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Autor: Hahn, Sebastian

NürnbergMesse India

Übernimmt die Messe Index Plus

NürnbergMesse India verkündet die Einführung von Index Plus, die erweiterte Version von Index – Indiens führender Messe für Architektur, Möbel, Inneneinrichtung und Design mit 30-jähriger Tradition. Vom 31. Mai bis 2. Juni 2024 in Mumbai und vom 9. bis 11. August 2024 in Neu-Delhi wird dem internationalen Publikum eine umfassende Produktpalette an Innen- und Außenmöbeln für den gewerblichen und privaten Bereich, Beleuchtungen, Bodenbelägen, Kücheneinrichtungen und architektonischen Einrichtungsgegenständen vorgestellt. Zusammen mit Indiawood – Asiens führender Fachmesse für die holzverarbeitende und möbelherstellende Industrie und Index Plus, möchte NürnbergMesse die gesamte Wertschöpfungskette der Holzverarbeitung und Möbelherstellung bereichern und neue Maßstäbe für exzellentes Design setzen.

Unter dem Motto „Transforming Spaces and Elevating Experiences“ werden auf Index Plus mehr als 200 Aussteller und 400 Marken vertreten sein, wobei über 20.000 internationale Fachbesucher erwartet werden. Mit den IndeXcellence Awards werden herausragende Projekte von Designern ausgezeichnet, ergänzt durch den Futuristic Concept and Design Pavillon, der Einblicke in die neuesten internationalen Designtrends bietet.

Indien ist weltweit der fünftgrößte Hersteller und der viertgrößte Verbraucher von Möbeln. Derzeit verzeichnet der indische Markt für Inneneinrichtung eine bemerkenswerte jährliche Wachstumsrate von 10,3 Prozent, die bis 2028 voraussichtlich auf 51,4 Mrd. USD ansteigen wird. Bis zum Jahr 2030 soll er der größte jüngste Verbrauchermarkt der Welt sein. Mit einem geschätzten Wert von 135 Mrd. USD im Zeitraum 2022-2023 ist die Europäische Union der drittgrößte Handelspartner Indiens. Um diese Entwicklung zu fördern, verhandelt Indien derzeit über Freihandelsabkommen, die Möbelhersteller bei der Gründung von Joint Ventures oder der Errichtung von Produktionsstätten unterstützen könnten.

In diesem positiven Szenario erweist sich Index Plus als dynamische Plattform für globale Unternehmen und bietet eine einmalige Gelegenheit, neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen, bestehende Verbindungen zu stärken und mit verschiedenen Käufern, Branchenführern und Handelsverbänden in Kontakt zu treten.

Deutschland allein hat im Jahr 2022 Möbel im Wert von 92,38 Mio. USD nach Indien exportiert, was einem Wachstum von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Erfolg deutscher Möbel auf dem indischen Markt ist unter anderem auf den technologischen Fortschritt, das Engagement für Nachhaltigkeit und den Ruf für tadellose Handwerkskunst zurückzuführen, welche bei der jungen indischen Generation sehr beliebt sind.

Sonia Prashar, Geschäftsführerin von NürnbergMesse India, unterstreicht die dringende Notwendigkeit internationaler High-Tech-Zusammenarbeit: „Das transformative Wachstum im Möbel-, Architektur- und Designsektor Indiens erfordert innovative, nachhaltige Lösungen und die Präsenz führender High-Tech-Akteure innerhalb der Möbelindustrie. Die voranschreitende Entwicklung des Sektors wird maßgeblich von den sich wandelnden Interessen der indischen Verbraucher vorangetrieben, die zunehmend hochwertige und innovative internationale Marken bevorzugen.“

Surface in Motion Italia

Erste Surface in Motion Italia ist startklar

Noch etwas mehr als zwei Monate bis die erste italienische Ausgabe der Surface in Motion an den Start geht. Vom 7. Bis 8. Mai trifft sich die Branche für die dekorative Oberfläche von Holzwerkstoffen in Verona. Konferenzsprache wird italienisch sein und eine italienisch-englische Simultanübersetzung steht für die Teilnehmer bereit.

Das Programm der Surface in Motion Italia kann sich sehen lassen: So wird für die Federlegno Arredo beispielsweise Stefano Saviola ein Update zum italienischen Markt geben, Antonio Rodgrigues von Matteo Thun einen Einblick in innovatives Design geben, Renato Turchetto von Lamitex erklären, wie durch innovative Technologie nachhaltiges Design entsteht, Maurizio Burrati und Paulina Rapala von Inteprint erklären, welche Herausforderungen der moderne Markt mit sich bringt und Carlo Santori und Francesca Magisti von Sesa zeigen Oberflächenstrukturen. Giorgio Bonacini von FLORIM stone wagt einen Blick über den Tellerrand auf keramische Oberflächen und Ryan Turner von GEW UV wird uns suppermatte Oberflächen und Excimertechnologie näherbringen.

Die Plätze sind begrenzt und die Nachfrage schon heute hoch. Daher sollten Sie sich zeitnah unter: https://www.moebelfertigung.com/surface-in-motion-italia-2 anmelden.

Seien Sie dabei und treffen Sie unter anderen Vertreter aus folgenden Unternehmen: Alanod, Cefla, Decor in Printing, Dr Schenk GmbH Industriemesstechnik, DTS Systemoberflächen GmbH, Expo SICAM, Felix Schoeller, Florim, GEW UV, H.B. FULLER ITALIA SRL, Hesse Lignal GmbH & Co.KG, HUECK RHEINISCHE GmbH, Hummingbird, Interprint Italia, Karabudak Mühendislik Makina İmalat Sanayi Limited Şirketi, Klöckner Pentaplast Europe GmbH & Co. KG, Kneho Lacke, König und Bauer, Lamitex, Matteo Thun, Mauro Saviola, Munksjö, Münzing, Neos, Sappi, Sesa, Surteco Italia, Taghleef Industries, UPCO, Wester Mineralien GmbH, Zeetree.

Wer nicht vor Ort dabei sein kann findet auf https://www.moebelfertigung.com/surface-in-motion-italia-2 auch die Möglichkeit sich für den Englisch/Italienischen Livestream anzumelden.

Häfele

1,71 Mrd. Euro Umsatz im bewegten Jahr 2023

Anspruchsvoller hätte der Start für CEO Gregor Riekena im Jubiläumsjahr nicht verlaufen können. Einen Monat nach seiner Übernahme der Unternehmensleitung von seiner Vorgängerin Sibylle Thierer wurde Häfele weltweit von einem schweren Cyberangriff getroffen. Entschlossen und dank vereinten Kräften gelang es dem Unternehmen mit seinen weltweit 8.000 Mitarbeitenden, innerhalb weniger Wochen alle für die Kundenzufriedenheit entscheidenden Geschäftsprozesse aus eigener Kraft wiederherzustellen.

Damit nicht genug: die Inflations- und Zinsentwicklung traf die Immobilien- und Einrichtungsbranche und damit auch den Sektor der Möbel- und Baubeschläge in allen Regionen weltweit. Zum 31.12.2023 verzeichnete die Häfele Gruppe mit Niederlassungen in 38 Ländern einen Umsatz von 1,71 Milliarden Euro – das ist ein Minus von 8,2 Prozent zum Vorjahr. Besonders unter Druck standen die Märkte in Deutschland, Westeuropa sowie den USA. Das Unternehmen meldet für 2023 einen Auslandsanteil von 82 Prozent. Für 2024 ist der CEO trotz allem zuversichtlich. „Wir haben die richtigen Initiativen eingeleitet, damit wir das immer noch schwierig anlaufende Jahr 2024 mit einem Umsatzplus abschließen können.“ Häfele zählt zu den weltweit führenden Spezialisten für intelligente Beschlagtechnik, Beleuchtung und elektronische Schließsysteme und hatte in den Vorjahren 2021 und 2022 beachtliche Umsatzzuwächse erzielt.

Der Cyberangriff zu Beginn des Jahres hätte den unternehmerischen Optimismus trüben können. Doch das Familienunternehmen ließ es sich nicht nehmen, das Jubiläumsjahr – 100 Jahre Häfele – gebührend zu feiern. So war 2023 mit seinen Festakten vom schwungvollen Aufbruch in ein neues Unternehmensjahrhundert geprägt: vom Blick zurück in die inspirierende Erfolgsgeschichte sowie der gelungenen Übergabe des Staffelstabs von Sibylle Thierer, nach 20 Jahren an der Unternehmensspitze, an Gregor Riekena.

Im Rahmen der Übergabe stellte Häfele der Branche auf der Weltleitmesse Interzum in Köln das neue Leitmotiv „Maximising the value of space.Together.“ vor. Es vermittelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, das eine sehr breite Kundschaft bedient. Gregor Riekena: „Wir haben von unseren Partnern viel Zuspruch erfahren. Im Wesentlichen formulieren wir damit unseren unternehmerischen Antrieb, die Wohn- und Arbeitsräume unserer Zeit künftig funktionaler, atmosphärischer, effizienter und insgesamt wertvoller zu gestalten. Das wollen wir gemeinsam mit Kunden und Lieferanten verwirklichen, denn in einer komplexen Welt geht es darum, die Stärken zusammenzubringen und Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.“  

Für ein intensiveres Miteinander wurde im vergangenen Jahr das 2022 eingeführte Dienstleistungsportfolio Service+ ausgebaut. Im Bereich „smarte Raumlösungen“ bietet Häfele seinen Kunden nun ein einzigartiges Rundum-sorglos-Paket für die Vernetzung und Steuerung von Möbel- und Raumlicht an und macht es dem Holzhandwerk damit sehr einfach, gutes Licht für Küche, Wohnen und Microliving ganzheitlich zu planen und zu installieren.

Die Weiterentwicklung der Dienstleistungen wird nicht nur in Deutschland vorangetrieben. So eröffnet beispielsweise Häfele Australien dieses Jahr eine Service+ „Fabrik“, wo maßgeschneiderte Lösungen wie Montage- und Zuschnittservices, Bau von Exponaten für Kundenausstellungen und viele Mehrwertleistungen unter einem Dach gebündelt sind. „Beispiele wie diese zeigen, dass die Häfele Gesellschaften und Regionen einerseits von zentral entwickelten Innovationen profitieren, sich aber gleichzeitig wechselseitig inspirieren und damit die Gruppe als Ganzes voranbringen“, so CEO Gregor Riekena.

Häfele ist ein Global Player mit 38 Tochterunternehmen und zahlreichen weiteren Vertretungen in aller Welt. In Summe sind rund 8.000 Mitarbeitende für die Häfele Gruppe tätig. 2016 leitete Häfele die Strategie ein, das Unternehmen in Vertriebsregionen zu gliedern. Das bewegte Jahr 2023 nutzte CEO Gregor Riekena, um die Regionalstruktur so aufzustellen, dass 2024 in einem weiterhin fordernden Marktumfeld Wachstum generiert werden kann. So wurde das deutsche Inlandsgeschäft ebenfalls als Region organsiert. Seit Januar 2024 berichtet der neue Regionaldirektor für die Häfele Region Deutschland, Rico Marquardt, wie auch die anderen sechs Regionaldirektoren, direkt an CEO Gregor Riekena.

Um den Wachstumspfad zu unterstützen und gleichzeitig die hohe Komplexität aller Geschäftsprozesse zu bewältigen, wurde die Struktur der Häfele Gruppe insgesamt weiterentwickelt, verschlankt und neu organisiert. Die Geschäftsleitung besteht nun aus drei statt wie bisher fünf Mitgliedern. Michael Distl verantwortet die Bereiche Finanzen, Personal, und IT. Boris Katic ist für die Häfele Produktionswerke, den Einkauf, die Logistik und das Qualitätsmanagement zuständig. Gregor Riekena als Vorsitzender der Geschäftsleitung hat in Personalunion Marketing und Vertrieb unter sich.

Den seit 2020 bestehenden Verwaltungsrat leitet Sibylle Thierer. In diesem mehrheitlich mit Familienmitgliedern besetzten Gremium werden gemeinsam mit der Geschäftsleitung die strategischen Eckpunkte des Familienunternehmens definiert.

Als Familienunternehmen plant Häfele langfristig. So nimmt am Standort Nagold ein lange vorbereitetes Zukunftsprojekt Gestalt: das Häfele Dynamikzentrum. Es ist auf flexible Nutzungsmöglichkeiten angelegt und soll neben seiner Kernnutzung als innovatives Produktions- und Logistikzentrum unter anderem eine Plattform für den Austausch mit Start-ups und Forschungseinrichtungen bieten. „Wir investieren in die Zukunftsfähigkeit von Häfele und leisten zugleich einen wertvollen Beitrag für die Region“, so Sibylle Thierer, Vorsitzende des Verwaltungsrats.

Mit dem Neubau beweist das Unternehmen, wie Nachhaltigkeit in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales konsequent verwirklicht wird. So wird der Gebäudekomplex dank eines Eisspeichers und weiterer regenerativer Energiequellen bilanziell energieautark sein. Zur Nachhaltigkeit gehört auch, dass die Gebäudenutzung multifunktional angelegt ist. Beispielsweise entstehen ein auch für Veranstaltungen externer Firmen offener Veranstaltungskomplex – in unterschiedlich große Einheiten unterteilbar – und öffentliche Gastronomieangebote. Insgesamt plant Häfele, in dieses und weitere Projekte im Jahr 2024 einen annähernd dreistelligen Millionenbetrag zu investieren, der rund 30 Prozent über dem Investitionsvolumen des Vorjahres liegt.

Surteco Group SE

Mehr Flexibilität dank neuer Verfahren im Digitaldruck

Der Oberflächen-Spezialist Surteco stellt ein neues Verfahren für den Digitaldruck in Vollbreite vor. Damit können für Kunden dekorative Oberflächen für Möbel und Fußböden künftig deutlich flexibler und ressourcenschonender hergestellt werden.

Kundenvorteile

Mit der Anlage lassen sich hochwertige Dekordrucke bis zu einer Breite von 225 cm fertigen – und das mit mehreren Dekoren auf einer Rolle und einer Rapportlänge von bis zu sechs Metern. Auch unkonventionelle Strukturen und große Farbräume sind schon bei kleinsten Losgrößen möglich. Selbst dimensionskritische Dekorpapiere lassen sich mit der Maschinenkonfiguration bedrucken. Und auch neue, kreative Designs – wie zum Beispiel Fantasy-Dekore – sind kein Problem. „Die Anlage eröffnet unseren Kunden völlig neue Möglichkeiten hinsichtlich Flexibilität, Qualität und Dekorvielfalt“, fasst Robert Vancko, Leiter Business Unit Surfaces, zusammen.

Kundenaufträge

Seit der Inbetriebnahme der Digitaldruckanlage sind zahlreiche Kundenaufträge angenommen, produziert und ausgeliefert worden. „Die Kunden sind mit der Qualität sehr zufrieden und wir sind es ebenfalls. Das ermöglicht uns anspruchsvolle Kundenwünsche, sowohl bei bestehenden Kunden als auch bei neuen Kunden, zu erfüllen.“, so Vancko.

Geförderte Innovation

Surteco konnte das neue Digitaldruckverfahren in den vergangenen Jahren auch mithilfe einer Förderung entwickeln und zur Marktreife bringen. Die Förderung wurde 2017 im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nuklearer Sicherheit (BMU) vergeben und in den Folgejahren durch das Umweltbundesamt (UBA) verwaltet. Das Umweltinnovationsprogramm unterstützt seit 1979 Unternehmen dabei, innovative und umweltschonende Verfahren in die Praxis umzusetzen, um damit ökologische und ökonomische Anforderungen vereinen zu können.

Plantag Coatings

Feiert 15 Jahre Partnerschaft mit TH OWL

Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) und die Plantag Coatings GmbH aus Detmold können stolz auf das 15-jährige Bestehen ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit zurückblicken. Die intensive Kooperation ermöglicht den Studierenden des Studiengangs Holztechnik eine praxisnahe und moderne Ausbildung.

Der Schwerpunkt dieser langjährigen Kooperation liegt in der gemeinsamen Nutzung des Technikums der Plantag Coatings GmbH. Über die vergangenen 15 Jahre hinweg wurden hier Praktika für das Lehrgebiet Oberflächentechnologie Holz im Bachelor- und Masterstudium abgehalten. Während jedes Semesters haben die Studierenden die Möglichkeit, die hochmodernen Anlagen zur Applikation und Härtung von Lacken zu nutzen, um den industriellen Standard bestmöglich abzubilden. Erst kürzlich hat die Plantag Coatings GmbH ihr neues Technikum in Betrieb genommen, in welchem an modernen Maschinen verschiedene Verfahrenstechniken der Oberflächenbehandlung simuliert und getestet werden
können.

Die erfolgreiche Kooperation geht über die Nutzung des Technikums hinaus. Studierende haben die Gelegenheit, Praxissemester im In- und Ausland in einer der weltweiten Niederlassungen von Plantag zu absolvieren. Einige Studierende verbrachten beispielsweise sechs Monate in den Niederlassungen des Unternehmens in Indien. Dort arbeiten sie an konkreten Problemstellungen der Kunden vor Ort und lernen neben verschiedensten Produktionsstandards auch die sozioökonomische Vielfalt ihrer Branche kennen.

„Diese Kooperation ist ein herausragendes Beispiel für ressourcenschonende und dennoch stets aktuelle Lehre an technischen Einrichtungen an der TH OWL“, sagt Professor Reinhard Grell, Dekan des Fachbereichs Produktions- und Holztechnik der TH OWL. „Ohne die Unterstützung der Plantag Coatings wäre es uns nicht möglich, auf technischen Anlagen des neuesten Stands zurückzugreifen.“ Auch Plantag Geschäftsführer Hanno Baumann ist von der Kooperation begeistert: „Die Studierenden der TH OWL bringen frische Ideen und einen engagierten Blick auf unsere Branche mit. Die Möglichkeit, Praxissemester im In- und Ausland in Kooperation mit uns zu absolvieren, hat dazu beigetragen, internationale Perspektiven in unsere tägliche Arbeit zu integrieren.“

„Die Inhalte der Praktika haben sich seit Beginn der Partnerschaft mit der TH OWL immer wieder gewandelt und dem Stand der Technik angepasst“, betont Marketingleiter der Plantag Jörg Pohlmann. Der Trend in der Oberflächenveredelung geht klar zu umweltfreundlichen, lösungsmittelfreien Methoden. Dies steht im Einklang mit der Philosophie der Hochschule, die eine nachhaltige Forschung im Sinne einer aufgeklärten und umweltbewussten Gesellschaft anstrebt. Im Rahmen des aktuellen Praktikums zum 15-jährigen Jubiläum der Partnerschaft lernen die Studierenden einige der neuen Beschichtungsanlagen des Technikums kennen. Vor dem Hintergrund realer Fragestellungen werden Prüfmuster beschichtet und in Sekundenschnelle mittels UV-Technologie ausgehärtet.

Die Plantag Coatings GmbH profitiert auf verschiedenen Ebenen von der Kooperation mit der TH OWL. Der Absolvent der TH OWL Sarito Wolsiffer hat über die Kooperation seinen Weg in das Berufsleben gefunden. Seit einigen Jahren ist er als Produktmanager angestellt und betreut nun die Praktika der TH OWL. „Die Praktikumsmöglichkeiten bei Plantag sind nicht nur ein Sprungbrett für eine vielversprechende Karriere, sondern bieten auch eine einzigartige Chance, Theorie und Praxis auf beeindruckende Weise zu verbinden“, erläutert Wolsiffer.

„Diese Kooperation ist ein lebendiges Beispiel dafür, was praxisnahe Ausbildung an unserer Hochschule ausmacht“, ergänzt Professor Grell. Diese Erfahrungen sind von unschätzbarem Wert und zeigen, dass auch in vermeintlich unscheinbaren Kooperationen große Potenziale für die Ausbildung der nächsten Generation von Fachpersonal liegen.“ Hanno Baumann weist daraufhin, dass dieses nachhaltige Projekt ein Paradebeispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft ist.

Fundermax

Als „Best Workplace for Young Talents“ ausgezeichnet

Great Place to Work zeichnet jährlich die besten zehn Arbeitgeber für junge Talente aus, die die Erwartungen und Bedürfnisse der Generation Z am besten erfüllen. Fundermax konnte mit seinen zahlreichen Initiativen – vom Recruiting über Kommunikation bis hin zu Gemeinschaftsaktivitäten punkten. Neben Fundermax wurden u.a. Hilton, Niederösterreich Bahnen und dynatrace ausgezeichnet.

People First ist zentraler Leitsatz bei Fundermax

„People First ist zentraler Bestandteil unseres Leitbildes“, erklärt Fundermax Geschäftsführer Gernot Schöbitz. „Wir setzen zahlreiche Maßnahmen zur Förderung einer positiven Arbeitskultur, der persönlichen Entwicklung und einer transparenten Kommunikation.“ Für die jungen Mitarbeiter:innen spielen außerdem gelebte Verantwortung und soziales Engagement eine wichtige Rolle.

Großen Wert legt Fundermax auf wertschätzendes Recruiting mit professioneller Interviewführung und schnellen internen Entscheidungswegen. Das Onboarding ist für den Einstieg wichtig, entsprechende Einschulungen und bereichsübergreifenden Schulungen für ein Verständnis der Unternehmenszusammenhänge helfen in der ersten Phase. In der Kommunikation setzt Fundermax auf Transparenz und eine digitale Mitarbeiter-App, die alle an den Standorten und in der Produktion erreicht. Gemeinschaftsaktivitäten und soziales Engagement stärken zudem die Identifikation mit dem Unternehmen.

„Wir freuen uns über die Auszeichnung als Best Workplace for Young Talents. Das zeigt uns, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind“, so Schöbitz. „Die Generation Z für unser Unternehmen zu begeistern, zu gewinnen und dann auch im Unternehmen zu halten, sind wichtige Erfolgsfaktoren für unsere Wettbewerbsfähigkeit.“

Interior-KI-Summit

Heute geht das Branchen-Event an den Start

In der Founders Foundation in Bielefeld findet heute der erste Interior-KI-Summit statt. Veranstaltet von The Wild Goose, dreht sich alles um das Megathema „Künstliche Intelligenz“. Auf der Agenda stehen zunächst Keynotes zur KI. Dany Lyons von Lyons Consulting referiert, ob „KI das erste zuverlässige Orakel“ ist. Wie Microsoft Kunden hilft, KI in ihre Strategie einzubinden, erläutert Niels Ophey von Microsoft Deutschland.

Im Anschluss folgen Beiträge, wie sich KI in der Einrichtungsbranche nutzen lässt. Dr. Olaf Plümer vom DCC und Patrick Sönke von Integrated Worlds/Iwofurn berichten über die Vorteile standardisierter digitaler Datenformate. Und auch bei Arne Stock von moebel.de geht es um die optimale Nutzung von Daten.

Best-Practice-Beispiele haben Sebastian Batton von Dr. Wieselhuber & Partner und Dr. Kamil Braschke von der Codecentric AG im Gepäck. Abschließend finden Masterclasses statt. Bei Marcel Hinger und Pascal Inauen von Lignum Consulting geht es um Digitalisierung und KI in der Holz- und Möbelbranche, bei Johannes Sommer von Retresco um neue Wege, KI für Kommunikation, Kundenbetreuung und Vertriebsunterstützung zu nutzen. Und wie sich KI in Design und Marketing einsetzen lässt, erläutern Meike Bendel und Daniel Heitkamm von Republic of Yes.

Der Interior-KI-Summit wird in Kooperation mit den großen Branchenverbänden VDM, AMK und BVDM veranstaltet. Das Vincentz Network mit seinen Titeln „möbel kultur“, „der küchenprofi“, „möbelfertigung“ und „arcade“ wird das Event als exklusiver Medienpartner begleiten.

Kostenloses Webinar zu den Themen Onboarding und firmeneigenen Akademien

Onboarding von neuen Mitarbeitern beginnt weit vor der Anstellung. Das Wissen der bisherigen Mitarbeiter muss nämlich zuerst gesammelt und didaktisch aufbereitet werden. Die Zeiten von „Learning by Doing” und „über die Schulter schauen” bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter sind vorbei. Gerade weil es kaum gute Nachwuchstalente gibt, ist es besonders wichtig, Mitarbeiter zu halten und emotional an den Betrieb zu binden. Das gelingt zum Beispiel mit einer firmeneigenen Akademie. Dass es gar nicht so schwer ist, eine solche aufzubauen und weitere Strategien zeigt Desch Digital am Dienstag, den 05.03.2024 um 17:30 Uhr in einen kostenlosen Webinar zu diesen Themen. Alles dazu finden Sie hier: https://webinar.desch-digital.de/

Herren Showroom Kirchlengern Hettich Forum Beschläge Management 2024
Hettich Gruppe

1,3 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2023

Hettich zieht Bilanz für das anspruchsvolle Jahr 2023 und startet mit einem bedeutenden Meilenstein der Unternehmensgeschichte ins Jahr 2024: dem Zusammenschluss mit der FGV Gruppe.

Vielfältige Herausforderungen machten das Jahr 2023 für Hettich zu einem anspruchsvollen Jahr

Das vergangene Jahr war für die Möbelindustrie wirtschaftlich herausfordernd, geprägt von explodierenden Baukosten, hohen Zinsen, Inflation und einer allgemeinen Investitionsverunsicherung in vielen Ländern der Welt. Die angespannte wirtschaftliche Lage der deutschen Möbelindustrie bekam auch die Hettich Gruppe zu spüren, sodass der Umsatz um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 1,3 Milliarden Euro sank (2022: 1,5 Milliarden Euro). Der Auslandsanteil lag bei 75 Prozent. Rund um den Globus waren 2023 rund 7.700 Kolleginnen und Kollegen bei Hettich tätig, davon 3.600 in Deutschland.

„Gerade in schwierigen Zeiten ist es für uns von großer Bedeutung, nach vorne zu blicken und auch im Sinne kommender Generationen zu handeln“, betont Jana Schönfeld, Geschäftsführerin der Hettich Gruppe. Im Jahr 2023 setzte die Hettich Gruppe wichtige Zukunftsprojekte, Prozessoptimierungen und Weiterentwicklungen fort. Rund 170 Millionen Euro an Investitionen flossen in neue Produkte, Infrastrukturprojekte, Gebäude, Anlagen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie in Kapazitätserweiterungen. Beispiele hierfür sind die Erweiterung der Produktionsflächen in Kirchlengern und Frankenberg (Eder) sowie Investitionen in die Wachstumsmärkte in Asien, wie Vadodara in Indien und Zhuhai in China.

Jana Schönfeld, Geschäftsführerin der Hettich Gruppe

2023 präsentierte die Hettich Gruppe auf der Leitmesse der Interzum in Köln innovative Lösungen unter der Kampagne „It’s all in Hettich“ – darunter das revolutionäre Beschlagsystem FurnSpin für das Hochwertsegment. Sascha Groß, Geschäftsführer der Hettich Gruppe, freut sich über diese Neuheit, die nicht nur neue Maßstäbe im Möbeldesign setzt, sondern auch die Innovationskraft von Hettich unterstreicht: „Ob raumhohe Möbel oder kleine Vitrinen-Elemente – mit FurnSpin wird alles drehbar. Dabei bleibt der Beschlag nahezu im Verborgenen und bietet alle bekannten Komfortfunktionen wie etwa Einzugsdämpfung oder Push to open für griffloses Möbeldesign. FurnSpin ist ein Beschlag mit dem Potenzial, die Möbelwelt zu verändern.“ In die breite Masse liefern kann der Beschlagspezialist FurnSpin allerdings noch nicht: „Wir sind mit der Innovation sehr früh an den Markt herangetreten – und müssen zugeben, dass der Erfolg und die Begeisterung für diese Innovation größer war, als wir es uns im Vorfeld erhoffen konnten“, erklärt Michael Lehmkuhl, Geschäftsführer bei Hettich, auf Nachfrage der möbelfertigung. „Wir haben jetzt noch einmal mehr Kunden mit dem FurnSpin beliefert, so dass er vermehrt in Showrooms, sondern auch immer häufiger auf Messepräsentationen, beispielsweise von Küchenmöbelherstellern, zu sehen ist. Bestellen kann ihn aktuell leider noch nicht jeder, aber wir arbeiten mit Hochdruck daran, diese Kapazitäten zu schaffen und rollen den Vertrieb des FurnSpin in den kommenden Wochen und Monaten entsprechend aus. Außerdem arbeiten wir an weiteren Lösungen, denn die ,Spin‘-Familie soll definitiv weiter wachsen.“

Michael Lehmkuhl, Geschäftsführer bei Hettich

Ein bedeutender Schritt in der Unternehmenshistorie war der Zusammenschluss der Hettich Gruppe und der FGV Gruppe im Januar 2024. „Mit starken Wurzeln aus derselben Industrie gestalten wir gemeinsam unsere Zukunft“, so Schönfeld, „Hettich und FGV sind zwei Familienunternehmen mit insgesamt mehr als 200 Jahren Erfahrung. Und zusammen sind wir heute rund 8.600 Kolleginnen und Kollegen in aller Welt, die jeden Tag mit ihrer ganzen Kraft, ihrer Leidenschaft und ihren Ideen das Beste für unsere Kunden bewirken.“ Beide Unternehmen werden einander mit ihren Stärken ergänzen, um ihren Kunden noch bessere Mehrwertlösungen anzubieten und gemeinsam bestehende Geschäftsaktivitäten und Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Sascha Groß, Geschäftsführer der Hettich Gruppe

Auch wenn die Erholung in der Möbelbranche auf sich warten lässt, bleibt die Unternehmensgruppe zuversichtlich. „Unser großes Hettich- & FGV-Team, dem wir aufrichtig danken und hohe Wertschätzung entgegenbringen, bildet gemeinsam mit unseren treuen Kunden, verlässlichen Lieferanten und Partnern ein starkes Netzwerk, auf das wir uns stets verlassen können“, betont Groß. Die Hettich Gruppe bleibt entschlossen, aktiv die Zukunft zu gestalten und innovative Lösungen für die Möbelbranche zu entwickeln, während sie weltweite Wachstumspotenziale nutzt.

Auch Dr. Andreas Hettich, Beiratsvorsitzender der Hettich Gruppe, ließ auf der Bilanzpressekonferenz in Kirchlengern das Jahr 2023 kurz Revue passieren. Sein schönster Moment war am 12. Juni die Umbenennung der Vahrenkampstraße am Hauptsitz Hettichs in die Anton-Hettich-Straße zu Ehren seines Vaters Anton Hettich, des langjährigen geschäftsführenden Gesellschafters. „Mein Vater hat dieses Unternehmen entscheidet geprägt. Er war auch federführend beteiligtan der Entscheidung, den Sitz 1966 von Herford nach Kirchlengern zu verlagern. Es war eine besondere Geste der Gemeinde Kirchlengern, die Straße nach ihm zu benennen. Und auch ein toller Anlass, um die Familie Hettich – die in großen Teilen nach wie vor in Süddeutschland lebt, wo einst das Unternehmen gegründet wurde – in Ostwestfalen nach der Corona-Pandemie in großer Zahl zusammenzubringen.“

Dr. Andreas Hettich, Beiratsvorsitzender der Hettich Gruppe