Stützpunkt deckt das gesamte Servicespektrum ab und erfüllt alle Kunden-Wünsche: Bestellungen werden vom Team rund um Stützpunkt-Leiter Frank Schweitzer verlässlich verarbeitet. Großzügige Lagerflächen ermöglichen eine rasche Auslieferung – auch bei Sonderfarbtönen, die im modernen Maschinenpark des Stützpunktes abgetönt werden. Musterflächen können in einer kleinen Anwendungstechnik erstellt werden – ein wichtiger Service nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Außendienst-Mannschaft von Adler in der Region. Die Adler-Kundenberater sind auch regelmäßig für Vorführungen und Schulungen vor Ort, für die im ersten Stock des Servicestützpunktes ein moderner Seminarbereich eingerichtet wurde. „Die ersten Schulungstermine sind bereits fixiert, künftig werden wir hier auch die beliebten Seminare der Adler Akademie anbieten“, erzählt Frank Schweitzer.

Für Bernd Pichler, Adler-Geschäftsleiter Vertrieb sowie Geschäftsführer von Adler Deutschland, ist der neue Stützpunkt ein wichtiger Baustein in der langfristigen Vertriebsstruktur des Lackherstellers: „Kundenservice ist eine der großen Stärken von Adler. Wir sind für unsere Kunden persönlich erreichbar, leisten kompetente Beratung und kümmern uns bei jedem Anliegen um eine rasche Lösung. Durch den neuen Stützpunkt in Gießen können wir diesen bewährten Service für unsere Kunden in Mitteldeutschland weiter verbessern.“

J. Schmalz GmbH

Beim Besuch des Kanzlers: Familienunternehmen wünscht sich „wirtschaftspolitischen Richtungswechsel“

Der Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz bei der Firma Schmalz in Glatten hat am 4. März für mächtig Aufsehen gesorgt. Der Regierungschef ließ sich durch das weltweit tätige Familienunternehmen führen, kam ins Gespräch mit der Geschäftsführung und stellte sich anschließend den Fragen von rund 30 Mitarbeitenden. Ein Thema kam dabei besonders oft zur Sprache.

„Was plant die Bundesregierung, um die Konjunktur zu verbessern?“, fragte Tanja Keck, Mitarbeiterin im Einkauf, den Kanzler in der Gesprächsrunde. Und auch bei zahlreichen anderen Fragen der rund 30 Schmalz Mitarbeitenden war der wirtschaftliche Zustand Deutschlands das dominierende Thema der Diskussion.

„Viele Mitarbeitende machen sich Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit von deutschen Familienunternehmen“, sagt Dr. Kurt Schmalz, Geschäftsführender Gesellschafter von Schmalz. „Wir brauchen dringend einen wirtschaftspolitischen Richtungswechsel.“ Vor allem die überbordende Bürokratie und die fehlende Flexibilität bereiten dem Mittelständler Kopfzerbrechen. „Wenn unsere Einkäufer den Großteil ihrer Zeit investieren müssen, um Lieferanten auf ihre Konformität zu überprüfen, dann läuft etwas gehörig schief“, so Dr. Kurt Schmalz weiter. „Wir Unternehmen fühlen uns von der Politik zunehmend ausgebremst.“

Insbesondere im internationalen Wettbewerb sei die Wirtschaftspolitik Deutschlands ein Hemmschuh. „Wir sind an 31 Standorten mit 1.800 Mitarbeitenden weltweit aktiv. Somit konkurrieren wir mit China, das seine Firmen auf alle erdenklichen Weisen unterstützt“, sagt Andreas Beutel. „Deutsche Firmen kämpfen bei der derzeitigen Wirtschafts- und Energiepolitik dabei mit stumpfen Waffen.“ Was helfen könnte, seien signifikant bessere steuerliche Rahmenbedingungen. „Investitionen in Innovationen müssen umfangreich abgeschrieben werden dürfen“, so Andreas Beutel weiter.

Und Dr. Kurt Schmalz ergänzt: „China fährt mit Hochgeschwindigkeit, während Unternehmen in Deutschland durch hohe Auflagen und zähe Genehmigungsverfahren ausgebremst werden. Wir erleben es derzeit beim Bau einer Solaranlage in Firmennähe.“

Auch in Sachen Kosten seien die Chinesen in Führung. „Die Arbeitskosten hierzulande sind ohnehin schon viel zu hoch“, meint Andreas Beutel. „Kämen nun noch weitere soziale Wohltaten obendrauf, wäre die Abwanderung des Mittelstands auf Dauer nicht zu verhindern.“

Insgesamt war der Besuch des Kanzlers ein besonderer Moment. „Ein historischer Tag für Schmalz!“, befand Dr. Kurt Schmalz. „Es war uns eine Ehre, Olaf Scholz bei uns zu Gast zu haben. Wir sind froh, dass er sich die Zeit genommen hat, unsere Anliegen anzuhören und sich den Fragen gestellt hat.“

Zum Abschied gab es für den Bundeskanzler neben Schokolade aus dem Schwarzwald noch einen speziellen Sauggreifer aus der Produktion von Schmalz – mit Saugern in roter, gelber und grüner Farbe. „Damit Sie die Ampel weiterhin im Griff haben“, kommentierte Dr. Kurt Schmalz bei der Geschenkübergabe mit einem Augenzwinkern.

Einrichtungspartnerring VME

Möbelspende für SOS-Kinderdorf

Mt einer Möbelspende im Wert von rund 25.000 Euro hat der Einrichtungspartnerring VME gemeinsam mit einigen Herstellerpartnern das SOS-Kinderdorf Hamburg unterstützt. Damit wird das neue stationäre Angebot „AnkerFamilie“, eine familienähnliche Wohngruppe in der Hamburger Hafencity gefördert. Diese bietet Kindern mittel- bis langfristig eine konstante Alternative zum Aufwachsen. Seit Anfang März sind in der 290 qm großen Neubauwohnung sechs Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren untergebracht. Neben den Gemeinschaftsräumen in der Wohnung steht jedem Kind ein eigenes Zimmer zur Verfügung. „Die Kinder können aus verschiedenen Gründen nicht mehr bei ihren Familien leben. Sie erhalten bei uns liebevolle Zuwendung, werden zuverlässige durch ein engagiertes Team betreut und in einer familiären Umgebung gefördert.“, betont Birgit Ulpts, Bereichsleiterin beim SOS-Kinderdorf Hamburg. Eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch acht Pädagoginnen und Pädagogen garantiert eine ganzheitliche Förderung der individuellen Entwicklung der Kinder.

Die vom Einrichtungspartnerring VME gespendeten Möbel wurden von Bereichsleiterin Birgit Ulpts altersgerecht ausgesucht und umfassen alles, was für die Einrichtung eines gemütlichen Kinderzimmers benötigt wird: von Kinderbetten und Wickeltischen bis hin zu Kleiderschränken, Regalen und Sideboards.

Die „AnkerFamilie Baakenhafen“ ist in Hamburg bereits das zweite Projekt, das der Einrichtungspartnerring VME mit Möbelspenden unterstützt. 2021 lieferte der Möbelverbund Büromöbel und Esszimmerstühle zur Eröffnung des Angebots „Hafen für Familien“ in Hamburg-Dulsberg. Mit der „AnkerFamilie Baakenhafen“ wurde das stationäre Angebot des SOS-Kinderdorfes Hamburg nun weiter ausgebaut.

Die Partnerschaft zwischen dem Einrichtungspartnerring VME und dem SOS-Kinderdorf e.V. besteht bereits seit über zehn Jahren. Seit 2010 unterstützt der Möbelverbund mit Hilfe seiner rund 400 Anschlusshäuser unter anderem die Aktion „Sie sparen. Wir spenden.“, bei der durch Einkäufe der Kunden eine Händlerspende auslösen. Durch diese langjährige Zusammenarbeit konnten bereits rund 500.000 Euro an Spendengeldern für das SOS-Kinderdorf e.V. gesammelt werden. „Die Menschen, die an dem Angebot „AnkerFamilie“ mitwirken und auch alle anderen Mitarbeiter des SOS-Kinderdorf e.V, leisten einen bedeutenden Beitrag zum Wohl der Kinder und Jugendlichen“, so Frank Stratmann, Hauptgeschäftsführer des Einrichtungspartnerring VME. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, sie in ihrem Engagement auch in Zukunft gemeinsam mit unseren Gesellschaftern und Partnern zu unterstützen.“

Rotpunkt Küchen

Team in Großbritannien ausgebaut

Hatte Vertriebsgeschäftsführer Sven Herden bislang das Auslandsgeschäft mitverantwortet, hat Rotpunkt Küchen jetzt eine neue Stelle für die Exportleitung geschaffen. Zum 1. März hat Max Lükewille die Aufgaben übernommen. Der 46-Jährige ist bereits seit 25 Jahren im Unternehmen. Zuletzt leitete er die Sachbearbeitung im Innendienst Export und war vom Firmensitz in Bünde aus Ansprechpartner für Kunden in aller Welt.

Seinen ersten Auftritt in neuer Funktion hatte Lükewille auf der KBB in Birmingham (1. bis 4.3.). Und mit John McWhinnie präsentierte Rotpunkt auf der Messe gleich ein weiteres neues Mitglied im internationalen Vertriebsteam. Denn McWhinnie ist seit dem 1. Januar 2024 als Gebietsleiter Großbritannien Nord tätig. Vor seinem Wechsel war er unter anderem als National Product Training Manager bei Nolte UK, als Senior Designer bei Häcker Kitchens in Dubai und als Showroom Manager bei SieMatic. Damit sind unter der Leitung von Matt Phillips nun vier Vertriebsmitarbeiter im Außendienst und eine Kollegin im Innendienst für Rotpunkt in Großbritannien aktiv.

Die Verstärkung auf Leitungsebene ermöglicht es Sven Herden, Vertriebsprojekte künftig noch intensiver zu bearbeiten. Dazu gehört auch der Export nach Großbritannien. Hier sieht der Geschäftsführer noch viel Potenzial für Rotpunkt Küchen: „Das Land hat nach dem Brexit eine tiefe Phase der Verunsicherung durchlebt, die zu einer allgemeinen Kaufzurückhaltung geführt hat.“ Auch die Folgen der Pandemie und die europaweite Inflation hätten Spuren hinterlassen. Dabei ist der britische Markt mit fast 68 Millionen Einwohnern in den vier Landesteilen England, Schottland, Wales und Nordirland etwa so groß wie der französische. Allerdings gehen nur 6,4 Prozent aller deutschen Küchenmöbelexporte auf die Insel, nach Frankreich sind es laut Destatis/VdDK 25,1 Prozent. Auf der Messe in Birmingham habe Rotpunkt bereits vielsprechende Kontakte geknüpft.

Auf dem 125 qm großen KBB-Stand präsentierte sich Rotpunkt mit einem bewusst auf das britische Zielpublikum zugeschnittenen Angebot, bestehend aus drei Küchen und einem Hauswirtschaftsraum. Dazu zählten auch das neue Möbelbreitenraster 75 cm, die Design-Griffe des Londoner Labels Buster & Punch und die Beispielplanung eines Ankleideraums, das auf dem britischen Markt besonders nachgefragt sei.

Die Bilanz der Messegesellschaft in Birmingham gibt für 2024 im Übrigen 16.000 Besucher bei 320 Ausstellern an.

Häfele

Kanzlerbesuch in Nagold

Beim Besuch des Familienunternehmens Häfele in Nagold am 5. März 2024 gewann Bundeskanzler Olaf Scholz Einblicke, wie sich eine traditionsreiche Branche erfolgreich entwickeln kann und welche Themen die Mitarbeitenden und das Unternehmen heute bewegen.

Die Vorsitzende des Verwaltungsrats, Sibylle Thierer, hatte das Unternehmen 20 Jahre lang bis 2023 geleitet. „Man kann viel bewegen als Familienunternehmerin“, blickte sie auf ihre Entscheidung, die Leitung zu übernehmen, zurück. So brachte sie das Thema Möbellicht ein, erweiterte dann das Leistungsspektrum um Raumlicht und Vernetzung. Die Kompetenz, beides miteinander sowie weitere Funktionen im Innenraum smart miteinander zu vernetzen, macht Häfele zum Pionier. Durch Training und Schulungen der eigenen Mitarbeitenden, aber auch der Kunden aus dem Schreinerhandwerk, erschloss Häfele somit neue Geschäftsfelder. Mit der Anmerkung „Wir Deutschen sind doch bekannt für unser Organisationstalent“, bot Sibylle Thierer dem Bundeskanzler eine interessante Perspektive, wie sich hiesige Kompetenzen für Zukunftsthemen wie die Vernetzung einsetzen lassen.

Die Brücke in die Zukunft des Global Players aus dem Schwarzwald mit 38 Tochtergesellschaften und zahlreichen weiteren Vertretungen weltweit schlug Gregor Riekena, CEO seit Januar 2023. Er erläuterte, wie Häfele mit seinem Leitmotiv „Maximising the value of space. Together.“ Antworten auf die Zukunftsfragen des Wohnens und Arbeitens gibt: „Im Wesentlichen formulieren wir damit unseren unternehmerischen Antrieb, die Wohn- und Arbeitsräume unserer Zeit künftig funktionaler, atmosphärischer, effizienter und insgesamt wertvoller zu gestalten. Das wollen wir gemeinsam mit Kunden und Lieferanten verwirklichen, denn in einer komplexen Welt geht es darum, die Stärken zusammenzubringen und Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.“  

Veranschaulicht wurde das beim Rundgang durch die Häfele Markenwelt an zwei Stationen, wo der Bundeskanzler auch selbst die Steuerung von Licht- und Schließsystemen in einem vernetzten Gesamtkonzept testen durfte. Gefragt, ob er sich im Anwendungsbeispiel lieber als Übernachtungsgast oder als Reinigungskraft anmelden wolle, entschied er sich tatkräftig für den Zimmerservice. Mit den entsprechend hinterlegten Daten seiner Schlüsselkarte erkannte ihn das Zimmer und schaltete die Beleuchtung auf volle Kraft. „Jetzt haben wir Licht ‚zom Schaffa‘“, wie wir hier im Schwabenland sagen, beschrieb Licht-Experte Jochen Kohler die Lichtszene im Vergleich zu anderen, die etwa für einen entspannten Feierabend dienen. Schaffen musste im Beispielhotel niemand, dafür ging es weiter mit Anwendungsszenarien für das Zusammenspiel von Beschlag, Elektrifizierung und Steuerung.

Roman Lang, ausgebildeter Schreinermeister und seit über 25 Jahren bei Häfele in zahlreichen Positionen in verschiedenen Ländern tätig, zeigte, wie sich ein Hotelzimmer durch ein intelligentes, vernetztes Konzept mit wenigen Handgriffen vom Übernachtungsraum in ein Büro oder einen Konferenzraum für die Nutzung tagsüber verwandeln lässt. „Auch Yoga wäre möglich“, regt Roman Lang an. „Das ist durch und durch nachhaltig“, äußerte sich der Bundeskanzler. Denn ansonsten zur Hälfte der Zeit leerstehende Flächen lassen sich so mehrfach nutzen. Auch Aufwände im Housekeeping lassen sich so reduzieren, wenn nur gereinigt wird, was der Gast auch tatsächlich genutzt hat. „Werden diese Konzepte auch nachgefragt von Betreibern?“, wollte Bundeskanzler Olaf Scholz wissen. Sibylle Thierer führte aus, dass es zwar in Immobilien- und Bauwirtschaft keine einfachen Zeiten seien, aber gerade deshalb seien multifunktionale Konzepte, die den Wert von Raum maximieren, gefragt.

In der anschließenden, nicht-öffentlichen Dialogrunde mit Mitarbeitenden hörte Bundeskanzler Olaf Scholz genau zu bei den von Häfele Mitarbeitenden vorgebrachten Beispielen zu Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung und stellte sich allen Fragen. Die Diskussion streifte dabei auch Themen wie die Infrastruktur im ländlichen Raum, die Abdeckung mit Mobilfunk oder die Zusammenarbeit von Behörden und Unternehmen bei Cyber-Bedrohungen. Bundeskanzler Olaf Scholz bedankte sich bei allen Diskussionsteilnehmern und nahm sich noch Zeit für ein Gruppenfoto, bevor er sich verabschiedete.

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Lösung im Tarifkonflikt

Die Tarifträgerverbände innerhalb der HDE-Organisation haben sich im gemeinsamen Tarifpolitischen Ausschuss des HDE darauf verständigt, den tarifgebundenen Mitgliedsunternehmen in allen Tarifgebieten die Option einzuräumen, auf Basis der aktuellen Tariftabellen eine freiwillige und auf einen späteren Tarifabschluss voll anrechenbare Entgeltanhebung von maximal zehn Prozent für ihre Beschäftigten im Einzelhandel vorzunehmen. Diese Verbandsempfehlung, die sowohl Löhne als auch Gehälter umfasst, kann frühestens mit Beginn des neuen Tarifjahres im Tarifgebiet umgesetzt werden. Auszubildendenvergütungen dürfen ab Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2024 entsprechend erhöht werden. Dabei gilt: Sofern die Entgelte im Unternehmen bereits auf Basis der letzten Verbandsempfehlung ab Oktober 2023 angehoben wurden, ist eine Anhebung im Rahmen dieser neuen Verbandsempfehlung dann dort nur in Höhe der Differenz zulässig.

 „Wir sind nach nunmehr elf Monaten Tarifkonflikt mit mehr als 60 Verhandlungsrunden bundesweit zu der Auffassung gelangt, dass ver.di leider keinerlei Interesse an einem zeitnahen Abschluss im Einzelhandel hat. Für uns ist das eine bittere Erkenntnis, zumal wir unser Angebot mehrmals nachgebessert hatten“, so HDE-Tarifgeschäftsführer Steven Haarke. Die Mitarbeiter sollten nicht immer weiter unter der eigensinnigen Strategie ihrer Gewerkschaft leiden müssen. Mit dem letzten Angebot der Arbeitgeber wären Reallohngewinne gesichert gewesen, die Inflation gehe aktuell wieder zurück. Mit dieser neuerlichen Verbandsempfehlung der Handelsverbände sollen zumindest die tarifgebundenen Unternehmen, die es sich trotz der weiterhin äußerst schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen leisten können, ihren Mitarbeitern diese gute Nachricht überbringen können.

„Die Branche war und ist unterschiedlich hart von der Kaufzurückhaltung in der Corona-Pandemie und den aktuellen globalen Konflikten betroffen, daher wird es auch Unternehmen geben, die nicht mitziehen können“, so Haarke. Das sei völlig in Ordnung, es bestehe keinerlei rechtliche Verpflichtung diese umzusetzen. „Wir streben weiter eine baldige Befriedung des Tarifkonflikts an, dazu muss die Gewerkschaft ver.di endlich ihre Blockadehaltung aufgeben“, so Haarke.