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Autor: Möbelfertigung

Bringt Tool zur Berechnung der Raumakustik heraus

Neues Excel-Tool zur Online-Berechnung der Raumakustik: Mit dem Akustikrechner von Vescom lässt sich die Nachhallzeit eines Raumes errechnen und grafisch darstellen. Architekten können mit dem nutzerfreundlichen Programm von Anfang an die Raumakustik in ihre Planung einbeziehen. Die Entwicklung des Tools fand in Zusammenarbeit mit einem Studenten des lnstituts für Akustik der Technischen Hochschule Lübeck statt.

Der Akustikrechner basiert auf der Formel zur Berechnung der Nachhallzeit. (Die Nachhallzeit eines Raums ist die Zeit, die der Schall benötigt, um 60 dB abzuklingen. Diese Abklingrate hängt von der Schallabsorption in einem Raum, der Raumgeometrie und der Schallfrequenz ab.) Der Nachhall verringert sich, wenn die Reflexionen auf schallabsorbierende Oberflächen wie Vorhänge, Stühle oder auch Menschen treffen. Während für Umgebungen wie Großraumbüros kurze Nachhallzeiten für konzentriertes Arbeiten erwünscht sind, dürfen diese in größeren Veranstaltungsräumen nicht zu gering sein, da der Sprecher für die hinteren Zuhörer sonst nicht zu verstehen ist.

Deshalb sind für die Berechnung der Raumakustik die Grundfläche und das Volumen des jeweiligen Raumes und Faktoren wie Bodenbelag, Wandoberfläche und die Art der Decke wichtig. Diese Angaben können beim Akustikrechner ganz einfach über ein Drop-Down-Menü ausgewählt werden. Weiterhin wird die Anzahl von besetzten und unbesetzten Stühlen im Raum abgefragt. Dies ist vor allem relevant für große Räume mit Publikumsverkehr wie Veranstaltungssäle, Konferenzräume, Restaurants und Hotel-Lobbys.

Die Ergebnisse der Berechnung werden grafisch dargestellt und erscheinen außerdem als Vorher/Nachher-Werte unterhalb der Grafik. Sie zeigen an, ob zu viel oder zu wenig Absorptionsmaterial für eine optimale Raumakustik eingeplant wurde. Architekten und Innenarchitekten erhalten damit die Möglichkeit, dem Kunden bereits während der Planung eventuell auftretende akustische Probleme zu visualisieren.

Das Tool steht ab sofort kostenfrei unter www.vescom.com/de/transparente-akustikstoffe zum Download zur Verfügung.

Leichtbau aus dem Caravan-Segment in die Möbelindustrie übertragen

Die „V.I.T“-Produkte von Vöhringer, die vor allem im Caravan zum Einsatz kommen, könnten auch für die Möbelindustrie sehr interessant sein. Sie basieren auf der sogenannten „Vunder-Tech“ Vergusstechnik für Leichtbauplatten. Dabei handelt es sich um eine Sandwichplatte aus Styropor mit HPL Deckschichten, bei der die Kante wird mit einem patentierten Verfahren mit PU verschlossen wird. Auch Verschraubungspunkte werden mit PU gegossen. Dadurch entsteht eine wasser- und wetterresistente Oberfläche, die vollkommen flexibel Anschraubpunkte und Formen kombiniert. „Wir sind in der Lage, aus einer großen Platte heraus zu arbeiten, das heißt, dass wir viele verschiedene Teile aus einer ­Platte fertigen können“, so Geschäftsführer Thomas Vöhringer. „Mit ,Vunder-Tech‘-Platten lässt sich bis zu zwei Drittel des Gewichtes gegenüber herkömm­lichen Holzwerkstoffmaterialien einsparen. Ein Thema, das nicht nur in der Caravan-Industrie relevant ist, sondern genauso im klassischen Möbelbau. Man braucht nur an Tischplatten zu denken, die mit Funktionen versehen werden sollen und trotzdem wasserfest sein müssen. Oder generell den Vorzug von leichten Materialien im Möbelbau beim Transport des Möbelstücks zum Kunden beziehungsweise das Handling von Mitnahmemöbeln.“

Aktuell besteht bei Vöhringer kein separates Vertriebsnetzwerk in Richtung Möbelindustrie, dennoch ist das Unternehmen bestrebt, künftig auch diesen Kanal zu nutzen: „Vor Jahren gehörten wir zu den Lieferanten eines großen Möbelherstellers, hatten uns dann aber nicht weiter auf diesen Vertriebskanal konzentriert.“

Wie sich das ändern soll, lesen Sie in der möbelfertigung 1/2020, die am 30. Januar erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: In welchen Märkten und Produktsegmenten Dr. Andreas Hettich die größten Potenziale für sein Unternehmen sieht, warum das Thema Ladenbau für die Möbelzulieferindustrie so interessant ist, welche Design-Impulse Kaindl mit seiner neuen Kollektion gibt, warum Oskar Nolte das Folienlackgeschäft von AkzoNobel übernommen hat, wohin die großen Kapazitäten der Küchenmöbelindustrie gehen, wie auf der „ZOW“ Zukunfts-Themen ausgelotet werden, auf welche Weise Zünd die Automatisierung in der Polstermöbelindustrie pushen will, was die Gemini-Tochter Thagora in Sachen Lederzuschnitt bietet, was in deutschen Smart Homes wirklich vernetzt wird, wie sich aus Sicht von CAD+T die Digitalisierung in Europa entwickelt und, und, und…

Plus: Das umfassende Trendpanel und das große Special zur Mega-Messe „Euroshop“.

„Ligna 2021“

Die Fokusthemen stehen fest

Als Leitmesse steht die „Ligna“ nicht nur für das weltweite Angebot an Werkzeugen, Maschinen und Anlagen der Holzbe- und -verarbeitung, sondern sie gilt mit ihrem Themen-Setting auch als Impulsgeber für die Branchenentwicklung. Zur kommenden Veranstaltung vom 10. bis 14. Mai 2021 stehen die Transformation der Holzbearbeitung, Vorfertigungsprozesse im Holzbau sowie Prozesstechnologien der Bioökonomie im Vordergrund. Diese drei Fokusthemen werden sowohl im Ausstellungsbereich als auch in unterschiedlichen Foren und Sonderformaten präsentiert. Darüber hinaus wird es zu allen Themen geführte Touren geben.

Die Digitalisierung gilt auch in der Holzindustrie als Innovationstreiber. Digitale Techniken kommen dort nicht mehr nur als unterstützende Werkzeuge zum Einsatz, sondern sie verändern Geschäftsmodelle und Prozesse von Unternehmen grundlegend. Deshalb steht das Fokusthema Transformation der Holzbearbeitung (Woodworking Transformation) auch zur „Ligna“ 2021 ganz oben auf der Agenda: von der Planung über die Konstruktion bis zur Produktion und dem Monitoring. Bei den Herstellern von Massivholz- und Holzwerkstoffbearbeitungs-Maschinen steht die Systemtechnik im Mittelpunkt. In der industriellen Fertigung geht es unter anderem um Robotik, vom Materialhandling über die Mensch-Maschine-Interaktion bis zur Oberflächenbearbeitung. Themen sind unter anderem cloudbasierte Datenverwaltung, Standardisierung und Schnittstellen, Building Information Modeling (BIM), Holzflusssteuerung sowie Augmented und Virtual Reality. Auch im Handwerk bietet die Digitalisierung große Chancen, sowohl bei der zunehmenden Individualisierung von Kundenwünschen als auch bei der Umsetzung kompletter Konzepte.

Die zukünftige Entwicklung im Holzbau tendiert immer stärker zu Elementierung und Standardisierung. Mit dem mehrgeschossigen Holzbau hat die Entwicklung der Vorfertigung in den letzten Jahren deutlich an Fahrt zugelegt. Die Vorteile sind klar ersichtlich: kürzere Bauzeiten vor Ort reduzieren die Finanzierungskosten der Baustelle und entlasten die Umgebung von Baustellenemissionen. Dazu kommen die Vorteile des Baustoffs Holz: Er ist nachhaltig, recycelbar und benötigt einen minimalen Energieaufwand für Herstellung und Verarbeitung. Gute Gründe, um Vorfertigungsprozesse im Holzbau (Prefab Building Processes) als ein weiteres Fokusthema der „Ligna“ 2021 herauszustellen. Die Prozesse beinhalten die Nutzung des Baustoffes Holz sowie die jeweiligen Schritte bei der Planung, Vorfertigung und Montage von Holzbauwerken. Es geht auch um das Bauen im Bestand.

Das Konzept der Bioökonomie hat in den vergangenen Jahren weltweit an politischer und wirtschaftlicher Dynamik und Bedeutung gewonnen. Bioökonomie bezeichnet den Weg von einer auf fossilen, mineralischen Rohstoffen basierenden Wirtschaft zu einer Wirtschaft, die auf erneuerbare Ressourcen setzt. Dabei bildet Holz als wichtigster nachwachsender Rohstoff eine zentrale Grundlage. Mit dem dritten Fokusthema Prozesstechnologien der Bioökonomie (Green Material Processing) hebt die „Ligna“ 2021 die wirtschaftlichen und technischen Innovationen hervor, die sich durch neue Be- und Verarbeitungsmöglichkeiten von Holz als wichtigste nachwachsende Ressource ergeben. Es geht um Technik, Forschung, Rahmenbedingungen und Entwicklungen in der Praxis – insbesondere in der potenziellen Wertschöpfung für KMUs. Produkte und Verfahren im Portfolio der „Ligna“, wie zum Beispiel Farben, Lacke, Schmierstoffe und 3D-Druck, bilden eine Basis für das Fokusthema. Dabei gilt es, auch die Herausforderungen und Entwicklungen der globalen holzbasierten Bioökonomie zu betrachten.

Partnerschaft mit „Tecnomueble“ im Detail bei der Messe-Eröffnung vorgestellt

Die Höhepunkte der Ausgabe 2020 der „MEM Industrial“ und die neue Partnerschaft mit der „Tecnomueble“ wurden am 22. Januar bekannt gegeben von Christian Pfeiffer, Global Director der Holzbearbeitungsmessen der Deutschen Messe AG, Carlos Cook, Vizepräsident des mexikanischen Verbandes der Zulieferer der Holz- und Möbelindustrie (AMPIMM) und Bernd Rohde, CEO der Hannover Messe México.
Bei der Pressekonferenz dabei waren zudem Abelardo Arreola Jiménez, Präsident des Verbandes der Möbelhersteller in Jalisco (AFAMJAL), Palmira Arnaz, Koordinatorin der Nationalen Forstkommission (CONAFOR) in Mexiko-Stadt, Manuel Pérez Cárdenas, Leiter des Büros des Präsidiums des Verbandes der Industriekammern (CONCAMIN), die Kongressabgeordnete Martha Olivia García Vidaña, Sekretärin der Kommission für Umwelt, Nachhaltigkeit, Klimawandel und natürliche Ressourcen, Edgar Conzuelo Contreras, CEO von Protectora de Bosques, Estado de México, Marco Ruíz Ruíz, Vizepräsident der Nationalen Holzverarbeitungskammer (CANAINMA) und Héctor Silver, CEO von Mahexa Forestal.

Bei der Eröffnungszeremonie sagte Christian Pfeiffer: „MEM Industrial ist die führende Plattform in Lateinamerika für Holzbearbeitungstechnologie, einschließlich Vorleistungen und Zubehör für die Möbelindustrie“, während Bernd Rohde die Gelegenheit nutzte, um die jüngste Partnerschaft zwischen „MEM Industrial“ und „Tecnomueble“, die mit dem Verband AFAMJAL verbunden ist, bekannt zu geben: „Diese neue Partnerschaft mit AFAMJAL und die anderen Partnerschaften der ,MEM Industrial‘ mit internationalen Spitzenorganisationen, wie dem Europäischen Verband der Holzbearbeitungsmaschinenhersteller (Eumabois), seinem deutschen Pendant VDMA, AMPIMM, CONAFOR, der zivilgesellschaftlichen Organisation Reforestamos und CANAINMA, haben die ,MEM Industrial‘ als Leitmesse für die Lieferung von Maschinen, Ausrüstungen, Materialien und Inputs für die Holzbearbeitungs- und Möbelindustrie in Mexiko konsolidiert.“

Laut AMPIMM (Verband der Zulieferindustrie)-Vizepräsident Carlos Cook ist die Messe „das wichtigste Schaufenster für Lieferanten von Inputs, Materialien und Dienstleistungen für die Möbelherstellung. Sie ist zweifellos die wichtigste Messe in Mexiko für den Sektor, und ich bin überzeugt, dass sie bald zu einer der führenden in Nordamerika werden wird.“ 
Der Präsident des Möbelherstellerverbandes AFAMJAL, Abelardo Arreola, fügte hinzu, dass „die Partnerschaft von ,MEM Industrial‘ mit ,TecnoMueble‘ für die Industrie von großem Nutzen sein wird, da sie ein Zusammentreffen der beiden größten Ausstellungen des Landes für Maschinen und Zubehör für die Möbelindustrie darstellt“.

Laut CONAFOR (Nationale Forstkomission)-Koordinatorin für Mexiko-Stadt, Palmira Arnaz, fördern Partnerschaften wie die mit „MEM Industrial“ „gemeinsame Aktionen, die kommunale Forstunternehmen in direkten Kontakt mit Lieferanten von Maschinen, Technologien und Materialien bringen“, während Manuel Pérez Cárdenas, Leiter des Büros der CONCAMIN (Verband der Industriekamern)-Präsidentschaft, hinzufügte, dass Plattformen wie diese unerlässlich sind, da Mexiko „eine nachhaltige, diversifizierte Entwicklung fördern muss, um Fortschritte an der Wirtschaftsfront zu erzielen“.

„MEM Industrial“ ist eine spezialisierte Messe für Holzbearbeitung und Möbel, die von der Hannover Fairs México, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Messe, organisiert wird. Auf einer Ausstellungsfläche von über 14.000 Quadratmetern nehmen rund 130 Aussteller an der Messe teil. Das Centro Citibanamex, in dem die Veranstaltung vom 22. bis 24. Januar stattfindet, erwartet 7.000 Besucher, die die gesamte Bandbreite von Forstfachleuten über CNC-Maschinenhersteller bis hin zu Industriedesignern und Tischlern abdecken.

Die „Tecnomueble“ in Guadalajara ist die größte Ausstellung von Maschinen, Rohstoffen und Zubehör für die mexikanische Möbel- und Holzindustrie. Hier werden Produkte wie Holz und Furniere, Werkzeuge, Maschinen, Textilien, Klebstoffe, Eisenwaren, Farben und Beschichtungen, Schleifmittel, Zubehör und vieles mehr ausgestellt.

Nach wie vor auf Wachstumskurs

Die Würth-Gruppe verzeichnet 2019 gemäß vorläufigem Konzern-abschluss einen Umsatz von 14,27 Mrd. Euro (Vorjahr: 13,62 Mrd. Euro). Dies entspricht einem Wachstum von 4,8 Prozent. Bereinigt um Kurseffekte liegt das Plus bei 4,2 Prozent. Die Umsatzentwicklung 2019 verlief ungewöhnlich heterogen. Dies zeigt sich in der unterschiedlichen Entwicklung der einzelnen Regionen einerseits und innerhalb der Geschäftsbereiche des Konzerns andererseits. In Deutschland fiel das Umsatzwachstum mit einer Steigerung von 2,1 Prozent eher verhalten aus. Dies ist vor allem auf die kritische Situation der Automobilindustrie zurückzuführen. Geschäftsbereiche wie die Würth Elektronik Gruppe, die Produktionsunternehmen sowie die Werkzeughändler, deren Kunden in diesem Industriesektor zu finden sind, wurden dadurch in ihrer Entwicklung stark beeinflusst und mussten 2019 einen Umsatzrückgang hinnehmen. Im Gegensatz dazu konnte die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Mutterunternehmen des Konzerns und deutsche Vertriebsorganisation der Würth-Linie, ein Wachstum von 5,8 Prozent aufweisen.

Das Betriebsergebnis des Konzerns liegt nach vorläufigen Berechnungen mit rund 750 Millionen Euro um 13,8 Prozent unter dem Vorjahr (2018: 870 Millionen Euro). Ursächlich für diesen Rückgang ist die unter Druck geratene Rohertragsmarge. Die steigenden Einkaufspreise konnten nicht durchgängig an die Kunden am Markt weitergegeben werden. Zusätzlich hat die Würth-Gruppe weiterhin in den Ausbau des Geschäftsmodells und in Wachstumsinitiativen investiert.

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich 2019 von 77.080 um 1.606 auf 78.686 erhöht. In Deutschland beläuft sich die Anzahl Mitarbeiter auf 24.344, was einer Steigerung um 2,4 Prozent entspricht. Im Außendienst beschäftigt der Konzern 33.979 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

1945 gegründet durchbricht die Adolf Würth GmbH & Co. KG die 2-Milliarden-Euro-Umsatzgrenze. 2019 erwirtschaftete das Mutter-unternehmen des Konzerns einen Gesamtumsatz von 2,09 Milliarden Euro. „Mehr Motivation für das Jubiläumsjahr 2020 geht nicht: Die Adolf Würth GmbH & Co. KG feiert 75-jähriges Firmenjubiläum und Professor Würth seinen 85. Geburtstag – ein wunderbares Geschenk!“, freut sich Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftslei-tung der Adolf Würth GmbH & Co. KG, über diesen Meilenstein.

In Indien könnten Online-Modelle den Handel dominieren

„Indien verfügt über eine andere Handelsstruktur als zum Beispiel europäische Länder oder China“, so Dr. Andreas Hettich im Gespräch mit der „möbelfertigung. „So kann ich mich nicht daran erinnern, dort je einen Supermarkt gesehen zu haben. Auch gibt es keine großen Möbelhäuser. Die Handelsstruktur ist kleinteilig. Selbst viele indische Hersteller sind in dem Land nicht überregional unterwegs.“

Daraus ergeben sich aus Sicht des Geschäftsführers des Systemspezialisten natürlich Konsequenzen: „Es wird viel in Online-Business investiert. Deshalb glaube ich, dass Indien einen eigenen Weg geht. Während in China das Geschäft beziehungsweise der Konsum über große Malls und Möbelpaläste läuft, also der Weg dem europäischen zumindest ähnelt, könnten sich in Indien Online-Modelle durchsetzen.“

Wie Dr. Andreas Hettich andere, für sein Unternehmen wichtige Märkte sieht und warum eine geplante Investition in den USA verschoben wird, lesen Sie in der möbelfertigung 1/2020, die am 30. Januar erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: Warum das Thema Ladenbau für die Möbelzulieferindustrie so interessant ist, welche Design-Impulse Kaindl mit seiner neuen Kollektion gibt, warum Oskar Nolte das Folienlackgeschäft von AkzoNobel übernommen hat, wohin die großen Kapazitäten der Küchenmöbelindustrie gehen, wie auf der „ZOW“ Zukunfts-Themen ausgelotet werden, auf welche Weise Zünd die Automatisierung in der Polstermöbelindustrie pushen will, was die Gemini-Tochter Thagora in Sachen Lederzuschnitt bietet, was in deutschen Smart Homes wirklich vernetzt wird, wie sich aus Sicht von CAD+T die Digitalisierung in Europa entwickelt und, und, und… 

Plus: Das umfassende Trendpanel und das große Special zur Mega-Messe „Euroshop“.

Solider Umsatz und Ausbau der positiven Finanzposition

Neue Modelle, eine digitale Fabrik und der kontinuierliche Ausbau des Vertriebs- und Kundendienstnetzes in allen strategischen Märkten – die Scm Group setzt weiter auf Innovation. Und die Ergebnisse sprechen für sich: Der Konzern hat das Jahr 2019 mit einem Umsatz von über 700 Millionen Euro abgeschlossen. Dies entspricht den Rekordzahlen von 2018 und dem anvisierten Ziel für das Geschäftsjahr 2019. Zufrieden sind die Italiener auch mit der Auftragslage, sie würde derzeit nach der Beruhigung in den letzten Monaten etwa dem Niveau von 2019 entsprechen, heißt es aus Rimini. Eine Verbesserung im Vergleich zu 2018 zeigt sich beim Working Capital, das bei mehr als 70 Millionen Euro liegt. Diese Zahlen belegen die Solidität des Konzerns und die Fähigkeit zur Generierung liquider Mittel.

2019 war ein durchaus positives Jahr und entsprach in allen strategischen Märkten und in allen Geschäftsbereichen des Konzerns den Zahlen von 2018. Scm agiert im Bereich Holz, Cms ist die Marke für andere Werkstoffe und Hiteco für industrielle High-Tech-Komponenten. Das Ziel der Gruppe besteht nun darin, weiterhin zu investieren, um die nach eigenen Angaben führende Position aller Geschäftsbereiche in ihren jeweiligen Kompetenzbranchen von der Möbelindustrie bis zum Holzbau und von der Automobilindustrie über Luft- und Raumfahrt bis hin zum Schiffbau und der Kunststoffverarbeitung weiter zu festigen und neue Marktnischen in stark expandierenden Anwendungsbereichen zu erschließen.

„Im Hinblick auf den internationalen wirtschaftlichen Kontext und den allgemeinen Trend auf unseren Kompetenzmärkten sind wir mit dem erzielten Ergebnis, das die Erwartungen sogar übertroffen hat, äußerst zufrieden“, so Marco Mancini, der Generaldirektor der Scm Group. „Um nachhaltige Ergebnisse zu garantieren und unsere Wettbewerbsfähigkeit im aktuellen globalen Kontext auszubauen, müssen wir ein angemessenes Investitionsniveau beibehalten und weiterhin zunehmend auf Innovation, Digitalisierung, Kundenbetreuung und kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter setzen.“

„Dabei müssen weitsichtige Entscheidungen getroffen werden, genauso wie dies im letzten, sehr intensiven Jahr geschehen ist“, kommentiert Giovanni Gemmani, der Vorsitzende der Scm Group. „Deshalb setzen wir unsere Investitionen fort mit dem Ziel, mit soliden Tochtergesellschaften in den Märkten verwurzelt zu sein. Die kontinuierliche Verbesserung sowohl unserer Produkte und Dienstleistungen, als auch unserer Kompetenzen müssen ein Lebensstil, eine grundlegende Denk- und Arbeitsweise sein, um den neuen Herausforderungen, die auf uns warten, mit Zuversicht begegnen zu können.“

Die SCM Group wertet die jüngsten positiven Erfolge klar als Resultat der langfristig angelegten Unternehmensstrategie. Dank dieser gab es eine ganze Reihe wichtiger Projekte, die im Laufe des Jahres 2019 umgesetzt wurden:
Im letzten Jahr haben mehr als 3.000 Personen an fast 500 Kursen mit insgesamt 42.000 Schulungsstunden teilgenommen. Der „Campus“, das Schulungszentrum der Scm Group, koordiniert und fördert alle Aktivitäten für die Entwicklung der fachlichen und technischen sowie auch leitenden Fähigkeiten der Konzernmitarbeiter. Darüber hinaus bietet der „Campus“ Kunden aller Branchen die Möglichkeit an E-Learning-Kursen zu neuesten technologischen Trends mit Experten der Scm Group teilnehmen zu können.

Um die Entstehung von Ideen und Innovation in allen Bereichen des Unternehmens dauerhaft zu fördern, wurden zahlreiche Initiativen gestartet. In diesem Zusammenhang wurde beispielsweise ein „Innovation Award“ ins Leben gerufen. Er stellt eine Anerkennung für Mitarbeiter dar, die innovative Verbesserungen für Produkte und Verfahren für die einzelnen Technologien aus der breiten Produktpalette der Scm Group „erfinden“. Ab 2020 wird der Preis, der seit nunmehr drei Jahren jährlich verliehen wird, sogar vierteljährlich vergeben, um die Entstehung innovativer Ideen für die Vereinfachung von Anwendungen mit hohem Wettbewerbswert weiter zu befeuern.

Darüber hinaus sollen die konzerninternen Innovationsteams noch enger mit renommierten Forschungszentren der Welt zusammenarbeiten. Ein Schwerpunkt liegt beispielsweise auf digitalen Innovationen, da diese zunehmend zu wettbewerbsentscheidenden Faktoren im Maschinenbau werden. Genauso im Blick: die Entwicklung neuer Technologien und Anwendungen für die Verarbeitung innovativer Materialien.

Spende an „von Laer Stiftung“ übergeben

Expert Systemtechnik, der ostwestfälische Multitechnologie-Anbieter für den Zuschnitt von flexiblen Materialien, feierte am 15. November 2019 sein 25-jähriges Bestehen mit langjährigen Wegbegleitern und Mitarbeitern in der Bielefelder Eventlocation „Schöne Aussicht“. Anstelle von Geschenken, wurde um eine Spende für die Arbeit der „von Laer Stiftung“ gebeten, Trägerin zahlreicher Einrichtungen der Jugendhilfe. Mit Schwerpunkt in Bielefeld und OWL betreibt die Stiftung moderne, innovative Kindertagesstätten, Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, bietet sozial- und heilpädagogische Hilfen zur Erziehung, Freizeitangebote und vieles mehr. Die am Ende der Feier erreichte Endsumme erhöhte Expert Systemtechnik auf 2.500 Euro.

Die beiden Geschäftsführer Sebastian und Manuel Bruder entschieden sich für eine direkte Unterstützung der Wohngruppe „Hof Kienker“ in der Umgebung Bielefelds. Das Geld kommt vor allem der tiergestützten Arbeit der Wohngruppe zugute.

Vor Weihnachten besuchten die beiden Brüder – beides junge Familienväter – die Einrichtung und überzeugten sich vor Ort davon, wie die Spende in die Arbeit einfließt. Ulf Rudack, Teamleiter der Wohngruppe, informierte die Geschwister über das pädagogische Konzept und den Einsatz von zwei Pferden im erzieherischen Alltag.

Beim Weihnachtsessen informierte die Geschäftsführung ihre Mitarbeiter über den Besuch der Wohngruppe. „Es ist schon sehr beeindruckend, mit welchem Einsatz die pädagogischen Kräfte den Kindern- und Jugendlichen zur Seite stehen“, so Manuel Bruder, technischer Geschäftsführer Expert Systemtechnik. „Wir bleiben definitiv am Ball und werden dieses Projekt auch künftig begleiten.“ „Eine großartige Arbeit, die die ,von Laer Stiftung‘ leistet. Sie stellt die Kinder in den Mittelpunkt“, meint auch Sebastian Bruder, kaufmännischer Geschäftsführer Expert Systemtechnik. „Das ist sehr wichtig, denn die Schwächsten werden oft vergessen.“

Im Namen ihres Unternehmens bedankt sich die Geschäftsführung für die großartige Unterstützung der Gäste und natürlich Mitarbeiter.

Dankt scheidendem Hauptgeschäftsführer Lucas Heumann

Auf der Internationalen Möbelmesse in Köln dankte Andreas Decker (r.), Vorsitzender der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM), dem scheidenden Hauptgeschäftsführer der Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen, Dr. Lucas Heumann (l.): „Mit seinem großen Engagement und seiner umfassenden Branchenkenntnis hat Lucas Heumann nicht nur dem Verbandswesen der deutschen und nordrhein-westfälischen Möbelindustrie, sondern allen Akteuren der Möbelbranche wertvolle und bleibende Dienste erwiesen – von den Möbelherstellern und Zulieferunternehmen über den Handel bis hin zum Endverbraucher und natürlich auch unserer Gütegemeinschaft. Wir wünschen ihm für den bevorstehenden Ruhestand und die Zukunft alles erdenklich Gute“, so Decker.