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Autor: Möbelfertigung

Das Fachpartner-Seminarprogramm 2020 steht

2020 bietet Teckentrup, nach eigenen Angaben einer der größten Hersteller von Türen und Toren in Europa, wieder eine Vielzahl praxisnaher Seminare für Vertriebsmitarbeiter und Monteure an. Umfassende Produktinformationen, effiziente Montagetechniken und überzeugende Verkaufsargumente – die erfahrenen Produkttrainer vermitteln bei allen Schulungsthemen relevantes Fachwissen für die effiziente Montage und den erfolgreichen Verkauf. Neu im Programm sind unter anderem die Kombiseminare „Vertrieb und Montage von ,Carteck‘ Garagentoren, Industrie-Sektionaltoren/Rolltoren und Funktionstüren“. Das Programm 2020 sowie das Anmeldeformular steht Fachpartnern ab sofort im Teckentrup Profi-Portal zur Verfügung. Online-Anmeldungen einfach und jederzeit möglich über: www.teckentrup.biz/seminaranmeldung/

Gründer Alessandro Quaranta spricht heute auf der „Imm Cologne“

Mehr Kunden als je zuvor, mehr Preise und Auszeichnungen, mehr Mitarbeiter und mehr Optimismus denn je: Die Möbeldesign-Plattform „Form.bar“ ist nach dem Rekordjahr 2019 mit großer Zuversicht ins neue Jahr gestartet, wo spannende Aufgaben und ambitionierte Ziele auf das junge Team um die Grüner Nikolas Feth und Alessandro Quaranta warten. So soll in den kommenden Monaten vor allem die Internationalisierung vorangetrieben werden, in Europa und darüber hinaus.
Heute wird „Form.bar“-Gründer Quaranta davon auch den Zuhörern auf der „Imm Cologne“ berichten. Schwerpunkt seines Vortrags (14.30 Uhr, Halle 3.1, H 11) wird aber der aufregende Weg von der Hochschule in die große Möbel-Welt sein. Feth und Quaranta, zwei Freunde aus Schulzeiten, sind 2015 mit „Form.bar“ angetreten, um das Design und die Fertigung von hochwertigen Möbeln regionaler, klimafreundlicher, effizienter, individuell und digital zu machen. Fünf Jahre später lässt sich konstatieren, dass ihre visionäre Idee alle aktuellen Möbel-Mega-Trends erfüllt.

„Form.bar“ versendet keine Möbel, sondern Design-Daten an Schreiner in Kundennähe. Dieser revolutionäre Prozess ermöglicht so regionale Produkte, die unter für Mensch und Umwelt fairen und wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen gefertigt werden. Herzstück von „Form.bar“ ist ein preisgekrönter 3D-Konfigurator.

Sechs Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen im Oktober

Im Oktober 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.592 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 6,0 Prozent weniger als im Oktober 2018.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Oktober 2019 mit 254 Fällen (Oktober 2018: 274) im Wirtschaftsbereich Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Unternehmen des Baugewerbes stellten 241 Insolvenzanträge (Oktober 2018: 280). Im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen wurden 171 (Oktober 2018: 175) Insolvenzanträge gemeldet und im Gastgewerbe 170 (Oktober 2018: 191).

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Oktober 2019 auf knapp 3,4 Milliarden Euro. Im Oktober 2018 hatten sie bei 1,1 Milliarden Euro gelegen. Dieser Anstieg der Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im Oktober 2019 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im Oktober 2018.

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen meldeten 7.369 übrige Schuldner im Oktober 2019 Insolvenz an (-2,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat). Darunter waren 5.268 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 1.615 Insolvenzanträge von ehemals selbstständig Tätigen, die ein Regel- beziehungsweise ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen.

Geschäftsleitung verschlankt

Seit dem 01. Januar 2020 agiert die Felix Schoeller Group mit einer neuen Organisationsstruktur. Damit trägt das Unternehmen den Internationalisierungsschritten Rechnung, die in den vergangenen Jahren gegangen wurden. Mit globalen Produktionsstätten in Deutschland, Nordamerika, China, Russland und Indien gibt der Spezialpapierhersteller mit Hauptsitz in Osnabrück, Deutschland, ab sofort mehr Verantwortung in die Regionen. Die Geschäftsleitung der Felix Schoeller Group hat sich neuformiert.

„Die Felix Schoeller Group ist nicht nur ein global tätiges, sondern auch ein global produzierendes Unternehmen mit weltweiten Produktionsstätten“, so Hans-Christoph Gallenkamp, CEO der Felix Schoeller Group. „Um international schnell und effizient zu agieren, haben wir die Besetzung der Geschäftsleitung aus Europa reduziert und um internationale Statthalter ergänzt“, begründet Gallenkamp die Entscheidung.

Hans-Christoph Gallenkamp besetzt zukünftig neben seiner Funktion als CEO der Gruppe, auch die des CSO. Er übernimmt damit die oberste Vertriebsverantwortung.

Die Geschäftsleitung der Felix Schoeller Group setzt sich weiter aus Matthias Breimhorst, der als neues Mitglied der Geschäftsleitung die Rolle des CFO verantwortet, Georg Haggenmüller als COO und Stephan Igel als CSO EMEA zusammen. Außerdem wird die Geschäftsleitung durch die neuen Regionalverantwortlichen Michael Szidat als CEO für Nordamerika und Peter Cornelißen als Vice CEO in China gebildet.

Ausgeschieden aus der Geschäftsleitung der Felix Schoeller Group sind Guido Hofmeyer und Gerhard Hochstein. Beide Herren sind unverändert als Geschäftsführer der Schoeller Technocell GmbH&Co.KG tätig – Hofmeyer als CIO, Hochstein als CTO der technischen Zentralbereiche.

Mit Goldmedaille von EcoVadis ausgezeichnet

Im Dezember 2019 wurde die Follmann Unternehmensgruppe von EcoVadis, der Nachhaltigkeits-Bewertungsplattform für globale Beschaffungsketten, in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung bewertet – mit einem exzellenten Ergebnis: In der Gesamtbewertung zählt die Unternehmensgruppe zu den besten 10 Prozent der von EcoVadis beurteilten Unternehmen in der Branche.
Soziale Verantwortung und Umweltschutz haben für die Follmann-Unternehmensgruppe allerhöchste Priorität. Daher sind für das international tätige Familienunternehmen aus Minden die Einhaltung hoher Standards und eine stetige Verbesserung selbstverständlich. Dies stellt die Unternehmensgruppe zum Beispiel durch seine ISO-zertifizierten Qualitäts-, Umweltschutz- und Energiemanagementsysteme (ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001) sicher.

Darüber hinaus wurde die Gruppe nun bereits zum dritten Mal von EcoVadis zertifiziert. In der Gesamtbewertung erzielte Follmann Gold-Status und gehört damit zu den besten 10 Prozent der von EcoVadis beurteilten Unternehmen der Branche. Damit konnte sich die Unternehmensgruppe noch einmal deutlich zu seinen ersten beiden Zertifizierungen in den Jahren 2015 und 2017 steigern. Analysiert und bewertet wurden dabei die Themenbereiche Umwelt, Soziales, Ethik und nachhaltige Beschaffung anhand 21 unterschiedlicher Kriterien.

„Da wir Nachhaltigkeit als Verpflichtung gegenüber jetzigen und künftigen Generationen verstehen und den Nachhaltigkeitsgedanken fest in unserer Unternehmensstrategie integriert haben, freuen wir uns sehr über dieses positive Zertifizierungsergebnis von EcoVadis“, so Dr. Henrik Follmann, Inhaber der Follmann Unternehmensgruppe. „Es bestätigt, dass wir unserer Verantwortung gegenüber Kunden, Verbrauchern, Mitarbeitern und der Umwelt gerecht werden.“

Julia Szincsak, Leiterin der Abteilung Umwelt und Sicherheit der Follmann-Unternehmensgruppe, ergänzt: „Selbstverständlich arbeiten wir daran, unsere Standards kontinuierlich zu verbessern, denn neben einer hervorragenden Produktqualität und einem umfassenden Kundenservice werden für unsere Kunden die Verwendung umweltfreundlicher Rohstoffe und eine ressourcenschonende Produktion zunehmend wichtiger. Umso mehr freuen wir uns, dass wir unser Zertifizierungsergebnis optimieren konnten.“

Als international tätige Unternehmensgruppe legt Follmann großen Wert auf Transparenz und Nachhaltigkeit in der globalen Lieferkette. Die EcoVadis-Bewertungsmethodik und der Nachhaltigkeitskodex helfen, Nachhaltigkeit entlang der globalen Lieferkette zu managen und zu überprüfen. So unterstützt EcoVadis, Geschäftspartner zu bewerten, deren Leistungen zu steuern und kontinuierlich Verbesserungen voranzutreiben. Dadurch kann die Follmann Unternehmensgruppe nachhaltigere Beschaffungsentscheidungen treffen entsprechend seiner ökologischen, sozialen und ethischen Standards.

Cor

41 Mio. Euro Umsatz im Jahr 2019

Das Jahr 2019 ist eines der erfolgreichsten und innovationsstärksten in der 65-jährigen Geschichte von Cor – der Polstermöbelspezialist erwirtschaftete 41 Millionen Euro Gesamtumsatz. Der internationale Messeauftritt in Köln mit zwei Modellpremieren leitete vor genau einem Jahr eine Reihe kontinuierlicher Unternehmenserfolge ein. Das zeitgleich zum neuen Polsterstuhl „Alvo“ vorgestellte Sofaprogramm „Avalanche“ entwickelte sich zum bestplatzierten Cor-Modell der letzten zwanzig Jahre. Im Hinblick auf die wachsende Bedeutung des internationalen Objektgeschäftes stellte man sich im April zur „Milan Design Week“ erstmals nach fünf Jahren nicht auf der Messe, sondern mit einem innerstädtischen Showroom vor: In der Hochburg internationaler Premium- und Modemarken erreichte der Auftritt als vergleichsweise kleiner, aber viel beachteter Besuchermagnet neue Zielgruppen.

In der Handelslandschaft im deutschsprachigen Raum nimmt der Sitzmöbelhersteller aus Rheda-Wiedenbrück damit nach eigenen Angaben eine führende Stellung ein. Obwohl die Zahl der Fachhändler leicht abnahm, konnte das Unternehmen seinen Umsatz in diesem Markt leicht ausbauen. Zusammen mit dem Objektgeschäft und Export wurde ein Jahresumsatz von rund 41 Millionen Euro mit einem Plus von drei Prozent erzielt. Das stetig wachsende Markenportfolio hat dem Longseller „Conseta“, mit dem immer noch 30 Prozent des Umsatzes im Bereich Living erzielt werden, weitere Bestseller wie den „Cordia Lounge Sessel“ oder das „Trio“-Sofa zur Seite gestellt. An der zeitgemäßen Ausrichtung und Diversifizierung der hochwertigen Gesamtkollektion wird kontinuierlich gearbeitet. Schon 2020 zeigt man bei „Avalanche“ neue Varianten, der Designklassiker „Conseta“ erhält ein neues Liegenelement und elegante Armlehnen. „Für ein gesundes Wachstum halten wir Produktpremieren und Programmpflege in ausgewogener Balance“, berichtet Leo Lübke, der das Familienunternehmen seit fünfundzwanzig Jahren erfolgreich führt.

Rund eine Million Euro flossen 2019 in die Erneuerung und den Ausbau der Produktion. Das Werk wird zunehmend auf eine auftragsbezogene Fertigung mit der Losgröße 1 ausgerichtet. Seit Frühjahr nutzen Holzverarbeitung und Tischlerei, in der auch Spezial- und Sonderanfertigungen entstehen, neue Maschinen. Im Sommer erfolgten größere Investitionen in den Bereich Gestellbau: für einen Hobel-Automaten und ein CNC-Bearbeitungszentrum. Früher produzierte man Rahmen oder Gestellteile vor und benötigte Zwischenlager. Heute finden die komplexen Holzbearbeitungsprozesse für Individualaufträge an einer Station statt. Diesen Zweck erfüllt auch eine neue Verpackungsschnittmaschine im Versandbereich. Aus Endloswellpappen entstehen konfektionierte Einzelverpackungen, Ankauf und Lagerung sperriger Kartonagen entfallen. Im Frühjahr 2020 wird erneut investiert, um ein neues Hochregallager mit sogenannten Lean-Liften in Betrieb zu nehmen. Es stellt den Mitarbeitern jede Art von Magazinteilen bedarfsgerecht zur Verfügung. Bestandshaltung und Nachbestellungen werden automatisiert und dadurch deutlich optimiert.

„Nach der Messe ist vor der Messe“, sagen Möbelinsider im Hinblick auf jedes neue Branchenjahr, das für Cor nach der „Imm Cologne“ derzeit zunächst mit der Platzierung seiner neuen Modelle im Handel beginnt. Schon im April geht es weiter nach Mailand, wo der temporäre „Cor Salon“ inklusive einer Modellpremiere neu eingerichtet wird. Nur zwei Monate später reist der Hersteller dann zur Innenarchitekturmesse „Design District“ nach Rotterdam. Im Herbst findet der vierte internationale Messeauftritt statt: Zur Kölner „Orgatec“ präsentiert die Premiummarke ihre Sitz- und Polstermöbel sowie Spezialprogramme für das Objektgeschäft.

Erweitert die Führungsmannschaft

Die Diomex Software GmbH & Co. KG, führender Lösungsanbieter in Stammdatenmanagement und Artikelkonfiguration der Möbelbranche, richtet das Unternehmen strategisch neu aus: Neben den beiden Geschäftsführern Carl Philipp Bickmeier und Sascha Ellerhoff unterstützt Oliver Schröder jetzt die Geschäftsleitung bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Ihm wurde im Januar 2020 Prokura erteilt.

Die Diomex Software hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. „Um diese positive Entwicklung und eine weitere, solide Expansion auch für die Zukunft sicherstellen zu können, haben wir unsere Führungsmannschaft neu aufgestellt“, erklärt Geschäftsführer Carl Philipp Bickmeier, der das Unternehmen gemeinsam mit dem zweiten Geschäftsführer Sascha Ellerhoff führt. „Wir freuen uns, dass wir mit Oliver Schröder die Unternehmensleitung erweitern können, der bereits erheblich zum Unternehmenserfolg beigetragen hat“, so Bickmeier.

Oliver Schröder ist seit Mai 2015 bei der Diomex Software GmbH & Co. KG als Vertriebsleiter tätig. In den Verantwortungsbereich des 51-jährigen fallen die Betreuung der Stammkunden, die Akquisition von Neukunden und das Key Account Management. Schröder ist seit über 20 Jahren in der Möbelbranche aktiv. Vor seinem Engagement bei Diomex Software war er viele Jahre bei SHD tätig.

„Mit der Erteilung der Prokura untermauert die Geschäftsführung die hohe fachliche Kompetenz und Führungsqualität von Oliver Schröder sowie die Bedeutung der wichtigen Aufgaben, welche die großen Softwarevorhaben und Kundenprojekte der Diomex Software mit sich bringen. Wir sprechen ihm damit nachdrücklich unser Vertrauen aus“, so Geschäftsführer Sascha Ellerhoff. Oliver Schröder ist der erste Prokurist der Diomex, der durch die Erteilung der Prokura gemeinsam mit der Geschäftsführung zu allen Arten von gerichtlichen und außergerichtlichen Geschäften und Rechtshandlungen befugt ist.

Besucher leicht rückläufig, Qualität top

Qualität über Quantität: Die 50. „Heimtextil“ lieferte starke Impulse für die neue Einrichtungssaison. Nachhaltigkeit avancierte dabei, wie Freitag schon kurz berichtet, zum alles überstrahlenden Top-Thema. 63.000 Besucher informierten sich bei den 2.952 Austellern auf der weltweit führenden Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien über die großen Themen der internationalen Branche. Wie erwartet, sorgte insbesondere der einmalig frühe Termin für eine Delle bei den Besucherzahlen (2019 kamen über 67.000).

Die immensen Herausforderungen, vor denen die Branche steht, und die auch „Heimtextil“-Aussteller spüren, sprach Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, an. Dass die Ausstellerzufriedenheit das gute Niveau des Vorjahres erreichte und die Zufriedenheit der Besucher sogar gesteigert werden konnte – von 93 auf 95 Prozent – wertete er als Erfolg. „Neben des frühen Termins liegen die Gründe für den Dämpfer bei den Besucherzahlen vor allem bei der starken Konsolidierung der Fachgeschäfte beziehungsweise bei der Entwicklung vom stationären Handel in Richtung E-Commerce. Auch konjunkturell ist der Trend abgeschwächt“, so Braun. „Dazu passt, dass ganze 34 Prozent unserer Aussteller die aktuelle Branchenkonjunktur als schlecht bewerten, im Vergleich zu gerade mal 18 Prozent im Jahr zuvor.“

Die Jubiläumsausgabe der Messe bot mit über 150 Vorträgen und 30 geführten Messerundgängen das reichhaltigste Event- Programm ihrer Geschichte. Alles überragend: der stark frequentierte „Trend Space“. Unübersehbar nachhaltig konzipiert, bot die Trendinszenierung Sehenswertes am Puls der Zeit. „Wissbegierige Händler, die am Markt etwas bewegen und mit der Zeit gehen, holen hier in Frankfurt ihren Schwung für die neue Saison. Die Heimtextil hat als weltgrößte Messe existentielle Bedeutung für unsere Branche. Es gibt auf keiner Messe eine größere Informationsdichte“, sagt Ottmar Ihling, Sprecher des Decoteams und zieht ein positives Fazit für die Interessengemeinschaft deutscher Heimtextilanbieter in der Halle 8.0.

„Wir hatten eine tolle Besucherfrequenz im DecoTeam mit qualitativ guter Kundschaft und Delegationen von großen Firmen.“ Auch Peter Gumbel, Geschäftsführer von Aro Artlaender, zieht ein positives Fazit für den Auftritt in Halle 11.0 und verdeutlicht, wie sich die Besucherstruktur der „Heimtextil“ in Richtung internationaler Einkäufer verändert hat: „Alle Kunden, die wir erwartet haben, waren vor Ort. Der deutsche Fachhandel hat zwar etwas gefehlt, aber was den Export angeht, war es eine sehr gute Messe. Im Vergleich zu vor 15 Jahren sind die Einkäuferdelegationen sicher etwas kleiner geworden, allerdings sind die Entscheidungsträger nach wie vor auf der „Heimtextil“ – mit etwas weniger Verweildauer, aber mit sehr konkreten Plänen.“

Ob Start-up oder Traditionsunternehmen – an umweltschonenden Materialien und Produktionsverfahren kommt 2020 kein Hersteller vorbei. Auch große Namen legen Wert auf Textilien aus zertifizierten Materialien und vermeiden Plastikverpackungen. Zu den Vorreitern in Puncto Kreislaufwirtschaft zählt das Krefelder Unternehmen Deco Design Fürus mit der Marke OceanSafe. „Die ,Heimtextil‘ 2020 war für uns eine außerordentlich erfolgreiche Messe. In den vielen Gesprächen, die wir hier führen konnten, hat sich ganz klar gezeigt: Unsere Kunden können inzwischen sehr gut zwischen Greenwashing und Cradle-to- Cradle-Kreislaufwirtschaft unterscheiden“, bilanziert Manuel Schweizer, CEO von Deco Design Fürus aus der Halle 8.0.

Nochmals gesteigerte Resonanz erfuhr das „Sleep! The Future Forum“, mit dem die „Heimtextil“ geballtes Know-how rund um das Thema Schlafen und spannende Produktinnovationen aus den Bereichen Schlafsystemen, Bettwaren und Bettwäsche lieferte. Auch hier beschäftigten sich Experten mit der Frage, vor welchen Herausforderungen Hersteller stehen, wenn sie nachhaltig agieren und produzieren möchten. Die Panel-Diskussion „Die Zukunft der nächsten Generationen sichern – Nachhaltige Strategien für Hersteller und Handel“ war eines der Highlights des viertägigen Programms. Es zeigte Praxisbeispiele der Firmen Lenzing, Vossen und Ikea auf und stellte dem interessierten Fachpublikum das neue staatliche Textilsiegel „Grüner Knopf“ sowie die weltweiten Nachhaltigkeitsziele der United Nations vor.

Nutzerorientierte Anwendungen von Schlüsseltechnologien im Fokus

Nur noch ein Jahr bis zur „LivingKitchen“ 2021. Ein Anlass für die Koelnmesse, im Kontext der laufenden „Imm Cologne“ vor der Presse die Trommel lauter zu schlagen. Konkrete Namen, welche Aussteller im nächsten Jahr zu erwarten sind, wollte Messechef Gerald Böse (Foto) gestern allerdings nicht nennen. Vielmehr gehe es um eine „Konzeptkonferenz“. Um zu erklären, wie das angekündigte Zugpferd „Smart Living“ gezäumt werden soll.
Den ersten Vorgeschmack bietet aktuell die „Imm“-Sonderschau „Let’s be smart“ in Halle 4.2, die wie in den Vorjahren von Christian Flötotto konzipiert wurde und nun als „Smart Village“ drei Lebenswelten präsentiert – jeweils wie in einem Appartement mit den Themenbereichen Wohnen, Schlafen, Kochen und Essen für unterschiedliche Bewohner. Ob Assistenzfunktionen mit KI für Senioren, platzsparende und multifunktionale Möbel für die Familie oder das Smart Loft für Early Adopter: Vor allem intelligente Features, die Mehrwert im Alltag stiften, stehen dabei im Vordergrund. Die zukunftsorientiert und zugleich realistisch sind. Denn die „LivingKitchen“ will sich nicht durch abstrakte Visionen profilieren, sondern nutzerorientierte Anwendungen von Schlüsseltechnologien, wie Böse betonte.

Ort des Geschehens ist die neue Halle 1plus, die im kommenden Herbst fertiggestellt wird und dann mit der „LivingKitchen“ 2021 Premiere feiert. Sie umfasst 10.000 Quadratmeter und biete mit ihrer Infrastruktur den idealen Rahmen für die zukunftsorientierte Hightech-Show. Angebunden ist sie durch Übergänge in die Hallen 4.2. und 5.2, sodass Besucher vom Messeboulevard aus durch die etablierte Küchenausstellung in das smarte Areal gelangen.

Das „Smart Village“ wird jedoch nur ein Teil der Konzeption 2021 sein, wie Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement, weiter ausführte. Vielmehr kommen mit den Themen Telekommunikation und Energieversorgung weitere Specials dazu, ebenso wie eine Piazza „Connected World“, ein Supermarkt und eine eigene Zone für den Handel. Insbesondere Hausgerätehersteller wie BSH, Miele, Haier, Samsung oder LG sollen sich von dem Ansatz angesprochen fühlen, um diese nach der breiten Abstinenz 2019 zurückzugewinnen, betonte Pollmann. Denn es sei klar, dass die Unternehmen nicht unbedingt eine zusätzliche Verkaufsplattform brauchen (neben der „IFA“, Anm. d.R.), sondern eine Alternative, die für sie auch Sinn macht.
Insgesamt würde sich die „LivingKitchen“ dann auf rund 36.000 Quadratmeter erstrecken, von der ein Drittel allein das Zugpferd „Smart Living“ in Anspruch nimmt, wenn die Rechnung aufgeht. Wobei die weitgefächerte Thematik nicht nur als medialer und innovativer Anziehungspunkt für die Küchenmesse gilt, sondern künftig jedes Jahr gespielt werden soll.