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Autor: Möbelfertigung

Polstermöbler im November mit 4,98 Prozent im Minus

Mit einem Umsatz von 82,6 Mio. Euro haben die deutschen Polstermöbelproduzenten den November 2019 abgeschlossen. Wie der Verband der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP) unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes mitteilte, ist das ein Minus von 4,98 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das Inland präsentierte sich dabei mit einem leichten Rückgang von 0,21 Prozent stabil, während das Auslandsgeschäft um 12,44 Prozent einbrach. In der Eurozone gingen die Umsätze um 13,3 Prozent zurück.

Spende für die Tettnanger Tafel

Im Dezember 2019 lud Layer, der Fachhändler für Handwerk, Industrie und Landwirtschaft, wieder zur großen Hausmesse ein. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich mit bekannten Markenherstellern über Produkte auszutauschen und interessante Neuheiten zu entdecken. Dazwischen konnten sie sich bei Würstchen, Kuchen und Getränken stärken – und dabei automatisch Gutes tun.

Denn wie in den Jahren zuvor ging der Erlös aus der Bewirtung an die Tettnanger Tafel. Bei der Spendenübergabe freute sich Michael Hagelstein, Vorsitzender der Tettnanger Tafel e.V., über einen stattlichen Spendenbetrag von 2.100 Euro.

Laut Angaben der Tafel wohnen allein in Tettnang rund 650 Menschen, die sich nicht ausreichend ernähren können. Gleichzeitig würden Geschäfte und Supermärkte etwa 20 Prozent ihrer Lebensmittel wegwerfen, obwohl diese noch brauchbar seien. Hier schaffe die Tafel den nötigen Ausgleich und biete Menschen mit geringem Einkommen die Möglichkeit, sich gesund und ausgewogen zu ernähren.

Die Unterstützung mit Spenden ist für die Layer-Geschäftsführung daher seit Jahren Ehrensache: „Wir bedanken uns natürlich vor allem bei unseren Kunden für die positive Resonanz und ihre Spendenbereitschaft“, äußerte sich David Layer, Geschäftsführer Layer-Grosshandel GmbH & Co. KG, bei der Spendenübergabe.

Erstmals 400 Mio. Euro Umsatz erreicht

Die Koelnmesse hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Rekordumsatz von mehr als 400 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss von mehr als 30 Millionen Euro abgeschlossen. „Wir hatten uns für 2019 viel vorgenommen und haben jetzt geliefert. Das bedeutet eine neue Bestmarke für unser Unternehmen. Nach 2020 wollen wir uns weiterhin oberhalb der 400 Millionen Euro bewegen“, so Messechef Gerald Böse. „Damit behaupten wir uns unter den führenden Messegesellschaften der Welt.“

Nach Böses Worten ist der anhaltende Erfolg auch das Ergebnis der langfristig angelegten Unternehmensstrategie mit den Kernpunkten Internationalisierung, Digitalisierung und Standortentwicklung. Insbesondere das Portfolio mit der Stärkung der vorhandenen und der Etablierung neuer Messen wird in Zukunft im Fokus stehen. Dies ist die Aufgabe des neuen Chief Operating Officers Oliver Frese, der die Geschäftsführung der Koelnmesse seit Anfang Januar komplettiert.

Der Umsatz liegt rund zwölf Prozent über dem des bisherigen Rekordjahres 2017, das als ungerades Kölner Messejahr mit vergleichbarem Portfolio die Benchmark darstellt. Seit 2009 ist der Umsatz durchschnittlich um rund sechs Prozent gewachsen – das entspricht einer absoluten Umsatzsteigerung von rund 170 Millionen Euro in diesem Zeitraum.

Der Koelnmesse Konzern liegt 2019 mit seinem Gewinn von über 30 Millionen Euro über Plan. Sowohl das Auslandsgeschäft als auch die Gastveranstaltungen der Koelnmesse Ausstellungen GmbH haben sich deutlich besser entwickelt als erwartet. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Belegschaft wider: 2019 waren in Köln und den Tochtergesellschaften im Ausland 910 Mitarbeiter beschäftigt, über 100 mehr als im Vergleichsjahr 2017. Nach abgeschlossener Fusion wird die neue Tochtergesellschaft Koelncongress GmbH, ein Zusammenschluss aus der Koelnmesse Ausstellungen GmbH und der KölnKongress GmbH, rund 130 Mitarbeiter in die Koelnmesse einbringen, so dass der Konzern dann auf über 1.000 Mitarbeiter anwächst – rund 830 davon am Standort Köln. Mit der neuen Gesellschaft wird durch die Bündelung der Vertriebsaktivitäten und eine Marktbearbeitung aus einem Guss das Gastveranstaltungs- und Kongressgeschäft deutlich gestärkt.

Die Koelnmesse konnte in 2019 ihr internationales Geschäft mit 25 Auslandsveranstaltungen weiter stärken und ausbauen, im Schnitt fand alle zwei Wochen eine Messe im Ausland statt. Im Vergleich zu 2018 stieg der Auslandsumsatz mit Messen, Ausstellungen und Beteiligungen um knapp zehn Prozent und im Vergleich zu 2017 sogar um über 35 Prozent und lag 2019 bei über 40 Millionen Euro.

Die Digitale Transformation hat die Koelnmesse 2019 deutlich vorangetrieben. Insgesamt investiert die Koelnmesse rund 100 Millionen Euro in die Digitalisierung, 50 Millionen Euro davon von 2020 bis 2024. Mit „Business-Matchmaking-as-a-Service“ erweitert die Koelnmesse das Prinzip des Marktplatzes in das digitale Zeitalter. Für die ersten Messen startete ein neuer, responsiver Ticket-Shop, der den Kartenkauf für Besucher deutlich intuitiver und moderner macht. Auf dem Messegelände wurden neue Screens des gemeinsam mit Samsung SDS gestarteten Digital Signage in Betrieb genommen. Mehrere Millionen Euro investierte die Koelnmesse in die Erneuerung der WLAN-, LAN- und Telekommunikationstechnik auf dem Gelände. Auch erste Tests zu 5G verliefen erfolgreich.

Dankt 52 Dienstjubilaren

52 Jubilare haben 2019 ihr 25., 40. oder 50. Dienstjubiläum im Familienunternehmen Hettich an den Standorten in Ostwestfalen-Lippe und Melle gefeiert. Höhepunkt war der gemeinsame Abend mit den PartnerInnen, Geschäftsführern und Betriebsräten am 17. Januar 2020 im Forum Melle.

Jana Schönfeld und Sascha Groß, Geschäftsführung, dankten den Kolleginnen und Kollegen im Namen der Gesellschaftern und des Managements für ihr Engagement und die langjährige Treue. „Es sind immer die Menschen, die ein Unternehmen ausmachen – diese Jubilare haben unsere Unternehmenswerte mit Leben gefüllt und sind ein prägendes Vorbild für unser jüngeres Team. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar und wir freuen uns immer auf diesen Abend, um gemeinsam mit unseren Jubilaren ihre Verdienste zu feiern.“

2019 wurden zwei Mitarbeiter für ihr 50. Jubiläum und neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr 40. Jubiläum geehrt. 41 Jubilare feierten ihre 25-jährige Tätigkeit bei Hettich. Seit 50 Jahren im Jubiläum sind Klaus-Dieter Ronning und Ralf Hurlbrink.

Hatte Staatsrat Andreas Rieckhof zu Gast

Hohen Besuch hatte der Intralogistik-Spezialist Still: Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Hamburger Unternehmens kam Andreas Rieckhof, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (Bereich Verkehr), in das Werk des Intralogistik-Spezialisten in Billbrook. Dabei stand neben einer Werksbesichtigung ein ausführliches Gespräch mit Still Geschäftsführer Thomas A. Fischer zur Zukunft des Unternehmens, der Branche sowie des Standorts Billbrook auf der Agenda.

Zum Auftakt des Besuchs führte Still Geschäftsführer Thomas A. Fischer Staatsrat Rieckhof persönlich durch das Hamburger Werk. Im Fokus stand dabei die serienmäßige Fertigung des neuesten E-Staplers von Still, des „RX 60-25/35“, die erst vor wenigen Tagen in Hamburg angelaufen ist. Mit der „RX 60“ Baureihe bringt Still einen Elektrostapler auf den Markt, der einem Dieselstapler in nichts mehr nachsteht – und zugleich eine Benchmark im Segment der Green Logistics.

„Hamburg braucht innovative Unternehmen. Sie sind ein entscheidender Faktor für unser wirtschaftliches Wachstum heute und in Zukunft“, hob Staatsrat Rieckhof hervor. „Die Bedeutung des Sektors E-Mobilität wird weiter wachsen. Umso erfreulicher ist es, dass ein Hamburger Traditionsunternehmen wie Still hier eine Pionierposition seiner Branche innehat.“ Auch beim anschließenden Vieraugengespräch zwischen Staatsrat Rieckhof und Still Geschäftsführer Thomas A. Fischer stand die Gestaltung der Zukunft auf der Agenda. Neben den Plänen und Zielen des Unternehmens ging es insbesondere um die Erwartungen hinsichtlich der Standortentwicklung. Das Handlungskonzept zur Revitalisierung des Industriegebiets Billbrook sieht vor, unter anderem durch gestalterische Aufwertung sowie verbesserte infrastrukturelle Einbindung die Attraktivität des Quartiers zu steigern und Industrieansiedlung zu fördern. „Uns liegt der Stadtteil Billbrook sehr am Herzen“, betonte Thomas A. Fischer. „Wir wollen hier weiter investieren und wachsen. Daher freuen wir uns natürlich sehr, dass die Stadt ebenfalls die Wiederaufwertung dieses großen, traditionsreichen Hamburger Wirtschaftsstandorts unterstützt.“

Still feiert 2020 sein 100-jähriges Jubiläum.1920 von Hans Still als Reparaturwerkstatt für Elektromotoren gegründet, gehört das Hamburger Intralogistikunternehmen heute zu den Marktführern und Innovationstreibern der Branche. Mit aktuell rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon knapp 100 Auszubildende und duale Studenten, allein am Standort Hamburg, als Umwelt-Partner der Stadt und Sponsor des Hamburg Stipendiums ist Still zudem aktiver Partner der Hamburger Wirtschaft.

Pioniergeist, Leidenschaft und Kundenfokussierung sind die Maxime, die Still seit 100 Jahren erfolgreich machen. Neben der Entwicklung und Fertigung hochmoderner und leistungsstarker Flurförderzeuge stehen längst auch die Umsetzung maßgefertigter und ganzheitlicher Intralogistiklösungen inklusive digitaler und zukunftsweisender Services im Fokus. „Auch in unserem zweiten Jahrhundert wird es immer unser Bestreben sein, Vordenker unserer Branche zu sein und mit Ideenreichtum und Innovationskraft die besten Lösungen für unsere Kunden zu finden und zu erfinden“, so Thomas A. Fischer.

Innovative Details für individuelle Wohnformen

Die Einrichtungswelt befindet sich im Wandel. Der Wunsch nach Individualisierung sowie zunehmend urbaner und mobiler werdende Lebensformen verlangen nach neuen Lösungen. Immer mehr Menschen möchten eine Wohnumgebung, die sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Gefragt sind daher flexible, vielseitige Konzepte. Eine umso größere Bedeutung gewinnen die einzelnen Elemente der Einrichtung. Maßgeschneiderte und innovative Details machen individuelle Wohnformen überhaupt erst möglich.

Einen Schwerpunkt auf solche Komponenten für die Möbelindustrie und den Innenausbau legt die kommende „Zow“. Vom 4. bis zum 6. Februar 2020 zeigt die Zuliefermesse in Bad Salzuflen Neuheiten für das Wohnen von morgen. Renommierte Marktführer und kleine Manufakturen präsentieren hier ihre zukunftsweisenden Produktentwicklungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf so genannten „hidden ideas“ – wegweisende Lösungen im Kleinen, die auf den großen Branchenevents schnell übersehen werden.

Customizing ermöglicht heute den Zuschnitt von Produkten nach persönlichen Vorlieben. Für die Einrichtungsbranche gewinnt eine solche Gestaltungsfreiheit mehr und mehr an Bedeutung. Zum einen verändert der Megatrend der Individualisierung die Ansprüche an das persönliche Umfeld: Konsumenten möchten ihr Interieur möglichst nach eigenem Lifestyle konfigurieren. Andererseits erfordert die zunehmende Urbanisierung ein anpassungsfähiges Design. Variable Möbel und Einrichtungselemente sollen für unterschiedliche Bedürfnisse und Raumgrößen eine hohe Wohnqualität ermöglichen. Flexible und individuelle Möbel oder Einrichtungssysteme sind daher ein großer Wachstumsmarkt. Ob Global Player oder Start-Up – die Aussteller der „Zow“ treiben diese Entwicklung mit neuen Möbelkomponenten und Einrichtungssystemen voran.

So löst sich der international aufgestellte Dekor-Spezialist Interprint vom traditionellen Kollektions-Konzept, um auf der „Zow“ etwas völlig Neues zu zeigen. „Press Play“ ist eine sich stetig erweiternde „Playlist von Dekoren“, die auf der Messe zum ersten Mal live präsentiert wird. Mit der „Dekor-Playlist“ kommt Interprint dem Bedarf an individuellem Design entgegen, um jederzeit flexibel auf Strömungen und Trends reagieren zu können.

Für den persönlichen Ausdruck in der Wohnumgebung zeigt auch der Aussteller Impress eine große Dekor-Vielfalt auf der „Zow“. „Luxury lives in the finer details“ lautet eines der Trendthemen der neuen Kollektion „I‘m Pulse“, mit denen der global tätige Marktführer bei Holzwerkstoffoberflächen hohe gestalterische Freiheit bietet. Natürliche Materialien wie Stein und Marmor lassen sich mit den neuen Dekoren ebenso im Interior Design abbilden wie der Industrial Style.

Dem Wunsch nach individueller Gestaltung des persönlichen Umfelds kommt auch der Aussteller Schüco entgegen. Das für die „Zow“ weiterentwickelte Raumgestaltungssystem „Openstyle“ ermöglicht offene Wohnkonzepte. Die Elemente des Systems sind multifunktional einsetzbar, um Räume entsprechend der individuellen Wohnsituation verbinden oder unterteilen zu können. Auf der Messe zeigt der Aluminium-Spezialist neue Profile für 19 Millimeter starkes Plattenmaterial, das bevorzugt im Export eingesetzt wird. Eine ähnlich große Auswahl von Lösungen präsentiert der italienische Beschlagspezialist Salice in Bad Salzuflen mit der Kollektion „Excessories“. Die Komponenten des Systems optimieren die Anordnung der Elemente im Kleiderschrank und ermöglichen so individuell anpassbare Stauraumlösungen.

Dass der Trend im Detail steckt beweisen auch und vor allem die Jungunternehmen und spezialisierten Manufakturen auf der „Zow“. So stellt das Herforder Start-Up Ambigence auf der Messe eine ganz neue Produktkategorie vor. Das Prinzip: Möbelseite und Beschlag werden nicht länger als zwei getrennte Komponenten betrachtet, sondern zu einer Einheit. Der Erfolg solcher Konzepte beruht auf einem Fokus bis ins kleinste Detail. Aussteller der „Zow“ wie D-Beschlag bieten neben der Serienfertigung auf modernsten Maschinen auch die Möglichkeit, Kleinserien effektiv zu produzieren. Einige Modelle sind geeignet für individuelle Kundenwünsche und werden exklusiv hergestellt. Gestaltung nach Wunsch ist auch das Prinzip des Rahmensystems „Cadro“ des Ausstellers Confurn, der maßgeschneiderte Systemlösungen für den Möbelbau entwickelt. Mit unterschiedlichen Aluminiumprofilen und Verbindungsknoten eignet sich „Cadro“ für das Andocken an vorhandene Möbelelemente oder als Einzelobjekt. Die speziellen Rahmenprofile für unterschiedliche Einlegeböden und ausgetüftelte Befestigungsmöglichkeiten machen das System besonders flexibel.

In einer digitalisierten und immer schnelleren Welt werden die eigenen vier Wände zum Rückzugsort. Eine umso größere Aufmerksamkeit liegt auf den einzelnen Komponenten der Einrichtung. Wie diese das Wohnen verändern, variabler und individueller gestalten, zeigt die kommende „Zow“. Lösungen für kompakte Einzelmöbel oder Möbelsysteme werden hier ebenso vorgestellt wie ganze Interior-Konzepte und machen die Messe zu einer spannenden Innovationsplattform für die Einrichtungsbranche.

Europäischer Holzhandelsverband ETTF

Unterstützt die Initiative des Europäischen Rates zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Wälder

Aktiver Umweltschutz: Im Dezember letzten Jahres hat der Europäische Rat beschlossen, mit einer Agenda die Bemühungen um Schutz und nachhaltige Pflege internationaler Wälder zu stärken. Hintergrund dazu ist der Klimawandel, aber auch die Erkenntnis, dass immer noch viel zu viele Flächen durch Rodung in eine andere Nutzung umgewandelt werden. Der Europäische Rat zeigt sich sehr besorgt über diese weltweite Entwicklung. In Abstimmung mit den Lieferländern sollen Möglichkeiten und Verfahren entwickelt werden, die nachhaltige Waldwirtschaft und deren legale Nutzung zu fördern. Der Rat macht zu diesem Themenfeld einige Vorschläge, welche die Europäische Kommission mit den Mitgliedsländern umsetzen soll – es geht um Lieferketten, Datenerhebung, Monitoring und einen intensiven Dialog mit den Partnerländern.

Die ETTF unterstützt diese Vorschläge des Rates, weil sie auf eine nachhaltige Nutzung hinzielen und die Sorgfaltspflicht beim Import stärken können. „Wir unterstützen grundsätzlich Dialog und tatkräftige Unterstützung in den Lieferländern, um die nachhaltige Holznutzung zu gewährleisten“, so ETTF-Generalsekretär Thomas Goebel. Die Regeln der Sorgfaltspflicht sind bis jetzt immer noch nicht bei allen europäischen Marktteilnehmern bekannt, die Umsetzung und Überwachung auf administrativer Ebene nicht auf einem Niveau. Das sorgt für Marktverzerrung und dient nicht dem eigentlichen Ansatz einer europäischen Verordnung, nämlich gleiche Standards im gesamten Binnenmarkt zu setzen.

ETTF wird sich bei seinen Gesprächen in Brüssel aktiv in die Umsetzung der Ratsbeschlüsse durch die Kommission einbringen.

Lauer November für Küchenmöbler

Nach einem lauen November hat sich der Jahresschnitt 2019 der deutschen Küchenmöbelindustrie etwas verschlechtert. Dies ergibt sich aus den jetzt veröffentlichten Daten des VdDK. Demnach sank der Inlandsumsatz im November um drei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, während der Export um sechs Prozent zulegte. Insgesamt liegt der Umsatz 2019 (für elf Monate) bei 4,7 Mrd. Euro (2,6 Prozent Plus gegenüber 2018).

Mehr Besucher und gute Geschäfte

Nach sieben arbeitsreichen Tagen hat die „Imm Cologne“ 2020 gestern ihre Türen geschlossen. Die Koelnmesse geht selbstbewusst aus der Messewoche heraus, wie der heutigen Abschlusserklärung zu entnehmen ist: „Über 128.000 Besucher (inkl. Schätzung für den letzten Messetag), ließen sich von der Branche inspirieren. Damit erreichte die ,Imm Cologne‘ – gegen den Trend anderer Frühjahrsmessen der Branche – ein Besucherplus gegenüber der vergleichbaren Veranstaltung. (2018: 125.000 Besucher).“

Die „Imm Cologne“ habe sich in diesem Jahr zudem wieder sehr international präsentiert. Von den 82.000 Fachbesuchern (2018: 80.704) seien rund 50 Prozent aus dem Ausland angereist. Trotz eines Konzentrationsprozesses im deutschen Handel habe die Veranstaltung – auch hier gegen die Entwicklung der letzten Jahre – bei den Fachbesuchern aus dem Inland ebenfalls wieder ein leichtes Plus erzielt. „Mit diesem Ergebnis unterstreicht die ,Imm Cologne‘ nicht nur ihre herausragende Position für das weltweite Geschäft, sondern indem vermehrt auch Planer, Architekten und Objekteinrichter aus dem Inland gekommen sind, auch wieder ihre Bedeutung für den deutschen Markt“, so Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. „Die ,Imm Cologne‘ hat die relevanten Themen in diesem Jahr emotional aufbereitet und einer ganzen Branche damit neue, kreative Impulse gegeben. Mit ihrer internationalen Strahlkraft hat sie in einem dynamischen Verlauf für einen aussichtsreichen Start ins neue Jahr gesorgt“, freute sich der CEO der Koelnmesse. Auch der Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Jan Kurth, zog ein positives Fazit: „Für die Aussteller war die ,Imm Cologne‘ eine wirtschaftlich erfolgreiche Messe, mit der die Industrie gut in das Möbeljahr 2020 gestartet ist. Erneut hat Köln damit seinen Stellenwert als Kontakt- und Inspirationsplattform, aber auch als Ordermesse unter Beweis gestellt. Gemeinsam mit allen Beteiligten werden wir in einem sich wandelnden Marktumfeld den Stellenwert dieser zentralen Veranstaltung weiter stärken.“

Die Atmosphäre bei den Besuchern war gekennzeichnet durch Business, Networking und der Suche nach Trends, heißt es in der Presserklärung. Die stärksten Besucherländer waren demnach die Niederlande, Belgien, Italien, Schweiz und Frankreich: Die größten Besucherzuwächse konnte die Messe aus der Schweiz (+18 Prozent), den Niederlanden (+11 Prozent) und Belgien (+10 Prozent) verzeichnen. Erfreulich war die Entwicklung bei den Besuchern aus Italien und Russland. Europa insgesamt konnte um 3,8 Prozent zulegen. Deutlich mehr Besucher kamen auch aus Nordamerika (+14,1 Prozent). Bedingt durch den Handelsstreit mit den USA konsolidierte sich China mit rund 3.000 Besuchern auf hohem Niveau.

Die Registrierungsdaten der Messe zeigen, dass auch die Qualität der Besucher aus dem Handel auf einem internationalen Top-Niveau lag. So wurden Fachhändler und internationale Top-Besucher des Einrichtungsfachhandels und des Interior Designs registriert, viele davon aus den Top-30-Handelsketten weltweit. Zuwächse konnten vor allem aus Großbritannien, unter anderem mit DFS, Heal´s und John Lewis, verzeichnet werden. Positiv entwickelte sich auch Skandinavien mit Iddesign, Jysk, Svenska Hem, der Indoor Group aus Finnland, Bromölla und Säng Jätten, die mit ihren kompletten Einkaufsteams mehrere Tage die Messe besuchten. Darüber hinaus kamen auch die Entscheider der großen internationalen Kaufhausketten zur „Imm Cologne“, darunter unter anderem Alinea und But aus Frankreich, El Corte Inglés aus Spanien, Nitori aus Japan und Boston Interiors aus den USA. Auch die Branchengrößen im Online-Handel – hier unter anderem Amazon, die Otto Group und Wayfair – nutzten sehr intensiv die Veranstaltung für ihre Geschäfte. Allein Wayfair soll 60 Mitarbeiter aufs Messe-Parkett geschickt haben. Den Pure-Bereich der „Imm Cologne“ besuchten deutlich mehr designorientierte Einrichtungshäuser aus den USA, Kanada, Asien, Russland und Korea.

„Der Erfolg der ,Imm Cologne‘ 2020 ist auch Ausdruck einer notwendigen inhaltlichen und konzeptionellen Weiterentwicklung, die die internationale Einrichtungsmesse in diesem Jahr angestoßen hat“, schreibt das Kölner Kommunikationsteam. So fokussierte sich die Messe erstmals auf zwei Themenwelten: „Pure“ zeigte die ganze Welt der angesagten Designmarken, demgegenüber stand mit „Home“ das neue Zuhause für Einrichtungslösungen mit Lifestyle-Charakter. Am Ende waren sich alle einig, dass die neue Aufteilung zur Übersichtlichkeit beigetragen hat und den Besuchern eine bessere Orientierung bot. Mit dem deutlichen Ausbau von „Let’s be smart – Smart Village“ setzte die Messe zudem einen noch stärkeren Akzent auf das Thema Smart Living und bot der Branche eine attraktive Plattform für ein branchenübergreifendes Matchmaking.

Ebenfalls erwähnenswert ist die neue Struktur der Halle 10 gewesen, die nicht zuletzt durch die Sonderfläche „Future Interiors“ einen Besuch wert war. Hier lag der Fokus auf den deutschen Möbeltrends und dem wichtigen Thema Nachhaltigkeit. Auch die konzeptionelle Weiterentwicklung der Halle 11 im Bereich „Pure Atmosphere“ wurde als wichtiger Schritt in der Entwicklung der „Imm Cologne bewertet. „Gemeinsam mit unseren Marktpartnern aus Industrie und Handel bauen wir die ,Imm Cologne‘ weiter konsequent zu dem globalen Marktplatz der internationalen Möbel- und Einrichtungsindustrie aus. Dazu wird auch Mut und Entschlossenheit gehören, um neue Wege zu gehen“, so das Resümee von Oliver Frese, dem neuen Geschäftsführer der Koelnmesse.

Neben der konzeptionellen Weiterentwicklung wurde die Messe mit den Trendflächen „Das Haus“, „Future Interiors“ und „Pure Atmosphere“ auch deutlich emotionaler und unterstrich damit den diesjährigen Anspruch vielfältige „Interior Moments“ zu schaffen.